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Georg Kossack (1923-2004)

Wegbereiter einer interdisziplinären Archäologie

Eine virtuelle Ausstellung von

Zu dieser Ausstellung

Die Römisch-Germanische Kommission (RGK) nimmt den 100. Geburtstag ihres langjährigen Kommissionsmitglieds Georg Kossack am 25. Juni 2023 zum Anlass, seinem Leben und Wirken nachzugehen. Anhand von Selbstzeugnissen, amtlichen Dokumenten und Korrespondenzen werden einzelne Lebensstationen vorgestellt. Dokumente aus seinem Nachlass, den die RGK verwaltet, sowie aus externen Sammlungen zeigen Kossack an seinen Wirkungsplätzen, mit Studierenden und Kolleginnen und Kollegen. Vor allem seine Forschungsprojekte und Publikationen spiegeln die weitreichenden Interessen und Kenntnisse dieses Prähistorikers wider.

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»Mit seinem Tod geht eine Ära zu Ende - nur wenige Persönlichkeiten haben die prähistorisch-archäologische Forschung in Deutschland und weit darüber hinaus in den letzten fünf Jahrzehnten so entscheidend geprägt wie Georg Kossack.«

»Kossack's path to knowledge has always led out of the fragmentary record of early cultures towards a holistic understandig - and this long before the postulates of a purely theoretical discussion demanded it.«

01
Jugend in der Zwischenkriegszeit

02
Prägender Kriegseinsatz

Von der Schule an die Ostfront

Georg Kossack war 16 Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Am 20. Januar 1941 legte er das Notabitur ab, und meldete sich als Kriegsfreiwilliger für die Wehrmacht. Ohne vorherige Ausbildung nahm er als Soldat der Division »Großdeutschland« am Feldzug gegen die Sowjetunion teil. Der Kriegseinsatz sollte sein Leben nachhaltig prägen.

Urkunde zur Verleihung der Medaille "Winterschlacht im Osten 1941/1942" an Georg Kossack. (DE DAI-RGK-A-NL-146, 571)

Eine Nacht Sterbewache ist bei Verwundeten so ganz anders als bei zivilen Sterbenden, ist viel tiefer und härter, nämlich reifer. Ebenso ist es wohl mit Gesprächen mit frisch Amputierten oder Leuten, vor der Amputation oder einer Trepanation. Hier sind alle Schranken gesellschaftlicher und menschlicher Art gefallen.

Über all das läßt sich nichts schreiben, das muß man erleben...

Aus dem Kriegstagebuch von Werner Coblenz (1917-1995) im Nachlass Georg Kossacks (DE DAI-RGK-A-NL-Kossack-149, 50-74)

03
Das Leben nach dem Kriegseinsatz - Studium über Fächergrenzen hinweg

Kurze Zeit, nachdem Georg Kossack 1943 als Kriegsversehrter aus der Wehrmacht entlassen worden war, begann er das Studium der Ur- und Frühgeschichte. Sein Studium fiel in die Zeit des ausgehenden Zweiten Weltkriegs und den Beginn der Nachkriegszeit. Eine Zeit, die geprägt war von politischer Ideologie und deren Auflösung, finanzieller Not und Zerstörung, Perspektivlosigkeit und Wiederaufbau, der Trauer und Sorge um die Gefallenen und Verschollenen an der Seite von traumatisierten Kommilitonen und Professoren.

Bibliothek des Vor- und Frühgeschichtlichen Seminars in Marburg. 1924-1927. (Bildarchiv Foto Marburg, Bildnr. 62680)
Karte zu den Studienstationen Georg Kossacks. (Gestaltung: Sandra Schröer)

Studienstationen

Kossacks Studienbücher

Die Studienbücher von Georg Kossack geben einen Überblick über die Stationen seiner akademischen Ausbildung sowie seine breite Fächerbelegung. Neben Ur- und Frühgeschichte studierte er Klassische Archäologie, Geschichte, Geologie, Geografie, Germanistik, Philologie und Literaturgeschichte, Anthropologie, Kunstgeschichte und Philosophie.
In der Ur- und Frühgeschichte hörte er neben den allgemeinen Veranstaltungen besonders solche zur Bronzezeit, Eisenzeit und Völkerwanderungszeit.

