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mind the gap

Von geraubten Büchern, fairen Lösungen ... und Lücken

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden


Ilse Weber an Lilian und James von Löwenadler, 24. März 1939 // Sprecherin: Ulrike Migdal

1939 // 2020 , Prag // Bochum

Aus der Sammlung von

Brief: Hanuš Weber (Familienbesitz)

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Brief: Hanuš Weber (Familienbesitz) // Aufnahme: Ulrike Migdal

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Kurzbeschreibung
Aus einem Brief Ilse Webers an Lilian und James von Löwenadler, 24. März 1939 // Sprecherin: Ulrike Migdal
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Brief Ilse Webers an Lilian und James von Löwenadler, 24. März 1939, Sprecherin: Ulrike Migdal


PROLOG

  

01

Geraubte Bücher



Collage von Provenienzmerkmalen, die auf NS-Raubgut hinweisen

Judith Andó (Collage), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Collage von Provenienzmerkmalen, die auf NS-Raubgut hinweisen

Geraubt?

Am 30. Januar 1933 begannen zwölf Jahre nationalsozialistische Diktatur. Millionen Menschen wurden vom NS-Regime aus ideologischen, ethnischen oder politischen Gründen verfolgt: Juden, Sinti und Roma, Sozialdemokraten, Kommunisten, Homosexuelle, Christen … Mit der Verfolgung verbunden war ein millionenfacher Raub: von Grundstücken, Firmen, Alltagsgegenständen, Kunstsammlungen … Die Eigentümer_innen mussten aus Deutschland fliehen, wurden interniert, ermordet.

Sofern nicht zerstört, finden sich geraubte Objekte, die als NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut (kurz NS-Raubgut) bezeichnet werden, heute in Kultureinrichtungen auf der ganzen Welt, aber auch in Privatbesitz. Sie können durch Besitzspuren (Provenienzmerkmale) – in Büchern, beispielsweise Stempel, Etiketten, Autogramme und Exlibris – manchmal ihren ehemaligen Eigentümer_innen zugeordnet und zurückgegeben werden. Die Recherchen dazu werden als Provenienzforschung bezeichnet.



Exlibris von Friedrich Mautner

Provenienzmerkmal

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Exlibris von Friedrich Mautner
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Exlibris von Friedrich Mautner

Forschen!

Mehr als fünfzig Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur trafen sich in Washington D.C. Expert_innen, Politiker_innen und Opferverbände, um über den Umgang mit NS-Raubgut zu diskutieren. Am 3. Dezember 1998 wurde die "Washingtoner Erklärung" verabschiedet: Alle unterzeichneten Staaten verpflichteten sich, die zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 geraubten Kulturgüter zu identifizieren und an ihre ursprünglichen Eigentümer_innen oder deren Nachkommen zurückzugeben (Restitution). Im Jahr darauf bekannte sich Deutschland mit der „Gemeinsamen Erklärung“  zur Suche nach NS-Raubgut in deutschen Kultureinrichtungen. Anders als in anderen europäischen Staaten gibt es für Deutschland abgesehen von dieser moralischen keine gesetzliche Verpflichtung zur Suche nach NS-Raubgut in öffentlichen und privaten Sammlungen.



02

Geraubte Bücher in der SLUB



Sächsische Landesbibliothek im Japanischen Palais

1928, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Sächsische Landesbibliothek im Japanischen Palais, davor das 1. Bibliotheksauto (1928)

Die SLUB

Die heutige Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) geht zurück auf die Mitte des 16. Jahrhunderts entstehende Privatbibliothek des sächsischen Kurfürsten August (1526–1586). Die von seinen Nachfahren in den folgenden Jahrhunderten weiter ausgebaute, ab 1788 für die Öffentlichkeit zugängliche Büchersammlung ging 1920 in das Eigentum des sächsischen Staates über. Die mittlerweile Sächsische Landesbibliothek genannte Einrichtung profitierte während des Nationalsozialismus, aber auch in späteren Jahren vom NS-Bücherraub und baute mit geraubten Büchern ihren Bestand aus. Ihre Nachfolgerin, die SLUB, steht zu ihrer Verantwortung, mit diesem Erbe umzugehen.



Restitution eines Buches an die Nachfahren von Max Geyer

Nadine Kulbe (Foto) // Lukas-Paul Kretzschmar (Foto), 2018, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945 // Stolpersteine für Dresden e.V.

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe // Stolpersteine für Dresden e.V., Lukas-Paul Kretzschmar

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Kurzbeschreibung
Restitution eines Buches an die Nachfahren von Max Geyer anlässlich einer Gedenkfeier an den Stolpersteinen für die Familie Geyer (2018)
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Restitution eines Buches an die Nachfahren von Max Geyer (2018)


Verpflichtung zur Suche

Im Fall von erwiesenem NS-Raubgut betrachtet sich die SLUB als Nachfolgerin der Sächsischen Landesbibliothek nicht als Eigentümerin der in ihrem Bestand befindlichen Objekte. Sie bemüht sich um eine Rückgabe an die Eigentümer_innen oder um andere gerechte und faire Lösungen im Sinne der "Washingtoner Erklärung" von 1998.



Magazin der Sächsischen Landesbibliothek auf der Marienallee

Siegfried Bregulla (Foto), 1994, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Siegfried Bregulla

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Kurzbeschreibung
Magazin der Sächsischen Landesbibliothek auf der Marienallee
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Magazin der Sächsischen Landesbibliothek auf der Marienallee


Forschen, um zu finden

In zwei Drittmittelprojekten hat die SLUB bisher ihre Bestände auf NS-Raubgut überprüft:
Zwischen 2011 und 2013 standen die Erwerbungen der Jahre 1933 bis 1945 im Druckschriften- und Handschriftenbestand im Mittelpunkt. Über 1.000 Fälle von NS-Raubgut konnten identifiziert werden. In einem zweiten Projekt, durchgeführt von 2017 bis 2020, wurden die nach 1945 und bis in die 1990er Jahre von der Landesbibliothek getätigten Erwerbungen überprüft. Unter über 200.000 inventarisierten Bänden des Druckschriftenbestandes konnten bisher rund 2.000 identifiziert werden, die eindeutig NS-Raubgut sind.



Von den Nationalsozialisten geraubte und in Wilna zusammengetragene Bücher

vor 1945, Wilna

Aus der Sammlung von

National Archives Washington / Ardelia Hall Collection

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National Archives Washington / Ardelia Hall Collection

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Kurzbeschreibung
Von den Nationalsozialisten geraubte und in Wilna zusammengetragene Bücher
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Von den Nationalsozialisten geraubte und in Wilna (Litauen) zusammengetragene Bücher


Zum Beispiel …

Am Besitz der vom NS-Regime Verfolgten bedienten sich der Staat, aber auch Privatpersonen. Viele NS-Organisationen bauten Bibliotheken mit geraubten Büchern auf. Privatpersonen profitierten bei öffentlichen Versteigerungen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es „herrenlose“ Bestände, deren ursprüngliche Eigentümer_innen nicht ohne Weiteres identifiziert werden konnten. Sie wurden an wissenschaftliche Bibliotheken verteilt oder über den Antiquariatsbuchhandel verkauft. Auch die Sächsische Landesbibliothek erhielt während und nach der nationalsozialistischen Diktatur zahlreiche Bücher von Menschen, die während des NS-Regimes emigriert, geflüchtet, deportiert oder ermordet worden waren. Die Ausstellung veranschaulicht dies anhand von drei Beispielen.

... Ilse Weber, geb. Herlinger





STOK-Karte zum Roman „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ von Alexander Moszkowski

Elisabeth Geldmacher (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Elisabeth Geldmacher

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Kurzbeschreibung
Karte im Standortkatalog der ehemaligen Sächsischen Landesbibliothek zum Roman „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ von Alexander Moszkowski
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Karte im Standortkatalog (STOK) der SLUB

1954 inventarisierte die Sächsische Landesbibliothek den Roman „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ von Alexander Moszkowski, erschienen 1922 in Berlin. Im Zugangsbuch der Bibliothek finden sich weder Informationen über den Lieferanten noch zur Zugangsart (Wurde das Buch gekauft? War es ein Geschenk? …). Das Buch erhielt die Signatur 28.8.4620. Seine Titelseite trägt drei Besitzspuren:





Ilse Weber / Autogramm - Bleistift

Provenienzmerkmal

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmal: In Bleistift geschriebenes Autogramm von Ilse Weber, geb. Herlinger
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Provenienzmerkmal: Mit Bleistift geschriebenes Autogramm von Ilse Weber, geb. Herlinger

ein mit Bleistift geschriebenes Autogramm „Ilse Herlinger“, datiert auf 1927. Jeder Besitzspur in einem vor 1945 erschienenen Buch sollte man nachgehen!
Man kann nie ausschließen, dass es sich dabei um eine vom NS-Regime verfolgte Person handeln könnte.





FDGB Sachsen / Stempel

Provenienzmerkmal

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmal: Stempel des FDGB - Landesvorstand Sachsen
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Provenienzmerkmal: Stempel des FDGB - Landesvorstand Sachsen
... einen Stempel des „Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes – Landesvorstand Sachsen“




FDGB Sachsen / Nummer "929"

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Quelle

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmal: Gestempelte Nummer des FDGB - Landesvorstand Sachsen
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Provenienzmerkmal: Gestempelte Nummer des FDGB - Landesvorstand Sachsen
... sowie eine gestempelte Nummer des „Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes – Landesvorstand Sachsen“




Titelblatt des Buches „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ mit Provenienzmerkmalen

Elisabeth Geldmacher (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Elisabeth Geldmacher

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Kurzbeschreibung
Titelblatt des Buches „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ mit Provenienzmerkmalen
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Titelblatt des Buches „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ mit Provenienzmerkmalen

Wer waren die Besitzer_innen?

