Eine virtuelle Ausstellung von
"Die Ausstellung ist natürlich mit 40 Fotografinnen und 180 Jahren auch nur ein Anriss dessen, was wir an Fotogeschichte finden. Aber genau das soll sie sein, eine Einladung, daran weiterzuarbeiten."
Dr. Dorothee Linnemann, Kuratorin
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Grete Leistikow, Palmengarten-Gesellschaftshaus, Umbau, Fotografie, Frankfurt am Main, 1929
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Historisches Museum Frankfurt
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1929
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Erika Sulzer-Kleinemeier, Serie Gastarbeiter: Marktstand "Hakiki Türk Bakkali Türkische Lebensmittel" in der Frankfurter Kleinmarkthalle, 28.01.1969
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Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Erika Sulzer-Kleinemeier
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1969
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Annegret Soltau, transgenerativ - MutterVaterTochterSohn, 76, 2005, Fotovernähung, 66 x 91 cm
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Annegret Soltau / Galerie Anita Beckers, Frankfurt
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Rechteinformation
© Courtesy Annegret Soltau und Galeria Anita Beckers
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2005
Einführung
Seit Erfindung der Fotografie zieht Frankfurt Fotografinnen an. Sie haben den städtischen Raum als Ort sozialer, politischer und kultureller Bedeutung festgehalten und dabei aktiv zur fotografischen Szene der Stadt beigetragen.
Die Ausstellung Stadt der Fotografinnen zeigt mehr als eineinhalb Jahrhunderte Frankfurter Fotogeschichte: Angefangen bei den Fotopionierinnen, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts Stadtbürger*innen in ihren Ateliers porträtierten. In den 1920er Jahren erlebte Frankfurt einen kulturellen und gesellschaftlichen Wandel, der viele junge Fotografinnen beeinflusste. Dies nahm mit dem Nationalsozialismus ein jähes Ende, denn Verfolgung, Exil oder Leben in der Diktatur bedingten unterschiedliche fotografische Wege. In der Nachkriegszeit und mit der 1968er-Generation war die Stadt vom Bildjournalismus sowie Aufbrüchen in Architektur- und Theaterfotografie geprägt. Ab den 1980er Jahren schlugen Fotografinnen verstärkt vielfältige Wege in Angewandter Fotografie und Fotokunst ein und sind bis heute in der internationalen Ausstellungs- und Fotoszene vernetzt. Frankfurt hat sich zu einem Ort für Foto- und Medienkünstlerinnen entwickelt.
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Animation-background
Aus der Sammlung von
Historisches Museum Farnkfurt
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Fotografinnen sammeln
Die fotografische Sammlung des Historischen Museums umfasst rund 300.000 fotografische Werke von den frühen Anfängen der Fotogeschichte in Frankfurt bis heute. Wie viele davon Fotografinnen zuzuschreiben sind, ist unklar. Dabei verfolgt das Museum spätestens seit den 1980er Jahren eine feministische Sammlungspolitik und erwirbt schon früh gezielt Arbeiten von Fotografinnen. Die Ausstellung bringt ausgehend von dieser Haussammlung, ergänzt um zeitgenössische Perspektiven, nun rund 40 Fotografinnen aus Geschichte und Gegenwart in den Dialog.
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Ursula Edelmann, Frankfurt a.M., Saalhof, Wiederaufbau des Historischen Museums im Jahr 1956, Ansicht des Zollgebäudes und des eingerüsteten Rententurmes vom Fahrtor aus
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Historisches Museum Frnakfurt
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© Ursula Edelmann, VG Bild
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1956
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Fotoalbum mit dreizehn Portraitaufnahmen aus dem Atelier von Friedrich Carl und Julie Vogel und zwei Portraits unbekannnter Fotografen, Fotografie, Album, Frankfurt am Main, um 1847
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Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Foto: Horst Ziegenfusz
Fotografie ausstellen - eine Herausforderung
Über 180 Jahre Fotogeschichte, von der Frühzeit der Fotoateliers im Kaiserreich bis zu den Kunsthochschulen der unmittelbaren Gegenwart, sind auch Technikgeschichte. Die Fotografinnen arbeiteten unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und mit verschiedenen Materialien, Formaten und Techniken. Neben frühen Salzpapiere aus den 1840er Jahren, Kollodiumabzügen aus dem späten 19. Jahrhundert, Silbergelatineabzügen und Barytpapieren sind Collagen, Installationen und künstlerische Mixed Media-Arbeiten zu sehen.
Restaurator*innen stellen Fotografie-Ausstellungen vor besondere Herausforderungen: Die Objekte sind hochempfindlich gegenüber Licht und Schadstoffen, und wandern nach der Ausstellung meist für mehrere Jahre in die schützende Dunkelheit des Depots.
