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150 Jahre Stadtmuseum Düsseldorf

Stadtmuseum Düsseldorf

01

Am 5. Mai 1874 beschlossen die Düsseldorfer Stadtverordneten die Gründung eines Historischen Museums. Geschichtsinteressierte Bürger hatten den Anstoß für den Aufbau des Museums gegeben, das – nach mehrfachen Umbenennungen – 2024 als Stadtmuseum Düsseldorf seinen 150. Geburtstag feiert.
Als eines der ersten Museen der Region und ältestes Museum Düsseldorfs hat es in den vergangenen Jahrzehnten selbst Kulturgeschichte geschrieben. Die Museumsgründung fiel in eine Epoche, in der Düsseldorf sich zu einer modernen und prosperierenden Industrie- und Verwaltungsstadt mit Blick auf die Zukunft entwickelt hatte. Nur wenig erinnerte im Stadtbild noch an seine Historie als Residenzstadt, dann fiel auch noch das Düsseldorfer Schloss 1872 einem verheerenden Brand zum Opfer. Lokalpatriotische Sammler und Forscher bemühten sich zeitgleich um das Bewahren der Vergangenheit. „Gegenstände, welche für die Geschichte und Entwicklung der Stadt und Umgegend von Bedeutung sind“ zu erhalten, diesen Auftrag setzte sich das Historische Museum. Das Spektrum der gesammelten Objekte ist seit 1874 groß: epochenübergreifend von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart, das Alltagsleben wie die Kunst- und Kulturgeschichte von Stadt und Region in allen Sparten abbildend.

Collage: Die Standorte des Düsseldorfer Stadtmuseums (v.l.n.r. Palais Hondheim, Galeriegebäude des Schlosses am Burgplatz, Lagerhaus Reuterkaserne, Kunstgewerbemuseum, Obergeschoss des Ehrenhof 2, Schloss Jägerhof, Palais Spee)



02

Freunde, Förderer, Mäzene



Einladung zu einer Conferenz des Curatoriums des historischen Museums

Stadtmuseum Düsseldorf (ehem. Historisches Museum), Einladung, 1879, Düsseldorf

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Kurzbeschreibung
Einladung
zu einer Conferenz des Curatoriums des historischen Museums
auf Donnerstag den 27ten November 1879
Nachmittgas 3 Uhr im alten Akademiegebäude (durchgestrichen: auf dem Rathause Stube No.)
für Herrn Rentner C. Guntrum
Der Oberbürgermeister
Becker
Einladung Guntrum.jpg


Als Motor des Historischen Museums verstand sich das wechselnde, ehrenamtliche Kuratorium: sechs Düsseldorfer Bürger, die unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters die Geschicke des Hauses lenkten. Ihre wichtigste Mission stellte die Beschaffung von geeigneten Objekten dar. Ein Grundstock von rund 30 Gemälden lag bereits vor. Es handelte sich größtenteils um Repliken von Meisterwerken der ursprünglich in Düsseldorf verwahrten kurfürstlichen Sammlung, die die Söhne der Julie von Stutterheim (1805 – 1872) als Nachlass der Stadt 1873 zum Geschenk gemacht hatten. In Prinz Georg von Preußen (1826 – 1902) fand das Historische Museum einen großzügigen Schenker zahlreicher Fürstenporträts und topografischer Ansichten. 1880 zum Protektor des Museums berufen, unterstützte der in Düsseldorf aufgewachsene Prinz kenntnisreich die ersten Präsentationen und setzte sich bei der Stadtspitze erfolgreich zugunsten des Museums ein. Der wichtigste Kernbestand geht auf Carl Guntrum (1805 – 1891) zurück. Als Kuratoriumsmitglied der ersten Stunde hinterließ er dem Museum 1891 seine wertvollen archäologischen und kulturgeschichtlichen Sammlungen mit mehr als 1.000 Objekten. Zu nennen ist auch der 1880 gegründete Düsseldorfer Geschichtsverein, der die Förderung des Historischen Museums zu einer seiner Hauptaufgaben erklärte.

Collage: Porträts von Mitgliedern des ersten Kuratoriums (v.l.n.r.: Wilhelm Herchenbach, Carl Guntrum, Oberst a.D. Ernst von Schaumburg, Dr. Albert Mooren)

Julie von Stutterheim

Männer bestimmten im 19. Jahrhundert die Geschicke des Historischen Museums. Doch für die Gründung des Hauses spielten die Sammlungen einer offensichtlich an Kunst interessierten Frau, der Julie von Stutterheim, eine entscheidende Rolle. In dem von ihren Söhnen Ernst (1830 – 1887) und Otto (1838 – 1885) von Stutterheim der Stadt posthum übertragenen Gemäldekonvolut befanden sich u. a.  Kopien von Werken der Maler van Dyck, van Honthorst, Schalcken und Metsu. Konnten die entsprechenden Originale einst in der Gemäldegalerie des Düsseldorfer Schlosses bewundert werden, so befanden sie sich nun in der Alten Pinakothek in München. Das Porträt des Vaters der Julie von Stutterheim, des Düsseldorfer Kaufmanns Christian Gottfried Solbrig, zählte ebenfalls zu ihrem Nachlass. Es stammt von Egidius Mengelberg, der in jungen Jahren mit seinen Repliken in Erscheinung getreten war. Auch Julies Sohn Otto von Stutterheim betätigte sich künstlerisch und gehörte der Düsseldorfer Künstlervereinigung Malkasten von 1861 bis 1870 an. Darüber hinaus bestanden seitens Frau von Stutterheims verwandtschaftliche Beziehungen zur Familie Hasenclever. Während das Porträt ihres Vaters sich im Stadtmuseum erhalten hat, kann der Verbleib der anderen Werke nicht mehr nachvollzogen werden.  





Christian Gottfried Solbrig (*1772)

Maler: Egidius Mengelberg (1770 – 1849), Gemälde, 1821

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Christian Gottfried Solbrig (*1772)

