Forget it?!
Zukünfte und Geschichten der Wissensspeicherung
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Zukünfte und Geschichten der Wissensspeicherung
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Grafik: tecton GmbH
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Mnemokette der Vili
Küstenregion Loango, Republik Kongo, 2. Hälfte 19. Jh.
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DNB
Wissen speichern
Eine der größten menschlichen Errungenschaften ist die Speicherung von Wissen. Ohne sie wäre kultureller und technischer Fortschritt undenkbar. Die Mittel der Speicherung haben sich in den letzten Jahrtausenden stark verändert.
Wir wagen eine Zeitreise durch die Geschichte der Wissensspeicherung und blicken anhand ausgewählter Beispiele in ihre Zukunft: vom Hungerstein und Gedächtnisketten in früher Zeit bis hin zu existenziellen Fragen der Atomsemiotik, Bioarchiven, Asservatenkammern und Zeitkapseln und den ersten Versuchen, Wissen auf DNA oder Memristoren zu speichern.
01
Leben und Tod
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Historische Postkarten eines Hungersteines, Elbe (bei Bodenbach), nach 1911
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Senckenberg Naturhistorische Sammlungen, Dresden
Leben und Tod
Erinnerung ist für den Menschen überlebenswichtig. Immer und überall haben Menschen daher Wege gesucht, wie
man die Erinnerung an katastrophale Ereignisse über lange Zeit aufrechterhält. Die Botschaft muss verständlich und
der Erinnerungsträger beständig sowie imstande sein, das Wissen für Jahrhunderte zu speichern. Hungersteine in der Elbe erinnern bereits seit Jahrhunderten an vergangene Dürreperioden.
Aber wie stellt man die Erinnerung für die Zukunft her? Der Atommüll, den wir produzieren, wird länger strahlen als
jede Sprache, mit der man vor ihm warnen kann. Daher ist es erforderlich, von Generation zu Generation dafür zu sorgen,
dass die Lagerstätten von Atommüll auch in ferner Zukunft noch erinnert werden. Nur, wie stellt man das an?
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Der Hungerstein von Oberposta
Zeichnung: Sophie König, Halle
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Scan: DNB, Luzie Horn
Hungersteine
Erinnerung ist für den Menschen überlebenswichtig. Immer und überall haben Menschen daher Wege gesucht, wie man die Erinnerung an katastrophale Ereignisse über lange Zeit aufrecht erhält. Die Botschaft muss verständlich und der Erinnerungsträger beständig sowie imstande sein, das Wissen für Jahrhunderte zu speichern.
Das ist der Hungerstein von Pirna-Oberposta an der Elbe mit Markierungen vergangener Wasserstände seit 1700 bis heute. Hungersteine werden nur bei niedrigem Wasserstand sichtbar. Ihr Erscheinen warnt vor drohenden Dürreperioden mit Ernteausfällen, Handelseinbrüchen und Hungersnöten. Sie schreiben als hydrologische Denkmäler eine ganz eigene meteorologische Chronik.
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Historische Postkarten mit Abbildung des Hungersteins bei Tetschen in der Elbe, 19. Jahrhundert
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DNB
Postkarten
Historische Postkarten zeigen den Hungerstein von Podmokly/Bodenbach in Děčín/Tetschen und die Dresdner Elbe zur Zeit der großen Dürre von 1904. Neben verschiedenen Jahreszahlen ist die berühmte Inschrift „Wenn du mich siehst, dann weine“ lesbar.
Hungersteine heute
In Zeiten des Klimawandels und bei immer häufiger auftretenden Dürreperioden erregen die auftauchenden Hungersteine als natürliches Katastrophengedächtnis wieder die Aufmerksamkeit der Wissenschaft. Prof. Jan-Michael Lange und Martin Kaden von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden haben in den letzten Jahren sämtliche Hungersteine und Untiefen der Elbe kartographiert.
