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„Litteralien von allen sorten“

(Fast) 500 Jahre Archivgeschichte der Universität Marburg

Archiv der Philipps-Universität Marburg


Schreiben des Universitätskurators vom 4. März 1890

1890, Marburg

Aus der Sammlung von

Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Kurzbeschreibung
Schreiben des Universitätskurators vom 4. März 1890 an den Universitätsrichter Prof. Ubbelohde wegen eines mit dem Staatsarchiv abzuschließenden Depositalvertrages. UniA MR 305a Nr. 24
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Brief des Universitätskurators vom 4. März 1890 an den Universitätsrichter Prof. Ubbelohde wegen eines Depositalvertrages. UniA MR 305a Nr. 24


Depositum im Staatsarchiv

Bevor die 1527 gegründete Universität die Betreuung ihres Archivs im Jahr 2006 wieder in die eigene Hand nahm, waren die Akten rund 120 Jahre im Staatsarchiv Marburg deponiert.

Wie es dazu kam, ist ein für die Archivgeschichte nicht untypischer Vorgang: Bereits kurz nach der Gründung des Staatsarchivs in Marburg, das nach der preußischen Annexion Kurhessens 1866 im Schloss eingerichtet worden war, versuchten dessen Archivare, die Universität zur Abgabe ihrer Urkunden zu bewegen. Die 1872 erteilte Zustimmung war aber bis 1885 noch nicht umgesetzt. Eine Archivkommission wurde gegründet. Der bevorstehende Abbruch des Aulaflügels des von der Universität genutzten Dominikanerklosters, der 1887 erfolgte, brachte dann Bewegung in die Angelegenheit. Das dort untergebrachte Universitätsarchiv wurde in das Staatsarchiv überführt und am 10. März 1890 ein Depositalvertrag geschlossen.

Diese Vertragsform beinhaltete, dass das Staatsarchiv sich um die Übernahme, Aufbewahrung und Erschließung der Akten kümmerte, diese aber im Eigentum der Universität verblieben.



Gebäude des Staatsarchivs Marburg nach seiner Fertigstellung 1938

Fotografie, 1938, Marburg

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Hessisches Staatsarchiv Marburg

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Hessisches Landesarchiv

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Kurzbeschreibung
Gebäude des Staatsarchivs Marburg nach seiner Fertigstellung 1938

Umzug an den Friedrichsplatz

1938 zogen die Archivalien zusammen mit den Beständen des Staatsarchivs in das neu errichtete Gebäude am Friedrichsplatz um. Während des gesamten Zeitraums wurden weitere Akten, die im laufenden Dienstbetrieb der Universität nicht mehr benötigt wurden, ausgesondert und in die Bestände eingereiht. Seit 1977 können die Akten der Universität nicht mehr nur mit einer Genehmigung des Rektors bzw. Präsidenten benutzt werden, sondern nach den allgemeinen Bestimmungen der Benutzungsordnung für Staatsarchive.

Aufgrund rechtlicher Vorgaben in den seit 1989 erlassenen Archivgesetzen, wegen der großen Zahl der Akten und wegen des hohen Betreuungsaufwands wurde die Situation letztlich unhaltbar, sodass 2006 schließlich der über hundert Jahre alte Vertrag gekündigt und die Universität das Archiv jetzt wieder selbst führt. Es befindet sich aber nach wie vor am angestammten Ort.



