Wissen schafft Demokratie.
Die Bibliothek der Paulskirche
Eine virtuelle Ausstellung von
Als nach dem Scheitern der Revolution von 1848 Polizeibeamte den Nachlass des ersten deutschen Parlaments beschlagnahmen, nehmen sie auch die 4.600 Bände umfassende Bibliothek der Paulskirche mit. Entstanden war die Büchersammlung, indem die Parlamentarier Buchtitel benannten, die ihnen für ihre Arbeit am Aufbau der Demokratie nützlich erschienen. Die Idee, die Paulskirchenbibliothek zum Nukleus einer Nationalbibliothek auszubauen, scheitert. Doch der Mythos hält sich: Die Gründungsväter der 1912 schließlich in Leipzig als Deutsche Bücherei gegründeten Nationalbibliothek rechtfertigen ihr Konzept einer nationalen Büchersammlung im Rückgriff auf die Parlamentsbibliothek. Als das Propagandaministerium 1938 den Buchbestand, der damals in Nürnberg lagerte, der Deutschen Bücherei übereignet, wird offenbar, in welcher Weise die ehemalige Parlamentsbibliothek auch ideologisch instrumentalisiert werden kann. Die Idee der Parlamentarier von 1848/49 aber, dass Mitbestimmung und Demokratie nur auf der Grundlage von Wissen möglich ist, ist für die Deutsche Nationalbibliothek auch heute wieder so aktuell wie nie: Wissen schafft Demokratie.
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Bücher der Bibliothek der Reichsversammlung
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
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Bücher der Bibliothek der Reichsversammlung, Blick ins Bücherregal
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Zeit
2021
...So müssen sich die Menschen das bißchen Freiheit erkämpfen! wann wird die Zeit kommen, wo die Menschen alle gleiche Rechte haben werden?...
Clara Schumann nach der Niederschlagung der Revolution in Dresden, Tagebücher 10. Mai 1849
zitiert nach: Bertold Litzmann: Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, Bd. 2
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Innenansicht der Paulskirche
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Wien-Museum
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“Sitzungssaal der deutschen Reichsversammlung”, Eduard Gustav May (Lithograph) Franz Bamberger (Künstler), Siegmund Schmerber (Buchhändler/Verleger). Frankfurt, 1848. Wien Museum Online-Sammlung
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Ansicht der Paulskirche in Frankfurt am Main
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
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Postkarte
Parlamente sind für ihre politisch-parlamentarische Arbeit auf Bücher und andere Wissensressourcen angewiesen. Parlamentsbibliotheken sind für die Informationsversorgung der Abgeordneten, Fraktionen, Ausschüsse und ihrer Mitarbeiter*innen zuständig. Manche Parlamentsbibliotheken erfüllen zugleich die Funktion einer zentralen Nationalbibliothek.
Die Bibliothek der Frankfurter Paulskirche, Tagungsort des ersten gesamtdeutschen Parlaments, wird in Doppelfunktion von Parlaments- und Reichs- bzw. Nationalbibliothek entworfen. Einen offiziellen Gründungsbeschluss gibt es allerdings nicht. So wie die politischen Bedingungen Mitte des 19. Jahrhunderts die Gründung eines deutschen Nationalstaats vereiteln, so kommt auch kein Beschluss zur Einrichtung einer Parlamentsbibliothek zustande. Bücher aber kommen 1848/49 dennoch rasch zusammen. So gelangt zunächst die Bibliothek der vorangegangenen Deutschen Bundesversammlung von 1821 in den Besitz der Nationalversammlung und wird dort zersplittert und verteilt. Die Idee einer neuen Bibliothek spielt zunächst für die Parlamentarier so wenig eine Rolle wie ein Archiv oder ein statistisches Amt, denn die Nationalversammlung improvisierte.
Der Sitzungsalltag in der Paulskirche beginnt in den ersten Wochen mit Lärm und charmanter Unordnung. Der Tagungsort erweist sich recht schnell als ungeeignet, weil es weder genug Platz zum Verhandeln, noch Toiletten gibt. Die rund 600 Abgeordneten, die im Mai 1848 ihre Arbeit aufnehmen, sind hoch gebildet, vielfach Professoren und Juristen, zumeist aber politisch-parlamentarisch unerfahren.
Etwa 900 Personen finden im Saal, weitere 1200 auf der zehn Meter hohen Galerie Platz, wo später auch die Bücher stehen werden.
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Sitzung des Vorparlamentes, März 1848
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Aus: Illustrierte Chronik 1848
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Teil von
Illustrirte Chronik, 1848
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Stadtplan Frankfurt am Main, 1848
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DNB
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Teil von
Illustrirte Chronik, 1848
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Marmoriertes Einbandpapier
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DNB
Die Parlamentsbibliothek entsteht 1848 eher zufällig. Ein originärer Beschluss zur Schaffung einer Bibliothek erfolgt nicht. Einzelne Verleger und Buchhändler senden freiwillig Publikationen ein, der ein oder andere Abgeordnete sieht darin eine wichtige Unterstützung für die Aufgaben bei der Schaffung des künftigen Reiches. Zu einer wirklichen Benutzung des Bestandes kommt es aufgrund der politischen Verhältnisse nicht. Wäre die deutsche Nationalverfassung damals erfolgreich gewesen, wäre die Büchersammlung nach 1849 vermutlich zu der zentralen Reichsbibliothek geworden – hervorgegangen aus einer Parlamentsbibliothek mit einem universalen, in Teilen internationalen und in 30 Sachgebiete gegliederten Bestand.
