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Fotografien für Köln und die Welt

Die Geschichte des Rheinischen Bildarchivs

Eine virtuelle Ausstellung von

Das Rheinische Bildarchiv Köln
Fotodienstleister und Fotosammlung

Das Rheinische Bildarchiv der Stadt Köln – kurz RBA – ist mit einem Bestand von etwa 5,4 Millionen Fotografien eines der größten kunst- und kulturhistorischen Bildarchive in Deutschland. Seit 1926 und bis heute ist es Fotodienstleister für städtische Einrichtungen und vor allem die Kölner Museen. Das RBA dokumentiert Kunst und Kultur in Köln und Umgebung, verwahrt bedeutende Nachlässe von Fotografen und Fotografinnen und liefert Fotografien für Köln und in die ganze Welt. In seinen Anfängen fanden Fotokampagnen vom Niederrhein bis zur Mosel und von der Eifel bis ins Bergische Land statt. Heutzutage fotografiert das RBA überwiegend in Köln und Umgebung.

Kommen Sie mit auf eine Zeitreise in die bewegte Geschichte unserer Institution!

Die Ausstellung beginnt mit der ersten bekannten Dienstanweisung zum Einsatz der Fotografie in der Stadt Köln, erklärt die Umstände, die zur Gründung des Bildarchivs geführt haben, zeigt, wie die sensiblen Fotomaterialien den Zweiten Weltkrieg überstanden haben und wie es bis zur digitalen Fotografie weiterging. Eine Fülle von Ausstellungen, Bestandszugängen und Ortswechseln bis hin zum Neubau am Eifelwall säumen diesen Weg, dem Sie linear folgen oder den Sie auf den Seiten mit Schiebereglern zu Einzelthemen vertiefen können.

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1888 - 1924 Fotografische Kulturgutdokumentation in der Kölner Stadtverwaltung

Die Anfänge des Rheinischen Bildarchivs - Vorgeschichte

Hohe Politik und praktischer Sinn standen zu gleichen Teilen Pate an der Wiege des Rheinischen Bildarchivs. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Rheinland durch alliierte Truppen besetzt. Die Franzosen unterstützten mit viel Propaganda rheinische Separatisten, die – in unterschiedlichen Formen – die Loslösung der Rheinlande von Preußen und eine stärkere Hinwendung zu Frankreich propagierten. Dies betrachteten nicht nur Politiker mit Argwohn, sondern auch Wissenschaftler. Historiker der rheinischen Universitäten, allesamt erzkonservativ und preußisch-monarchistisch eingestellt, sahen sich in der Verantwortung, die tiefe Verbundenheit des Rheinlands mit Deutschland herauszustellen und das Rheinland als vom Wesen her ‚urdeutsche‘ Landschaft mit ebensolcher Bevölkerung zu charakterisieren. Von diesen Gelehrten ging die Anregung aus, das Jahr 1925 zum Anlass einer „Tausendjahrfeier“ zu machen. 

Im Jahre 925 unterwarf sich Herzog Giselbert von Lothringen der Herrschaft Königs Heinrich I. – Lothringen hatte nach dem Aussterben der ostfränkischen Karolinger 911 zunächst dem Königtum des ersten nichtkarolingischen Herrschers Konrad I. ferngestanden. Das Datum war an sich nicht sonderlich bedeutend, schien aber ideal, um einen großartigen Feiertag voller rheinisch-nationaler Symbolik zu inszenieren. Der Erfolg war durchschlagend und zeigt, wie wenig Anklang das französische Werben um die Rheinländer gefunden hatte. In allen großen und in sehr vielen kleineren Städten wurden Feiern und prächtige Umzüge, Konzerte, Sportwettkämpfe und Ausstellungen veranstaltet.

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1925 - 1929 Gründung des Rheinischen Bildarchivs

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1930 - 1939 Fotokampagnen in Köln und dem Rheinland

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1940 - 1949 Bestandsauslagerungen, Kriegszerstörung und Wiederaufnahme des Archivbetriebs

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1950 - 1959 Das Rheinische Bildarchiv beim Historischen Museum im Zeughaus

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1960 - 1969 Fotodokumentation der Kölner Großausstellungen

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1970 - 1979 Fotorestaurierung, Dokumentation, Microfichierung und Ausstellungen sowie Übernahme historischer Bestände

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1980 - 1989 Bildarchiv und Fotowerkstatt vereint im Kattenbug

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1990 - 1999 Wissenschaftliche Bestandsbearbeitung und -präsentation in Ausstellungen unter Roswitha Neu-Kock

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2000 - 2009 Erwerb bedeutender Fotografenbestände

2000

Im Jahr 2000 findet die Online-Ausstellung „Gegenüberstellung von historischen und zeitgenössischen Stadtansichten“  zur Jahrtausendwende 1900 bis 2000 mit Aufnahmen des Rheinischen Bildarchivs statt.

