Direkt zum Inhalt

Flussgeschichten

Schifffahrt und Wasserstraßen in Deutschland

Eine virtuelle Ausstellung von

Flussgeschichten

Mit mittlerweile 25.000 digitalisierten Bildern zur Historie der großen deutschen Flüsse und Ströme, die über das Medienarchiv der Bundesanstalt für Wasserbau frei zugänglich sind, erzählt das Bildarchiv die bewegte Geschichte der Wasserstraßen in Deutschland in den letzten 100 Jahren.
Die Bilder geben sowohl Zeugnis über historische Ereignisse als auch über das alltägliche Leben und Arbeiten an den Wasserstraßen. In seiner Gesamtschau zeigt das Bildmaterial eindrucksvoll, wie sich hier auch die Geschichte unseres Landes und seiner Menschen widerspiegelt. Die einzelnen Dienststellen der  Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) und ihre Vorgängerbehörden haben Entwicklung und Wandel der Bundeswasserstraßen über die Jahrzehnte in einer Vielzahl von Fotografien festgehalten und damit zu einem bedeutsamen Bilderschatz beigetragen. Im „Historischen Bildarchiv der Bundeswasserstraßen“ hat die BAW die einzelnen Bestände zusammengeführt und ihnen eine digitale Heimat gegeben.

1. Schiffe, Häfen, Flüsse und Kanäle

Die Auswahl der Bilder in diesem Kapitel beschränkt sich auf den Zeitraum, in dem der Ausbau der Wasserstraßen (Flüsse, Kanäle) systematisch vorangetrieben wurde – d. h. auf die letzten 150 Jahre, ausgehend von der Deutschen Reichsgründung nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.

2. Bauwerke

Wasserstraßen (Flüsse, Kanäle, Küstenbereich) erfordern eine Vielzahl von Bauwerken. Im folgenden Kapitel wird eine Auswahl solcher Bauten vorgestellt, die sich im Wesentlichen auf Bauwerke im Binnenland beschränkt, die direkt mit der Schifffahrt gekoppelt sind. Verwaltungsgebäude werden nicht aufgeführt. Die gezeigten Bauwerke sind im Allgemeinen dem sogenannten Tiefbau zuzuordnen, sie sind nicht besonders spektakulär im Sinne großer Architektur. Lediglich Talsperren, Schiffshebewerke und Brücken erreichen größere Höhen über dem Erdboden oder dem Wasserspiegel, ebenso können Dämme im Auftrag auf knapp über 30 Meter Höhe ansteigen. Kraftwerke sind von der Darstellung ausgenommen, da sich diese meist im Besitz von großen Stromerzeugern befinden.

3. Menschen und Geräte

Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen  100 Jahren drastisch geändert. Betrachtet man die folgenden Bilder aus heutiger Sicht, so ist es kaum vorstellbar, wie große Bauwerke in körperlicher Arbeit mit Schaufel und Hacke entstanden sind. Von der fehlenden Sicherheitsausrüstung wie Arbeitshelmen wollen wir gar nicht erst sprechen.

Das folgende Kapitel soll die Beziehung der Menschen zu ihrer Arbeit beim Ausbau der Wasserstraßen zeigen. Dabei spielen sowohl die notwendigen Gerätschaften bei verschiedenen Bauarten eine Rolle als auch das menschliche Miteinander während und nach der Arbeit.

4. Wasserstraße Neckar

Der 367 km lange Neckar ist durch Begradigungen, Kanalisierungen, Eindeichungen und andere Einflüsse heute eine schiffbare Wasserstraße. Er erstreckt sich auf 203 km Länge, beginnend in Plochingen und endend in Mannheim, als fünftgrößter Nebenfluss des Rheins. Schon im 16. Jahrhundert wurde versucht, den Neckar zwischen Heilbronn und Bad Cannstatt schiffbar zu machen. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts, auch unter Beratung durch Johann Gottfried Tulla, wurde ein Kanal gebaut, der den Wehrbereich mit vielen Mühlen umging. Außerdem wurde damals eine Kammerschleuse gebaut. Heute sind 27 Staustufen und ihre Anlagen für die Schiffbarkeit verantwortlich. Seit 1952 haben fast alle Schleusen eine zweite Kammer.

5. Wasserstraße Mittellandkanal

Der Mittellandkanal zweigt vom Dortmund-Ems-Kanal ab, der mit dem Rhein verbunden ist. Als längste künstliche Wasserstraße Deutschlands verbindet er die Stromgebiete des Rheins mit der Ems, der Weser und der Elbe. Gebaut wurde der Mittellandkanal von West nach Ost in drei Etappen zwischen den Jahren 1906 und 1938, gefolgt von Umbaumaßnahmen ab 1965.

6. Wasserstraße Donau

Die Donau wurde schon immer als Wasserweg genutzt. Eine durchgängige Schiffbarkeit konnte aber aus politischen Gründen lange nicht erreicht werden. Zwar schlossen 1857 die Regierungen von Württemberg, Bayern, Österreich und der Türkei einen Vertrag, in dem sie sich verpflichteten, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Donau zwischen Ulm und dem Schwarzen Meer frei von Schifffahrtsabgaben sein sollte, aber erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Realisierung einer internationalen Wasserstraße in Angriff genommen. Der deutsche Bereich zwischen Kelheim und der deutsch-österreichischen Grenze (ca. 185 km) wurde 1921 eine Reichswasserstraße.

Weiterführende Informationen und historische Schätze zu Küste und Wasserstraßen finden sich im Medienarchiv der BAW.