Im Slider der folgenden Seite finden Sie Kossacks Studienbücher, die seinen Ausbildungsweg dokumentieren.

Georg Kossacks Studienbuch für die Universitäten Halle, Marburg und München. (DE DAI-RGK-A-NL-Kossack-49, 504)

Die Alma Mater Marburg

Die prägenste akademische Station für Georg Kossack war das Studium im sogenannten "Marburger Laden". Neben Gero von Merhart (1886-1959) gestaltete Margarete Philippson (genannt "Der Philipp") das Institutsleben, ».. weil sie aus dem Seminar einen "Laden" formte, eine Gemeinschaft, deren Mitglieder sich in politisch schwieriger Zeit aufeinander verlassen konnten und Freundschaften schlossen, die lebenslang hielten.«
(G. Kossack 1986, S. 4).

Sammlung des Vor- und Frühgeschichtlichen Seminars in Marburg um 1930. (Bildarchiv Foto Marburg, Bildnr. 62680)

Gero von Merhart

Für Kossack  war Gero Merhart von Bernegg Vorbild und Lehrer. Auch von Merhart war von seinem Kriegseinsatz im Ersten Weltkrieg geprägt*. Aus persönlichen Briefen aus dem Universitätsarchiv Marburg geht die tiefe Verbundenheit und Bewunderung Kossacks gegenüber von Merhart hervor. In einer Würdigung beschreibt er die geistige Unabhängigkeit Gero von Merharts,  »...sie im Studenten zu wecken und seine Urteilskraft zu fördern, das sah er als vornehmstes Ziel seiner Ausbildung an.« (G. Kossack 1986, S. 5).

* Erst 1921 kehrte Gero von Merhart aus Russland zurück, wo er während der Lagerhaft an Hungertyphus litt, dessen Nachwirkungen ihn zeitlebens begleiteten. Im sibirischen Jennisei betreute er im Auftrag der Sowjets die regionale archäologische Sammlung. »In der Heimat erwartete in Unbill. Aus dem bayerischen Staatsdienst entlassen, weil er als "Ausländer nicht mehr verwendet werden könne", in Österreich ohne Anspruch auf Versorgung durch die Invalidenkommission, weil er "zur Zeit der Krankheitserwerbung in ausländischem Staatsdienst gestanden" habe, und schließlich der Möglichkeit beraubt, an seinem familiären Erbe teilzuhaben, weil amtlich bereits totgesagt...« ( G. Kossack in: Marburger Gelehrte [1977] S. 338)

Gero von Merhart. Inhaber des ersten Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichte in Deutschland ab 1927. (DE DAI-RGK-NL-Kossack-33, 91)

»plagen Sie heute meine 'Flöhe'«

1947 wechselte Georg Kossack an die Universität München, wo er seine Promotion vorbereitete. In verschiedenen Briefen an seinen Doktorvater Gero von Merhart berichtet er von den Schwierigkeiten des Schreibens, der Situation im Münchener Seminar und den Kollegen. Das wichtigste war ihm aber immer der Rat des Lehrers zu wissenschaftlichen Fragen.

Brief von Georg Kossack an Gero von Merhart vom 13. September 1947. (Archiv der Universität Marburg, Institut für VFG)

04
Der Hallstattzeit weiter auf der Spur - Berufseinstieg in München

»die Gastfreundschaft in einem Palast mit dem Asyl in einer Ruine zu vertauschen«

Noch während des Studiums wurde Kossack 1947 als Bürokraft im kriegszerstörten Institut für Vor- und Frühgeschichte in München angestellt. 1948 trat er eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft an und ab 1950 war er dann Assistent Joachim Werners (1909-1994). Neben der Lehre galt es, das zerstörte Institut wieder aufzubauen und mit Leben zu füllen, die Bibliothek auszustatten und einen internationalen Büchertausch einzurichten. Während dieser Zeit knüpfte Georg Kossack wichtige Kontakte, die seinen wissenschaftlichen und beruflichen Werdegang prägten. In einem Brief Kossacks an seinen Doktorvater Merhart beschreibt er die Situation in München sowie seinen Kontakt zu Paul Reinecke (1872-1958), der in dieser Zeit seine Hallstattchronologie erarbeitete.

