KOLONIALE KONTEXTE IM FRÜHEN PLAKAT | 1854–1914
Eine dekoloniale Sammlungsinventur
- KOLONIALE KONTEXTE IM FRÜHEN PLAKAT | 1854–1914
- 01 DEKOLONIALE INVENTUR | Kritische Bearbeitung einer Plakatsammlung
- 02 ORIENTALISMUS | Die Erfindung des generisch Fremden
- 03 DIE WELT EROBERN | Visuell gestalteter Besitzanspruch
- 04 ÜBERLEGENHEITSFANTASIEN | Bildliche Narrative der Abwertung
- 05 DIENEN UND HERRSCHEN | Einprägsame Hierarchieklischees
- 06 SPEKTAKULÄRE STEREOTYPE | Werben für Kultur und Unterhaltung
- KOLONIALE KONTEXTE IM FRÜHEN PLAKAT | 1854–1914
- 01 DEKOLONIALE INVENTUR | Kritische Bearbeitung einer Plakatsammlung
- 02 ORIENTALISMUS | Die Erfindung des generisch Fremden
- 03 DIE WELT EROBERN | Visuell gestalteter Besitzanspruch
- 04 ÜBERLEGENHEITSFANTASIEN | Bildliche Narrative der Abwertung
- 05 DIENEN UND HERRSCHEN | Einprägsame Hierarchieklischees
- 06 SPEKTAKULÄRE STEREOTYPE | Werben für Kultur und Unterhaltung
Eine virtuelle Ausstellung von
01
DEKOLONIALE INVENTUR | Kritische Bearbeitung einer Plakatsammlung
Informationen über die verwendeten Medien
Café Odeon - Kontext
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Lucian Bernhard
Dekoloniale Plakatinventur
Die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin hat in ihrer Sammlung 3800 Plakate der Jahre 1854 bis 1914 – aus einer Zeit also, die stark vom Kolonialismus geprägt war. Die Plakate entstanden in Europa und den USA, die als industrialisierte Kolonialmächte Länder im globalen Süden besetzten und ausbeuteten. Wie spiegelt sich dieser imperialistische Zeitgeist in Werbung für Kulturangebote, Industrieprodukte und neue Luxusgüter? Eine kritische Inventur der frühen Plakate ging dieser Frage nach. Sie fand koloniale Bezüge auf verschiedensten Ebenen: von eklatantem Rassismus bis zu exotisierenden Stereotypen, von Pseudowissenschaft bis zu sogenannten „Kolonialwaren“. Die Bildmotive zu hinterfragen und ihre Kontexte zu erforschen war Ziel des dekolonialen Projekts.
Digitale Publikation
Im Projekt wurden 240 frühe Werbeplakate aus der Sammlung der Kunstbibliothek analysiert. Ein Teil davon wird in dieser ddbstudio Ausstellung gezeigt. Die übrigen Plakate und vollständigen Forschungsergebnisse sind ebenfalls online zugängig. Eine bei arthistoricum.net veröffentlichte digitale Publikation steigt über ein Essay und Motivgruppen tiefer in das Thema ein. Sie ist hier kostenfrei zum Download verfügbar:
Publikation „Koloniale Kontexte im Frühen Plakat, 1854–1914“ (Deutsch)
Publication "Colonial Contexts in Early Posters, 1854–1914“ (English)
Informationen über die verwendeten Medien
Cover Publikation
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Datenbank-Kollektion
Auf "Sammlungen Online", der Objektdatenbank der Staatlichen Museen zu Berlin, sind die 240 beforschten Plakate über eine sogenannte Kollektion zugänglich. In den Datensätzen finden sich Details zu jedem einzelnen Werk, inklusive einer kontextualisierenden Beschreibung und Schlagworten.
Wo Bilder zum Download verfügbar stehen, werden problematische Motive nur mit dem Bildstörer „KONTEXT“ angeboten. Für einige Plakate sind aufgrund diskriminierender Inhalte keine downloadbaren Bilddateien verfügbar.
