Eine virtuelle Ausstellung von
Einleitung
Staatsgeschenke werden in öffentlichem Rahmen als Teil eines diplomatischen Zeremoniells überreicht. Zwar sind die meisten Geschenke einzelnen politischen Personen gewidmet, das Eigentum an den Geschenken geht jedoch an die Bundesrepublik Deutschland.
Doch das war nicht immer so. Die Geschenke, die Konrad Adenauer als Bundeskanzler und Außenminister erhielt, gingen in sein Privateigentum über. Was heute unvorstellbar ist, war damals üblich. In der jungen Bundesrepublik gab es noch nicht die strenge Regelung zum Umgang mit solchen Geschenken, die wir heute haben.
Nicht nur Auslandsreisen und Staatsempfänge boten Anlass für Geschenke. Das politische Bonn stand still, wenn der Bundeskanzler Geburtstag feierte. Auf diesen – sich teils auf mehrere Tage erstreckenden – „Großveranstaltungen“ nahmen neben der Familie eine Vielzahl von, zum Teil auch internationalen, Gästen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kirche teil. Natürlich wurde das „Geburtstagskind“ dabei reichlich mit oft kostbaren und originellen Geschenken bedacht.
Anschließend wanderten die Geschenke mal in die Büros, blieben in Privat- oder Familienhand oder wurden mitunter an treue Angestellte weiterverschenkt. Einige besonders große oder wertvolle Objekte gab Adenauer an Museen weiter. Ein lebendiger kleiner Löwe, ein Geschenk der CSU, ging aus offensichtlichen Gründen an den Bonner Zoo.
Bei vielen Geschenken außerhalb von Staatsempfängen fällt es daher heute noch schwer, eine eindeutige Einordnung zu vollziehen: War das Geschenk an die (Privat-) Person Konrad Adenauer, an den Bundeskanzler oder irgendwie an beide gerichtet? Denn Adenauer pflegte auch persönliche Freundschaften zu ausländischen Politikern wie Charles de Gaulle. Dieser machte ihm beispielsweise auch drei Jahre nach dessen Kanzlerschaft noch ein wertvolles Geburtstagsgeschenk.
Dass sich die hier gezeigten Geschenke wieder im Besitz des Bundes befinden, ist der Tatsache zu verdanken, dass die Erben Adenauers seinen Nachlass der Bundesrepublik Deutschland schenkten. Das Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Bad Honnef-Rhöndorf verwahrt daher nicht nur den privaten schriftlichen Nachlass Adenauers, sondern auch eine Vielzahl von offiziellen und privaten Geschenken an Konrad Adenauer. Einige Highlights sind im historischen Wohnhaus Adenauers und in der Dauerausstellung der Stiftung zu sehen oder werden regelmäßig für Sonderausstellungen im In- und Ausland entliehen. Ein großer Teil der Objekte schlummert jedoch im Archiv.
Diese Ausstellung präsentiert einen Querschnitt durch die Geschenke an Konrad Adenauer.
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Geschenkeliste
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
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Silberbesteck
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Geschenke
Geschenke sagen viel aus über die Schenker ebenso wie über die Beschenkten. Staatsgeschenke bieten in erster Linie Einblicke in die landestypische Geschichte, Traditionen, Materialien und Kunstfertigkeiten des Herkunftslandes, die nicht immer zu den Vorlieben der Beschenkten passen müssen. Beispielsweise erhielt der Nichtraucher Adenauer nicht selten Zigarren und Zigarrenschneider.
Bei persönlicheren Anlässen wird aber die Mühe deutlich, dass das Geschenk auch gefallen sollte. So erhielt Gartenliebhaber Adenauer nicht selten Bücher über Botanik, Pflanzen und Skulpturen. Oft wurden ihm Dinge gewidmet oder trugen sein Abbild, was ihn besonders ehren sollte.
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Konrad Adenauer
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Fotograf: Will McBride / Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Croix de Guerre
Bei seinem Frankreichbesuch 1951 erhielt Adenauer von der französischen Studentin Simone Patrouilles ein Croix de Guerre. Ihr Vater war als Soldat im Ersten Weltkrieg mit dem Kreuz ausgezeichnet worden, verstarb jedoch an den Folgen des Krieges. Diese Geste hat Adenauer tief bewegt, wie er Jahre später in seinen "Erinnerungen" schrieb.>>
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Croix de Guerre
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beschreibung
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Auszug aus den Erinnerungen
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Thora
Anfang der 1950er Jahre lasteten die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen und der Holocaust auf der jungen Bundesrepublik. Konrad Adenauer bestand darauf, dass der erste völkerrechtliche Vertrag der Bundesrepublik diesem Thema dienen müsse. In einem Brief vom 6. Dezember 1951 an Nahum Goldmann, dem Vorsitzenden der Conference of Jewish Claims against Germany (Claims Conference), betonte er die besondere „moralische Verpflichtung“ Deutschlands. Es sei eine „Ehrenpflicht des deutschen Volkes […], das Möglichste zu tun, um das an dem jüdischen Volk begangene Unrecht wiedergutzumachen.“>>
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Thora2
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Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Diesem Schreiben war ein Treffen zwischen Adenauer und Goldmann in London vorausgegangen, das kurz zuvor unter strengster Geheimhaltung stattgefunden hatte. Es schuf die Grundlage für die Aufnahme der Gespräche um ein Wiedergutmachungsabkommen, die zur Unterzeichnung des Luxemburger Abkommens 1952 führten.
