Klingendes Gedächtnis
Das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek
Eine virtuelle Ausstellung von
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Hörstationen und Ausstellung "Von der Edison-Walze zur Blu-ray" im Deutschen Musikarchiv
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PUNCTUM, Bertram Kober
Über das Deutsche Musikarchiv
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Audio Über das Deutsche Musikarchiv
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Foto: PUNCTUM, Bertram Kober | Audio: Claus Fischer
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Virtueller Rundgang durch das Deutsche Musikarchiv
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DNB Robert Schumann - Arabeske op. 18 gespielt von Jan Friedrich Ramb
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Magazin - Tonträger
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Jürgen Keiper
Gesetzlicher Sammelauftrag
Unser gesetzlicher Sammelauftrag umfasst alle veröffentlichen Noten und Tonaufnahmen deutscher Verlage und Labels. Zur Erhaltung und Verzeichnung werden diese Medien in unserem Haus bibliografisch erschlossen und langzeitarchiviert. Auf unsere Tonträger können Sie in digitaler Form in den Lesesälen zugreifen. Zudem können Sie in unserer Musikausstellung die Entwicklung der Tonträgerindustrie von den Anfängen der Schallaufzeichnung bis heute nachverfolgen.
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Audio Auftrag
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Foto: Jürgen Keiper | Audio: Claus Fischer
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Neues und altes Haus des Deutschen Musikarchivs
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historisches Gebäude: DNB modernes Gebäude: Alexander Schmidt, PUNCTUM
Beschreibung
Der ursprüngliche Sitz des Deutschen Musikarchivs im Herrenhaus in Berlin-Lankwitz und der neue Lesesaal im Erweiterungsbau am Leipziger Standort
Historie
1970 als Abteilung der damaligen Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main gegründet, hatte das Deutsche Musikarchiv zunächst seinen Sitz im Herrenhaus in Berlin Lankwitz, welches zuvor von der Familie Siemens bewohnt und im Auftrag von Friedrich Christan Correns erbaut worden war. Basis bildete die Sammlung von Musikalien und einzelnen Tonträgern der Deutschen Musik-Phonothek in Berlin (1961–1969), welche 1970 übernommen wurde. Als die Magazinräume der historischen Villa den räumlichen und archivierungstechnischen Anforderungen nicht mehr genügten, wechselte das Deutsche Musikarchiv 2010 an den Leipziger Standort der Deutschen Nationalbibliothek, wo es im vierten Erweiterungsbau seinen Platz fand. Dort bereits vorhandene Musikalien und Tonträger aus der Sammlung der damaligen Deutschen Bücherei und der Berliner Bestand wurden in den neuen Magazinräumen zusammengeführt.
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Audio Historie
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Fotos: DNB (historische Ansicht); PUNCTUM, Alexander Schmidt (moderne Ansicht) | Audio: Claus Fischer
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Bestand - verschiedene Tonträger
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kunstmann
Bestand
Die Basis unserer Sammlung bilden Musikalien (Noten) und Tonaufnahmen, darunter historische Tonträger wie Schellackplatten, Phonographenzylinder und Klavierrollen. Daher verfügt das Deutsche Musikarchiv auch über entsprechende historische Abspielgeräte wie Grammophone, Phonographen und einen selbstspielenden Reproduktionsflügel. Ebenfalls Teil der Sammlung sind musikalische Nachlässe großer Persönlichkeiten. Dazu kommt der Bonner Katalog, welcher musikalische Aufführungsmateriale verzeichnet, die bei den Musikverlagen zu Aufführungszwecken gemietet werden können. Seit 1991 ist das Archiv des Musikinformationszentrums des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler (MIZ) als bedeutende Sammlung zur DDR-Musikgeschichte Teil des Deutschen Musikarchivs. Aktuell umfasst der Bestand des Deutschen Musikarchivs mehr als zwei Millionen Tonträger und eine Million Notenausgaben.
Auf den nächsten Seiten finden Sie einige Besonderheiten aus der Historie der Tonträgerindustrie.
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Audio Bestand
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Foto: kunstmann | Audio: Claus Fischer
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Magazin des DMA
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Fotos: DNB, Stephan Jockel
Beschreibung
Ein Blick in das Magazin des Deutschen Musikarchivs. Zu sehen sind verschiedene archivierte Tonträger und Musikalien in Sonderformaten. Musik: Crowander - Dance (CC-BY-NC)
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Wachswalze mit Karton
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PUNCTUM, Bertram Kober
Beschreibung
Edison Goldguss Wachswalze
Wachswalzen
In seinem 1877 eingereichten Patent beschreibt Thomas Alva Edison ein Verfahren, mit dem Schall auf ein Trägermedium übertragen, und auch wieder abgespielt werden kann.
