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Aufbrüche - Abbrüche

250 Jahre Hölderlin

Württembergische Landesbibliothek Stuttgart


Hölderlin 2020 Logo

Aus der Sammlung von

Ina Bauer
Kommunikationsdesign
für die Württembergische Landesbibliothek

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Einführung

Am 20. März 1770 wurde Friedrich Hölderlin in Lauffen am Neckar geboren. Die Württembergische Landesbibliothek widmete dem Dichter zum 250. Geburtstag die Jubiläumsausstellung "Aufbrüche - Abbrüche". Der Titel verweist nicht nur auf eine Folge von außerordentlichen persönlichen Herausforderungen, vor denen Hölderlin stand, sondern auch auf die Erprobung neuartigen Schreibens in der Literatur.



Friedrich Hölderlin und Susette Gontard Porträts

Holzstich, Fotografische Reproduktion

Aus der Sammlung von

Österreichische Nationalbibliothek

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Quelle

Österreichische Nationalbibliothek

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Friedrich Hölderlin und Susette Gontard

Friedrich Hölderlin nimmt im Januar 1796 eine Stelle als Hauslehrer bei der Bankiersfamilie Gontard in Frankfurt an.  Es beginnt eine geheime Liebe zwischen der verheirateten Susette Gontard und Friedrich Hölderlin.



Porträt von Neuffer

Bild

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unbekannt

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Briefe an Christian Ludwig Neuffer bezeugen die ungeheure Wirkung der Begegnung mit Susette Gontard



Friedrich Hölderlin an Christian Ludwig Neuffer, Juni 1796

Friedrich Hölderlin, Christian Ludwig Neuffer, Brief, Ende Juni 1796, Frankfurt

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Ich bin in einer neuen Welt...es giebt ein Wesen auf der Welt, woran mein Geist Jahrtausende verweilen kann und wird...Lieblichkeit und Hoheit, und Ruh und Leben, u. Geist und Gemüth und Gestalt ist ein seeliges Eins in diesem Wesen.



Friedrich Hölderlin an Christian Ludwig Neuffer, Juni 1796

Friedrich Hölderlin, Christian Ludwig Neuffer, Brief, Ende Juni 1796, Frankfurt

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Friedrich Hölderlin an Christian Ludwig Neuffer am 16.2.1797

Hölderlin blickt hier auf eine Zeit des vollkommenen Glücks zurück, die ihn alles andere vergessen ließ: „Ich habe eine Welt von Freude umschifft, seit wir uns nicht mehr schrieben...noch bin ich immer glüklich, wie im ersten Moment...Mein Schönheitssinn ist nun vor Störung sicher. Er orientiert sich ewig an diesem Madonnenkopfe.“



Hyperion oder der Eremit in Griechenland

Erstdruck, 1797/99, Tübingen

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Kurzbeschreibung
Zu den bekanntesten Werken Hölderlins gehört der Hyperion. Der Roman steht mit der Liebe zu Susette Gontard („Diotima“) in unmittelbarem Zusammenhang. Der Erstdruck der beiden Bände beim renommierten Verlag Cotta bildet die einzige Überlieferung des „Hyperion“. Eine diesen entsprechende handschriftliche Vorlage existiert nicht.

Hölderlins einziger Roman "Hyperion" thematisiert die Sehnsucht nach einer besseren Welt. In der Figur Diotima setzt er seiner Liebe zu Susette Gontard ein Denkmal.



Diotima. Du schweigst

Friedrich Hölderlin, Handschrift, Sommer 1800, Stuttgart

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Diotima. Du schweigst

Literarischen Ausdruck findet die Liebe nicht nur im Hyperion, sondern auch in zahlreichen Diotima-Gedichten. Sie spiegeln die Entwicklung dieser Figur anschaulich wider. Das Gedicht „Diotima. Du schweigst“ entstand im Sommer 1800 zu Beginn seines Stuttgarter Aufenthalts. Es ist Teil des Stuttgarter Foliobuchs.


An Friedrich Hölderlin 1798

Friedrich Hölderlin, Susette Gontard, Brief, Ende September 1798, Frankfurt am Main

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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1798 kommt es zum Zerwürfnis. Hölderlin kommt bei seinem Freund in Homburg unter. Von dort läuft er regelmäßig zum Sommerhaus der Gontards um der Geliebten Briefe zu bringen.



