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Freiburger Einbände

Schätze aus der Universitätsbibliothek

Eine virtuelle Ausstellung von

Der Bucheinband

Wann ist ein Buch ein Buch? Ursprünglich bestand ein Buch lediglich aus den einzelnen Lagen, die im Mittelalter durch Abschreiben in Skriptorien, in der Frühen Neuzeit durch den Buchdruck in Werkstätten hergestellt wurden. Diese Lagen wurden gefaltet, geheftet und als Buchblock konfektioniert. Wollte man dieses Buch durch einen Einband schützen oder schmücken, so musste dieser separat bei einem Buchbinder in Auftrag gegeben werden. 

Der die Lagen des Buchblocks schützende – und schmückende – Bucheinband besteht aus dem vorderen und hinteren Buchdeckel sowie dem Buchrücken. Je nach dem vom Buchbinder für den Einband verwendeten Bezugsmaterial unterscheidet man zwischen Leder-, Pergament-, Textil- und Pappeinband. Wird der Einband vollständig aus dem Bezugsmaterial angefertigt, spricht man von Ganzband, umschließt das Bezugsmaterial neben dem Buchrücken lediglich Teile des Vorder- und Rückdeckels, so spricht man von Halbband. 

Die Einbandforschung als Teildisziplin der Buch- und Bibliotheksgeschichte steht im Schnittpunkt unterschiedlicher Fachdisziplinen und widmet sich der Geschichte, den Funktionen und Formen, dem Schmuck sowie der Herstellung von Bucheinbänden. Der Einband als Teil des Buches veränderte sich über die Jahrhunderte und zeigt vielfältige regionale Ausprägungen. Im Zentrum seiner Erforschung stehen die verwendeten Stempel, Rollen und Platten, die Hinweise auf das genaue Bindejahr, eine Epoche, eine Region oder sogar auf einen einzelnen Buchbinder oder auf eine Werkstatt ermöglichen. Schließlich geben Bucheinbände auch Hinweise auf die individuellen Auftraggeber. 

Seit den 19. Jahrhundert haben Bibliotheken mit bedeutenden historischen Beständen wie die Universitätsbibliothek Freiburg, aber auch bibliophile Sammler, in ihren Sammlungen besondere Einbände identifiziert und erforscht. Dabei wurden in der Regel Durchreibungen mit Bleistift auf Papier angefertigt, um die verwendeten Stempeltypen zu identifizieren. Einen Überblick über die in vielen Bibliotheken verhandenen Durchreibungen bietet die Einbanddatenbank (EBDB). In dieser werden digitalisierte Einbanddurchreibungen mit dem Schwerpunkt auf Einbänden des 15. und 16. Jahrhunderts formal und inhaltlich detailliert erfasst. 

Die Universitätsbibliothek Freiburg ermöglicht in dieser Ausstellung einen kleinen Einblick in ihre umfangreiche Sammlung historischer Bucheinbände. Unter diesen finden sich neben künstlerisch herausragenden Beispielen auch Gebrauchseinbände aus dem früheren Besitz von Klöstern, der Universität oder Privatsammlern, die ihre Kostbarkeiten der Universitätsbibliothek Freiburg übereignet haben. Neben den individuell gefertigten Handeinbänden werden industriell hergestellte Verlagseinbände aus Freiburger Verlagen präsentiert. Die Ausstellung strebt keine Vollständigkeit an, sondern möchte anschauliche Beispiele aus diesem vielfältigen Spektrum vorstellen. Die Freiburger Einbanddatenbank stellt weitere Informationen über die Einbandsammlung der Universitätsbibliothek bereit. 

01
Antike

Der Rotulus, die Schriftrolle, war das Buch der Antike. Seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. wurden im antiken Ägypten, Griechenland und Rom Texte mit Schreibfedern - Calami - aus Schilfrohr auf Schriftrollen aus Papyrus oder Pergament aufgeschrieben.

Papyrus war in der Antike das am weitesten verbreitete Beschreibmaterial. Es wurde seit dem 3. Jahrtausend v.Chr. aus dem Mark der Stängel der Papyrusstaude gewonnen. Die aus dem Mark geschnittenen Streifen wurden zu Blättern in einheitlicher Faserrichtung zusammengefügt, gepresst, getrocknet und poliert. Die horizontale Faserrichtung begünstigte eine flüssige Beschriftung auf der Vorderseite.

Ein Rotulus besteht aus zahlreichen einzelnen Papyrus- oder Pergamentbögen, die zusammengefügt oft mehrere Meter lang waren. Um die wertvollen Schriftzeichen zu schützen, wurde die Papyrus- oder Pergamentbahn eng zusammengerollt und in einem Behältnis aus Ton, Holz oder Leder aufbewahrt.

Der Kodex (lat. caudex, Holzblock), die bis heute übliche Buchform, setzte sich erst seit dem 4. Jahrhundert n.Chr. durch. Insbesondere die Christen verwendeten zur Verbreitung ihrer religiösen Schriften dieses innovative Medium. Erst diese neue Form des Buches war Voraussetzung dafür, dass sich der Einband als im Laufe der Geschichte untrennbarer Bestandteil des Buches entwickeln konnte.

