Regen auf dem Schirm
Leichte Sprache
Eine virtuelle Ausstellung der Deutschen Digitalen Bibliothek
Wie alt ist der Regen?
Welche Wolken zeigen:
Gleich regnet es?
Was hat Staub mit Regen zu tun?
Was haben Schmetterlinge mit Regen zu tun?
Kann man Regen herbei zaubern?
Wird es in der Zukunft stärker regnen?
Werden wir bei Regen traurig?
Regen betrifft uns alle.
Deshalb wollen wir mit Ihnen den Regen auf seiner Reise begleiten:
Von den Wolken durch die Luft bis zur Erde.
01
In den Wolken
Der Wasser-Kreislauf
Wasser bedeckt etwa 70 Prozent der Erde.
Das bedeutet:
Das meiste von der Erde ist unter Wasser.
Wasser ist oft flüssig.
Das Wasser auf der Erde ist zum Beispiel in den Ozeanen und in den Flüssen.
Wasser kann aber auch fest sein.
Dann ist das Wasser Eis.
Und Wasser kann auch ein Gas sein.
Dann ist das Wasser Wasser-Dampf.
Die Sonne scheint auf die Erde?
Dann verwandelt sich das Wasser.
Das flüssige Wasser verdunstet.
Das bedeutet:
Das Wasser wird zu Wasser-Dampf.
Der Wasser-Dampf steigt sehr hoch in die Luft.
Dort ist es kälter.
Deshalb wird der Wasser-Dampf wieder zu Wasser.
Dann regnet es.
So kommt das Wasser wieder zurück zur Erde.
Das nennt man:
Wasser-Kreislauf.
Manche Forscher wollen herausfinden:
Wie ist das Wasser auf die Erde gekommen?
Dafür gibt es noch keine genaue Antwort.
Deshalb untersuchen die Forscher zum Beispiel Tropfstein-Höhlen.
In diese Höhlen regnet es oft rein.
Dadurch bilden sich bestimmte Steine.
Diese Steine heißen:
Tropfsteine.
Die Tropfsteine zeigen den Forschern etwas
über den Regen vor vielen tausend Jahren.
So können die Forscher mehr über Regen herausfinden.
Aber die Forscher wissen schon:
Vor sehr vielen Jahren hat es auf der Erde für eine sehr lange Zeit geregnet.
So sind die Ozeane auf der Erde entstanden.
In den Ozeanen sind dann die ersten Lebewesen entstanden.
- -
Sie wollen wissen:
Regnet es gleich?
Dann gucken Sie wahrscheinlich in den Himmel.
Wolken bedeuten nämlich oft:
Gleich regnet es.
Das gilt aber nicht für alle Wolken.
Diese verschiedenen Wolken gibt es:
Wie entsteht Regen?
Zuerst verdunstet das flüssige Wasser auf der Erde.
So entsteht Wasser-Dampf.
Der Wasser-Dampf steigt hoch in die Luft.
In der Luft gibt es zum Beispiel auch sehr kleine Staub-Teilchen.
Und oben in der Luft ist es kälter als auf der Erde.
Deshalb sammelt sich der Wasser-Dampf an den Staub-Teilchen.
So wird der Wasser-Dampf zu kleinen Wasser-Tropfen.
Das sind die Wolken.
Die Wasser-Tropfen werden immer größer.
Irgendwann sind die Wasser-Tropfen groß genug.
Dann fallen die Wasser-Tropfen aus der Wolke.
Dann regnet es.
Der meiste Staub in der Luft kommt aus der Sahara.
Die Sahara ist eine sehr große Wüste in Afrika.
Staubwanderung
Regen ist ein Teil vom Wetter.
Sie gucken sich die Wolken an?
Dann wissen Sie vielleicht:
So wird das Wetter gleich.
Aber Sie wissen nicht:
Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen?
Dafür müssen Forscher noch mehr Dinge beobachten.
Dann wissen die Forscher aber noch nicht:
Wie wird das Wetter in den nächsten Jahren?
Dafür müssen die Forscher über eine lange Zeit noch mehr Dinge beobachten.
Das Wetter in einem großen Gebiet
und über eine lange Zeit nennt man:
Klima.
02
In der Luft
Das Wetter untersuchen
Griechenland
Das Wetter wird schon seit mehr als 2.000 Jahren untersucht.
Zuerst hat diese Person das Wetter untersucht:
Aristoteles.
Aristoteles war ein Philosoph aus Griechenland.
Ein Philosoph denkt über viele verschiedene Dinge nach.
In Griechenland gab es auch die erste Wetter-Station.
Eine Wetter-Station ist ein bestimmtes Gebäude.
In diesem Gebäude sind viele verschiedene Geräte.
Mit diesen Geräten können Forscher das Wetter untersuchen.