An Friedrich Hölderlin 1798

Friedrich Hölderlin, Susette Gontard, Brief, Ende September 1798, Frankfurt am Main

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Susette Gontard an Friedrich Hölderlin

Dieser erste Brief wurde kurz nach ihrer Trennung geschrieben:

„Ich muss Dir schreiben Lieber! Mein Herz hält das Schweigen gegen Dich länger nicht aus... Wie ist nun, seit Du fort bist, um und in mir alles so öde und leer...“



An Friedrich Hölderlin im Februar 1799

Friedrich Hölderlin, Susette Gontard, Brief, Februar 1799, Frankfurt am Main

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Susette Gontard an Friedrich Hölderlin, Februar 1799

Hier wird ein Kontrast veranschaulicht, den Hölderlin bereits in einem Brief an Neuffer im Mai 1795 ausgesprochen hat. Dem Gefühl steht eine herzlose, kalte Welt gegenüber. Diesen Gedanken greift auch Susette Gontard auf:

“Mein Herz fühlt noch in dieser armen, alles tödenden Zeit lebendig und warm”.



An Friedrich Hölderlin, August 1799

Friedrich Hölderlin, Susette Gontard, Brief, 8. August 1799, Frankfurt am Main

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Susette Gontard an Friedrich Hölderlin, 8. August 1799

Dieser später auch durch eine Reise mehrfach unterbrochene Brief zeigt die Ruhelosigkeit und innere Erregtheit, die Susette Gontard empfunden hat im Kampf gegen die Schwermut und das Schweigen:

„Wie schwer wird es wieder, das Stillschweigen zu brechen!... Mitten in dieser unbeschreiblich Schwermüthigen Stimmung, wurde ich überrascht.“





An Friedrich Hölderlin, November 1799

Friedrich Hölderlin, Susette Gontard, Brief, November 1799, Frankfurt am Main

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Susette Gontard an Friedrich Hölderlin, November 1799


 
Der Brief nimmt zweifellos Bezug auf den im Entwurf ausgestellten Brief Hölderlins vom November 1799, in dem er vom Hyperion spricht.

“Wie sehr mich Deine letzten Briefe freuten mein Bester... Du wünschest daß ich Dir erzähle! wie ich mit meiner Gesellschaft zufrieden bin.“

Hölderlin nahm immer wieder Anteil an Susettes täglichem Leben.



An Friedrich Hölderlin, März 1800

Friedrich Hölderlin, Susette Gontard, Brief, 5.3.1800, Frankfurt am Main

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Susette Gontard an Friedrich Hölderlin, 5.3.1800

Das erste Blatt dieses als Fragment erhaltenen Briefs fehlt. Auf die Rückseite des zweiten Blattes schrieb Hölderlin später den Entwurf:

„Was ist der Menschen Leben“.

Susette Gontard schildert ihm, wie eine ihr nahe Person, vielleicht ein naher Verwandter, sein früheres Zimmer bewohnen wird:

„Er wird Deine Zimmer oben beziehen an Deinem Schreibpult sitzen...keinen andern hätte ich sie jemals gegönnt.“



Blick auf Stuttgart 1812

Nilson, Wilhelm, 1812

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Württembergische Landesbibliothek

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Hölderlin und Stuttgart

Die württembergische Residenzstadt Stuttgart war für Hölderlin in seinen mittleren Jahren ein wichtiger Ort. Seine Zeit im Stuttgart des Jahres 1800 steht im Zeichen eines grundlegenden biografischen wie auch dichterischen Neubeginns.



Stutgard (Handschrift) - Ausschnitt

Friedrich Hölderlin, Siegfried Schmidt, [Herbst und Winter 1800], [Nürtingen]

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Kurzbeschreibung
Hölderlins Elegie „Stutgard“ ist im Herbst oder Winter 1800 entstanden. Wieder widmet er eine große Elegie einem Freund, nämlich dem Dichter Siegfried Schmidt. Die ausgestellte Reinschrift aus dem Homburger Folioheft weist spätere Änderungen mit dunkler Tinte auf. Sie steht dort im Anschluss an die Elegie „Brod und Wein“, mit der sie inhaltlich in enger Beziehung steht, u.a. durch die Figur des Dionysos.

Handschriften und Briefe

Die folgenden Seiten präsentieren eine Auswahl an Briefen, Handschriften und Dokumenten mit Bezug zu Hölderlins Stuttgarter Zeit.



