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China in Leipzig

Einblicke in die chinesische Schriftkultur

Universitätsbibliothek Leipzig


Die wundersame Kraft der Kindespietät

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Erbaixi xiao tu 二百卌孝圖 [240 pietätvolle Taten, illustriert], zusammengestellt von Hu Wenbing 胡文炳 (fl.1849-1879), [Xi'an?] 1879 [UBL: Sinica.380:1/8]

Über die Ausstellung

„China in Leipzig“— dieser Titel ist ein großes Versprechen. Aus einer Stadt heraus eine Weltkultur in den Blick zu nehmen — sicher gewagt. Aber die Spuren sind da, und das Interesse an China hat in Leipzig tatsächlich eine lange Geschichte. So besitzt die Universitätsbibliothek Leipzig, eine der größten Altbestandsbibliotheken Deutschlands, Zehntausende Bücher aus und über China, von denen die ältesten aus dem 16. Jahrhundert stammen.

01

Die Sinica der Universitätsbibliothek Leipzig



Die Sinica der Universitätsbibliothek Leipzig

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Quelle

Thomas Kademann

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Kurzbeschreibung
Aufstellung der Fachgruppe „Sinica“ im Magazin der Universitätsbibliothek Leipzig

Die Sinica der Universitätsbibliothek Leipzig

von Thomas Fuchs

Die UB Leipzig blickt auf eine mehr als 150-jährige Erwerbungsgeschichte chinesischer Drucke und Handschriften zurück und besitzt heute eine bedeutende Sammlung an Sinica. Die chinesischen Drucke sind in drei Signaturbereichen aufgestellt: in der „Bibliothek Grube“, der Fachsignaturgruppe „Sinica“, sowie nach „Numerus currens“ für Drucke ab ungefähr 1960. 1997 kam die Schenkung der Bibliothek des Bochumer Sinologen Alfred Hoffmann (1911—1997) ins Haus. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt wurden von 2011 bis 2015 alle diese Bestände auch in Originalsprache katalogisiert. Dadurch wurden ältere gedruckte Kataloge ersetzt.



August Conrady

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
August Conrady (1864-1925), Portraitfotografie, um 1908, [UBL: FSL 13/15]
Abb. 52_Conrady.jpg


August Conrady

Spuren der Erwerbung von Sinica für die in der Fachgruppe „Sinica“ aufgestellten Bücher datieren bis in das Jahr 1845 zurück. Die Fachgruppe Sinica wurde im Wintersemester 1878/1879 mit der Berufung von Hans Georg Conon von der Gabelentz (1840—1893) auf die erste an einer deutschen Universität eingerichtete Professur für Ostasiatische Sprachen eingeführt. Die darauffolgenden Erwerbungen wurden von von der Gabelentz veranlasst, dürften aber nicht sehr umfangreich gewesen sein. 1902 wurden chinesische Bücher aus dem Besitz von August Conrady (1864—1925) erworben, der seit 1897 (und bis 1925) als Professor für Ostasiatische Sprachen an der Universität Leipzig lehrte (s. Abb.). Dazu kam die „Bibliothek Grube“ des Sinologen Wilhelm Grube (1855—1908), der in Leipzig promoviert hatte und am Museum für Völkerkunde in Berlin tätig war.



Chinesische Originalrechnungen

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Zwei chinesische Rechnungen über Bücherkäufe für die Universitätsbibliothek Leipzig 1940 [UBL: Registratur 2040]
Abb. 55a_Rechnungen_TG.png

Rechnungen aus China

Conradys Nachfolger Erich Haenisch (1880—1966, Lehrstuhl ab 1925) bemühte sich um eine Verstetigung der Erwerbung von Sinica. Er wandte sich am 10. April 1926 mit einem Antrag an das „Ministerium des Kultus und des Unterrichts“ und erreichte, dass das Rentamt der Universität Leipzig ein entsprechendes Konto bei einer Bank in Peking einrichtete. 1928 begab sich Erich Haenisch auf eine ausgedehnte Chinareise, für die er im Vorfeld Geld und von den Leipziger Verlagen Bücher für den Tausch gesammelt hatte. Von dieser Einkaufstour sind in der Registratur der Universitätsbibliothek chinesische Originalrechnungen erhalten.




Chinesische Originalrechnungen

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Zwei chinesische Rechnungen über Bücherkäufe für die Universitätsbibliothek Leipzig 1940 [UBL: Registratur 2040]
Abb. 55b_Rechnungen_TG.png

02

Hans Georg Conon von der Gabelentz



Bildnis des Hans Georg Conon von der Gabelentz

Aus der Sammlung von

Kunstbesitz der Universität Leipzig

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Quelle

Marion Wenzel (Universität Leipzig)

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Kurzbeschreibung
Erhard Ludewig Winterstein (1841-1919): Bildnis des Hans Georg Conon von der Gabelentz (1840-1893), Öl auf Leinwand, 1883, Inv. Nr. 0624/90, Foto: Marion Wenzel; Kustodie der Universität Leipzig
Abb. 52_0624-90_mit Rahmen_03_TG.png

Hans Georg Conon von der Gabelentz

von Jörg H. Hüsemann

Die  Entwicklung  der  deutschen  Sinologie  ist  untrennbar mit dem Sprachwissenschaftler und Sinologen Hans Georg Conon von der Gabelentz verbunden. Von seinem Vater ermutigt, entwickelte Hans Georg Conon von der Gabelentz (1840-1893) bereits in jungen Jahren ein Interesse an Sprachen. Besonders eifrig war er bestrebt, Chinesisch zu erlernen, und seine Bemühungen wurden von seinem Vater aktiv unterstützt, der ihm zu seinem sechzehnten Geburtstag Jean-Pierre Abel-Rémusats (1788—1832) Élémens de la Grammaire Chinoise schenkte.
Die Suche nach einer geeigneten akademischen Anstellung gestaltete sich für von der Gabelentz schwierig und er schickte sogar eine Initiativbewerbung an das sächsische Kultusministerium. In seinem Schreiben bat er um die Einrichtung einer Professur für Chinesisch, Japanisch und Mandschurisch an der Universität Leipzig und schlug sich selbst als geeigneten Kandidaten für diese Position vor. Die Bewerbung blieb jedoch erfolglos und erst durch die Fürsprache des bedeutenden Orientalisten Heinrich Leberecht Fleischer (1801—1888) wurde Hans Georg Conon von der Gabelentz 1878 auf eine außerordentliche Professur für Ostasiatische Sprachen in Leipzig berufen.





Chinesische Grammatik

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Überblicksklassiker, Georg von der Gabelentz: Chinesische Grammatik. Mit Ausschluss des niederen Stiles und der heutigen Umgangssprache, Leipzig 1881, [UBL: Orient.Lit.400-nb]

Chinesische Grammatik

Die berühmte Grammatik von Georg von der Gabelentz gilt bis heute als eine der besten Gesamtübersichten über das geschriebene Chinesisch in einer westlichen Sprache. Auch wenn sich der Verfasser auf mehrere frühere Grammatiken stützen konnte, die meisten davon in französischer oder englischer Sprache, unterschied sich sein Ansatz. Er untersuchte die Grammatik des Chinesischen, indem er die syntaktische Funktion einzelner Wörter ins Zentrum seiner Analysen stellte. Während seine Grammatik heute in erster Linie als Nachschlagewerk aufgefasst wird, benutzten er selbst und seine Nachfolger in Leipzig sie als Lehrwerk im Sprachunterricht.

