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„Und hilf dem Nächsten in der Not“

Die Freiwillige Feuerwehr Aschaffenburg

Eine virtuelle Ausstellung von

Der Bestand

Anlässlich der Ende 2019 erfolgten Abgabe von Schriftgut und anderer archivwürdiger Unterlagen widmet das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg dem neuen Bestand Freiwillige Feuerwehr Aschaffenburg diese Ausstellung. Sie ist damit die dritte in der Ausstellungsreihe Schaufenster zur Stadtgeschichte. Bisher stellten die Schaufenster in einer Hand voll Vitrinen, sowie der dazugehöriger Wandfläche die Exponate im Original dar und wurden durch Digitalisate lediglich ergänzt. Die diesjährige Präsentation erfolgt erstmalig ausschließlich digital.

Seit Gründung der Feuerwehr im Jahre 1862 finden sich dank umsichtiger und sorgfältiger Aufbewahrung eine Fülle von Schriftgut zu Allgemeinen Verwaltungsangelegenheiten, Brand- und Katastrophenschutz, Personalwesen, Einsätzen, Rechnungswesen, Öffentlichkeitsarbeit und Feierlichkeiten, Vereinswesen sowie eine große Anzahl von Druckschriften. Eine Fotosammlung, aber auch audiovisuelle Medien bereichern den nunmehr über 150 Jahre alten Bestand, darunter der bislang älteste bekannte Film aus Aschaffenburg aus dem Jahre 1912.

Strukturänderungen, insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg, wie beispielsweise die Aufstockung mit neuem Personal und Feuerlöschgeräten, Änderungen im Bereich der Verwaltung und Organisation oder aber auch die Einweihung der neuen Feuerwache im Jahre 1978 werden anhand der Überlieferung umfangreich dokumentiert. Gleiches gilt für die Vielzahl von Übungen und Einsätzen unterschiedlichster Art bis in die jüngere Geschichte.

Der neue Bestand FFW wird seit Beginn der Übernahme im Stadt- und Stiftsarchiv soweit erforderlich gereinigt, archivgerecht verpackt, geordnet und in der Archivdatenbank verzeichnet, damit eine zukünftige Nutzung nach Abschluss der Verzeichnungsarbeiten gewährleistet ist.

In dieser Ausstellung präsentieren wir Ihnen in einem Zuge die zeitliche, mediale und historische Vielfalt dieses umfangreichen Bestandes.

Abzeichen

Aus unterschiedlichen Epochen sind sowohl offizielle Feuerwehrabzeichen als auch eigens für Festlichkeiten hergestellte Anstecker, Schleifen und Nadeln erhalten. Diese variieren in Material, Form und Farbe. Ferner sind weiße Armbinden im Bestand vorhanden, gefertigt aus Leinen und mit dem Stempel der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg kenntlich gemacht. In dem Film von 1912 trägt ein ranghöherer Feuerwehrmann eine solche Armbinde am linken Ärmel. Dieser ist kaum drei Sekunden lang während des Festzuges zu sehen. Aus anderer Überlieferung ist aber ebenso bekannt, dass solche Armbinden getragen wurden, um sich bei nächtlich verhängten Ausgangssperren auszuweisen.