Der Gang aufs Land

Hölderlin, Friedrich
Landauer, Georg Christian, Handschrift, [1801], [Nürtingen]

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Der Gang aufs Land

Die an Christian Landauer gewidmete Elegie begann Hölderlin voraussichtlich schon im Herbst 1800. Sie ist von den sechs großen Elegien als einzige unvollendet geblieben. Überliefert sind mehrere Entwürfe. Das ausgestellte Doppelblatt enthält am oberen Rand einen Eintrag aus Justinus Kerners Hand zur Einordnung der Handschrift. Zu Beginn steht der bekannte Aufruf „Komm! ins Offene, Freund!“.



An Landauer

Hölderlin, Friedrich
Landauer, Georg Christian, Handschrift, [1801], [Homburg]

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An Landauer

Das ebenfalls im Stuttgarter Foliobuch enthaltene Gedicht „An Landauer“ ist wahrscheinlich erst nach dem „Ahnenbild“ entstanden, in dem Fall wohl als Geburtstagsgedicht für Landauer im Jahre 1801. Der Schluss „Das Fest verhallt, und jedes gehet morgen / Auf schmaler Erde seinen Gang“ weist auf einen geplanten Aufbruch hin und passt zur Beginn der Frankreichreise.



Das Ahnenbild

Hölderlin, Friedrich, Handschrift , [Herbst 1800], [Homburg]

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Das Ahnenbild

Die Ode ist im Herbst 1800 in Landauers Haus entstanden und ist diesem wohl zu seinem 31. Geburtstag überreicht worden. Hintergrund sind die Ereignisse um den im August verstorbenen Vater Landauers. Ausgestellt ist die zweite Niederschrift, überliefert im Stuttgarter Foliobuch. Hölderlin hat vermutlich auch auf das Motto „Ne virtus ulla pereat“ („Dass keine Tüchtigkeit verloren gehe“) eingewirkt.



Brod und Wein

Hölderlin, Friedrich , [Winter 1800/1801], [Nürtingen]

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Brod und Wein

Die ausgestellte Reinschrift von „Brod und Wein“ aus dem Homburger Folioheft, welche die Grundlage für die meisten Hölderlin-Ausgaben bildet, enthält analog zu „Stutgard“ spätere Änderungen mit dunkler Tinte. Beide Reinschriften wurden demnach nach dem Eintrag ins Folioheft noch überarbeitet.





Stutgard (Handschrift)

[Herbst und Winter 1800], [Nürtingen]

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Stutgard

Hölderlins Elegie „Stutgard“ ist im Herbst oder Winter 1800 entstanden. Wieder widmet er eine große Elegie einem Freund, nämlich dem Dichter Siegfried Schmidt. Die ausgestellte Reinschrift aus dem Homburger Folioheft weist spätere Änderungen mit dunkler Tinte auf. Sie steht dort im Anschluss an die Elegie „Brod und Wein“, mit der sie inhaltlich in enger Beziehung steht, u.a. durch die Figur des Dionysos.



Dem Fürsten

[1805], [Nürtingen]

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Dem Fürsten

Dieser Gedichtentwurf aus dem Homburger Folioheft wendet sich an den Fürsten Friedrich Wilhelm Karl von Württemberg (Friedrich I., 1754-1816). Offen kritisiert wird sein despotischer Charakter. Hinzu kommt ein möglicher Bezug auf den Hochverratsprozess gegen Sinclair und Seckendorf im Frühjahr 1805: „Was kann man aber von Fürsten denken / Wenn man vom Nachtmahl / So wenig hält / Daß man Sünden / Fünf Jahre oder sieben / Nachträgt“.



An die Mutter

[Juni 1800], [Stuttgart]

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An die Mutter

In diesem Brief berichtet Hölderlin seiner Mutter von der Ankunft in Stuttgart. Lobend erwähnt er seinen Freund Christian Landauer: „Mein Logis und die Aufnahme in meines Freundes Hauße fand ich ganz nach meinem Wunsche...daß ich wohl hoffen darf, hier eine Zeit im Frieden zu leben, und ungestörter, als bisher, mein Tagewerk thun zu können.“



An Christian Landauer

[März 1801], [Hauptwil]

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin Archiv

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An Christian Landauer

Diesen Brief an Landauer hat Hölderlin gegen Ende seines Aufenthalts in Hauptwil geschrieben. Der Grund für seine vorzeitige Kündigung der Hofmeisterstelle lag in seiner wechselhaften Stimmung begründet. Er hat niemanden, dem er sich mitteilen könnte: „Überhaupt ists seit ein paar Wochen ein wenig bunt in meinem Kopfe...(und ich) mich niemand mittheilen, hier vollends niemand mich äußern kann.“





An Neuffer

1799, Homburg

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin Archiv

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An Neuffer

Hölderlin kündigte Neuffer Beiträge für sein Taschenbuch für Frauenzimmer von Bildung an. Zudem berichtete er ihm vom Projekt der Iduna, einer eigenen poetischen Monatsschrift, die über Johann Friedrich Steinkopf in Stuttgart erscheinen sollte. Bedingung war, dass Hölderlin einige berühmte Männer wie z.B. Schiller für die Mitarbeit gewinnen würde. Die Hoffnungen sollten sich aber nicht erfüllen.



