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Lifestyle im Archiv

Hessische Kleidung aus sechs Jahrhunderten

Hessisches Landesarchiv


Werbeplakat der Boutique Natho-Moden-Etage in Frankfurt am Main

Natho-Moden-Etage Frankfurt, Plakat, 1966, Frankfurt am Main

Aus der Sammlung von

Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Darmstadt

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Hessisches Landesarchiv

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Werbeplakat der Boutique Natho-Moden-Etage in Frankfurt am Main, um 1966


Lifestyle im Archiv?

Mode, Lifestyle und Archiv? Das ist kein Widerspruch. Denn die Lebenswirklichkeit zurückliegender Epochen findet ihren kontinuierlichen Niederschlag in den Schriftzeugnissen, die im Hessischen Landesarchiv aufbewahrt werden. Damit wird auch die Mode vergangener Tage dokumentiert.

Die Online-Ausstellung wird über die Kleidung und Accessoires vergangener Jahrhunderte in die Köpfe der Zeitgenossen zu schauen versuchen, um damit über die Hülle in die dahinterliegenden Absichten und Weltanschauungen zu gelangen. Ein Plakat der Boutique Natho-Moden-Etage in Frankfurt von 1966 leitet deshalb bestens in diese Ausstellung ein. Denn auf der Hutkrempe der eleganten Dame steht: „Was Ihnen im Kopf herumgeht“. Die Mode der letzten sechshundert Jahre verrät sehr viel darüber.



Stoffproben des Zeug- und Plüschfabrikanten Wagner aus Reichelsheim

Stoffprobe, 1777-1780, Reichelsheim

Aus der Sammlung von

Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv

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Hessisches Landesarchiv

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Stoffproben des Zeug- und Plüschfabrikanten Wagner aus Reichelsheim, 1777-1780

Dokumente der Mode

Ein Einblick in vergangene Modewelten kann ganz haptisch durch Stoffproben geschehen. Ihre lichtgeschützte Lagerung in den Akten und Archivkartons hat sie nichts von ihrer Farbigkeit verlieren lassen. Aber auch Modezeichnungen sind seit dem ausgehenden Mittelalter überliefert. Hinzu kommen Kleiderinventare, Werbung, Kleidungsordnungen und Kleidervorschriften und natürlich ein umfangreicher Schriftverkehr über das Anfertigen und Tragen von Kleidung.





Mannequins vor dem Kurhaus in Wiesbaden

Foto Rudolph, Foto, 1951, Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Kurzbeschreibung
Mannequins stehen auf einer Treppe vor dem Wiesbadener Kurhaus

Extravaganz

Mode spiegelt auch immer soziale Gegebenheiten wider.



Waldeckische Ordnung gegen verschwenderische Trauerkleidung

Druck, 1720, Louisenthal

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Hessisches Landesarchiv

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Waldeckische Ordnung, 1720


Kleiderordnungen

Bereits in der Antike gab es Ordnungen, in denen dem gesellschaftlichen Status die entsprechende Kleidung zugeordnet wurde. Solche Regelungen finden sich in allen Epochen europäischer Geschichte. Kleidung diente der Codierung gesellschaftlicher Verhältnisse. Gesellschaftliche Hierarchien werden damit visualisiert.

Seit dem Spätmittelalter sind Kleiderordnungen regelmäßiger Bestandteil übergreifender gesellschaftlicher Regelungen, die in der Frühen Neuzeit auch als „Policey-Ordnung“ bezeichnet wurden. Mit zu den frühesten Kleiderordnungen in Deutschland gehört die Frankfurter von 1336. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden in den verschiedenen Territorien immer wieder neue Verordnungen durch die Landesherren erlassen. Nicht nur gesellschaftliche Hierarchien spielten eine Rolle. Religiös-moralische Aspekte waren ebenso von Belang. Wie schnell konnte man in aufwändiger Kleidung die Todsünde der Verschwendungssucht („Luxuria“) erkennen.