Brief von Georg Kossack an Gero von Merhart vom 4.6.1947. (Archiv der Universität Marburg, Institut für VFG)
München, Lenbachplatz mit den Ruinen der Herzog-Max-Burg, im Hintergrund die Frauenkirche um 1945/1950. (Fotograf Erik R. Berg. Bundesarchiv)

Als junger Dozent in München

Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Korrespondenzen aus dem Nachlass Georg Kossacks, die eine tiefe Verbundenheit der Studierenden und Kolleg:innen zu dem jungen akademischen Lehrer ausdrücken:

»Ich musste an die schöne Exkursion nach Regensburg mit Paul Reinecke denken und an unsere lustigen Zeiten im Seminar, insbesondere an den "Nürnberger Trichter" des Herrn Assistenten Kossack.«
(Christian Hübener [Botschaft London] in einem Brief an Georg Kossack vom 28.5.1958. RGK NL Kossack 0002 - 0199-0200)

Reklamemarke der Firma Leonhard Teichmann, Conditoreiwaren, aus dem Jahr 1910.

05
Von München nach Kiel

Aufbau eines interdisziplinären Zentrums

Von 1959 bis 1975 baute Georg Kossack den Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Kiel gezielt zu einem der damals größten universitären Institute dieser Fachrichtung auf. Zeugnis seines interdiziplinären Verständnisses der Archäologie ist das von ihm betriebene und bis heute andauernde "Doppelleben" der Ur- und Frühgeschichte als Teil der geistes- und Teil der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Gemeinsam mit der Biologie entstand die  archäobotanische Abteilung. Eine maßgeblich von Georg Kossack betriebene Initiative von Geistes- und Naturwissenschaftlern führte auch zur Einrichtung eines 14C-Labors an der Universität Kiel.

Georg Kossack in seinem Kieler Arbeitszimmer. (Privatsammlung Amei Lang)

Archäologen, Historiker, Geographen, Geologen, Botaniker, Zoologen und Bodenkundler bemühten sich, einander zu verstehen und der Geländeforschung, an der sie gemeinsam beteiligt waren, einen quellenkundlich adäquaten Inhalt unter einheitlicher Fragestellung zu geben. Sie bildeten eine Arbeitsgemeinschaft, die jeder, der an ihr teilnahm, als förderlich empfand, auch wenn seine Forschung eine andere Richtung nahm, als er anfänglich erwartete.

G. Kossack 1984, 1.

Samstags-exkursionen

»In Kiel organisierte Georg Kossack samstägliche Exkursionen nach Dänemark und unterschiedliche Regionen Norddeutschlands mit dem Ziel, Landschaften als Umfeld des prähistorischen Menschen bewußt wahrzunehmen und umfeldbedingtes Handeln zu erkennen« (A. Lang 2005, 4-5).

An diesen Ausflügen nahmen durchaus auch Kollegen Georg Kossacks teil. Diese Fachfreundschaften führten auch zu wissenschaftlichen Publikationen.

Foto einer Samstagsexkursion. (Privatsammlung Amei Lang)

Abschied aus Kiel

1974 erhielt Georg Kossack einen Ruf auf den Lehrstuhl der Vor- und Frühgeschichte an der Universität München und folgte damit seinem ehemaligen Lehrer Joachim Werner nach.  Das Bild auf der rechten Seite stammt von Georg und Ruth Kossacks Abschiedsfeier am Kieler Institut.