02
Mittelalter (800-1500)

Der mittelalterliche Bucheinband zeichnet sich durch eine ganz besondere Vielfalt aus. Während die im liturgischen Kontext der Kirche verwendeten Bücher oft mit kostbaren Materialien wie Gold, Elfenbein und Edelsteinen ausgestattet waren und eher als Kunstwerke von Goldschmieden als Handwerksarbeiten von Buchbindern galten, fanden religiöse Texte in Büchern Eingang in die unterschiedlichsten Gebrauchskontexte der Gläubigen. Dieser jeweilige Sitz im Leben wird auch an den Bucheinbänden sichtbar. Mit der Ausbreitung der Schriftlichkeit auch außerhalb von Klöstern finden sich zunehmend bürgerliche Schreiber und Buchbinder. Durch die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern wurde die Buchproduktion in eine bis dahin nicht vorstellbare Dimension gesteigert – und der größte Teil dieser Bücher benötigte Einbände. Der mittelalterliche Gebrauchseinband schützte fortan nicht mehr nur religiöse Texte, sondern immer häufiger Texte aus dem profanen Bereich der Städte, des Handels und der Universitäten. 

Bis ins 16. Jahrhundert bestand der Bucheinband meist aus Eichen- oder Buchenholzdeckeln. Diese wurden mit Pergament, Schweins- oder Rindsleder bezogen und – sofern sie nicht unbehandelt blieben – auf verschiedenste Weise dekoriert. Karolingische (9./10. Jahrhundert), romanische (12./13. Jahrhundert) und gotische Einbände (14./15./16. Jahrhundert) wurden in der Regel mit Blindpressungen von Einzelstempeln oder Streicheisenlinien geschmückt. Grundsätzlich entwickelte sich die Art der Dekoration von der Verwendung weniger kleiner, unregelmäßig auf den Buchdeckeln verteilter Stempel hin zu immer reicherer Verzierung. Neben rein ornamentale Stempel traten Motive mit pflanzlichen, tierischen oder figürlichen Formen. Christliche Ikonographien spielten insbesondere auf Einbänden religiöser Texte eine Rolle. Neben die Einzelstempel traten im Laufe der Jahrhunderte Rollen- und Plattenstempel, die im Dekor der Einbände unterschiedlich kombiniert werden konnten. 

Um das Buch zu schützen, befestigte man Metallbeschläge an den Ecken der Buchdeckel oder auch Ketten, um Diebstahl zu verhindern. Mit Metallschließen wurde erreicht, dass die Buchdeckel auch am vorderen Buchschnitt den Buchblock mit den Lagen fest umschlossen, damit sich die Pergament- oder Papierseiten durch Luftfeuchtigkeit nicht wellten. 

Eine Besonderheit der Herstellung nicht nur mittelalterlicher Bucheinbände ist die Verwendung von Makulatur. Vor allem das wertvolle, aus Tierhaut aufwändig hergestellte Pergament aus Büchern, deren Texte man nicht mehr benötigte oder die veraltet waren, wurde von den Buchbindern bei der Herstellung neuer Einbände wiederverwendet. Dieses Recycling konnte so aussehen, dass die neuen hölzernen Buchdeckel mit Seiten alter Pergamenthandschriften vollständig überzogen und Teil der optischen Gestaltung des neuen Einbandes wurden. Sehr häufig ist die Einbandmakulatur aber für den Leser nicht sichtbar, da der Buchbinder die nicht mehr benötigten Pergamentseiten zerschnitt und die Buchrücken seines neuen Einbandes stabilisierte. 

Neben den genannten mittelalterlichen Standardeinbänden entwickelten sich auch spezielle Sonderformen von Einbänden wie beispielsweise Buchkästen oder Buchschreine, Kastenbücher oder Beutelbücher. 

Pergamenteinband

Pergament, das in einem aufwändigen Herstellungsprozess aus der Haut von Lämmern, Schafen oder Ziegen gewonnen wurde, fand seit der Antike als Beschreibstoff Verwendung und verdrängte seit dem frühen Mittelalter Papyrus als pflanzlichen Schriftträger. Aufgrund seiner Haltbarkeit eignete sich Pergament auch zur Herstellung von Bucheinbänden. Im Unterschied zu Leder als Einbandmaterial wird die Tierhaut bei der Pergamentherstellung nicht gegerbt. 

Ledereinband

Der Einbandtypus, bei dem Leder auf Holzdeckel gespannt wurde, besaß im Mittelalter die weiteste Verbreitung. Hergestellt wurde das Leder aus gegerbten Häuten von Schweinen, Schafen, Ziegen oder Rindern. Im Lauf der Jahrhunderte wurden zahlreiche Verzierungstechniken angewendet, dazu das Leder beliebig gefärbt. Der klassische Ledereinband wurde im 16. Jahrhundert vom preiswerteren Pergamenteinband, im 19. Jahrhundert vom Textileinband verdrängt. 