Wessen Perspektive?
Die 130 Jahre alte Plakatsammlung der Kunstbibliothek ist vom Blick weißer Kunstkenner*innen geprägt, die sich mehr für gestalterische Qualität als motivische Inhalte interessierten. Sie nahmen in Kauf, dass Menschen aus kolonisierten Ländern und nicht-europäischen Kulturkreisen in Werbebildern ausschließlich als Subjekte westlicher Betrachtung, Imagination und Kontrolle dargestellt wurden.
Dekoloniale Museumsarbeit hinterfragt auch solche Rezeptionsmuster. Multiple Perspektiven auf Bestände helfen, hartnäckige Narrative aufzubrechen. In dieser Ausstellung tragen Anna Yeboah, Tahir Della und hn. lyonga mit Impulsbetrachtungen von fünf Plakaten zur kolonialismus- und diskriminierungskritischen Neubewertung bei. Ihre Stimmen sind auf den roten Seiten zu hören.
Informationen über die verwendeten Medien
Wozu hat Deutschland eigentlich Kolonien?
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beschreibung
Eine ausführliche Objektbeschreibung finden Sie hier.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fidus (Hugo Höppener)
Zeit
1911
Weitere Informationen
Neue Imperien
Mit der Erfindung des farbigen Massendrucks wird in den 1880er-Jahren die moderne Werbung geboren. Damit erlebt das Werbeplakat in Europa und den USA seine erste Hochphase in der Epoche des Imperialismus. Im deutschen Kontext ist die Parallele besonders markant: Die dreißig Jahre, in denen das Kaiserreich im Besitz eigener Kolonien war (1884–1914), sind weitgehend deckungsgleich mit der Entstehungszeit der untersuchten Plakate.
Ikonografie der Machthabenden
Zwischen Eskapismus und Opportunismus, Zivilisationsdrang und Gesellschaftsflucht blickten die Menschen aus Europa fast nie klischeefrei und gleichberechtigt auf andere Menschen. Sie fühlten sich überlegen und zu Dominanz berechtigt. Diese Haltung wird im Plakat für die Berliner Gewerbeausstellung 1896 verbildlicht. Die Ausstellung im Treptower Park feierte die wirtschaftlichen und militärischen Errungenschaften des Kaiserreichs. Teil davon waren die Kolonien, die in einer eigenen Sektion unter dem Titel „Erste Deutschen Colonial-Ausstellung“ präsentiert wurden. Hierzu gehörte auch eine menschenverachtende Völkerschau.
Spielerisch bunt plakatiert, prägen sich stereotype Bilder und ideologieschwere Botschaften langfristig ein. In dieser digitalen Ausstellung laden wir anhand von Plakatmotiven zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem damaligen eurozentristischen Blick und heutigen Sehgewohnheiten ein.
Informationen über die verwendeten Medien
Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ludwig Sütterlin
Zeit
1896
Informationen über die verwendeten Medien
Dansk Koloniudstilling samt Udstilling fra Island og Færøerne Tivoli
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Valdemar Andersen
Zeit
1905
Reklame: Konditionierung des Blicks
Werbebilder sind hartnäckig. Durch ihre tausendfache Wiederholung in Stadtraum und Medien prägen sie sich stark ins visuelle Gedächtnis ein. Zudem hält Werbung oft über Jahrzehnte an etablierten Bildern fest, besonders wenn sie Teil der Markenkommunikation sind – wie hier im Beispiel von Palm Cigarren. Viele um 1900 entwickelte Reklamestereotype mit kolonialen Bezügen sind bis heute in Umlauf, etwa genüsslich kaffeetrinkende Europäer versus angeblich vergnügt Erntende in Übersee.