Dieses Trägermedium waren Wachs- oder Phonographenwalzen. Nachdem verschiedene Erfinder mit unterschiedlichen Materialien experimentiert hatten, verwendete Edison ab 1895 für seinen Phonographen etwa zehn Zentimeter lange, hohle Zylinder aus unterschiedlichen Wachsmischungen, die sich auf die Härte oder Weichheit der Walze auswirken. Von 1895 bis 1912 verfeinerte er die Technik immer weiter, um einen besseren Klang und eine längere Spieldauer zu ermöglichen. Das letzte Kapitel der Phonographenwalzen brachten die Blue Amberol Records hervor: Diese bestanden aus Zelluloid, hatten eine Spieldauer von etwa vier Minuten und sollten sich durch eine höhere Haltbarkeit auszeichnen. Da sich dies nicht bestätigte und die Schallplatte inzwischen längst den Markt erobert hatte, wurden die letzten Walzen 1929 hergestellt.
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Audio Wachswalze
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Foto: PUNCTUM, Bertram Kober | Audio: Claus Fischer
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Schellackplatten Pathé
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DNB, Stephan Jockel
Beschreibung
Schellackschallplatten der Firma Pathé: "Pathé Concert Record" (l.) mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern, Schellackplatte herkömmlicher Größe (r.)
Schellackplatten
Als Erfinder der Schallplatte gilt der Hannoveraner Industrielle Emil Berliner, der sein Patent 1887 eingereicht hatte. Da Schallplatten haltbarer waren als Wachswalzen, eine beidseitige Bespielung erlaubten und einen besseren Klang ermöglichten, lösten sie die Walzen ab und gewannen, zusammen mit den Grammophonen, weltweit schnell an Popularität. Um die Jahrhundertwende gab es bereits hunderte Schallplattenlabels, die alle versuchten, besser klingende, länger spielende und günstiger herzustellende Tonträger zu produzieren.
Wer die Zusammensetzung einer Schellackschallplatte analysiert, kann in ihr Pferdehaar, Beton, Pappe oder Gesteinsmehl entdecken. Aufgrund des Rohstoffmangels in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde mit ganz unterschiedlichen Materialien für die Pressung der Platten experimentiert. Die Zusammensetzungen unterschieden sich dabei zwischen den Plattenlabels, aber auch von Charge zu Charge enorm, da immer wieder nach innovativen Materialien gesucht wurde. Nach dem Pressen wurden die Schallplatten mit dem namensgebenden Harz der Lackschildlaus überzogen.
Die hier abgebildete, größte jemals kommerziell hergestellte, Schallplatte der Firma Pathé hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern und wurde serienmäßig unter dem Titel „Pathé Concert Record“ verkauft. Die Abspieldauer dieser Platten war nicht länger, jedoch konnten sie mit einer deutlich höheren Lautstärke aufwarten. Eingesetzt wurden sie vor allem in Gaststätten und Tanzlokalen, da für die Benutzung spezielle Abspielgeräte mit besonders langen Tonarmen nötig waren.
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Audio Schellackschallplatten
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Foto: DNB, Stephan Jockel | Audio: Claus Fischer
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Phonycord Flexible Schallplatte
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PUNCTUM, Bertram Kober
Beschreibung
Bunte Kunststoffplatte der Firma Phonycord, 1920er Jahre
Phonycord Flexible Kunststoffplatten
Diese Platten aus buntem Kunststoff sind keine Kreation der aufkommenden Popkultur der 1950er Jahre, sondern wurden bereits Ende der 1920er Jahre durch die Firma Phonycord produziert. Beworben wurden die besonders leichten Kunststoffplatten damals vor allem mit ihrer Biegsamkeit – ein enormer Fortschritt gegenüber den schweren und leicht zerbrechlichen Schellackplatten. „Unverwüstlich“, wie sie das Plattenlabel beschrieb, waren sie jedoch keineswegs. Die meisten Menschen besaßen die üblichen Grammophone mit scharfen Stahlnadeln, welche für den Kunststoff ungeeignet waren und die Rillen der Platten bei jeder Benutzung weiter ausschälten. Die benötigten Holznadeln konnten sich, ebenso wie die Phonycord-Platten selbst, auf dem Markt nicht durchsetzen.