Ruth und Georg Kossack bei der ihrer Abschiedsfeier im Kieler Seminar. (Privatsammlung Amei Lang)

06
Kossacks privat

07
Die Münchener Jahre (1975-1988)

Siedlungsarchäologie im Alpenvorland

Auf Kossacks Anregung hin wurde bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft das Schwerpunktprogramm »Siedlungsarchäologische Untersuchungen im Alpenvorland« aufgelegt. In diesem Forschungsprogramm, das von 1983 bis 1993 gefördert wurde, standen  Fragen nach den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Landschaft des Alpenvorlandes im Mittelpunkt. Der Komplexität dieser durch den Menschen verursachten Veränderungen kann, dies war immer auch die Überzeugung von Georg Kossack, nur durch das Zusammenwirken von archäologischen Feldforschungen, Unterwasserarchäologie und Naturwissenschaften wie Archäobotanik, Archäozoologie und Metallurgie nachgegangen werden. Georg Kossack stand mit seiner reichhaltigen Erfahrung aus dem "Nordseeküstenprogramm" dem Forschungsprogramm stets beratend zur Seite.

Bitte um ein Freisemester 1982

Um die Lehre nicht zu vernachlässigen, wartete Georg Kossack mit dem Antrag auf eine Freisemester, bis Max Martin (1939-2016) 1983 als C3-Professor für frühgeschichtliche Archäologie an das Münchener Institut kam.

Brief vom 4.11.1982 an die Fakultät für Altertumswissenschaften der LMU München mit der Bitte um ein Freisemester. (DE DAI-RGK-A-NL-Kossack-176-23)

"Der Tag hat 24 Stunden. Sieben brauchen sie zum Schlafen, der Rest ist fürs Fach".

Dieser Ausspruch war oft zu hören und ist charakteristisch für die Arbeitseinstellung, die Georg Kossack seinen Schülerinnen und Schülern vorlebte.

Fachpolitische Einflussnahme

Seit seiner Zeit in München engagierte sich Georg Kossack in Forschungseinrichtungen und Gremien wie dem Deutschen Archäologischen Institut und seinen Abteilungen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er gestaltete damit die Fachentwicklung und zahlreiche Karrierewege im ausgehenden 20. Jh. maßgeblich mit. Zahlreiche Empfehlungsschreiben, Stellungsnahmen und Gutachten aus dem Nachlass Kossacks zeigen seinen  Einfluss auf die Forschungsrichtung von Instituten, die Besetzung von Professuren und die Förderung von Forschungsprojekten.

Deutsches Archäologisches Institut

Georg Kossack war in mehreren Gremien des Deutschen Archäologischen Instituts beteiligt. Er bestimmte damit deren Forschungsausrichtung mit und setzte sich u. a. für die Gründung der Eurasien-Abteilung ein.

  • Mitglied der Römisch-Germanischen Kommission (1964-1989)
  • Mitglied der Zentraldirektion (1980-1989)
  • Mitglied der Kommission für Außereuropäische und Vergleichende Archäologie (1980-1989)
  • Mitglied im Fachausschuss der Abteilung Baghdad (1985-1995)
  • Fachausschuss der Eurasien-Abteilung (1995-2000)
Gruppenfoto anlässlich der Kommissionssitzung am 30.03.1984. Foto J. Bahlo. (Archiv RGK, Fotoarchiv Bahlo Neg. 84-3)

Deutsche Forschungs-gemeinschaft

Zwischen 1980 und 1987 war Georg Kossack Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von 1981 bis 1988 Mitglied im Ausschuss für langfristige Forschungsunternehmen.

Der Senat ist das zentrale wissenschaftliche Gremium der DFG; er beschließt insbesondere, welche Fachkollegien zu bilden sind und wie sie sich gliedern.
Wählbar sind an Hochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Die Geschäftsstelle der Deutschen Forschungegemeinschaft in Bonn-Bad Godesberg (wikimedia - Von Mkill - CC BY 2.5).

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften

Georg Kossack wurde 1973 zum korrespondierenden und 1979 zum ordentlichen Mitglied der Philosophisch-Historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Unter den Kollegen, Mitarbeitern und Studierenden wurde die Wahl 1973 zurecht als Hinweis gewertet, dass Georg Kossack als Nachfolger von Joachim Werner auf den Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte nach München gehen würde.