Die von der Firma Palmburg produzierten Zigarren und Zigaretten waren ein Verkaufsschlager im Deutschen Reich und der Weimarer Republik. Die von Julius Klinger entworfene Schrift-Bild-Marke mit der rassistisch karikierten Kindsfigur auf einer Palme fand millionenfache Verbreitung in Werbung, Verpackungen und Läden.
Informationen über die verwendeten Medien
Palm Silber. Die 10 Pfennig-Cigarre
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Julius Klinger
Zeit
um 1908
Langlebige Bildmuster: Beispiel Sarotti
Wie stark sich kolonialrassistische Werbebilder im kollektiven Gedächtnis verankern können zeigt das Beispiel Sarotti. Der Name der Schokolade wird mit der bekannten Markenfigur assoziiert: ein dienstbarer Turbanträger mit übertriebenen Gesichtszügen. Die Figur wurde aber erst nach dem Ersten Weltkrieg von Werbegrafiker Julius Gipkens entworfen – nachdem die Bildwelten der Massenmedien vor 1918 diskriminierenden Stereotypen eine breite öffentliche Akzeptanz verschafft hatten. 2004 wurde die Sarotti-Figur in „Magier der Sinne“ umbenannt, aber kaum in der Gestaltung verändert.
Informationen über die verwendeten Medien
Sarotti S-i
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Rechteinformation
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Julius Gipkens
Panorama der Klischees
Werbung arbeitet seit jeher gerne mit plakativen Rollenzuschreibungen, die auf Stereotypen, Hierarchien, Rassismen und Sexismen basieren. Wo naive Subalterne oder verfügbare Frauen als Verkaufsanreiz eingesetzt werden, zeigen sich Vorstellungen und Ideale einer Konsum- und Vergnügungsgesellschaft. Sie schmeicheln noch dem geringsten weißen Mann, indem sie ihm Überlegenheit und Kaufkraft beimessen. Menschen mit anderen Hautfarben hingegen werden als Unterlegene dargestellt, oft wie Kinder oder Tiere.
Informationen über die verwendeten Medien
Nous ne fumons que le papier Abadie
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Eugène Ogé
Zeit
um 1904
Diese englische Bildwerbung für Fry’s Schokolade arbeitet mit einer Vielzahl diskriminierender Stereotype gleichzeitig. Der Werbespruch „A new discovery“ suggeriert zudem, dass Menschen in Afrika erst durch europäische Verarbeitung entdecken konnten, wie gut Schokolade schmeckt – eine vermessen ahistorische Behauptung, die auch den Ursprung der importierten Kakaobohne ignoriert.
AUDIO IMPULS | hn. lyonga
Gedanken zum Plakat Palm Cigarren
hn. lyonga ist ein Schwarzer, Queerer, interdisziplinärer Künstler, Dichter und Kurator. In seiner Abeit beschäftigt er sich mit historisch kolonialisierten und marginalisierten Gesellschaften. hn. lyonga war Neighbor in Residence 2023 im Gropius Bau und ist derzeit Co-Koordinator von BARAZANI.berlin - Forum Kolonialismus und Widerstand.
Informationen über die verwendeten Medien
hn. lyonga zu Palm
Aus der Sammlung von
hn. lyonga
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Rechteinformation
hn. lyonga
Informationen über die verwendeten Medien
Palm Cigarren
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beschreibung
Palm Cigarren waren ein Verkaufsschlager im Deutschen Reich und der Weimarer Republik. Die Schrift-Bild-Marke mit der rassistisch karikierten Kindsfigur auf einer Palme fand millionenfache Verbreitung in Werbung, Verpackungen und Läden.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Julius Klinger
Zeit
um 1906
»Wie entsteht eine Stimme? Wie wird sie definiert? Bei diesem Bild liegt das Problem schon in der Erschaffung der Sprache.«
hn. lyonga
02
ORIENTALISMUS | Die Erfindung des generisch Fremden
Orient-Konstrukte
„Der Orient“ – ein Begriff für nicht näher definierte Gebiete in Asien und Nordafrika . Er dient als Projektionsfläche für herabsetzende Stereotype wie Sinnlichkeit, Irrationalität und Rückständigkeit. Edward Said hat das eurozentrische Konstrukt als reine, aber ideologisch nützliche Fantasie enttarnt. Orientalistische Bildwelten der Werbung vermengen oft Elemente aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Die Attraktivität von Waren wird über ihre „Exotik“ und die Vorstellung einer Verfügbarkeit der Welt gesteigert. Aneignung ist als gängige Praxis zu beobachten – etwa wenn eine Dresdener Zigarettenfabrik im Stil einer Moschee gebaut wird.