Prinz Georg von Preußen

Der in Düsseldorf geborene Prinz Georg, Sohn des hier stationierten Divisionskommandeurs Prinz Friedrich von Preußen (1794 – 1863) und dessen Gemahlin Prinzessin Wilhelmine Luise (1799 – 1882), wuchs im Schloss Jägerhof auf. Standesgemäß schlug der Prinz eine militärische Laufbahn ein, seine Neigungen lagen jedoch im künstlerischen Bereich. Unter Pseudonymen publizierte er u. a. mehrere Theaterstücke. Seiner Heimatstadt hielt Prinz Georg stets die Treue, auch nachdem sein Vater infolge der revolutionären Stimmung in Düsseldorf 1848 nach Berlin zurückberufen worden war. Der geschichtsinteressierte Prinz stiftete dem Historischen Museum seit 1879 zahlreiche Kunstwerke, überwiegend Porträts rheinischer Landesherren und ihrer Verwandten. 1880 übernahm er zudem das Protektorat für das Museum. Mit dem ersten Conservator des Museums, Notar Carl Strauven (1814 - 1886), korrespondierte Georg regelmäßig über konkrete Fragen der Museumsarbeit. Zwischen Berlin und Düsseldorf wurden z. B. Hängeskizzen der Museumssäle ausgetauscht. Die von dem Prinzen mit großem Ehrgeiz zusammengetragene Fürstengalerie enthielt auch zahlreiche Repliken bzw. spätere Kopien, da für das Museum – wie er betonte – weniger die künstlerische Qualität der Porträts als deren historischer, dokumentarischer Wert im Vordergrund stehe. Dabei interessierte Georg vor allem die Reaktion des rheinisch-westfälischen Adels wie der Düsseldorfer Maler auf die von ihm gestifteten Bildnisse. Maßgeblichen Einfluss nahm er u. a. auf die Zurverfügungstellung geeigneter Museumsräumlichkeiten. Dass der Oberbürgermeister bereitwillig die Wünsche des preußischen Prinzen erfüllen würde, wusste schon Conservator Strauven zugunsten des Historischen Museums einzusetzen.





Georg Prinz von Preußen (1826 – 1902)

Künstler: Moritz Röbbecke (1857 – 1916)
Dargestellt: Georg Prinz von Preussen (1826 – 1902), Gemälde, 1902

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Dauerleihgabe der Kunstakademie Düsseldorf an das Stadtmuseum Düsseldorf

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Georg Prinz von Preußen (1826 – 1902)


Ausstellungsskizze, hergestellt von Georg von Preußen für das Historische Museum

Verfasser: Prinz Georg v. Preußen
Empfänger: Carl Leopold Strauven, Brief , 15.03.1880, Düsseldorf

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Ausstellungsskizze des Prinzen Georg von Preußen für das historische Museum


Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (1658 – 1716) und seine Gemahlin Anna Maria Luisa (1667 – 1743)

Künstler: Kopie von Alfons Hollaender (1843 – 1927)
Vorlage von: Jan Frans Douven, genannt de Oude (1656 – 1727)
Dargestellt: Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1658 – 1716)
Dargestellt: Anna Maria Luisa von Medici (1667 – 1743), Gemälde, 1889

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Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (1658 – 1716) und seine Gemahlin Anna Maria Luisa (1667 – 1743)


Anna Maria Luisa de' Medici, Großprinzessin von Toskana (1667 – 1743)

Künstler*in: Unbekannt
Dargestellt: Anna Maria Luisa von Medici (1667 – 1743), Gemälde, vor 1691

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Anna Maria Luisa de' Medici (1667 – 1743), Großprinzessin von Toskana


Carl III. Philipp, Pfalzgraf bei Rhein zu Neuburg, seit 1716 Kurfürst der Pfalz (1666 – 1742)

Künstler: Pieter van der Werff (1665 – 1722?)
Dargestellt: Karl Philipp, Pfalz, Kurfürst (1661 – 1742), Öl auf Leinwand, vor 1694

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Carl III. Philipp (1666 – 1742), Pfalzgraf bei Rhein zu Neuburg, seit 1716 Kurfürst der Pfalz


Carl III. Philipp, Pfalzgraf bei Rhein zu Neuburg, seit 1716 Kurfürst von der Pfalz (1666 – 1742)

Künstler: Pieter van der Werff (1665 – 1722?)
Dargestellt: Karl Philipp, Pfalz, Kurfürst (1661 – 1742), Gemälde, vor 1694

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Carl III. Philipp (1666 – 1742), Pfalzgraf bei Rhein zu Neuburg, seit 1716 Kurfürst von der Pfalz


Francesco Maria Farnese, Herzog von Parma (1678 – 1727)

Künstler*in: Unbekannt
Dargestellt: Francesco Maria Farnese Herzog von Parma, 1678 - 1727, Gemälde, um 1700

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Francesco Maria Farnese (1678 – 1727), Herzog von Parma


Dorothea Sophia, Pfalzgräfin bei Rhein zu Neuburg, Herzogin von Parma (1670 – 1748)

Künstler*in: Unbekannt
Dargestellt: Dorothea Sophie von Pfalz-Neuburg (1670 – 1748), Gemälde, um 1700

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Dorothea Sophia (1670 – 1748), Pfalzgräfin bei Rhein zu Neuburg, Herzogin von Parma


Marie Louise von Österreich (1791 – 1847)

Hersteller*in: Sèvres (gegründet 1738)
Dargestellte Person: Marie Louise von Österreich (1791 – 1847), Skulptur, 6. November 1810

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Marie Louise von Österreich (1791 – 1847)


Napoleon I (1769 – 1821)

Künstler: Bernhard von Guérard (um 1771 – 1836)
Dargestellt: Napoleon I (1769 – 1821), Gemälde, 1812

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Stadmuseum Düsseldorf

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Napoleon I (1769 – 1821)

Carl Guntrum

Carl Guntrum (1803 – 1891) beschäftigte sich zeitlebens intensiv mit der Geschichte Düsseldorfs und war fasziniert von historischen Objekten. Der in Düsseldorf geborene Weinhändler sammelte über Jahrzehnte Gemälde, Grafiken, Karten, Fotografien, Gegenstände des Alltagslebens, Münzen und Medaillen und auch manche Kuriosität, die ganz überwiegend aus seiner Heimatstadt stammen oder in enger Beziehung zu deren Geschichte stehen. Darunter sind großartige Porträts von Landesherren, Künstlern und Düsseldorfer Persönlichkeiten des 17. bis 19. Jahrhunderts oder auch bemerkenswerte Ansichten der Stadt, wie die eindrucksvolle Darstellung des Festungsbaus aus dem Jahr 1735. Archäologische Artefakte schätzte Guntrum in besonderer Weise, vor allem trug er Fundstücke aus den römischen Siedlungen des heutigen Krefeld-Gellep und Neuss-Grimlinghausen zusammen. Noch vor der Gründung des Historischen Museums unterhielt Guntrum sein eigenes privates Geschichtsmuseum. Seine Berufung in das erste Kuratorium des Museums überraschte kaum. Kein anderes Mitglied bedachte das Haus jemals so großzügig wie er. Seine gesammelten Schätze gingen 1891 – Bücher und Archivalien wurden anderen Institutionen überwiesen – als Nachlass an das Historische Museum und bilden hier den Grundstock der vielfältigen Museumssammlungen. Die Erforschung und Zuschreibung der Guntrum’schen Stücke ist bis heute nicht abgeschlossen. In den Akten des Museums konnte jetzt Guntrums Porträt, gezeichnet von seinem Freund Constantin Koenen (1854 - 1929), wiederentdeckt werden. Es sei das einzige Bildnis des bemerkenswerten Mäzens und Sammlers, notierte Koenen.