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Interaktive Karte der Hungersteine und Untiefen in der Elbe
Prof. Dr. Jan-Michael Lange und Martin Kaden, 2025, Dresden
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Screenshot: DNB, Luzie Horn
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Tonne für Atommüll
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Foto: Deutsche Nationalbibliothek / Linus Hartmann-Enke
Strahlende Zukunft
Der Atommüll, den wir produzieren, wird länger strahlen als jede Sprache, mit der man vor ihm warnen kann. Daher ist es erforderlich, von Generation zu Generation dafür zu sorgen, dass die Lagerstätten von Atommüll auch in ferner Zukunft noch erinnert werden.
Schon Anfang der 1990er Jahre stellt der Semiotiker Roland Posner in der Zeitschrift für Semiotik die Frage: Wie lassen sich Lager mit nuklearen Abfällen so kennzeichnen, dass die Warnung auch noch nach 10.000 Jahren verständlich bleibt?
Warnzeichen
Keine Sprache dieser Welt wird dann noch so existieren, wie wir sie kennen. Können Zeichen und Symbole die Menschen der Zukunft glaubhaft vor der Gefahr warnen, die von radioaktiv verstrahltem Müll ausgeht – selbst wenn der Müll in Vergessenheit geraten ist? Das Magazin „Katapult“ präsentiert gängige und verworfene Zeichen zur Kennzeichnung von Radioaktivität.
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Zeichen zur Kennzeichnung von Radioaktivität
Seite aus dem Katapult-Magazin
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Scan: DNB
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raycats.png
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Foto: DNB Luzie Horn, unter Verwendung eines Fotos von Name mit Bearbeitung von tecton
Raycats
Die Philosoph*innen Françoise Bastide und Paolo Fabbri stellen die Idee vor, genetisch veränderte Katzen zu züchten, die bei radioaktiver Strahlung grün zu leuchten beginnen. Damit Menschen die Bedeutung der „Raycats“ (Strahlenkatze) auch in einer Zukunft verstehen, soll mithilfe von Sprichworten, Songs, Märchen, Kleidung und weiteren popkulturellen Zeichen die Erinnerung an ihre Bedeutung durch die Generationen getragen werden. Mittlerweile findet man Raycats überall in der Popkultur.
Uncensored Library
Wie informiert man sich in Ländern, in denen staatliche Zensur unabhängige Medienarbeit unmöglich macht? In denen das Löschen und Vergessen zur staatlich diktierten Propaganda wird?
Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ hat in dem Computerspiel Minecraft eine Bibliothek erbaut: die „Uncensored Library“. Das virtuelle Gebäude kann überall online betreten werden – auch in Ländern, in denen die Meinungsfreiheit von staatlicher Zensur beschnitten wird. Artikel und Bücher von Journalist*innen, die unter Publikationsverbot stehen, werden dort online gespeichert.
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Fassade der Uncensored Library im Computerspiel Minecraft
Entwickelt von Berlin DDB, BlockWorks, MediaMonks, Reporter ohne Grenzen
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Screenshot: DNB
02
Arche Noah oder: Archive der Zukunft
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Weltweiter Saatgut-Tresor, Spitzbergen, Norwegen
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Foto: Michael Major für Crop Trust
Versprechen an die Zukunft
Archive sind mehr als bloße Speicher – sie sind Versprechen an die Zukunft. Manche entstehen absichtsvoll, als sorgfältig geplante Sammelstätten von Wissen. Andere bilden sich zufällig: Spuren, Reste, Ablagerungen, die erst später als Archiv erkannt werden. Ob bewusst geschaffen oder zufällig gewachsen – stets geht es um die Frage, was bleibt.
Die Archive der Zukunft sind dabei keine starren Tresore, sondern wandelbare Arche Noahs: Sie bewahren, ordnen neu, übersetzen und öffnen Zugänge. Sie verbinden Fragmente der Vergangenheit mit Projektionen des Kommenden und halten die Möglichkeit offen, dass Menschen in anderen Jahrhunderten unsere Stimmen, Bilder und Gedanken noch einmal aufgreifen können.