Informationen über die verwendeten Medien
Astor Cigarettes
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Albert Hoppler
Zeit
1913
Informationen über die verwendeten Medien
Moslem Cigarettes. Problem
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hans Rudi Erdt
Zeit
1912
Informationen über die verwendeten Medien
Manoli Kardash Cigaretten
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Rechteinformation
VG Bild-Kunst
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Lucian Bernhard
Zeit
1912
Den „Orient“ genießen
Kaffee und Tee, Zigaretten und Schokolade werden mit Vorstellung von Genuss und Entspannung in nordafrikanischen oder asiatischen Kulturen verknüpft. Gängige Bildchiffren des Orientalismus in der Reklame sind durch Kringel angedeuteter Duft, wallende oder spärliche Gewänder sowie Anspielungen auf in Europa unübliche Gepflogenheiten.
Informationen über die verwendeten Medien
Rajah
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Henri Meunier
Zeit
1897
Informationen über die verwendeten Medien
Messmer Tee
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ivo Puhonny
Zeit
um 1910
Informationen über die verwendeten Medien
Julius Meinls Thee
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adolf Karpellus
Zeit
1900
03
DIE WELT EROBERN | Visuell gestalteter Besitzanspruch
Geplündertes Kulturgut
Europäer eigneten sich um 1900 die Welt nicht nur durch Handel und Gewalt an, sondern auch mittels Kulturideologie. Kolonialstützpunkte begünstigen Expeditionen, bei denen Unmengen von Kulturgütern auf juristisch und ethisch fragwürdige Weise für „Sammlungen“ erworben werden. Sie bilden den Grundstock vieler ethnologischer Museen. Europäische Wissenschaftler beanspruchen Deutungshoheit über die Kulturen anderer Kontinente. Bis heute wird eine eurozentristische Weltsicht oft als allgemeingültig gesetzt und afrikanischen Gesellschaften ein eigener Begriff von Geschichte und Kultur abgesprochen.
Informationen über die verwendeten Medien
Afrika-Expedition
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Rechteinformation
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Informationen über die verwendeten Medien
Niederländisch-Indische Kunstausstellung
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Rechteinformation
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jan Thorn-Prikker
AUDIO IMPULS | Tahir Della
Gedanken zum Plakat Von Atlantis nach Äthiopien
Tahir Della ist Aktivist, Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und Fachreferent für Dekolonialisierung im Berliner Promotorenprogramm „Eine Welt“. Er engagiert sich seit den 1980er-Jahren gegen Rassismus und für die Sichtbarmachung diasporischer Perspektiven.
Informationen über die verwendeten Medien
Tahir Della zu Atlantis
Aus der Sammlung von
Tahir Della
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Rechteinformation
Tahir Della
Bild zu Audio: Tahir Della zu Atlantis
Aus der Sammlung von
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Informationen über die verwendeten Medien
Von Atlantis nach Äthiopien. Ausstellung der Frobenius-Expeditionen
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Julius Klinger
Zeit
1912
»Der mystifizierende Blick auf Afrika zeigt: wir müssen uns von Fantasiebildern verabschieden, um den Kolonialismus aufzuarbeiten.«
Tahir Della
Der „weiße Held“ in der weiten Welt
Das Heldentum des einzelnen weißen Mannes steht im Mittelpunkt der kapitalistischen Erzählweise: Stets habe er sich seinen Reichtum durch harte Arbeit verdient. Der Begriff des „Eroberns“ wird positiv besetzt, ungeachtet der – oft gewaltsamen – Rücksichtslosigkeit, die darin mitschwingt. Als die Goldgräber Ende des 19. Jahrhunderts im Klondike einfielen, gingen sie ohne jede Rücksicht auf die dort lebenden Yukon First Nations und ihr Ökosystem vor. Die verheerenden Folgen dauern bis heute an.