In seinen Erinnerungen hielt Goldmann später fest: „Von allen wichtigen Gesprächen, die ich je geführt habe, war dieses emotional das schwierigste und politisch vielleicht das bedeutsamste.“
Zur Erinnerung an die gemeinsamen Bemühungen in Bezug auf das Luxemburger Abkommen schenkte Goldmann Adenauer diese Thora im silbernen Umschlag. Sie gehört zu den Geschenken, die Adenauer prominent in seinem Wohnhaus platzierte und die ihm täglich ins Auge fielen.
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Thora
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Geschenk von Nahum Goldmann an Adenauer zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Luxemburger Abkommens am 10. September 1952.
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Versilberte Dose -geschlossen-
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Versilberte Dose
Die versilberte Dose wurde zwischen 1860 und 1880 in Holland gefertigt. Die Reliefs stellen Motive des holländischen Renaissance-Künstlers Pieter Bruegel dar.
Adenauer erhielt die Dose von der Mutter eines Heimkehrers aus russischer Kriegsgefangenschaft. Sie stand in seinem Garten-Pavillon auf dem Schreibtisch. Dort verfasste er seine Memoiren.>>
10 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg befanden sich noch zahlreiche Deutsche in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Adenauer verhandelte vom 9. bis 13. September 1955 in Moskau, auch um ihre Freilassung zu erreichen.
Das Ergebnis der zähen Verhandlungen: Die Bundesrepublik stimmte der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion zu, was umstritten war, da man dies als eine politische Anerkennung der damaligen Grenzen in Europa und damit auch des DDR-Regimes deuten konnte. Im Gegenzug erhielt Adenauer das mündliche Ehrenwort, dass die inhaftierten Deutschen freigelassen würden.
Tatsächlich trafen vier Wochen später die ersten von insgesamt 9.626 Kriegsgefangenen und circa 20.000 Zivilisten in Westdeutschland ein. Viele Deutsche sahen dies als einen der größten Verdienste Adenauers an, auch wenn über eine Million Soldaten und Zivilisten verschollen blieben. Emotionale Bilder von Familienzusammenführungen und Adenauers Besuch im Grenzdurchgangslager Friedland gingen durch die Presse und verschafften dem Bundeskanzler weltweit große Zustimmung und Popularität.
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Versilberte Dose -geöffnet-
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Leopardenfell
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Wölfin
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Geschenk der Stadt Rom an Adenauer während seiner Italienreise 1951.
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Kapitolinische Wölfin
Der erste offizielle Staatsbesuch Adenauers als Bundeskanzler führte ihn 1951 nach Rom. Die Schönheit und Kultur der Stadt überwältigten ihn. Neben dem offiziellen Teil organisierte Italiens Ministerpräsident de Gasperi ein unvergessliches Rahmenprogramm für Adenauer und ließ ihm die bekannten und verborgenen Schönheiten der Ewigen Stadt zeigen.>>
Dazu gehörte auch ein Besuch der Kapitolinischen Museen. Während dieser Besichtigung wurde Adenauer ein traditionelles Gastgeschenk durch den Bürgermeister von Rom überreicht.
Es handelte sich dabei um eine Bronze-Plastik der Kapitolinischen Wölfin. Der römischen Mythologie entsprechend säugt die Wölfin die späteren Gründer der Stadt Rom - Romulus und Remus.
Das lebensgroße Original befindet sich in den Kapitolinischen Museen in Rom und steht seit Jahrhunderten als Wahrzeichen für die Stadt.
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Kapitolinische Wölfin
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Landschaftgemälde
Warum dieses Gemälde Anlass zu einer dreisten Flunkerei Adenauers gegenüber dem amerikanischen Außenminister John Foster Dulles wurde.>>
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Landschaftsmalerei
Gemälde von Dwight D. Eisenhower
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Transkript zur Annekdote Landschaftsgemälde
Das an sich recht schlichte Waldstillleben bildet einen Anknüpfungspunkt für eine kuriose Adenauer-Anekdote, die uns dank des Chefdolmetschers des Auswärtigen Amts, Heinz Weber, überliefert ist.
Da Adenauer es zunächst versäumte, sich in aller Form bei Eisenhower für das Gemälde zu bedanken, holte er dies am 5. November 1952 nach.
Gemeinsam mit seinen Glückwünschen zum Wahlsieg des künftigen Präsidenten äußerte der Beschenkte großes Lob hinsichtlich des Bildes: „Es hat schon oft bei meinen Besuchern Staunen und Bewunderung erregt, daß General Eisenhower mit seinen hohen Fähigkeiten der Kriegs- und Staatskunst auch solche künstlerischen Gaben vereint.“
Im Februar 1953 empfing Adenauer erstmals den amerikanischen Außenminister John Foster Dulles im Palais Schaumburg, der sich prompt nach dem Bild erkundigte: er habe noch nie ein selbstgemaltes Bild seines Präsidenten gesehen. Jedoch hing das Bild nicht an der Wand, hat also weder Staunen noch Bewunderung bei seinen Betrachtern hervorgerufen, die es folglich gar nicht gab. Doch Adenauer verspricht Dulles: „Ja, Herr Staatssekretär, das Bild zeige ich Ihnen nachher“. Nun wurde der Dolmetscher Weber Zeuge, wie Adenauer auf einem Zettel handschriftlich Folgendes notierte: „Bild sofort rahmen und im Ruheraum
aufhängen!“. Diese Notiz reichte er seinem Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Walter Hallstein, der daraufhin den Raum verließ und das Nötige veranlasste. Das Gespräch mit dem amerikanischen Außenminister endete mit einem gemeinsamen Mittagessen und anschließendem Kaffeetrinken. Bei dieser Gelegenheit kam jemand und flüsterte dem Kanzler ins Ohr: „Bild hängt“. Adenauer bat daraufhin den Außenminister Dulles, ihm zu folgen: „Herr Staatssekretär, Sie wollten doch auch noch das Bild des Präsidenten sehen; da gehen jetzt nur wir zwei mal rauf, und ich zeige Ihnen das Bild.“
So konnte der Außenminister im Ruheraum neben Adenauers Büro das frischgerahmte Bild bewundern. Der Kanzler erklärte ihm dazu Folgendes: „Wissen Sie, Herr Staatssekretär, ich habe mir lange überlegt, wo ich dieses Bild aufhängen soll; ich habe hier diesen Ruheraum, da lege ich mich nach dem Mittagessen ein bißchen hin, und wenn ich dann auf dieser Chaiselongue hier liege, dann ruht mein Blick auf diesem Bild, und ich sage mir, das hat dir persönlich geschenkt der erste Mann des stärksten Landes der westlichen Welt; und Sie glauben gar nicht, Herr Staatssekretär, wie sehr das für mich ein Quell der Inspiration, der Stärke und des Vertrauens ist.“
Dulles zeigte sich tief beeindruckt und kabelte sogleich an seinen Präsidenten: „Adenauer weiß Ihren Brief sehr zu schätzen und hat uns voller Stolz das Landschaftsbild gezeigt, das Sie ihm geschenkt haben.“ Und tatsächlich, die Schwindelei des Kanzlers hatte Erfolg: endlich erhielt
Adenauer die lang ersehnte Einladung zu seinem ersten Besuch in Washington.