Species Facti der Kurfürstlich-Württembergischen Untersuchungskommission

Kurfürstlich-Württembergische Untersuchungskommission
Friedrich Hölderlin, Ende Februar 1805, Stuttgart(?)

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Hauptstaatsarchiv Stuttgart

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Species Facti der Kurfürstlich-Württembergischen Untersuchungskommission

Der vorliegende Bericht von Ende Februar 1805 ist eine wichtige Quelle im Zusammenhang mit dem Hochverratsprozess gegen Isaac Sinclair, in den Friedrich Hölderlin verstrickt war. So wird er auch im vorliegenden Bericht namentlich erwähnt: „Kurz vor der Abreise von Stuttgart habe Sinclair einen gewissen Hölderlin von Nürtingen abgeholt, und in dessen Gesellschaft sey jener mit dem v. Blankenstein nach Homburg zurückgereiset. Dieser Hölderlin soll um die Plane Sinclair's gewußt haben, inzwischen aber in eine Art von Wahnsinn verfallen seyn, wobey er stark auf Sinclair und die Jakobiner schimpfe und immer schreye: ich will kein Jakobiner seyn.“



Stutgard (Druck) - Ausschnitt

Friedrich Hölderlin, Siegfried Schmidt, Erstdruck, 1807, Regensburg

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Kurzbeschreibung
Dieses um 1800 entstandene Gedicht wurde erst im Musenalmanach für das Jahr 1807 unter dem Titel „Die Herbstfeier“ veröffentlicht. Der Herausgeber Leo Freiherr von Seckendorf (1775-1809) gehörte zum engeren Freundeskreis Hölderlins. Im gleichen Almanach erschienen auch die ersten Strophen von „Brod und Wein“ unter dem Titel „Die Nacht“. Das Gedicht „Stutgard“ ist Hölderlins Dichterfreund Siegfried Schmidt (1774-1859) gewidmet, mit dem er in seiner Frankfurter Zeit engeren Kontakt hatte.

Das verlegerische Umfeld Hölderlins – Erstdrucke und besondere Ausgaben

Hölderlins Bemühungen, über den engeren Kontakt zu Verlegern seine Werke veröffentlichen zu können, erreichten in seiner Stuttgarter Zeit einen Höhepunkt. Für die Erstveröffentlichung von Gedichten waren neben Literaturzeitschriften poetische Taschenbücher wie die Musenalmanache von Bedeutung.



Hymne an die Freiheit

1792, Stuttgart

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Hymne an die Freiheit

Gotthold Friedrich Stäudlins größter Verdienst ist die Entdeckung und Förderung des jungen Hölderlin. In seinem Musenalmanach von 1792 wurden erstmals Gedichte Hölderlins veröffentlicht, darunter die „Hymne an die Freiheit“. An den Rändern der ersten beiden Seiten ist ein Bleistifteintrag "Bruchstück 12 (Palingenesie)" von Hölderlin sichtbar: „Wie den Aar im grauen Felsenhange ...“



Griechenland

Hölderlin, Friedrich
Stäudlin, Gotthold Friedrich, Erstdruck, 1795, Leipzig

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Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin-Archiv

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Griechenland

Dieses Gedicht hat Hölderlin seinem Freund und Förderer Gotthold Friedrich Stäudlin gewidmet. Der Erstdruck erfolgte in der Monatsschrift Urania, die von 1793 bis 1795 erschien und durch den Zusatztitel für Kopf und Herz die Einheit von Verstand und Gefühl, Erkennen und Empfinden programmatisch verkünden sollte.



Das Schicksal

Erstdruck, 1803, Frankfurt am Main

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Das Schicksal

Diese Anthologie mit zahlreichen Gedichten deutscher Dichter um 1800 erschien in der Frankfurter Verlagsbuchhandlung August Hermann. Sie enthält Hölderlins Hymne Das Schicksal. Auffällig ist die imitierte Unterschrift ‚Hölderlin‘.