Wer war Ilse Herlinger? Wie kam der 1945 gegründete Freie Deutsche Gewerkschaftsbund zu ihrem Buch? Wurde Ilse Herlinger durch das nationalsozialistische Regime verfolgt?



… Arbeiterbibliothek Rathenow





Einbanddeckel des Buches "Zarskoje Sselo"

Nadine Kulbe (Foto)

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Einbanddeckel des Buches "Zarskoje Sselo"
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Einbanddeckel des Buches "Zarskoje Sselo"

1967 erwarb die Sächsische Landesbibliothek den Bildband „Zarskoje Sselo. Innenräume und Möbel des ehemals kaiserlich russischen Residenzschlosses“ von Georgij K. Lukominskij, erschienen 1924. Es erhielt die Signatur 1.B.312.





Titelblatt des Buches "Zarskoje Sselo"

Nadine Kulbe (Foto)

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Titelblatt des Buches "Zarskoje Sselo" mit Provenienzmerkmalen
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Titelblatt des Buches "Zarskoje Sselo" mit Provenienzmerkmalen

Auf dem Titelblatt finden sich vier Provenienzmerkmale von verschiedenen Vorbesitzern_innen:

  • die mit Bleistift geschriebene Nummer oder Signatur „K 2831“
  • ein Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow
  • ein Stempel mit dem Namen K.G. Hoffmann sowie
  • ein Stempel der Zentralbibliothek der Gewerkschaften/FDGB.

Wurde eine_r dieser Vorbesitzer_innen vom NS-Regime verfolgt? Handelt es sich also um NS-Raubgut?





Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow

Provenienzmerkmal

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmal: Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow
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Provenienzmerkmal: Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow

Der Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow macht das Buch verdächtig. Alle sozialistischen und kommunistischen Arbeiterorganisationen – zu denen auch die Arbeiterbibliotheken gehörten – wurden ebenso wie die freien Gewerkschaften zu Beginn der NS-Diktatur verboten, enteignet, ihre Mitglieder in Konzentrationslager deportiert, zum Teil ermordet. Die Ausgangsthese lautet also, dass der Band aus dem Eigentum der Arbeiterbibliothek Rathenow stammt und 1933 vom NS-Regime geraubt wurde. Um diese These zu beweisen, muss nicht nur die Geschichte der Arbeiterbibliothek untersucht werden. Ebenso müssen weitere Vorbesitzer_innen identifiziert werden.





Stempel der Zentralbibliothek der Gewerkschaften des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes

Provenienzmerkmal, nach 1945, Berlin

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Stempel der Zentralbibliothek der Gewerkschaften des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (nach 1945)
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Provenienzmerkmal: Stempel der Zentralbibliothek der Gewerkschaften des FDGB

Einer der Stempel gelangte erst nach dem Ende der NS-Diktatur in das Buch: Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) war die Einheitsgewerkschaft der DDR. Die Zentralbibliothek der Gewerkschaften war eine ihm angegliederte Fachbibliothek. Wie aber konnte das Buch, das sich vermutlich bis 1933 im Eigentum der Rathenower Arbeiterbibliothek befunden hat, in den Besitz des FDGB gelangen? War eventuell die nationalsozialistische Einheitsgewerkschaft Deutsche Arbeitsfront in den Besitz von Büchern der Arbeiterbibliothek gelangt?



… Württembergischer Freidenker- und Monistenbund





Einbanddeckel des Buches „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Kurzbeschreibung
Einbanddeckel des Buches „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“
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Einbanddeckel des Buches „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“

1980 erwarb die Sächsische Landesbibliothek das Buch „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“ von Gustav Müller, erschienen 1894. Es erhielt die Signatur 3.A.9895 und einen Standort im Magazin.





Innerer Einbanddeckel und Vorsatzblatt des Buches „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“

Nadine Kulbe (Foto)

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Innerer Einbanddeckel und Vorsatzblatt des Buches „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“ mit Provenienzmerkmalen
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Innerer Einbanddeckel und Vorsatzblatt des Buches „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“ mit Provenienzmerkmalen

Es enthält drei Provenienzmerkmale von verschiedenen Vorbesitzer_innen:

  • ein mit Bleistift geschriebenes Autogramm samt Signatur von „A. Westphal“
  • ein Etikett mit Leihvorschriften
  • einen Stempel samt Nummer des Württembergischen Freidenker- und Monistenbundes.

Wurde eine_r dieser Vorbesitzer_innen vom NS-Regime verfolgt? Handelt es sich also um NS-Raubgut?





Württembergischer Freidenker- und Monistenbund / Stempel

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmal: Stempel des Württembergischen Freidenker- und Monistenbundes
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Provenienzmerkmal: Stempel des Württembergischen Freidenker- und Monistenbundes

Der Stempel des Freidenker- und Monistenbundes macht den Band verdächtig. Der Bund gehörte zu den Glaubensgemeinschaften, die im Nationalsozialismus verfolgt und verboten wurden.
Die Freidenkerbewegung zeichnet sich durch eine Selbstverantwortung, Humanität und ethischen Prinzipien verpflichtete Grundhaltung aus. Das NS-Regime erklärte freidenkerische Gruppen zu hochverräterischen Organisationen und verbot sie.
Wer aber war „A. Westphal“ und in welchem Verhältnis stand sie/er zum württembergischen Freidenkerbund? Befand sich das Buch bei einer Enteignung gar in ihrem/seinem Besitz?



03

Lücken



Sächsische Landesbibliothek, Regalaufbau im Magazin

1947 / 1948
, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Regalaufbau im Magazin der Sächsischen Landesbibliothek in der Marienallee 12 (1947/1948)

… sind ständige Begleiter_innen

Die Aufgabe der NS-Raubgut-Forschung ist es, herauszufinden, ob ein Buch oder ein anderes Objekt NS-Raubgut ist: Merkmale und Vorbesitzer_innen müssen identifiziert, Biografien und Geschichten recherchiert, Verfolgungsschicksale rekonstruiert werden. Haben mehrere Vorbesitzer_innen Spuren im Buch hinterlassen, muss geklärt werden, in welcher Reihenfolge und wann Besitzer_innenwechsel stattgefunden haben. Dabei begleiten Lücken die Arbeit von Anfang bis Ende. Neben Finanzierungslöchern sind es insbesondere fehlende Informationen über Vorbesitzer_innen und deren Schicksal, die die Forschung erschweren. Recherchen können diese Lücken füllen, aber niemals vollständig.



Standortkatalog, Collage

Elisabeth Geldmacher (Foto) / Judith Andó (Collage), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Elisabeth Geldmacher

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Kurzbeschreibung
Collage mit Karteikästen des Standortkatalogs der ehemaligen Sächsischen Landesbibliothek Dresden

Wie fängt man an?

NS-Raubgut-Forschung bedeutet vor allem, Informationslücken zu schließen. Meistens fehlen Archivquellen, mit denen sich Eigentümer_innenketten, Biografien oder Entzugsvorgänge erklären lassen. Hilfreich ist es, wenn andere Forschende schon grundlegende Informationen über Personen oder Institutionen gesammelt und veröffentlicht haben. In der Literatur finden sich bisweilen Hinweise auf Schicksale und Enteignungen. Oft ergeben sich dadurch aber auch weitere Fragen.



Tafel zur Arbeiterbibliothek Rathenow in der Ausstellung "Ehemalige Arbeiterbibliotheken im Bezirk Potsdam"

1983, Potsdam

Aus der Sammlung von

Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde / Bibliothek

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Quelle

Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde / Bibliothek

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Kurzbeschreibung
Tafel zur Arbeiterbibliothek Rathenow in der Ausstellung "Ehemalige Arbeiterbibliotheken im Bezirk Potsdam" (1983)
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Tafel zur Arbeiterbibliothek Rathenow in der Ausstellung "Ehemalige Arbeiterbibliotheken im Bezirk Potsdam" (1983)

… Literatur zur Bibliotheks-geschichte

Anfang der 1980er Jahre beschäftigten sich die Bibliothekarinnen Ilse Schumann und Gabriele Reinhardt mit ehemaligen Arbeiterbibliotheken im Bezirk Potsdam, zu dem auch die Rathenower gehört hatte.
Sie veröffentlichten eine Broschüre, in der sie einige der von den Nationalsozialisten 1933 geschlossenen Bibliotheken und deren Geschichte vorstellten.
Das von ihnen gesammelte Material wurde auch Grundlage für eine Ausstellung. Die Autorinnen gingen davon aus, dass die Bestände der Rathenower Bibliothek größtenteils zerstört worden waren.





"Das bisher einzige wieder aufgefundene Buch aus der Arbeiterbibliothek Potsdam"

Nadine Kulbe (Foto), 1984, Potsdam

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
"Das bisher einzige wieder aufgefundene Buch aus der Arbeiterbibliothek Potsdam" - Kommentar und Bild in Schumann/Reinhardt, "Ehemalige Arbeiterbibliotheken im Bezirk Potsdam"
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Vermutung: "Das bisher einzige wieder aufgefundene Buch aus der Arbeiterbibliothek Rathenow"


„Anfang Mai 1933 wurde [die Rathenower Arbeiterbibliothek] von den Faschisten aufgelöst. Der Bestand wurde gesichtet, ein geringer Teil der Bücher wurde an die Stadtbücherei gegeben, der weitaus größte Teil jedoch auf dem Hof des Gewerkschaftshauses und in der dortigen Zentralheizung verbrannt.“
(Schumann/Reinhardt 1984, S. 34)

Die Vermutung der Autorinnen basierte darauf, dass sie nur ein einziges Buch aus der Arbeiterbibliothek hatten wiederfinden können.



Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden

Walter Möbius (Foto), 1931

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Walter Möbius

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Kurzbeschreibung
Innenhof des Sächsischen Hauptstaatsarchivs Dresden (1931)
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Innenhof des Sächsischen Hauptstaatsarchivs Dresden (1931)

… Archive geben Anhaltspunkte

Meistens finden sich keine oder nur unzureichende Informationen in der Literatur. Dann sind die Suche nach Originalquellen und ein Gang ins Archiv unvermeidbar. Aber auch hier wird man nicht immer fündig. Quellen können im Laufe der Zeit zerstört worden sein. Manche wurden vielleicht auch absichtlich vernichtet. Viele sind noch nicht entdeckt. Was meistens fehlt, sind konkrete Unterlagen, die Beschlagnahmen dokumentieren oder das enteignete Hab und Gut auflisten.





Porträt Ilse Webers

Aus der Sammlung von

Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Kurzbeschreibung
Porträt Ilse Webers, o.J.
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Ilse Weber, o.J.

Manchmal hilft schon eine Recherche in den gängigen Suchmaschinen im Internet, um erste Anhaltspunkte zu Provenienzmerkmalen zu erhalten. Im Fall Ilse Herlingers führte eine Namensrecherche recht bald zum Wikipedia-Artikel über die Schriftstellerin Ilse Weber und dieser wiederum zu einem Verdacht, dass es sich bei dem Buch um NS-Raubgut handeln könnte.





Möbelsammellager Maisel-Synagoge

1942-1944, Prag

Aus der Sammlung von

Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Kurzbeschreibung
Sammellager für Möbel in der Maisel-Synagoge in Prag
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Sammellager für Möbel in der Maisel-Synagoge in Prag

Das beschlagnahmte jüdische Eigentum in dem durch die Nationalsozialisten seit März 1938 besetzten Böhmen und Mähren gelangte in den Besitz der „Treuhandstelle“ der Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Prag (seit 1942 Zentralamt für die Regelung der Judenfrage in Böhmen und Mähren). Diese organisierte die Zentralisierung sowie „Verwertung“ der geraubten Kulturgüter. Akten bestätigen detailliert die Aufgabenbereiche der Zentralstelle. Bücher wurden vor allem in einem dafür installierten Sammellager in einem Raum der Prager Maisel-Synagoge konzentriert.





Titelblatt des Buches „WUR - Werstands Universal Robots: utopistisches Kollektivdrama in drei Aufzügen“ mit Provenienzmerkmalen

Elisabeth Geldmacher (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Elisabeth Geldmacher

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Kurzbeschreibung
Titelblatt des Buches „WUR - Werstands Universal Robots: utopistisches Kollektivdrama in drei Aufzügen“ mit Provenienzmerkmalen
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Titelblatt des Buches „WUR - Werstands Universal Robots: utopistisches Kollektivdrama in drei Aufzügen“ mit Provenienzmerkmalen

Wie und wann genau die Bücher Ilse Weber, geb. Herlinger, entzogen wurden, konnte anhand von Akten bisher nicht geklärt werden. Auch die mögliche Zwischenstation in den Prager Sammellagern kann nur vermutet werden. Weder sind Titellisten bekannt, noch haben die Zentralstelle oder das Büchersammellager Spuren (Stempel oder Nummern) hinterlassen, anhand derer man die dort aufbewahrten Bücher erkennen könnte.





Bekanntmachung über die Einziehung des Vermögens der Freidenkerverbände

1935, Berlin

Aus der Sammlung von

Bundesarchiv Berlin

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Quelle

Bundesarchiv Berlin

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Kurzbeschreibung
Bekanntmachung über die Einziehung des Vermögens der Freidenkerverbände (1933/35)
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Bekanntmachung über die Einziehung des Vermögens der Freidenkerverbände (1933/35)

1933 wurden alle Freidenker-Verbände in Deutschland verboten und ihr Vermögen zu Gunsten des nationalsozialistischen Staates eingezogen. Wie genau dies beim Württembergischen Monisten- und Freidenkerbund ablief, ist unbekannt. Es gibt keine Dokumente, die Auskunft darüber geben, was mit dem beschlagnahmten Eigentum im Allgemeinen und der Bibliothek des Bundes im Besonderen passiert ist.





Erste Seite eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel (1908)

1908, Frankfurt am Main

Aus der Sammlung von

Ernst-Haeckel-Haus Jena / Ernst Haeckel Online Briefedition

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Quelle

Ernst-Haeckel-Haus Jena

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Kurzbeschreibung
Erste Seite eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel (1908)
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Erste Seite eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel (1908)

Mühsam gestaltete sich auch die Suche nach Informationen über Arthur Westphal. Zunächst war nicht einmal sein Vorname bekannt, da das Autogramm „A. Westphal“ lautet. Basierend auf der Vermutung, dass Westphal eine Verbindung zu Freidenkergemeinschaften gehabt haben könnte, begann die Suche. Sie führte zu einem Brief, den ein A. Westphal 1908 an den Freidenker Ernst Haeckel geschrieben hatte. Westphal war Vorsitzender der Freidenker-Vereinigung Frankfurt am Main und bat Haeckel um einen Besuch.





Wann wohl das Leid ein Ende hat (Cover)

2008, München

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Quelle

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Kurzbeschreibung
Wann wohl das Leid ein Ende hat : Briefe und Gedichte aus Theresienstadt / Ilse Weber, hrsg. von Ulrike Migdal, München: Hanser 2008.
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Buchcover „Wann wohl das Leid ein Ende hat. Briefe und Gedichte aus Theresienstadt“

… Biografische Literatur

Das von Ulrike Migdal 2008 herausgegebene Buch „Wann wohl das Leid ein Ende hat. Briefe und Gedichte aus Theresienstadt“ widmet sich dem Werk Ilse Webers. Es enthält neben einem Essay zum Leben der deutsch-tschechischen Schriftstellerin auch eine umfangreiche Sammlung ihrer Briefe und Gedichte. Die Biografie Ilse Webers und ihr literarisches Schaffen legen Zeugnis ab von ihrem Verfolgungsschicksal und dem ihrer jüdischen Familie in der Zeit vor und während des Holocaust.





Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden, Kartenlesesaal

Walter Möbius (Fotograf), Fotografie, 1931, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Walter Möbius

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Kurzbeschreibung
Kartenlesesaal im Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden

... Quellen liefern Erklärungen

Woher kamen die Bücher und wohin gingen sie? Wie und von wem wurden sie enteignet? Für diese zentralen Fragen können Quellen aus Archiven Antworten liefern und damit einige Lücken schließen.



Zitat: Ernst Lemmer an den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund, 10.8.1945

2021, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Nadine Kulbe, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: Ernst Lemmer an den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund, 10.8.1945, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712, Sprecherin: Nadine Kulbe // Bild-Inszenierung "Erkundigungen": Judith Andó
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Ernst Lemmer an den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund, 10.8.1945, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712, Sprecherin: Nadine Kulbe


Zitat: Aktenvermerk von Gertrud Herrmann, Abteilung Archiv des FDGB, 18.3.1946

2021, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Nadine Kulbe, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: Aktenvermerk von Gertrud Hermann, Abteilung Archiv des FDGB, 18.3.1946, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712, Sprecherin: Nadine Kulbe // Bild-Inszenierung "Dubletten" : Judith Andó
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Aktenvermerk von Gertrud Hermann, Abteilung Archiv des FDGB, 18.3.1946, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712; Sprecherin: Nadine Kulbe


Zitat: Bericht über den Aufbau der Zentralbibliothek der Gewerkschaften des FDGB von Gertrud Hermann, um 1946

2021, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Nadine Kulbe, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: Bericht über den Aufbau der Zentralbibliothek der Gewerkschaften des FDGB von Gertrud Hermann, um 1946, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712, Sprecherin: Nadine Kulbe // Bild-Inszenierung "wiss. Zentralbibliothek" / Foto: Judith Andó
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Bericht über den Aufbau der Zentralbibliothek der Gewerkschaften des FDGB von Gertrud Hermann, 1946, Bundesarchiv Berlin; Sprecherin: Nadine Kulbe


Zeitzeugengespräch der Geschichtswerkstatt Sachsenburg e.V.

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Geschichtswerkstatt Sachsenburg e.V.

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Geschichtswerkstatt Sachsenburg e.V.

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Kurzbeschreibung
Karl Stenzel im Gespräch mit Jugendlichen. Workshopwoche der Initiative Klick 2011 auf dem Gelände des ehemaligen KZ Sachsenburg

Zeitzeug_innen erinnern sich

Ein möglicher Ansatzpunkt für die Forschung sind Erinnerungen von Zeitzeug_innen. In Biografien oder Befragungen können Beschlagnahmen oder andere Details der „Verwertung“ Erwähnung finden. Manchmal sind das nur kleine Passagen, die aber für einen Fall mitunter große Bedeutung haben und sich nicht in Archivunterlagen widerspiegeln würden. Erinnerungen können auch fehlerhaft sein, daher sollten sie immer überprüft werden. Manches wissen Zeitzeug_innen auch nicht, manches verschweigen sie.



Tagebücher von Viktor Klemperer

Regine Richter (Fotografin), 2008, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Richter, Regine

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… Erinnerungen als Mosaikstein

Erinnerungen von Zeitzeug_innen können klären, ob Enteignungen stattgefunden haben und wie diese abgelaufen sind. Geben mehrere Personen ähnliche Berichte, erhöht dies ihre Glaubwürdigkeit.