03

Die Vielsprachigkeit der Qing-Dynastie



Ein Leitfaden für Anfänger (Ausschnitt)

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Die mandschurischen Ursprünge und das chinesische Ergebnis eines mongolischen Phrasenbuchs Chuxue zhinan 初學指南 [Ein Leitfaden für Anfänger], von Fujun 富俊 (1749-1834), Peking 1794, linke Seite [UBL: Bibl.Grube.838:1/4]
Abb_9_grube838_ausschnitt.png

Die Vielsprachigkeit der Qing-Dynastie

von Elisabeth Kaske

Die Qing-Dynastie (1644–1911) mit ihrem mandschurischen Herrscherhaus war ein mehrsprachiges Reich. Die Mandschus hatten ihre Heimat im Nordosten Chinas, also in der Mandschurei. Ihre Vorgänger verwendeten das Ethnonym Jurchen und regierten als Jin-(Gold-)Dynastie von 1115 bis 1234 in weiten Teilen Nordchinas. 1616 vereinigte Nurhaci im Kampf gegen die Oberherren der chinesischen Ming-Dynastie (1368—1644) die verstreuten Klans der Jurchen zur Späteren Jin-Dynastie. 1635 gab Nurhacis Sohn Hungtaiji seinem Volk den neuen Namen „Mandschu“ und gründete ein Jahr später die Qing-Dynastie. 1644 eroberten Mandschu-Truppen Peking und herrschten bis 1911 über ganz China.
Im Bewusstsein ihrer Minderheitenposition in China wurde die Mehrsprachigkeit für die Mandschus zu einem wichtigen Teil der herrschenden Ideologie. Zweisprachige und oft mehrsprachige Inschriften waren in der Sprachlandschaft der Qing ein alltäglicher Anblick. Nie zuvor blühten Sprachstudien so wie unter den Qing-Mandschu-Herrschern. Die Bestände der Universitätsbibliothek Leipzig spiegeln den Ansatz westlicher Sinologen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wider, das gesamte  Spektrum der Qing-Sprachen, vom klassischen Chinesisch bis zum gesprochenen Dialekt, sowie Mandschurisch und Mongolisch zu lernen und zu erforschen.





Mandschu-Satzbuch

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Mandschu-Satzbuch mit Übersetzung im Dialekt von Beijing, Man han chengyu duidai 滿漢成語對待 = Manju nikan fegisun be jofoho acabuha bithe [Mandschurisch-chinesische alte Sprüche], wahrscheinlich von Liu Shun 劉 順 (gest. 1761), ca. 1702, Peking Tingsonglou 聽松樓, Holzblockdruck [UBL: Bibl.Grube.828:1/4]

Das Mandschurisch-Satzbuch

Dieser zweisprachige Sprachführer aus der Zeit um 1700 belegt, dass viele Mandschurisch studierten. Von der Popularität des Buches zeugt die große Zahl überlieferter Ausgaben in verschiedenen Bibliotheken auf der ganzen Welt. Das Leipziger Exemplar weist Marginalien in Rot und Blau auf, die den Lernprozess, vielleicht von Wilhelm Grube selbst, belegen.



Mandschu-Satzbuch

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Mandschu-Satzbuch mit Übersetzung im Dialekt von Beijing, Man han chengyu duidai 滿漢成語對待 = Manju nikan fegisun be jofoho acabuha bithe [Mandschurisch-chinesische alte Sprüche], wahrscheinlich von Liu Shun 劉 順 (gest. 1761), ca. 1702, Peking Tingsonglou 聽松樓, Holzblockdruck [UBL: Bibl.Grube.828:1/4]
Abb. 8_bibl_grube_828_TG.png

Das Mandschurisch-Satzbuch

Die Seite aus dem Kapitel „Über Stärke“ zeigt senkrechte Zeilen, die von links nach rechts gelesen werden, mit Mandschurisch auf der linken Seite, gefolgt von einer Übersetzung im Dialekt von Beijing. Die ersten beiden Zeilen von links gelesen:

  1. Haha fili, aciha etembi./Der Mann, der stark ist, trägt seine Last.
  2. Si tede du sujafi, oncohošoro./Unterstützt von ihm waren Sie arrogant.
  3. Fusihûšame fisa sindaci, giruha seme bodo./Wenn Sie nach unten schauen und sich umdrehen, sollten Sie sich schämen.

Das Wort „fusišame“ wird mit roter Tinte auf „fusihūšame“ korrigiert (nach unten schauen). Die blaue Bemerkung am oberen Rand erklärt den Ausdruck „giruha seme bodo“ zu „[…] 著討沒趣“ (sich wegen der eigenen Handlung schämen).





Ein Leitfaden für Anfänger

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Die mandschurischen Ursprünge und das chinesische Ergebnis eines mongolischen Phrasenbuchs
Chuxue zhinan 初學指南 [Ein Leitfaden für Anfänger], von Fujun 富俊 (1749-1834), Peking 1794, [UBL: Bibl.Grube.838:1/4]

Ein Leitfaden für Anfänger

Dieses Buch ist die mongolische Übersetzung eines älteren Mandschurisch-Phrasenbuchs mit dem Titel Tanggu Meyen (Hundert Lektionen, 清語百條) von einem unbekannten Autor des 18. Jahrhunderts. Es blieb als Lehrbuch für die folgenden 200 Jahre populär. Dieselben Phrasen wurden für das Studium von drei Sprachen verwendet: Mandschurisch, Mongolisch und Chinesisch. In einer Zeit, in der sowohl im Chinesischen als auch im Mongolischen der Schriftstil stark vom gesprochenen Idiom abwich, ist ein bemerkenswertes Merkmal dieses Phrasenbuchs, dass beide Texte der gesprochenen Sprache sehr nahekommen. Dies mag ein Grund für seine anhaltende Beliebtheit gewesen sein.



Ein Leitfaden für Anfänger

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Die mandschurischen Ursprünge und das chinesische Ergebnis eines mongolischen Phrasenbuchs
Chuxue zhinan 初學指南 [Ein Leitfaden für Anfänger], von Fujun 富俊 (1749-1834), Peking 1794, [UBL: Bibl.Grube.838:1/4]
Abb. 9_bibl_grube_838_TG.png

Ein Leitfaden für Anfänger

Linke Seite: Ein Leitfaden für Anfänger, von Shaoyi Tang (Schriftstellername von Fujun 富俊 (1749-1834))
Die mongolische Sprache wird zum größten Teil mündlich weiter-gegeben, daher ist es im Landesinnern Chinas (neidi) besonders schwierig, den richtigen Lehrer zu finden. Dementsprechend habe ich diesen Band zum Nutzen von Studienanfängern zusammengestellt.

Rechte Seite (Anders als im Chinesischen lesen sich die Zeilen in Mandschurisch und Mongolisch von links nach rechts):
Ich habe gehört, dass Sie Mandschu-Bücher studieren. Sehr gut! Die Mandschu-Sprache ist für uns die wichtigste und dringendste Angelegenheit. Sie ist für uns das, was die vielfältigen lokalen Dialekte für die Chinesen sind. Könnte es möglich sein, dass wir sie nicht kennen? Ja, in der Tat! Wie könnte das möglich sein? Ich habe mehr als zehn Jahre lang chinesische Bücher studiert, bin aber noch nicht perfekt geworden. Wenn ich jetzt nicht einmal Mandschu-Bücher kenne und das Übersetzen nicht lerne, dann würde das [Lernen] an beiden Enden zum Stillstand kommen.





Ein Mandschu lehrt richtiges Chinesisch

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Zheng yin ju hua 正音咀華 [Die Essenz der korrekten Aussprache], von Suo Yizun 莎彝尊, Guangzhou 1853 [UBL: Sinica.270:1/2]
Abb. 11a_sin_270-1_001_TG.png


Ein Mandschu lehrt richtiges Chinesisch

Dieses Lehrbuch der korrekten Mandarin-Aussprache in der Originalausgabe von 1853 besteht aus einer kurzen Abhandlung über Phonetik, Listen homophoner Schriftzeichen im Standard-Mandarin und ihrer Unterscheidung von der dialektalen Pekinger Aussprache, einem umgangssprachlichen Sprachführer, sowie Beispieldialogen und Vorträgen über klassische Moral und Etikette in umgangssprachlichem, aber nicht dialektalem Stil.
Bemerkenswert ist, dass der Name des Autors auf dem Deckblatt nur in Mandschurisch angegeben ist und mit roter Tinte hinzugefügt wurde: „Manju gūsai Sogi hala Idzun Gioi-hi-yang ni deribure arafi“ (herausgegeben von Yizun [mit Höflichkeitsnamen] Juxiang 秬薌 des Sogi-Klans vom Mandschu-Banner).