Aemilius Ludwig Hombergk zu Vach

Ferdinand Justi, Marburg

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Philipps-Universität Marburg
Museum für Kunst und Kulturgeschichte

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Bildarchiv Foto Marburg

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Kurzbeschreibung
Aemilius Ludwig Hombergk zu Vach. Federzeichnung von Ferdinand Justi. Bildarchiv Foto Marburg fm492777
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Aemilius Ludwig Hombergk zu Vach, Professor der Rechte an der Universität Marburg. Bildarchiv Foto Marburg fm492777


Unordnung und früh(er)es Leid

Das ab 1885 an das Staatsarchiv übergebene Archiv bestand bereits einige Jahrhunderte und erscheint immer wieder in den Quellen, häufig dann, wenn es Probleme gab: Nachdem 1767 der erste Band der Matrikel mit den Annalen gesucht wurde, erhielt der Hofgerichtsrat und Professor Aemilius Ludwig Hombergk zu Vach den Auftrag, das Archiv unter seiner Direktion in Ordnung zu bringen. Der Syndikus Johann Franz Kunckell und sein Schreiber hatten sich bereitgefunden, gegen eine Entschädigung diese Arbeiten durchzuführen. Der Landgraf selbst sollte dem Plan zustimmen. Hombergk zu Vach merkte noch an, „... daß, weil das Geschäfte mühsam und langweilig, solches auch seine Zeit erfordern werde“.

Zehn Jahre später war man immer noch bei der Arbeit. Der neue Syndikus Philipp Friedrich Ulrich berichtete, dass kürzlich im kleinen Konsistorium in zwei Schränken „... ein ansehnlicher Vorrath von dergleichen zur Universitaet gehörigen Litteralien von allen sorten unter einander lieg[end] gefunden, ohne daß man nur einmahl wußte, wie sie dahin kommen ...“, weitere derartige Schriftstücke befänden sich dort noch in einer Truhe.

Übrigens wurden dem Syndikus 1779 für seine Arbeit 50 Reichstaler ausbezahlt, etwa ein halbes Jahresgehalt. Und der Matrikelband muss auch wieder aufgefunden worden sein, er gehört heute zu den Prunkstücken des Archivs.



Erster Matrikelband der Universität Marburg

Amtsbuch, 1527-1559, Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Kurzbeschreibung
Erster Matrikelband der Universität Marburg, UniA MR 305m 1 Nr. 1. Die aufgeschlagene Seiten zeigt das Wappen des Rektors Eobanus Hessus.
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Erster Matrikelband der Universität Marburg, UniA MR 305m 1 Nr. 1. Die Seite zeigt das Wappen des Rektors Eobanus Hessus.


Matrikelband

Erster Matrikelband der Universität Marburg. Abgebildet ist die Seite mit dem aufwendig in den Band eingemalten Wappenbild des Rektors Eobanus Hessus (1488-1540). Er stand der Universität im Jahr 1538 als Rektor vor. Hessus galt als einer der bedeutendsten neulateinischen Dichter seiner Zeit.

Der Schwan in der Bildmitte ist seit der Antike ein Symbol für Dichter und Dichtkunst. Er war vermutlich ursprünglich mit einer silberhaltigen Farbe gemalt, die im Lauf der Zeit oxydierte und sich schwarz färbte.



Repertorium des 19. Jahrhunderts zum Bestand UniA MR 305a

Amtsbuch, um 1850, Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Kurzbeschreibung
Aktenverzeichnis zu dem zentralen Bestand 305a Rektor und Senat, das vermutlich auf die Tätigkeit des Universitätssyndikus Kehr zurückgeht. Das Verzeichnis ist auch heute noch in Benutzung.

Ordnung mit System

1845 erhoben sich wiederum Klagen über den Zustand des Archivs: Die Akten seien in Unordnung und nicht geheftet, man finde wichtige Unterlagen nur mühsam und unter hohem Zeitaufwand. Das war und ist zu allen Zeiten ein starkes Motiv, Zeit und Geld in das Archiv zu investieren. Zwischenzeitige Versuche, Ordnung zu schaffen, waren an der „Geschäftsüberhäufung“ des damaligen Syndikus gescheitert. 1849 berichtete der Syndikus Kehr, dass er sich zunächst sowohl im Archiv als auch in den Reposituren der Universität einen Überblick über „die Geschäfte der verschiedenen Universitäts-Behörden und die Entwicklung derselben“ verschaffen wolle, um dann „ein System für das Ordnen der Acten aufstellen zu können“ und Repertorien anzufertigen. 1852 hatte er die Arbeit beendet. Auch er erhielt eine finanzielle Zuwendung. Das allem Anschein nach von ihm erstellte Repertorium ist noch immer für die Nutzung der Altbestände in Gebrauch. Seine Arbeit war also, um ein Modewort der heutigen Zeit zu benutzen, nachhaltig.