Fotografie ausstellen - eine Herausforderung
Verena Grande, Papierrestauratorin
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Katharina Culié, Porträt von zwei Mädchen, um 1890
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Historisches Museum Frankfurt
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Bild zu Audio: Katharina Culié, Porträt von zwei Mädchen, um 1890
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180 Jahre, 40 Fotografinnen, 450 Exponate
Größte Gemeinsamkeit der Fotografinnen ist die Stadt Frankfurt als künstlerisches, berufliches und lebensweltliches Schaffenszentrum. Hier entstehen bis heute vielfältige Ausbildungs-, Arbeits- und Wirkungsmöglichkeiten für sie; aber auch die Stadt als fotografisches Objekt verbindet ihre Werke. Die Wirkungsfelder der Fotografinnen und Fotokünstlerinnen decken alle Genres des fotografischen Mediums ab, vom Bildjournalismus über die Architektur-, Mode-, Porträt- und Theaterfotografie bis hin zu künstlerischen Fotokonzeptionen. In der Zusammenschau werden generationenspezifische sowie wiederkehrende Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Themen und Fotogenres sichtbar.
Schlaglicht: Ein Album reist um die Welt...
Objekte landen oft auf verworrenen Wegen in Sammlungen. Einige der frühesten Fotografien in der Ausstellung entstammen dem Album von Julie Vogel, die als eine der frühen Fotopionierinnen in den 1840er Jahren ein Fotoatelier in Frankfurt unterhielt. Restauratorin Verena Grande erzählt, wie es ins Historische Museum kam.
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Historisches Museum Farnkfurt
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Stadt im Bild
- Dorothee Linnemann
Die Fotografinnen haben sich nicht nur auf Architekturen als physische Strukturen fokussiert, sondern auch auf ihre symbolische Bedeutung und wie sie den städtischen Raum prägen. In ihren Fotos kommen Themen wie prekäre Lebensverhältnisse, Vielfalt und der Kampf um Stadt zum Ausdruck. Sie untersuchen damit auch, wer in der Stadt repräsentiert wird und wer nicht. Von den 1920er Jahren bis heute fasziniert der Wandel: von den Siedlungen und Gebäuden des "Neuen Frankfurt" hin zum Europaviertel, das von Verdrängung und spekulativer Stadtentwicklung zeugt. Sie stellen nicht nur diese Orte dar, sondern hinterfragen sie kritisch. Die Fotografinnen dokumentieren generationenübergreifend die Facetten einer sich stetig verändernden Stadt und regen dazu an, Frankfurt aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Dabei haben sie ihren fotografischen Stil immer weiterentwickelt, von konkreten Darstellungen hin zu abstrakten Formen der Postmoderne.
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Meike Fischer, Serie Abriss Frankfurt, Henninger Turm, 2016, Rohbau des neuen Henninger Turms, Blick über ehemaliges Parkgelände, Standort: Wendelsweg, 2016
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Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Meike Fischer
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2016
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Grete Leistikow, Palmengarten-Gesellschaftshaus, Umbau, Fotografie, Frankfurt am Main, 1929
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Historisches Museum Frankfurt
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Zeit
1929
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Emy Limpert, Modeamt der Stadt Frankfurt, Modell: Regenmantel, 1938
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Historisches Museum Frankfurt
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Zeit
1938
Begegnungen
Die Entstehung dieser Ausstellung war besonders, da sie durch das Zusammenspiel von Begegnungen mit Fotografinnen und Angehörigen sowie Archivrecherchen geprägt wurde. Der Einblick in die privaten Archive ermöglichte nicht nur die Erkundung weiterer Themen, sondern auch das Verstehen persönlicher Geschichten und Gedanken der Fotografinnen zu ihren Werken. Diese direkten und persönlichen Gespräche bereicherten die gesamte Ausstellungsarbeit. Sowohl die noch aktiven Künstlerinnen als auch die im Ruhestand öffneten ihre Archive und teilten Geschichten und Gedanken. Die Auswahl der Fotografien und Serien entstanden im Dialog, oft direkt im Atelier.
Schlaglicht: Gerda Jäger-Link
Rund 40 Fotografinnen zeigt die Ausstellung und gibt dabei Einblicke in deren individuelle künstlerische Ideen, Interessen und Perspektiven. In den Bildern spiegeln sich so auch die Biographien der Fotografinnen wider, die nicht immer geradlinig waren. Doch gerade diese verschlungenen Wege eröffneten den Fotografinnen auch neue Blickwinkel, die in ihre Arbeiten einflossen. Deutlich wird das im Beispiel von Gerda Jäger-Link, die ihre Berufung nicht nur in der Fotografie, sondern auch in der Soziologie fand, und in ihren Bildern beides vereinte. Ihrem Weg nachzuspüren, war eine herausfordernde, aber lohnenswerte Aufgabe: Im Gespräch mit Familie und Bekannten entfaltete sich aus nur wenigen Lebensdaten nach und nach eine ganze Biographie und Persönlichkeit.