Die Wanderung

Friedrich Hölderlin, Ludwig Ferdinand Huber, Erstdruck, 1802, Tübingen

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Die Wanderung

Ein wichtiger Kontakt Hölderlins aus seiner Stuttgarter Zeit war der deutsche Schriftsteller, Übersetzer und Journalist Ludwig Ferdinand Huber (1764-1804). In dessen Literaturzeitschrift Flora veröffentlichte er 1802 mehrere Gedichte, darunter „Heimkunft. An die Verwandten“, „Die Wanderung“, „Dichterberuf“ sowie „Stimme des Volks“.



Die Trauerspiele des Sophokles

Sophokles, Friedrich Hölderlin, Erstdruck, 1804, Frankfurt a. M.

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Die Trauerspiele des Sophokles

Ein wichtiger Verleger neben Cotta war für Hölderlin Friedrich Wilmans (1764-1830). Über ihn veröffentlichte Hölderlin seine Sophokles-Übersetzungen aus dem Jahr 1804. Es folgten ein Jahr später beim gleichen Verleger die „Nachtgesänge“, zu denen auch das bekannte Gedicht „Hälfte des Lebens“ zählt.



Stutgard (Druck)

Friedrich Hölderlin, Siegfried Schmidt, Erstdruck, 1807, Regensburg

Aus der Sammlung von

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Stutgard

Dieses um 1800 entstandene Gedicht wurde erst im Musenalmanach für das Jahr 1807 unter dem Titel „Die Herbstfeier“ veröffentlicht. Der Herausgeber Leo Freiherr von Seckendorf (1775-1809) gehörte zum engeren Freundeskreis Hölderlins. Im gleichen Almanach erschienen auch die ersten Strophen von „Brod und Wein“ unter dem Titel „Die Nacht“. Das Gedicht „Stutgard“ ist Hölderlins Dichterfreund Siegfried Schmidt (1774-1859) gewidmet, mit dem er in seiner Frankfurter Zeit engeren Kontakt hatte.



Andenken

1808, Regensburg

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Andenken

Auch im Musenalmanach von 1808 waren Gedichte von Hölderlin vertreten, neben „Patmos“ und „Der Rhein“ das Gedicht „Andenken“, in dem er seinen Aufenthalt in Bordeaux poetisch beschreibt.





Pierre Lacour, Le Port de Bordeaux

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Musée des Beaux-Arts - Mairie de Bordeaux

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Quelle

Musée des Beaux-Arts - Mairie de Bordeaux

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Hölderlin in Frankreich

Hölderlin verließ am oder um den 6. Dezember 1801  Nürtingen, um sich größtenteils zu Fuß nach Frankreich aufzumachen. Er erhält eine Anstellung als Hauslehrer in Bordeaux. Über das Leben und die Sozialbeziehungen Hölderlins während seines Aufenthalts in Bordeaux ist wenig bekannt. Ende Juni 1802 taucht er völlig verwirrt in Stuttgart auf. 



An die Mutter aus Frankreich

Friedrich Hölderlin, Johanna Christiana Gok, Brief, 9.1.1802, Lyon

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An die Mutter

Am 9. Januar erklärt Hölderlin in einem Brief an seine Mutter aus Lyon, wie er in Straßburg länger als erwartet wegen der Passformalitäten festgehalten und ihm ferner empfohlen wurde, den beschwerlicheren Weg über Lyon nach Bordeaux (statt über Paris) zu nehmen

"Ich muss Ihnen noch sagen, daß mir die Reise über Lyon, als einem Fremden, von der Obrigkeit in Strasburg angerathen worden ist. Ich sehe also Paris nicht."



Adresse Hölderlins in Frankreich

Friedrich Hölderlin, Handschrift, 1802, Nürtingen

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Hölderlins Adresse in Bordeaux

Überliefert ist die Adresse in einem Stuttgarter Autograf, der teilweise Hölderlins Schrift enthält: „A M. Hölderlin chez M.D.C. Mayer Consul de la Ville d’Hambourg à Bordeaux“ [bis chez M.: Hölderlins Hand].