Annaleneintrag in der Matrikel über die Einrichtung eines Aerariums für die Universität 1532

Universität Marburg, Amtsbuch, 1532, Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Einrichtung eines Aerariums für die Universität 1532, Annaleneintrag in der Matrikel, Band 1, fol. 23b, UniA MR 305m 1 Nr. 1

Der Anfang war eine Truhe

Einen ersten Hinweis auf Schriftgut, an dessen Aufbewahrung der Universität gelegen war, gibt es bereits aus dem Jahr 1532. In den Annalen der Universität berichtet der Rektor Johannes Eisermann, dass ein „publicum universitatis aerarium“ eingerichtet worden sei. Mit dem Begriff „aerarium“ wurde sowohl eine öffentliche Kasse, in diesem Fall also die Universitätskasse, bezeichnet als auch das Behältnis, in dem sich die Kasse bzw. das Geld befand. Dass hier auch das letztere zumindest mitgedacht war, zeigt die Fortsetzung des Satzes, in dem es heißt, dass der hessische Kanzler Johannes Feige dorthinein die Urkunden (litteras) und Verzeichnisse der Zinseinnahmen der Dominikaner (instrumenta censuum praedicatoriorum) legen ließ. Ohne diese Unterlagen war es zu dieser Zeit nicht möglich, die entsprechenden Einnahmen zu erheben. Truhen, in denen wichtiges Schriftgut verwahrt wurde, sind auch an anderen Orten als Anfang des Archivs bekannt und erwähnt.





Reformierte Ordnung der Universität von 1564 - Absatz über die Besitztitel

Druck, 1564, Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Kurzbeschreibung
Reformierte Ordnung der Universität von 1564, hier die Verfügung über die Lagerung der Besitztitel. UniA MR 305a Nr. 7475
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Reformierte Ordnung der Universität aus dem Jahr 1564, in der erstmals ein Archiv erwähnt wird. UniA MR 305a Nr. 7475


Papier ist geduldig

Eine Archivierung der Universitätsunterlagen im engeren Sinne war in der reformierten Ordnung aus dem Jahr 1564 vorgesehen. Die Urkunden mit den Besitztiteln der Universität sollten nicht länger dezentral bei den Vögten, die den Grundbesitz verwalteten, liegen, sondern abgeschrieben und dann in eine eigene Truhe in der Festung Ziegenhain eingelagert werden. Dort befand sich das hessische Samtarchiv. Die Abschriften sollten für den Dienstgebrauch in Marburg benutzt werden. Offenbar wurde das aber nicht umgesetzt, denn entsprechende Kopiare aus dieser Zeit sind nicht bekannt und die Urkunden der Universität weisen nicht die für das Samtarchiv typischen Feuchtigkeitsschäden auf.



Auszug aus den Annalen der Universität Marburg

1586, Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Kurzbeschreibung
Auszug aus den Annalen der Universität Marburg für das Jahr 1585. In dem Passus wird die Wiederinstandsetzung eines Archivgewölbes angeordnet, in dem die Archivalientruhe der Universität gelagert werden soll. UniA MR 305b Nr. 6
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Auszug aus den Annalen der Universität Marburg 1530-86 zum Jahr 1585, in dem die Instandsetzung des Archivgewölbes angeordnet wird. UniA MR 305b Nr. 6

Wo Truhen ruhen

1585 zeigt ein Beschluss zum Universitätsarchiv, dass das Archiv weiterhin aus einer Truhe mit Schriftgut bestand. Diese Truhe wurde in dem Raum verwahrt, in dem die Rechnungen abgehört wurden. Dieser war vermutlich nicht ganz klein und diente der Verwaltung. Man könnte an die Räume denken, die die Universitätsquästur im 19. Jahrhundert nutzte, gelegen im Obergeschoss des ehemaligen Dominikanerklosters.