Ilse Weber an Hanuš Weber und Gertrude von Löwenadler, 14. September 1941

2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Elisabeth Geldmacher, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Brief Ilse Webers an Hanuš Weber und Gertrude von Löwenadler, 14. September 1941, Sprecherin: Elisabeth Geldmacher // Bild-Inszenierung "Brief Ilse Weber" / Foto: Judith Andó
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Aus einem Brief Ilse Webers an Hanuš Weber und Gertrude von Löwenadler, 14. September 1941, Sprecherin: Elisabeth Geldmacher


Zitat: Berta Landré, Jüdische Zwangsarbeit in Prag

2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Elisabeth Geldmacher, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: Berta Landré, Jüdische Zwangsarbeit in Prag, In: Zeitgeschichte 9 (1981/82) Heft 11-12, S.366, Sprecherin: Elisabeth Geldmacher // Bild-Inszenierung "Möbellager / Foto: Judith Andó
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Zitat aus Berta Landré, Jüdische Zwangsarbeit in Prag, In: Zeitgeschichte 9 (1981/82) Heft 11-12, S.366, Sprecherin: Elisabeth Geldmacher


Zitat: Berta Landré, Jüdische Zwangsarbeit in Prag

2021, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Elisabeth Geldmacher, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: Berta Landré, Jüdische Zwangsarbeit in Prag, In: Zeitgeschichte 9 (1981/82) Heft 11-12, S.371, Sprecherin: Elisabeth Geldmacher // Foto: Judith Andó
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Zitat aus Berta Landré, Jüdische Zwangsarbeit in Prag, In: Zeitgeschichte 9 (1981/82) Heft 11-12, S.371, Sprecherin: Elisabeth Geldmacher


Ausführungen über den Mäzen Hoffmann

1984, Potsdam

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Kurzbeschreibung
Ausführungen über den Mäzen Hoffmann in in Schumann/Reinhardt, "Ehemalige Arbeiterbibliotheken im Bezirk Potsdam"
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Ausführungen über den Mäzen Hoffmann in in Schumann/Reinhardt, "Ehemalige Arbeiterbibliotheken im Bezirk Potsdam"


... fehlerhafte Erinnerungen

„Nach wie vor erhielt die Rathenower Arbeiterbibliothek viele Buchspenden; 1929 beliefen sie sich auf 400 Bände. Mündlich überliefert ist, daß u.a. der Rathenower Bürger Ernst Hoffmann, Sohn eines Brauerei-Inhabers, der Bibliothek viele Schenkungen zukommen ließ. Er war Kritiker und Rezensor literarischer Werke und soll sich der Arbeiterbibliothek mehr verbunden gefühlt haben als der bürgerlichen Volksbücherei.“ (Schumann/Reinhardt 1984, S. 33)



K.G. Hoffmann / Stempel

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmal: Stempel von K.G. Hoffmann
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Provenienzmerkmal: Stempel von K.G. Hoffmann


Der im Stempel genannte Name „K.G. Hoffmann“ zeigt allerdings, dass Ilse Schumann und Gabriele Reinhardt sich geirrt haben müssen. Vielleicht hatte sich der/die Informant_in den Namen nicht richtig gemerkt oder die Autorinnen hatten den Mann falsch identifiziert. Die Initialen K.G. deuten auf einen anderen Vornamen hin.



3 aufgeschlagene Bücher

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Drei Bücher aus der Arbeiterbibliothek Rathenow, gefunden im Bestand der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek
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Drei Bücher aus der Arbeiterbibliothek Rathenow, gefunden in der SLUB


... falsche Fährten

Ilse Schumann und Gabriele Reinhardt gingen davon aus, dass die Rathenower Arbeiterbibliothek zerstört worden war. Dass diese Annahme falsch ist, zeigen die in der SLUB, aber auch in der Staatsbibliothek zu Berlin gefundenen Bücher, die Stempel der Arbeiterbibliothek tragen.
Die Autorinnen hatten demnach keine Kenntnis darüber, dass Bücher nach 1933 in unbekannter Menge aus der Rathenower Bibliothek entfernt und an einen anderen Ort verbracht worden waren. Vielleicht gab es dafür vor Ort keine Zeug_innen.



Roy Sajal: Das Schweigen

Roy Sajal, Linolschnitt, 1976

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Roy Sajal: Das Schweigen

... Schweigen

Erinnerungen können möglicherweise unangenehm sein und werden darum nicht erzählt. Manchmal schweigen Zeug_innen auch zum eigenen Vorteil, aus politischen oder ideologischen Gründen.



Zitat: Industrieverband Bergbau, Bochum, an den FDGB, 27.10.1948

2021, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Nadine Kulbe, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: Industrieverband Bergbau, Bochum, an den FDGB, 27.10.1948, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712, Sprecherin: Nadine Kulbe // Bild-Inszenierung "Grubenlampe" / Foto : Judith Andó
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Industrieverband Bergbau, Bochum, an den FDGB, 27.10.1948, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712


Zitat: Information über Nachforschungen von Gertrud Hermann, FDGB, an das Internationale Sekretariat des FDGB, 26.11.1948

2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Nadine Kulbe, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: Information über Nachforschungen von Gertrud Hermann, FDGB, an das Internationale Sekretariat des FDGB, 26.11.1948, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712, Sprecherin: Nadine Kulbe // Bild - Inszenierung "Ermittlung schwierig": Judith Andó
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Information über Nachforschungen von Gertrud Herrmann, FDGB, an das Internationale Sekretariat des FDGB, 26.11.1948, Bundesarchiv Berlin DY 34-1712


Zitat: FDGB, Abt. Bibliothek, an FDGB Bundesvorstand, 3.6.1949

2021, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Aufnahme: Nadine Kulbe, Foto: Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Zitat: FDGB, Abt. Bibliothek, an FDGB Bundesvorstand, 3.6.1949, Bundesarchiv Berlin DY 34-4132, Sprecherin: Nadine Kulbe // Bild-Inszenierung "Leider enttäuschen": Judith Andó
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FDGB, Abt. Bibliothek, an FDGB Bundesvorstand, 3.6.1949, Bundesarchiv Berlin DY 34-4132


Titelseite des Buchs "Kriegsmarxismus"

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Titelseite des Buchs "Kriegsmarxismus" mit Provenienzmerkmalen
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Titelblatt des Buches "Kriegsmarxismus" mit einem Stempel des Industrieverbandes Bergbau in Bochum


In den vom FDGB aus der Bibliothek der Deutschen Arbeitsfront übernommenen Büchern sind tatsächlich aber einige aus dem Eigentum des Bochumer Verbands der Bergbauindustriearbeiter vorhanden gewesen. Das zeigt ein Buch von Karl Kautsky, das sich seit 1971 im Bestand der SLUB befindet und aus der Zentralbibliothek der Gewerkschaften stammt. 



Hans Buer reading from a book in a meadow, 1937

1937, Herrlingen

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Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Kurzbeschreibung
Ein Junge, lesend im Gras (1937)

Wer waren die Eigentümer_innen?

Wer waren die Personen und Institutionen, die ihre Spuren in Büchern hinterlassen haben? Und wenn ein Buch mehrere Vorbesitzer_innen hatte, in welcher Reihenfolge haben Eigentumswechsel stattgefunden? Wer wurde durch das nationalsozialistische Regime verfolgt? Das sind die wichtigsten Lücken, die bei der Identifizierung von Eigentümer_innen geschlossen werden müssen.



Ilse Herlinger (verheiratete Ilse Weber), 1928

Aus der Sammlung von

Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Ilse Herlinger mit Laute, 1928


... Ilse Herlinger

Ilse Herlinger wurde am 11. Januar 1903 in Witkowitz bei Mährisch-Ostrau (Österreich-Ungarn) geboren. Bereits im Alter von 14 Jahren verfasste sie Märchen und Theaterstücke für Kinder und übersetzte tschechische Gedichte ins Deutsche und umgekehrt. Diese wurden in deutschen, tschechischen, österreichischen und Schweizer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.
Ilse Herlinger lernte autodidaktisch Gitarre spielen, gründete Anfang der 1920er Jahre einen Kulturklub und engagierte sich in jüdischen Vereinen.



Familie Weber

1939

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Hanus Weber (Familienbesitz)

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Hanus Weber (Familienbesitz)

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Kurzbeschreibung
Das letzte gemeinsame Bild der Familie Weber, 1939
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Das letzte gemeinsame Bild der Familie Weber, 1939


Ilse Herlinger heiratete 1930 Willi Weber (*1901), mit dem sie zwei Kinder hatte: Hanuš (*1931) und Tomáš „Tommy“ (*1934). Die Familie lebte in Witkowitz bei Ostrau.

Da Ilse Weber bis zu ihrer Hochzeit mit Willi Weber 1930 ihren Mädchennamen Herlinger trug, müssen die beiden Bücher mit ihrem Namenseintrag vor 1930 in ihren Besitz gelangt sein.



Kreisausscheid für Volkskunst

1954, Leipzig

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Renate und Roger Rössing

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Kurzbeschreibung
Blick auf die Jury des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes beim Kreisausscheid für Volkskunst
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Blick auf die Jury des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes beim Kreisausscheid für Volkskunst (1954)

Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) nahm am 8. Juli 1945 im Land Sachsen seine Arbeit auf. Da er in Sachsen erst seit 1945 bestand, war Ilse Weber, geb. Herlinger, die erste dokumentierte Eigentümerin der beiden Bücher.

Nun muss geklärt werden, ob Ilse Weber als Jüdin durch das nationalsozialistische Regime verfolgt wurde. Und wie erhielt der FDGB – Landesvorstand Sachsen die beiden Bücher?