Der touristische Blick
Mit Bahn und Schiff verreisen, Fotografieren und Kamelreiten – mit dem steten Ausbau von Infrastrukturen zur weltweiten Mobilität entwickelt sich im 19. Jahrhundert eine gigantische Tourismusindustrie samt offensiver Werbekampagnen. Erstmals rückt auch für mittlere Einkommensschichten in Europa das Fernreisen in greifbare Nähe. In den bereisten Ländern kopiert touristisches Verhalten oft die Muster des Kolonialismus – es begegnet der fremden Kultur nicht auf Augenhöhe, sondern von oben herab. Die Ortsansässigen sind den Blicken, der Kaufkraft und den Privilegien der Tourist*innen ausgeliefert.
Informationen über die verwendeten Medien
Soennecken & Co. Depot photographischer Artikel
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Richard Winckel
Zeit
um 1897
Informationen über die verwendeten Medien
F. Hirschberg & Co. Preisgekrönte Regendichte Gebirgs-, Sport- & Reise-Kleidung
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ludwig Hohlwein
Zeit
1907
Informationen über die verwendeten Medien
Die werdende Macht. Otto von Gottberg's Marineroman
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Julius Klinger
Zeit
1914
Globale Mobilisierung
Kommerzielle und militärische Infrastruktur entwickeln sich auch in der Kolonialzeit Hand in Hand. Menschen, Waren und Waffen werden in einem weltweiten Netzwerk transportiert und gehandelt, Kriege um kolonisierte oder zu kolonisierende Gebiete geführt. Stolz ins Bild gesetzte Transportmittel bilden als Machtsymbole eine ganz eigene Ikonografie, nicht nur in der damaligen Zeit.
Informationen über die verwendeten Medien
Eckstein Zigaretten
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Willy Stöwer
Zeit
1910
04
ÜBERLEGENHEITSFANTASIEN | Bildliche Narrative der Abwertung
Informationen über die verwendeten Medien
Grand Musée Anatomique
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jules Chéret
Zeit
1881
Rangdenken als Pseudowissenschaft
Die Wissenschaft des späten 19. Jahrhunderts beruht auf dem Dogma einer Hierarchie unter den Menschen. Es sei die „Last des weißen Mannes“ (R. Kipling), den „anderen“ in ihrer evolutionären Rückständigkeit den Weg zu weisen. Menschen mit dunklerer Hautfarbe werden ausgestellt oder vorgeführt: Mit überheblich dozierenden Weißen fließt die vorgebliche „Rassenwissenschaft“ in die Bildwelt für Alltagsprodukte und Unterhaltungsangebote ein. Dort wirkt sie vermutlich schneller und effektiver als politische Propaganda.
Informationen über die verwendeten Medien
A la Place Clichy
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Eugène Samuel Grasset
Zeit
1891
Posen des Herrschens
Körperhaltungen und Gesten sind zentrale narrative Elemente der Plakate. Kostüme und Dekor verstärken die theatralische Wirkung. Kleidung und Posen der Kolonisierenden drücken Rang und Determination aus. Als Konsument im Tropenanzug, Löwenbändiger, Zirkusdirektor oder Safariheld zeigen Weiße ihre (gefühlte oder erträumte) Vormachtstellung, ohne jeden Komplex.