Reisepass Hölderlins von Bordeaux nach Straßburg

Friedrich Hölderlin, Reisepass, 1802, Bordeaux

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Hölderlin Reisepass

Nur dreieinhalb Wochen nach seinem letzten Brief an seine Mutter wird Hölderlin am 9. Mai ein Reisepass für die Rückreise ausgestellt. Der Grund für diesen plötzlichen Aufbruch lässt sich nicht genau erklären. Das Verhältnis zu seinem Brotherrn in Bordeaux war jedenfalls sehr gut. In einem Brief an Landauer in Stuttgart hat er Hölderlin ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt.



Andenken, Verse 49-59

Friedrich Hölderlin, Handschrift, 1803, Nürtingen

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Andenken

Das Gedicht „Andenken“ (frz. „Souvenir“) spiegelt Hölderlins Bordeauxaufenthalt wider. Vor allem das Seefahrtsmotiv ist hier dauerhaft präsent. Zu sehen ist hier die letzte Strophe (V. 49-59) mit dem berühmten Schlussvers („Was bleibet aber, stiften die Dichter“). Die Erinnerung wird hier zur zentralen Aufgabe des Dichters. Dem Vergänglichen der Welt, dem Endlichen, wird ein Bleibendes gegenübergestellt, das allein der Dichter stiftet.





Norbert von Hellingrath vor seinem Schreibtisch, um 1912

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Norbert von Hellingrath

Die Rezeption Hölderlins im 20. Jahrhundert ist ohne die aufsehenerregende Neuentdeckung durch Norbert von Hellingrath in der damaligen Königlichen Landesbibliothek in Stuttgart im Oktober 1909 kaum denkbar. Hellingraths Dissertation über Hölderlins Pindar-Übertragungen sowie weitere seiner Arbeiten leiteten einen Paradigmenwechsel in der Hölderlin-Forschung und einen Neuzugang zum Spätwerk Hölderlins ein. Die späten Hymnen des als krank abgetanen Hölderlin, im 19. Jahrhundert kaum beachtet, wurden nun in einem völlig neuen Licht gesehen. der Kontakt zum George-Kreis ermöglichte es Hellingrath, die Funde der literarischen Welt mit großer Reichweite zu vermitteln. Seine Forschungen bezogen das gesamte Werk Hölderlins ein und dienten als Ausgangspunkt einer neuen Hölderlin-Gesamtausgabe.

Im Folgenden finden sich Gedichte Hölderlins, die erst durch Hellingrath in ihrer Bedeutung erkannt und veröffentlicht wurden. Außerdem werden Exponate gezeigt, die sich speziell auf Hellingrath beziehen.



Wie wenn am Feiertage, 1799

1799, Homburg

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Wie wenn am Feiertage, 1799

Das in den letzten Monaten vor der Jahrhundertwende entstandene Gedicht bezieht sich auf ein neues Dichtungsprojekt, das Hölderlin um 1800 verfolgt. Es trägt einen deutlich geschichtsphilosophischen Charakter und birgt die Hoffnung auf eine umfassende politische und religiöse Erneuerung. Den implizierten Konjunktiv „Wie wenn“ gebraucht Hölderlin bewusst, um die Ungewissheit dieser Erneuerung auszudrücken. Das Gedicht gilt als erste Hymne seines Spätwerks, dessen Bedeutung erst im 20. Jahrhundert erkannt wurde. Erstmals veröffentlicht wurde es erst 1910 von Stefan George und Karl Wolfskehl.



Promotionsurkunde von Norbert von Hellingrath

Norbert von Hellingrath, Urkunde, 27. Juli 1910, München

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Promotionsurkunde von Norbert von Hellingrath

Norbert von Hellingrath promovierte 1910. Seine Dissertation beschäftigte sich mit den Pindar-Übertragungen Hölderlins. Seine Forschungen zu diesem Thema hatten eine enorme Wirkung auf die literarische und wissenschaftliche Welt. Sie bildeten den Ausgangspunkt für die Neuentdeckung Hölderlins im 20. Jahrhundert.



Schenkungsurkunde mit Siegeln an Norbert von Hellingrath

Norbert von Hellingrath, Karl Wolfskehl, Handschrift, 21.3.1916, München

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Schenkungsurkunde Norbert von Hellingrath

Diese Schenkungsurkunde dokumentiert in feierlicher Weise das großzügige Geschenk, das Hellingrath zu seinem 28. Geburtstag von seiner Familie und Karl Wolfkehl erhalten hat: ein hier ausgestelltes Blatt in Quartformat mit den Versen 278-287 aus Hölderlins „Archipelagus“.