Ein Mandschu lehrt richtiges Chinesisch

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Zheng yin ju hua 正音咀華 [Die Essenz der korrekten Aussprache], von Suo Yizun 莎彝尊, Guangzhou 1853 [UBL: Sinica.270:1/2]

Ein Mandschu lehrt richtiges Chinesisch

Qing-Gelehrte entwickelten ein komplexes phonetisches Beschreibungssystem, das die Position von Mund, Zunge und Zähnen für die Aussprache von Lauten genau angibt. Die erste Beschreibung rechts am oberen Rand beschreibt die mit der Zunge am Gaumen gebildeten Konsonanten, d. h. k-, g-, wie folgt: „Mahlzahnlaute: Benutzen Sie die großen Backenzähne innerhalb Ihrer Wangen, um mit Kraft zu artikulieren“.



Wörterbuch für Ausländer

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Chinesische Sprachwissenschaft im Sprachunterricht für Ausländer Kangxi zidian cuoyao 康熙字典撮要 [Handbuchlexikon des Chinesischen auf der Grundlage des Kangxi Wörterbuches], zusammengestellt von John Chalmers (1825-1899) und Wang Yang'an 王揚安, Guangzhou 1878, [UBL: Bibl.Grube.798:1/3]
Abb. 12_bibl_grube_798_TG.png


Wörterbuch für Ausländer

Das 1716 von Zhang Yushu unter Kaiser Kangxi (1661—1722) erstellte Kangxi-Wörterbuch war eines der ersten großen offiziellen Wörterbuchprojekte der Qing-Dynastie, mit dem das größte jemals kompilierte Zeichenwörterbuch geschaffen werden sollte. Sein Ziel war es nicht, die zeitgenössische Sprache widerzuspiegeln, sondern alle chinesischen Schriftzeichen und ihre Variationen zu sammeln, was zu über 40.000 Schriftzeichen führte. Der Herausgeber erarbeitete auch die maßgebliche Taxonomie für die Zeichensuche, 214 semantische Radikale, geordnet nach der Anzahl der Striche von „一“ (die Nummer eins) bis „龠“ (17 Striche für „Flöte“), die auch heute noch im UNICODE Chinese Character Grid Index verwendet werden. Im Jahr 1878 erstellte John Chalmers (1825—1899), seit 1852 Missionar bei der Londoner Missionsgesellschaft, gemeinsam mit einem chinesischen Mitarbeiter, eine gekürzte Ausgabe (s. Abb.) mit übersichtlicherem Layout sowie neuen, z. T. latinisierten phonetischen Tabellen, hier für die südliche (Guangdong), nördliche (Beijing) Dialekt- sowie die Standardaussprache.

04

Geographie



Ein Routenbuch für Kaufleute

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Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Shi wo zhouxing tianxia lucheng 示我周行天下路程 [Routen des Reiches, die ich bereist habe], Miaoyin jushi 妙因居士, Vorwort 1738, zusammengebunden mit Shanggu bianlan 商賈便覽 [Praktischer Leitfaden für Kaufleute], zusammengestellt von Wu Zhongfu 吳 中孚, [Unvollständig, nur Kapitel 6-10, erstmals 1792 veröffentlicht] [UBL: Sin 57-1/2000-2916:1/7]

Geographie

von Elisabeth Kaske

In der chinesischen Ming- und Qing-Dynastie diente der größte Teil der geographischen Publikationen administrativen Zwecken. Das Hauptgenre „zhi“, das gewöhnlich Ortslexikon (Englisch: gazetteer) übersetzt wird, bezeichnet Kompendien von Verwaltungsgebieten — von Bezirken über Präfekturen bis hin zu Provinzen, die in unregelmäßigen Abständen von Beamten und lokalen Literaten zusammengestellt wurden. Sie kombinierten kartographische und textliche Beschreibungen der physischen und menschlichen Geographie mit Abhandlungen über Verwaltung und Besteuerung, Listen von Beamten und  bemerkenswerten Persönlichkeiten, literarischen Werken lokaler Schriftsteller, sowie Beschreibungen lokaler Bräuche, Religionen und Ereignisse. Das erste reichsweite Ortslexikon (yitongzhi) wurde in der Yuan-Dynastie (1279—1368) erstellt. Weltkarten waren weitgehend eine Erweiterung der kaiserlichen Karten, wobei das Reich den größten Raum in der Mitte einnahm, während abhängige Gebiete und andere bekannte Länder als Flecken und oder nur in Schriftform an den Rändern erschienen.



Ein Präfektur-Lexikon der Ming- Dynastie

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Kurzbeschreibung
(Wanli) Hangzhou fuzhi (萬暦)杭州府志 [Ortslexikon der Präfektur Hangzhou (zusammengestellt in der Wanli-Periode)], unter der Leitung von Liu Bojin 劉 伯縉 (fl. 1568) et al.; zusammengestellt von Chen Shan 陳善 (1514-1589) et al., Hangzhou (Provinz Zhejiang) 1579, [UBL: Sinica.388:1/13]
Abb. 37b_sin_388_001_TG.png

Ein Präfekturlexikon der Ming-Dynastie

Die mingzeitliche Beschreibung der Präfektur Hangzhou aus dem Jahre 1579 ist das älteste chinesische Buch in der Universitätsbibliothek Leipzig. Die erste Seite des Vorworts zeigt Stempel von Sammlern des Buches auf. Der letzte bekannte Sammler war Zha Rihua 查日華 (geb. 1806), der 1843 die Fadenbindung erneuerte. Hangzhou, welches 1132-1276 unter dem Namen Lin'an als Hauptstadt der Südlichen Song-Dynastie gedient hatte und durch Marco Polo später als Quinsay in Europa bekannt wurde, war auch im 16. Jahrhundert noch eines der wohlhabendsten städtischen Zentren Chinas.





Ein Präfektur-Lexikon der Ming- Dynastie

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
(Wanli) Hangzhou fuzhi (萬暦)杭州府志 [Ortslexikon der Präfektur Hangzhou (zusammengestellt in der Wanli-Periode)], unter der Leitung von Liu Bojin 劉 伯縉 (fl. 1568) et al.; zusammengestellt von Chen Shan 陳善 (1514-1589) et al., Hangzhou (Provinz Zhejiang) 1579, [UBL: Sinica.388:1/13]

Ein Präfekturlexikon der Ming-Dynastie

Die genordete Karte zeigt die ummauerte Stadt mit dem berühmten Westsee im Westen und dem Fluss Qiantang im Osten. Die Städte in China hatten keinen unabhängigen Rechtsstatus, und die Stadt Hangzhou war zwischen zwei Bezirken, Renhe und Qiantang, aufgeteilt. Das ummauerte Stadtgebiet beherbergte die Residenzen von vier Verwaltungsebenen als Sitz der beiden Kreisverwaltungen, der Präfektur, mehrerer Großkreise (hierarchisch zwischen Präfektur und Provinz), sowie der Provinzverwaltung von Zhejiang. Die Residenzen werden durch Rechtecke dargestellt, andere Rechtecke zeigen militärische Einrichtungen, Schulen und Prüfungshöfe, Getreidespeicher und eine Wohltätigkeitsorganisation.