Arbeiterbibliothek in Oetzsch-Gautzsch bei Leipzig

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Unbekannt

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Unbekannt

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Kurzbeschreibung
Arbeiterbibliothek in Oetzsch-Gautzsch bei Leipzig
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Arbeiterbibliothek in Oetzsch-Gautzsch bei Leipzig (um 1920)


… K.G. Hoffmann und die Arbeiterbibliothek Rathenow

Die Arbeiterbibliothek Rathenow wurde 1899 von Gewerkschaftsverbänden und der Ortsgruppe der SPD gegründet. Arbeiterbibliotheken entstanden ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Untergebracht waren sie oft in den Versammlungsräumen von Vereinen oder Gewerkschaften, später in den Gewerkschaftshäusern (Volkshäuser). Zu Beginn der NS-Diktatur gehörten die freien Gewerkschaften und ihre Mitglieder zu den ersten Opfern. Am 2. Mai 1933 wurden sie verboten, ihr Eigentum, sofern nicht zerstört, beschlagnahmt und an die Deutsche Arbeitsfront als nationalsozialistische Einheitsgewerkschaft übertragen. Doch wer war K. G. Hoffmann?



Biografische Notizen von Rudolf Guthjahr über Karl Georg Hoffmann

nach 1945

Aus der Sammlung von

Domstift Brandenburg / Archiv

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Domstift Brandenburg / Archiv

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Kurzbeschreibung
Notizen von Rudolf Guthjahr über Karl Georg Hoffmann (nach 1945)
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Notizen von Rudolf Guthjahr über Karl Georg Hoffmann (nach 1945)


Wer war K.G. Hoffmann?

Die einzige Person, die einen lokalen Bezug zu Rathenow aufweist und mit dem im Stempel genannten Namen übereinstimmt, ist der Schriftsteller Karl Georg Hoffmann. Er wurde 1884 in der Nähe von Rathenow als Sohn eines Brauereibesitzers geboren, hatte studiert und lebte Zeit seines Lebens als freischaffender Schriftsteller in der Stadt. Einige wenige biografische Informationen finden sich im Nachlass des Rathenower Stadtarchivars Rudolf Guthjahr, der unter anderem erwähnt, dass Karl Georg Hoffmann bis zu seinem Tod 1945 eine recht wertvolle Bibliothek besessen hat.



Karl Georg Hoffmann und eine unbekannte Person

nach 1945

Aus der Sammlung von

Domstift Brandenburg / Archiv

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Quelle

Domstift Brandenburg / Archiv

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Kurzbeschreibung
Karl Georg Hoffmann und eine unbekannte Person (vor 1945)
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Karl Georg Hoffmann und eine unbekannte Person (vor 1945)


Über Karl Georg Hoffmann ist so gut wie nichts bekannt. Er hat Anfang des 20. Jahrhunderts zwei Bücher veröffentlicht: „Hannibal“ und „Lieder einer jungen Seele“. Letzteres ist heute nur noch in einem Exemplar in der Staatsbibliothek zu Berlin als Teil der Gerhart-Hauptmann-Bibliothek vorhanden. Vermutlich hatte Hoffmann es nach dem Erscheinen 1902 mitsamt einem Begleitschreiben an Gerhart Hauptmann als Geschenk gesandt. Im Nachlass des Rathenower Stadtarchivars Rudolf Gutjahr findet sich außerdem eine undatierte Fotografie, die zwei Männer zeigt, welche aus einer Wohnung heraus fotografiert worden sind. Einer davon soll Karl Georg Hoffmann sein – aber welcher?



Stadtansicht von Stuttgart

Alois Raslag (Foto), 1930, Stuttgart

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Alois Raslag

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Kurzbeschreibung
Stadtansicht von Stuttgart (1930)
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Stadtansicht von Stuttgart (1930)


… A. Westphal und die Freidenker

Der Württembergische Freidenker- und Monistenbund mit Sitz in Stuttgart gehörte der Freidenker-Bewegung an, die in Deutschland im 19. Jahrhundert entstand. Freidenker setzten sich für eine Trennung von Staat und Kirche ein. Sie gehören zu den religionskritischen und religionspolitischen Bewegungen. Der Württembergische Freidenker- und Monistenbund entstand nach dem Ersten Weltkrieg aus der Freireligiösen Gemeinde Stuttgart und wurde 1933 durch das NS-Regime verboten.



Ausschnitt aus dem Stuttgarter Adressbuch von 1920

1920, Stuttgart

Aus der Sammlung von

Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

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Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

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Kurzbeschreibung
Ausschnitt aus dem Stuttgarter Adressbuch (1920)
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Ausschnitt aus dem Stuttgarter Adressbuch (1920)


Wer war A. Westphal?

Ansatzpunkt für die Identifizierung A. Westphals war sein Brief an Ernst Haeckel. Dadurch ließ er sich dem Kontext der Freidenkerbewegung zuordnen. Ein zweiter Anhaltspunkt war Stuttgart, wo der Württembergische Freidenkerbund seinen Sitz hatte. Eine Suche in den Stuttgarter Adressbüchern des frühen 20. Jahrhunderts führte zu einem vollständigen Namen: Artur (meist Arthur) Westphal, Dr. phil. Die Suche nach weiteren Informationen konnte beginnen …



Wer war A. Westphal?

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Kurzbeschreibung
Über das Aussehen von Arthur Westphal ist nichts überliefert
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Ungeklärt ist, wie Arthur Westphal ausgesehen hat.


Arthur Westphal wurde 1872 in Nagasaki (Japan) als deutscher Staatsangehöriger geboren. Ende der 1880er Jahre reiste er nach Deutschland, studierte ab 1890 Chemie in Berlin und wurde 1895 promoviert. Ab 1908 wohnte er in Frankfurt am Main und war Vorsitzender der dortigen Freidenker-Vereinigung. In Stuttgart lebte er seit 1911 und arbeitete als Sekretär der Deutschen Friedensgesellschaft. Vielleicht unterhielt er enge Verbindungen zum örtlichen Freidenker-Bund? Am 10. Juli 1923 ging Arthur Westphal in Hamburg an Bord des Schiffes „Johanna Blumberg“ und emigrierte aus unbekannten Gründen nach Mexiko. Hier verstarb er 1932.

Den Überblick behalten ...

Die Vielzahl von Namen der Personen und Organisationen, von zugehörigen Büchern und historischen Zusammenhängen ist nicht leicht zu durchdringen. Diese Erfahrung machten wir in unserem Projekt an der SLUB ebenfalls. Über drei Jahre behielten wir mehr als 1.000 Provenienzmerkmale und 2.000 Bücher im Blick. Mehrere hundert Fälle von NS-Raubgut galt es zu klären. Davon zeigen wir hier nur drei. Manchmal hilft es, einen Schritt zurückzugehen, um weiterzukommen.





Kundgebung am 1. Mai 1933 in Dresden

1933, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Walter Hahn

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Kurzbeschreibung
Kundgebung zum "Tag der Arbeit" am 1. Mai 1933 auf dem Adolf-Hitler-Platz (Theaterplatz) in Dresden

Im Nationalsozialismus verfolgt?

Ist die Vorbesitzerin oder der Vorbesitzer eines Buches einmal identifiziert, muss der Frage nachgegangen werden, ob sie, er oder die Institution im Nationalsozialismus verfolgt worden ist. Der persönliche Lebensweg bzw. die Geschichte einer Institution sind untrennbar mit den äußeren politischen und sozialen Bedingungen zwischen dem Beginn der NS-Diktatur am 30. Januar 1933 und ihrem Ende am 8. Mai 1945 verbunden. Um ein Buch als NS-Raubgut bewerten zu können, muss das Verfolgungsschicksal seiner Vorbesitzer_innen geklärt werden, was aber nicht immer lückenlos möglich ist.



Ilse Weber mit ihren Kindern

1934

Aus der Sammlung von

Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Kurzbeschreibung
Ilse Weber mit ihren Söhnen Hanuš und Tommy, 1934
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Ilse Weber mit ihren Söhnen Hanuš und Tommy (1934)


... Ilse Weber

Ilse, Willi, Hanuš und Tommy Weber waren als Juden seit der Besetzung der Tschechoslowakei im März 1939 durch die Nationalsozialisten Repressalien ausgesetzt. Sie mussten im April 1939 unter Zwang nach Prag umziehen, wo sie zunächst in einer eigenen Wohnung lebten. Ab Ende Dezember 1940 wohnte die Familie in einem ihr zugewiesenen Zimmer in einer Wohnung, die sie sich mit anderen jüdisch verfolgten Personen teilten.



Gefangenen-Liste Theresienstadt

Aus der Sammlung von

Czech National Archives

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Quelle

Czech National Archives

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Kurzbeschreibung
Liste von in Theresienstadt gefangenen Personen, beginnend mit "W"
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Liste von in Theresienstadt internierten Personen, beginnend mit "W"

Am 6. Februar 1942 wurde Ilse Weber in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Sie arbeitete dort als Krankenschwester in der Kinderkrankenstube. Auch in Theresienstadt schrieb Ilse Weber Gedichte und Lieder, die sie Kindern und anderen Mitgefangenen vorsang.





Gedenkblatt für Ilse Weber

Aus der Sammlung von

Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Kurzbeschreibung
Gedenkblatt an Ilse Weber
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Gedenkblatt an Ilse Weber (2012)

Ilse Weber wurde am 4. Oktober 1944 in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und dort am 6. Oktober ermordet.






Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow

Provenienzmerkmal

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Vermutlich von der Sächsischen Landesbibliothek als ungültig überstempeltes Provenienzmerkmal der Arbeiterbibliothek Rathenow
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Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow

… Arbeiterbibliothek Rathenow

„Den sozialdemokratischen und kommunistischen Organisationen werden städtische Räume, auch Schulräume, zu Versammlungszwecken oder sonstigen Veranstaltungen jeder Art nicht mehr zur Verfügung gestellt. Die bisher von der marxistischen Arbeiterbibliothek benutzten Räume im städtischen Rathaus werden ab sofort dem Heimatmuseum zugewiesen. Etwaige Zuschüsse an marxistische Organisationen sind sofort zu sperren." (Beschluss der Rathenower Stadtverordneten vom 3. April 1933)





Altes Rathaus mit Markt in Rathenow

evt. Postkarte, 1900/1920, Rathenow

Aus der Sammlung von

Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg

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Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg

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Kurzbeschreibung
Altes Rathaus mit Markt in Rathenow
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Altes Rathaus und Markt in Rathenow (um 1910)

Dieser Beschluss der Rathenower Stadtverordneten vom 3. April 1933 zwang die Rathenower Arbeiterbibliothek zunächst aus ihren angestammten Räumen heraus. Am 2. Mai 1933 verbot das NS-Regime alle freien Gewerkschaften und mit ihnen verbundene Organisationen und Einrichtungen – so auch die Arbeiterbibliothek. Für ein Verfolgungsschicksal von Karl Georg Hoffmann gibt es keine Hinweise. Einiges deutet darauf hin, dass er vor 1933 die Arbeiterbibliothek mit Buchgeschenken unterstützt hatte.





Schiffsreisende beim Umsteigen in einem mexikanischen Hafen

Fotografie, 1937/1939

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Franz Grasser

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Kurzbeschreibung
Reisefotos Mexiko. Schiffsreisende in einem Hafen beim Umsteigen vom Passagierschiff in einen Zug
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Schiffsreisende beim Umsteigen in einem mexikanischen Hafen (1937/1939)

… Württembergischer Freidenker- und Monistenbund

Arthur Westphal verließ Deutschland schon 1923 und kann nicht zu den durch das NS-Regime verfolgten Personen gehören. Seine private Büchersammlung hat er im Zuge der Emigration dem Freidenkerbund entweder verkauft oder als Geschenk überlassen.





"Wir fordern die Aufhebung des Verbotes der Proletarischen Freidenker", 1932

Fotografie, 1932, Dohna

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek, Kurt Otto Burghardt

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Kurzbeschreibung
Umzug von Arbeitersportlern in Dohna nach dem 3.Mai 1932, auf Transparenten die Losungen: "Wir fordern die Aufhebung des Verbotes der Proletarischen Freidenker"; Foto: Kurt Otto Burghardt
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Umzug in Dohna gegen das Verbot proletarischer Freidenker (1932)

Nach dem Beginn der nationalsozialistischen Diktatur wurden alle freidenkerischen Vereine, Gemeinschaften und Aktivitäten verboten, so auch der Württembergische Freidenker- und Monistenbund. Das Eigentum wurde beschlagnahmt, vermutlich teilweise zerstört oder verstreut. Was im Einzelnen mit der Bibliothek des Württembergischen Monisten- und Freidenkerbundes nach der Enteignung passierte, ist nicht bekannt.





Restitution eines Buches an die Nachfahren von Max Geyer

Nadine Kulbe (Foto) // Lukas-Paul Kretzschmar (Foto), 2018, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945 // Stolpersteine für Dresden e.V.

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe // Stolpersteine für Dresden e.V., Lukas-Paul Kretzschmar

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Kurzbeschreibung
Restitution eines Buches an die Nachfahren von Max Geyer anlässlich einer Gedenkfeier an den Stolpersteinen für die Familie Geyer (2018)

Erb_innen und Nachfahr_innen

Sobald geklärt ist, wer zum Zeitpunkt der Enteignung durch das NS-Regime Eigentümer_in eines Buches gewesen ist, kann die Suche nach Erb_innen und Nachfahr_innen beginnen. Handelt es sich um Eigentum von Personen, müssen Familienstrukturen lückenlos rekonstruiert, Kinder, Ehepartner, nahe oder entfernte Verwandte identifiziert werden. Waren geraubte Bücher im Eigentum von Institutionen, muss überprüft werden, ob es einen Rechtsnachfolger gibt. Sind sie gefunden, steht einer Restitution, d.h. einer Rückgabe, nichts mehr im Weg. Die dadurch in den Regalen der SLUB entstehenden Lücken symbolisieren den erfolgreichen Abschluss der oft Jahre dauernden Bemühungen um Aufklärung und Annäherung an die ursprünglichen Eigentumsverhältnisse.



Nicholas Winton mit unbekanntem Jungen

1939, London

Aus der Sammlung von

Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Kurzbeschreibung
Nicholas Winton hält einen Jungen, der von Prag nach London geflogen wurde, Januar 1939
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Nicholas Winton hält einen Jungen, der von Prag nach London geflogen wurde (Januar 1939)


… von Ilse Weber

Vor ihrem Umzug nach Prag gelang es Ilse und Willi Weber, ihren ältesten Sohn Hanuš mit einem von dem britischen Börsenmakler Nicholas Winton organisierten Kindertransport nach England emigrieren zu lassen. Winton rettete vor Beginn des Zweiten Weltkrieges 670 jüdische Kinder aus der ehemaligen Tschechoslowakei vor den Nationalsozialisten. Dank der Aufnahme bei einer befreundeten Familie überlebte Hanuš den Holocaust in Schweden. Die zwei Bücher aus dem Eigentum seiner Mutter konnte die SLUB Anfang 2020 an Hanuš Weber und seine Familie zurückgeben.



Willi Weber

1945

Aus der Sammlung von

Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Jewish Museum Prague / Photo Archive

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Kurzbeschreibung
Willi Weber nach der Rückkehr aus dem Konzentrationslager (1945)
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Willi Weber nach der Rückkehr aus dem Konzentrationslager, 1945


Neben Ilse Weber kamen am 6. Februar 1942 auch Willi und Tommy Weber in das KZ Theresienstadt.
Im September 1944 wurde Willi in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und erlitt in Folge der Arbeitseinsätze schwere gesundheitliche Schäden.
Nach der Abriegelung von Gleiwitz, einem Nebenlager von Auschwitz, durch die Rote Armee, gelang Willi Weber die Flucht. Er erreichte im Mai 1945 Prag.
Er verstarb im Sommer 1974.



Ilse und Tommy Weber

Aus der Sammlung von

Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Yad Vashem Archives, Jerusalem

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Kurzbeschreibung
Portrait von Ilse und Tommy Weber
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Ilse und Tommy Weber


Ilse und Tommy Weber erhielten für den 4. Oktober 1944 den Transportbefehl in das KZ Auschwitz. Sie wurden am 6. Oktober 1944 im KZ Auschwitz ermordet.



Das Buch "Zarskoje Sselo" im Magazin der SLUB

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Das Buch "Zarskoje Sselo" aus dem Eigentum der Arbeiterbibliothek Rathenow bleibt vorerst im Bestand der SLUB.
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Das Buch "Zarskoje Sselo" aus dem Eigentum der Arbeiterbibliothek Rathenow bleibt vorerst im Bestand der SLUB.


… der Arbeiterbibliothek Rathenow

Nach 1945 wurde die Arbeiterbibliothek in Rathenow nicht wiederbegründet. Es gibt also keine Nachfolgeeinrichtung.
Was aber passiert mit einem Buch, das keinen Erben zurückgegeben werden kann? Es bleibt vorerst in der SLUB und wird als NS-Raubgut kenntlich gemacht. Möglich wäre auch eine Rückgabe an eine_n ideelle_n Nachfolger_in, die/der im Sinne bzw. der Tradition der Arbeiterbibliotheken wirkt.



Restituierte Bücher an Die Humanisten Baden-Württemberg

Ramona Ahlers-Bergner (Foto), 2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Ramona Ahlers-Bergner

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Kurzbeschreibung
Restituierte Bücher an Die Humanisten Baden-Württemberg
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Die im September 2020 an Die Humanisten restituierten Bücher aus dem Eigentum württembergischer Freidenkergruppen


... der Freidenker in Württemberg

1947 schlossen sich die 1945 neugründeten freidenkerischen Organisationen Baden-Württembergs unter dem Namen Freireligiöse Landesgemeinde Württemberg zusammen. Die Mitglieder vertraten Vereinigungen, die 1933 verboten worden waren. 1953 wurde die Landesgemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. 2005 erhielt sie den Beinamen „Die Humanisten“ und firmiert seit 2013 unter dem Namen Die Humanisten Baden-Württemberg K.d.ö.R. Am 11. September 2020 konnte die SLUB insgesamt sechs Bücher aus dem Eigentum ehemaliger württembergischer Freidenkergruppen restituieren.


04

Mit Lücken umgehen



Wortwolke "Buch"

2020

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945 // www.wortwolken.com

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Kurzbeschreibung
Wortwolke "Buch"

Lernen ...

Um Provenienzrecherchen durchführen zu können, braucht es nicht nur ein methodisches Instrumentarium, auch Wissen um historische Zusammenhänge ist nötig. Nützlich ist ein Verständnis für Verwaltungsabläufe bei Bibliotheken, der Polizei oder Finanzämtern, um den Weg eines Objektes nach dem Entzug durch NS-Organisationen nachvollziehen zu können. Häufig begegnet man bei der Arbeit Autogrammen oder handgeschriebenen Quellen. Individuelle Handschriften lesen zu können, braucht Zeit und Erfahrung.
Auch Fremdsprachenkenntnisse helfen weiter.



Ausschnitt eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel

1908, Frankfurt am Main

Aus der Sammlung von

Ernst-Haeckel-Haus Jena / Ernst Haeckel Online Briefedition

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Ernst-Haeckel-Haus Jena

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Kurzbeschreibung
Ausschnitt eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel (1908)
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Ausschnitt eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel (1908)

Handschriften sind individuell. Manche sind einfach, viele schwer zu lesen. Die Verwendung von lateinischen und deutschen Schreibschriften wechseln sich je nach Schreiber_in ab.
Besonders schwer zu entziffern sind Autogramme.
Denn während man bei längeren Texten Buchstaben miteinander vergleichen und sich Textbaustein für Textbaustein erarbeiten kann, fällt diese Vergleichsmöglichkeit bei Namenszügen weg.