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Lagerraum im Barbarastollen, gefüllt mit Einlagerungsbehältern, 2018
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Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Barbarastollen
Der Barbarastollen, ein stillgelegter Erzförderstollen im Schwarzwald, ist seit 1975 der zentrale Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland zur Lagerung von fotografisch archivierten Dokumenten mit hoher national- oder kulturhistorischer Bedeutung. Die Dokumente lagern in Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf 35-Millimeter-Polyester-Dünnfilm und seit 2010 auch auf Farbfilm. Der Stollen, der nach der Schutzpatronin der Bergleute benannt wurde, ist das größte Archiv zur Langzeitarchivierung in Europa.
Einzigartig
Das Archiv unterliegt seit 1978 als einziges Objekt in Deutschland den Regeln der Haager Konvention (1954) zum Schutz von Kulturgut. Dieser Sonderstatus wird durch das blau-weiße Zeichen am Stolleneingang ersichtlich.
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Zeichen der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut
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DNB, Luzie Horn
Die Deutsche Nationalbibliothek
Als Gedächtnis der Nation sammelt und archiviert die Deutsche Nationalbibliothek alle Medienwerke in Schrift, Bild und Ton, die seit 1913 in und über Deutschland oder in deutscher Sprache veröffentlicht wurden. Die Archivbibliothek sammelt ohne Wertung und lückenlos und bewahrt in Leipzig und Frankfurt am Main aktuell einen Gesamtbestand von ca. 55 Millionen Werken.
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Deutsche Nationalbibliothek, ehem. Deutsche Bücherei, 1916
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Foto: Kirstein & Co.
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Statistik über die Neuzugänge in den letzten 33 Jahren
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DNB
Und immer mehr
Am Standort Leipzig ist derzeit der fünfte Erweiterungsbau in Planung, der mit einer Speicherfläche von rund 17.200 qm Raum für 35,5 Millionen Medienwerke bieten und voraussichtlich 2030 fertig gestellt wird. Unter Einsatz von Robotiktechnologie wird die Magazinierung der Medien weitgehend automatisch gesteuert.
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Visualisierung des 5. Erweiterungsbaus der DNB Leipzig, 2024
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CODE UNIQUE Architekten GmbH
Bioarchiv: Pflanzensamen
Das Svalbard Global Seed Vault ist ein Saatgut-Tresor auf Spitzbergen (Norwegen) und ein Projekt des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt. Es sichert die nachhaltige und langzeitige Einlagerung von Saatgut zum Erhalt von Nutzpflanzen aus aller Welt. Dieser Speicher soll die Ernährung der Weltbevölkerung – und damit deren Zukunft – im Falle von Katastrophen absichern können.
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Saatgut
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DNB, Luzie Horn
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Kühlschränke mit Gläsern in der Sauerteigbibliothek
St. Vith, 2025
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Screenshot: DNB
Bioarchiv: Sauerteig
Sauerteig? Nicht nur zum Brotbacken: In der Sauerteigbibliothek in Sankt Vith (Belgien) werden Sauerteige aus aller Welt aufbewahrt und am Leben erhalten. Jeder Sauerteig ist mit seiner bakteriellen Zusammensetzung einzigartig. Die Komponenten sind so vielfältig wie verrückt. Sei es ein aus Kuhdung gezogener Teig oder der des letzten japanischen Samurai auf Reisbasis. Damit die Sauerteige nicht absterben, müssen sie regelmäßig mit Wasser und Mehl „gefüttert“ werden. Ein mühsames Unterfangen, das im Zeitalter der Hefe-Massen-Backindustrie das traditionelle Erbe des Sauerteigs bewahrt.