(aus: Hans-Peter Schwarz, Adenauer. Der Staatsmann: 1952-1967. S. 62-64.)
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Liste Persienreise
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Persisches Portrait
Geschenke auf Auslandsreisen werden meist lange im Voraus geplant und im Zuge der Protokollvorbereitungen mit der anderen Seite besprochen. Häufig wird nicht nur der Staatsgast, sondern auch die mitgebrachte Delegation dabei bedacht. Auf seinen Reisen in den Iran erhielt Adenauer traditionell kostbare handgewebte Teppiche.
Während Adenauers Besuch in Teheran 1957 sorgte sein Gastgeber, der Schah von Persien, mit einer spontanen Umdisponierung eines Geschenks für Erheiterung. Diese ging allerdings ein wenig auf Kosten der Kanzlertochter Libet Werhahn, die ihren Vater als "First Lady" begleitete und viele Jahre später noch gerne von dieser Reise berichtete. >>
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Filmausschnitt zu Persienreise
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KAS / StBKAH
Doch Adenauer sollte das Lachen schnell wieder vergehen. Denn nun war es an der Zeit, dass die Geschenke der deutschen Delegation an die Gastgeber übergeben wurden. Anders als gewöhnlich, hatte Adenauer diesmal keine Zeit gehabt, die Gaben im Vorfeld in Augenschein zu nehmen, sondern sich auf seine Mitarbeitenden verlassen. Auf dem Geschenketisch standen eine Schale und zwei Leuchter einer bekannten deutschen Porzellanmanufaktur, durchaus übliche und respektable Geschenke, nun im direkten Vergleich zu den übermäßig großzügigen Geschenken des Schahs aber beschämend bescheiden. Doch es sollte noch peinlicher kommen. Die Musiktruhe, die dem persischen Ministerpräsidenten zugedacht war, verweigerte den Dienst und konnte erst nach vielen Versuchen und bedenklichem Quieken zum Musikabspielen bewegt werden.
Felix von Eckardt, der Adenauer auf zahlreichen Reisen begleitete, schrieb in seinen Memoiren, dass er Adenauer selten wütend erlebt habe. An diesem Abend aber brach über die Mitarbeitenden, kaum dass sie im Hotel angekommen waren, ein „Unwetter“ herein.
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Konrad Adenauer
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Stiftung Bundeskanlzer-Adenauer-Haus / Fotograf: Will McBride
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Set aus Bola, Messer, Matebecher
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Argentinisches Set
Das Set beinhaltet Bola, Hirtenmesser, Kalebasse und Bombilla.
Adenauer erhielt die Garnitur als Symbol für die landwirtschaftliche Tradition und deren Bedeutung für die Republik Argentinien.>>
In der Nachkriegszeit spielten landwirtschaftliche Erzeugnisse eine besondere Rolle für die Beziehungen der Bundesrepublik zu Argentinien. Argentinien exportierte vorrangig Getreide und tierische Produkte nach Westdeutschland, darunter Rindfleisch, Fette, Leder oder Wolle.
Die geschenkte Bola besteht aus silberbeschlagenen Kugeln aus Elfenbein die an Lederriemen befestigt sind. Die Bola ist ein traditionelles Werkzeug der Viehzucht in Argentinien und noch heute beim Einfangen von Rindern gebräuchlich. Die Bola wird über dem Kopf geschwungen und im richtigen Moment losgelassen. Anders als das Lasso, bei dem ein Seilende in der Hand verbleibt, fliegt sie daher frei. Gekonnt geworfen, wickeln sich die Stricke durch den Schwung der schweren Kugeln um die Beine des entlaufenen Tieres und bringen es zu Fall.>>
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Set aus Bola, Messer, Matebecher
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Mate wird als Aufguss in der Kalebasse zubereitet und mit Hilfe der Bombilla, einer Art Strohhalm mit integriertem Teesieb, getrunken. In Argentinien ist das Getränk auch heute noch beliebter als Tee oder Kaffee. Traditionell wurden ausgehölte und getrocknete Flaschenkürbisse als Kalebassen benutzt. Adenauer erhielt eine besonders kunstfertige Ausführung aus Silber mit filigranen Elementen und Vergoldungen.
Auch wenn Mate sich heutzutage in Europa zunehmender Beliebtheit erfreut: Es ist schwer vorstellbar, dass der Becher beim Bundeskanzler je zum Einsatz kam.