Carl Guntrum (1803 – 1891)

Künstler: Constantin Koenen (1854 – 1929), Zeichnung, 1880 – 1891 (?), Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Einzige Zeichnung des Düsseldorfer Sammlers Carl Guntrum (1803 – 1891)


Käseschüssel

Schenker: Carl Guntrum (1803 – 1891), Archäologisches Objekt, 1. – 3. Jh. n. Chr., Fundort: Gellep

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Kurzbeschreibung
Die Schüssel wurde im 19. Jahrhundert in Krefeld-Gellep gefunden, wo sich ein römisches Kastell befunden hat. Sie stammt aus der Sammlung des Carl Guntrum (1803-1891), der dem Historischen Museum (heute Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf) seine archäologischen und stadtgeschichtlichen Sammlungen schenkte.
Fundort: Gellep, Kulturgruppe: römisch
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Käseschüssel


Statuette aus Krefeld-Gellep

Sammler: Carl Guntrum (1803 – 1891), Archäologisches Objekt, ältere – jüngere Römische Kaiserzeit, Fundort: Gellep

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Kurzbeschreibung
Statuette einer weiblichen Gottheit (?), die auf einem Mischwesen reitet. Das Tier hat einen Pferdekopf, Vorder- und Hinterbeine sind angedeutet, das Hinterteil ist wie bei einem Seeungeheuer (Drache) mit Stacheln ausgebildet. Die Frau reitet im Damensitz barbusig. Die Haare sind um den Kopf geflochten und enden am Hinterkopf in zwei kleinen Zöpfen. Das Ensemble ist in Vorwärtsbewegung dargestellt.
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Statuette aus Krefeld-Gellep


Glasflaschen aus Krefeld-Gellep

Finder: Carl Guntrum (1803 – 1891), Archäologisches Objekt, jüngere Römische Kaiserzeit, Fundort: Gellep

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Kurzbeschreibung
Die grünlich, leicht blasigen Gläser besitzten einen zylindrischen Hals mit leicht ausschweifender Mündung und gewölbter, verdickter Randlippe. Der Bauch ist kugelförmig gestaltet und geht in einen als Standfuß ausgearbeiteten Boden über.
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Glasflaschen aus Krefeld-Gellep


Porträt des jugendlichen Kurfürsten Carl Theodor, Pfalzgraf von Sulzbach, Herzog von Jülich-Berg (1724 – 1799)

Künstler: Johann Philipp von der Schlichten (1681 – 1745), Gemälde, um 1742/1743

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Porträt des jugendlichen Kurfürsten Carl Theodor, Pfalzgraf von Sulzbach, Herzog von Jülich-Berg (1724 – 1799)


Joachim Murat (1767 – 1815) als Sieger der Schlacht von Marengo

Maler*in: Unbekannt, nach einem Gemälde von Jean-Baptiste Isabey (1767 – 1855), Gemälde, um 1805

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Kurzbeschreibung
Im März 1806 wurde Joachim Murat, Sohn eines Gastwirts und Schwager Napoleons, von ihm zum Großherzog von Berg ernannt. Murat zog am 24. März in Düsseldorf ein. Doch bereits im Juli 1808 wurde er König von Neapel und trat Berg wieder an Napoleon ab.
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Joachim Murat (1767 – 1815) als Sieger der Schlacht von Marengo


Anna Maria Hofmann geb. Ulligrath

Künstler: H. W. Wintgens
Dargestellt: Anna Maria Hofmann, Gemälde, 1769

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Anna Maria Hofmann geb. Ulligrath


Johann Wilhelm II von Pfalz-Neuburg (1658 – 1716)

Gemälde / Miniatur, um 1685 (?)

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Johann Wilhelm II von Pfalz-Neuburg (1658 – 1716)


Bauarbeiten an der Festung Düsseldorf

Künstler: H. E. Beckers, Gemälde, 1735

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Kurzbeschreibung
Dargestellt ist die Gegend östlich des heutigen Grabbeplatzes in Blickrichtung Hofgarten und Pempelfort. Das Gemälde zeigt zahlreiche Details der Bauarbeiten, mit denen im Jahr 1735 die Festung verstärkt wurde. Hintergrund waren die Ansprüche, die Preußen auf Jülich-Berg erhob, als absehbar wurde, dass Carl Philipp keine männlichen Nachkommen haben würde.
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Bauarbeiten an der Festung Düsseldorf


Die alte Hauptwache auf dem Burgplatz

Künstler: Julius Kost (1807 – 1888), Gemälde, 1853

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Die alte Hauptwache auf dem Burgplatz


Napoleon III. (1808 – 1873) während des Übersetzens über den Rhein von Düsseldorf nach Oberkassel

Scherenschnitt

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Napoleon III. (1808 – 1873) während des Übersetzens über den Rhein von Düsseldorf nach Oberkassel


Druckplatte zur Tafel: Feuerwerk "Kampf des Drachens mit dem Walfisch" am 22. Juni 1585

Druckplatte, 1582(?) und 1593

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Druckplatte zur Tafel: Feuerwerk "Kampf des Drachens mit dem Walfisch" am 22. Juni 1585


Fächer

Provenienz: Carl Guntrum (1803 – 1891), Accessoire, 18. Jahrhundert

Aus der Sammlung von

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Fächer aus Elfenbein und Papier


Fächer

Provenienz: Carl Guntrum (1803 – 1891), Accessoire, 18. Jahrhundert

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Fächer aus Elfenbein und Papier


Locke der Jakobe von Baden (1558 – 1597)

Provenienz: Carl Guntrum (1803 – 1891)

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Locke der Jakobe von Baden (1558 – 1597)

03

Aller Anfang ist ...

Bescheiden startete das Museum seinen Betrieb in nur einem Raum, seit 1879 standen die Exponate dann in Sälen des ehemaligen kurfürstlichen Galeriegebäudes zur Besichtigung offen. Ein erneuter Umzug 1897 in ein vormaliges Lagerhaus in der Düsseldorfer Altstadt brachte größere Ausstellungsflächen und einen Zuwachs an Publikum mit sich. Die Sammlungen entwickelten sich langsam, aber stetig, bis 1900 waren mehr als 2.300 Zugänge notiert. 1885 erschien bereits das erste „Verzeichnis der in dem historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen Darstellungen“ als Büchlein. Dieser erste Katalog umfasste allerdings nur Grafiken und Gemälde; die zeitgleich von dem Archäologen Constantin Koenen erstellte Auflistung der „Gegenstände“ blieb dagegen unveröffentlicht. Zunehmend blickten einstige Unterstützer kritisch auf die Arbeit des Museums. Inhaltliche Fehler, gar reaktionäre Ansichten im Katalog wurden wie konservatorische Mängel in der Presse thematisiert. Mehrfach nahmen Diebe das junge Museum ins Visier; ein besonders spektakulärer Münzdiebstahl sorgte 1906 für Furore. Die wissenschaftlichen und technischen Herausforderungen stellten für die vier nacheinander tätigen Kuratoren zweifellos eine Bürde dar. Weitestgehend auf sich allein gestellt hielten sie, ein Künstler und drei Lehrer, ab 1884 neben ihrem Hauptberuf den gesamten Museumsbetrieb aufrecht.