Informationen über die verwendeten Medien
Informationen über die verwendeten Medien
Maisfutter Siou
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Julius Klinger
Zeit
1913
Spott als Strategie
In frühen Plakaten sind Kolonisierte in ihrem eigenen kulturellen Umfeld entweder in folklorisierender „Tracht“ oder mit wenig Bekleidung dargestellt. Man sieht sie in impulsiven oder untergebenen Bewegungen. „Humoristische“ Werbung zielt oft auf Kolonisierte ab – der Zeitgeist diktiert, dass man über sie lachen darf. So werden Angehörige außereuropäischer Gesellschaften in vielen Plakatmotiven zu Kindern, Tieren oder Waren herabgewürdigt oder für dumm erklärt. Dieser Suprematismus ist ideelle Grundlage für rücksichtslosen Raubbau und Umgang mit in den Kolonien lebenden Menschen, die weithin als Ressource betrachtet werden.
AUDIO IMPULS | Anna Yeboah
Gedanken zum Plakat Von Tieren und Menschen
Anna Yeboah ist Architektin und Kuratorin. Sie arbeitet zu Machtsystemen in Architektur und Stadtplanung, u. a. als Dozentin am Institut für Geschichte und Theorie Gestaltung der Universität der Künste Berlin. Seit 2020 leitet sie das Modellprojekt „Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt“ für die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland.
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Anna Yeboah zu Hagenbeck
Aus der Sammlung von
Anna Yeboah
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Rechteinformation
Anna Yeboah
Bild zu Audio: Anna Yeboah zu Hagenbeck
Aus der Sammlung von
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Informationen über die verwendeten Medien
Von Tieren und Menschen
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Paul Scheurich
Zeit
1908
»Wenn man weiß, was bei Hagenbeck alles passiert ist, macht dieses friedliche Bild einen arg betroffen.«
Anna Yeboah
05
DIENEN UND HERRSCHEN | Einprägsame Hierarchieklischees
Aufs Tablett gehoben
Beflissen eilen dunkelhäutige Dienende mit dem Tablett herbei oder halten untergeben stillstehend Getränke bereit. Plakatwerbung verkauft Konsument*innen mit dem Produkt die Idee einer höheren sozialen Stellung: oberhalb der – im Werbebild oft karikaturhaft verkindlichten – Kolonisierten, die in Livree oder Fantasiekostüm stets schon auf den nächsten Befehl zu warten scheinen.
Informationen über die verwendeten Medien
Palmefka. Feinste Pflanzenbutter-Margarine
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ludwig Hohlwein
Zeit
um 1913
Informationen über die verwendeten Medien
J.F. Germundsons Patentrostade Kaffe
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johann Vincenz Cissarz
Zeit
1899
Informationen über die verwendeten Medien
Marco-Polo-Tee
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ludwig Hohlwein
Zeit
1910
Luxus für „alle“
Für kolonisierende Länder bedeuten Kolonien neben günstigen Arbeitskräften und Rohstoffen auch die Annehmlichkeit neuer Luxusartikel und Sinnesfreuden. Reklame vermittelt immer mehr Menschen in Europa und den USA: Es gehört zum guten Ton, sich einen Kaffee servieren zu lassen oder zuhause die Familie mit Schokolade oder anderen importierten „Kolonialwaren“ zu verwöhnen. Unter welchen Umständen die Produkte erzeugt und gehandelt werden, bleibt dabei – im Werbebild wie im Kopf – bis heute ausgeklammert.
Informationen über die verwendeten Medien
Café Odeon und Billard Akademie München
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ludwig Hohlwein
Zeit
1908
Informationen über die verwendeten Medien
EDEKA. Erste Delikatessen-Kolonialwaren-Ausstellung Berlin
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Karl Schulpig
Zeit
1913
Informationen über die verwendeten Medien
Süd-Afrikanische Straußfeder-Manufaktur
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fritz Rumpf
Zeit
um 1912
Europäisches Sklavenleben?