Eine umfassende geographische Studie

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Tianxia junguo libing shu 天下郡國利病書 [Die Vorteile und Schwächen der einzelnen Provinzen des Reiches], Von Gu Yanwu 顧炎武 (1613-1682), Long Wanyu 龍萬 育 , Chengdu, 桐華書屋, 1879, [UBL: Sinica.57-1/2000-3016/1-8]
Abb. 38a_sin-57-1_2000-3016_001_TG.png


Eine umfassende geographische Studie

Dieses monumentale Buch, welches zwischen 1639 und 1662 verfasst wurde, war die wichtigste Studie der Natur- und Geschichtsgeographie seiner Zeit, wobei der Schwerpunkt auf strategischen, fiskalischen und hydraulischen Fragen lag. Gu Yanwu 顧炎武 (1613—1682), einer der berühmtesten Gelehrten der Ming/Qing-Übergangszeit, war einer der Gründerväter der Schule der „beweisgeleiteten Gelehrsamkeit“, deren Werk im 19. Jahrhundert eine Renaissance erlebte, als das Manuskript zum ersten Mal in Druck ging. Die Ausgabe der Universitätsbibliothek Leipzig ist ein teilweiser Nachschnitt der ursprünglichen Druckstöcke der 120 Kapitel umfassenden Fassung, die 1823 von Long Wanyu in Chengdu, Sichuan, veröffentlicht wurde.



Eine umfassende geographische Studie

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Tianxia junguo libing shu 天下郡國利病書 [Die Vorteile und Schwächen der einzelnen Provinzen des Reiches], Von Gu Yanwu 顧炎武 (1613-1682), Long Wanyu 龍萬 育 , Chengdu, 桐華書屋, 1879, [UBL: Sinica.57-1/2000-3016/1-8]

Eine umfassende geographische Studie

Die strategische Karte der Großen Mauer westlich von Shanhaiguan in der heutigen Provinz Hebei, auf der die Festungen, die Sitze der Militärkommandos und die Entfernungen zwischen ihnen hervorgehoben sind.



Die früheste umfassende Beschreibung der Welt außerhalb Chinas

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Haiguo tuzhi 海國圖志 [Illustrierte Beschreibung der Überseekönigreiche], von Wei Yuan 魏源 (1794-1857), Yangzhou 1852 [UBL: Sinica.28:1]

Die früheste umfassende Beschreibung der Welt außerhalb Chinas

Nach der Niederlage Chinas im Ersten Opiumkrieg (1839—1842) wurde das Bedürfnis nach mehr Wissen über die westlichen Länder spürbar. Ein Ergebnis war eine offiziell in Auftrag gegebene, umfangreiche Sammlung weltweiter geographischer Informationen, der Illustrierten Beschreibung der Überseekönigreiche, welche 1843 zunächst in 50 Kapiteln veröffentlicht und dann schrittweise erweitert wurde, bis sie in der endgültigen Ausgabe von 1852 100 Kapitel umfasste. Hier abgebildet ist die „Karte der drei Länder Deutschland, Preußen und Österreich“. Sehr deutlich auf der linken Seite ist die preußische Provinz Sachsen (Saxunbu 撒遜部) zu sehen, in der Mitte viel kleiner das Königreich Sachsen. Leipzig erscheint als „Gemeinde Lixi 立悉邑“ links neben der Buchfalte im Zentrum der Karte.

05

Religionen in China



Kultivierung der inneren Natur (Ausschnitt)

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Kurzbeschreibung
Xingming guizhi 性命圭旨 [Prinzipien der ausgewogenen Kultivierung der inneren Natur und Lebenskraft], von einem Schüler des Vollkommenen Menschen Yin 尹真人, Vorwort 1670 [UBL: Sin 17-1/2000-3961:1/4]
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Religionen in China

von Philip Clart

Europäische Denker des 17. Jahrhunderts hatten China als von einem aufgeklärten Kaiser und einer rationalen, humanistischen, meritokratischen Bürokratie ohne religiöse Präferenz oder eine formelle Staatsreligion regiert gesehen. Dieses Verständnis drückte die Hoffnung dieser Denker auf eine neue Ordnung aus, die die religiösen Konflikte, die Westeuropa seit der Reformation geplagt hatten, beenden würde; die chinesischen Realitäten, die dieser Vision zugrunde lagen, wurden jedoch eher selektiv wahrgenommen. Ja, China beherbergte ein wesentlich größeres Maß an religiöser Vielfalt als Europa: Daoistische Tempel standen neben buddhistischen Klöstern, christliche Kirchen neben Moscheen, und es gab sogar kleine jüdische Gemeinden mit ihren Synagogen. Gleichzeitig war aber auch der Staat selbst eine sakrale Einheit, eine Ekklesia, mit dem Kaiser als Hohem Priester: Der Sohn des Himmels war für die Vermittlung der Beziehung zwischen der Menschheit und dem Kosmos verantwortlich, und er tat dies in einem hoch artikulierten und komplizierten Staatskult, der regelmäßige Opfer für Himmel, Erde, die Gottheiten der Berge, Flüsse und Meere, die kaiserlichen Vorfahren und die Weisen der Vergangenheit beinhaltete.



Kultivierung der Unsterblichkeit

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Daoyuan yiqi 道元一炁 [Vereinigtes Qi, Ursprung des Dao] & Baosheng miyao 保生秘要 [Essentielle Geheimnisse zur Bewahrung des Lebens], von Cao Heng 曹珩 (alias Cao Yuan- bai 曹元白, fl. Erste Hälfte des 17. Jh.s) [Huizhou?] 1636 [UBL: Sinica.401:1/5]

Kultivierung der Unsterblichkeit

Dies ist ein Kompendium der daoistischen Kultivierungs- und Gesundheitspraktiken in einer aufwendigen Ausgabe aus der späten Ming-Periode. Die Bilder zeigen die Verfeinerung von reinem Yin und reinem Yang aus gemischten Zuständen, symbolisiert durch Trigramme aus dem Buch der Wandlungen (kan ☵ und li ☲ werden durch Vertauschen ihrer Mittellinien zu qian ☰ und kun ☷).



Kultivierung der inneren Natur

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Xingming guizhi 性命圭旨 [Prinzipien der ausgewogenen Kultivierung der inneren Natur und Lebenskraft], von einem Schüler des Vollkommenen Menschen Yin 尹真人, Vorwort 1670 [UBL: Sin 17-1/2000-3961:1/4]

Kultivierung der inneren Natur

Das Xingming guizhi ist ein sehr einflussreicher Text, der die Praxis der daoistischen „inneren Alchemie“ (neidan 內丹) erläutert, d. h. die Manipulation von Körperenergien zur Erzeugung eines „unsterblichen Embryos“, der den Tod des Körpers überleben und die Unsterblichkeit seines Besitzers ermöglichen kann. Weder die Identität des „Vollkommenen Menschen Yin“ noch die seines Schülers, dem dieses Buch zugeschrieben wird, sind bekannt. Es wurde erstmals 1615 veröffentlicht.



Buddhistische Hagiographie

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Kurzbeschreibung
Shijia rulai yinghua shiji 釋迦如來應化事跡 [Die Transformationsgeschichten des Tathāgata Śākyamuni], finanziert und herausgegeben von Yongshan 永珊 (gest. 1797) ab 1787, beendet 1793, Peking 1808, Tafeln von Prinz Yu 豫親王 (Yufeng 裕豐, 1769-1833) [UBL: Sin 18/2000-3091:1/4]

Buddhistische Hagiographie

Eine aufwendig illustrierte Ausgabe über das Leben des Buddha, finanziert und produziert von Mitgliedern der kaiserlichen Familie, die sowohl den chinesischen als auch den tibetischen Buddhismus förderte. Hier wird die Episode der Bekehrung der Jäger durch den Buddha gezeigt, der sie dazu überredete, das Töten von Tieren als Lebensgrundlage aufzugeben. Dies ist ein früher und sehr gut erhaltener Druck dieses Werkes.