Der Einband des hier präsentierten liturgischen Codex besteht aus einem rot gefärbten Halbledereinband, aufgezogen auf einem Holzdeckel. Zwei Stempelverzierungen (Blüte quadratisch und Blüte ohne Rahmen) sind nur noch schwach zu erkennen. Der gleiche Stempel ist am Einband der Inkunabel (Ink. 2o K 7329) aus dem Freiburger Dominikanerkloster nachzuweisen. Der Codex wurde mit einer Lederschließe mit Messingbeschlag geschlossen, welche nicht mehr erhalten ist.

Gotischer Einband

Die Gotik brachte ab dem 14. Jahrhundert eine Fülle an neuen Ausprägungen des Bucheinbands hervor. Zu dieser Zeit verschob sich die Buchproduktion weg von der klerikalen Sphäre in die bürgerlichen Werkstätten, deren Zahl durch die Erfindung des Buchdrucks um 1450 noch weiter anstieg. Der gotische Bucheinband zeichnet sich durch aufwändige Blinddruckverzierungen aus. Streicheisenlinien, umfangreiche einzelne Stempel und Platten wurden auf den Einband gedrückt. Mit dem Streicheisen wurden oft mehrere Rahmen und Felder auf dem Deckeleinband gebildet, im rechteckigen Zentrum findet sich meist ein großer Einzelstempel.

Der präsentierte Einband wurde vom Geislinger Kaplan Johannes Richenbach (gest. 1486) angefertigt, einem der bedeutendsten Buchbinder des 15. Jahrhunderts. Vermutlich war er der erste Buchbinder, der Rollenstempel einsetzte. Er gilt als der zweite Buchbinder, der auf seine Einbände Autor und Titel prägte. Den Einband bilden zwei Holzdeckel, mit hellem Schweinsleder umhüllt. Die Vorderseite ist mit Streicheisenlinien und großen und kleinen Einzelstempeln geschmückt, dabei sind die Stempel sowie die Schrift teilweise mit grünschwarzer oder roter Farbe ausgemalt. Unter anderen sind vier runde Stempel mit den vier Evangelistensymbolen, eine runde große Rose, und einzelne kleine Sechskreisstempel ausgemalt. Die zwei Buchschließen sind nicht mehr erhalten, jedoch fünf der zehn Eisenbuckel. Auf den Vorderdeckel in gotischer Schrift eingeprägt ist der Werktitel, auf dem Rückendeckel der Name Richenbachs als Buchbinder.
 

Einband mit Blindprägungen

Mit Blindprägungen konnten kunstvolle Verzierungen auf den Einband angebracht werden. Bei einem Blindstempeleinband wird ein erwärmter Ornamentstempel in das angefeuchtete Leder des Einbandes gepresst. Unterschieden wird zwischen Einzel-, Platten- und Rollenstempeln. Gleichzeitig kann Gold und Farbe verwendet werden. Über die Jahrhunderte konnten Bucheinbände mit Blindprägungen sehr schlicht bis sehr aufwändig verziert sein.

Der hier gezeigte Einband dieses Sequentiars aus dem Freiburger Klarissenkloster ist ein gut erhaltener heller Ledereinband. Die Vorderseite ist reich mit Einzelstempeln geschmückt, angeordnet nach einem Flächenschema, das mit Streicheisenlinien gebildet ist. Die Stempel im äußeren Rahmen sind viereckig, die Stempel in der Mitte rund. Zwei erhaltene Buchschließen wurden restauriert. Die Handschrift wurde ursprünglich von Bruder Rolet Stoß im Franziskanerkloster Freiburg (Schweiz) im 15. Jahrhundert gebunden. Von der Schreiberin Elsbeth Töpplin stammen auch die Illuminationen.
 

Makulatureinband

Makulatureinbände bestehen aus wiederverwendeten Blättern oder Teilen von diesen aus Handschriften, deren Texte als unbrauchbar oder veraltet angesehen wurden, deren Beschreibstoff jedoch geeignet war, neue Bucheinbände herzustellen. Diese wiederverwendeten Teile wurden entweder im neuen Kodex von außen sichtbar als vollständiger Einband genutzt oder – von außen unsichtbar – zur Stabilisierung des Buchblocks in den Körper des Kodex eingearbeitet. Die Makulaturforschung untersucht diese Fragmente recycelter Handschriften, die in Einbänden erhalten geblieben sind.

Das lateinisch-deutsche Anniversarbuch aus dem späten 15. Jahrhundert umschließt ein im 19. Jahrhundert hergestellter Einband, der als Makulatur ein Doppelblatt einer lateinischen Pergamenthandschrift aus dem 15. Jahrhundert verwendet. Dass das Blatt der früheren Musikhandschrift auf dem Kopf stehend auf dem neuen Einband angebracht wurde, ist ein nicht ungewöhnliches Phänomen. Es ist das 'Psalterium feriatum' mit Quadratnotation auf vier Linien (Psalm 109, 3-110, 4 und 115, 17-117, 7; Vesper, Sonntag und Montag).

Werkstätten in Freiburg

Beispiele aus dem 15. Jahrhundert

Die Bedeutung, die Freiburg im 14. Jahrhundert – auch im Vergleich zu den Zentren am Oberrhein Basel und Straßburg – erlangt hatte, erlitt im 15. Jahrhundert Einbußen, unter anderem durch die Verlagerung der Fernhandelsroute in Nord-Süd-Richtung auf die linke Rheinseite. Die Zahl der Einwohner ging auf etwa 6.000 Personen zurück.