Sänger mit Pluderhose und Schleifen

Aquarell, 1617, Linz

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Darmstadt

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Hessisches Landesarchiv

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Kurzbeschreibung
Szene eines Ständchens aus dem Stammbuch des Johann Christoph Kugler aus Linz
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Sänger mit ausladender Pluderhose und Schleifen

Kein Luxus

Um zu großen Aufwand mit der Kleidung zu verhindern, wurde dieser reglementiert. Ein verschwenderischer Lebensstil hätte auch zur Verarmung sozialer Gruppen führen können. Eine Mainzer Verordnung gegen den überhandnehmenden Luxus (1783) ist hierfür ein sehr eindrückliches Zeugnis. Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Mainz erklärte darin, Kleidung und vieles mehr hätten unter den Räten und kurfürstlichen Dienern so sehr an Aufwand zugenommen, dass er sich zum Einschreiten veranlasst sah. Dieser Aufwand, so hieß es, führe zum Verderben der Sittlichkeit, der Ehre und der Glückseligkeit. Denn es häuften sich die Schulden unter den Räten und Dienern, die Jugend werde verdorben und die Mittel für ihre Erziehung blieben aus. Deshalb wurde erklärt, dass der Kurfürst den Wert seiner Räte und Diener nicht nach dem Maß ihrer Kleidung, sondern nach der Tugend, der Rechtschaffenheit, der Wissenschaft, des Fleißes, des Wohltuns und des Verdienstes bemesse.





Model vor dem Staatstheater Wiesbaden

Foto Rudolph, Foto, 1952, Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Statussymbole

Mode, Extravaganz und Gesellschaftsordnung sind eng miteinander verbunden.



Kleidung beim hessischen Lehensdienst

Aquarell, 1498, Hessen

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Kleidung beim hessischen Lehensdienst, 1498


Der Hessendiener

Die womöglich früheste Modezeichnung in den Beständen des Hessischen Landesarchivs ist auf den 14. Mai 1498 zu datieren. Landgraf Wilhelm von Hessen ließ seinem Vasallen, Graf Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken, die kolorierte Zeichnung eines blonden Mannes in roter Kleidung zukommen. Graf Johann-Ludwig und seine Diener sollten sich auf Wunsch des Landgrafen beim Lehensdienst nach diesem Vorbild kleiden.



Kurpfälzisches Hofkleid

Aquarell, Ende 16. Jahrhundert, Kurpfalz

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Kurpfälzisches Hofkleid

Spanische Hoftracht

Die schwarze spanische Hofkleidung setzte sich im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert an vielen Höfen Europas durch. An ihr werden Eleganz und Pracht ebenso ablesbar wie die Strenge und Uniformität. Alles Individuelle trat – wie im Spanischen Hofzeremoniell – hinter die Einförmigkeit der Kleidung zurück. Sie galt als repräsentatives Statussymbol für ein entindividualisiertes Amt. Ein schönes Beispiel hierfür bietet die Zeichnung eines kurpfälzischen Hofkleides aus dem späten 16. Jahrhundert in nassauischer Überlieferung. Klar erkennbar sind die für diese Kleidung typischen Elemente: das Barett, die Schaube (Mäntelchen), das enganliegende Wams mit Mühlsteinkragen sowie die kurzen Hosen mit Trikotstrümpfen. Und alles war natürlich ganz in Schwarz gehalten. Die Kleidung muss als sehr elegant, aber eben auch streng und nüchtern bezeichnet werden.