Ein Sutra mit Kommentaren

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Yuzhi jingang bore boluomi jing wushisan jia jizhu
御製金剛般若波羅蜜經五十三家集註 [Diamant-Sutra mit Kommentaren von 53 Meistern, zusammengestellt vom Kaiser], zusammengestellt von Zhu Di 朱棣 (1360-1424) im Jahr 1423, Vorwort von 1846 (1930 nachgedruckt) [UBL: Sin 18/2000-3938]
Abb. 18_sin_18_2000_3938_TG.png


Ein Sutra mit Kommentaren

Das Diamant-Sutra (Vajracchedikā Prajñāpāramitā Sūtra) ist eine der wichtigsten Schriften des chinesischen Mahāyāna-Buddhismus. Das älteste gedruckte Buch der Welt ist ein Diamant-­Sutra aus dem Jahr 868 n. Chr., das sich heute in der British Library befindet. Die hier gezeigte kommentierte Ausgabe war besonders beliebt, da sie ursprünglich vom dritten Kaiser der Ming-Dynastie, Zhu Di, kompiliert wurde, der von 1402 bis 1424 regierte. Der Text des Sutra (in großen Zeichen gedruckt) ist mit Kommentaren (in kleinen Zeichen) von 53 Meistern aus verschiedenen Perioden der chinesischen Geschichte durchsetzt. Die Namen der Kommentatoren sind in weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund abgedruckt.



Reiseführer zu einem heiligen Berg

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
Eshan zongtu 峨山總圖 [Umfassende Illustrationen des Berges Emei], von Tan Zhongyue 譚鐘嶽 (19. Jh.), Huang Junshou 黃君綬, spätes 19. Jh. [UBL: Sinica.492:1/2]

Reiseführer zu einem heiligen Berg

Dies ist ein illustrierter Reiseführer zum buddhistischen heiligen Berg Emei 峨嵋山 in der Provinz Sichuan. In zwei Bänden beschreibt er die Pilgerreise zum und über den Berg in Text und Bild. Gezeigt werden zwei Etappen der Reise: die Pilger, die am Kloster des Mittelgipfels (Zhongfengsi 中峯寺) ankommen und auf dem Gipfel das atmosphärische Phänomen namens „Buddhas Licht“ (foguang 佛) beobachten.



Reiseführer zu einem heiligen Berg

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Kurzbeschreibung
Eshan zongtu 峨山總圖 [Umfassende Illustrationen des Berges Emei], von Tan Zhongyue 譚鐘嶽 (19. Jh.), Huang Junshou 黃君綬, spätes 19. Jh. [UBL: Sinica.492:1/2]
Abb. 20b_sin_492_002_TG.png


Durchführung von Tempelopfern

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Kurzbeschreibung
Nangong miaoci sidian 南工廟祠祀典 [Opferstatuten von Tempeln und Heiligtümern unter der Jurisdiktion des südlichen Arbeitsministeriums], von Li Fenghan 李 奉翰 (gest. 1799), Nanjing 1779

Durchführung von Tempelopfern

Eine offizielle Publikation, die die ordnungsgemäßen rituellen Abläufe in Tempeln beschreibt, die von der Fluss- und Kanalverwaltung des unteren Jangtse-Gebiets betreut werden. Gezeigt wird hier die Anordnung von Opfergaben in einem Tempel für den Flussgott. Um das Problem zu vermeiden, dass großformatige Illustrationen  auf zwei einander gegenüberliegende Seiten verteilt oder auf einem gefalteten Druckbogen halbiert werden, wurden die Illustrationen hier auf Bögen gedruckt, die doppelt so groß sind wie das Buchformat, und dann so gebunden, dass sie zur ungehinderten Betrachtung aufgefaltet werden können.



Konfuzianische Hagiographie

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Kurzbeschreibung
Shengmiao sidian tukao 聖廟祀典圖考 [Illustrierte Untersuchung der Opferstatuten im Tempel des Weisen], zusammengestellt von Gu Yuan 顧沅 (1799-1851), illustriert von Sun Jiyao 孫繼堯, [Shanghai?] 1826
[UBL: Sin 11-2/2000-2923:1/6]

Konfuzianische Hagiographie

Enthalten ist auch eine Sammlung von 144 illustrierten Kurzbiographien bedeutender Konfuzianer, die im Konfuzius-Tempel von Suzhou verehrt wurden. Hier ist das Porträt von Zeng Shen, dem Hauptschüler des Konfuzius, abgebildet.

06

Praktische Künste



Materia Medica

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Kurzbeschreibung
Bencao gangmu 本草綱目 [Kompendium der Materia Medica], Li Shizhen 李時珍 (1518-1593),
Hangzhou 1826, [UBL: Sinica.53/2000-3046:1/8]

Praktische Künste

von Jörg H. Hüsemann

Schriften über die praktischen Künste haben in China eine lange Tradition und decken ein breites Themenspektrum  ab:  Almanache,  die  Informationen z. B. über rituelle Aktivitäten, Wettervorhersagen oder die besten Zeiten für das Pflanzen und Ernten enthalten, oder technische Schriften, die sich u. a. mit  Themen  wie Porzellanherstellung, Landwirtschaft, Seidenraupenzucht und Kräuterkunde befassen. Die hier vorgestellten Schriften unterscheiden sich sehr stark in Struktur und Stil, und während einige dieser Werke privat verfasst wurden, ließ der Hof andere auf kaiserlichen Befehl hin kompilieren. Die zum Teil reich illustrierten Schriften bieten der modernen Forschung interessante Einblicke in die Entwicklung des praktischen und technischen Wissens sowie in die sozialen Verhältnisse und das Alltagsleben im kaiserlichen China.



Almanache 1

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Kurzbeschreibung
Da Qing Guangxu ershiyi nian sui ci yiwei shixianshu 大清光緒二十一年歲次乙未時憲書 (1895) [Almanach für das 21. Jahr der Regierungsperiode Guangxu (Jahr yi- wei = 1895) der großen Qing], überarbeitet vom Kaiserlichen Direktorat für Astronomie, Peking 1895 [UBL: Bibl.Grube.810]

Almanache

Almanache gehörten zu den am häufigsten gedruckten Schriften des traditionellen China und fanden sich in vielen Haushalten. Als eine Art Kalender gaben sie grundlegende nützliche Hinweise zu den günstigen und ungünstigen Tagen für die Durchführung verschiedener Aktivitäten innerhalb eines Jahres. Das hier abgebildete Beispiel für das Jahr 1895 ist ein offizieller, von der Regierung herausgegebener Almanach.



Almanache 2

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Kurzbeschreibung
Wanquan yuxia ji 萬全玉匣記 [Allumfassende Aufzeichnungen in einer Jadeschatulle], Beijing 1859 [UBL: Sinica 604]
Abb. 32_sin_604_TG.png


Almanache

Dieses populäre Kompendium des Haushaltswissens enthält Informationen zur Wahl von glücklichen Tagen, aber auch Ratschläge zur Hundehaltung, zu den Festtagen der Gottheiten, zum Ohrlochstechen, Zeitpläne für Ahnenopfer und vieles mehr. Die Bilder zeigen die während der Östlichen Han (25—220 n. Chr.) aktiven Generäle Geng Yan 耿弇 (3—58 n. Chr.) und Kou Xun 寇恂 (1—36 n. Chr.), die hier mit zwei Sternbildern in Verbindung gebracht werden. Darüber hinaus werden Angaben zu glücksverheißenden und unheilbringenden Aktivitäten an den entsprechenden Tagen gemacht.



Seidenproduktion

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Kurzbeschreibung
Cansang cuibian 蠶桑萃編 [Sammlung zur Serikultur], zusammengestellt von Wei Jie 衞傑 (19. Jh.), Hangzhou 1900 [UBL: Sinica.51-1/2000-2963/1-14,15]

Seidenproduktion

Das Cansang cuibian ist das umfassendste Werk über die Seidenraupenzucht aus dem kaiserlichen China. Für diese Kompilation sammelte Wei Jie (19. Jahrhundert) exemplarische Beschreibungen aus verschiedenen früheren Schriften über die Praktiken der Seidenraupenzucht und Seidenproduktion und wob diese zu einer neuen Schrift zusammen. Das Cansang cuibian behandelt verschiedene Methoden der Bodenvorbereitung, des Pflanzens von Maulbeerbäumen und der Ernte von Maulbeerblättern, der Aufzucht von Seidenraupen, der Herstellung von Seidenfäden, sowie des Spinnens (wie hier dargestellt) und des Webens.