Der heutige Bestand der Bibliothek der Deutschen Reichsversammlung geht über den Bestand hinaus, der den Parlamentariern 1848/49 zu Verfügung stand, und ist zugleich aufgrund von Abwicklung und Verlusten nicht mehr vollständig. Rund 3.000 Werke, überwiegend zwischen 1750 und 1830 veröffentlicht, waren bis 1849 zusammengekommen und sind heute noch Teil des Bestandes.
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Bibliotheksbestand: Einbände
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Die Werke wurden 1848/49 einheitlich in Halbleder oder Pappe mit gelb-braun marmorierten Überzugspapieren eingebunden und wurden auf der Galerie der Paulskirche aufgestellt.
vgl. alle Angaben wie Tiefenbohrung
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Zeit
2022
Ort
Leipzig
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Bibliotheksstempel
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Stempel mit dem ungekrönten Doppeladler - Reichssymbol von 1848. Der kreisrunde Aufdruck weist in umlaufender Schrift den inventarisierten Bestand als Eigentum der "Bibliothek d. Deutschen Reichsversammlung" aus.
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Historischer Bandkatalog
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DNB
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Der von Heinrich Plath angelegte Zettelkatalog wurde sehr wahrscheinlich nach 1849 in der heute erhaltenen Form zu fünf Lederbänden vereint, dessen einzelne Blätter ein Querformat von 95 x 190 mm aufweisen. Auf der linken Seite gelocht, wurden sie mit einer Schnur zu einem Band vereint, welches erlaubte, die Blätter bei Bestandsrevisionen herauszulösen.
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2022
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Systematik des historischen Katalogs
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DNB
Beschreibung
Der Katalog unterteilte den Bestand in 30 Sachgebiete. Die Systematik orientierte sich vermutlich an Verlagskatalogen der Zeit.
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Geschäftsordnung für die Nationalversammlung vom Mai 1848
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Die Geschäftsordnung regelte die Legitimitätsprüfung der Abgeordneten, die Aufgabenbereiche des Büros, die Ordnung der Sitzungen, der Ausschüsse und der Verhandlungen des Paulskirchenparlaments.
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Das Parlament publiziert
Das erste gesamtdeutsche Parlament gibt sich eine Geschäftsordnung, beschließt Gesetze und setzt Ausschüsse und Kommissionen zur Beratung ein.
Hauptaufgabe der Parlamentarier ist die Schaffung einer „Verfassung für Deutschland und die deutsche Einheit“, wie der Präsident der Nationalversammlung Heinrich Freiherr von Gagern in seiner Antrittsrede am 19. Mai 1848 formuliert.
Bereits wenige Tage nach der Eröffnung des Parlaments wird der Verfassungsausschuss eingesetzt und am 3. Juli beginnt die erste Lesung des Entwurfs und die Beratungen der Grundrechte. Die in den verschiedenen Gremien entstehenden Schriftstücke gelangen zum Teil in die Bibliothek. Am 21. Dezember 1848 beschließen die Parlamentarier den Grundrechtekatalog, der unter anderem die Gleichheit aller vor dem Gesetz, die Gewährleistung persönlicher und politischer Freiheitsrechte und die Abschaffung der Todesstrafe enthält, die mit wenigen Änderungen in die Reichsverfassung vom März 1849 aufgenommen werden.
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Entwurf der Grundrechte von 1848
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Entwurf des Grundrechtskatalogs mit handschriftschriftlichen Ergänzungen. Solche Arbeitsmaterialien gelangten erst nach 1849 in den Bibliotheksbestand und wurden daher nicht inventarisiert.
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Akten betreffend die Grundrechte vom Herbst 1848
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Interner Bericht und Anträge der "Commission Grundrechte" (C.G.), eines temporär tagendenden Unterausschusses, gedruckt im Auftrag des Verfassungsausschusses.
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Zeit
April 2023
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Verbesserungsanträge zu den Grundrechten
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Grundrechtsvorschläge des bedeutenden Ausschusses für Volkswirtschaft (VwA), 1848 in der Frankfurter Druckerei von Krebs-Schmitt gesetzt. Der VwA, eigentlich Ausschuss für Arbeiter-, Gewerbe- und Handelsverhältnisse, amtierte seit Mai 1848, zeitgleich mit dem Verfassungsausschuss und entwickelte sich zu einer Art Sonderparlament. Zu den prominentesten Vertretern zählten Friedrich Bruno Hildebrand, Ernst Merck und Friedrich Wilhelm Otto Freiherr von Reden.
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Gesetz betr. die Verkündigung der Reichsgesetze und Beschluss zur Herausgabe eines Reichs-Gesetz-Blattes
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Die Veröffentlichungen der provisorischen Nationalversammlung erschienen ab September 1848 im Reichsgesetzblatt, gedruckt von der Frankfurter Firma von Carl Naumann, "um Bürger und Behörden der [...] Staaten zu informieren".
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2023
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Verhandlungen der Deutschen Verfassunggebenden Reichsversammlung zu Frankfurt am Main. Einbände
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Zeit
April 2023
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Politische Willensbildung: Petitionen
Die Paulskirchenbibliothek ist nicht zuletzt deshalb von großer Bedeutung, da anhand des Bestandes auch der Prozess der politischen Willensbildung nachvollziehbar wird. Zum Hintergrund: Die Aufhebung von Beschränkungen im Presse- und Vereinswesen sowie im Versammlungsrecht setzt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Energien frei, die die repressive Gesetzgebung zuvor verhindert hatte. Wer immer 1848/49 ein Anliegen hat, wendet sich an die oberste politische Autorität. Die Reichsverfassung spricht in § 159 jedem Deutschen das Recht zu, sich mit seinem Anliegen an die Nationalversammlung zu wenden – und legt damit den Grundstein für das heute geltende Eingaberecht. Monatlich kommt eine Flut von etwa 1.000 Petitionen.