Einen Aufschwung für die Stadt Freiburg bedeutete jedoch die Gründung der einzigen Universität in Vorderösterreich auf Betreiben Erzherzogs Albrecht VI. von Habsburg (1418-1463) im Jahr 1457. Freiburg besaß fortan nach der 1386 gegründeten Universität Heidelberg und vor der 1477 gegründeten Universität Tübingen die dritte Hochschule der Region. Mehr als 200 Studenten und Dozenten zogen in die Stadt, die nicht nur Leser, sondern potenzielle Käufer von Büchern und Kunden von Buchbindern waren.

Die starke Konkurrenz von Basel, Straßburg und Mainz sowie die Randlage Freiburgs und mangelnde finanzstarke Kundschaft erschwerte aber auch weiterhin die Etablierung eines Buchmarktes in der Stadt. Die Universität war darauf angewiesen, dass fahrende Buchführer in die Stadt kamen. Die ersten Freiburger Drucker waren Kilian Fischer (1451-1510), der mit Schwerpunkt auf scholastischer Universitätslektüre zwischen 1491 und 1495 tätig war, und Friedrich Riedrer (um 1450-um 1510), der zwischen 1493 und 1500 mit einem humanistischen Verlagsprogramm in Freiburg wirkte. Ihre Drucke versorgten hauptsächlich Studenten und ermöglichten Dozenten, ihre Werke herauszugeben. Für die dauerhafte Etablierung Freiburgs als Druckort genügte diese Nachfrage offenbar nicht – bereits am Ende der Inkunabelzeit in den ersten beiden Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts kam der Freiburger Buchdruck vorübergehend wieder zum Erliegen.

Diese Situation kennzeichnet auch den Markt für Freiburger Buchbinder: Auch wenn sich dieser im 15. und 16. Jahrhundert nur sehr langsam entwickelte, konnten doch seit Beginn der intensiveren Forschung zu Bucheinbänden seit den 1920er Jahren zahlreiche neue Erkenntnisse gesammelt werden – der ehemalige Direktor der Universitätsbibliothek Freiburg, Josef Rest, steht am Beginn ihrer systematischen Erforschung. Freiburger Buchbinder waren im späten Mittelalter beispielsweise im Kloster Adelhausen tätig, wie beispielsweise die Freiburger Hs. 41 mit den Predigten Johannes Taulers belegt. Auch aus den Klöstern der Dominikaner, der Kartäuser und der Franziskaner sind Erzeugnisse mönchischer Buchbinder belegt. Die Freiburger Buchdrucker, Buchhändler und Buchbinder gehörten im 15. und 16. Jahrhundert zur Krämerzunft zum Falkenberg, so dass die Zunftbücher hervorragende Quellen für die Freiburger Buchbindergeschichte bieten. Weitere Quellen sind die städtischen Steuerregister, die Ratsprotokolle oder die Senatsprotokolle der Universität. Rest hatte folgende Buchbinder aus diesen Quellen (mit jeweiligen Jahreszahlen) erschließen können: Johannes Oesterreicher (1466), Thomas Wüst (1493), Hans von Gemünd (1495), Hans Unter (1497), Jacob Waffenschmidt (1499), Franz Steindörffer (1508), Ludwig Wirtenberger (1525), Ludwig Barrer (auch: Perrin, Pering, Bering oder Baring, 1529), Friedrich Kaufmann (1542), Carlin Acker (1543), Caspar Reppich (auch: Repplin, Räpchin, Repche, Repchin, Rephain, Rephenn, Repse, Respen, 1543-1584), Felix Mendlin (auch: Mendel, Mendli, Mendlin, Memel, 1550), Jacob Holl (1563), Jacob Holl d.J. (1585-1590), Hans Heinrich Holl (1596-1599), Heinrich Retzmann (1555-1571), Hans Lengle (1563-1605), Hans Dischler (Hans Simon Drischler; 1562-1565?), Veit Graf (1572), Jacob Reppich (vor 1575), Hans Georg Kürnbach (1575), Konrad Weber (1578), Georg Obermeyer (1578), Lienhart Welckhli (1584), Conrad Ludwig (1589), Martin Ludwig, Hans Ludwig, Hand Motz, Hans Plaw (1592), Hans Strasser (1595), Hans Heinrich Holl (1596-1600), Stefan Osterfeld (1597), Johann Osterfeld.

Nachdem die Freiburger Buchbinder der Krämerzunft zum Falkenberg zugehörig waren, wurde der Wunsch nach einer eigenen Zunft laut. Nach dem Vorbild der Straßburger Buchbinderordnung entwarfen die Freiburger Buchbinder Hans Strasser, Hans Lenglin, Stefan Osterfeldt und Conrad Ludwig eine Zunftordnung, die schließlich 1603 vom Rat der Stadt Freiburg genehmigt wurde.