Hölderlins Pindarübertragungen - Ausschnitt

Friedrich Hölderlin, Norbert von Hellingrath, Pindar, 1910, Berlin

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Kurzbeschreibung
Die Pindar-Übersetzungen Hölderlins waren im 19. Jahrhundert noch unbekannt. Erst Norbert von Hellingrath brachte sie ans Licht der Öffentlichkeit. Die Kontakte zum George-Kreis führten zum Erstdruck in den „Blättern für die Kunst“ 1910.

Erstausgaben

Gezeigt werden nachfolgend einige Texte Hölderlins, die durch Norbert von Hellingrath erstmals veröffentlicht wurden.



Pindar: Pythische Ode 3

[1799], [Homburg]

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Pindar: Pythische Ode 3, 1799

Der bedeutendste deutsche Pindar-Übersetzer ist Friedrich Hölderlin. Ihm lag vor allem an der von Pindar entwickelten Odenform. Während er Pindar Wort für Wort ins Deutsche übersetzte, hielt er am griechischen Satzbau fest. Dabei verwendete er das Prinzip der „harten Fügung“, ein Stilmittel, welches Norbert von Hellingrath an Hölderlin neu entdeckt hat. Eine zusammenfassende Niederschrift erfolgte ab 1799 im sog. „Oktavbuch“. Dieses enthielt auch die Pythischen Oden, die Hölderlins eigene metrisch freie Gesänge (Hymnen) entscheidend beeinflusst haben.



Pindar: Pythische Ode 1, 1805

[1805], [Homburg]

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Pindar: Pythische Ode 1, 1805

Die Pindar-Übersetzungen Hölderlins waren im 19. Jahrhundert noch unbekannt. Erst Norbert von Hellingraths Neuentdeckung im 20. Jahrhundert brachte sie ans Licht der Öffentlichkeit. Pindar zählte zu den neun Kanonikern der altgriechischen Lyrik. Er schuf eine Art von Chorlyrik mit kultischer und metaphysischer Dimension. Seine Oden waren oft Siegeslieder in hymnischem Stil und waren ein wichtiges Vorbild für Hölderlins metrisch freie Gesänge.



Brief an Norbert v. Hellingrath, 20.1.1910

Karl Wolfskehl, Norbert von Hellingrath, Brief, 20.1.1910

Aus der Sammlung von

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Ankündigung der Pindar-Veröffentlichung in den Blättern für die Kunst

Hellingrath fand mit Hölderlin sein Lebensthema, das bis heute mit ihm untrennbar verbunden ist. Begleitend zu seiner Dissertation über die Pindar-Übertragungen wurde sein aufsehenerregender Fund in der neunten Folge der „Blätter für die Kunst“ 1910 veröffentlicht. Der Veröffentlichung ging eine separate Ankündigung voraus: „Wir kündigen an, dass Anfang Februar auf dem Weg der Einzeichnung die neunte Folge der „Blätter für die Kunst“ erscheint. Sie enthält die hier zum ersten Mal veröffentlichten Pindar-Übertragungen Hölderlins...“.



Hölderlins Pindar-Übertragungen

Friedrich Hölderlin, Norbert von Hellingrath, Pindar, 1910, Berlin

Aus der Sammlung von

Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin Archiv

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Kurzbeschreibung
Die Pindar-Übersetzungen Hölderlins waren im 19. Jahrhundert noch unbekannt. Erst Norbert von Hellingrath brachte sie ans Licht der Öffentlichkeit. Die Kontakte zum George-Kreis führten zum Erstdruck in den „Blättern für die Kunst“ 1910.
38_Hölderlins Pindar-Übertragungen, Titelblatt HA 1950.416 [Erste Drucke, 1 Ex.].jpg

Hölderlins Pindar-Übertragungen

Das ausgestellte Exemplar von Hellingraths Dissertation zu den Pindarübertragungen Hölderlins stammt aus dem Besitz von Elsa Bruckmann. Deren Salon war ein wichtiger gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt in München. Dort lernte Hellingrath auch Karl Wolfskehl am 8.2.1908 kennen, der ihm entscheidende Anstöße für die Pindar-Arbeiten gegeben hat. Die fortwährende Verbundenheit Elsa Bruckmanns mit Hellingrath auch nach seinem Tode zeigt sich in ihrer Widmung zum Hellingrath-Band von 1936.





