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Die Wiedereinführung der Kreistage Halle und Wiedenbrück im Jahr 1946

„Ein neues politisches Leben auf breitester demokratischer Grundlage“

Kreisarchiv Gütersloh


Kriegszerstörungen in Gütersloh in der Blessenstätte, 1945.

Mertenskötter, Foto, 1945, Gütersloh

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Stadtarchiv Gütersloh

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Stadtarchiv Gütersloh, Foto: Mertenskötter

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Kurzbeschreibung
Zerstörte Häuser und zwei Lastwagen in der Blessenstätte in Gütersloh, 1945.
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Kriegszerstörungen in Gütersloh in der Blessenstätte, 1945.


Besetzung und Wiederaufbau

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übernahmen zunächst die amerikanischen und ab dem Sommer 1945 die britischen Militärbehörden die staatliche Gewalt im nordrhein-westfälischen Gebiet.

Sie konzentrierten sich nach der Besetzung zunächst auf den Aufbau einer funktionsfähigen deutschen Kommunalverwaltung unter ihrer Aufsicht. Die Verwaltung sollte sich um die dringendsten Probleme kümmern: Versorgung der Bevölkerung und Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.

Den Landräten wurde innerhalb der Verwaltung eine zentrale Rolle zugedacht. Sie waren bei der Erledigung ihrer Aufgaben jedoch nur der Miltärregierung verantwortlich und unterlagen keinerlei demokratisch-repräsentativer Kontrolle.



Portraitfoto von Heinrich Wellenbrink.

Foto, 1945-1950

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kurzbeschreibung
Als erster Nachkriegslandrat des Kreises Halle prägte Heinrich Wellenbrink den demokratischen Neubeginn in seinem Kreis.
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Als erster Nachkriegslandrat des Kreises Halle prägte Heinrich Wellenbrink den demokratischen Neubeginn in seinem Kreis.

Anfänge einer bürgerschaftlichen Beteiligung

Im Kreis Halle ist der demokratische Neubeginn eng mit der Ernennung Heinrich Wellenbrinks am 7. April 1945 zum Landrat durch die alliierten Besatzungsbehörden verknüpft. Dieser bildete umgehend einen Kreisausschuss, um einen Austausch zwischen der Kreisbevölkerung und dem Landrat zu ermöglichen.

Nur wenige Wochen nach Beendigung des Nationalsozialismus gab es damit im Kreis Halle wieder eine Anknüpfung an die demokratischen Traditionen der Weimarer Republik. Dem Kreisausschuss gehörten neben dem Landrat sieben weitere Mitglieder an.

Das Gremium trat in der Folge regelmäßig zusammen und befasste sich mit Fragen der Lebensmittelversorgung und der sozialen Absicherung, aber auch mit der Organisation und Entnazifizierung der Kreisverwaltung Halle.





Saal des Kolpinghauses in Wiedenbrück.

Zeichnung

Aus der Sammlung von

Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück

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Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück

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Kurzbeschreibung
Der Wiedenbrücker Kreistag traf sich 1946 im Saal des Kolpinghauses in Wiedenbrück.
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Der Wiedenbrücker Kreistag traf sich 1946 im Saal des Kolpinghauses in Wiedenbrück.


Kreistage ohne Wahlen

Ende 1945 vereinheitlichten die Briten die kommunalen Verwaltungsstrukturen in ihrem Bereich. Da den Briten die Durchführung von Wahlen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich schien, sollten als Zwischenstufe „ernannte vertretende Räte“ geschaffen werden.

In beiden Kreisen machten sich die Landräte umgehend an die Umsetzung der Vorgaben. Im Kreis Wiedenbrück waren die Mitglieder des Kreistages in der Regel von den örtlichen Amts- und Stadtvertretungen gewählt worden.

Einen etwas anderen Weg ging der Haller Landrat Wellenbrink. Er holte Vorschläge bei den schon bestehenden Parteien, den Gewerkschaften und der Kreisbauernschaft ein. Diese fanden schließlich die Genehmigung der Militärregierung. Im Januar 1946 traten die ernannten Kreistage zu ihren ersten Sitzungen zusammen.

Die Deutschen werden ermutigt, ein neues politisches Leben auf breitester demokratischer Grundlage aufzubauen.

Richtlinien der Militärregierung für die Verwaltung, die örtliche und die Gebietsregierung





Holzschild am Haus des Bauern in Wiedenbrück mit dem Schriftzug "Mil. Gov. Kreis Resident Officer Wiedenbrück"

Holzschild, 1946/1946

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kreisarchiv Gütersloh

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Das Holzschild am Haus des Bauern in Wiedenbrück wies den Besuchern den richtigen Weg zum Kreis Resident Officer.