Landwirtschaft

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Kurzbeschreibung
Gengzhi tu 耕織圖 [Bilder vom Pflügen und Weben], Illustrationen in Anlehnung an Jiao Bingzhen 焦秉貞, Gedichte von Lou Shou 樓璹 (1090-1162), späte Qing-Dynastie [UBL: Sinica.467: 1/2]

Getreideanbau

Das Gengzhi tu ist eine berühmte Sammlung von Illustrationen und Gedichten über die Arbeitsschritte beim Getreideanbau (geng tu 耕圖 „Bilder vom Pflügen“) und die Aktivitäten der Frauen bei der Herstellung von Seide (zhi tu 織圖 „Bilder des Webens“). Während der Qing-Dynastie befahl Kaiser Kangxi 康熙 (reg. 1661—1722) Jiao Bingzhen 焦秉貞 (1689—1726), das Gengzhi tu zu überarbeiten und eine qualitativ hochwertige Ausgabe des Textes zu erstellen, um diese im Reich zu verbreiten. Die Abbildung zeigt das zweite Jäten.



Landwirtschaft

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Kurzbeschreibung
Gengzhi tu 耕織圖 [Bilder vom Pflügen und Weben], Illustrationen in Anlehnung an Jiao Bingzhen 焦秉貞, Gedichte von Lou Shou 樓璹 (1090-1162), späte Qing-Dynastie [UBL: Sinica.467: 1/2]

Landwirtschaft

Das Gedicht auf der rechten Seite lautet:

解衣日炙背,  Ziehst Du Dein Hemd aus, so wird die Sonne Dir den Rücken verbrennen
戴笠汗濡首.  Obwohl Du einen Bambushut trägst, rinnt Dir der Schweiß vom Kopf.
敢辭冒炎蒸,  Wie könntest Du Dich weigern, die Hitze und Feuchtigkeit zu ertragen,
但欲去莨莠.  wünschst Du doch das Unkraut zu entfernen.
壺漿與簞食,  Ein Gefäß mit Congee und ein Korb mit Reis,
亭午來餉婦.  Treffen des Mittags ein, serviert von den Frauen.
要兒知稼穡,  Wenn Du möchtest, dass die Kinder das Säen und Ernten verstehen,
豈曰事携幼.  wie könntest Du Ihnen [einzig] von diesen Angelegenheiten berichten, anstatt sie mitzubringen?!

07

Die Kunst des angemessenen Briefeschreibens



Nützliche Informationen für Kaufleute

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Kurzbeschreibung
Jianming chidu jujie chuji 簡明尺牘句解 [Ein einfacher Leitfaden zum Schreiben von Briefen, mit Zeilenanmerkungen], von Chuihua guanzhu 垂花館主, Shanghai 1905, [UBL: 01G-2012-2435:1/8]

Die Kunst des angemessenen Briefeschreibens

von Elisabeth Kaske

So genannte „Briefsteller“ waren in China und im frühneuzeitlichen Europa beliebte Bücher, die die Kunst des angemessenen Briefeschreibens lehrten. In einer Zeit, in der soziale Hierarchien komplizierte Anforderungen an das Schreiben von Briefen stellten, wie die Verwendung klassischer Stile und kunstvoller Ausdrücke, halfen sie einer wachsenden Zahl von Menschen aus weniger privilegierten Verhältnissen, an der literarischen Gesellschaft teilzuhaben. In China kam der größte Aufschwung dieser Literatur im 20. Jahrhundert, als ein moderner umgangssprachlicher Stil aufkam, die Alphabetisierung einen enormen Aufschwung nahm und sich die sozialen Beziehungen rasch veränderten. Im Anschluss an die 1918/19 einsetzende Bewegung für eine neue Kultur, die das Schreiben in der Umgangssprache  förderte, lehrten die neuen Briefsteller die Gebildeten, ihren  Stil gegenüber dem klassischen Stil, der zweitausend Jahre lang verwendet worden war, zurückzuschrauben. Sie definierten auch die sozialen Hierarchien neu gemäß den Veränderungen des politischen Systems. Noch im heutigen China erscheinen ähnliche Bücher unter der Kategorie „angewandter Stil“ (yingy­ongwen 應用文, im Gegensatz zum literarischen Stil). Während Briefanthologien berühmter Autoren seit Jahrhunderten gesammelt, veröffentlicht und studiert werden, sind chinesische Briefsteller in Bibliotheken selten.



Briefe und Umgangsformen

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Kurzbeschreibung
Chidu chuguang 尺牘初桄 [Umfassende Einführung in das Briefeschreiben], von Tu Qian 涂謙 (1827), überarbeitete und erweiterte Ausgabe von Zixu 子虛氏 [Jiang Sheng 蔣升 (1843-1915)], Shanghai 上海: Zhuyi Tang, Nachdruck der Taschenbuchausgabe 著易堂仿聚珍版, 1883 [UBL: Sinica.187]

Briefe und Umgangsformen

Diese umfassende Einführung in das Briefeschreiben erschien 1827 und liegt hier in einer Taschenbuchausgabe (1883) vor. Darin zeigt ein Beispiel, wie man sich ein Pferd von einem Nachbarn ausborgt. Offenbar sollte man einen Gefallen nicht persönlich erbitten, sondern stattdessen einen Boten mit einer schriftlichen Bitte vorbeischicken.

Ausleihen eines Pferdes: Ihr jüngerer Bruder [Name] ist zutiefst besorgt, Sie zu belästigen, doch zu gehen wäre beschwerlich, eine [von Menschen] getragene Sänfte zwar praktisch jedoch höchst langsam. Nur ein temperamentvolles Pferd aus Ihrem ehrenwerten Stall könnte tausend Meilen wie der Wind galoppieren. Deshalb möchte ich Sie inständig um Erlaubnis bitten, es zu reiten. Um Ihren jüngeren Bruder vor dem Laufen zu bewahren, werden Sie sicherlich bereit sein, das zu teilen, was Sie besitzen, um uns Heutige nicht vergeblich unsere Vorfahren im Altertum beneiden zu lassen.

Die Antwort ein paar Seiten weiter unten lautet:

Antworten Sie, dass Sie kein Pferd zur Verfügung haben: Auch wenn es im Altertum Brauch war, ein Pferd zum Reiten zu leihen, und heute gelegentlich noch vorkommt, so gibt es doch kein Pferd in [meinem] Stall, und ich habe nichts, um Ihrer Bitte zu entsprechen, auch wenn es zutiefst bedauerlich ist, Ihren Boten mit leeren Händen zurückkehren zu lassen



Umgangssprache und klassischer Stil

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Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Yan wen duizhao xin chidu 言文對照新尺牘 [Neue Briefe in umgangssprachlichem und klassischem Stil], von Chen Fang 陳方, Shanghai 上海: Guomin tushuju 國民 圖書局, 1930, [UBL: Sinica.82]

Umgangssprache und klassischer Stil

Bis 1930 hatte der umgangssprachliche Stil (baihua) die klassische Sprache (wenyan) im politischen Diskurs weitgehend ersetzt, doch beherrschte letztere nach wie vor die Briefkultur der Eliten. Spezielle Anleitungen überbrückten die Kluft.
Dieses Buch wurde vom National Publishing House in Shanghai herausgegeben. Das Buch zeigt, wie die Menschen in den 1930er Jahren die Struktur ihrer Gesellschaft wahrnahmen. Der Herausgeber bittet die Leser, sich mit einem der sozialen Kreise zu identifizieren, nämlich mit Kaufleuten und Studenten, Bauern und Arbeitern/Handwerkern, Frauen, Militär und Adel.
Die Seite im Bild links zeigt, dass sich der Bleisatzdruck von der Nachahmung des Holzblockdrucks emanzipierte und zur Verwendung von Papier und Einband im europäischen Stil und einem Layout mit unterschiedlichen Schriftgrößen und Interpunktionszeichen überging. Sie zeigt auch, dass der klassische Stil — in größerer Schrift gedruckt, gefolgt von dem umgangssprachlichen Text in kleiner Schrift — immer noch ein höheres Prestige genoss.

