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aktuell, poetisch, selbstbestimmt

Wir lesen: Karin Michaëlis, Gertrud Kolmar und Adrienne Thomas

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Krieg, Flucht und Exil ...

... dokumentieren

Sprechen und Schreiben über Krieg bleibt aktuell. 2022 sind mehr als 103 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. In dieser Zahl sind auch Millionen Ukrainer:innen berücksichtigt, die seit dem 24. Februar 2022 vor dem russischen Angriffskrieg flüchten müssen.* Krieg, Vertreibung und Exil wiederholen sich in der Geschichte. Ihr Ausmaß bleibt jenen, die nicht direkt betroffen sind, meist unbekannt. Damals wie heute. Im 20. Jahrhundert verdanken wir Erzählungen, Berichte und Bilder von Schlachtfeldern, von Flucht, von Kriegs- und Gefangenenlagern oftmals mutigen Schriftsteller:innen und Berichterstatter:innen.

Mid-Year Trends Report 2022 und Global Trends Report 2021 des internationalen Flüchtlingshilfswerks UNHCR

02
Frau sein, selbstbestimmt, unabhängig

03
Autorin sein, literarisches Werk

Drei Autorinnen von dreiundsechzig

In der Bibliothek der verbrannten Bücher in der Universitätsbibliothek Augsburg stehen Originalausgaben von mehr als 300 einst verfemten Schriftsteller:innen. Darunter sind nur 63 weibliche, wobei von der Hälfte von ihnen weniger als sechs Werke vorhanden sind. Man darf sich also nicht vom ersten Blick auf die Regale leiten lassen, wenn man die Texte von Autorinnen zu Gesicht bekommen möchte. Man muss danach suchen.
Auch andere Autorinnen hätten für diese Ausstellung von den Studierenden des Projektseminars gewählt werden können: bekanntere wie Nelly Sachs, Hilde Domin oder Vicki Baum – oder andere unbekannte wie Veza Canetti, die zu Unrecht im Schatten ihres Mannes stand, Ruth Berlau, die ‚rote Ruth‘, oder Margarete Susman, der die Wendung ‚lyrisches Ich‘ zu verdanken ist. Auf drei der Unbekannten fiel die Wahl, eine kleine Auswahl nur. Sie zeigt jedoch, welche noch unbeachteten Schätze sich zwischen den Immergelesenen des 20. Jahrhunderts verbergen.

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Weiter lesen, weiter forschen