Demokratieunterricht durch die Militärregierung

Nach Berufung der Kreistage drang die britische Militärregierung auf eine umgehende Arbeitsaufnahme derselben. In den ersten Sitzungen sollten die wichtigsten Probleme behandelt, die zuständigen Ausschüsse gebildet und die Landräte gewählt werden.

Um die demokratischen „Spielregeln“ zu erlernen, bot die Bezirksregierung auf Veranlassung der Militärregierung im März 1946 in Minden eine Art Fortbildungsveranstaltung an, die unter anderem auch von vier Haller Kreistagsabgeordneten besucht wurde.

Die Atmosphäre bei Versammlungen zeigt immer noch einen beklagenswerten Mangel an Würde. Es besteht ein fast ununterbrochenes Rauchen, auch holen Mitglieder oft Butterbrote hervor […] und fallen manchmal sogar in Schlaf, was allerdings bei dem wortreichen Verlauf der Versammlungen kein Wunder ist.

Beobachtungen der Militärregierung nach der Teilnahme an zwei Sitzungen des Kreistages Halle





Zulassung des Kreisverbands Halle der SPD durch die Militärregierung Halle.

Schriftstück, 1945

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kurzbeschreibung
Schriftstück, mit dem der Kreisverband Halle der SPD durch die Militärregierung Halle zugelassen wird.
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Zulassung des Kreisverbandes Halle der SPD durch die Militärregierung Halle.


Zulassung von Parteien

Die offizielle Zulassung von Parteien auf kommunaler Ebene hatte die britische Militärregierung bereits kurz vor der Ernennung der Kreistage ermöglicht. Ihnen wurde eine zentrale Rolle beim demokratischen Erneuerungsprozess zugedacht.

Einige Parteien waren zuvor schon unter Duldung der Militärregierung aktiv geworden, die offizielle Anerkennung der Kreisgruppen durch die Militärregierung erfolgte dann schrittweise ab Ende 1945. Die Erlaubnis zur Gründung der KPD für den Kreis Wiedenbrück beispielweise wurde am 8. Dezember 1945 erteilt, die SPD für den Kreis Halle folgte am 23. Februar 1946.



Westfälischer Hof in Versmold, rechts Leuna-Tankstelle.

Foto

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Stadtarchiv Versmold

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Stadtarchiv Versmold

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Kurzbeschreibung
Der Westfälische Hof in Versmold war eines der Wahllokale bei den Kreistagswahlen 1946.
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Der Westfälische Hof in Versmold war eines der Wahllokale bei den Kreistagswahlen 1946.


Vorbereitung der ersten Kreistagswahlen

Bereits zur Jahreswende 1945/ 1946 veröffentlichte die Militärregierung eine Zeittafel für die Vorbereitung der ersten Wahlen. Dabei mussten noch einige Hürden genommen werden. So standen beispielsweise zahlreiche vor 1933 genutzte Wahllokale nicht mehr zur Verfügung, da sie inzwischen als Flüchtlingsunterkünfte genutzt wurden oder von den Besatzungstruppen belegt waren.

Auch der Wahlkampf der Parteien gestaltete sich durchaus schwierig: Nicht nur Papier für Plakate und Handzettel war knapp, auch Fahrzeuge und Benzin ließen sich nur sehr schwer beschaffen. Aus diesem Grund griff die britische Militärregierung den Parteien immer wieder helfend unter die Arme. Generell betonte sie die große Bedeutung der demokratischen Parteien und zeigte sich ablehnend gegenüber einer zu großen Anzahl unabhängiger Kandidaten bei den anstehenden Wahlen.



Schriftstück, mit dem die Militärregierung die Kreise anwies, Revisionsbeamte einzusetzen.

Schriftstück, 1946

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kurzbeschreibung
Im Mai 1946 wies die Militärregierung die Kreise an, Revisionsbeamte einzusetzen. Diese sollten die Wählerlisten überprüfen. Der Kreis Halle beauftragte Dr. Meyer-Barkhausen mit dieser herausfordernden Aufgabe.
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In Mai 1946 wies die Militärregierung die Kreise an, Revisionsbeamte einzusetzen.

Wer darf eigentlich wählen?

Bei der ersten Nachkriegswahl erhielten die Bürger keine Wahlbenachrichtigung, die Wählerlisten wurden stattdessen öffentlich ausgelegt. In das Wählerverzeichnis durften keine Personen aufgenommen werden, die leitende Funktionen in den Organisationen der NSDAP und der Gestapo innehatten oder vor dem 1. März 1933 das Parteibuch der NSDAP besessen hatten.