03
Frühe Neuzeit (1500-1800)

Die Buchherstellung fand noch bis in die Frühe Neuzeit vor allem in den Skriptorien von Klöstern statt. Durch die Erfindung des Buchdrucks Mitte des 15. Jahrhunderts breitete sich auch das Buchbinderhandwerk als bürgerlicher Beruf aus. Der expandierende Buchhandel in der Frühen Neuzeit veränderte auch die Bandbreite von Bucheinbänden. Die Einbände erzählen von der Entwicklung der Städte und Universitäten, von dem sich wandelnden Material und den Dekorationen sowie von der Verbreitung der Schriftlichkeit und des Lesens.

Kostbarkeiten des 16. Jahrhunderts

Im 16. Jahrhundert entwickelten sich unter dem Einfluss des Humanismus und der Reformation auch neue Ideen der Buch- und Einbandgestaltung. Die traditionellen Holzdeckel wurden von Pappdeckeln abgelöst, wodurch auch die Buchformate kleiner werden konnten. In dieser Gestalt publizierte Aldus Manutius (1449-1515) in Venedig seine Ausgaben antiker Klassiker. 

Erstmals werden bürgerliche und aristokratische Mäzene greifbar, die zugleich bibliophile Sammler waren – in Frankreich beeinflusste beispielsweise Jean Grolier (1479-1565) die Einbandgestaltung. Auch trat neben die traditionelle Technik der Blindprägung der Ledereinbände die Verwendung von Farben oder Vergoldungen sowie die Entwicklung neuer Stempelformen und Stile, beispielsweise islamische Einflüsse über Handelsbeziehungen in den Orient. 

Wenn auch zahlreiche Impulse zur Ausbildung neuer Stile von Italien oder Frankreich ausgingen, so gab es in Deutschland bei allem Festhalten an bewährten Traditionen auch eigenständige Entwicklungen wie beispielsweise den Wittenberger Stil. Die Renaissance, die in Malerei und Architektur so tiefgreifende Neuerungen brachte, wurde zu einer Blütezeit des Buchbinderhandwerks.

Für die Stadt Freiburg können für das 16. Jahrhundert etwa 20 Buchbinderwerkstätten nachgewiesen werden, so dass mutmaßlich etwa fünf Buchbinder gleichzeitig ihr Auskommen finden konnten. 

Seltene Einbände

Beispiele aus dem 17. und 18. Jahrhundert

Im 17. und 18. Jahrhundert wirkte sich der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) insbesondere auch auf den deutschen Buchmarkt aus. Die Verwendung von Pergament anstatt Leder lässt beispielsweise erkennen, dass Bucheinbände wieder einfacher und mit weniger Verzierungen gestaltet werden. Insgesamt wirkten die Einflüsse der Renaissance in Deutschland fort, auch rezipierte man die Entwicklungen der europäischen Nachbarn, wie beispielsweise den in England entwickelten Wiegenfußstempel. 

Besaß Italien im Zeitalter der Renaissance einen großen Einfluss auch in der Einbandkunst, so dominierte im Barock und Rokoko die französische Kunst, wo die Entwicklung neuer Stile auch durch die steigende Nachfrage von bibliophilen Sammlern nach kostbaren Einbänden motiviert war.

Aus Freiburg sind die Buchbinder Michael Speckner und Johann Jost Winninger überliefert. 

Gedruckte und geprägte Buntpapiere des 18. Jahrhunderts

Buntpapiere sind Papiere, deren Oberfläche mit äußerst vielfältigen (Druck-) Techniken farbig gestaltet sind. Papiere, die durch den Zusatz von Farbe zur Papiermasse bunt gefärbt sind, zählen nicht zu den Buntpapieren. In der Buchgestaltung spielen Buntpapiere insbesondere seit der Aufklärung eine große Rolle, als Bücher und Lesen sich in weiten bürgerlichen Bevölkerungskreisen verbreitete. Bei der Gestaltung von Bucheinbänden fanden dekorative Buntpapiere ihren Ort im äußeren Bucheinband, als Buchspiegel oder Vorsatzblätter. 

Buntpapier war im 18. Jahrhundert als Einbandmaterial für Gelegenheitsschriften sehr beliebt. Dazu zählen Huldigungsschriften, Leichenpredigten oder Dissertationen. 

In Freiburg litt das Buchbinderhandwerk im 18. Jahrhundert durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Habsburgerreich und Frankreich. Aus dem überlieferten Freiburger Handwerksbuch der Buchbinder ist namentlich bekannt beispielsweise Gabriel Ignaz Hagenbuech. 

04
Neuzeit (seit 1800)

Mit dem 19. Jahrhundert begann eine Epoche der Geschichte des Buches und der Einbandgestaltung, die in mancherlei Hinsicht vergleichbar ist mit der Medienrevolution durch die Erfindung des Buchdrucks um 1450 durch Johannes Gutenberg. War durch das Setzen der Texte mit beweglichen Lettern die Geschwindigkeit der in vormoderner Zeit durch handschriftliches Kopieren naturgemäß langsame Prozess bereits um ein Vielfaches gesteigert worden, so sprengte die Industrialisierung der Buchproduktion alles bisher Vorstellbare. Die maschinelle Fabrikation von Papier löste das langwierige Verfahren der Papierherstellung aus Hadern (Lumpen) genauso ab wie industrielle Schnellpressen und Druckmaschinen die Handpresse der Gutenbergepoche.