„Blamage und kein Ende
[...] Jüngst hat die Stadt an Stelle des alten traurigen Katalogs über die Bildwerke in ihrem Historischen Museum einen neuen unbrauchbaren herausgegeben, worin sie aus deren in solchen Dingen angezeigten Objektivität und Unparteilichkeit heraustretend, sich als Richter über Werth und Unwerth berühmter Personen aufwirft und hier unangebrachte, kindlich-beschränkte, sowie reaktionär-falsche Urtheile fällt, welche unbedingt zurückgewiesen werden müssen [...]“

 Bürger-Zeitung, Düsseldorfer Abend-Zeitung, 23. Juli 1893



Münzdiebstahl im Stadtmuseum

„Im Dezember 1906 stahl ein inzwischen verurteilter Wiener Handlungsreisender, der sich in einer Freistunde hinter einem Vorhange verborgen hatte, im Museum 28 Gold- und 5 Silbermünzen.“ So fasste der Verwaltungsbericht den spektakulären Münzdiebstahl im Historischen Museum zusammen.
Ein Eklat, denn die Münzen waren nicht nur von hohem Wert (sie entsprachen einem Schätzwert von 3.500 – 4.000 Reichsmark und stammten aus der Zeit zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert), auch das Museum stand seit längerem wegen diverser Mängel in der Kritik. Dank intensiver Polizeiarbeit wurde der Dieb Mitte 1907 ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen. Die Wiederbeschaffung der gestohlenen Stücke gestaltete sich als schwieriger. Deutschlandweit und über die Grenzen hinaus wurden die Münzen gesucht und sogar ein Finderlohn ausgeschrieben. Schlussendlich konnte die Hälfte der Objekte bei Händlern und Sammlern ausfindig gemacht werden. Nicht alle Münzen gelangten zurück ins Museum, ein Teil war verkauft und eingeschmolzen worden, andere Stücke blieben verschollen.
Immerhin schien der Verlust des Kulturgutes eine Lehre zu sein – als Konsequenz wurden diebstahlsichere Vitrinen aufgestellt und die Bewachung erhöht.





Münzen im Stadtmuseum Düsseldorf

Numismatik, Düsseldorf

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Betrachtet man die numismatische Sammlung des Stadtmuseums, so ist es gar nicht allzu verwunderlich, dass gerade die Münzen das Interesse von Dieben weckten, denn war das Sammeln der Objekte ein Schwerpunkt des damals noch jungen Hauses. Immer wieder wurde der Bestand durch Neuankäufe und Schenkungen ergänzt und vergrößert. Der Großteil der Sammlungsgegenstände stammt aus dem Mittelalter. Münzen aus Jülich-Kleve-Berg bilden neben Medaillen des pfalz-neuburgischen Herrscherhauses das Zentrum der Sammlung.
Dem Numismatiker Alfred Noss (1855 – 1947) übertrug man von Museumsseite Jahrzehnte lang die Verantwortung für die Pflege und den Ausbau der Sammlung im Stadtmuseum. Heute befinden sich rund 5.000 Münzen und Medaillen aus Düsseldorf und Umgebung im Besitz des Hauses.



Die Münzen des Stadtmuseums

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Collage Inventare

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Sammeln und Verzeichnen

Was im Historischen Museum gesammelt wurde, entschied das jeweilige Kuratorium. Ob ein angebotenes Gemälde, ein historisches Kostüm oder ein Buch als Zugang infrage kam, darüber tauschten die Herren sich aus. Neue Exponate wanderten direkt in die Ausstellung, seit Anfang des 20. Jahrhunderts aus Platzgründen manchmal auch ins Depot. Grundlegende Informationen über die Sammlungen liefern bis heute die handschriftlich geführten Inventarbücher. Karteikarten ergänzten im 20. Jahrhundert diese Listen. Seit 2007 arbeitet das Stadtmuseum digital und stellt seine Sammlungen nach und nach online: https://emuseum.duesseldorf.de/institutions/11574/stadtmuseum-landeshauptstadt-dusseldorf.

04

Expertise gefragt

Von 1913 bis 1926 stand mit Karl Koetschau (1868 – 1949) erstmals ein erfahrener Museumsexperte an der Spitze des Historischen Museums. Der renommierte Kunsthistoriker war als Gründungsdirektor des städtischen Kunstmuseums nach Düsseldorf berufen worden und übernahm u. a. gleichzeitig die Verantwortung für das Historische Museum. Der Erste Weltkrieg, wirtschaftliche Not und Hyperinflation begrenzten Koetschaus Spielräume sehr. Mit wechselnden Ausstellungen zu Künstler*innenporträts, Stadtansichten oder der Theatergeschichte gelang es ihm gleichwohl „die lebendige Teilnahme des Publikums“ aufrecht zu halten. Im Krisenjahr 1923 besuchten immerhin 33.000 Menschen – darunter fast 4.000 Schüler*innen – das Historische Museum. Intern setzte Koetschau Impulse für die Katalogisierung und Neubewertung der Sammlungen, was auch zu Überweisungen ganzer Sammlungsbereiche an andere Museen und zu Objektverkäufen führte. Sein Nachfolger am Historischen Museum, Paul Wentzcke (1879 – 1960), der seit 1912 bereits das Düsseldorfer Stadtarchiv leitete, betonte die stadtgeschichtliche Ausrichtung stärker. Der Umzug von Archiv und Museum 1928 in das großzügige Gebäude des ehemaligen Kunstgewerbemuseums in der Innenstadt verbesserte deren Sichtbarkeit erheblich. In einer gemeinsamen Schriftenreihe publizierten die Institute ihre Forschungen. Kooperationen mit den Schützen oder dem Malkasten, Veranstaltungen zu Ehren Düsseldorfer Persönlichkeiten sowie die Einführung regelmäßiger Führungen bescherten dem Museum größere Aufmerksamkeit.