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Gerda Jäger-Link, Aktionswoche des Frankfurter Frauenzentrums gegen den Paragraphen 218, Theateraktion auf dem Liebfrauenberg, 23.10.1975 - 26.10.1975
Gerda Jäger-Link, Aktionswoche des Frankfurter Frauenzentrums gegen den Paragraphen 218, Theateraktion auf dem Liebfrauenberg, 23.10.1975 - 26.10.1975
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Historisches Museum Frnakfurt
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© Historisches Museum Frankfurt / Foto: Gerda Jäger-Link
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1975
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Gerda Jäger, Frankfurter Kinderladen im Studentenhaus Jügelstraße, Porträt, Brustbild von einer Frau und zwei Kindern, 1972 - 1974
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Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt / Foto: Gerda Jäger
Verbindungen & Netzwerke
Die Wege der Fotografinnen kreuzen sich oft an gemeinsamen Studienorten und Institutionen sowie durch persönlichen und künstlerischen Austausch und kollegialen Wettbewerb. Die Ausstellung macht solche Verbindungen sichtbar, zum Beispiel durch Video-Interviews und Fotos im privaten und öffentlichen Raum, die die Fotografinnen voneinander machten, aber benennt diese nicht explizit. Darüber hinaus werden Verbindungen durch die Nutzung ähnlicher Techniken und thematischer Ansätze deutlich. Themen wie Urbanität, Identität, Protest oder Familiengeschichte werden generationenübergreifend in den Werken behandelt.
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Barbara Klemm, Porträt von Abisag Tüllmann an ihrem 60. Geburtstag, 1995
Aus der Sammlung von
Barbara Klemm
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© Barbara Klemm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1995
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Meike Fischer, Serie Abriss Frankfurt, Henninger Turm, 2016, Rohbau des neuen Henninger Turms, Blick über ehemaliges Parkgelände, Standort: Wendelsweg, 2016
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Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Meike Fischer
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2016
Schlaglicht: Gefängnisse
In 180 Jahren Fotografiegeschichte werden Weiterentwicklungen und Wandel deutlich, es zeigen sich aber auch Wiederholungen. Einige Themen oder bestimmte Bildmotive wurden im Lauf der Zeit immer wieder aufgegriffen, generationen- und genreübergreifend. Spannend ist dabei die Frage, welche unterschiedlichen Ansätze die Fotografinnen in ihrer künstlerischen Auseinandersetzung finden. So haben sich in der Ausstellung gleich drei Fotografinnen mit dem Gegenstand „Gefängnis“ beschäftigt. Ihre Annäherungen an das Thema sind höchst individuell – trotzdem erschließen sich für die Betrachter*innen Verbindungen zwischen den Bildserien.
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Fischer, Meike, 8 qm Tisch - Bett - Stuhl, Frauengefängnis Frankfurt-Preungesheim, Frankfurt am Main-Preungesheim, 2008, Fotografie
Aus der Sammlung von
Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Meike Fischer
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2008
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Gisa Hillesheimer, Serie "Gefängnis Hammelsgasse" 6, 1984
Aus der Sammlung von
Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Foto: Gisa Hillesheimer
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1984
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Aus der Sammlung von
Historisches Museum Farnkfurt
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Sensible Themen ausstellen
Eine besondere Herausforderung der Ausstellung bestand im Umgang mit sensiblen oder problematischen Bildinhalten. Aus dem Austausch der Kuratorinnen über die Fotografien, die beispielsweise diskriminierende Inhalte zeigen oder aus anderen Gründen Unwohlsein erzeugen könnten, entstand ein Workshop, in dem unter anderem über Bildauswahl, Nachbarschaften, und Triggerwarnungen diskutiert wurde. Das betraf im Besonderen den Bereich Exil und NS: Obwohl es sich dabei um eine Generation von Fotografinnen handelt, teilt sich diese in zwei Ausstellungsbereiche auf, um einerseits den wenig beachteten Exilfotografinnen mehr Sichtbarkeit einzuräumen, andererseits aber auch das Thema Nationalsozialismus kontextualisiert besprechen zu können.
