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Black Lives in Europe

Geschichten und Erfolge Schwarzer Menschen von der Vergangenheit bis heute

Eine virtuelle Ausstellung von

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Schwarze Menschen gehören seit Jahrhunderten zur Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas, aber ihre Bedeutung wird oft übersehen.

In dieser Ausstellung möchten wir die Erfolge und Lebensläufe einiger historischer Persönlichkeiten präsentieren – vom 17. Jahrhundert bis hin zu heute noch lebenden Personen. Es sind die Geschichten von nur einigen wenigen Individuen – es gibt so viele mehr, deren Geschichten verborgen, vergessen und verschleiert wurden. Diese Ausstellung ist ein Eckpfeiler der Beiträge für den Black History Month der Europeana und unserer kontinuierlichen Bemühungen, die Geschichte Schwarzer Menschen in Europa ins Rampenlicht zu rücken.


Wir sind uns bewusst, dass sich die meisten der in der Ausstellung erzählten Geschichten auf Männer beziehen. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Erfolge Schwarzer Frauen in der Geschichte (insbesondere im Kontext der europäischen Geschichte) zu wenig Anerkennung gefunden haben, und das macht es schwierig, in den Kulturerbe-Sammlungen entsprechendes Material zu finden. Dennoch hoffen wir, dass Sie den Erzählstrang aus vielfältigen Beiträgen von Menschen nachverfolgen können, die für ihre Rechte und Freiheiten gekämpft, die Welt und ihre Communities unterhalten, den jeweiligen Status quo in Frage gestellt und großartige persönliche Erfolge erreicht haben.


Andere Erzählstränge wurden durch Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile geprägt, denen sich Schwarze Menschen in ganz Europa ausgesetzt sahen. All diese Stränge verflechten sich zu einem komplexen Bild, von dem wir hoffen, dass es zu mehr Verständnis und Toleranz beitragen kann. Schwarze Geschichte ist europäische Geschichte und europäische Geschichte ist Schwarze Geschichte.

01
Drei Portraits der Haitianischen Revolution

Der beachtliche Beitrag Schwarzer politischer Akteure zur Haitianischen Revolution

Die politischen und sozialen Unruhen von heute, die durch ethnisch motivierte Ungerechtigkeit in vielen Teilen der Welt ausgelöst wurden, haben tiefe historische Wurzeln. Dieses Kapitel, das nur ein Schlaglicht auf eine viel größere Geschichte wirft, beleuchtet den beachtlichen Beitrag Schwarzer politischer Akteure zur Haitianischen Revolution von 1791-1804, den letztlich erfolgreichen Aufstand für die Freiheit und gegen die Versklavung und brutale Unterdrückung durch europäische Kolonialmächte.

Die Schlacht von Crête-à-Pierrot

Nach dem Ende der Haitianischen Revolution im Jahr 1804 wurde das gesellschaftliche und politische Leben in Haiti noch lange Jahre vom Vermächtnis der Kolonialherrschaft, Versklavung und der von Frankreich auferlegten Sanktionen bestimmt. Die Bedeutung der Haitianischen Revolution steht für afrikanische und karibische Historiker von heute dennoch außer Frage und zeigt sich vor allem darin, wie dieses Beispiel einer erfolgreichen Rebellion den Weg zur Abschaffung der Versklavung durch Kolonialmächte geebnet hat. Die Haitianische Revolution bleibt mit ihren zivilen Massenaufständen und dem Kampf für die Freiheit von Kolonialherrschaft auch für uns heute ein extrem wirkungsvolles Beispiel.

02
Schriftsteller*innen und Dichter*innen

Widerstand und Stolz in Literatur und Dichtung

Vom Aufstieg der rassistischen Versklavung bis hin zur Diskussion über die Einwanderung in unserer Zeit wurden Schwarze Menschen jahrhundertelang als minderwertig und unterlegen betrachtet. Diese Wahrnehmung wurde durch Rassentheorien wie der Eugenik bekräftigt, die zu ihrer Zeit als wissenschaftlich galten. Während der Kolonialisierung wurden Schwarze Menschen gezwungen, sich an europäische kulturelle Normen anzupassen und diese zu akzeptieren. Zugleich mussten sie mit der allgegenwärtigen Erinnerung daran leben, wie die Europäer ihre ethnische, kulturelle und künstlerische Identität betrachteten.

Herausragende Schwarze Akteure der Zeit bekämpften diese Stereotypen, überwanden Grenzen in Literatur und Dichtung und bewiesen, dass sie nicht nur der Unterhaltung ihrer weißen Zeitgenossen dienten, sondern ihre eigene Kultur und ihre eigenen Werte hatten. Die Literatur und Dichtung dieser Künstler*innen stärkten den Stolz Schwarzer Menschen in der afrikanischen Diaspora auf revolutionäre Art und Weise und sie sind auch heute noch Inspiration für Generationen Schwarzer Dichter*innen und Schriftsteller*innen.

03
Künstler*innen, Tänzer*innen und Musiker*innen

Wie Schwarze Menschen die Kunst-, Tanz- und Musikwelt Europas geprägt haben

Schwarze Menschen wurden in der Kunst bereits im Mittelalter dargestellt, manchmal in einem positiven Licht, manchmal mit abschätzigem und negativem Blick. In der Vergangenheit haben Schwarze Menschen mit Musik- und Tanzaufführungen auch wohlhabenden Europäern Unterhaltung geboten. Ihre persönlichen Leistungen in diesen Bereichen wurden allerdings kaum anerkannt.

04
Sportler*innen

05
Anhang