Die Streichung aus dem Wählerverzeichnis wegen politischer Belastung führte häufig zu Konflikten. Die Aufnahme von bisher noch nicht registrierten Personen – insbesondere Flüchtlinge und Vertriebene – war hingegen in der Regel ohne Probleme möglich.

Zur Überprüfung der Wählerlisten wurden von den Kreistagen sogenannte Revisionsbeamte gewählt. Diese wurden jedoch nicht im eigenen, sondern in einem benachbarten Kreis eingesetzt. So gab es etwa zwischen den Kreisen Halle und Wiedenbrück einen Austausch ihrer Revisionsbeamten.





Abbildung eines Stimmzettels für die Kommunalwahlen in der Freien Presse vom 14. September 1946. Passenderweise hat die Zeitung die Kreuze schon an der aus ihrer Sicht richtigen Stelle gemacht.

Schriftstück, 1946

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Stadtarchiv Gütersloh

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Kurzbeschreibung
Stimmzettel für die Kommunalwahlen.
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Abbildung eines Stimmzettels für die Kommunalwahlen in der Freien Presse vom 14. September 1946.


Erste freie Wahlen

Die Wahlen zu den Kreistagen fanden schließlich am 13. Oktober 1946 statt. Erstmals seit über 13 Jahren hatten die Kreise damit wieder nach demokratischen Prinzipien gewählte Vertretungen. Im Laufe des Oktobers traten die neu gewählten Kreistage erstmalig zusammen.

Die Kommandanten der Militärregierungen Halle und Wiedenbrück freuten sich über den erfolgreich verlaufenen ersten Schritt zur Demokratisierung. Sie betonten, dass jeder Gemeindevertreter die Gesamtbevölkerung vertritt und nicht nur denjenigen Teil, der ihn gewählt hat.

Gleichzeitig forderten sie die Vertretungen auf, die Hauptgemeindebeamten zu kontrollieren und unter allen Umständen darauf bedacht zu sein, dass die Beamten nicht sie kontrollieren.

Die Regierung des Kreises ist jetzt aus den Händen der Beamten genommen und in Ihre Hände gelegt worden. Sie sind hier, um das Volk zu vertreten; Sie sind […] die Diener des Volkes

Major Kelly von der britischen Militärregierung zum Kreistag Wiedenbrück





Schriftstück, mit dem die Haller Militärregierung ihre Unzufriedenheit wegen der verspäteten Übermittlung der Wahlergebnisse mitteilte.

Schriftstück, 1946

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Kreisarchiv Gütersloh

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Kurzbeschreibung
Äußerst unzufrieden zeigte sich die Haller Militärregierung mit der verspäteten Übermittlung der Wahlergebnisse.
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Äußerst unzufrieden zeigte sich die Haller Militärregierung mit der verspäteten Übermittlung der Wahlergebnisse.


Probleme und Merkwürdigkeiten

Die Wahlen zu den Kreistagen verliefen ruhig und ohne Störungen. Lediglich in Halle kam es zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Wahlergebnisse an die Militärregierung.

Die Freie Presse berichtete, dass Stimmzettel zweckentfremdet und für politische Kommentare genutzt wurden. Einige wenige versahen die Wahlzettel mit einem Hakenkreuz oder der Bemerkung NSDAP. Häufiger waren dagegen Aufschriften wie „Gebt uns unsere Kriegsgefangenen zurück“ oder „Erst das Essen, dann das Wählen!“

Einige Wähler nutzten zudem den Stimmzettel zu persönlichen Angriffen auf Kandidaten und setzten Beleidigungen hinter deren Namen.

Siehe, ihr seid aus dem Nichts und euer Tun ist auch nichts und euch zu wählen ist ein Greuel.

Jesaias 41, Vers 24; Bibelvers, den laut der Freien Presse vermutlich einige Zeugen Jehovas auf den Wahlzettel geschrieben hatten





Portraitfoto von Johannes Pohlmann.

Foto

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Kreisarchiv Gütersloh

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Portraitfoto von Johannes Pohlmann.


Männer der ersten Stunde: Johannes Pohlmann aus Rheda

Johannes Pohlmann wurde am 6. Dezember 1901 in Rheda geboren. Er war Prokurist in der Wäschefabrik Gebr. Weinberg. Als Mitglied des Zentrums und wegen seiner angeblich „judenfreundlichen und staatsfeindlichen Haltung“ (Auszug aus der Wiedergutmachungs-akte) wurde er während der Zeit des Nationalsozialismus politisch verfolgt.