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Emmerich Reeck, Hannah Reeck, Fahnenhissung auf dem Polizeipräsidium, 08.03.1933
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Historisches Museum Frankfurt
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Zeit
1933
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Schlaglicht: Ana Paula dos Santos/ Lilly Lulay
Viele Fotografien, die in der Ausstellung gezeigt werden, haben eine politische Komponente. Besonders deutlich wird das mit Blick auf Bildjournalistinnen wie Erika Sulzer-Kleinemeier oder Abisag Tüllmann, die in den 1960er und 1970er Jahren Proteste und Bewegungen dokumentierten. Aber auch in der Gegenwart arbeiten Fotografinnen mit politischen Inhalten und Botschaften und widmen sich, wie Meike Fischer und Ana Paula dos Santos insbesondere der politischen Auseinandersetzung der Stadt. Andere, wie Lilly Lulay, befassen sich mit politischen Themen im digitalen Raum.
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Ana Paula dos Santos, "Good Night White Pride"-Schild auf der Kundgebung auf der Hauptwache, Fotografie aus der Serie "Minds thirsty for justice" - Black Lives Matter-Proteste Frankfurt 2020, 2020
Aus der Sammlung von
Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Ana Paula dos Santos
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2020
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Ana Paula dos Santos, Kundgebung auf der Hauptwache, Fotografie aus der Serie "Minds thirsty for justice" - Black Lives Matter-Proteste Frankfurt 2020 - 12 Fotografien, 2020
Aus der Sammlung von
Historisches Museum Frankfurt
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© Historisches Museum Frankfurt, Ana Paula dos Santos
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2020
Fotografie vermitteln: Ein Blick in die Technik
„Ich interessiere mich sehr für Fotografie – ich habe aber selbst, um ehrlich zu sein, gar nicht so viel Ahnung davon. Und das ist das Schöne am Museum: Dass man sich so intensiv in Themen einarbeiten kann und selbst viel lernt, und das dann wiederum anderen vermittelt.“ - Angelina Schaefer
Neben der Kuration, die sich mit der Konzeption, der Recherche und der Objektpräsentation beschäftigt, spielt in einer Ausstellung die Vermittlung eine tragende Rolle. Während die Kurator*innen sich intensiv mit ihrem Material beschäftigen und zu Expert*innen werden, geht es den Vermittler*innen darum, komplexe Inhalte zu vereinfachen und zugänglich zu machen, damit sie für alle verständlich werden. Für die Ausstellung hat Kuratorin Angelina Schaefer eine Vermittlungsspur erarbeitet: Darin nimmt sie die Technik hinter der Fotokunst in den Fokus.
Eine Dunkelkammer im Ausstellungsraum
Unter dem Begriff Dunkelkammer kann sich fast jede*r etwas vorstellen: Man kennt die Dunkelkammer aus Büchern, aus Erzählungen älterer Verwandter oder aus den romantisierten Darstellungen in Filmen. Was in diesem Raum allerdings genau passiert, wenn ein Film entwickelt wird, wissen oft nur diejenigen, die selbst (analog) fotografieren. Die Ausstellung gibt daher auch einen Einblick in diesen Aspekt der Fototechnik und macht die Dunkelkammer durch einen Nachbau erleb- und erkundbar.
Schlaglicht: Ilse Bing
Von 1844 bis 2024 hat sich die Technik des Fotografierens tiefgreifend verändert: von Salzpapieren zu Smartphone-Bildschirmen, von riesigen Apparaten zum Gerät für die Hosentasche. Damit ist für viele Menschen die Fotografie aus dem Studio in den Alltag eingezogen. Doch auch für professionelle Fotografinnen und Fotokünstlerinnen hat sich einiges gewandelt. Wie revolutionär die neue Technik für den Arbeitsalltag der Fotografinnen tatsächlich war, können wir in der Ausstellung erahnen – manche Fragen bleiben aber trotzdem offen.
Informationen über die verwendeten Medien
Ilse Bing, Selbstporträt der Fotografin Ilse Bing mit Leica im Spiegel, 1931
Aus der Sammlung von
Estate of Ilse Bing
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Rechteinformation
© HMF / Estate of Ilse Bing
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Historisches Museum Farnkfurt
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Lernen Sie die 40 Fotografinnen selbst kennen!
Zur Ausstellung Stadt der Fotografinnen
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Laura Hollingshaus, Juliane Phieler, Noah Nätscher
Redaktion, Texte & Interviews:
Laura Hollingshaus, Juliane Phieler, Noah Nätscher
Kurator*innen der Ausstellung:
Katharina Böttger, Dorothee Linnemann, Ulrike May, Christina Ramsch, Bettina Schulte Strathaus
Vermittlung:
Angelina Schaefer
Restaurierung:
Verena Grande
Impressum
Historisches Museum Frankfurt
Saalhof 1, 60311 Frankfurt
Dr. Jan Gerchow
069-21235154
info [at] historisches-museum-frankfurt.de
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