Entwurf für die Kleidung der Brautjungfern bei der Hochzeit des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Vorderansicht (gold)

Kolorierte Zeichnung, 1566

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Hessisches Landesarchiv

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Tafel 3r Extravaganz Brautjungfer1 3 II Würtemberg_Brautjungfer_Robe Gold_Vorderansicht.jpg
KIeidung für die Brautjungfer


Hochzeitskleidung

Die Organisation eines Hoffestes erforderte umfangreiche Vorbereitungen. Als sich Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, damals noch Erbprinz, im Sommer 1565 entschlossen hatte, Sabina von Württemberg zu heiraten, entwickelte sich rasch eine lebhafte Korrespondenz zwischen Stuttgart und Kassel, in der nicht nur Ehe- und Wittumsvertrag ausgehandelt, sondern auch die Einzelheiten der Festgestaltung besprochen wurden. In Stuttgart wünschte man, dass die von beiden Höfen in gleicher Anzahl zu stellenden Brautjungfern gleich gekleidet sein sollten. Daher schickte man im November 1565 dem Bräutigam zwei Blätter, auf denen jeweils in Vorder- und Rückansicht die beiden für die Jungfern gewünschten Kleider aus schwarzem Samt und goldbraun schillerndem Taft detailgenau gezeichnet waren. Überdies waren Stoffproben und Nähanleitungen gegeben.



Entwurf für die Kleidung der Brautjungfern bei der Hochzeit des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Vorderansicht (gold)

Kolorierte Zeichnung, 1566

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Tafel 3r Extravaganz Brautjungfer1 3 II Würtemberg_Brautjungfer_Robe Gold_Vorderansicht.jpg
Blättern Sie hier durch die Entwürfe und Stoffproben aus dem Jahr 1566


Entwurf für die Kleidung der Brautjungfern bei der Hochzeit des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Rückenansicht (gold)

Kolorierte Zeichnung, 1566

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Hessisches Landesarchiv

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Tafel 3r Extravaganz Brautjungfer2 3 II Würtemberg_Brautjungfer_Robe Gold_Rueckansicht.jpg
Blättern Sie hier durch die Entwürfe und Stoffproben aus dem Jahr 1566


Entwurf für die Kleidung der Brautjungfern bei der Hochzeit des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Stoffprobe in gold

Stoff, 1566

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Blättern Sie hier durch die Entwürfe und Stoffproben aus dem Jahr 1566


Entwurf für die Kleidung der Brautjungfern bei der Hochzeit des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Vorderansicht (schwarz)

Kolorierte Zeichnung, 1566

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3 II Würtemberg_Brautjungfer_Robe schwarz_Vorderansicht.jpg
Blättern Sie hier durch die Entwürfe und Stoffproben aus dem Jahr 1566


Entwurf für die Kleidung der Brautjungfern bei der Hochzeit des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Rückenansicht (schwarz)

Kolorierte Zeichnung, 1566

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Blättern Sie hier durch die Entwürfe und Stoffproben aus dem Jahr 1566


Entwurf für die Kleidung der Brautjungfern bei der Hochzeit des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Stoffprobe schwarz

Stoff, 1566

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Hessisches Landesarchiv

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Blättern Sie hier durch die Entwürfe und Stoffproben aus dem Jahr 1566


Ausschnitt aus einer Tapisserie des 18. Jahrhunderts

Tapisserie, 18. Jahrhundert

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Ausschnitt einer Tapisserie des 18. Jahrhunderts

Französische Mode

Die modische Strenge lockerte sich im Laufe des 17. Jahrhunderts. Insbesondere die französische Hofmode trieb den Luxus auf die Spitze. Sie wurde bald zum Vorbild für die höfische Mode in ganz Europa. Trotz aller Extravaganzen musste aber auch hier die gesellschaftliche Hierarchie gewahrt bleiben. Nicht alles schickte sich für jeden.

Es war daher eine Erleichterung, als im 18. Jahrhundert der Kleiderluxus in der höfischen Herrenmode zurücktrat. Die militärische Uniform ersetzte die individuelle Herrenkleidung. Rang und Bedeutung der Person versinnbildlichten sich nicht mehr im Aufwand der Kleidung, sondern im Rang der Uniform. Für die Damen der Gesellschaft galt dies mit ausladenden Reifröcken und Perücken noch nicht.