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Petition von Karl August Zoller zur Volksbildung
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April 2023
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H.C. Begemann: Praktisches Handbuch für Seefahrer von 1835
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Registrierung des Marineausschusses in roter Schrift. Die hohe Zahl "582" verweist auf Bestandsverluste, da heute nur noch 15 Titel nachzuweisen sind. Es ist davon auszugehen, dass nach 1851 alle auf die Deutsche Marine bezogenen Schriften der restituierten Bibliothek des Bundes zugingen.
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Zeit
April 2023
Literaturauswahl der Ausschüsse
Mit seltener Einmütigkeit bewilligt die Nationalversammlung sechs Millionen Taler für den Aufbau einer Kriegsmarine, die dem Schutz der deutschen Handelsschiffahrt dienen soll. Die Flotteneuphorie erfasst alle gesellschaftlichen Kreise. Der im Mai 1848 formierte Marineausschuss ist auch ermächtigt Publikationen zu erwerben. Das Lehrbuch zur Seefahrtskunde stammt aus dem Besitz des Marineausschusses. Exemplare, die der Ausschuss erwirbt, werden mit Rotstift registriert. An alle Ausschüsse - insgesamt gab es 23 - werden außerdem Verlagskataloge in Umlauf gegeben, aus denen Bücher ausgewählt werden können. Der Informationsbedarf an aktueller, auch ausländischer Literatur ist höher als darüber gedeckt werden kann. Einige Parlamentarier kaufen daher privat.
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A.H.C. Gelpke: Populaire Himmelskunde. 5. Aufl. 1837, Hannover: Hahn. Ausschnitt
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Gelpke, August Heinrich Christian: Populaire Himmelskunde oder allgemein fassliche Betrachtungen über die großen Wunderwerke des Weltalls, Hannover: Hahn, 5. Auflage, 1837.
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Verlegerische Angebote
Im Juli 1848 unterbreitet der Verleger Heinrich Wilhelm Hahn aus Hannover das Angebot, aus seinem Verlagssortiment geeignete Literatur für den Aufbau einer Parlamentsbibliothek auszuwählen. Ende August 1848 kommt der Petitionsausschuss darauf zurück – der Startschuss für den Umlauf von Verlagskatalogen in den parlamentarischen Ausschüssen. Hahns Beispiel folgen weitere Verlage, etwa Veit, Schwetschke, Cotta, Breitkopf u.a. Welche Motive sie im Einzelnen hatten, lässt sich nur noch in wenigen Fällen rekonstruieren.
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Aus dem Verlag Baumgärtner aus Leipzig: Gartenmöbel um 1800
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Ideen zu Garten-Meubles in ländlichem Geschmack. Leipzig: Baumgärtner, um 1800.
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Zeit
April 2023
Der Verleger Julius Alexander Baumgärtner aus Leipzig möchte dem Parlament - dem „Schrittmacher für Deutschlands Zukunft“ - seine Referenz erweisen. Den Parlamentsprotokollen entnimmt er, dass bereits einige renommierte Verleger ihre Zustimmung gegeben hatten. Er überweist - noch über das politische Ende im Mai 1849 hinaus – rund 640 Titel und damit ein Viertel des heutigen Bestandes. Baumgärtners Verlagsprofil ist universell angelegt, sodass Titel aus allen Sachgebieten vertreten sind.
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Aus dem Verlag Hahn in Hannover: W.F. Volger's Handbuch zur Weltgeschichte, 1835-1839
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Aus dem Verlag Baumgärtner in Leipzig: M. Beyer's Auswanderungsbuch von 1846
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Aus dem Verlag DuMont-Schauberg: Piette's Papierfabrikation aus Stroh und anderen Substanzen mit 160 Mustern von 1838
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Aus dem Verlag Sauerländer: Verhandlungen des Deutschen Parlaments
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Beschreibung
Die "volkstümliche" Ausgabe zur Vorgeschichte der Nationalversammlung erschien 1848 im Frankfurter Verlag Sauerländer. Sie wurde eingeleitet von Friedrich Siegmund Jucho, Mitglied des Vorparlaments, wegen seiner liberalen politischen Aktivitäten mehrfach inhaftiert.
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Zeit
April 2023
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Aus dem Verlag Breitkopf aus Leipzig
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Ueber den Schachspieler des Herrn von Kempelen und dessen Nachbildung, Leipzig: Breitkopf, 1789
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April 2023
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Aus dem Selbstverlag: Denkschrift E.M. Pinner's zur Gleichstellung der Juden mit handschriftlicher Notiz
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Der Archäologe und Talmudgelehrte Ephraim Moses Pinner (1800-1880) überreichte der Nationalversammlung im Februar 1849 drei Exemplare seiner Publikation, die im August der Bibliothek übergeben wurden.
Weitere Informationen
Die hohe Nationalversammlung erinnert sich, daß durch die freigiebigen Beiträge vieler Buchhandlungen in Deutschland der Grund zu einer Bibliothek für die Nationalversammlung gelegt worden ist. Diese Beiträge haben sich seitdem bedeutend vermehrt und es erfordert die Dankbarkeit, die Namen derjenigen Buchhandlungen zu erwähnen [...].