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Bücher über Bäume aus deren Bestandteilen
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Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, Kurfürstliche Sammlung
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DNB, Luzie Horn
Bioarchiv: Bäume
Waldsterben, Ozonloch, Klimawandel. Die Menschheit steht vor der großen Herausforderung, dass ihr Handeln nachhaltigen Einfluss auf die globale Umwelt hat. Flora und Fauna werden in 10.000 Jahren aus heutiger Sicht schwer wiederzuerkennen sein. Die im 18. Jahrhundert aufkommenden Xylotheken (altgriech. Holz und Aufbewahrungsort) dienen zunächst als Sammlungsobjekte, dann jedoch mit den aufkommenden Wissenschaftsdisziplinen als Speicherorte von Wissen über verschiedene Baumarten. Die Bücher bestehen aus dem Holz eines jeweiligen Baumes und beinhalten weitere Bestandteile, wie etwa Blätter oder Früchte. Der Buchrücken ist mit der Rinde des Baumes beklebt und beschriftet.
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Golden Voyager Record
Reproduktion
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Foto: Michael Setzpfandt
Golden Voyager Record
1977 starten die Raumsonden „Voyager 1“ und „Voyager 2“. Mit an Bord ist jeweils ein Exemplar der Golden Voyager Record, die Grüße in 55 Sprachen und 90 Minuten ausgewählter Musik enthält. Die Auswahl reicht von traditionellen Gesängen über Beethovens 5. Sinfonie bis zu Chuck Berry und Babygeschrei. Sofern die Raumsonden nicht in ein Schwarzes Loch fallen oder von anderen kosmischen Objekten zerstört werden, sind diese Records in 500 Millionen Jahren die vielleicht letzten Beweise, dass es uns gegeben hat.
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Future Library, Silent Room, Deichmanske Bibliotek, Oslo
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Katie Paterson
Future Library
Ein selbst verfasstes Haiku bringt die schottische Künstlerin Katie Paterson auf die Idee einer „Future Library“. 2014 lässt sie einen Wald pflanzen, der 100 Jahre wachsen wird. Aus seinem Holz werden dann Bücher gedruckt, die im Laufe dieser hundert Jahre geschrieben werden. Jahr für Jahr entstehen nun Manuskripte, die nicht veröffentlicht, sondern im Rahmen einer feierlichen Zeremonie übergeben und anschließend in einer speziellen Bibliothek in Oslo verwahrt werden.
Diese einfache Idee führt zu existenziellen Fragen: Was will man der Nachwelt mitteilen, woran erinnern? Wie wird die Welt in 100 Jahren beschaffen sein? Liest die Gesellschaft noch? Jedes Buch ist eine Zeitkapsel mit dem Auftrag, der Zukunft etwas über eine vergangene Gegenwart mitzuteilen – Baumring für Baumring.
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Karte des Waldes der Future Library
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Future Library
Eine Jahrhundertaufgabe
Über den Inhalt ihrer Bücher müssen die Autor*innen Stillschweigen bewahren, mit Ausnahme einer einzigen Person, der sie ihren Text zeigen dürfen. Die Autorin Judith Schalansky ist 2022 herausgefordert, ein Manuskript abzugeben, und beschreibt ihre Auseinandersetzung mit der Jahrhundertaufgabe.
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Judith Schalanskys Auseinandersetzung mit ihrem Schreibauftrag für die Future Library
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DNB, Luzie Horn
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Zeitkapsel des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Zeitkapseln
Zeitkapseln sind Erinnerungsspeicher. Sie können privat und öffentlich angelegt werden und werden erst in naher oder ferner Zukunft geöffnet. Sie enthalten Botschaften an die Menschen der Zukunft.
Die alte Sehnsucht des Menschen danach, sich zu verewigen, führt bis in den Weltraum. Diese Zeitkapsel ist mit Alexander Gerst bis zur ISS und wieder zurück zur Erde gereist und wird bis zu ihrer Öffnung am 6. Juni 2068 für 50 Jahre verschlossen bleiben. Entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit modernster Technologie birgt sie kleine symbolische Objekte sowie Alltagsbilder unserer Gegenwart, gespeichert auf einer besonders langlebigen M-Disc.