Provenienzmerkmale auf dem Titelblatt des Buches "Produktion und Konsumtion in der Volkswirtschaft"

2017, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmale auf dem Titelblatt des Buches "Produktion und Konsumtion in der Volkswirtschaft"
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Provenienzmerkmale in kyrillischer Schrift auf dem Titelblatt des Buches "Produktion und Konsumtion in der Volkswirtschaft"

Häufig müssen die Beschriftung eines Provenienzmerkmals oder auch Akten in einer Fremdsprache entziffert werden, um an Informationen zu gelangen. Aber was tun, wenn man kein Hebräisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch oder Russisch kann?
Dann helfen Kolleg_innen, analoge Wörterbücher, digitale Übersetzer oder Kenntnisse in einer verwandten Sprache weiter.





Lücken füllen

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Alter Zettelkatalog im Handschriftenmagazin der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

Füllen ...

Die Suche nach Informationen in Archivquellen oder der Literatur kann Lücken füllen.
Manchmal werden dadurch aber wieder neue Fragen aufgeworfen.
Dann müssen andere Wege gefunden werden, um Vermutungen zu bestätigen oder zu widerlegen.



Autogramm von Ilse Weber

Provenienzmerkmal

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Kurzbeschreibung
Provenienzmerkmal: In Tinte geschriebenes Autogramm von Ilse Weber, geb. Herlinger
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Provenienzmerkmal: In Tinte geschriebener Namenszug von Ilse Weber, geb. Herlinger

Handschriften vergleichen

Zu Beginn der Recherche bestand nur die Vermutung, dass es sich bei der Vorbesitzerin beider Bücher um die Schriftstellerin Ilse Weber, geb. Herlinger, handeln könnte. Die Bestätigung erbrachte ein Schriftvergleich mit handschriftlich verfassten Dokumenten der Schriftstellerin. Die SLUB wurde dabei von der Autorin Ulrike Migdal, die 2008 die bis jetzt umfangreichste Publikation von Briefen, Liedern und Gedichten Ilse Webers herausgegeben hat, unterstützt.





Letzte Seite eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel

1908, Frankfurt am Main

Aus der Sammlung von

Ernst-Haeckel-Haus Jena / Ernst Haeckel Online Briefedition

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Ernst-Haeckel-Haus Jena

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Kurzbeschreibung
Letzte Seite eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel (1908)
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Letzte Seite eines Briefs von Arthur Westphal an Ernst Haeckel (1908)

Auch bei der Identifizierung von Arthur Westphal half ein Vergleich seines Autogrammes mit der Unterschrift im Brief an Ernst Haeckel weiter. Die Namenszüge sind identisch. Bei beiden Schreibern handelt es sich also um die gleiche Person.





Stempel mit der Lupe vergrößert

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow und von Karl Georg Hoffmann mit der Lupe vergrößert
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Stempel der Arbeiterbibliothek Rathenow mit der Lupe vergrößert

Genaues Hinsehen

Im Fall der Arbeiterbibliothek Rathenow/Karl Georg Hoffmann lässt sich die Vermutung, dass sich das Buch zunächst im Besitz von Hoffmann und erst danach in dem der Arbeiterbibliothek befunden hat, auch beweisen. In einem weiteren Band gleicher Herkunft liegen zwei Stempel direkt übereinander.
In der Vergrößerung wird deutlich, dass der Stempel der Arbeiterbibliothek über dem von Karl Georg Hoffmann angebracht worden ist. Das war nur möglich, wenn sich Hoffmanns Stempel bereits zuvor im Buch befunden hatte.





Lücken erklären

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Fundstück aus einem im Rahmen der Provenienzforschung überprüften Buch in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek
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Erklären ...

Lücken lassen sich nicht vermeiden, sind aber oft erklärbar. Obwohl es Informationen gibt, kann der Weg eines Buches zwischen verschiedenen Eigentümer_innen zwar oft nicht lückenlos, dafür aber logisch rekonstruiert werden. Nicht für jeden Abschnitt gibt es Beweise, meist müssen sinnvolle Erklärungen und Wahrscheinlichkeiten ausreichen.



Ilse Weber

Der Roman „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ von Alexander Moszkowski ist als NS-Raubgut zu bewerten, da er aus dem Eigentum Ilse Webers, geb. Herlinger, stammt. Seit der nationalsozialistischen Besatzung Mährens und Böhmens 1939 wurde die Schriftstellerin aufgrund ihres jüdischen Glaubens verfolgt, 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert und 1944 im KZ Auschwitz ermordet. Wann genau das Eigentum Ilse Webers und ihrer Familie durch die Nationalsozialisten entzogen wurde, kann momentan nicht mittels Dokumenten nachgewiesen werden. Vermutlich wurde das Buch wie die meisten Besitztümer verfolgter Personen in der ehemaligen Tschechoslowakei nach Prag verbracht und zentral zusammengeführt. Wie nach 1945 das Buch in den Bestand des Landesvorstandes Sachsen des FDGB gelangte, kann nicht belegt werden. Wir wissen nur, dass die Sächsische Landesbibliothek 1954 das Buch in ihren Bestand aufnahm. Aufgrund dieser Lücken kann die Provenienzkette nicht an jeder Stelle bewiesen werden. Zweifelsfrei steht aber fest, dass es sich bei dem Buch um NS-Raubgut handelt.



Arbeiterbibliothek Rathenow

Bei dem Bildband „Zarskoje Sselo. Innenräume und Möbel des ehemals kaiserlich russischen Residenzschlosses“ handelt es sich um NS-Raubgut aus dem Eigentum der Arbeiterbibliothek Rathenow. Die Arbeiterbibliothek war 1933 auf Druck des NS-Regimes geschlossen worden. Einen Teil ihrer Bücher verleibte sich die Deutsche Arbeitsfront ein. Diese übernahm wiederum 1945 der FDGB und baute damit seine Zentralbibliothek der Gewerkschaften auf. Wohl Mitte der 1960er Jahre wurde der Band hier ausgesondert und gelangte 1967 an die Sächsische Landesbibliothek, wo er sich bis heute befindet. ... Es gibt keine Dokumente, die eine Übernahme des Eigentums der Arbeiterbibliothek Rathenow durch die Deutsche Arbeitsfront direkt belegen. Aufgrund dieser Lücke kann die Beweisführung, dass es sich um NS-Raubgut handelt, nur indirekt geschehen. Wir wissen, dass der FDGB 1945 hunderttausende Bücher aus dem Besitz der Deutschen Arbeitsfront übernommen hatte. Es liegt daher nahe, dass auch dieses Buch darunter gewesen ist.



Freidenker und Monistenbund

Das Buch „Die einzig mögliche und wahre Lösung der sozialen Frage“ von Gustav Müller ist NS-Raubgut aus dem Eigentum des Württembergischen Freidenker- und Monistenbundes. Dort wurde es 1933 von einer nicht bekannten NS-Organisation beschlagnahmt oder anderweitig aus dem Besitz des Verbandes entwendet. Welchen Weg das Buch seit der Enteignung genommen hat, bis es 1980 in den Bestand der Sächsischen Landesbibliothek gelangte, konnte nicht lückenlos geklärt werden. … Wichtig war vor allem die Identifizierung von Arthur Westphal, der zwar Freidenker gewesen war, aber schon lange vor Beginn der NS-Diktatur Deutschland verlassen hatte. Obwohl es auch dafür keine Belege gibt, liegt es nah, dass Westphal seine Bibliothek vor der Abreise an den Württembergischen Freidenker- und Monistenbund abgegeben hat.





Lücken dokumentieren

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Bleistifte im Sondersammlungslesesaal der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek
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Dokumentieren ...

Neben dem Forschen ist das Dokumentieren eine der wichtigsten Aufgaben im Rahmen von Provenienzrecherchen. Gesammelte Informationen sollten nachhaltig und für andere Forscher_innen jeder Zeit nutzbar bereitgestellt werden. Dafür bieten sich vor allem digitale Verfahren an. Bereits geschlossene Lücken sollten nicht immer wieder neu gefüllt werden müssen.





Kollektion "Provenienzforschung" in der Deutschen Fotothek

2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek

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Kurzbeschreibung
Kollektion "Provenienzforschung" in der Deutschen Fotothek
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Provenienzmerkmale in der Deutschen Fotothek

In der Kollektion „Provenienzforschung“ der Deutschen Fotothek werden alle Provenienzmerkmale, die im Bestand der SLUB gefunden wurden, veröffentlicht. Einmal in der Fotothek, sind sie automatisch auch in der Deutschen Digitalen Bibliothek zu finden.





Gemeinsame Normdatei (GND) der Deutschen Nationalbibliothek

Aus der Sammlung von

Deutsche Nationalbibliothek

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Quelle

Deutsche Nationalbibliothek

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Gemeinsame Normdatei (GND) der Deutschen Nationalbibliothek

Grundlegende Informationen über Personen und Institutionen werden in der Gemeinsamen Normdatei (GND) zusammengefasst. Grundlage dafür sind die umfangreichen Recherchen im Vorfeld.





Qucosa - Dokumenten- und Publikationsserver

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Kurzbeschreibung
Qucosa®, sächsischer Dokumenten- und Publikationsserver.
Qucosa dient der kostenfreien Publikation, dem Nachweis und der langfristigen Archivierung von Dokumenten aus Wissenschaft und Wirtschaft
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Qucosa - Dokumenten- und Publikationsserver

In Restitutionsfällen wird ein ausführliches Dossier veröffentlicht, das als Open-Access-Dokument auf der Publikationsplattform Qucosa zu finden ist. 