Heinrich von Gagern, Präsident der Nationalversammlung, am 15. Dezember 1848 in der Deutsch-Reformierten Kirche, Interimsstandort des Parlaments am Frankfurter Kornmarkt
Aus dem Ausland - Sympathie aus Belgien
Im September 1848 unterrichtet der Reichsgesandte am belgischen Hof, Friedrich Adolph Freiherr von Drachenfels, das Außenministerium, dass ihm belgische Publikationen zugegangen seien. Die Sympathien für die deutschen Belange sind in Belgien, das als erste europäische Regierung einen Reichsgesandten der provisorischen Zentralgewalt empfängt, stark ausgeprägt. Mitte Oktober werden 44 Titel in rund 100 Bänden aus Belgien geliefert, weitere Lieferungen folgen. Um die belgischen Werke in der Bibliothek entbrennt recht bald Streit, da verschiedene Ministerien Interesse daran haben und Bücher entnehmen. Der Bibliothekar Johann Heinrich Plath ist empört. Justizminister Robert von Mohl jedoch verkündet, dass eine Reichsbibliothek noch nicht offiziell gegründet sei und Bücher daher bei den Reichsministerien verbleiben dürfen…
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Belgische Statistiken 1839-1844
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Reineke Fuchs zwischen Heinrich von Gagern und Moritz Hartmann
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Personenbilder aus Wikimedia Commons
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Reineke Fuchs in einer illustrierten Ausgabe des Verlags Brönner, Frankfurt, 1847
Nationalliteratur - Nationalbibliothek
Im Dezember 1848 kommt es zu einem Schlagabtausch zwischen dem Präsidenten der Nationalversammlung, Heinrich von Gagern, und dem Abgeordneten und Schriftsteller Moritz Hartmann. Hartmann fordert, die Bücherauswahl nicht allein der Auswahl durch die Ausschüsse zu überlassen. Vielmehr sollen auch „Nationalwerke“ wie „Reineke Fuchs“ einbezogen werden, da diese doch nicht „in unserer Nationalbibliothek“ fehlen dürften. Die Antwort des Präsidenten: Das Büro der Nationalversammlung habe „einstweilen und provisorisch“ den Bibliothekar Plath eingestellt. Ferner seien die Kataloge stets allen Ausschüssen zur Verfügung gestellt worden, um eine Einseitigkeit der Auswahl zu vermeiden.
In den 236 Parlamentssitzungen bzw. ca. 2.000 Reden und Wortmeldungen, die die Protokolle dokumentieren, meldet sich Hartmann als einziger zu dieser Sache zu Wort. Andere Belange sind Ende 1848 für die politische Arbeit weit wichtiger. Plath aber wählt tatsächlich viele literarische und (populär)wissenschaftliche Schriften aus den Verlagskatalogen aus, ohne Rückkopplung mit den Ausschüssen.
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Jean Paul: Dämmerungen für Deutschland. 1809
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Der Verleger Johann Georg Freiherr von Cotta gab im September 1848 seine Zusage zur Einsendung eines Verlagskatalogs. Angeregt dazu wurde er von einem Korrespondenten der Augsburger Allgemeinen Zeitung, der mit Abgeordneten verkehrte. Rund 200 Titel seines Sortiments lieferte er bis Februar 1849.
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Illustrirte Naturgeschichte des Thierreichs, 1847. Ausschnitt aus Band 1: Naturgeschichte der Säugetiere
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Das Werk von Eduard Friedrich Poeppig erschien ursprünglich anonym im Leipziger Verlag von J.J. Weber, der 60 Titel zulieferte. Neben reich bebilderten Veröffentlichungen verlegte Weber auch belletristische und kulturhistorische Werke, für die er eine Reihe von Auszeichnungen erhielt.
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J.A.L. Werner: Die reinste Quelle jugendlicher Freuden oder 330 Spiele. 3. Aufl. 1843, Leipzig: Arnold. (Ausschnitt)
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DNB
Beschreibung
Werner, Johann Adolf Ludwig : Die reinste Quelle jugendlicher Freuden oder 330 Spiele ... , 3. verm. u. verb. Aufl. - Dresden ; Leipzig : Arnold, 1843.
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„Der Vorschlag zu einer Reichsbibliothek wurde gemacht, indeß bis jetzt sind nur Wenige darauf eingegangen und selbst daß diese es getan, hat mich gewundert. Wer garantiert jetzt schon die ewige Dauer der Reichsversammlung?“
Wilhelm Ambrosius Barth, Leipziger Verleger, im Dezember 1848
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Jakob, der Heuler - aus dem Politischen Struwwelpeter von 1849
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DNB
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Henry Ritter: Der politische Struwwelpeter. Düsseldorf: Buddeus, 1849. Das satirische Hauptwerk des Karikaturisten Ritters erschien nach der Vorlage des drei Jahre zuvor erschienenen Kinderbuchs von Heinrich Hoffmann.
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Foto - Ausschnitt
Schicksal besiegelt
1849 ist das Vertrauen in die provisorische Zentralgewalt geschwunden - und das politische Ende des ersten deutschen Parlaments nur noch eine Frage der Zeit. Im Mai 1849 ist sein Schicksal besiegelt. Als Ende der Reichsbibliothek kann der 20. Dezember 1849 gelten. Es ist der Tag, an dem der Reichsverweser sein Amt niederlegt und die Geschäfte der provisorischen Zentralgewalt einer interimistischen Bundeszentralkommission überträgt. Anhand von Robert Eduard Prutz‘ „Geschichte der neuesten Zeit“ aus dem Leipziger Verlag J.J. Weber lassen sich die unruhigen Zeitenläufte indirekt nachvollziehen: Nur die ersten vier Lieferungen liegen vor, nachfolgende sind nicht nachzuweisen.
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R. Prutz: Geschichte der neuesten Zeit 1840-1847. Leipzig: Weber, 1848.