Die Produktion von Bucheinbänden wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ebenfalls automatisiert, so dass der individuell gefertigte Handeinband durch die serielle Herstellung von Verlagseinbänden in Großbuchbindereien abgelöst wurde.

Insbesondere die Verlagseinbände erhielten durch den Jugendstil wichtige gestalterische Impulse und orientierten sich in ihrer künstlerischen Gestaltung zunehmend an den Inhalten der Bücher. Ein charakteristisches Beispiel hierfür ist die ikonische Karl-May-Ausgabe des Freiburger Verlegers Friedrich Ernst Fehsenfeld.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Großbritannien aus dem Kunsthandwerk, zu dem auch die Buch- und Einbandkunst gehört, ein Reformansatz, der als Arts-and-Crafts-Bewegung die europäische und amerikanische Kunstgeschichte nachhaltig prägte und von bedeutenden Künstlern, Architekten und Intellektuellen getragen wurde – Jugendstil, Wiener Secession oder Bauhaus sind nur ausgewählte Beispiele. Der gleichförmigen industriellen Serienproduktion von Texten und Einbänden wurde die Idee des perfekt gedruckten und gebundenen Buches gegenübergestellt: als Pressendrucke wurden in kleinen Auflagen Bücher von höchster Qualität auf mechanischen Handpressen hergestellt. Berühmte Beispiele sind die vom Begründer der Arts-and-Crafts-Bewegung, dem englischen Dichter, Politiker und Designer William Morris (1834-1896) gegründete Kelmscott Press in London, die Cranach Presse des Harry Graf Kessler (1868-1937) in Weimar oder Hyperion-Verlag des Hans von Weber in München. Letzterer siedelte sich Mitte des 20. Jahrhunderts in Freiburg an und führte seine bibliophile Hyperion Bücherei mit sorgfältig gestalteten Miniaturbüchern fort. 

Jugendstil

Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert belebt der Jugendstil die Kunsthandwerkbewegung. Verzierungen, welche charakteristisch für den Jugendstil sind, finden sich auch auf Bucheinbänden. Florale, fließende Ornamente und geometrische Formen, menschliche Figuren und Tiere sind beliebte Motive.

Der präsentierte Einband besteht aus Textilgewebe und ist am Rücken und den Rändern mit modernem Leder verziert, darauf sind florale Muster geprägt. Auf der linken Seite des Vorderdeckels ist eine Kupferstich-Medaille montiert, welche den Titel der Bandreihe und ein Bild eines Mannes trägt.

Freiburger Verlagseinbände

Beispiele aus dem 19. und 20. Jahrhundert

Die Stadt Freiburg hat eine lange Tradition als bedeutender Verlagsstandort. Doch nicht nur große Verlage wie der Verlag Herder, der bereits seit 1810 in Freiburg ansässig ist, sondern auch zahlreiche kleinere Verlage prägten die Geschichte der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert.

Auf dem Feld der Einbandgestaltung und Bibliophilie sind der Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld und der Hyperion Verlag von besonderer Bedeutung: Fehsenfeld als Entdecker Karl Mays und Schöpfer der ikonischen „Freiburger Ausgabe“ und der Hyperion-Verlag mit seiner aus der Buchkunstbewegung der Jahrhundertwende hervorgegangenen Miniaturbuch-Reihe, der Hyperion-Bücherei. 
 

Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld

Friedrich Ernst Fehsenfeld (1853-1933) wurde bei Göttingen geboren und wuchs bei Verwandten in Berlin auf, deren literarischen Kreis er kennenlernte. Nach einer Buchhändlerlehre und unterschiedlichen Anstellungen erwarb er 1879 die Universitätsbuchhandlung in Gießen. Doch bereits 1885 ging er nach Freiburg, das sich in der Epoche des Oberbürgermeisters Otto Winterer (1846-1915) zu einer dynamischen Großstadt entwickelte, und eröffnete dort eine Buchhandlung mit Antiquariat (Unterlinden 2). Im Jahr 1890 erfolgte die Gründung seines eigenen Verlages (Wallstraße 10), dessen Bücher Fehsenfeld in der Hoffmannschen Buchdruckerei seines Vetters Felix Krais in Stuttgart drucken und vom Stuttgarter Buchbinder Carl Hermann Schwabe binden ließ. Fehsenfeld verlegte landeskundliche und naturwissenschaftliche Werke regionaler Autoren wie Emil Gött und die Zeitschrift der Gesellschaft zur Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde‚ ‚Alemannia‘. Ein weiterer Schwerpunkt des Verlages waren Reisebeschreibungen.

Fehsenfelds verlegerische Intuition zeigt sich darin, dass er englischsprachige Autoren wie Robert Louis Stevenson, Rudyard Kipling oder Jack London übersetzen ließ und in seiner Reihe „Welt der Fahrten und Abenteuer“ herausgab. Aus seiner Begeisterung für die zuvor nur in Zeitschriften publizierten Erzählungen Karl Mays (1842-1912) resultierte Fehsenfelds fester Entschluss, Karl May zu treffen und aus seinen verstreuten Texten Bücher zu machen. Ihre erste Begegnung im Haus Karl Mays im Jahr 1891 begründete nicht nur die Freundschaft der beiden Männer, sondern führte noch in demselben Jahr zum Verlagsvertrag und damit zum Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Karl May war Fehsenfelds Erfolgsautor und brachte Autor und Verleger zu großem Wohlstand.