Modeentwürfe aus dem Journal des Luxus und der Moden

Druck, 1791, 1798, Weimar

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Modezeichnung, 1791/1798


Moderevolutionen

Erst im Zuge der Französischen Revolution und in der Orientierung an der antiken Mode erfolgte auch hier eine Vereinfachung. Die politische und soziale Codierung von Kleidung aber blieb. Ob ein Herr eine Kniebundhose oder eine lange Hose trug, war auch ein Zeichen seiner politischen Gesinnung. Grundsätzlich aber wurde die Herrenmode zusehends funktionaler. Die Schlichtheit hatte Einzug gehalten und hielt – mit eher geringfügigen Varianten – ihre Grundtypen bis heute bei. Die Damenmode durchlief allerdings im 19. Jahrhundert eine Vielzahl von Varianten. Viel stärker als im Bereich der Herrenbekleidung unterlag sie Moden, so dass Trends die Damenbekleidung prägten.



Modezeichnung aus der Zeit des Biedermeier

Druck, frühes 19. Jahrhundert

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Darmstadt

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Biedermeier-Mode, frühes 19. Jahrhundert

Bürgerliche Mode

Herrenkleidung wurde im 19. Jahrhundert mit der Funktionalität eines werktätigen Bürgers in Verbindung gebracht. Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit standen bei der Kleidung daher im Vordergrund. Die im 19. Jahrhundert üblicherweise nicht erwerbstätige Frau hingegen wurde als schmückendes Beiwerk bewertet, was den Kleidungsaufwand rechtfertigte und auf einem hohen Niveau hielt.

Trotz emanzipatorischer Bewegungen und der Entwicklung verschiedener Strömungen der Anti-Mode im 20. und 21. Jahrhundert hat sich der größere modische Variantenreichtum bei der Damenmode bis heute gehalten.





Die Turmfrisur

Wella, Postkarte, um 1770 / 1981

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Kurzbeschreibung
Ludwigsburger Porzellan aus der Zeit um 1770

Accessoires und Beautyprodukte

Kleidung lebt auch durch Accessoires. Im 18. Jahrhundert waren es die Perücken und Turmfrisuren, die die üppigen Kleider und Roben abrundeten. Die wahrhaft ausladende Körpersilhouette erreichte dadurch erst ihren vollen Umfang, so dass es für Frauen mit Hochfrisur und Reifröcken nicht eben leicht war, sich fortzubewegen.



Model im Wiesbadener Kurhaus

Foto Rudolph, Foto, 1961, Wiesbaden

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Model im Wiesbadener Kurhaus


Nylonstrümpfe

Was im Rokoko die Turmfrisur war, waren in den 40er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts die Nylonstrümpfe. Am 15. Mai 1940 wurden sie in US-amerikanischen Geschäften erstmals verkauft. Der Siegeszug begann. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Verkauf erneut startete, kam es in Amerika zu Ausschreitungen. In Pittsburgh sollen 40.000 Personen für 13.000 Paar Strümpfe angestanden haben. Und über Amerika gelangten die Strümpfe nach dem Krieg dann auch nach Deutschland, wo sie bald zum unverzichtbaren Modeaccessoire wurden.



Einfuhr von Nylon-Strümpfen in das Bundesgebiet

Hessische Überwachungsstelle für Devisen und Sperrkonten, Schreiben, 1950, Wiesbaden

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Einfuhr von Nylon-Strümpfen in das Bundesgebiet

Kriminelle Mode

Hierzulande waren Nylonstrümpfe zunächst nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich – zum Preis von etwa 200 Reichsmark. Das entsprach dem durchschnittlichen Monatsgehalt einer Sekretärin. Die Lage entschärfte sich zwar in den folgenden Jahren, aber Nylonstrümpfe waren offiziell in Deutschland weiterhin nicht zu bekommen. Denn die Einfuhr war von den Besatzungsmächten zur Steuerung der Importdevisen streng reglementiert. Das bot Raum für den Schwarzmarkt und kriminelle Machenschaften. So wurden zwischen Dezember 1949 und Mai 1950 Nylonstrümpfe im Wert von 7.000.000 DM nach Deutschland importiert. Wie aus der Aktenüberlieferung der hessischen Überwachungsstelle für Devisen und Sperrkonten hervorgeht, ging ein Großteil der Verkaufseinnahmen illegal ins Ausland.