  • 1973 korrespondierendes Mitglied
  • 1979 ordentliches Mitglied
  • Kommission zur Vergleichenden Archäologie der römischen Alpen- und Donaulande (1980-1989)
  • Kommission zur Erforschung des antiken Städtewesens (1984-2000)
  • Mitglied des wissenschaftlichen Kommittees für Gebirgsforschung (1995-2000)

West und Ost

Seit je spielen offizielle,  aber vor allem auch persönliche Kontakte eine wesentliche Rolle in der Archäologie. Sie sind die Voraussetzung für alle Arbeiten und den Wissenstransfer. Die Kontakte, die während des Kalten Krieges zwischen Forschenden in Ost und West gepflegt wurden, gewannen nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs 1989 auf neue Art an Bedeutung.

08
Forschungsraum und Wissenschaftsnetzwerk

Wissenschaftlicher Austausch über Grenzen hinweg

Wissenschaftlicher Austausch war Georg Kossack ein wichtiges Anliegen. Die Punkte auf der Karte markieren die Orte seiner wichtigsten Briefpartner. Sie zeigen aber gleichzeitig den weiten Raum seiner Interessen von Europa bis in die innere Mongolei.

Kartierung der Korrespondenzpartner:innen Georg Kossacks. (Gestaltung: Gabriele Rasbach)

09
Georg Kossack - Sein Nachlass im Archiv der Römisch-Germanischen Kommission

Erste Sichtung des Bestandes

Georg Kossack hatte verfügt, dass Amei Lang, seine langjährige Mitarbeiterin, sich um seinen wissenschaftlichen Nachlass kümmern solle. Nach seinem Tod sichtete sie in den Jahren 2005 und 2006 rund 190 Aktenordner sowie Mappen und Skizzenbücher: sie makulierte Fachfremdes und gab Manuskripte Dritter an diese zurück. Danach umfasste der wissenschaftliche Nachlass immer noch mehrere zehntausend Seiten bzw. Blätter.

U. Dally / Chr. Jahn, Der wissenschaftliche Nachlass von Georg Kossack (1923-2004). Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte 97, 2019, 339-367.

Amei Lang (l.) und Urte Dally beim Sichten von Unterlagen in Riedering. (Privatsammlung Urte Dally)

Georg Kossack - Sein Nachlass online

Georg Kossacks reichhaltige Bibliothek konnte das Landesmuseums für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt erwerben, für dessen Bibliothek dies eine inhaltlich gute Ergänzung war.  Dank der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft konnte der von 2008-2012 Nachlass formal und inhaltlich erschlossen werden. Durchgeführt wurden die Arbeiten im Rahmen des Erschließungsprojektes "Kossack" vom Landesamt für Denkmalpflege und der Archäologie Sachsen-Anhalt in Halle/ LDA (Saale). Danach übernahm die Römisch-Germanische Kommission den Nachlass in ihr Archiv.
Die Kooperation der folgenden Institute ermöglichte es, dass Georg Kossacks Nachlass nun formal und inhaltlich erschlossen und online recherchierbar in Kalliope und iDAI.objects zugänglich ist:

  • Landesmuseums für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt
  • Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas, Lehrstuhl für Prähistorische Archäologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Deutsches Archäologisches Institut Berlin
  • Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts
  • Universität Köln
Ruth und Georg Kossack bei der Veranstaltung anläßlich seines 70. Geburstages in München.

Danksagung

Ohne die Unterstütztung durch Leihgeber:innen und Beitragende wäre diese Darstellung zum Leben Georg Kossacks nicht möglich gewesen. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank

  • Frau Prof. Dr. Amei Lang
  • Herr Prof. Andreas Müller-Karpe
  • Frau Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick
  • Frau Dr. Urte Dally
  • Herr Dr. Christoph Jahn
  • Familie Prof. Rolf Hachmann
  • Dr. Susanne Grunwald
  • Foto Marburg
  • Stiftung Brandenburg