Ankauf des Privatarchivs Schmölz von 1999 bis 2000 mit circa 2000 Glas- und Planfilmnegativen (meist 18 x 24 cm), darunter zahlreiche Architekturaufnahmen von Kölner Gebäuden, Brücken, Dom (Außenansichten von 1938/1939, Fotos vom kriegszerstörten Dom) und 29 großformatige Vintage Prints zur Domskulptur.

Karl Hugo Schmölz, Der Ostchor des Doms zu Köln, Museum Ludwig, Köln, 1938

2003

Die Stadt Köln erwirbt 2003 aus dem Nachlass des Kölner Fotografen Chargesheimer 3.900 Schwarz-Weiß-Filme mit circa 40.000 Negativen (Mittelformat). Die Vintage Prints gehen an das Museum Ludwig, die Negative an das RBA. Es beginnt eine fortlaufende Inventarisierung und Dokumentation der Einzelnegative unter Berücksichtigung von Chargesheimers Fotobüchern.

1.171 Kleinbild-Dias mit modernen Kölner Wirtschaftsarchitekturen von Günther Ventur kommen 2003 als Schenkung ins RBA.

Chargesheimer, Kinder tanzen neben der Loggia des Rathauses, um 1945

2004

Abtretung des Benutzer- und Ausstellungsraums an die Kunst- und Museumsbibliothek wegen Raumbedarf. Fortan findet die öffentliche Betreuung der Benutzer des Bildarchivs im Lesesaal 2 der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum für Angewandte Kunst Köln statt.

Ausstellung in der Stadtsparkasse Mayen Eifelbilder. Fotografien von Heinrich Pieroth (1893-1964).

Das RBA ist eines der Gründungsmitglieder der Arbeitsgemeinschaft kunstgeschichtlicher Bildarchive und Fototheken (AKBF).

Gründung der Arbeitsgemeinschaft kunstgeschichtlicher Bildarchive in der SLUB Dresden.

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2010 - 2020 Fortschreitende Digitalisierung bis hin zur Bilddatenbank online

2011 - 2012

Der fotografische Nachlass von Heinrich Pieroth (1893-1964) wird 2011 als Schenkung übernommen. Er umfasst 1.600 Glasnegative (meist 9 x 12 cm) und einige Originalabzüge mit Eifelfotografien aus den Jahren 1893 bis 1964.

Das RBA wird 2012 dem Kulturdezernat unmittelbar als Dienststelle untergeordnet und im Mai die Arbeitsgemeinschaft Dokumentation der Kölner Museen unter maßgeblicher Leitung des Rheinischen Bildarchivs gegründet.

Am 15. Mai 2012 wird Anna C. Wagner Negativrestauratorin im Rheinischen Bildarchiv.

Vergrößerung / Belichtung des Negativs durch Anna C. Wagner (RBA 711 731 von Karl Hugo Schmölz), Foto: Anna C. Wagner

2017

15 Schülerinnen und Schüler aus dem Kunst-Leistungskurs des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums gestalten vom 03. bis 06. Juli 2017 unter dem Motto: „Erinnern, Bewahren, Sammeln, Wiederentdecken“ einen Teil des Holzzaunes an der Neubaustelle großflächig mit Lack-Markern.

20. bis 28. November   Weitere Schülerinnen und Schüler des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums Köln versehen im Rahmen des Kunstprojekts „Schwarz-Weiß-Porträts“ den zweiten Teil des Bauzauns an der Neubaustelle am Eifelwall mit großformatigen Porträts. Als Anregung dient ihnen der Porträtbestand „Kölner Persönlichkeiten“ des Fotografen Peter H. Fürst im Rheinischen Bildarchiv.

Schüler und Schülerinnen gestalten einen Teil des Holzzaunes an der Neubaustelle

2018

Zusammen mit der schaelpic photokunstbar zeigt das RBA im Rahmen des Festivals Internationale Photoszene Köln 2018 aktuelle künstlerische fotografische Positionen, die historischen Fotografien von den Industriearealen rund um die Schanzenstraße gegenübergestellt wurden.

Die Fotografen und Initiatoren der schaelpic photokunstbar Frank Doering, Tobias D. Kern und die Fotokünstlerin Anna C. Wagner setzen in ihren Arbeiten den Wandlungsprozess des über 100 Jahre alten Industrieareals rund um die Schanzenstraße vom Produktionsstandort für Kabel- und Stahlerzeugnisse zum Dienstleistungs- und Produktionsstandort des 21. Jahrhunderts künstlerisch um. 

Fotografie aus der Ausstellung „schanzenstrasse 4.0“ vom 14. September bis 31. Oktober 2018

2020

Das Rheinische Bildarchiv der Stadt Köln nimmt mit seiner virtuellen Ausstellung „Fotografien für Köln und die Welt“ auf dem Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek am bundesweiten Digitaltag am 19. Juni 2020 unter dem Motto „Digitalisierung gemeinsam gestalten“ teil. Gleichzeitig ist die Ausstellung ein Projekt zum Themenbereich Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste - Fachrichtung Bildagentur.

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