Um sich dem Zugriff der Gestapo zu entziehen, floh er 1938 in die Niederlande. Dort unterstützte er unter anderem deutsche und österreichische Flüchtlinge bei ihrer Auswanderung.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war er ab 1946 Mitglied im Kreistag und im Kreisausschuss für den Kreis Wiedenbrück. Von 1946 bis 1952 war er zudem ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Rheda und ab 1947 erster Landtagsabgeordneter für den Kreis Wiedenbrück. Er starb am 14. März 1975.

[Johannes Pohlmann] wird nach meiner Ueberzeugung weiter mitarbeiten wie früher […] an der Einführung eines demokratischen Denkens bei seinen Volksgenossen.

Pfarrer Grawe über Johannes Pohlmann





Portraitfoto von Georg Dittmann.

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Portraitfoto von Georg Dittmann.


Männer der ersten Stunde: Georg Dittmann aus Langenberg

Georg Dittmann wurde am 6. Oktober 1875 in Langenberg geboren. Er war Teilhaber der bekannten Langenberger Brauerei Gebr. Dittmann.

Er engagierte sich schon früh in der Kommunalpolitik. Für das Zentrum war er von 1916 bis 1933 bzw. 1935 Mitglied des Kreistages und des Kreisausschusses Wiedenbrück.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzte er sein kommunalpolitisches Engagement als Amtsbürgermeister des Amtes Reckenberg und als Kreistagsmitglied fort. Er war zudem Mitglied der Industrie- und Handelskammer in Bielefeld. Für seinen Einsatz erhielt er 1955 den Verdienstorden der Bundesrepublik. Er starb am 24. April 1957.



Gedenkzettel für Georg Dittmann.

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Gedenkzettel für Georg Dittmann.
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Gedenkzettel für Georg Dittmann.


Portraitfoto von Heinrich Wolf.

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Portraitfoto von Heinrich Wolf.


Männer der ersten Stunde: Heinrich Wolf aus Halle

Heinrich Wolf wurde am 20. Oktober 1890 in Hesseln geboren. Er besuchte die Volkschule und war über 40 Jahre als Werkmeister in der Firma Wilhelm Güttgemanns beschäftigt. Für die SPD war er Mitglied des Kreistages Halle von 1925 bis 1933, als die Nationalsozialisten sein Ausscheiden erzwangen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzte Heinrich Wolf seine kommunalpolitische Arbeit fort. Er gehörte wieder dem Kreistag an, zudem amtierte er mehrmals als ehrenamtlicher Landrat des Kreises Halle.

Neben seiner politischen Tätigkeit war Heinrich Wolf unter anderem auch in den Vorständen der Kreissparkasse Halle und des Krankhauses Halle engagiert. Seine uneigennützige Arbeit für das Gemeinwohl wurde durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse anerkannt. Er starb am 29. Juli 1973.



Traueranzeige des Kreises Gütersloh für Heinrich Wolf.

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Traueranzeige des Kreises Gütersloh für Heinrich Wolf.
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Traueranzeige des Kreises Gütersloh für Heinrich Wolf.


Portraitfoto von Landrat Franz Kluthe.

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Der erste Nachkriegslandrat des Kreises Wiedenbrück, Franz Kluthe. Er koordinierte unter anderem die Einführung eines Kreistages.
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Der erste Nachkriegslandrat des Kreises Wiedenbrück, Franz Kluthe. Er koordinierte unter anderem die Einführung eines Kreistages.


Bilanz der ersten Wahlen

Die Oberkreisdirektoren von Halle und Wiedenbrück zeigten sich mit dem Ablauf der Kreistagswahlen durchaus zufrieden. Sie betonten, dass der Ausschluss ehemaliger NSDAP-Funktionäre von den Wahlen von der Bevölkerung für gerechtfertigt gehalten wurde.

Kritisiert wurde jedoch das Wahlsystem: Die Mehrheitswahl der Kandidaten, gekoppelt mit dem Verhältniswahlrecht, ergäbe „kein wahres Bild der Volksstimmung“, so Oberkreisdirektor Franz Kluthe in einem Schreiben an die Bezirksregierung. Als Beispiele für das mangelhafte Wahlsystem wurde u.a. die Zusammensetzung des Kreistages Halle angeführt: Hier habe die CDU 47 % der Stimmen gewonnen, jedoch 61 % der Sitze im Kreistag erhalten.

In einem relativ kurzen Zeitfenster war es insgesamt gelungen, nahezu reibungslos wieder Wahlen auf kommunaler Ebene zu organisieren und den Demokratisierungsprozess „von unten“ erfolgreich einzuleiten – eine beachtliche Leistung aller Beteiligten.

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Diese Ausstellung wurde am 10.01.2022 veröffentlicht.



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