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Audio Kunststoffplatten
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Foto: PUNCTUM, Bertram Kober | Audio: Claus Fischer
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Klavierrolle
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DNB, Stephan Jockel
Beschreibung
Klavierrolle mit "Lohengrins Ankunft (Schwanenlied): Nun sei bedankt mein lieber Schwan" aus "Lohengrin" von Richard Wagner. Hergestellt durch die Firma Wilhelm Spaethe (Gera)
Klavierrolle für den historischen Reproduktionsflügel
Klavierrollen
Klavierrollen sind keine Tonträger im eigentlichen Sinne, da sie keinen aufgezeichneten Schall wiedergeben. Mittels Lochstreifenprogrammierung werden über Perforierung vielmehr Funktionen codiert, die ein entsprechendes Gerät – etwa ein selbstspielendes Klavier – in Aktionen übersetzt: das Drücken einer Taste, das Öffnen einer Windlade, das Abheben der Dämpfer oder das Auslösen der Rücklauffunktion. So kann eine Klavierrolle festhalten, welcher Ton zu welcher Zeit mit welcher Dauer und gegebenenfalls auch in welcher Intensität gespielt wurde. Als Ergebnis kann ein von einer Künstlerin oder einem Künstler eingespieltes Klavierstück auch heute noch in der Form erklingen, wie es vor 100 Jahren intendiert war. Es kann aber auch – durch Anpassung der Mechanik am Instrument – stets neu interpretiert werden.
Von den etwa 3.000 Klavierrollen im Bestand des Deutschen Musikarchivs sind ein großer Teil eine Dauerleihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin (Stiftung Preußischer Kulturbesitz).
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Audio Klavierrollen
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Foto: DNB, Stephan Jockel | Audio: Claus Fischer
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Schallplattensammlung aus dem Nachlass von Thomas Mann
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(1) PUNCTUM, Bertram Kober (2) Bundesarchiv
Beschreibung
(1) Columbia-Schallplatte aus dem Nachlass des Schriftstellers Thomas Mann. Enthält Teile aus "Tristan und Isolde" von Richard Wagner. (2) Thomas Mann am Plattenspieler in seinem Heim in München.
Besondere Sammlungen: Nachlässe
Auf Ebay kann man eine Columbia-Schallplatte mit der Eröffnungsszene aus „Tristan und Isolde“, 1928 dirigiert von Karl Elmendorff und eingespielt vom Orchester der Bayreuther Festspiele, über den Sofort-Kaufen-Button erwerben. Ein Exemplar dieser Aufnahme befindet sich auch in der Sammlung des Deutschen Musikarchivs - kein besonderes Stück also, sollte man meinen. Betrachtet man aber die Provenienz des Exemplars, stellt sich die Einordnung anders dar. Die Aufnahme im Deutschen Musikarchiv ist Teil eines besonderen Bestands. Sie gehört zur Schallplattensammlung Thomas Manns. Der Dichter hatte seine Tonträger 1933 in die Schweiz und von dort 1938 ins amerikanische Exil mitgenommen. In den USA hat Mann die Sammlung ergänzt und Teile bei seinem Umzug in die Schweiz 1952 in seinem Haus in Pacific Palisades zurückgelassen. Von dort hatte sie sein Neffe Klaus H. Pringsheim übernommen und Jahrzehnte später dem Deutschen Musikarchiv übereignet.