Weil der Aufbewahrungsort offenbar als nicht sehr sicher angesehen und dazu für brandgefährdet gehalten wurde – die oben erwähnten Räume befanden sich in einem Fachwerkanbau –, sah der genannte Beschluss vor, dass das „Gewölbe“ wieder in Stand gesetzt werde und sowohl die Truhe mit dem Schriftgut als auch die Universitätskasse dorthin gebracht werden sollten. Das heißt, dass dieses Gewölbe, vermutlich das spätere Universitätsarchiv, schon einmal zu diesem Zweck genutzt worden war. Ein Vorteil dieser Unterbringung war die größere Feuerfestigkeit, der zweite vermutlich die Möglichkeit, diesen Raum abzuschließen bzw. den Zugang zu kontrollieren, was besonders für die Kasse von Wichtigkeit war.





Aktenverzeichnisse

Amtsbuch, 1604, 1683, Marburg

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Kurzbeschreibung
Verschiedene Verzeichnisse von Akten, darunter das älteste überlieferte Inventar von 1604, das der Rektor Petrus Nigidius d. J., der seit 1595 Syndicus war, nach seiner Emeritierung zusammenstellte. Verzeichnisse 1604, 1683 in UniA MR 305a Nr. 7429

Wer sucht, der findet - Findmittel und Inventare

Aufstellungen über das Schriftgut der Universität sind seit dem 17. Jahrhundert überliefert. Das älteste bekannte Verzeichnis stellte Prof. Petrus Nigidius d. J., der seit 1595 Syndicus der Universität war, 1604, im Jahr nach seiner Emeritierung, zusammen. Verwahrt wurden die Akten damals in mehreren Schränken. 1615 wurde aber auch ein offizielles Inventar angefertigt, dessen Aufstellung am 19. September begann und am 5. Oktober zum Abschluss kam.



Erste Seite des unter notarieller Aufsicht erstellten Inventars von 1615 mit dem Hinweis auf die Donationsurkunde von 1540

Amtsbuch, 1615, Marburg

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Erste Seite des unter notarieller Aufsicht erstellten Inventars von 1615 mit dem Hinweis auf die Donationsurkunde von 1540. UniA MR 305a Nr. 7453


Das Inventar von 1615

Im Unterschied zu den Findhilfsmitteln erfasste das Inventar 1615 offiziell die im Besitz der Universität befindlichen Schriftstücke. Bei der Aufstellung war ein Notar zugegen, das Inventar wurde besiegelt. Der genaue Anlass für diese Maßnahme ist nicht bekannt.

Im Inventar von 1615 ist auch die Donationsurkunde vom 4. Oktober 1540 vermerkt. Durch sie gelangte die Universität in den Besitz von etwa einem Dutzend Klöstern und Höfen des Klosters Haina, mit deren Einnahmen sie sich fortan finanzierte. 1767 suchte man auch nach dieser wichtigen Urkunde, konnte aber nur ermitteln, dass sie zuletzt 1680 nachgewiesen und offenbar nach Kassel abgegeben worden war. Heute ist sie nur noch in zwei Abschriften überliefert.