Thomas Mann
Gern werden einflussreiche Stimmen um eine Einschätzung der Gegenwart gebeten, über die sie ihre Nachfahren informieren. Auch von Thomas Mann gibt es eine Botschaft an die Zukunft. Diese ist ernüchternd. Wir schreiben das Jahr 1938.
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Beitrag von Thomas Mann für eine Zeitkapsel in Jale, USA, 1938
Handschrift
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Digitalisat: Deutsches Literaturarchiv Leipzig
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Beitrag von Thomas Mann für eine Zeitkapsel in Jale, USA, 1938
Transkription
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Digitalisat: Deutsches Literaturarchiv Leipzig
03
Gene, Speicher, Mensch-Maschine
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Johnny Mnemonic
Grafik
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?
Alles nur Science Fiction?
Speicher sind nicht nur technische Medien oder biologische Grundlagen – sie entstehen im Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Gene lassen sich als Code lesen, DNA wird zum Datenträger und Materialien wie Memristoren vereinen Rechen- und Gedächtnisprozesse. Daraus wächst eine neue Gedächtnislandschaft, in der Leben und Technik ineinandergreifen.
Das Konzept der Mensch-Maschine wird zu Beginn des 19. Jahrhunderts erstmals greifbar und ist seitdem fester Bestandteil von Science Fiction. Zugleich stellen die neuen Speicher- und Lebensformen uns vor drängende Fragen: Wem gehören diese Speicher? Welche Spuren wollen wir festhalten und wie schützen wir sie vor Manipulation oder Vergessen?
Mensch-Maschine in Literatur und Film
E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ (1816) und Mary Shelleys „Frankenstein“ (1818) sind frühe literarische Reflexionen über das Verhältnis von Mensch und Maschine. Sie erzählen von der Faszination und Angst, durch Wissenschaft und Technik Leben zu gestalten – und davon, wie schnell der Traum zur Bedrohung werden kann.
Ob mechanische Puppe oder durch Elektrizität zum Leben erweckter Körper: Beide Werke stellen die ewige Frage nach der Grenze zwischen Mensch und Geschöpf. Sie verhandeln Themen, die bis heute aktuell sind – von der Erschaffung künstlichen Lebens bis zur Verantwortung des Menschen gegenüber seinen eigenen Schöpfungen.
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Frankenstein und sein Monster
Frontispiz der Ausgabe von 1831
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Wikimedia Commons
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Metropolis
1915 erschien der Roman „Metropolis“ von Thea von Harbou. Die Geschichte spielt in einer futuristischen Großstadt, in der eine reiche Oberschicht in luxuriösen Türmen lebt, während Arbeiter in unterirdischen Fabriken schuften. Der Roman behandelt Themen wie Klassenkonflikt, Technikgläubigkeit die Suche nach einem Mittler zwischen „Hirn“ (Oberschicht) und „Händen“ (Arbeiter), der „das Herz“ sein muss.
In seiner Verfilmung von 1927 zeichnet Fritz Lang eine Stadt, in der die Menschen der Unterschicht den Maschinen dienen. Die berühmte Protagonistin „Maria“ wird zur Chiffre für eine Gesellschaft, in der die Grenzen zwischen Organismus und Mechanismus verschwimmen. „Metropolis“ fragt bis heute: Ist der Mensch das Maß der Technik – oder die Technik das Maß des Menschen?
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Filmplakat „Metropolis“
Boris Konstantinovitch Bilinsky, Paris, 1927
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Johnny Mnemonic
Die ikonische Szene, in der Johnny Mnemonic im gleichnamigen Film von 1995 versucht, illegale Datenmengen in seinem neuralen Speicher zu transportieren, markiert einen Wendepunkt des cyber punkigen Science-Fiction-Kinos: Der Mensch wird zum Datenträger, die Maschine zum Maßstab.