08

Chinesische Altertumskunde



Chinesische Numismatik

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Kurzbeschreibung
Xu quan hui 續泉滙 [Fortgesetzte Sammlung antiker Münzen], zusammengestellt von Bao Kang 鮑 康 (1810-1881) und Li Zuoxian 李佐賢 (1807- 1876), Huizhou 1875 [UBL: Sinica.78:1/4],

Ein illustrierter und kommentierter Katalog historischer Münzen, „fortgesetzt“ genannt, da der Beamte und Sammler Li Zuoxian bereits 1864 einen ersten Katalog herausgegeben hatte. Abgebildet sind hier sogenannte „Messermünzen“ des ersten Jahrtausends v. Chr.

Chinesische Altertumskunde

von Philip Clart

Ähnlich wie im frühneuzeitlichen Europa sammelten und studierten in China Gelehrte antike Dokumente und Inschriften. Diese Beschäftigung war weitgehend der gebildeten und wohlhabenden Elite vorbehalten; darin flossen ernsthafte wissenschaftliche Interessen, ästhetische Wertschätzung, die Freude am Sammeln von Kostbarkeiten sowie soziales Prestige zusammen. Die Sinica-Sammlung der Universitätsbibliothek Leipzig enthält eine Reihe von illustrierten und kommentierten Katalogen solcher Sammlungen, sowohl kaiserlicher als auch privater Provenienz. Die darin behandelten Sammlungsobjekte reichen von archaischen Bronzegefäßen (mit besonderem Schwerpunkt auf ihren Inschriften), über Bronzespiegel, Abriebe kalligraphischer Steininschriften bis hin zu beschrifteten Dachziegeln und Münzen. Diese Arbeiten zeigen die flexiblen Möglichkeiten des Holzblockdrucks, verschiedene Schriften und Bilder in das Seitenlayout zu integrieren.



Antiquitäten aus der kaiserlichen Sammlung

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Boruzhai chongxiu xuanhe bogu tulu 泊如齋重修宣 和博古圖錄 [Illustrierter beschreibender Katalog über Antiquitäten aus der kaiserlichen Sammlung in der Xuanhe-Halle, reproduziert vom Boru-Studio], zusammengestellt von Wang Fu 王黼 (1079-1126); reproduzierende Illustratoren Ding Nanyu 丁南羽 und Wu Zuogan 吳左干; Kalligraph Liu Jiran 劉季然, Huizhou 1588 [UBL: Sinica.21.1]

Antiquitäten aus der kaiserlichen Sammlung

Diese Neuauflage (1588) eines Bronzegefäße-Katalogs der Sammlung des Kaisers Huizong der Song-Dynastie (reg. 1100—1126) kombiniert verschiedene Text- und Bildformate, etwa Strichzeichnungen der Objekte (hier ein Bronzegefäß aus dem ersten Jahrtausend v. Chr.), Abriebe von Inschriften und deren Transkriptionen in moderne chinesische Schriftzeichen. Ein beschreibender Text gibt die Maße des Objekts an. Die Texte auf der rechten Seite beziehen sich auf das auf der Rückseite desselben Blattes abgebildete Objekt, nicht auf das auf der gegenüberliegenden Seite abgebildete Objekt. Dies ist eines der ältesten chinesischen Bücher in der Universitätsbibliothek Leipzig.



Eine kaiserliche Münzsammlung

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Qinding xiqing gujian qian lu 欽定西 清古鑑錢錄 [Kaiserlich autorisierter Katalog der Münzen in der Bronzesammlung der Halle der westlichen Reinheit], zusammengestellt von Liang Shizheng 梁詩正 (1697-1763), Peking, Vorwort 1751 [UBL: Sinica.569:4]
Abb. 7_sin_569-4_2_TG.png

Eine kaiserliche Münzsammlung

Dieser Katalog  der  historischen Münzen in der Sammlung des Qianlong-Kaisers der Qing-Dynastie (reg. 1735—1796) Ist eine Reproduktion vom Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie in Europa war die Numismatik in China eine Teildisziplin der paläographischen und historischen Forschung; daher wird den Inschriften und historischen Kontexten der Münzen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die gezeigten Münzen stammen aus der Liao- Dynastie (916—1125).





Bronzegefäße und ihre Inschriften

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Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
Jiguzhai zhongding yiqi kuanshi 積古齋鐘鼎彝 器款識 [Identifikationen von Bronzegefäßen im Studio der gesammelten Antike], zusammengestellt von Ruan Yuan 阮元 (1764-1849), Changshu 1883 [UBL: Sinica.675]

Bronzegefäße und ihre Inschriften

Das Werk ist eine Studie über Inschriften auf Bronzegefäßen aus der Sammlung des bedeutenden Beamten und Gelehrten Ruan Yuan, 1804 erstmals veröffentlicht. Veranschaulicht wird auf schöne Weise die Flexibilität des Holzschnitts bei der Integration von Faksimile-Versionen paläographischer Texte mit erläuternden Texten in modernen Schriftzeichen. Auf der rechten Seite ist die Reproduktion einer Inschrift  auf  einer  antiken  Bronzeschale (oben) mit ihrer Transkription in modernen chinesischen Schriftzeichen (unten) und erläuternden Kommentaren (links) abgebildet.



Dachziegel als historische Quellen

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Kurzbeschreibung
Qin-Han wadang wenzi 秦漢瓦當 文字 [Inschriften auf Dachziegeln der Qin- und Han-Periode], zusammengestellt von Cheng Dun 程敦 (fl.1787-1794), Xi'an 1794 [UBL: Sinica.676:1/3]

Dachziegel als historische Quellen

Ein Katalog mit 195 beschrifteten Dachziegeln aus dem 3. Jh. v. Chr. bis zum 2. Jh. n. Chr. kombiniert zwei Drucktechniken: Holzschnitt für den Text und Abriebe für die Bilder. Auf der rechten Seite ist der Abrieb eines Dachziegels aus der Han-Periode mit der glücksverheißenden Inschrift chang le wei yang 長樂未央 („Freude ohne Ende“) zu sehen, links begleitet von einem erläuternden Text.

09

Kaiserliche Urkunden



Kaiserliches Patent von 1761 (Ausschnitt)

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Kurzbeschreibung
[UBL: Ms.or.437]

Kaiserliche Urkunden

von Elisabeth Kaske

Obwohl die Qing-Dynastie (1644—1911) ein nicht-chinesisches Herrscherhaus besaß, erbte sie das System der Ränge und Ehrentitel von der Ming-Dynastie (1368—1644), in der außer der kaiserlichen Familie kein echter Adel existierte. Der Kaiser konnte den Untertanen Rangbezeichnungen in drei abgestuften Skalen verleihen: Zum einen waren da erbliche Ränge, die meist an Mandschus, gelegentlich aber auch an hohe chinesische Beamte (manchmal posthum), verliehen und an den Erstgeborenen vererbt wurden. Zweitens gab es zivile und militärische Beamtenränge (jeweils neun Ränge und achtzehn Klassen), die sowohl von Mandschus, als auch von chinesischen Beamten mit ihrem Amt bekleidet wurden. Drittens gab es Ehrentitel, die weitgehend der offiziellen Rangordnung entsprachen.
In einer Gesellschaft, die tief in Hierarchien verstrickt war, änderten Ehrentitel das Benehmen der Menschen, die Anrede und die Art der Fortbewegung (die Farbe der Sänfte, die Anzahl der Träger usw.). Die Universitätsbibliothek Leipzig verfügt über eine ungewöhnlich große Sammlung
kaiserlicher Patente, darunter fünf Patente für erbliche Militärränge, das früheste aus dem Jahr 1664, und 26 Patente für Ehrentitel, dessen ältestes Stück in das Jahr 1668 datiert.