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Audio Nachlässe
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Fotos: PUNCTUM, Bertram Kober (Schellackplatte); Bundesarchiv (Thomas Mann am Plattenspieler) | Audio: Claus Fischer
Mit dieser Herkunft wird die Columbia-Schallplatte vom Trägermedium der Aufnahme zu einem Objekt mit Geschichte, das an weitere Sammlungen anschließen kann. Etwa an den Nachlass des Exilforschers Ernst Loewy im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek. Loewy war 1936 mit der Jugendalijah als 16jähriger nach Palästina entkommen, 1956 nach Deutschland zurückgekehrt und seit 1983 als Referent beim Deutschen Rundfunkarchiv tätig. In dieser Eigenschaft befasste er sich als großer Bewunderer Thomas Manns in den 1970er Jahren mit der Erfassung der Mann’schen Schallplattensammlung in Kilchberg. Dort versuchte er, Informationen zu eben jenen in den USA verbliebenen Tonträgern zu erhalten. Denn: um Thomas Manns Schallplattensammlung zu rekonstruieren, sind beide Bestände zu berücksichtigen und mit anderen Quellen zu kombinieren. Mit Blick auf den Aufbewahrungsort der Schallplatte zur Zeit des Exils Thomas Manns lassen sich Verbindungslinien zu anderen Objekten ziehen, etwa zu einem Brief an den Schriftsteller Hans Meisel vom 1. Februar 1942, der in der Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs präsentiert wird. „Das Haus ist fertig, wir ziehen am 3. oder 4. ein. […] Ueberhaupt werden wir nie schöner gewohnt haben (Futurum exactum), als nun im Elend“, beschreibt Mann sein neues Domizil in Pacific Palisades, San Remo Drive 1550, in dem auch die Plattensammlung ihren Platz fand, „das Grammophon mit dem Radio zusammen befand sich im Living Room ganz hinten […] auf der rechten Seite an der Wand etwas weiter vorn neben dem Sofa an der Rückwand. Neben dem Grammophon nach vorn stand der Plattenschrank“, erinnert sich Frido Mann.
Das Wissen um den Kontext eröffnet zusätzliche Perspektiven auf Sammlungsstücke. Mit der Aufnahme in ein Archiv verlieren die Objekte ihre ursprüngliche Funktion, gewinnen aber neue Nachbarschaften und Verbindungen hinzu. In Ausstellungen werden sie dann wiederum in neue Kontexte gestellt und offenbaren ihre Geschichten.
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Trichtergrammophon
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kunstmann
Beschreibung
Deutsches Grammophon mit Pathé-Schalldose und Pathé-Blumentrichter, um 1910
Historische Abspielgeräte
Für jeden Tonträger in seinem Bestand verfügt das Deutsche Musikarchiv auch über das adäquate Abspielgerät – von den ersten Modellen der frühen Schallaufzeichnung bis zu luxuriösem, wie von Geisterhand musizierendem Mobiliar.
Einige Highlights haben wir für Sie in Bild und Ton auf den nächsten Seiten zusammengestellt.
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Audio Historische Abspielgeräte
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Foto: kunstmann | Audio: Claus Fischer
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Orphenion Lochplattenspieldose
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DNB, Christine Hartmann
Beschreibung
Lochplattenspieldose des Herstellers Orphenion, um 1892 in Leipzig hergestellt.
Orphenion Lochplattenspieldose
Noch bevor Phonographen, Grammophone und Radios Musik in die Häuser brachten, gab es vielerorts sogenannte Lochplattenspieldosen: Hölzerne Kisten, in die schallplattengroße Metallscheiben eingespannt werden konnten. Die Funktionsweise entsprach dabei im Grunde einer herkömmlichen Spieldose. Drehte der Federmotor die Scheibe, zupften eingestanzte Zinken die darunterliegenden Metallspangen an. So erklangen die etwa einminütigen Lieder, die mit den gestanzten Zinken in die Scheiben „einprogrammiert“ waren. Das hier zu sehende Gerät wurde um 1892 in Leipzig hergestellt.
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Audio Lochplattenspieldose
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Foto: DNB, Christine Hartmannl | Audio: Claus Fischer
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Orphenion Lochplattenspieldose
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DNB
Beschreibung
Lochplattenspieldose der Firma Orphenion, um 1892 Musik: Richard Wagner (1813-1883) - Brautlied (Lohengrin)
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Edison Standard Walzenphonograph
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DNB, Christine Hartmann
Beschreibung
Erstes in Serie verkauftes Modell des Edison Standard Walzenphonographen, Ende 19. Jahrhundert.
Edison Walzenphonograph
Der Edison Standard Walzenphonograph ist das erste serienmäßig verkaufte Gerät, das aufgezeichneten Schall wiedergeben konnte – im ausgehenden 19. Jahrhundert eine Sensation. Die Wachswalzen haben eine Spielzeit von etwas mehr als zwei Minuten und enthielten zunächst Sprachaufnahmen oder kleinbesetzte Unterhaltungsmusik. Besonders beliebt waren Stücke für laute Blasinstrumente, da diese bei der Aufnahme ein direktes Spielen in den Trichter und später einen deutlichen Klang ermöglichten. Als der Walzenphonograph zunehmend auch bei Konzertaufnahmen zum Einsatz kam, waren Trichter mit einem Durchmesser von mehreren Metern nötig, um die Fülle an Instrumenten einigermaßen vollständig zu erfassen. Etwa 700 solcher Wachswalzen hat das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek digitalisiert. Diese lassen sich über den Portalkatalog der Deutschen Nationalbibliothek auch außerhalb der Lesesäle anhören.