Mieder mit Strumpfhalter

Mieder, 1925

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Hessisches Landesarchiv - Archiv der deutschen Jugendbewegung

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Mieder mit Strumpfhalter, 1925


Das Korsett

In der Damenmode lange Zeit beherrschend blieb das Korsett. Es bestimmte bis ins späte 19. Jahrhundert das Bild der Frauenkleidung. Erste Vorläufer dazu entstanden in Burgund bereits im Spätmittelalter. Für die spanische Hoftracht in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde es unverzichtbar – am Anfang auch für Herren. Zunächst wurde die Taille mittels Fischbein eingeschnürt, im 19. Jahrhundert dann auch durch Stahlbänder. Die Sanduhrform mit besonders enger Taille galt als hochmodern, und Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sisi“) soll es zu einem Umfang der Taille von 50 cm gebracht haben.



Werbeanzeige für die Wiesbadener Korsett-Industrie

Druck, 1930, Wiesbaden

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Werbeanzeige für die Wiesbadener Korsett-Industrie

Gute Figur?

Natürlich wurde auch früh schon vor gesundheitsschädlichen Folgen der Korsagen gewarnt. Die Wirbelsäule konnte verkrümmt werden, Organe konnten Schaden erleiden und vieles mehr. Gerade in der Revolutionszeit um 1800 kam die ungesunde Form der Körperdeformierung in Misskredit.





Gedicht gegen Korsagen

Druck, 1815

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Gedicht gegen Korsagen


Korsagen im Gedicht

In den Neuwiedischen Nachrichten wurde die Befreiung vom Korsett mit der Befreiung vom Korsen Napoleon gleichgesetzt. Dieses besondere Kuriosum lautet:

Mit den Männern um die Wette, / Hassest du den Corsen, Weib! / Hasse denn auch auch die Corsette, / Und befreye deinen Leib.

Jeder Zwang ist Druck und Kette, /Jeder fremde Brauch ist Schmach, - / Ha, drum schleudre die Corsette, / Deutsches Weib, dem Corsen nach!

Der Verfasser hat als Erklärung noch hinzugefügt, dass das Korsett zwar nichts mit dem Korsen zu tun habe, aber dass beide gleichermaßen verhasst sein sollten: Napoleon habe "die Wohlfahrt ganzer Länder durch seinen menschenfeindlichen blutgierigen Sinn untergraben", das Korsett hingegen "zerrüttet und zerstört die Schönheit und Gesundheit des schönen Geschlechts. Also weg mit ihr!“



Kostüme zu Beethovens Fidelio im Hoftheater Wiesbaden

Zeichnung, 1910, Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Theater- und Fastnachtskostüme

So sehr Kleidung dazu genutzt wird, einen gesellschaftlichen Status zu visualisieren, so sehr kann sie auch als Maske dienen. Auch im alltäglichen Leben kann Mode verkleiden und maskieren. Immer wieder gibt es Situationen, in denen ganz bewusst mit Hilfe von Kleidung das gesellschaftliche Gefüge verlassen wird.



Französisches Plakat mit Theaterkostümen

Fabrique d' Estampes de Grangel, Plakat, um 1840, Metz

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Französisches Plakat mit Theaterkostümen


Theaterkostüme

Theaterkostüme sind im Hessischen Landesarchiv in der Überlieferung der Staatstheater recht umfangreich dokumentiert. Sie spiegeln nicht nur den modischen Zeitgeschmack wider, sondern zeugen auch von der Interpretation der präsentierten Theaterstücke und Opern. Über die Mode erschließt sich daher auch, wie die jeweilige Epoche die Welt interpretiert hat. Das war nicht immer nur rein kreativ zu verstehen: Ein Blatt mit Kostümen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts weist Rollen die entsprechende Kleidung zu – vom König über die adelige Dame bis zur Fee. Das Blatt belegt damit, wie sehr Theatertypen – und damit auch menschliche Charaktertypen und soziale Muster – mit bestimmten Kleidungsformen in Verbindung gebracht wurden.