Die Direktoren und ihr bester Mann

Zu den großen Verdiensten von Karl Koetschau und Paul Wentzcke gehört die Professionalisierung der Arbeiten im Historischen Museum. Die Umsetzung ihrer Vorgaben lag dabei größtenteils in den Händen eines einzigen Mitarbeiters. Der gelernte Vergolder Franz Nölke (1871 – 1934) hatte 1901 seine Laufbahn als Hauswart des Museums begonnen. 20 Jahre später beförderte Koetschau ihn zum ersten hauptamtlichen Museumsverwalter, eine Stellung, die er bis zu seinem Tod mit großer Hingabe ausfüllte. Sowohl Koetschau als auch Wentzcke schätzten Nölkes Geschick im Umgang mit den Exponaten, sie unterstützten seine Teilnahme an den ersten Fortbildungen auf konservatorischem Gebiet und beauftragten ihn mit Restaurierungen. Nölke wirkte nicht nur hinter den Kulissen, an Sonntagen führte er auch durch das Museum. Der Heimatverein „Alde Düsseldorfer“ ehrte 1932 den rührigen Museumsmitarbeiter als Kenner der Düsseldorfer Stadtgeschichte mit der Verleihung der Jan-Wellem-Plakette. Für das Düsseldorfer Publikum verkörperte Quereinsteiger Nölke mehr als drei Jahrzehnte lang das Gesicht des Historischen Museums.

 





Prof. Dr. Karl Koetschau (1868 – 1949)

Künstler: Ernst Liebermann, 1869 – 1960
Dargestellt: Prof. Dr. Karl Koetschau (1868 – 1949), Gemälde, 1912, Entstehungsort: München

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Prof. Dr. Karl Koetschau (1868 – 1949)


Dr. Paul Wentzcke (1879 - 1960)

Künstler: Adolf Schönnenbeck, DE, 1869 – 1965
Dargestellt: Dr. Paul Wentzcke (1879 – 1960), Gemälde

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Dr. Paul Wentzcke (1879 – 1960)


Franz Nölke (1871 – 1934)

Künstler: Josef Jossen (1895 – 1971)
Dargestellt: Franz Joseph Nölke (1871 – 1934), Gemälde, 1932

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Franz Nölke (1871 – 1934)

05

Das linientreue Museum

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten zog für das in „Stadtmuseum“ umbenannte Institut 1933 personelle und organisatorische Konsequenzen nach sich. Der Kunsthistoriker Hans Brückner (1887 – 1970), frühes NSDAP-Mitglied und seit 1928 am Haus, wurde im November 1933 zum Direktor ernannt und die Personalunion mit dem Stadtarchiv beendet. Mit der 1935 eröffneten „Germanenabteilung“ stellte Brückner das Museum ideologisch in den Dienst der NS-Rassenkunde. Gleichzeitig griff er vielfach Ideen seiner Vorgänger auf. Auch in der 1939 nach zweijähriger Schließung eröffneten Neuaufstellung des Museums, die aufgrund des Kriegsbeginns nur wenige Monate gezeigt wurde, blieb er tradierten Darstellungsformaten treu. Wesentliche Sammlungszuwächse verzeichnete die numismatische Abteilung, deren Erwerbsumstände im Rahmen der Provenienzforschungen kritisch geprüft werden. 1942 waren die Sammlungen zum Schutz vor den Luftangriffen größtenteils ausgelagert, der seit 1933 enorm gewachsene Mitarbeiter*innenstab folgte überwiegend in die ländlichen Ausweichstätten. Beim Pfingstangriff auf Düsseldorf 1943 wurden das Museumsgebäude und alle hier verbliebenen Objekte zerstört. 1946 setzte man in der Nachfolge des suspendierten Brückner auf Kontinuität. Der Lehrer Karl Steinebach (1881 – 1950) war als ehrenamtlicher Mitarbeiter, seit 1937 offiziell bestätigt, in der vor- und frühgeschichtlichen Abteilung des Stadtmuseums beschäftigt gewesen. Als Direktor organisierte er 1949 im Ehrenhof die Wiedereröffnung der „Geschichtlichen Sammlungen“, die seit 1937 neben dem Stadtmuseum auch das Schifffahrts- wie das Garnisonsmuseum umfassten.  





Stadtgeschichte in Vitrinen

Düsseldorfer Stadt-Nachrichten, Zeitungsartikel, 27.08.1939, Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtgeschichte in Vitrinen. Von Düsseldorfs ältester Feuerspitze, bergischer Bürgerkultur und guter Handwerkstradition


Neuordnung, Stadtmuseum, Linker Lichthof, Vitrine 21, 1939

Fotografie, 1939, Düsseldorf

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Neuordnung 1939 - linker Lichterhof, Vitrine 21, 7829.jpg
Neuordnung, Stadtmuseum, Linker Lichthof, Vitrine 21, 1939


Neuordnung, Stadtmuseum, Linker Lichthof, Vitrine 22, 1939

Fotografie, 1939, Düsseldorf

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Neuordnung 1939 - Linker Lichthof, Vitrine 22 - 7852.jpg
Neuordnung, Stadtmuseum, Linker Lichthof, Vitrine 22, 1939


Neuordnung, Stadtmuseum, Linker Lichthof, Vitrine 23, 1939

Fotografie, 1939, Düsseldorf

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Neuordnung 1939 - Linker Lichterhof, Vitrine 23.jpg
Neuordnung, Stadtmuseum, Linker Lichthof, Vitrine 23, 1939


Neuordnung, Stadtmuseum, Rechter Lichthof, Vitrine 10, 1939

Fotografie, 1939, Düsseldorf

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Neuordnung 1939 - Rechter Lichthof, Vitrine 10 - 7854.jpg
Neuordnung, Stadtmuseum, Rechter Lichthof, Vitrine 10, 1939

Das Sammeln im Nationalsozialismus

Knapp 4.000 Zugänge verzeichnete das Stadtmuseum in den Jahren von 1933 bis 1945. Die numismatische Sammlung und auch die vor- und frühgeschichtliche Abteilung wurden nennenswert erweitert, letztere dank der vom Museum durchgeführten archäologischen Grabungen im Stadtgebiet sowie durch den Ankauf von Museumsrepliken für die auf Reisen geschickte Ausstellung „Germanenschau“. Nimmt man die Zugänge einzelner Jahre in den Blick, wie die des Jahres 1939, dann finden sich darunter Kunstwerke, die der NS-Propaganda dienten, Silbermünzen „aus jüdischem Besitz“, aber auch der vom Kunstmuseum überwiesene Bronzekopf des von den Nazis diffamierten und ins Exil getriebenen Galeristen Alfred Flechtheim, geschaffen von dem jüdischen Bildhauer Bernhard Sopher. Direktor Brückner reklamierte nach dem Krieg zu seinen Gunsten, dass er Werke jüdischer Künstler vor der Vernichtung gerettet habe. Fest steht auch, dass während seines Direktorats zahlreiche Objekte – u. a. aus jüdischem Besitz – ins Museum gelangten, deren Erwerbsumstände kritisch hinterfragt werden müssen.