In einer Zeit, in der digitale Technologie zunehmend in unsere Körper und Entscheidungen eindringt, ist „Johnny Mnemonic“ mehr als ein dystopischer Thriller. Das Bild symbolisiert das Paradox unserer Gegenwart: einerseits die Sehnsucht nach Erweiterung, Optimierung und Unsterblichkeit durch Technologie – andererseits der drohende Kontrollverlust, die Überlastung durch Information. Der Mensch als Maschine, die Maschine als Verlängerung des Menschen – ein Kreislauf, in dem Identität zur Datei wird und das Vergessen keine biologische Funktion mehr, sondern ein Systemfehler ist.
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Johnny Mnemonic
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Nikita Abakumov
Ghost in the Shell
In „Ghost in the Shell“ (Original: 1995) verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine endgültig. Hier sind Gehirne vernetzte Prozessoren, Erinnerungen programmierte Daten und Identität eine Variable im System. Wie bei „Johnny Mnemonic“ werden Körper und Geist zur Schnittstelle, zur Ressource in einer durch und durch digitalisierten Welt. Doch der Film geht einen Schritt weiter: Ist das „Ghost“ – der letzte Rest von Menschlichkeit – überhaupt zu isolieren, zu bewahren? Oder löst es sich im endlosen Datenstrom auf?
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Buchcover von Ghost in the Shell, Teil 1 bis 5
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Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek
Memristoren
Der Memristor (Kofferwort aus „memory resistor“) ist das jüngste Mitglied der passiven elektrischen Grundbau steine neben Widerstand, Kondensator und Spule. Seine Besonderheit: Er merkt sich, wie stark und in welche Richtung Strom durch ihn geflossen ist, und passt seinen Widerstandswert dauerhaft daran an. Schaltet man die Versorgung aus, bleibt dieser Zustand gespeichert – ganz ohne zusätzliche Energie.
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Beispiele für memristive Speicherzellen
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Foto: Deutsche Nationalbibliothek / Christine Hartmann
Ungeahnte Speicherkapazität
In der Zukunft versprechen Memristoren revolutionäre Speicherkonzepte: ultradichte
nichtflüchtige Speicher, In-Memory-Computing für extrem schnelle Datenverarbeitung und energieeffiziente neuronale Netzwerke, die unserem Gehirn in Architektur und Funktion immer näherkommen. Wo klassische Chips an Grenzen stoßen, eröffnet der Memristor neue Dimensionen eines technischen Gedächtnisses.
DNA
DNA speichert Informationen als Code aus den vier Basen Adenin, Cytosin, Thymin und Guanin. Bei dem Projekt „DNA of Democracy“ wurde das deutsche Grundgesetz als Binärcode gespeichert und dieser in die DNA-Codierung übersetzt. Im biotechnologischen Labor wurde aus dem Code eine echte DNA-Sequenz gebaut, vermehrt und in Glas mikroverkapselt.
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DNA-Strang
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Foto: Jian Fan (iStock-Foto)
Grundgesetz-Tinte
Dieses Verfahren ermöglichte es, in Partnerschaft mit Graf von Faber-Castell eine schreibfähige Tinte zu erschaffen, in der das Grundgesetz als DNA theoretisch Millionen Jahre überdauert. Jeder Tropfen dieser Tinte überträgt unzählige Kopien des Grundgesetzes auf die jeweilige Schreibunterlage und ist somit die erste Tinte, die neben Pigmenten auch demokratische Daten in sich trägt.
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Tintenfass mit Grundgesetz-Tinte
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DNB, Luzie Horn
Festschrift für Demokratie
Das Projekt lädt Menschen aus Politik und Kultur dazu ein, sich mit der Tinte in einer Festschrift für die Demokratie zu verewigen und so ein starkes Zeichen für die Verfassung zu setzen. Margot Friedländer ist eine der ersten Beiträgerinnen.