Faschingskostüme aus München

Lithographie, 1827, München

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Faschingskostüme aus München

Fastnachtskostüme

Jenseits des Theaters sind es die Fastnachtskostüme, die jedem Einzelnen die Möglichkeit bieten, Abstand vom Alltag zu gewinnen. Seit dem Hochmittelalter sind solche Kostüme in den Quellen überliefert. Sie sollten zunächst helfen, böse Geister zu vertreiben. Später wurden diese Kostüme profaniert. Insbesondere an den Höfen wurden bei maskierten Bällen und so genannten „Wirtschaften“ die Standes- und Landesgrenzen überschritten. Folgten die Kostüme in der Frühen Neuzeit dabei noch eher standardisierten Vorgaben, wurden sie im Laufe der Moderne immer individueller. Heute mag die Auswahl der Kostüme Soziologen – oder auch Psychologen – dazu dienen, anhand der Maskierungen ein Gesellschaftsbild zu entwickeln: ein Bild der Wünsche, Ideale und Sehnsüchte.





Ungarische Quadrille

Druck, 1827, München

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Blättern Sie hier durch die Mappe mit Münchner Faschingskostümen, hier: Ungarische Quadrille


Italienische Quadrille

Druck, 1827, München

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Italienische Quadrille


Beduinische Quadrille

Druck, 1827, München

Aus der Sammlung von

Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Hessisches Landesarchiv

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Beduinische Quadrille


Griechische Quadrille

Druck, 1827, München

Aus der Sammlung von

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Hessisches Landesarchiv

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Griechische Quadrille


Albanische Quadrille

Druck, 1827, München

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Albanische Quadrille


Polnische Quadrille

Druck, 1827, München

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Polnische Quadrille


Uniformhut

Hut, 19. Jahrhundert (?)

Aus der Sammlung von

Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Uniform und Staatlichkeit

Kleidung kann auch immer dazu dienen, staatliche Autorität zu demonstrieren.



Uniform des hessen-kasselischen Leibregiments

Druck, 1789

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Uniform des hessen-kasselischen Leibregiments, 1789

Uniformen

Im militärischen Bereich begannen sich Uniformen in unserem Sinne in Europa erst im 17. Jahrhundert herauszubilden, als der kollektive Ankauf der Ausstattung der Söldnerheere auch zu einem einheitlichen Erscheinungsbild führte. Das hatte zusätzlich die positive Folge, dass die Zugehörigkeit zur Truppe und zum Truppenteil schnell erkannt werden konnte. Abzeichen aller Art trugen das ihrige dazu bei, dies zu erleichtern.

Für ein Fürstentum seiner Größe und Wirtschaftskraft unterhielt Hessen-Kassel im späten 18. Jahrhundert eine riesige Armee. Die Ähnlichkeit der Uniformfarben mit dem typischen Blau der preußischen Uniformen ist kein Zufall: Der Landgraf unterhielt enge Beziehungen zum preußischen Hof, hatte in der preußischen Armee gedient und eine Nichte des preußischen Königs geheiratet.

Als Uniformstoff am hessen-kasselischen Hof im ausgehenden 18. Jahrhundert war Etamin beliebt und gefragt. Mit solchen Uniformen kämpften die Soldaten auch im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.