Die erste Wetter-Station hieß:
der Turm der Winde.
Danach wurde das Wetter lange Zeit wenig untersucht.
Vor etwa 500 Jahren wurden Bücher erfunden.
Dann gab es zum Beispiel auch ein Buch über das Thema Wetter.
Dieses Buch hieß:
Wetter-Büchlein.
Dieses Buch war nicht nur für Forscher.
Dieses Buch war für alle Menschen.
Im Wetter-Büchlein standen die Wetter-Regeln aus Griechenland.
Und im Wetter-Büchlein standen die Bauern-Regeln.
Bauern-Regeln sind auch Regeln über das Wetter.
Aber die Bauern-Regeln sind nicht von Forschern.
Die Bauern-Regeln sind von normalen Menschen.
Diese Menschen erleben das Wetter jeden Tag.
Daraus haben die Menschen Regeln gemacht.
Die Bauern-Regeln stimmen trotzdem oft.
Aber manchmal stimmen die Bauern-Regeln nur in bestimmten Gebieten.
Die Bauern-Regeln reimen sich oft.
Wetter-Netze
Forscher wollen das Wetter möglichst gut untersuchen.
Dafür ist wichtig:
Viele Forscher müssen das Wetter überall auf der Welt untersuchen.
Und die Forscher müssen miteinander sprechen.
Deshalb wurde vor etwa 250 Jahren das erste Wetter-Netz erfunden.
Wetter-Netz bedeutet:
Es gibt bestimmte Regeln für die Beobachtung vom Wetter.
Und Forscher sollen das Wetter an verschiedenen Orten auf der Welt beobachten.
Die Regeln gelten an allen diesen Orten.
Beim ersten Wetter-Netz gab es 39 Mess-Orte auf der Welt.
Hier haben Forscher die gleichen Dinge auf die gleiche Art gemessen.
Und die Forscher haben diese Dinge immer zu einer bestimmten Zeit gemessen.
So konnten die Forscher das Wetter noch besser untersuchen.
Den Wetterfronten voraus
Das war zum Beispiel wichtig für die Bauern.
Die Bauern wollten nämlich zum Beispiel wissen:
Wie wird das Wetter?
Kann ich eine Pflanze morgen ernten?
Manchmal haben die Bauern die Informationen über das Wetter aber zu spät bekommen.
Die Informationen wurden nämlich zuerst mit einer Kutsche verteilt.
Vor 200 Jahren wurde dann die Telegrafie erfunden.
Bei der Telegrafie werden Informationen durch ein Kabel verschickt.
So konnte man Nachrichten auch über weite Strecken verschicken.
Und man konnte die Nachrichten schnell verschicken.
Dann gab es zum Beispiel jeden Tag einen Wetter-Bericht in der Zeitung.
So wussten die Bauern immer rechtzeitig:
Wie wird das Wetter?
Die Forscher bekommen Hilfe von vielen anderen Menschen
Manchmal brauchen die Forscher Hilfe von vielen anderen Menschen.
Die anderen Menschen können nämlich auch das Wetter beobachten.
Dann haben die Forscher noch mehr Daten.
Und die Forscher können das Wetter besser untersuchen.
Vor etwa 150 Jahren konnten viele Menschen in England den Forschern helfen.
Die Menschen sollten den Regen beobachten.
Dafür haben die Menschen den Regen zum Beispiel gesammelt.
Am Ende gab es mehr als 3.000 Mess-Orte.
Die Forscher wussten so:
Wie viel hat es an diesem Ort geregnet?
Das hat den Forschern in England sehr geholfen.
Heute wissen Forscher manchmal nicht genau:
Wie war das Wetter früher?
Dann können die Forscher zum Beispiel Bäume untersuchen.
Bäume haben in ihrem Stamm mehrere Ringe.
Diese Ringe zeigen:
So alt ist der Baum.
Jedes Jahr kommt ein Ring dazu.
Deshalb heißen die Ringe:
Wachstums-Ringe oder Jahres-Ringe.
Ein Jahres-Ring ist dick?
Dann war das Jahr von dem Jahres-Ring warm.
Und es hat genug geregnet.
Ein Jahres-Ring ist dünn?
Dann war das Jahr von dem Jahres-Ring kalt.
Und es hat wenig geregnet.
Die Forscher können auch noch viele andere Dinge untersuchen.
Die Forscher können zum Beispiel das Eis am Nordpol untersuchen.
So finden die Forscher heraus:
Wie war das Wetter früher?
Dann wissen die Forscher auch:
Wie war das Klima auf der Erde früher?
Die Forscher können das Klima vor mehreren Millionen Jahren herausfinden.
Das Wetter heute
Forscher wollen untersuchen:
Wie wird das Wetter in der Zukunft?