Nachdem seit 1907 die Verkaufszahlen sanken und sich das Verhältnis zwischen Autor und Verleger eintrübte, starb Karl May wenige Jahre später. Seine Witwe Klara May, Fehsenfeld und der Jurist Euchar Albrecht Schmid gründeten in Radebeul den „Verlag der Karl-May-Stiftung Fehsenfeld&Co.“, der seit 1915 den Namen „Karl-May-Verlag“ trug. 1959 siedelte der Karl-May-Verlag nach Bamberg über. 

Wesentlich durch seinen Verleger Fehsenfeld wurde Karl May zu einem der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Dazu trug nicht zuletzt die legendäre Freiburger Karl-May-Ausgabe mit ihrer ikonischen Einbandgestaltung bei. Zwischen 1892 und 1910 erschienen „Carl May‘s gesammelte Reiseromane“ (ab 1896: „Reiseerzählungen“) im Format Klein-Oktav, mit grünem Einband und farbigem Deckelbild sowie schwarz-goldener Rückenpressung in insgesamt 33 Bänden.

Ab 1904 wurden die Deckelbilder der Kleinoktav-Ausgabe mit den symbolischen, an Formen des Jugendstils orientierten Zeichnungen von Sascha Schneider gestaltet.

Zwischen 1907 und 1912 erhielten „Karl Mays illustrierte Reiseerzählungen“ wiederum ein neues Gewand und erschienen im Format Groß-Oktav mit blauem Einband mit farbigen Deckelvignetten in 30 Bänden.

Als Illustratoren waren für May und Fehsenfeld tätig: Max Mandl (1864-1937), Fritz Bergen (1857-1941), Albert Richter (1845-1898), Sascha Schneider (1870-1927), Peter Schnorr (1862-1912), Claus Bergen (1885-1964), Willy Moralt (1884-1947) und Willy Planck (1870-1956). 

Hyperion-Verlag

Die Wurzeln des zwischen 1906 und 1913 in München ansässigen Hyperion-Verlags liegen in der Arts-and-Crafts-Bewegung. Der Verlagsgründer Hans von Weber war nicht nur Pionier der deutschen Buchkunstbewegung, sondern verlegte auch junge internationale Autoren und verhalf ihnen zu Bekanntheit.

Zwischen 1913 und 1936 war der Hyperion-Verlag in Berlin, zeitweise wiederum in München beheimatet, nachdem Hans von Weber ihn inklusive der Rechte an allen Werken in Auflagen über 1000 Exemplaren 1913 an den Verleger Kurt Wolff verkauft hatte. Ernst Rowohlt war zeitweise Geschäftsführer des Verlages. Die Geschäftsidee, bibliophile Miniaturbuch-Ausgaben für ein breites Publikum zu bieten, zeigt sich in der Reihe „Kleine Jedermanns-Bücherei“, in der zwischen 1920 und 1925 insgesamt 62 Titel zu erschwinglichen Preisen erschienen.

Zwischen 1942 und 2000 war der Hyperion-Verlag unter der Leitung von Hermann und Jorinde Luft in Freiburg i.Br. ansässig. Die beliebte „Kleine Jedermanns-Bücherei“ wurde unter dem Namen „Hyperion-Bücherei“ weitergeführt. In dieser Reihe erschienen 272 Titel im traditionellen Format 6cm x 9cm.

Die Einbände der Miniaturbücher zeigen eine große Vielfalt: Karton, Ganzleinen, Ganzleder, Broschur (Feldpostausgaben), Kunstleder, Kaliko, Velours, Taftseide oder Sammlerausgaben mit besonderen Ausstattungsvarianten. Da der „Sitz im Leben“ der unter Sammlern seit jeher beliebten Büchern mit unterschiedlichsten Werken der Weltliteratur oft ein sehr persönlicher oder gar intimer war, sind auch individuelle, von ihren Leserinnen und Lesern selbst angefertigten Schutzeinbände zum Wechseln überliefert.

Die Vorderdeckel ziert eine künstlerisch gestaltete Einbandzeichnung (Signet) und/oder ein typografisch sorgfältig gestalteter Titel, die Buchrücken tragen den jeweiligen Kurztitel in geprägter Goldschrift. Zu den Künstlern, die die Einbände der Hyperion-Bücherei gestalteten, gehörte vom Beginn der Reihe bis in die 1950er Jahre der renommierte deutsche Illustrator, Grafiker, Buchgestalter und Bühnenbildner Emil Preetorius (1883-1975) – er schuf „Zeichnungen, die aus dem Geiste einer Dichtung“ (Preetorius) gewachsen sind. Zahlreiche Textausgaben sind darüber hinaus illustriert. Die oft farbig gestalteten Kopfschnitte sind auf die Einbandgestaltung abgestimmt.