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Set aus Bola, Messer, Matebecher
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Samurai-Schwert
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Samuraischwert
Das in Bonn übergebene Geschenk vom Präsidenten des japanischen Reichstages, Banboku Ohno (1961), beinhaltete auch eine Samurairüstung, die im Palais Schaumburg für großen Wirbel sorgte >>
„Diese (Samurairüstung) war tatsächlich im Palais Schaumburg in Bonn aufgestellt, jedoch wohl nicht allzu lange. Denn ein Sicherheitsbeamter, der von dieser Rüstung nichts wußte, hätte sie bei einem nächtlichen Wachgang durch das Kanzleramt beinahe "erschossen", weil er im Flur im Halbdunkel jemanden stehen sah, der dort nicht hingehörte, und der auch auf mehrmaliges Anrufen nicht reagierte, was leicht erklärbar ist."
Die Rüstung ist heute Teil der Sammlung des Ostasiatischen Museums Köln.
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Samurairüstung
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Rheinisches Bildarchiv Köln (Ostasiatische Kunst Köln)
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Cowboy-Hut
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Geschenk von Lyndon B. Johnson bei Adenauers Besuch in Texas 1961.
Cowboy-Hut
Es gibt viele Bilder von Adenauer mit Hut, doch diesen besonderen setzte ihm ein bekannter amerikanischer Politiker auf.>>
Der damalige US-Vizepräsident Lyndon B. Johnson setzte Adenauer bei einem Barbecue auf seiner Ranch in Texas den Hut auf den Kopf – und das vor versammelter Weltpresse bei der USA-Reise des Kanzlers 1961. Der Bundeskanzler schien sichtlich amüsiert darüber und genoss den typischen, klischeehaften amerikanischen Tag. Johnson hatte mit seiner texanischen Gastfreundschaft großen Eindruck bei Adenauer hinterlassen: „Die Energie, die menschliche Wärme des Vizepräsidenten sind weitere wesentliche Faktoren, die gerade in dieser Zeit hoch einzuschätzen sind.“ Die Freundlichkeit, die ihm zuteilwurde als „Regierungschef eines Landes, das noch vor verhältnismäßig wenigen Jahren mit dem betreffenden Lande im Kriege war“, stellte für ihn „ein Ereignis von großer politischer Bedeutung“ dar.
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Heft Johnson Ranch
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Reliquienkreuz
Dieses kunstvoll gefertigte Kreuz ist auf einem Sockel aus Amethyst befestigt und trägt auf der Rückseite eine Reliquie des Heiligen Konrad von Parzham (1818-1894), eines Laienbruders aus dem Kapuzinerorden, der 1934 von Papst Pius IX. heiliggesprochen wurde. Der eigentliche Namenspatron Konrad Adenauers war zwar der Heilige Konrad von Konstanz, doch dessen Reliquien wurden während der Reformation vernichtet.>>
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Reliquienkreuz
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beschreibung
Geschenk von Papst Paul VI bei Adenauers Audienz im Vatikan 1963.
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Begleitschreiben Reliquienkreuz
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Anlässlich seines letzten Besuches im Vatikan vom 16. bis zum 18. September 1963 bekam Konrad Adenauer von Papst Paul VI. dieses Reliquienkreuz geschenkt.
In einem Brief vom 26. September 1963 drückte Adenauer Papst Paul VI. seinen „tief empfundenen Dank“ für „diese Kostbarkeit“ aus, die er prominent in seinem Wohnhaus platzierte. „Sie wird mich immer an den herzlichen Empfang im Vatikan und an das wertvolle Gespräch mit Eurer Heiligkeit erinnern“, schrieb er.
Der Bundeskanzler kannte Papst Paul VI. schon von Urlaubsreisen nach Norditalien: Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini war zu dieser Zeit im Staatssekretariat Pius XII. tätig und besuchte Adenauer während seines Aufenthalts in Cadenabbia.
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88. Geburtstag
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Fotografin: Ulla Britta Adenauer / Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
5.1.1964
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Aufnahme Enkelgedicht
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Gedicht der Enkelkinder
Eine Darbietung der Enkelinnen und Enkel wurde mit den Jahren fester Bestandteil des Geburtstagszeremoniells bei Adenauers.>>
Besonders Lola, die Ehefrau von Adenauers ältestem Sohn Konrad, zeigte großes Geschick im Dichten und verlieh den Reimen eine sehr persönliche Note.
Auch die Enkelkinder gaben sich beim Vortragen viel Mühe, um dem Familienoberhaupt eine Freude zu bereiten. Dabei nahmen selbst die Kleinsten ihren ganzen Mut zusammen, denn die Gedichte wurden in großer Runde vorgetragen, selbstverständlich rausgeputzt in Sonntagsgarderobe.
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Gedicht
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
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Adenauer-Büste
der Künstlerin Ingeborg von Rath
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1951
Adenauer-Büste
Die lebensnahe Büste der Künstlerin Ingeborg von Rath war ein Geschenk zum Geburtstag 1951 vom Wirtschaftspolitischen Ausschuss der CDU, vertreten von Franz Etzel.>>
Über die Jahre wurden zahlreiche Büsten von Konrad Adenauer hergestellt. Teilweise waren es Auftragsarbeiten, teilweise fühlten sich die Kunstschaffenden aber auch inspiriert, sich an einer eigenen Darstellung Adenauers zu versuchen.
Die Büste von Ingeborg von Rath ist dabei sicherlich eine der detailreichsten. Im Gegensatz zu manch anderen - künstlerisch vielleicht mutigeren - Umsetzungen, wanderte diese Büste nicht in das Kellerdepot, sondern wurde im Wohnhaus aufgestellt, wo sie von allen Gästen gesehen werden konnte.