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Ludwig Uhland, Dichter und Politiker
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DNB
Beschreibung
Uhland (1787-1862) war als Jurist und Politiker 1848 Mitglied des Vorparlaments und wurde von den Bürgern seiner Heimatstadt Tübingen zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. Dort hielt er zum links-demokratischen Flügel. Seine Büste befindet sich in der Deutschen Nationalbibliothek.
Die im sogenannten Rumpfparlament zurückbleibenden Demokraten riefen die Bevölkerung zu tätiger Aktion auf, um das Verfassungswerk doch noch in letzter Minute zu retten. Der Text dieses Aufrufs war von Uhland formuliert.
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Teil von
Marmorbüsten. Standort im Gründungsgebäude der DNB Leipzig, Dienstbereich
Abmessung/Umfang
Büste. Breite: 42,0 cm; Länge: 35,0 cm; Höhe: 64,0 cm ; Gewicht: ca. 100 kg ;
Material/Technik
Mamor
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Büste von Erich Enke, Stiftung von Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1916 zur Einweihung des Bibliotheksgebäudes der Deutschen Bücherei
Zeit
April 2023
Weitere Informationen
"Wenn ein Gedanke, den die Menschheit ehrt, den Sieg errang, so war's der Mühe wert."
Ludwig Uhland (1787 - 1862), deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker, Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung
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Petition Schwetschkes
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
April 2023
Die Verleger
Heinrich Wilhelm Hahn (1795-1873)
Am 15. Juli 1848 unterbreitet der Verleger Heinrich Wilhelm Hahn aus Hannover das Angebot, aus seinem Verlagssortiment geeignete Literatur für den Aufbau einer parlamentarischen Handbibliothek auszuwählen. Er versteht die Nationalversammlung als Nachfolger der Bundesversammlung. Als Verleger der Monumenta Germaniae Historica (MGH) war ihm 1834 vom Bundestag die dauerhafte Unterstützung dieses Publikationsvorhabens zugesagt. Er will nun das Parlament für das Mammutvorhaben der MGH interessieren und stellt eine beliebige Auswahl parlamentsrelevanter Werke bereit. Würden andere Verleger seinem Beispiel folgen, so werde im Laufe der Zeit der Grundstein für eine „Reichsbibliothek“ gelegt. Bei den im Parlament vertretenen Verlegern, insbesondere bei Moritz Veit und Carl Gustav Schwetschke, löst dies spontan Zustimmung aus. Noch am selben Tag unterbreiten sie gleichlautende Angebote.
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Heinrich Wilhelm Hahn Bildnis
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Aus: Deutsche Bücherei 1912-1962
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Angebot des Verlegers Hahn (Ausschnitt aus den Verhandlungen der 69. Sitzung der Nationalversammlung)
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Deutsche Nationalversammlung
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Bildnis Moritz Veit
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Foto / Gemälde von Philipp Veit, Enthüllung 1868
Teil von
Gemälde im historischen Sitzungszimmer der DNB Leipzig
Material/Technik
Ölgemälde
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Foto April 2023
Moritz Veit (1808-1864)
Moritz Veit, jüdischer Schriftsteller und Journalist, erwarb 1838 zusammen mit seinem Partner Joseph Levy den Verlag Boike. Die neue Firma verlegte vorrangig medizinische, mathematische und naturwissenschaftliche Werke, aber auch rechtswissenschaftliche und historische. Das Verlagssortiment spiegelt sich im Bibliotheksbestand wider, in dem der Verlag mit rund 140 Titeln vertreten ist. Neuerscheinungen der Jahre 1848/49 sind – wie im gesamten Bestand - rar vertreten. Veit folgte als Abgeordneter des Paulskirchenparlaments dem Beispiel Hahns: Nicht ein paar Bücher, sondern je ein Exemplar des gesamten Verlages wolle er einsenden, „wenn dadurch der Grund zu einer deutschen National-Bibliothek gelegt würde“. Unabhängig davon setzte er sich für den Buchhandel ein und war später Vorsitzender des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler. In dieser Rolle trat er regelmäßig gegen eine Einschränkung der Pressefreiheit und für den Schutz der Autorenrechte ein.
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Bülow-Cummerow - Stammautor im Verlag Veit
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Bülow-Cummerow, der allein mit 11 Titeln im Bibliotheksbetand auftaucht, stellt eine Ausnahme dar, da kein weiterer Autor so häufig vertreten ist. Vermutlich zählte er zu den Stammautoren von Veits Berliner Verlag.
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Veits Einsatz für Presse- und Urheberrecht
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Die Akten des Börsenvereins der Buchhändler zu Leipzig im Deutschen Buch- und Schriftmuseum berichten vom engagierten Wirken des Verlegers Veit.
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Zeit
April 2023
Carl Gustav Schwetschke (1804-1881)
Das mineralogische Taschenbuch erscheint 1820 im Verlag von Hemmerde und Schwetschke in Halle an der Saale und wird der Bibliothek der Paulskirche von Carl Gustav Schwetschke Anfang 1849 übersandt. Dem Beispiel von Hahn und Veit folgend, sagt er der Nationalversammlung im September 1848 Lieferungen zu. Bereits im September liegen mehrere Verlagskataloge seiner Firma in Frankfurt am Main vor. Möglicherweise spricht er sich mit Veit ab. Sie begrüßen das sanktionierte Umlaufverfahren von Katalogen in den Ausschüssen. Schwetschke, der seit den 1840er Jahren als Freimaurer regierungskritisch auftritt, übernahm 1839 den Verlag. Gemeinsam mit Veit und anderen engagiert er sich in Fragen des Urheberrechts, ohne als Parlamentarier besonders hervorzutreten. Schwetschke überweist der Paulskirche rund 120 Titel. Noch 1850 engagiert er sich mit einer Petition gegen den Entwurf eines neuen Pressegesetzes, welches erhebliche Einschränkungen für Buchhandel und Verlagswesen zur Folge hat.