Statuten der Universität von 1653

Amtsbuch, 1653, Marburg

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Kurzbeschreibung
In den Statuten der Universität von 1653 wurden erstmals die Zuständigkeiten für das Archiv, das hier vermutlich noch als Altregistratur anzusprechen ist, geregelt. UniA MR Urk. 91 Nr. 450
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In den Statuten der Universität von 1653 wurden erstmals die Zuständigkeiten für das Archiv geregelt. UniA MR Urk. 91 Nr. 450

Zuständigkeiten

Im Jahr 1653 wurde das Archiv in den für die Wiedereröffnung der Universität verfassten Statuten dem Prokanzler, der die Universitätsverwaltung führte, zusammen mit dem Syndikus anvertraut. Letzterem wurde als erste Pflicht übertragen, das damals vermutlich noch eher einer Registratur entsprechende Archiv in Ordnung zu halten, ein Inventar zu führen und entnommene Akten sogleich nach der Benutzung wieder zurückzulegen.

Aber schon vorher waren die Syndici der Universität, die seit 1567 nachweisbar sind, für das Schriftgut der Universität und dessen Ordnung zuständig.





Titelblatt der Statuten der Universität von 1653. UniA MR Urk. 91 Nr. 450

Amtsbuch, 1653, Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Kurzbeschreibung
Titelblatt der Statuten der Universität von 1653. UniA MR Urk. 91 Nr. 450
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Titelblatt der Universitätsstatuten von 1653. UniA MR Urk. 91 Nr. 450


Statuten der Universität von 1653 - Tit. 3

Amtsbuch, 1653, Marburg

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Kurzbeschreibung
Statuten der Universität - Der Abschnitt über das Amt des Prokanzlers weist diesem das Archiv als Aufgabe zu. UniA MR Urk. 91 Nr. 450
Urk. 91 Nr. 450 Seite 44-45.jpg
Im dritten Abschnitt der Statuten, der dem Amt des Prokanzlers gilt, wird diesem die Aufsicht über das Archiv übertragen..


Statuten der Universität von 1653 - Tit. 6

Amtsbuch, 1653, Marburg

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Statuten der Universität - Abschnitt 6 über das Amt des Syndicus, dem das Archiv unterstellt wurde. UniA MR Urk. 91 Nr. 450
Urk. 91 Nr. 450 Seite 53-54.jpg
Abschnitt 6 der Statuten weist dem Syndikus konkrete Aufgaben bei der Verwaltung des Archivs zu.


Plan des ehemaligen Dominikanerklosters in Marburg

Jacob Cöster, Universitätsarchitekt, Zeichnung, 1834, Marburg

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Hessisches Staatsarchiv Marburg

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Hessisches Staatsarchiv Marburg

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Kurzbeschreibung
Plan des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem Jahr 1834. HStAM Karten PII Nr. 15443
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Plan des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem Jahr 1834. HStAM Karten PII Nr. 15443


Archivalien in Klausur - Das Archiv im ehemaligen Dominikanerkloster

Auf dem 1834 vom Universitätsarchitekten Cöster angefertigten Plan des ehemaligen Dominikanerklosters mit genauer Legende zu der Nutzung der Räumlichkeiten kann nachvollzogen werden, an welcher Stelle das Archiv seinen Platz hatte.



Plan des ehemaligen Dominikanerklosters in Marburg (Archivraum hervorgehoben)

Jacob Cöster, Universitätsarchitekt, Zeichnung, 1834, Marburg

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Hessisches Staatsarchiv Marburg

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Hessisches Staatsarchiv Marburg

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Kurzbeschreibung
Plan des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem Jahr 1834. Der Archivraum ist durch das rote Oval gekennzeichnet. HStAM Karten PII Nr. 15443
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Plan des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem Jahr 1834. Der Archivraum ist farblich hervorgehoben. HStAM Karten PII Nr. 15443


Zeichnung des Archivraumes im Dominikanerkloster von Ferdinand Justi

Ferdinand Justi, Federzeichnung, letztes Drittel 19. Jhd., Marburg

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Hessisches Staatsarchiv Marburg

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HStAM Slg. 7b Meschede Nr. 657