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Brief an Ingeborg von Rath
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Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Gemälde Hl. Klaus von Flüe
Die von Rudolf Kaufhold gemalte Darstellung des Heiligen Klaus von Flüe war ein Geschenk des Deutschen Caritasverband anlässlich des 80. Geburtstags Adenauers. Die Verbindung zu Adenauer wirft auf den ersten Blick Rätsel auf.>>
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Gemälde Klaus von Flüe
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Rudolf Kaufhold
In dem dazugehörigen Gratulationsschreiben nimmt der Verband Bezug auf die persönlichen Eigenschaften Adenauers, die große Gemeinsamkeiten zum Schweizer Nationalheiligen aufweisen. Doch ist das wirklich schon alles?
Im schweizerischen und südwestdeutschen Raum hält sich bis heute folgende Anekdote: 1955, wenige Tage vor seiner Moskaureise, soll Adenauer inkognito eine ganze Nacht lang vor dem Grab des Hl. Klaus von Flüe in der Pfarrkirche Sachseln für die Freilassung der Kriegsgefangenen gebetet haben. Belege dafür gibt es nicht, Adenauer selbst hat diesen Pilgerbesuch nie bestätigt. Gelegenheit dazu hätte er jedoch gehabt, denn er hielt sich im Juli und August in der Schweiz auf, reiste im September nach Moskau. Sollte diese Anekdote stimmen, wäre das Geschenk deutlich persönlicher, als es auf den ersten Blick scheint.
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Begleitschreiben Gemälde
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Küchenmaschine
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Electrostar Starmix
„Ein Wunderding, wie heute der Thermomix"
Initiiert von seinem Sohn Konrad erhielt Adenauer von der Familie einen Starmix geschenkt. Sein Enkel erzählt über die Gedanken, die sich die Familie über Geschenke an das Familienoberhaupt Konrad Adenauer machte. >>
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Kommentar zum Starmix
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Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
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Kabinettsglocke
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Kabinettsglocke
Adenauer verwendete die Glocke, um für Ruhe im Kabinett zu sorgen.>>
Adenauer: Meine Damen und Herren! (Der Bundeskanzler zeigt eine neue Glocke.) Diese Glocke ist mir vom Kölner Handwerk zu meinem Geburtstag geschenkt worden, um sie hier im Kabinett zu benutzen. Sie hat einen guten Klang. Es ist gut, wenn wir sie auch in diesem größeren Kreis benutzen. Das Kabinett ist im Allgemeinen nicht so unruhig wie diese Versammlung. (Widerspruch.) Ich habe gesagt, nicht so unruhig; denn es wird dort geregelter gesprochen, und es werden auch nicht so viele Privatunterhaltungen geführt. (in: Protokolle des CDU-Bundesvorstands 1957-1961, S. 43)
Die Glocke erhielt er als Geschenk von der Handwerkskammer Köln 1958. Als ehemaliger Oberbürgermeister von Köln hatte er Verbindungen zu den Kölner Handwerkern und behielt diese zeitlebens bei. Er erhielt jährlich handwerklich kunstvolle Geschenke zum Geburtstag.
Die umseitige Beschriftung ist in Adenauers Heimatmundart "Kölsch" verfasst>>
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Kabinettsglocke
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Umseitige Prägung:
„Unse Schirmhär, dä Konrad, dä ganz grosz regiert
hät dat bestemp als Meister vun dä Bürger he im Rothuus geliert.“
Unserem Schirmherrn, dem Konrad, der ganz groß regiert
[er] hat das bestimmt als Bürgermeister hier im Rathaus gelernt.
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Kabinettsglocke
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Brieföffner mit Brillanten
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Brieföffner mit Monogramm
Dieser Brieföffner ist ein Geburtstagsgeschenk des Bundeskabinetts 1960. Wertvolle Edelsteine verzieren den Dolch mit seiner Klinge aus makelloser Jade. Der Griff besteht aus 18 karätigem Gold. Doch erst die Worte bei der Übergabe offenbaren die tiefgründigen Gedanken hinter dem Geschenk >>
Ludwig Erhard, damaliger Wirtschaftsminister und Vizekanzler, überreichte Adenauer im Namen der Regierung diesen wertvollen Brieföffner. Erhards feierliche Worte gingen via Rundfunk durchs Land: „Wir haben uns erlaubt Ihnen ein Geburtstagsangebinde zu geben. Erschrecken Sie nicht, es ist kein Dolch, sondern es ist ein Brieföffner. Ein Brieföffner, in dem in der Mitte, selbstverständlich in Brillanten, Konrad Adenauer steht und die siebzehn Rubine, die sich darum ranken, das sind wir. Wir wünschen Ihnen jedenfalls, dass die Nachrichten, die sich Ihnen mit diesem Brieföffner erschließen immer gute und für Sie erfreuliche Nachrichten sein werden.“
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Geburtstag
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Fotografin: Ulla Britta Adenauer / Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
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Urkunde
Zur Umbenennung des "Faulen Berges" in "Dr. Konrad-Adenauer-Höhe"
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
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Namensgebungen als besondere Ehrung
Schon zu Lebzeiten Adenauers wollte man ihn mit Namenswidmungen ganz besonders ehren. Was lag da näher, als die Straße, in der er wohnte, in Konrad-Adenauer-Straße umzubenennen? Oder den Berg, auf dem sein Häuschen steht, als "Dr. Konrad-Adenauer-Höhe" in den Karten zu markieren? Selbst in der Botanik wurde Adenauer verewigt. >>
Konrad-Adenauer-Rose
1953 durfte Adenauer anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) in Hamburg eine Blume mit dem Namen „Rosa Adenauer“ taufen. Eine rote Edelrose mit gefüllter Blüte. Sie besitzt einen intensiven Duft, was Adenauer bei Rosen besonders wichtig war.