Hessen-Kasselische Husarenuniform

Aquarell, Ende 18. Jahrhundert

Aus der Sammlung von

Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Hessen-kasselische Husarenuniform


Militarisierung

Bald führte die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft dazu, dass Uniformen mehr und mehr das Erscheinungsbild bestimmten. Monarchen traten im 19. und frühen 20. Jahrhundert vornehmlich in Uniform auf. Das Tragen des „Soldatenrocks“ galt als besonders ehrenvoll, so dass dieses Kleidungsstück den öffentlichen Raum bestimmte. Man denke hierbei nur an Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“, worin es heißt: „Na ja, in Uniform, da geht's ja, da macht man Figur, das gibt 'n kolossalen Halt, da is man 'n ganz anderer Kerl. Wissense – in Staatsbürjerkluft – da komm ick mir immer vor wie ne halbe Portion ohne Mostrich.“



Nassauische Lakaien

Kolorierte Zeichnung, 1863, Wiesbaden

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Tafel 2a v Extravaganz Livree hhstaw_130_ii_7285_001.jpg
Nassauische Lakaien

Farben und Zeichen

Waren Uniformen zunächst noch sehr farbenprächtig, setzte sich erst im frühen 20. Jahrhundert die Tarnfarbe durch. In außereuropäischen Klimazonen waren Soldaten in traditionellen Uniformen oft allzu leicht zum Ziel geworden. 1902 ersetzten Großbritannien und die USA daher die traditionellen Uniformen durch sand- oder khakifarbene. Um 1900 erhielt auch ein ostasiatisches Expeditionsheer der deutschen Armee eine graue Tropenuniform. 1907 war dann das gesamte kaiserliche Herr feldgrau ausgestattet. Im Ersten Weltkrieg trugen fast alle beteiligten Armeen diese Tarnfarben.

In höfischen Uniformen aber hielt sich sehr lange die Farbenpracht der Frühen Neuzeit.





Hessen-Darmstädtischer Läufer und Heiduck

Landgraf Friedrich Georg von Hessen nach Johann Tobias Sonntag, Kolorierte Zeichnung, Ende 18. Jahrhundert, Darmstadt

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Tafel 6r Uniform Exotische Livreen aus d_4#494§5~3.jpg
Klicken Sie sich hier durch Zeichnungen hessen-darmstädtischer Lakaien des 18. Jahrhunderts


Hessen-Darmstädtischer Läufer

Landgraf Friedrich Georg von Hessen-Darmstadt nach Johann Tobias Sonntag, Aquarell, Ende 18. Jahrhundert, Darmstadt

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Klicken Sie sich hier durch Zeichnungen hessen-darmstädtischer Lakaien des 18. Jahrhunderts


Hessen-Darmstädtischer Heiduck

Landgraf Friedrich Georg von Hessen-Darmstadt nach Johann Tobias Sonntag, Aquarell, Ende 18. Jahrhundert, Darmstadt

Aus der Sammlung von

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Klicken Sie sich hier durch Zeichnungen hessen-darmstädtischer Lakaien des 18. Jahrhunderts


Tracht des Deutschen Ordens

Aquarell, 1606, Marburg

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Tracht des Deutschen Ordens, 1606


Einheitskleidung

Nicht nur das Militär, sondern auch viele andere Berufsgruppen hatten oder haben eine einheitliche Kleidung. Diese kann zum Zusammenhalt der Gruppen, aber insbesondere auch der Erkennbarkeit der Gruppenzugehörigkeit dienen. Sanitäter zum Beispiel sind auf diese Weise schnell zu erkennen, oder – negativ konnotiert – Strafgefangene. Lange Zeit war es auch üblich, dass Staatsbeamte grundsätzlich eine Uniform trugen, womit sie ihr Amt visualisierten. Die Person trat damit hinter das Amt zurück, das sie repräsentierte. Bis heute bekannt sind auch die Trachten von Geistlichen.



Musterbuch mit Darstellung der Uniformröcke des hessen-kasselischen Militärs

Amtsbuch

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Musterbuch

Musterbuch mit Darstellung der Uniformröcke des hessen-kasselischen Militärs, 1827



Trachten des nordöstlichen Taunus

Friedrich Hottenroth, Druck, 1905, Wiesbaden

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Trachten des nordöstlichen Taunus


Volkstrachten

Das Interesse an Volkstrachten ist oft durch ideologische Sichtweisen geprägt. Erste Ansätze zur Erforschung einer vermeintlichen Volkstracht rührten aus dem 18. Jahrhundert her und erlebten einen gewissen Aufschwung während der Befreiungskriege.