Ernst vom Rath (1909 – 1938)

Künstler: Emil Jungblut (1888 – 1955)
Dargestellt: Ernst vom Rath (1909 – 1938), Skulptur

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Kurzbeschreibung
Die Ermordung des deutschen Botschaftssekretärs Ernst vom Rath (1909 – 1938) in Paris diente den Nationalsozialisten als vorgeschobene Begründung für das Novemberpogrom 1938. Der zum Märtyrer erklärte vom Rath wurde in Düsseldorf beerdigt. Seine Büste wurde „unter Begutachtung der Eltern“ von Emil Jungblut (1988 – 1955) modelliert.
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Ernst vom Rath (1909 – 1938)


Schlageterkreuz in Düsseldorf

Künstler: Theo Champion (1887 – 1952), Gemälde, 1932

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Kurzbeschreibung
Das Gemälde von Theo Champion (1887 – 1952) zeigt die 1931 auf der Golzheimer Heide in Düsseldorf errichte Gedenkstätte für Albert Leo Schlageter (1894 – 1923), der an dieser Stelle wegen Sabotage während der Ruhrbesetzung von den Franzosen hingerichtet worden war. Nach seinem Tod entstand ein Heldenmythos um seine Person, den die Nationalsozialisten für ihre Zwecke massiv befeuerten.
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Schlageterkreuz in Düsseldorf


Alfred Flechtheim (1878 – 1937)

Künstler: Benno Elkan (1877 – 1960)
Dargestellt: Alfred Flechtheim (1878 – 1937), Skulptur, 1912

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Alfred Flechtheim (1878 – 1937)


Dr. Hans Brückner (Detailaufnahme Parteiabzeichen)

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Ein (un)erwünschtes Detail

In einem Museumssaal, die Lektüre kurz unterbrechend, so ließ sich Hans Brückner 1936 malen. Das rot umrandete NSDAP-Parteiabzeichen am linken Revers seines Sakkos muss beim Betrachten des Porträts ins Auge gefallen sein. Brückner verdankte das Amt als Direktor des Stadtmuseums seiner Partei, der er eigenen Angaben zufolge bereits von 1923 bis 1925 angehört hatte, bevor er nachweislich 1931 wieder eingetreten war. Als frühes NSDAP-Mitglied wurde Brückner im Mai 1945 als Direktor entlassen, eine Wiedereinsetzung ins Amt erreichte er nicht. Sein Porträt hat sich im Stadtmuseum erhalten, allerdings mit einer nach 1945 vorgenommenen Retusche. Das Parteiabzeichen des vormaligen Direktors wurde kurzerhand übermalt. 



Dr. Hans Brückner (1897 – 1970)

Künstler: Alexander Bertrand (1877 – 1947)
Dargestellt: Dr. Hans Brückner (1897 – 1970), Gemälde, 1936, Düsseldorf

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Dr. Hans Brückner (1887 – 1970), vor Übermalung


Dr. Hans Brückner (1897 – 1970)

Künstler: Alexander Bertrand (1877 – 1947)
Dargestellt: Dr. Hans Brückner (1897 – 1970), Gemälde, 1936, Düsseldorf

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Dr. Hans Brückner (1887 – 1970)

06

Angekommen



Bundespräsident Walter Scheel zu Besuch im Stadtgeschichtlichen Museum Düsseldorf

Fotograf: Walter Klein (1934 – 2012)
Dargestellt: Meta Patas (1914 – 1993), Mildred Scheel (1931 – 1985), Walter Scheel (1919 – 2016) , Fotografie , April 1978, Düsseldorf

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Kurzbeschreibung
Walter Scheel zu Besuch im Stadtgeschichtlichen Museum Düsseldorf (v.l.n.r. Meta Patas, Mildred Scheel, Walter Scheel)
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Die Raumnot stellte für das Museum mehrere Jahrzehnte lang die dringendste Problematik dar. Wechselausstellungen zum rheinischen Brauchtum, der bürgerlichen Wohnkultur oder auch die Schau „Schönes, altes Düsseldorf“ lassen ein konservatives Programm erkennbar werden. Gert Adriani (1908 – 1989), Kustos und späterer Direktor am Kunstmuseum, zeichnete seit 1950 als Leiter der Geschichtlichen Sammlungen dafür verantwortlich. Die Gemälde-, Grafik- und Möbel-Sammlungen konnten durch Ankäufe erheblich ergänzt werden, letztere vor allem im Hinblick auf den Einzug des Museums in das Schloß Jägerhof 1955. Auf Adriani folgte 1958 Meta Patas (1914 – 1993), die in Personalunion mit dem Kunstmuseum die kommissarische Leitung übernahm, bevor sie als Direktorin des Stadtgeschichtlichen Museums dieses 1964 in die Selbstständigkeit führte. Ein Jahr zuvor hatte das Museum das Palais Spee bezogen, das dank Patas‘ Beharrlichkeit bis 1975 komplett wiederaufgebaut wurde und nun erstmals einen chronologischen Sammlungsrundgang ermöglichte. Das Museumsgebäude sei selbst ein Exponat formulierte die Direktorin und betonte die denkmalpflegerischen Aufgaben vor Ort wie in seiner neuen Abteilung Schloss Benrath. Das Stadtgeschichtliche Museum konnte bedeutende Ankäufe realisieren, auch von Werken zeitgenössischer Künstler*innen, womit Patas wichtige Akzente setzte. Maßgeblich wurde das Museum dabei vom 1966 gegründeten Freundeskreis unterstützt. Mit der Schau „Frommer Reichtum“ realisierte das Team 1978 eine der erfolgreichsten Ausstellungen der Museumsgeschichte. Mit Patas Eintritt in den Ruhestand endete 1979 die berufliche Karriere der ersten Düsseldorfer Museumsdirektorin. 



Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Remise, 1975

Fotografie, 1975, Düsseldorf
Stadtmuseum Düsseldorf

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Kurzbeschreibung
Ausstellungsansicht der Sammlungspräsentation in Stadtmuseum Düsseldorf 1975
Ausstellung Stadtmuseum, Remise 1975_ SK 7034.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Remise, 1975


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Remise, 1975

Fotograf: Walter Klein, Fotografie, 1975, Düsseldorf

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Stadtmuseum-Ausstellung 1975, Bauspolien, Waffen SK 7029.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Remise, 1975


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Jan-Wellem-Raum, 1975

Fotografie, 1975, Düsseldorf

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Kurzbeschreibung
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Jan-Wellem-Raum, 1975
Stadtmuseum-Ausstellung 1975 SK 7033.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Jan-Wellem-Raum, 1975


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Jan-Wellem-Raum, 1975

Fotograf: Walter Klein, Fotografie, 1975, Düsseldorf

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Stadtgeschichtliches Museum Ausstellung SK 9094.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Jan-Wellem-Raum, 1975


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Biedermeier-Raum, 1975

Fotografie, 1975, Düsseldorf, Stadtmuseum

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Ausstellung 1975 - Stadtmuseum - SK 7032.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Biedermeier-Raum, 1975