Auch wenn Adenauer in der Presse häufig als Rosenzüchter betitelt wurde, entspricht dies nicht der Wahrheit. Er bezeichnete sich selbst als "Rosenliebhaber". Diese Liebe spiegelt sich auch heute noch in seinem Garten in Rhöndorf wider.
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Adenauer-Rose
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Auftritt der Kölner Prinzen-Garde
Auch Darbietungen wie Reden, Gesangs- oder Musikstücke, Tänze und Gedichte waren fester Bestandteil des Geburtstagszeremoniells.
Zu Ehren seines 88. Geburtstages spielte die Prinzen-Garde, ein Kölner Traditionskorps, das Adenauer aus seiner Heimatstadt bestens bekannt war, bei seiner Geburtstagsfeier im Beethovensaal der Bonner Redoute auf. Natürlich wurde ihm bei dieser Gelegenheit auch der aktuelle Sessionsorden verliehen. Im Außenbereich boten Dagmar Kotthof und Karl Heinz Zens, das Tanzpaar der Prinzen-Garde, eine mitreißende Tanzeinlage, die den Altkanzler sichtlich erfreute.
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Tanz der Prinzengarde
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Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus / Familie Adenauer
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Fayencen
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Fayencen
Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle schenkte dem Altkanzler zu dessen 90. Geburtstag 1966 zwei kunstvolle Vasen. Die wertvollen Fayencen wurden um 1710 in Rouen gefertigt.
Im beigefügten Gratulationstelegramm wünschte er ihm „lange Jahre der Gesundheit, des Glücks und des Wirkens im Dienste der großen Anliegen, die Ihnen teuer sind“.
Eines dieser großen Anliegen war die Aussöhnung mit Frankreich. Die Verständigung und Zusammenarbeit mit dem westlichen Nachbarland gehörten zu den wesentlichen Zielen von Adenauers Politik. Krönung seiner Bemühungen war der deutsch-französische Vertrag von 1963.>>
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De Gaulle in Rhöndorf
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Fotograf: Klaus Müller / Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Das Verhältnis der beiden Staatsmänner kann als freundschaftlich bezeichnet werden. De Gaulle war einer der wenigen politischen Gäste, die Adenauer mit dessen Familie im Privathaus in Rhöndorf empfing. Dabei legte Adenauer großen Wert darauf, dass eine ungezwungene Atmosphäre geschaffen wurde.
In einem Brief kurz nach de Gaulles ersten Besuch in Rhöndorf 1962 schrieb Adenauer: „In der Tat ist dieses Zusammengehen eine das Geschick unserer beiden Länder und damit auch das Geschick Europas auf das Tiefste berührende Frage. Ich halte sie für die Frage Nr. 1 meiner Politik."
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Foto Übergabe Nachfahrentafel
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Fotografin: Ulla Britta Adenauer / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Nachfahrentafel der Familie
Die liebevoll als Rosenstrauch gestaltete Nachfahrentafel der Familie erhielt Adenauer ebenfalls zu seinem 90. Geburtstag. Sie zeigt in 40 kleinen Fotografien Familienmitglieder aus drei Generationen. Ausgehend von Konrad Adenauer rankt sich die Familie in zwei Familienzweigen – beginnend mit seiner ersten Frau Emma und seiner zweiten Frau Gussie – über die Kinder Adenauers weiter nach oben fort, bis zu den insgesamt 24 Enkelinnen und Enkeln.
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Rosenstammbaum der Familie
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Fackelzug in Rhöndorf
Zu Ehren seines 90. Geburtstags veranstalten die Rhöndorfer am Abend des 8. Januar 1966 – dem Samstag nach dem eigentlichen Geburtstag am 5. Januar – einen Fackelzug, um ihrem bekanntesten Bürger zu gratulieren. Adenauer war gerührt über das Schauspiel, das er von seiner Terrasse aus sehen konnte. Er kam zur Straße und hielt spontan eine Dankesrede, die seine Liebe zu der Gegend und den Menschen widerspiegelt.
Einer der dort Versammelten nahm die Rede auf und stellte sie dem Archiv des Adenauerhauses erst kürzlich zur Verfügung.
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Foto Fackelzug
Fackelzug der Rhöndorfer zu Adenauers 90. Geburtstag
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Fotografin: Ulla Britta Adenauer / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1966
Ort
Bad Honnef
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Weihnachtskrippe Konrad Adenauers
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Fotograf: Horst Voßmann / Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Fotoalbum
Generell waren Fotoalben sehr beliebte Geschenke zu den verschiedensten Anlässen. So sammelten sich im Laufe von Adenauers Kanzlerschaft gut 200 Fotoalben an. Mal entstanden sie nach offiziellen Terminen, beispielsweise bei Auslandsreisen. Mal waren sie sehr persönlich und emotional behaftet, wie dieses aus dem Bonner Waisenhaus.
Seit 1950 fuhr der Bundeskanzler jedes Jahr am Heiligen Abend gegen 11 Uhr vom Palais Schaumburg zur Bescherung ins katholische Waisenhaus von Bonn. Um 12:30 Uhr etwa ging es weiter zum evangelischen Waisenhaus "Probsthof" in Niederdollendorf. >>
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Fotoalbum Waisenhaus
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Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Jedem Kind und jedem Mitarbeitenden der Waisenhäuser überreichte er eine Weihnachtstüte. Sie enthielt auf Wunsch des Bundeskanzlers unter anderem eine Tafel Schokolade und eine Apfelsine, da sich Adenauer diese als Junge stets wünschte und sie nur selten auf dem Weihnachtstisch vorfand. Jedes Kind bekam zudem ein Spielzeug geschenkt und alle, die im folgenden Jahr eingeschult wurden, eine Armbanduhr.