Für die Armen in Europa bedeuten die Kolonien insofern einen sozialen Aufstieg, als es nun noch geringer geschätzte, noch schlechter behandelte Menschen in ihrem Wirtschaftssystem gibt. Manche fühlen sich den Versklavten in den ausgebeuteten Teilen der Welt überlegen und schlagen sich somit auf die Seite der Mächtigen: Ideologisch teilhabend an Rassismus und Kapitalismus, sehen sie den Feind in jenen, mit denen sie sich eigentlich solidarisieren könnten, um zu revoltieren.
Informationen über die verwendeten Medien
Europäisches Sklavenleben
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hans Rudi Erdt
Zeit
1912
Informationen über die verwendeten Medien
Mein Herr raucht nur die braunen Vox Populisten Zigarren - Ich auch
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Rechteinformation
VG Bild-Kunst
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Lucian Bernhard
Zeit
1911
AUDIO IMPULS | hn. lyonga
Gedanken zum Plakat Prunier Cognac
hn. lyonga ist ein Schwarzer, Queerer, interdisziplinärer Künstler, Dichter und Kurator. In seiner Abeit beschäftigt er sich mit historisch kolonialisierten und marginalisierten Gesellschaften. hn. lyonga war Neighbor in Residence 2023 im Gropius Bau und ist derzeit Co-Koordinator von BARAZANI.berlin - Forum Kolonialismus und Widerstand.
Informationen über die verwendeten Medien
hn. lyonga zu Prungier Cognac
Aus der Sammlung von
hn. lyonga
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
hn. lyonga
Bild zu Audio: hn. lyonga zu Prungier Cognac
Aus der Sammlung von
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Informationen über die verwendeten Medien
Prunier Cognac
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hans Neumann
Zeit
1911
»Wenn ich das Bild ansehe, fühle ich mich sehr klein. Es spiegelt eine Art ständiger Unterwerfung wider, eine krasse Ausbeutung.«
hn. lyonga
06
SPEKTAKULÄRE STEREOTYPE | Werben für Kultur und Unterhaltung
„Fremdes“ für die Freizeit
Massiv werben in ganz Europa und den USA Plakate für Ausstellungen, Bühnenstücke und Bücher, die (vorgebliche) Lebensweisen von Menschen aus anderen Teilen der Welt präsentieren. Auf kommerzielle Unterhaltung ausgelegte Freizeitangebote arbeiten mehr mit Stereotypen und Imagination als dass sie Kulturen getreu porträtieren. Kostüme und Posen werden im Reklamebild zitiert, nicht selten überspitzt. Über die Werbeplakate erreichen die Spektakel ein noch breiteres Publikum und prägen dessen Vorstellungen mit Menschenschau-Fantasien, Bildern von „Wilden“ und fremder „Exotik.
Informationen über die verwendeten Medien
Hagenbeck's Indien
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Martin Lehmann-Steglitz
Zeit
1912
Informationen über die verwendeten Medien
Tadsch-Mahal. Kolonialfest der Berliner Abteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Rechteinformation
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Kurt Hassenkamp
Zeit
1911
Spiel mit Schwarz-Weiß
Ob als Clownerei, Zirkuseinlage oder Schwarz-Weiß kontrastierende Karikatur: Bevorzugt als Humor getarnt, dienen rassistische Klischees um 1900 der Unterhaltung von Volksmassen. Die Show des Clowns, der die diskriminierende Bezeichnung „Chocolat“ als Bühnennamen wählte, tourte durch ganz Europa und gehörte zu den frühesten Kinoverfilmungen der Welt. Die Werbung nimmt das Spiel mit verkehrten Rollen auf: Wer hat die Macht? Wer ist der Tölpel? Und wer lacht zuletzt?