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Audio Walzenphonograph
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Foto: DNB, Christine Hartmannl | Audio: Claus Fischer
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Edison Standard Walzenphonograph
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Funktionsweise des Edison Standard Walzenphonographen (um 1905) mit Edison Wachswalze Goldguss, 160 U/min. Musik: Gioachino Rossini (1792-1868): Die diebische Elster (Ouvertüre) - Edison Orchester Berlin, um 1908
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Electrola Schrankgrammophon
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DNB, Christine Hartmann
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Upright Grand Model 202 der Firma Electrola, um 1927
Electrola Schrankgrammophon
Das Grammophon ist der Nachfolger des Phonographen: Statt Wachswalzen werden Schellackschallplatten abgespielt, die etwas stabiler waren, eine längere Spieldauer und einen besseren Klang hatten. Ein klangliches Highlight stellte ein Schrankgrammophon aus Massivholz dar, wie dieses Upright Grand Model 202 der Firma Electrola (um 1927), welches aufgrund seiner Größe und seines Preises kaum in privaten Haushalten, wohl aber in Tanzcafés zu finden war. Der beeindruckende Effekt zeigte sich beim Öffnen der beiden Schranktüren im unteren Bereich. Ganz ohne Elektrizität wurde mit dem Schrankgrammophon durch schallförderndes Design im Inneren ein Verstärkungseffekt erreicht.
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Audio Grammophon
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Foto: DNB, Christine Hartmannl | Audio: Claus Fischer
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Electrola Schrankgrammophon
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Electrola Schrankgrammophon aus massivem Holz, Upright Grand Model 202 (um 1927) Musik: Edvard Grieg (1843-1907) - Morgenstimmung (Peer-Gynt-Suite 1) Berliner Philharmonisches Orchester (Leo Blech), um 1926
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Reproduktionsflügel
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DNB, Stephan Jockel
Beschreibung
Klaviatur, Klavierrolle und Mechanik des historischen Reproduktionsflügels (Modell Steck-DuoArt) der amerikanischen Firma Aeolian aus dem Jahre 1920
Reproduktionsflügel
Wer anfangs des 20. Jahrhunderts zu Hause Klaviermusik hören wollte, musste entweder selbst spielen oder hatte einen Reproduktionsflügel. Dieses Instrument ließ sich wie ein gewöhnlicher Flügel spielen, konnte aber auch automatisch Klavierrollen abspielen, welche zuvor in einem Aufnahmestudio von Werkspianist*innen, den Komponist*innen selbst oder anderen großen Pianist*innen der Jahrhundertwende eingespielt worden waren. Diese Instrumente wurden vorrangig in Bars und Restaurants eingesetzt, da sie äußerst laut abgespielt werden konnten. Die Klavierrollen funktionieren als Lochstreifenprogrammierung: Die Blasebälge im Instrument erzeugen einen Unterdruck. Trifft ein Loch der Klavierrolle auf ein Loch des Metallbügels, kann die Luft fließen und eine Funktion wird ausgeführt. Das kann das Drücken einer Taste sein, es kann aber auch sogenannte Darbietungsparameter steuern, wie Lautstärke und Anschlagsdynamik. Die Abspielgeschwindigkeit wird händisch eingestellt. Das Deutsche Musikarchiv besitzt einen Steck-DuoArt der amerikanischen Firma Aeolian aus dem Jahre 1920. In den 1930er Jahren wurde dieser durch einen Elektromotor aufgerüstet, sodass man nicht mehr selbst wie bei einem Harmonium die Pedale treten musste.