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Eintrag in die Festschrift für Demokratie von Margot Friedländer
Ein Projekt von DNA of Democracy
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DNB, Luzie Horn
04
Identität: Erinnern und Vergessen
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Alles erinnern - Chaos im Kopf
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Foto: Sarah Loetscher (pixabay)
Persönliche Dimensionen des Erinnerns
Oft wird Erinnerung zur öffentlichen Angelegenheit. Dabei betrifft die Wechselbeziehung zwischen Erinnern und Vergessen den Kern unserer persönlichen Identität. Wer nichts mehr vergessen oder sich an nichts mehr erinnern kann, erfährt schmerzhaft, wie elementar diese Fähigkeiten für das eigene Selbst sind. Und auch das Erinnern und Vergessen der anderen an die eigene Person beschäftigt den Menschen seit jeher. Dem Wunsch, in der Erinnerung ewig zu leben, begegnen gegenwärtig ungeahnte technische Möglichkeiten, die unsere ethischen Grenzen vor neue Herausforderungen stellen.
Alles vergessen
Die retrograde Amnesie ist eine Form des Gedächtnisverlusts. Ob durch einen Unfall oder einen medizinischen Eingriff verursacht: Menschen mit retrograder Amnesie erinnern sich an nichts mehr, das vor ihrem Trauma passiert ist. Sie verlieren sich und ihre gesamte Umwelt und stehen vor der riesigen Herausforderung, eine neue Identität zu entwickeln. Sie müssen wieder lernen, zu gehen, zu schreiben und zu rechnen, ihre Eltern und Geschwister zu erkennen, mit Ängsten umzugehen und den Weg zurück ins Leben zu finden.
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damur_vergessen.jpg
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Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek
Alles erinnern
Während das Phänomen der Vergesslichkeit als Symptom von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson im Diskurs unserer alternden Gesellschaft sehr präsent ist, ist das sogenannte hyperthymestische Syndrom (HSAM) fast unbekannt. Die Patient*innen können sich an fast jeden Tag, jede Stunde, jede Minute ihres Lebens erinnern. Diese besondere Leistung des Gehirns erzeugt einen enormen Leidensdruck – bis hin zur Unfähigkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
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Buch von Jill Price mit Bart Davis: Die Frau, die nichts vergessen kann
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Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek
Aschediamanten
Die Erinnerung an Verstorbene ist traditionell an Orte gebunden. Friedhöfe sind Wallfahrtsorte des Trauerns und Gedenkens. Daneben existiert (außerhalb Deutschlands) die Urne als mobiles Ornament.
Seit einiger Zeit wird das Konzept der mobilen Urne weitergedacht, als sogenannter Aschediamant: Ein Teil der kremierten Überreste wird in Form eines Diamanten gepresst und als Schmuckstück den Hinterbliebenen übergeben und die Erinnerungskultur in den Alltag integriert. Kritiker dieser Praxis argumentieren mit der Unteilbarkeit menschlicher Überreste gegen diese Art der Kommerzialisierung.
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Schatulle mit Aschediamanten
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Bestattungsinstitut Dunker, Leipzig
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DNB, Luzie Horn
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Digital Afterlife Industry (Ausstellungsansicht)
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Foto: Deutsche Nationalbibliothek / Christine Hartmann
Digital Afterlife Industry
Verstorbene als digitale Avatare auferstehen zu lassen – darin sehen immer mehr Unternehmen weltweit ein Geschäftsmodell: Die sogenannte Digital Afterlife Industry verspricht den Hinterbliebenen, mithilfe von Avataren oder Chatbots mit Toten sprechen und interagieren zu können. Basis des Geschäftsmodells sind Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Ihre Voraussetzung: eine hinreichend große Datenmenge über die verstorbene Person. Diese Form der Trauerbewältigung wirft ethische Fragen auf, die an den Kern des Menschseins rühren.