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Bildnis des Verlegers Carl Gustav Schwetschke
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Beschreibung
Aus: Deutsche Bücherei 1912-1962
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Aus dem Verlag Hermmerde und Schwetschke: Mineralogisches Taschenbuch von 1820
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Meinecke, Johann Ludwig Georg: Mineralogisches Taschenbuch für Deutschland . - Halle : Hemmerde u. Schwetschke, 1820.
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Petition Schwetschkes
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
April 2023
Informationen über die verwendeten Medien
Johann Heinrich Plath Bildnis
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Aus: Deutsche Bücherei 1912-1962
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Die Bibliothekare
Johann Heinrich Plath (1802-1874)
Über Plaths Frankfurter Aufenthalt bis 1851 ist wenig bekannt. Der Philologe wird im Oktober 1848 für die Bibliothek angestellt. Er verzeichnet die bereits eingegangenen Büchersendungen, gibt für die Parlamentarier Verlagskataloge in Umlauf und bestellt Titel. So wie die Nationalversammlung provisorischen Charakter trägt, war auch seine Anstellung vom Status der Sammlung abhängig. Plaths Bemühen, die Bibliothek nach 1849 als „Allgemeine Deutsche Nationalbibliothek“ fortzuführen und damit seine eigene Existenz zu sichern, scheitert. 1850 und 1851 reicht er dazu Denkschriften bei der Bundeszentralkommission ein. Die Bundesversammlung lehnt ab, hält aber eine Bibliotheksgründung „zum Schutz des deutschen Buchhandels“ für durchaus zweckmäßig. Die Büchersammlung verlässt im Dezember 1851 die Paulskirche und zieht in das Palais Thurn und Taxis (Sitz der Bundesversammlung) um. Sie wird nicht mit der Bundesbibliothek vereinigt, die im Übrigen mit Johann Daniel Leutheußer einen eigenen Bibliothekar hat. Plaths Einsatz für eine Nationalbibliothek trägt die Ideen zum Schutz der Rechte der Verleger weiter, die von Moritz Veit und Carl Christian Sigismund Bernhardi stammen, der diese bereits 1843 der Preußischen Akademie der Wissenschaften vorgetragen hatte.
Wenn künftig alle Buchhandlungen an die Reichsbibliothek ein Exemplar ihres gesammelten Verlages einsenden wollten, so könnte durch ein Reichsgesetz bestimmt werden daß der Eintragung in den Reichscatalog eine juridische Bedeutung beigelegt würde, welche den Buchhändlern dienen könnte, die Zeit des Erscheinens eines Werkes und dessen Besitz zu constatiren und so ihre und der Autoren Rechte bei Fragen über den Nachdruck eines Buchs und die Dauer der Rechte der Verfasser und Verleger zu sichern [...]
Johann Heinrich Plath, Bibliothekar der Paulskirchenbibliothek, in der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 16. Januar 1849, S. 244
Robert von Mohl (1799-1875)
Justizminister Robert von Mohl ist während seiner Amtszeit auch für die Bibliothek zuständig - vielleicht, weil er als einer der bedeutendsten Professorenbibliothekare (Professoren, die im Nebenamt eine Bibliothek leiten) seiner Zeit gilt. Mohl bringt 1848/49 wenig Verständnis für das Verhalten des Bibliothekars Plath auf. Er findet es unter seiner Würde, mit einem Dilettanten zu verhandeln. Während der Bibliothekar fortan schmollt, ruft Mohl eine Kommission von Juristen ein und schaltet einen Aufruf in der Presse, in der er die Regierungen auffordert, dem Ministerium alle die auf das Handelsrecht bezüglichen Gesetze etc. mitzuteilen, sofern diese nicht über den Buchhandel zu erlangen sind. Kommen solche Werke in die Bibliothek, konfisziert sie der Minister kurzerhand, weil er die Ansicht vertritt, dass das Nebeneinander von zwei Sammlungen überflüssig sei und zwangsläufig zu Streitigkeiten zwischen Parlament und Ministerien führen würde, die tatsächlich dann auch bis 1849 bestanden.
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Robert von Mohl Bildnis
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Wikimedia Commons
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Beschreibung
Robert von Mohl, Stahlstich von Christoph Friedrich Dörr, 1830er-Jahre
Robert von Mohl nach einem Stahlstich von Friedrich Dörr
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Justizkommission: Handelsgesetzbuch, 1849
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Beschreibung
Entwurf eines allgemeinen Handelsgesetzbuches für Deutschland : Von der durch das Reichsministerium der Justiz niedergesetzten Commission, 1849.
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Typ
Foto
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
April 2023
Friedrich Carl Biedermann (1812-1901) und
Karl Christian Sigismund Bernhardi (1799-1874)
Zu Beginn des Jahres 1849 wird eine Bibliothekskommission eingesetzt. Sie wird vom Abgeordneten und späteren Vizepräsidenten der Nationalversammlung Biedermann geleitet. Er beruft die Juristen Gustav Groß und Julius Jordan sowie den Bibliothekar Karl Bernhardi (Nachfolger von Jacob Grimm an der Kasseler Landesbibliothek) in die Kommission. Sie soll sich von nun an um die Auswahl der Bücher für eine Parlamentsbibliothek kümmern und sich dazu mit Bibliothekar Plath abstimmen. Es wird im April 1849 empfohlen, auch Zeitungen, Flugschriften und Karikaturen zu sammeln, um auch die Geschichte des Jahres 1848 zu dokumentieren, doch dazu kommt es nicht mehr. "Der künftige Geschichtsschreiber" musste sich seine Quellen entgegen den Plänen von Biedermann und Bernhardi anderswo holen. Karl Bernhardi ist es, der später ein Exemplar der Reichsverfassung an die Kasseler Bibliothek übergibt.