Kaiserliches Patent von 1761 (Ausschnitt)

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
[UBL: Ms.or.437]

Kaiserliches Patent von 1761

Kaiserliches Patent von 1761 (Gesamtansicht im Slider), das die Verleihung des Ehrentitels Zhongxian Daifu 中憲大夫 (entspricht Beamtenrang 4a) an Baktan, einen Mandschu-Bannerleutnant vom Rang Xiaojixiao 驍騎校 (Rang 6a), mit einer Erhöhung um zwei Klassen bezeugt. Seine Frau mit dem chinesischen Familiennamen Zhao 趙 erhält den entsprechenden Titel Gongren 恭人. Der Titel wurde als Belohnung für Dienste an der Spitze militärischer Truppen verliehen, jedoch nicht im Krieg. Offiziere dieses Ranges leiteten oft Abteilungen der Pekinger Gendarmerie, aber die tatsächliche Dienststellung Baktans wird im Text nicht offenbart.

Die Schriftrolle ist ein gutes Beispiel für die Standardform. Sie besteht aus feiner Jacquard-Seide in vier Farben mit einem eingewebten Wolkenmuster, das auf Papier aufgezogen ist. Die Inschrift in Chinesisch (von rechts außen nach links bis in die Mitte) und Mandschu (von links außen nach rechts bis in die Mitte) wird von zwei eingewebten Doppeldrachen flankiert, zwischen denen der Satz „Patent auf Anordnung des Himmels“ in Chinesisch und Mandschurisch steht. Die vergoldeten Rollknöpfe sind gut erhalten, ebenso wie die äußere Hülle aus rotem und blauem Brokat, die die Schriftrolle im aufgerollten Zustand schützt.



Kaiserliches Patent von 1761

Aus der Sammlung von

Universitätsbibliothek Leipzig

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Kurzbeschreibung
[UBL: Ms.or.437]
Abb. 58_Ms_or_437_gesamt_TG_kleiner_2.png


Kaiserliches Patent von 1872 (Ausschnitt)

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Kurzbeschreibung
[UBL: Ms.or.407]

Kaiserliches Patent von 1872

Kaiserliches Patent von 1872 (Gesamtansicht im Slider) für Quanqing 全慶 (Yehenala Ciowanking, 1802—1882), einen hohen Mandschu-Beamten des Weißen Banners. Quanqing gehörte demselben Mandschu-Klan an wie die berühmte Kaiserinwitwe Cixi. Sein Vater und sein Großvater waren ebenfalls hohe Beamte gewesen, und Quanqing bestand 1829 die spezielle Palastprüfung für Mandschus. In den vierzig Jahren danach machte er eine so lange Karriere, dass die Schriftrolle eine Liste von 78 zuvor bekleideten Positionen enthält. Zur Zeit des Patents war Quanqing Minister im Strafministerium und Großsekretär am Hof. Das Patent für ihn selbst und seine Frau, geborene Tang 唐, verleiht die höchsten Ehrentitel Guanglu Daifu 光祿大夫 bzw. Yipin Furen 一品夫人.
Die Universitätsbibliothek Leipzig besitzt den ganzen Satz von drei Patenten, die für einen so erhabenen Rang üblich waren, zwei weitere für seine Eltern und Großeltern. Trotz der Tatsache, dass Quanqing sehr prominent war, ist die Schriftrolle aus grobem fünffarbigem Seidenstoff eher schlecht gearbeitet, weil das Jacquardmuster kaum erkennbar ist und der Drache auf der Mandschurisch-Seite fehlt. Der Knauf dieser Schriftrolle ist verloren gegangen; ein an der Begleitrolle befestigter Knauf ist sehr einfach und aus Horn gefertigt. Die Schriftrolle bezeugt so auch den Niedergang der Handwerkskunst während des 19. Jahrhunderts.



Kaiserliches Patent von 1872

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Kurzbeschreibung
[UBL: Ms.or.407]
Ms_or_407_gesamt_neu_freigestellt_kleiner.png


Patente für Erbränge 1799-1903 (Ausschnitt)

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
[UBL: Ms.or.426]

Patente für Erbränge 1799-1903

Kaiserliches Patent (Gesamtansicht im Slider) für einen erblichen militärischen Rang für die Familie von Song Ruchun. Song war ein chinesischer Zivilbeamter in der Provinz Hunan, der 1799 bei einem Aufstand von aufständischen Miao-Stammesangehörigen getötet wurde. Der militärische Rang wurde daraufhin seinem Sohn Song Fang verliehen. In der Folge wurde jede neue Generation, insgesamt fünf, in das Patent aufgenommen. Der erbliche Status hätte in der dritten Generation geendet, aber 1834 wurde der Rang dauerhaft festgelegt. Der Fall ist besonders interessant, weil die letzten beiden Generationen ihren chinesischen Familiennamen aufgaben und Mandschu-Namen annahmen. Der letzte Erbe war Chongfu, der seinen Rang 1903 erhielt, weniger als zehn Jahre vor dem Ende der Dynastie. Alle Ehrenurkunden sind zweisprachig in chinesischer und mandschurischer Sprache ausgeführt. In der Mitte trifft das Ende des chinesischen Textes (von rechts außen nach links) auf das Ende des mandschurischen Textes (von links außen nach rechts).



Patente für Erbränge 1799-1903

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
[UBL: Ms.or.426]
Abb. 60_Ms_or_426_gesamt_TG_kleiner3.png

Eine virtuelle Ausstellung von

Team

Clart, Philip - Religionen in China, Chinesische Altertumskunde

Fuchs, Thomas - Die Sinica der Universitätsbibliothek Leipzig

Hüsemann, Jörg H. - Hans Georg Conon von der Gabelentz (1840 – 1893), Praktische Künste

Kaske, Elisabeth - Die Vielsprachigkeit der Qing-Dynastie (1644 – 1911), Geographie, Die Kunst des   angemessenen Briefeschreiben, Kaiserliche Urkunden

Bei den Bildern und Texten der digitalen Ausstellung „China in Leipzig – Sinica der Universitätsbibliothek“ handelt es sich um Auszüge aus dem Katalog „Buchkultur aus China. Leipziger Spuren“ (Juni 2021, 114 Seiten), herausgegeben von Philip Clart, Elisabeth Kaske und Ulrich Johannes Schneider. Der Katalog ist auch auf Englisch erschienen als: „Book Culture from China – Traces in Leipzig”.

Erstellt mit :
DDB Studio
Ein Service von:
DDB Studio

Diese Ausstellung wurde am 16.09.2021 veröffentlicht.



Impressum

Die virtuelle Ausstellung China in Leipzig wird veröffentlicht von:

Universitätsbibliothek Leipzig



Universitätsbibliothek Leipzig
Bibliotheca Albertina
Beethovenstr. 6
04107 Leipzig


gesetzlich vertreten durch

Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider

Telefon: +49 341 97-30500
Fax: +49 341 97-30599
E-Mail:  direktion@ub.uni-leipzig.de

Inhaltlich verantwortlich:

Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, Charleen Schulze

Universitätsbibliothek Leipzig
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Beethovenstr. 6
04107 Leipzig

Kurator*innen:

Prof. Dr. Philip Clart, Prof. Dr. Elisabeth Kaske, Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider

 

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handelnd für das durch Verwaltungs- und Finanzabkommen zwischen Bund und Ländern errichtete Kompetenznetzwerk

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