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Kurzbeschreibung
Zeichnung des Archivraumes im Dominikanerkloster von Ferdinand Justi. HStAM Slg. 7b Meschede Nr. 657
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Zeichnung des Archivraumes im Dominikanerkloster von Ferdinand Justi. HStAM Slg. 7b Meschede Nr. 657


Eine Innenansicht des Archivs verdanken wir dem Professor der vergleichenden Sprachwissenschaft und germanischen Philologie Ferdinand Justi (1837-1907). Neben seinen wissenschaftlichen Interessen pflegte er auch sein Zeichentalent. Vermutlich widerstand er bei seiner Darstellung nicht ganz der Versuchung, das Sujet im Sinn eines Genrebildes zu überzeichnen.



Gebäude des ehemaligen Dominikanerklosters. Ludwig Bickell, nach 1875, Marburg

Ludwig Bickell, nach 1875, Marburg

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Bildarchiv Foto Marburg

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Bildarchiv Foto Marburg

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Kurzbeschreibung
Gebäude des ehemaligen Dominikanerklosters. Bildarchiv Foto Marburg fm810333

Gebäude des ehemaligen Dominikanerklosters. Farbig hervorgehoben ist die Fassadenansicht des Archivraumes mit den drei gotischen Fenstern. Im Hintergrund ist das Schloss zu sehen. Es diente dem Archiv von 1890 bis 1938 als Unterbringungsort.



Siegelstempel des Universitätsarchivs

Siegelstempel, vor 1866, Marburg

Aus der Sammlung von

Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

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Kurzbeschreibung
Siegelstempel des Universitätsarchivs aus der Zeit des Kurfürstentums Hessen (1803-1806, 1813-1866) mit modernem Lackabdruck. UniA MR 305s Nr. 11
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Siegelstempel des Universitätsarchivs aus der Zeit des Kurfürstentums Hessen (1803-1806, 1813-1866) mit modernem Lackabdruck. UniA MR 305s Nr. 11


Stempel drauf!

Der Siegelstempel des Universitätsarchivs aus der kurhessischen Zeit markiert vielleicht den Beginn eines eigenständigen Universitätsarchivs im modernen Sinne. Er lässt sich allerdings nicht genau datieren: Er könnte frühestens im Jahr 1803 mit der Standeserhöhung der Landgrafschaft Hessen-Kassel zum Kurfürstentum entstanden sein, wahrscheinlicher ist es aber, dass er aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt, als der Syndikus Kehr seine grundlegenden Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten durchführte.



Magazin

2016, Marburg

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Archiv der Philipps-Universität

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Markus Farnung

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Fast 500 Jahre und kein Ende

Zwar gilt die Bestimmung in den Statuten von 1564 den Autoren der Universitätsgeschichte von 1927 als Gründungsdatum des Archivs, offenbar wurde sie aber damals nicht umgesetzt. 1532 war es dem Rektor der Universität aber eine Nachricht in den Annalen wert, dass für die Universitätsfinanzierung wichtige Dokumente in ein „aerarium“, eine vermutlich eisenbeschlagene Truhe, gelegt wurden. Das markiert den Anfang einer gesicherten Aufbewahrung von wichtigen Schriftstücken in der Universitätsverwaltung. 1585 wurde die Truhe „wieder“ in das „Gewölbe“ gebracht, um sie vor Diebstahl und Feuer zu schützen. Damit dürfte das spätere Universitätsarchiv im Ostflügel des ehemaligen Dominikanerklosters gemeint sein, handelt es sich hierbei doch um den einzigen gewölbten Raum im Erd- und Obergeschoss des Klosters. Die Anfänge des Universitätsarchivs reichen also fast bis zur Gründung der Universität 1527 zurück – der Archivraum wurde aber vielleicht schon von den Mönchen als solcher genutzt.

Eine virtuelle Ausstellung von

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Diese Ausstellung wurde am 11.06.2020 veröffentlicht.



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