Eine charakteristische Auswahl der traditionellen Miniaturbuchreihe wurde ausgestellt anlässlich der Einbandausstellung an der Universitätsbibliothek Freiburg (16.-18.10.2025).

05
Dedikationseinband

Im Rahmen der Jahrestagungen des Arbeitskreises zur Erfassung, Erschließung und Erhaltung historischer Bucheinbände (AEB), die vom 16. bis 18. Oktober 2025 in der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau stattfand, wird traditionell für die vom AEB herausgegebene Zeitschrift ‚Einbandforschung‘ ein künstlerisch gestalteter Einband angefertigt. 

Der Dedikationseinband des Jahres 2025 für das Heft 51 (2024) wurde von Susanne Natterer, Buchbindemeisterin aus Freiburg, entworfen und angefertigt. Er misst 22,9 cm x 29,8 cm und besteht aus flexiblen Buchdeckeln, die den ursprünglichen Charakter der Zeitschrift 'Einbandforschung' mit Kartonumschlag neu umschreiben sollen. Die Buchdeckel sind mit braunem Oasenziegenleder bezogen, die mit einem angehängten Falz in orangefarbenem Leder verbunden sind.

Die Gestaltung des integrierten Schubers setzt sich aus einem mehrfarbig gestalteten Lederpatchwork zusammen. Susanne Natterer hat sich hierfür von den Farben aus dem Vorgängerheft, vor allem von den Farben der japanischen Einbände inspirieren lassen und diese in ihre Komposition aufgenommen. In einem langen Prozess der Veränderung und der Anpassung und inspiriert von der symmetrischen und vollflächigen Linienvergoldung des Großen Rostocker Atlasses auf dem Titelblatt der Zeitschrift 'Einbandforschung' hat sich Susanne Natterer für die flächige und reduzierte Liniengestaltung auf dem Schuber in einer modernen Interpretation entschieden. Heft und Schuber werden von einer Buchkassette umschlossen. 

06
Bibliographie

Gottwald, Clytus: Die Musikhandschriften der Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Freiburg im Breisgau und Umgebung. Wiesbaden 1979. (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 1,2).

Gradenwitz, Otto: Mitteilungen aus der Freiburger Papyrussammlung. Heidelberg 1914.

Haemmerle Albert; Hirsch, Olga: Buntpapier. Herkommen, Geschichte, Techniken, Beziehungen zur Kunst. Festschrift aus Anlass des 150jährigen Bestehens der Buntpapierfabrik AG Aschaffenburg. München 1961.

Haemmerle Albert: Alphabetisches Verzeichnis der Hersteller von Buntpapier, Gold- und Silberpapier und Türkisch-Papier in Augsburg sowie der Papiermacher und Papierhändler daselbst. In: Viertel-Jahreshefte zur Kunst und Geschichte Augsburgs, 1937/1938, Band 3, Heft 3/4, S. 145–179.

Haemmerle, Albert: Buntpapier. Herkommen, Geschichte, Techniken, Beziehungen zur Kunst. Unter Mitarbeit von Olga Hirsch. Veränderter und erweiterter Nachdruck. München 1977.

Hageböck, Matthias: Brokatpapier. In: Rinck, Julia; Krause, Susanne (Hrsg.): Handbuch Buntpapier. 1. Auflage. Stuttgart 2021, S. 82–97.

Hagenmaier, Winfried: Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau. Wiesbaden 1974. (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 1,1).

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Hagenmaier, Winfried: Die deutschen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek und die mittelalterlichen Handschriften anderer öffentlicher Sammlungen. Wiesbaden 1988. (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 1,4).

Hagenmaier, Winfried: Die abendländischen neuzeitlichen Handschriften der Universitätsbibliothek. Wiesbaden 1996. (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 1,5).

Kyriß, Ernst: Verzierte gotische Einbände im alten deutschen Sprachgebiet. Stuttgart 1951.

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Sack, Vera: Die Inkunabeln der Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Freiburg im Breisgau und Umgebung: Teil 1. Wiesbaden 1985. (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 2,1).

Sack, Vera: Die Inkunabeln der Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Freiburg im Breisgau und Umgebung: Teil 2. Wiesbaden 1985. (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 2,2).

Sack, Vera: Die Inkunabeln der Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Freiburg im Breisgau und Umgebung: Teil 3. Wiesbaden 1985. (Kataloge der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau 2,3).

Schunke, Ilse: Der Lederschnitt im mittleren deutschen Gebiet. In: Festschrift Martin Bollert. Dresden 1956, S. 57-63.

Schunke, Ilse: Der Stecher des Buchführers Eisengrein. In: Dies.: Studien zum Bilderschmuck der deutschen Renaissance-Einbände. Wiesbaden 1959, S. 50-57.

Schmidt-Künsemüller, Friedrich A.: Corpus der gotischen Lederschnitteinbände aus dem deutschen Sprachgebiet. Stuttgart 1980.

Schwarz, Werner: Vom „simplen“ Uhrmacher zum Kunstverleger. Jeremias Wolff und seine Nachfolger. In: Gier, Helmut (Hrsg.): Augsburger Buchdruck und Verlagswesen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wiesbaden 1997.