Für viele Kinder war dieser Besuch so besonders, dass sie die Geschenke ihr Leben lang zur Erinnerung aufbewahrten und noch heute das Archiv des Adenauerhauses besuchen, um sich die Fotoalben anzuschauen und von den Weihnachtsfeiern zu erzählen.
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Dankesbrief
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Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
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Obstschale
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beschreibung
Weihnachtsgeschenk von "Die Zeit" 1958.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
KPM
Fruchtkorb aus Porzellan
Zum Weihnachtsfest 1958 erhielt Konrad Adenauer von der Wochenzeitung "Die Zeit" einen Fruchtkorb der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin (KPM). Auch wenn Adenauers Verhältnis zur "Zeit" und ganz allgemein zur Presse nicht immer spannungsfrei war, ließ sich der Auftraggeber diese Geste ganz schön was kosten.
Der aufwendig bemalte Fruchtkorb gehört zum Service Rocaille (ursprünglicher Name: Antikzierat) und ist mit dem Dekor 64 (Breslauer Stadtschloss) bemalt. Es handelt sich um einen der aufwändigsten Malereidekore, die in der KPM angeboten wurden und war dementsprechend teuer. Dazu kam noch die individuelle Widmung auf der Unterseite des Porzellans: "Herrn Bundeskanzler Konrad Adenauer Die Zeit Weihnachten 1958". Der Fruchtkorb erhielt einen prominenten Platz auf dem Esstisch des Bundeskanzlers.
Im Charlottenburger Schloss werden die Tische auch heute noch gelegentlich für Staatsempfänge mit Rocaille-Service im Dekor 64 gedeckt.
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Rhöndorfer Schützengesellschaft
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Fotograf: Will McBride / Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Nürburgringkarten
Vom Nürburgring erhielt Adenauer jährlich ein Geschenk, das alle Auto- und Motorsportfreunde begeistern dürfte: die Erlaubnis zum Befahren des Nürburgrings. Die 1927 eingeweihte Motorsport-Rennstrecke in der Eifel wurde zu Adenauers Zeiten noch als Landesbetrieb geführt und ein ausgewählter Personenkreis erhielt Jahresausweise.
Adenauer liebte schnelle Autofahrten, besaß selbst aber keinen Führerschein. Es ist nicht überliefert, ob Adenauer Gebrauch von dem Geschenk machte.
Ähnliche Aufmerksamkeiten, wie die Jahreskarten für die Fähre in Königswinter, nutzte er dagegen nachweislich regelmäßig.
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Jahreskarte - Fahrerlaubnis Nürburgring
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Tomahawk
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Tomahawk
Was bewog den damaligen Vorsitzenden der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Fritz Rettig, dazu, Adenauer ausgerechnet einen Tomahawk zu schenken? >>
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Kopfschmuck
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Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Auf seiner USA-Reise 1956 wurde Adenauer von einer Abordnung der Milwaukee's Consolidated Tribes of American Indians empfangen und im Rahmen einer Zeremonie zu einem lebenslangen Ehrenmitglied ernannt. Er erhielt den Beinamen „la ya da no lú“, was so viel wie „Weiser Häuptling vieler Menschen“ bedeutet. Er bekam einen Federkopfschmuck geschenkt, der ihm auch sogleich aufgesetzt wurde. Die Bilder hiervon gingen um die Welt.
Fritz Rettig inspirierte dies zu einem besonderen Geschenk mit leichtem Seitenhieb. Er übersendete Adenauer einen Tomahawk, der seine „Ausrüstung“ vervollständigen und ihm „Freude […] bereiten“ sollte. Vielleicht schon ein Fingerzeig darauf, dass die anstehenden Rentenverhandlungen mit der DAG nicht einfach werden würden.
Globus mit Flugroute
Die Tischlampe in Form eines Globus schenkte ihm die Lufthansa. Die Flugroute von Adenauers "Kanzlerweltflug vom 12. März bis 2. April 1960 mit Lufthansa" ist eingezeichnet. Er war in New York gestartet, besuchte anschließend Washington, Los Angeles, Palm Springs, San Francisco, Honolulu, Tokyo, Kyoto und flog von Tokyo mit Zwischenhalt in Alaska wieder zurück nach Bonn.>>
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Globus - Tischlampe
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Während seiner Kanzlerschaft unternahm Adenauer etwas mehr als 50 Auslandsreisen. Frankreich war dabei nicht nur sein erstes, sondern auch mit Abstand das häufigste Reiseziel. Noch vor dem ersten offiziellen Staatsbesuch als Kanzler in Italien im Juni 1951 reiste er in seiner Funktion als Außenminister im April 1951 nach Paris. Während er Amerika immerhin zehn Mal und Großbritannien und Irland sechs Mal besuchte, führte ihn sein Weg nur einmal in die Sowjetunion. Die im Gedächtnis vieler verhafteten Reisen nach Israel und Spanien fanden sogar erst nach seiner Amtszeit statt.
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Adenauer Reise mit dem Flugzeug
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Fotografin: Ulla Britta Adenauer / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Musiktruhe
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Musikschrank AEG
Auch die Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft (AEG) bedachte Adenauer mit Geschenken. Dabei handelte es sich meist um Eigenfabrikate, wie zum Beispiel einen Kühlschrank. Heute noch erhalten ist ein Musikschrank mit Schallplatten-Spieler, den AEG-Vorstand Friedrich Spennrath im Jahr 1951 übergab.>>
Spennrath und Adenauer kannten sich aus Spennraths Zeit als Beigeordneter der Stadt Köln. Schon in seiner Funktion als Kölner Oberbürgermeister pflegte Adenauer die Beziehungen zur AEG und dem damaligen Direktor Johann Hamspohn.