Die Forscher brauchen dafür sehr gute Mess-Instrumente.
Heute gibt es schon viele sehr gute Mess-Instrumente.
Es gibt zum Beispiel Super-Computer und Satelliten.
Super-Computer sind bestimmte Computer.
Diese Computer sind sehr schnell.
Satelliten fliegen um die Erde herum.
Mit diesen Mess-Instrumenten können die Forscher sagen:
So wird das Wetter in der nächsten Woche.
Schmetterlings-Effekt
Aber die Forscher können das Wetter nie ganz genau vorhersagen.
Viele verschiedene Dinge beeinflussen das Wetter.
Dazu gehören zum Beispiel:
- die Temperatur,
- der Luft-Druck,
- der Wind.
Eine kleine Sache ändert sich?
Dann kann sich das ganze Wetter ändern.
Ein Forscher wollte das besser erklären.
Deshalb hatte der Forscher eine Idee für einen Vergleich.
Der Forscher hat gesagt:
Ein Schmetterling flattert irgendwo auf der Welt mit seinen Flügeln?
Dann macht der Schmetterling mit seinen Flügeln ein bisschen Wind.
Dieser Wind kann dann das Wetter auf der anderen Seite der Erde beeinflussen.
Auf der anderen Seite der Erde gibt es dann zum Beispiel
einen schlimmen Sturm.
Das können die Forscher aber vorher nicht wissen.
So funktioniert das Wetter.
Das nennt der Forscher:
Schmetterlings-Effekt.
03
Das Wetter als Zauber
Viele Menschen auf der Welt konnten das Wetter nicht verstehen.
Das Wetter war für diese Menschen wie ein Zauber.
Wetter-Götter
Die Menschen haben zum Beispiel gedacht:
Es gibt bestimmte Götter für das Wetter.
Die Götter sind zufrieden mit uns?
Dann bekommen wir schönes Wetter.
Die Menschen haben viele verschiedene Dinge dafür gemacht.
Manchmal brauchten die Menschen vielleicht Regen.
Dann haben die Menschen zum Beispiel einen Regen-Tanz gemacht.
So sollte Regen entstehen.
Die katholische Kirche gehört zum Christentum.
Das Christentum ist eine Religion.
Die katholische Kirche hat verschiedene Ideen gegen schlechtes Wetter.
Ein Gewitter kommt?
Dann läutet die Kirche die Kirchen-Glocken.
Es gibt auch bestimmte Gebete für gutes Wetter.
Diese Gebete nennt man:
Wetter-Segen.
Manche Menschen in der katholischen Kirche haben auch bestimmte Gegenstände zuhause.
Diese Gegenstände sollen die Menschen vor schlechtem Wetter beschützen.
Künstlichen Regen machen
Manchmal sind Wolken am Himmel.
Aber die Wolken regnen nicht.
Deshalb hatte der König von Thailand eine Idee.
Das war vor etwa 70 Jahren.
Der König von Thailand hat gesagt:
Forscher sollen künstlich Regen machen.
Die Forscher sollen bestimmte Chemikalien in die Wolken machen.
Dann regnen die Wolken.
Manche Forscher sagen:
Das bringt nichts.
Viele Länder machen das trotzdem.
Giftiger Nebel
In großen Städten gibt es oft ein Problem.
In großen Städten gibt es zum Beispiel Fabriken.
Diese Fabriken machen schlechte Luft.
Manchmal kann die schlechte Luft in der Stadt nicht weg.
Dann entsteht ein giftiger Nebel.
Das war vor etwa 70 Jahren in London so.
Über der Stadt war eine warme Luft-Schicht.
Diese Luft-Schicht hat die schlechte Luft auf den Boden gedrückt.
Deshalb konnte die schlechte Luft nicht weg.
So ist ein giftiger Nebel in der Stadt entstanden.
Der giftige Nebel war 5 Tage in der Stadt.
Dadurch sind 12.000 Menschen gestorben.
Manchmal entsteht auch ein giftiger Regen.
Dieser Regen kann Wälder und das Wasser vergiften.
Das ist sehr gefährlich.
Deshalb tun viele Länder etwas dagegen.
Die Fabriken in diesen Ländern werden zum Beispiel umgebaut.
Dann machen die Fabriken die Luft zum Beispiel nicht mehr so schlecht.
Manchmal ist es auf der Erde wärmer als sonst.
Manchmal ist es auf der Erde kälter als sonst.
Das ist ganz normal.
Aber im Moment wird die Erde sehr schnell wärmer.
Daran sind die Menschen schuld.
Die Menschen verbrennen zum Beispiel viel Kohle.
Dabei entsteht ein Gas.
Dieses Gas kommt in die Luft.
Dadurch wird die Erde wärmer.