In vielen Regionen Deutschlands erwachte im späten 19. Jahrhundert das Interesse an den Trachten. Es wurde gespeist aus einem romantischen Blick auf die Landbevölkerung und dem Gedankengut der Heimatbewegung, die den Weg zu vermeintlich unverstellten regionalen Besonderheiten suchte.

Besondere Bedeutung erlangte hierbei der aus Johannisberg im Rheingau stammende Friedrich Hottenroth. 1879 begann der Trachtenforscher und Illustrator damit, in dem „Handbuch der deutschen Tracht“ und seinen Nachfolgewerken die verschiedenen Ausprägungen der Trachten zu dokumentieren, zu beschreiben und zu illustrieren. 1905 legte er das Buch „Die Nassauischen Volkstrachten“ vor, das der Verein für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung herausgab.



Tracht aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf

Ferdinand Justi, Zeichnung, 1872

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Tracht aus Lohra im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Justis Trachten

Ende des 19. Jahrhunderts legte der Orientalist Ferdinand Wilhelm Jacob Justi eine umfangreiche Sammlung mit Darstellungen der ländlich-bäuerlichen Kultur in Hessen an. Insbesondere die Bevölkerung im Umland von Marburg hielt er mit seinen Zeichnungen fest. Die aus der Feldforschung entstandenen Zeichnungen stellen damit ein erstklassiges Zeugnis für die ländliche Tracht jener Tage dar, aber auch für das aufkommende volkskundliche Interesse daran.

Am bekanntesten in Hessen ist sicherlich die Schwälmer Tracht, die auch zu den ältesten deutschen Trachten zählt. Sie besteht aus schwarzer Kleidung mit bunten Applikationen. Ihre Grundlage ist in der Ansiedlung französischer Glaubens-flüchtlinge im späten 17. Jahrhundert zu suchen. Denn ihre textilen Fertigkeiten ermöglichten es, dass bäuerliche Kleidung stärker als bisher mit Verzierungen versehen wurde. Schließlich war es den hessischen Untertanen seit der Kleiderordnung von 1772 verboten, andere als in der Landgrafschaft produzierte Stoffe zu verwenden.





Kalandermaschine der Siamoise-Manufaktur Pitel in Hohenkirchen

Kolorierte Zeichnung, 1766, Hohenkirchen

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Stoffherstellung

Lange Zeit wurde die Textilindustrie in unserer Region durch kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe geprägt.



Stoffproben der Tuchfabrik Sunkel zu Hersfeld für Uniformen

Stoffprobe auf Papier, 1766-1774, Bad Hersfeld

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Hessisches Landesarchiv - Staatsarchiv Marburg

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Stoffproben für Uniformen

Stoffe von gestern

Einen besonderen optischen und haptischen Wert haben Stoffproben, die in den Archiven überliefert sind. Durch die lichtgeschützte Lagerung in den Akten haben sie bis heute ihre ursprüngliche farbige Leuchtkraft erhalten.





Schneidereirechnung von Friedrich Göthe (Goethes Großvater)

Friedrich Göthe, Rechnung, 1692, Frankfurt

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Hessisches Landesarchiv - Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

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Kleiderrechnung von Goethes Großvater

Feine Stoffe und Stoffproben nutzte auch Friedrich Goethe, der Großvater des Dichters Goethe, bei seiner Arbeit. Er war Schneider und belieferte die bessere Gesellschaft in Frankfurt und Umgebung. Diese Rechnungslegung stammt für den Hof der Grafen von Nassau-Usingen.



Aus einem Modejournal des Biedermeier

Druck, frühes 19. Jahrhundert

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Hessisches Landesarchiv – Staatsarchiv Darmstadt

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Druck, frühes 19. Jahrhundert

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Druck, frühes 19. Jahrhundert

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Druck, frühes 19. Jahrhundert

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Druck, frühes 19. Jahrhundert

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Druck, frühes 19. Jahrhundert

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