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Napoleonische Zeit, 1975

Fotograf: Walter Klein, Fotografie, 1975, Düsseldorf

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Ausstellung - Stadtmuseum - Interieur der napoleonischen Zeit SK 10171.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Napoleonische Zeit, 1975


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Bergischer Raum, 1978

Fotografie, 1978, Düsseldorf

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Stadtmuseum-Ausstellung 1978-Bergischer Raum- SK 9073.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Bergischer Raum, 1978


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Gartensaal, 1978

Fotograf: Walter Klein, Fotografie, 1978, Düsseldorf, Stadtmuseum

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Ausstellung Stadtmuseum -Gartensaal mit rekonstruierter Treillage-Tapete es ausgehenden 18. Jh. SK 10170.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Gartensaal, 1978


Da die meisten Räume des spätbarocken Palais Spee aufgrund von Umbauten und Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs keinen Eindruck mehr von ihrer ursprünglichen Innenausstattung vermitteln konnten, bemühte sich das Museumsteam um die Wiederherstellung des repräsentativen Gartensaals. Ein unerwarteter Befund währenden der jahrzehntelangen Umbaumaßnahmen machte dies möglich. Hinter einer Holzverschalung verbarg sich an einer Seite des Raums eine französische Papiertapete aus dem späten 18. Jahrhundert. In kühlen Farbtönen zeigte sie einen sommerlichen Laubengang mit Hainbuchenhecken und plastisch vorgesetzten Bogenspalieren. Da das Original nicht zu erhalten war, wurde eine Rekonstruktion für alle Wände des Saales bei englischen Model-Druckern in Auftrag gegeben. Die Fertigstellung konnte 1977 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Auch eine Papiertapete mit Blumenbordüren, die einen angrenzenden Eckraum schmückte, wurde aus denkmalpflegerischen Erwägungen wiederhergestellt.

 



Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Bordüren-Zimmer, 1978

Fotograf: Walter Klein, Fotografie, 1978, Düsseldorf
Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtgeschichtliches Museum, Ausstellung SK 7030.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Bordüren-Zimmer, 1978


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Weyhe-Raum, ca. 1975 – 1978

Fotograf: Walter Klein, Fotografie, ca. 1975 – 1978, Düsseldorf

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Weyhe-Raum 206_31.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Weyhe-Raum, ca. 1975 – 1978


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Jugendstil-Raum, ca. 1975 – 1978

Fotografie, ca. 1975 – 1978, Düsseldorf

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Ausstellung Stadtmuseum Jugendstil Raum F 127_17_.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Jugendstil-Raum, ca. 1975 – 1978


Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Menschen und Ereignisse der 20er Jahre, 1978

Fotografie, 1978, Düsseldorf

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Stadtmuseum-Ausstellung 1978 -Menschen und Ereignisse der 20er Jahre- SK 9076.jpg
Dauerausstellung, Stadtgeschichtliches Museum, Menschen und Ereignisse der 20er Jahre, 1978


Gemälde-Magazin, Stadtgeschichtliches Museum, ca. 1975 – 1978

Fotografie, ca. 1975 – 1978, Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Gemälde-Magazin, Stadtgeschichtliches Museum, ca. 1975 – 1978

07

Das Stadtmuseum für alle und von allen

Ein Stadtmuseum, das sich allen Menschen öffnet und gleichzeitig Stätte kritischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart ist, mit dieser Vision startete 1979 der Kunsthistoriker und Museumspädagoge Wieland Koenig (1938 – 2007) sein Direktorat. In den kommenden Jahrzehnten setzte das wissenschaftliche Team ein facettenreiches Programm um, das aus großen kulturhistorischen Ausstellungen wie aus Projekten mit und für benachteiligte Gruppen bestand. Das Stadtmuseum öffnete sich verstärkt der lokalen Kunstszene, kooperierte genauso auf internationaler Museumsebene. Schwerpunkte setzte Koenig mit Ausstellungen zu Künstler*innen des Jungen Rheinland und zu den Opfern der Shoah. 1991 eröffnete das Museum einen modernen Erweiterungsbau, der u. a. Platz für die Bibliothek, den Ibachsaal und weitere Ausstellungsräume bietet. Künstlerische Interventionen zu „Krieg und Frieden" setzten im zeitgleich vorgestellten bis in die Gegenwart reichenden Ausstellungsrundgang markante Punkte. Die Anerkennung für die engagierte Arbeit des Museums spiegelte sich in wichtigen Schenkungen und Stiftungen wider. Als fragendes Museum, das die Besuchenden zu Kommentaren einlädt und diskursiv arbeitet, entwickelt das Stadtmuseum unter Direktorin Susanne Anna ab 2004 die programmatische Öffnung weiter. Keyworker gestalten im partizipativen Museum das Programm aktiv mit. Aktuelle Fragen der Stadtentwicklung finden Eingang in die Sonderausstellungen und temporären Projekte des Stadtmuseums, für die das Haus mit zahllosen Kooperationspartner*innen wie dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten eng zusammenarbeitet. Die neu konzipierte Sammlungspräsentation lädt Besuchende seit 2006 dazu ein, Exponate in ihrer Komplexität zu entdecken und Perspektiven zu wechseln. Die Sammlungen umfassen zum 150. Jubiläum annähernd eine halbe Million Objekte, deren Bewahrung und Erforschung zu den Hauptaufgaben des Museumsteams zählen.



„Im Grunde ist Stadt nichts anderes als ein dynamisches Gefüge solcher Artefakte und Praktiken, die Gesellschaft konstituieren. Das Stadtmuseum verwaltet, pflegt und zeigt diese Objekte also nicht nur, sondern präsentiert, veröffentlicht, erforscht und vermittelt mit ihnen Prozesse und Projekte von Gestalten, Entwerfen, Konstruieren und Entwickeln von Stadt. Es hält mit seiner Sammlung damit eine Basis für die Projektierung von Lebensräumen des urbanen Menschen bereit. Diese ist genauso fragmentarisch und unabgeschlossen wie die Stadtgeschichte selbst.“