Norbert von Hellingrath
Pindarübertragungen von Hölderlin: Prolegomena zu einer Erstausgabe

Norbert von Hellingrath, Friedrich Hölderlin, 1910, München

Aus der Sammlung von

Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin Archiv

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Kurzbeschreibung
Das ausgestellte Exemplar von Hellingraths Dissertation zu den Pindarübertragungen Hölderlins stammt aus dem Besitz von Elsa Bruckmann. Deren Salon war ein wichtiger gesellschaftlicher und kultureller Treffpunkt in München. Dort lernte Hellingrath auch Karl Wolfskehl am 8.2.1908 kennen, der ihm entscheidende Anstöße für die Pindar-Arbeiten gegeben hat. Die fortwährende Verbundenheit Elsa Bruckmanns mit Hellingrath auch nach seinem Tode zeigt sich in ihrer Widmung zum Hellingrath-Band von 1936.
36_Pindarübertragungen, Titelblatt 26c_1173.jpg

Pindarübertragungen von Hölderlin: Prolegomena zu einer Erstausgabe

Die Pindar-Übersetzungen Hölderlins waren im 19. Jahrhundert noch unbekannt. Erst Norbert von Hellingrath brachte sie ans Licht der Öffentlichkeit. Die Kontakte zum George-Kreis führten zum Erstdruck in den „Blättern für die Kunst“ 1910.





Sämtliche Werke, Gedichte: 1800-1806

1916, München, Leipzig, Berlin

Aus der Sammlung von

Württembergische Landesbibliothek - Hölderlin Archiv

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35a_Sämtliche Werke, Titelblatt 1 HA 1951.158.jpg


Sämtliche Werke, Gedichte: 1800-1806

Die erste Gesamtausgabe der Werke Hölderlins mit historisch-kritischem Anspruch stammt von Norbert von Hellingrath. Nach seinen bahnbrechenden Hölderlin-Forschungen widmete er sich einer neuen Gesamtausgabe, die nach seinem frühen Tod von Friedrich Seebaß und Ludwig von Pigenot fortgeführt wurde. Zahlreiche Gedichte, u.a. „Ihr sichergebaueten Alpen...“ wurden erstveröffentlicht.

Das Hölderlin-Archiv an der WLB Stuttgart

Leben und Werk Friedrich Hölderlins hatten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem unter den schwäbischen Romantikern Justinus Kerner, Gustav Schwab und Ludwig Uhland, aber auch bei Eduard Mörike Nachhall gefunden. Die von Christoph Theodor Schwab gesammelten Hölderlin-Handschriften und Dokumente vermachte dessen Witwe 1883 der heutigen Landesbibliothek, die seitdem zum Zentrum der Hölderlin-Forschung wurde. Das Hölderlin-Archiv ist heute die zentrale Arbeitsstelle für die internationale Forschung über den Dichter Friedrich Hölderlin. Es hat heute drei Schwerpunkte:

  • es ermittelt und erwirbt möglichst alle Textausgaben des Dichters Friedrich Hölderlin (1770-1843), die wissenschaftliche Literatur und die Zeugnisse der Rezeption in Literatur, Theater, Musik, bildender Kunst und anderen Bereichen der Kultur.
  • es editiert und bearbeitet die Internationale Hölderlin-Bibliographie (seit 1.1.2001: IHB online): Alle erworbenen Dokumente werden nach Autopsie verzeichnet und detailliert erschlossen. Belegstücke der Autoren, Verlage und anderer Institutionen sind dafür unverzichtbar.
  • es ist Arbeits- und Auskunftsstelle für Hölderlin-Forscher, Künstler und interessierte Leser Hölderlins.
Nähere Informationen und Öffnungszeiten finden Sie auf den Seiten des Hölderlin-Archivs.


Eine virtuelle Ausstellung von

Team

Dr. Jörg Ennen - Hölderlin-Archiv

Fabian Schmitt

Roberta Toscano

Erstellt mit :
DDB Studio
Ein Service von:
DDB Studio

Diese Ausstellung wurde am 20.10.2021 veröffentlicht.



Impressum

Die virtuelle Ausstellung Aufbrüche - Abbrüche wird veröffentlicht von:

Württembergische Landesbibliothek Stuttgart


Konrad-Adenauer-Straße 8

70173 Stuttgart


gesetzlich vertreten durch

Dr. Rupert Schaab

Telefon: 0711 212 4424
Fax: 0711 212 4422
E-Mail:  direktion@wlb-stuttgart.de

Inhaltlich verantwortlich:

Dr. Rupert Schaab
Direktor der Württembergische Landesbibliothek
Konrad-Adenauer-Str. 8
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Kurator*innen:

Dr. Jörg Ennen

 

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