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Audio Reproduktionsflügel
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Foto: DNB, Stephan Jockel | Audio: Claus Fischer
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Reproduktionsflügel
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Beschreibung
Aeolian Steck-DuoArt-Reproduktionsflügel (1925) mit 88-töniger Künstlerrolle (Hupfeld AG, Animatic 59638) Musik: Eugen d'Albert (1864-1932) - Tiefland - Teil 1 gespielt von Alfred Szendrei (1884-1976)
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Koffertefifon
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PUNCTUM, Bertram Kober
Beschreibung
Koffertefifon (Modell KC-1), Mitte der 1950er Jahre
Koffertefifon
Das hier zu sehende Gerät ist ein KC-1 Koffertefifon, welches Mitte der 1950er Jahre auf den Markt kam. Zum Abspielen von Musik wurde eine Kassette mit einem Tonband, auf welchem sich Spurrillen (ähnlich wie bei einer Schallplatte) befanden, eingelegt. Über einen Abtaster mit Nadel wurde die Musik dann gelesen und abgespielt. Durch einen besonderen Bandlauf konnten die Kassetten mit Endloswiederholung angehört werden. Bestimmte Regler oder kabelgebundene Fernbedienungen ermöglichten eine bequeme Wahl der einzelnen Titel. Zudem dienten viele Tefifone auch dem Radioempfang. Zwar wies das Tefifon eine deutlich bessere Tonqualität als die Schellackplatten vor, konnte jedoch mit den bald darauf entwickelten Magnettonbandgeräten nicht mithalten.
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Audio Tefifon
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Foto: PUNCTUM, Bertram Kober | Audio: Claus Fischer
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Tefifon
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DNB
Beschreibung
Koffertefifon (Modell KC-1), Mitte der 1950er Jahre Musik: Fritz Berger - Mein Papagei frisst keine harten Eier (Montage)
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Jazzomat Research Project
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HfM, Martin Pfleiderer
Beschreibung
"Jazzomat Research Project" der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
Digital Humanities
Die rasante Entwicklung von Computertechnologien und Internet haben seit der Jahrtausendwende zu einem neuen Forschungsbereich geführt: den Digital Humanities (digitale Geisteswissenschaften). Die besonderen Stärken des Computers liegen in der schnellen und verlässlichen Verarbeitung riesiger Datenmengen, im Aufdecken von Mustern und Zusammenhängen in diesen Daten und in Möglichkeiten ihrer anschaulichen Visualisierung. Hierdurch sind neue Zugänge zum kulturellen Erbe entstanden, bei denen nicht nur einzelne herausragende Meisterwerke mit hermeneutischen Methoden interpretiert werden. Es wird auch danach gefragt, welche besonderen ästhetischen Qualitäten die massenhaft überlieferten kulturellen Erzeugnisse auszeichnen und welche Rückschlüsse sie auf kulturelle und soziale Entwicklungen zulassen.
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Audio Digital Humanities
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Foto: Martin Pfleiderer | Audio: Claus Fischer
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Während in den Literaturwissenschaften diese Ansätze bereits weit verbreitet sind, hat die Digital Musicology mit den Besonderheiten von Musikdaten zu kämpfen: Partituren lassen sich anders als Texte nicht einfach durch Einscannen zu computerlesbaren Daten verarbeiten, sondern müssen Note für Note eingegeben werden. Allerdings gibt es ein riesiges Repertoire von Musikaufnahmen, für die in der Musikinformatik zahlreiche Verfahren der automatisierten Auswertung und Beschreibung entwickelt wurden, die auch für die wissenschaftliche Analyse von Audiodaten eingesetzt werden können.
Eines der in diesem Kontext entstandenen Forschungsprojekte ist das Jazzomat Research Project an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Es widmet sich seit 2012 der Erforschung der hohen Kunst der Jazzimprovisation, wie sie seit den 1920er Jahren auf unzähligen Schallplatten dokumentiert ist. Wie haben sich die Eigenheiten der Improvisationen im Laufe der Jazzgeschichte verändert? Auf welches Vokabular von Spielmustern (Patterns) greifen die Jazzmusiker beim Improvisieren zurück? Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine umfangreiche Datenbank von transkribierten Soli erstellt, die Weimar Jazz Database, die mit Hilfe von Web-Tools hinsichtlich zahlreicher musikalischer Merkmale ausgewertet und nach Patterns durchsucht werden kann – was wiederum Rückschlüsse auf Tradierungsweisen und kreative Prozesse im Jazz zulässt.
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Ruprecht Langer
Pauline Schaller
Deutsches Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek
Audios: Claus Fischer, freier Musikjournalist
Text "Besondere Sammlungen: Nachlässe": Dr. Sylvia Asmus, Deutsches Exilarchiv 1933 - 1945 der Deutschen Nationalbibliothek
Text "Digital Humanities": Prof. Dr. Martin Pfleiderer, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
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