Website der Provenienzforschung an der SLUB

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Provenienzforschung in Sachsen

Eine Übersicht zu den bisherigen Projekten, Fällen, Restitutionen, Netzwerktreffen sowie Veranstaltungen in Sachsen zum Thema Provenienzforschung gibt es auf der Homepage des SLUB-Projekts.





Lücken erinnern

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Alter Drehstuhl im Handschriftenmagazin der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek
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Erinnern ...

Stolpersteine“ erinnern an die Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt worden sind. Auch die SLUB möchte der Vorbesitzer_innen von NS-Raubgut gedenken. Daher wurden Bibliotheks -„Stolpersteine“ entwickelt.



„Lesezeichen“ Ernst Kalmus

2020, Dresden

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Ramona Ahlers-Bergner (Entwurf), Elisabeth Geldmacher (Text)

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Kurzbeschreibung
„Lesezeichen“ zur Erinnerung an Ernst Kalmus
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„Lesezeichen“ zur Erinnerung an Ernst Kalmus

In manchen Fällen entscheiden sich die Rechtsnachfolger, die Bücher der SLUB zu schenken oder als Leihgabe im Bestand zu lassen. In diesen Fällen machen eigens gestaltete „Lesezeichen“ in den Büchern auf die Vorbesitzer_innen und deren Verfolgungsschicksal aufmerksam. Der QR-Code führt zum ausführlichen Falldossier auf dem Publikationsserver Qucosa.





Eintrag im Online-Katalog der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek

2020, Berlin

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek

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Kurzbeschreibung
Eintrag im Online-Katalog der SLUB zu „Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“ mit Hervorhebung von Provenienzangaben, Digitalisat sowie Status
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Eintrag im Online-Katalog der SLUB mit Hervorhebung von Provenienzangaben, Digitalisat sowie Status

Hinweise auf die Herkunft aller Bücher und ihrer Besitzmerkmale mit NS-Raubgut-Verdacht finden sich direkt im Online-Katalog der SLUB. Vor Restitutionen werden, sofern urheberrechtlich möglich, die Bücher digitalisiert. Auf diese Weise verbleiben sie virtuell im Bestand der SLUB und geben Auskunft über ihr Schicksal.

Am Beispiel "Die Inseln der Weisheit: Geschichte einer abenteuerlichen Entdeckungsfahrt“





Lücken akzeptieren

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Akzeptieren ...

Lücken sind unvermeidbar! Vorbesitzer_innen und Besitzer_innenwechsel lassen sich nicht immer lückenlos ermitteln.
Es bleiben offene Fragen und unbewiesene Vermutungen. Die „Washingtoner Erklärung“ – die Grundlage der Suche nach NS-Raubgut – weist auf diesen Umstand explizit hin: „Bei dem Nachweis, dass ein Kunstwerk durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt und in der Folge nicht zurückerstattet wurde, sollte berücksichtigt werden, dass aufgrund der verstrichenen Zeit und der besonderen Umstände des Holocaust Lücken und Unklarheiten in der Frage der Herkunft unvermeidlich sind.“ Dann müssen „gerechte und faire Lösungen“ gefunden werden!





Zugangsbuch der SLB 1937

2021, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Quelle

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Dominik Stoltz

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Kurzbeschreibung
Seite aus dem Zugangsbuch der SLB 1937 mit Stempel "Der Sächs. Landesbibliothek auf staatl. Verordnung aus beschlagnahmten Beständen überwiesen", handschriftlich ergänzt: "der Amtshauptmannsch. Plauen"

Sensibilisieren ...

Das Wissen um das mögliche Vorhandensein von NS-Raubgut und einen angemessenen Umgang damit ist nicht allgegenwärtig. Hier sind Aufmerksamkeit und enger Austausch von Forscher_innen, Bibliotheksmitarbeiter_innen und Öffentlichkeit nötig.



Bücherwagen

Nadine Kulbe (Foto), 2020, Dresden

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945

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Quelle

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek / Projekt NS-Raubgut in den Erwerbungen nach 1945, Nadine Kulbe

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Kurzbeschreibung
Wagen mit Büchern, die in der SLUB vor ihrer Aussonderung auf NS-Raubgut überprüft werden müssen
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Wagen mit Büchern, die in der SLUB vor ihrer Aussonderung auf NS-Raubgut überprüft werden

Ohne Rückhalt von Kolleg_innen ist Provenienzforschung nur schwer möglich – angefangen bei der Hausleitung im Rahmen der Beantragung von Förderprojekten, über Mitarbeiter_innen im Magazin, die Bücher ausheben, Kolleg_innen von der IT für die notwendige technische Basis bis hin zu lang am Haus arbeitenden Mitarbeiter_innen mit ihrem Wissen zur Bibliotheksgeschichte. Vielen ist das Thema anfangs oft fremd. Wichtig ist daher die Sensibilisierung. So haben die Mitarbeiter_innen der Erwerbungsabteilung einen Blick auf Provenienzmerkmale. Ebenfalls geprüft werden die zur Aussonderung vorgesehenen Bücher. Enthalten sie Besitzhinweise, die auf NS-Raubgut hindeuten, und sollten daher besser noch im Bestand verbleiben und weiter untersucht werden?





Bullshit-Bingo von Markus Stumpf

Markus Stumpf (Idee, Vorlage); Judith Andó (Gestaltung, Animation), 2018/2020

Aus der Sammlung von

Markus Stumpf (Universität Wien)

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Markus Stumpf / Judith Andó

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Kurzbeschreibung
Animiertes Bullshit Bingo nach einer Vorlage von Markus Stumpf
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Ilse Weber, „Wiegala“, Autograph des Notenblattes, Kopie mit späterem Zusatz // Ilse Weber, „Wiegala“, Vertonung: Liv Migdal

Notenblatt: undatiert // Audio-Aufnahme: 2020

Aus der Sammlung von

Notenblatt: Hanuš Weber (Familienbesitz) // Audio-Aufnahme: Liv Migdal

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Notenblatt: Hanuš Weber (Familienbesitz) // Audio-Aufnahme: Liv Migdal

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Ilse Weber, „Wiegala“, Vertonung: Liv Migdal


EPILOG

  

Eine virtuelle Ausstellung von

Die Ausstellung "mind the gap. Von geraubten Büchern, fairen Lösungen ... und Lücken" schließt das Projekt "NS-Raubgut in der SLUB - Erwerbungen nach 1945" ab, das an der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek von 2017 bis 2020 durchgeführt und von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste finanziert worden ist.

Das Titelbild ist eine Collage von im Rahmen dieses Projekts dokumentierten Provenienzmerkmalen. Gestaltung und Animation übernahm Judith Andó.

Team

Idee: Elisabeth Geldmacher, Jana Kocourek, Nadine Kulbe, Robin Reschke, Dominik Stoltz
Konzept und Texte: Elisabeth Geldmacher, Nadine Kulbe
Bildauswahl: Judith Andó, Elisabeth Geldmacher, Nadine Kulbe
Gestaltung, grafische Bearbeitung, Collagen, Animationen: Judith Andó
Redaktion: Elisabeth Geldmacher, Jana Kocourek, Nadine Kulbe, Robin Reschke, Dominik Stoltz

Für ihre Unterstützung danken wir Markus Stumpf sowie besonders Ulrike und Liv Migdal.

Die in der Ausstellung gezeigten Bilder wurden dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von:

- Deutsche Fotothek, Dresden
- Domstift Brandenburg/Archiv
- Ernst-Haeckel-Haus, Jena
- Gedenkstätte Münchner Platz, Dresden
- Hanuš Weber
- Jüdisches Museum, Prag
- National Archives Washington/Ardelia Hall Collection
- Stolpersteine für Dresden e.V.
- Tschechisches Nationalarchiv, Prag
- Ulrike Migdal
- Yad Vashem Archives, Jerusalem

Erstellt mit :
DDB Studio
Ein Service von:
DDB Studio

Diese Ausstellung wurde am 19.03.2021 veröffentlicht.



Impressum

Die virtuelle Ausstellung mind the gap wird veröffentlicht von:

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek

Postadresse: 01054 Dresden
Besucheradresse: Zellescher Weg 18
01069 Dresden

gesetzlich vertreten durch Dr. Achim Bonte

Telefon: +49 351 4677-123
Fax: +49 351 4677-111
E-Mail:  Generaldirektion@slub-dresden.de

Inhaltlich verantwortlich:
Annemarie Grohmann
SLUB Dresden
Zellescher Weg 18
01069 Dresden
E-Mail: Oeffentlichkeitsarbeit@slub-dresden.de

Kurator*innen:
Elisabeth Geldmacher, Nadine Kulbe (raubgut@slub-dresden.de)

 

DDBstudio wird angeboten von:  
Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gesetzlich vertreten durch ihren Präsidenten,
handelnd für das durch Verwaltungs- und Finanzabkommen zwischen Bund und Ländern errichtete Kompetenznetzwerk

Deutsche Digitale Bibliothek
c/o Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Von-der-Heydt-Straße 16-18
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Inhaltlich verantwortlich: 
Prof. Monika Hagedorn-Saupe
komissarische Leiterin der Geschäftsstelle
Finanzen, Recht, Kommunikation, Marketing
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Konzeption:
Nicole Lücking, Deutsche Digitale Bibliothek
Stephan Bartholmei, Deutsche Digitale Bibliothek
Dr. Michael Müller, Culture to Go GbR

Design: 
Andrea Mikuljan, FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Technische Umsetzung:
Culture to Go GbR mit Grandgeorg Websolutions

Hosting und Betrieb:  
FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

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