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Bildnisse von Bernhardi und Biedermann
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Wikimedia Commons
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Beschreibung
Porträt Bernhardis. - Künstler unbekannt Porträt Biedermanns als Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung.- Lithographie, Valentin Schertle, 1849
15 aus 3000 : Frauen
Und Frauen? 1848 sind sie weder wahlberechtigt noch können sie Abgeordnete sein, sie sind weder als Verlegerinnen noch als Bibliothekarinnen dokumentiert. Selbst als Autorinnen und Übersetzerinnen finden kaum Aufnahme in der Parlamentsbibliothek. Wenige Namen bilden eine Ausnahme: Annette von Droste-Hülshoff, Karoline von Wolzogen, Henriette Hanke, Adelheid von Stolterfoth, Hannah Adams, Harriet Martineau oder Klementyna Hoffmanowa.
Sichtbar sind Frauen in der Paulskirche dennoch: So sitzen die Ehefrauen der Abgeordneten auf den Emporen der Paulskirche und verfolgen das Geschehen. Viele identifizieren sich mit den nationalen Zielen und unterstützen die liberalen Ideen. Und auch wenn sie überwiegend in den unpolitisch-privaten Bereich verwiesen sind, so sind einige 1848 beim revolutionären Barrikadenkampf ebenso aktiv wie bei der Gründung (politischer) Frauenvereine oder bei der Herausgabe von Frauenzeitschriften. Das vielfältige weibliche Engagement in diesen Jahren bereitet die Gründung der Frauenbewegung vor.
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Frauen auf den Rängen der Paulskirche (Ausschnitt, Markierung DNB)
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Beschreibung
Aus: Illustrierte Chronik, 1848
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Teil von
Illustrierte Chronik, 1848
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Annette von Droste-Hülshoff: Dichterin
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Deutsche Nationalbibliothek / Wikimedia Commons (Droste-Hülshoff auf einem Gemälde von Johann Joseph Sprinck)
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DNB
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Die im Revolutionsjahr 1848 verstorbene Dichterin gilt als eine der bedeutendsten Literat*innen des 19. Jahrhunderts. Ihre Lyrik wird bis heute im Schulunterricht gelesen und inspiriert noch immer viele Autor*innen.
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Fotocollage
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Karoline von Wolzogen: Romanautorin
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Deutsche Nationalbibliothek / Wikimedia Commons
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DNB
Beschreibung
Karoline von Wolzogen (1763-1847), Romanautorin und Schillerbiografin, war in der Bibliothek der Nationalversammlung mit ihrem "Literarischen Nachlass" im Sachgebiet XXV - Deutsche Literatur vertreten.
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Fotocollage
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Hannah Adams: Historikerin
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Deutsche Nationalbibliothek / Wikimedia Commons
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DNB
Beschreibung
Die US-Amerikanerin Hannah Adams (1755-1832) gilt als erste Frau, die berufsmäßig als Autorin arbeitete. Bekannt wurde sie durch ihre Darstellungen zu den Weltreligionen. Ihre ins Deutsche übersetzte Geschichte der Juden erschien 1819 im Verlag Baumgärtner.
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Fotocollage
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Harriet Martineau: Soziologin des 19. Jahrhunderts
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Deutsche Nationalbibliothek / Wikimedia Commons
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Harriert Martineau (1802-1876) war eine britische Schriftstellerin, die 1833 mit ihrem 30bändigen Projekt der "Illustrations of political economy" begann, Staats- und Wirtschaftslehre in kleinen Geschichten zu vermitteln. Sie war zugleich Vorkämpferin für Frauenrechte und wird mitunter als erste feministische Soziologin bezeichnet.
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Fotocollage
Es gibt noch ein anderes Deutschland, als das zu Frankfurt verratene, ein anderes, als das, welches [...] zum Henker oder Spießgesellen an allen nach Freiheit ringenden Völkern geworden ist, und seine besten Kinder im Exil oder in schmählichen Banden häl. Es gibt ein junges, demokratisches Deutschland!
Emma Herwegh, Revolutionärin und Vorkämpferin der Frauenrechtsbewegung, 1848
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Die Bibliothek der Reichsversammlung heute in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig (2)
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
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Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2022
Vergessen
Die Bibliothek der Paulskirche gerät nach 1850 in Vergessenheit. Die heimatlos gewordene Sammlung wird 1856 dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg übergeben. Das vier Jahre zuvor gegründete Museum bemüht sich für kurze Zeit um eine „Deutsch-historische Nationalbibliothek“. 1871 bei Diskussionen über eine Reichsbibliothek oder Reichstagsbibliothek erinnert sich niemand mehr an die Sammlung.
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Germanisches Nationalmuseum
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Deutsche Nationalbibliothek
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Aufbewahrungsort der Paulskirchenbibliothek von 1856 bis 1938
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Foto
Teil von
Gartenlaube, 1859
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Artikel des Bibliothekars Albert Paust zur "Großdeutschen Reichsbibliothek" im Börsenblatt 1927-1938
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Beschreibung
Albert Paust (1889-1964) war Erwerbungsleiter der Deutschen Bücherei und 1938 zur Bücherverwertungsstelle nach Wien abgeordnet und beschlagnahmte dort Bücher aus jüdischem Besitz und von politisch unliebsamen Buchhandlungen und Verlagen.