05
Weltwissen in Gefahr
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Bedrohungen für die Menschheit: Atombombe (Ansicht aus der Ausstellung "Forget it?!")
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Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek
Weltwissen in Gefahr
Lauerten die größten Gefahren für die Speicherung des Weltwissens in der Vergangenheit in Kriegen, Umweltkatastrophen,
Unfällen oder technischen Pannen, so zeichnet sich derzeit ab, dass Autokratien zu deren Feinden Nummer 1 werden könnten. Ob durch die Löschung von Datenbanken, die flächendeckende Streichung von Geldern für bestimmte Wissenschafts-
zweige oder die Entlassung von Wissenschaftler*innen: Die US-amerikanische Regierung beispielsweis hat in den vergangenen Monaten unter Donald Trump unumkehrbare Schritte getan, Themen wie Klimawandel, Geschlechtergerechtigkeit,
Gesundheitsversorgung, die Rechte der LGBTQ („Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Queer“) etc. aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Mit verheerenden Folgen.
Library of Congress
Dr. Carla Hayden, erste Frau und erste Afroamerikanerin als Präsidentin der Library of Congress (US-amerikanische Nationalbibliothek), wird im Mai 2025 von Präsident Donald Trump per E-Mail entlassen. Offiziell begründet das Weiße Haus die Absetzung mit ihrem Engagement für Diversity, Equity und Inclusion (DEI) und der Aufnahme „unangemessener Bücher“ in die Bibliothek. Die Entscheidung wird als politisch motivierter Eingriff in eine unabhängige Institution gewertet und löst international breite Empörung in Politik und Kultur aus. Ohne Wirkung.
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Kündigungsmail an Carla Hayden, 5. Mai 2025
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Wenn Inhalte im Internet nicht mehr verfügbar sind: Error 404
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Foto: Deutsche Nationalbibliothek / Stephan Jockel
Das Löschen von Wissen
Einige Beispiele von Datenbanken und Webseiten, die die US-amerikanische Administration in den vergangenen Monaten hat löschen lassen, geben einen Vorgeschmack auf die Gefahr, die von Autokratien für das Weltwissen ausgehen. Es verschwinden auf den Webseiten von Umweltbehörden Hinweise auf den menschengemachten Klimawandel. Daten zu Treibhausgasen, Meeresspiegelanstieg und Klimapolitik werden entfernt oder umgeschrieben. Dasselbe gilt bei den Themen Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheitsversorgung und den Rechten der LGBTQ. Die offizielle Sprachregelung lautet „Aktualisierung“ oder „Neuausrichtung“ der Informationspolitik. Kritiker*innen sprechen von gezielter Zensur, die wissenschaftliche Transparenz und öffentliche Aufklärung schwäche.
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Skelett
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DNB, Luzie Horn
Error 404
Das Skelett ist seit Entstehung der Wissenschaften ein Symbol für die Erforschung des menschlichen Lebens. Fehlen Knochen im Skelett, ist augenscheinlich, dass die wissenschaftliche Datenbasis nicht vollständig ist.
Die Wissensbasis aktueller Forschungsspraktiken besteht vor allem in Datenbanken, bei denen Fehlstellen, Veränderungen, Manipulationen oder Löschungen nicht ohne Weiteres rekonstruiert werden können. Was bedeutet dieses potenziell spurlose Verändern oder Löschen von Daten für das Weltwissen und die Forschung? Droht das Ende der Geschichte, wenn Quellen massenhaft verändert und gelöscht werden, ohne dass Spuren die Eingriffe rekonstruierbar machen? Was bleibt? Error 404?
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Viktoria Kerkewitz, Prof. Dr. Kerstin Preiwuß, Amy Wittenberg (Deutsches Litertaturinstitut Leipzig)
Dr. Linus Hartmann-Enke, Dr. Stephanie Jacobs, Luzie Horn, Christine Hartmann (Deutsches Buch- und Schriftmuseum)
Impressum
Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig
Frank Scholze
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