Das nennt man:
Klima-Wandel oder Erd-Erwärmung.
Extrem-Wetter
Dadurch ändert sich auch das Wetter.
An manchen Orten auf der Erde regnet es vielleicht plötzlich sehr viel.
An anderen Orten auf der Erde wird es vielleicht plötzlich sehr heiß.
Das kann für die Menschen an diesen Orten gefährlich sein.
Klima-Macher
Deshalb wollen die Forscher etwas dagegen tun.
Es gibt verschiedene Ideen.
Eine Idee ist zum Beispiel:
Die Forscher sollen viele kleine Segel um die Erde machen.
Diese Segel sollen sehr weit oben in der Luft sein.
Die Segel sind dann wie eine sehr große Wolke.
Dann kommen weniger Sonnen-Strahlen auf die Erde.
So soll die Erde nicht so schnell warm werden.
Aber das ist bisher nur eine Idee.
Die Forscher machen das noch nicht.
04
Im Regen
Jeder fühlt das Wetter anders
Das Wetter kann sich für jede Person anders anfühlen.
Die Temperatur kann sich zum Beispiel für jede Person anders anfühlen.
Vielleicht sind es draußen 15 Grad.
Aber es ist vielleicht sehr windig.
Deshalb fühlt es sich draußen nur wie 12 Grad an.
Manchen Menschen ist außerdem kälter als anderen Menschen.
Für diese Menschen fühlt sich die Temperatur vielleicht noch kälter an
Das Wetter hat auch viel mit unseren Gefühlen zu tun.
In der Sprache und in der Kunst gibt es viele Vergleiche mit dem Wetter.
Regen bedeutet zum Beispiel oft:
Jemand ist traurig.
Sie können zum Beispiel sagen:
Eine Person macht ein Gesicht wie 3 Tage Regen-Wetter.
Das bedeutet:
Die Person hat schlechte Laune.
Und Sie sehen die schlechte Laune im Gesicht von der Person.
Ein Gewitter bedeutet zum Beispiel oft:
Jemand ist in Gefahr.
Sie können zum Beispiel sagen:
Eine Person bekommt gleich ein Donner-Wetter von ihrem Chef.
Das bedeutet:
Die Person bekommt Ärger von ihrem Chef.
Wie schützen Sie sich vor Regen?
Die meisten Menschen finden Regen nervig.
Die Menschen wollen nicht nass werden.
Das war schon vor vielen tausend Jahren so.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Die Menschen in China haben früher zum Beispiel Regen-Jacken aus Stroh gemacht.
Die Menschen in Süd-Amerika haben früher den Saft von einem Baum benutzt.
Dieser Saft heißt:
Kautschuk.
Die Menschen haben den Kautschuk auf ihre Schuhe
und auf ihre Kleidung gemacht.
So konnte der Regen nicht mehr durch den Stoff von den Schuhen
oder von der Kleidung durchkommen.
Die Menschen in Europa haben den Kautschuk später künstlich nachgemacht.
So ist ein wichtiges Material entstanden.
Das Material heißt:
Gummi.
Viele Regen-Kleidung wird heute mit Gummi gemacht.
Sportler brauchen auch gute Schuhe für Sport im Regen.
Fußball-Schuhe haben Noppen unter der Sohle.
So sollen die Fußball-Spieler nicht wegrutschen.
Früher waren die Noppen kürzer.
Deshalb sind die Fußball-Spieler trotzdem manchmal weggerutscht.
Und die Fußball-Schuhe haben früher schnell Wasser aufgesogen.
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 hatten die deutschen Fußball-Spieler neue Schuhe.
Bei diesen Schuhen konnten die Fußball-Spieler die Noppen austauschen.
So sind die Fußball-Spieler weniger weggerutscht.
Und die Schuhe waren leichter.
Deshalb haben die Schuhe weniger Wasser aufgesogen.
Das war sehr wichtig für das Finale von der Fußball-Weltmeisterschaft 1954.
Im Finale hat es nämlich sehr stark geregnet.
Aber die deutschen Fußball-Spieler hatten gute Schuhe für Sport im Regen.
Das hat den deutschen Fußball-Spielern geholfen.
Deutschland hat im Finale gegen Ungarn gewonnen.
Der Regen-Schirm wurde in England erfunden.
Zuerst waren Schirme ein Schutz vor der Sonne.
Diese Schirme haben vor allem Frauen benutzt.
Dann hat ein Mann angefangen die Schirme bei Regen zu benutzen.
Das fanden die Menschen in England zuerst sehr komisch.
Manche Menschen haben den Mann sogar mit Müll abgeworfen.
Aber dann haben immer mehr Menschen erkannt:
Der Regen-Schirm ist eine gute Idee.
Heute benutzt fast jeder einen Regen-Schirm.