Informationen über die verwendeten Medien
Blanc et Noir, 4e exposition
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jules Chéret
Zeit
1890
Gut gemeint: Abolitionistische Erzählungen
Neben unumwunden rassistischen Darbietungen vermitteln auch „gut gemeinte“ Fiktionen gängige Klischees. Dazu gehört der Erfolgsroman Onkel Toms Hütte (Harriet Beecher Stowe, 1852) samt gleichnamigem Bühnenstück als eine Erzählung, die sich gegen die Sklaverei richtet. Im Text wie als Plakatmotiv werden die Schwarzen Protagonisten mit kindlichem Gemüt und Sprachfehlern dargestellt.
Informationen über die verwendeten Medien
Don't Stop Me! I'se Gwine To See!
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
John Hassall
Zeit
um 1890
Geishas und Haremsdamen
Ein Dauerbrenner ist das Motiv der ebenso leidenschaftlichen wie „von Natur aus“ untergebenen kolonisierten Frau. Für Plakat wie auch Literatur und Theater gilt: Mit dem Klischee der „Haremsdame“ oder der asiatischen Gespielin dichtet sich der – mit finanzieller und soldatischer Macht ausgestattete – westliche Mann unwiderstehliche Verführungskünste an. Dass die – hier orientalistisch idealisierten – Frauen oft gegen ihren Willen verkauft werden oder sich verkaufen, um zu überleben, wird dabei gern unterschlagen.
Informationen über die verwendeten Medien
Eine Harems-Nacht
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hans Baluschek
Zeit
um 1909
Informationen über die verwendeten Medien
Madame Chrysanthème. Comédie lyrique en quatre actes
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Henri Boutet
Zeit
1893
AUDIO IMPULS | Anna Yeboah
Gedanken zum Plakat Kolonialausstellung im Deutschen Kolonial-Museum
Anna Yeboah ist Architektin und Kuratorin. Sie arbeitet zu Machtsystemen in Architektur und Stadtplanung, u. a. als Dozentin am Institut für Geschichte und Theorie Gestaltung der Universität der Künste Berlin. Seit 2020 leitet sie das Modellprojekt „Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt“ für die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland.
Informationen über die verwendeten Medien
Anna Yeboah zu Kolonialausstellung
Aus der Sammlung von
Anna Yeboah
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Anna Yeboah
Bild zu Audio: Anna Yeboah zu Kolonialausstellung
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Informationen über die verwendeten Medien
Kolonialausstellung im Deutschen Kolonial-Museum
Aus der Sammlung von
Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin
Wie darf ich das Objekt nutzen
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Karl Schnebel
Zeit
1900
»Koloniale Ausstellungen waren Propagandamittel: Sie wollten zeigen, dass Deutschland die Welt offensteht – durch Annexion und Extraktion.«
Anna Yeboah
Eine virtuelle Ausstellung von
Die vorliegende Online-Ausstellung wurde kuratiert von Kristina Lowis und Christina Thomson. Sie ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts „Koloniale Kontexte im Frühen Plakat 1854–1914“, das 2022 bis 2024 an der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin durchgeführt wurde. Die digitale Ausstellung wird ergänzt durch eine Online-Werkdatenbank und eine digitale Publikation.
© Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin 2025
Team
Kristina Lowis und Christina Thomson
Forschungsteam: Ibou Coulibaly Diop, Kristina Lowis, Christina Thomson
Texte Online-Ausstellung: Kristina Lowis und Christina Thomson, kritisch redigiert von Ibou Coulibaly Diop
Bildbetrachtungen: Tahir Della, hn. lyonga, Anna Yeboah
Interviews: Ibou Coulibaly Diop, Anna Russ
Projektassistenz, Bildredaktion: Christina Dembny
Audioproduktion: Emmanuel Teillet für Berlin Art Link
Englische Übersetzung: Sophie Schlöndorff
Grafische Gestaltung Titelbild: Anneke Gerloff-Mazas
Reprofotografie: Dietmar Katz
Projektträger: Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Museumssammlung: Sammlung Grafikdesign, Kunstbibliothek
Impressum
© Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin 2025
Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz | Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin
Marion Ackermann
kb [at] smb.spk-berlin.de
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Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
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