Neukonzeption des Stadtmuseums der Landeshauptstadt Düsseldorf, Mai 2004



Im Spannungsfeld gesellschaftlicher Debatten der 1980er und 1990er Jahre

Mehr als 50 Einzelausstellungen widmete das Stadtmuseum unter Wieland Koenig den Künstler*innen des 1919 gegründeten „Jungen Rheinland“. Es stellte jedoch nicht nur ihre Bilder, Zeichnungen und Skulpturen aus, sondern präsentierte deren vom Ersten und Zweiten Weltkrieg und der Verfolgung in der NS-Zeit geprägten Lebenswege. Die 1988 vom Museum erarbeitete Schau „Das Junge Rheinland. Eine Friedensidee“ konzentrierte sich erstmals explizit auf die pazifistischen Impulse des Künstlerkreises um Johanna Ey (1864 – 1947). „Verjagt, ermordet“ lautete die 1991 gezeigte Ausstellung, in deren Mittelpunkt Zeichnungen jüdischer Schüler*innen standen, die sie zwischen 1936 und 1941 im Kunstunterricht von Julo Levin (1901 – 1943) angefertigt hatten, bevor sie emigrieren mussten oder deportiert wurden. Die Schau dieser einzigartigen Sammlung des Stadtmuseums – mittlerweile mehr als 2.000 Zeichnungen umfassend – wurde im In- und Ausland gezeigt. Für Koenig stellten das Eintreten für den Frieden und die Auseinandersetzung mit der Shoah die wichtigsten Aufgaben seiner Generation dar. Dass das Programm des Stadtmuseums zu sehr von dieser Überzeugung geleitet sei, äußerten seine Kritiker. Auch aktuellen politischen Positionen Gehör im Museum zu verschaffen, entsprach selbstgesetzten Zielen. Die wegen ihrer drastischen Kritik an Rüstungsindustrie und Großkonzernen umstrittene Ausstellung „Schöne Bescherung“ der Wandmalgruppe Düsseldorf sorgte 1989 für hitzige Debatten um die Museumsausrichtung. Eine diesbezüglich gegen Koenig angestrengte Dienstaufsichtsbeschwerde wurde jedoch zurückgewiesen.





Im Schützengraben

Künstler: Gert H. Wollheim, Gemälde, 1918

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Im Schützengraben


Verjagt, ermordet. Zeichnungen jüdischer Schüler 1936 – 1941

Hergestellt für: Stadtmuseum Düsseldorf, Ausstellungsplakat, 1988, Düsseldorf

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Kurzbeschreibung
Verjagt, ermordet
Zeichnungen jüdischer Schüler 1936-1941
2.11.-27.11.1988
Stadtmuseum Düsseldorf
Bäckerstraße 7-9, (ehem. Palais Graf Spee)
Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag, Freitag, Sonntag 11-17 Uhr
Mittwoch 11-20 Uhr, Samstag 13-17 Uhr
16.11. (Buß- und Bettag) 11-17 Uhr
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Verjagt, ermordet. Zeichnungen jüdischer Schüler 1936 – 1941


Der Tod als Weihnachtsmann

Künstler*in: Wandmalgruppe Düsseldorf, Klaus Klinger
Fotograf: Franz Lethen, Fotografie, 1990, Stadtmuseum Düsseldorf

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Kurzbeschreibung
Der Tod als Weihnachtsmann (Installation zur Ausstellung "Schöne Bescherung" der Wandmalgruppe Düsseldorf)
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Der Tod als Weihnachtsmann, auf seinem Schlitten Giftmüll und Raketen


Fotografie im Stadtmuseum

Collage, Düsseldorf

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Quelle

Stadtmuseum Düsseldorf

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Die fotografische Sammlung

Die fotografische Sammlung des Stadtmuseums besteht aus über 51.000 inventarisierten Einzelobjekten und Konvoluten, die eine Zeitspanne von knapp 180 Jahren abdecken. Sie ist damit die größte und älteste Fotosammlung Düsseldorfs. Sie vereint Konvolute und Einzelwerke mehrerer hundert Fotograf*innen und Fotoagenturen, die meist einen Bezug zur Stadt und der Region aufweisen. Von Beginn an wurden Fotografien im Stadtmuseum gesammelt. Doch erst vor wenigen Jahren begann das Projekt, diese Aufnahmen von hohem dokumentarischem und künstlerischen Wert zu katalogisieren und auszustellen. Neben diversen Arbeiten berühmter Düsseldorfer Fotograf*innen finden sich mehrere Tausend Fotografien unbekannter Autor*innen. In der Sammlung vertreten sind unter anderem Konvolute des Gesellschaftsfotografen Wilhelm Margulies, der Photoanstalt G & A Overbeck oder auch Aufnahmen von Dirk Alvermann und Ruth Lauterbach-Baehnisch.
 



Blick Richtungen. Wie Fenster unsere Blicke lenken

Idee und Gestaltung: Brigitte Fromm, Ausstellungsflyer , 2018, Düsseldorf

Aus der Sammlung von

Stadtmuseum Düsseldorf

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Stadtmuseum Düsseldorf

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Keywork

Aus der Idee zur Förderung von Partizipation in der kulturellen Arbeit geboren, wird Keywork 2009 zu einem festen Bestandteil des Stadtmuseums. Ziel war es, Menschen – zumeist im nachberuflichen Alter – die Möglichkeit zur kulturellen Teilhabe zu ermöglichen. Die Keyworker beteiligen sich aktiv an Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen und der Erschließung der Sammlung. Eigenständig und gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Museums haben sie mittlerweile über 30 Projekte realisiert. Seit nunmehr 15 Jahren wird ebendieses Ziel verfolgt.

Eine virtuelle Ausstellung von

Im Stadtmuseum Düsseldorf wird vom 08.02.-11.08.2024 die Ausstellung 1874/2024 - 150 Jahre Stadtmuseum gezeigt. Weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de/stadtmuseum

Titelbild: Marktplatz in Düsseldorf, Gabriel Nicolet (1856 - 1921), Öl auf Leinwand, Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr.: B 1287

Team

Sigrid Kleinbongartz M.A.
Cennet Maggiarosa M.A.

Erstellt mit :
DDB Studio
Ein Service von:
DDB Studio

Diese Ausstellung wurde am 01.02.2024 veröffentlicht.



Impressum

Die virtuelle Ausstellung 150 Jahre Stadtmuseum Düsseldorf wird veröffentlicht von:

Stadtmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf


Berger Allee 2
40213 Düsseldorf


gesetzlich vertreten durch

Dr. Susanne Anna, Direktorin

Telefon: 0211 89 - 96170
Fax: -
E-Mail:  stadtmuseum@duesseldorf.de

Inhaltlich verantwortlich:

Stadtmuseum Düsseldorf
Sigrid Kleinbongartz M.A. (stellv. Direktorin)
Cennet Maggiarosa M.A. (wiss. Volontärin)


Kurator*innen:

Sigrid Kleinbongartz M.A.
Cennet Maggiarosa M.A.

 

Rechtliche Hinweise:
Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen. Dabei wurde auf die Vertrauenswürdigkeit der Institution, welche die Ausstellung veröffentlich hat sowie die Fehlerfreiheit und Rechtmäßigkeit der virtuellen Ausstellung besonders geachtet. Der auf dieser Internetseite vorhandene Link vermittelt lediglich den Zugang zur virtuellen Ausstellung. Die Deutsche Digitale Bibliothek übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte der virtuellen Ausstellung und distanziert sich ausdrücklich von allen Inhalten der virtuellen Ausstellung, die möglicherweise straf- oder haftungsrechtlich relevant sind oder gegen die guten Sitten verstoßen. 

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