Bei diesem Gerät handelt es sich um eine Sonderanfertigung. Das Schränkchen besteht aus einer Schublade, zwei Schranktüren und einer Abdeckung. In der Schublade befinden sich der Schallplattenspieler mit einem Zehnplattenwechsler und ein Magnetophon. Der gesamte Apparat war handgefertigt und Anfang der 1950er Jahre hochmodern.
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Musiktruhe AEG
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
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Foto Adenauer Gang zum Wohnhaus
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Fotograf: Will McBride / Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
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Mariä Verkündigung
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beschreibung
Geschenk des spanischen Staatschefs Francisco Franco zu Adenauers Rücktritt 1963.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1500
Heiligenbild Maria und Johannes
Das Gemälde der Heiligen Maria und des Heiligen Johannes im mystischen Gespräch entstand um 1500 und hängt noch heute im Wohnzimmer Adenauers. Es war ein Geschenk des spanischen Staatschefs Francisco Franco.>>
Der spanische Außenminister Fernando María de Castiella Maíz übersandte Adenauer zudem einige Rosenstöcke aus spanischer Zucht, da sich dessen Rosenliebe bis nach Spanien rumgesprochen hatte. Beide Geschenke waren hervorragend recherchiert und trafen genau Adenauers Geschmack.
Während seiner Kanzlerschaft erhielt Adenauer zwar mehrfach Einladungen nach Spanien, verschob seine Reise dorthin jedoch immer wieder aus unterschiedlichen Gründen.
Erst nach seiner Kanzlerzeit besuchte Adenauer Franco 1967 in Madrid und hielt im Ateneo eine programmatische Rede über die europäische Einigung. Dass er damit in direkten Kontakt mit einem autoritären Herrscher trat, focht ihn nicht an, sondern sicherte im Gegenteil die gewünschte Aufmerksamkeit. Die perspektivische Beteiligung Spaniens am Einigungsprozess war ihm nämlich ein wichtiges Anliegen: „Auch Spanien muss dazukommen. Spanien muss wegen seiner geographischen Lage, wegen seiner Geschichte, seiner Tradition, seines unersetzlichen Beitrags zur europäischen Kultur ein wesentlicher Bestandteil auch des kommenden geeinten Europa sein.“
Anders als von vielen erwartet hatte Adenauer nach dem persönlichen Treffen mit Franco durchaus positive Worte für seinen Gesprächspartner übrig: "bescheiden, zurückhaltend, überlegt, ein guter Zuhörer".
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Heiligenbild Brief
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Samowar
Der silberne Samowar ist reichlich mit Darstellungen von Vögeln, Hunden, Schwänen und Drachen verziert, der Zapfhahn aus Horn gefertigt. Ursprünglich wurden Samoware zur Heißwasseraufbereitung gefertigt, bei Modellen mit aufsitzender Kanne kann zudem Tee zubereitet werden. Ob diese Schmuckausfertigung von Adenauer jemals genutzt wurde, ist nicht überliefert. Sie scheint ihm jedoch gefallen zu haben, denn zu Lebzeiten stand der Samowar auf einer Anrichte in seinem Esszimmer.
Das Diplomatische Korps schenkte ihm den Samowar zum Abschied als Bundeskanzler am 15. Oktober 1963.
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Samowar
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Porträt
Der israelische Botschafter Felix Shinnar überreichte Adenauer zum Rücktritt im Auftrag der Regierung Israels ein außergewöhnliches Portrait. Dabei handelt es sich um eine Arbeit des israelischen Künstlers Pinchas Litvinovsky, der bereits berühmte Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder David Ben-Gurion verewigt hatte. Die Geste wurde durch eine Rede Shinnars auf Adenauer unterstrichen: „Sie haben die Bundesrepublik Deutschland von einer nahezu aussichtslosen Ausgangsposition zurückgeführt in die Familie der freiheitsliebenden Völker; rechtsstaatliche und freiheitliche Ordnung wurden in der Ära, die Ihren Namen trägt, zur Grundlage des Staatsgefüges. Mit dieser Ihrer Leistung haben Sie die Achtung der Welt einschließlich Ihrer politischen Gegner für Ihr Volk zurückgewonnen. (…) nimmt Ihre Einstellung und Ihre Beziehung zum jüdischen Volk und zum Staat Israel in unseren Augen und wie ich glaube in den Augen der ganzen Welt, einen Ehrenplatz ein (…).“
Shinnar würdigte Adenauer bei der Bildübergabe mit einer bewegenden Rede: „Sie haben die Bundesrepublik Deutschland von einer nahezu aussichtslosen Ausgangsposition zurückgeführt in die Familie der freiheitsliebenden Völker; rechtsstaatliche und freiheitliche Ordnung wurden in der Ära, die Ihren Namen trägt, zur Grundlage des Staatsgefüge. Mit dieser Ihrer Leistung haben Sie die Achtung der Welt einschließlich Ihrer politischen Gegner für Ihr Volk zurückgewonnen.“
Für Adenauer eine große Ehre und ein sehr bewegender Moment zum Abschluss seiner Kanzlerzeit.
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Porträt-Gemälde von Pinchas Litvinovsky
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Fotograf: Christian-Matthias Dolff / Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (StBKAH)
Beschreibung
Geschenk der israelischen Regierung zu Adenauers Rücktritt 1963.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Künstler: Pinchas Litvinovsky
Danke
für die freundliche Unterstützung an:
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin GmbH
Museum für Ostasiatische Kunst Köln
Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG
Prinzengarde Köln 1906 e.V.
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Foto Adenauer grüßend
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Fotografin: Lucie Hohmann-Köster/ Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Melanie Eckert
Objektfotos w.n.a.a.: Christian-Matthias Dolff
Impressum
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