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Typ
Fotocollage
Instrumentalisiert
Die Deutsche Bücherei, 1912 gegründet und in den Anfangsjahren auf jede Unterstützung angewiesen, instrumentalisiert die Büchersammlung - zur Verlängerung ihrer eigenen Tradition und als Beispiel für eine von Verlegern unterstützte Nationalbibliothek. Der Verleger Heinrich Wilhelm Hahn wird als Wegbereiter gefeiert. Zum 25. Geburtstag der Deutschen Bücherei 1938 gelingt es Direktor Heinrich Uhlendahl, die Büchersammlung aus Nürnberg nach Leipzig zu holen. Den Festakt richtet das NS-Propagandaministerium aus, und die Bibliothek der Frankfurter Nationalversammlung wird nun offiziell zur ersten großdeutschen Bibliothek. Für den Leipziger Bibliothekar Albert Paust, „ein eigenartiges Zusammentreffen, daß dies im gleichen Jahr geschah, in dem durch die Heimkehr Österreichs und des Sudetenlandes die großdeutschen Hoffnungen von 1848 ihre Erfüllung fanden“.
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Ehrentafel im Foyer der Deutschen Bücherei
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Beschreibung
Verleger Hahn und Bibliothekar Plath erhielten zum 25. Jahrestag der Deutschen Bücherei inschriftlich ihren publikumswirksamen Ehrenplatz. Die Tafel verschweigt den Anteil Veits und Schwetschkes. Sie durfte weder einen Juden, noch einen Freimaurer 1938 als Wegbereiter ausweisen.
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Typ
Foto
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
April 2023
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Ehrentafel im Foyer der Deutschen Bücherei, Zustand 1938
Ehrentafel im Foyer der Deutschen Bücherei, Zustand 1938
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Beschreibung
Verleger Hahn und Bibliothekar Plath erhielten zum 25. Jahrestag der Deutschen Bücherei inschriftlich ihren publikumswirksamen Ehrenplatz. Die Tafel verschweigt den Anteil Veits und Schwetschkes. Sie durfte weder einen Juden, noch einen Freimaurer 1938 als Wegbereiter ausweisen. Die Tafel mit der Inschrift wurde später von ihrem Standort auf dem Sims entfernt und an der Frontseite der Marmorwand an Stelle des Lorbeerkranzes angebracht.
Ehrentafel im Foyer der Deutschen Bücherei, Zustand 1938
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Typ
Postkarte 1938
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1938
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Aufstellung der "Reichsbibliothek" in Leipzig vor 1962
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Beschreibung
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Typ
Foto
Kritisch aufgearbeitet
Der Mythos von der „Reichsbibliothek“ hält sich jahrelang. Paust publiziert bis 1954 weitere kleine Beiträge dazu. Anlässlich des 150. Jubiläums der Paulskirchenbibliothek wird von der Deutschen Nationalbibliothek der Bestand rekonstruiert – anhand des originalen Katalogs und zahlreicher historischer Quellen. Die Sondersammlung wird nun in ihren historischen Kontext eingeordnet. Die Bibliothek der Deutschen Reichsversammlung ist bis heute in Leipzig in einem historischen Sitzungssaal aufgestellt. Sehenswürdigkeit bleibt sie, als Zeuge der politischen Verhältnisse von 1848/49, als Wissenspeicher und als Aufforderung, die Demokratie durch die Sammlung von Wissensressourcen zu stärken.
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Bestandsverzeichnis der Paulskirchenbibliothek von 1999
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Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Beschreibung
Bibliothekar Johannes Jacobi (1951-), Biograf der Büchersammlung, reskonstruierte nach jahrelangem Quellenstudium den Bestand und ermöglichte die heutige Zugänglichkeit der Werke.
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Typ
Foto
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2022
Weitere Informationen
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Rezeption der Verfassung von 1848/49 bis heute
Beispielhaft drei Werke zum Thema aus den Beständern der DNB
Aus der Sammlung von
Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
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Typ
Foto
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
DNB
Zeit
April 2023
In der Frankfurter Paulskirche trat die Nationalversammlung zusammen, um einen Nationalstaat mit freiheitlicher Verfassung und allgemeinem Wahlrecht zu begründen. Trotz ihres Scheiterns gehören die Grundrechte zu den bleibenden Leistungen des Paulskirchenparlaments, die fortwirken und eine Vorbildfunktion für spätere Verfassungen haben. Sowohl die Weimarer Verfassung 1919 als auch unser Grundgesetz beruhen in Bezug auf die Grundrechte auf diesem Rechtekatalog.
Die Deutsche Nationalbibliothek bewahrt mit der Paulskirchenbibliothek nicht nur ein zentrales Erbstück dieses ersten deutschen Parlaments, sondern trägt auch die Verantwortung für die historische Aufarbeitung der komplexen Rezeptionsgeschichte der Büchersammlung.
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Rezeption 1848 - 1948
Aus der Sammlung von
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Foto: DNB
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Typ
Holzanhänger
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1948
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Rezeption 1848 - 1948 (Postkarte)
Aus der Sammlung von
Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
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Typ
Postkarte
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Rezeption 1848 - 1948 (Briefmarken)
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Deutsche Nationalbibliothek
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Scan: DNB
Angaben zum Objekt
Typ
Sondermarken
Teil von
Ganzsache zu Jubiläen der Frankfurter Nationalversammlung und des Parlamentarischen Rates
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Deutsche Bundespost
Zeit
1998
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Sondermünze Hessen 2015
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Deutsche Nationalbibliothek
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Foto: DNB
Beschreibung
Das Bundesministerium für Finanzen brachte im Jahre 2015 eine 2 € Sondermünze mit dem Motiv der Paulskirche heraus
Das Bundesministerium für Finanzen brachte im Jahre 2015 eine 2 € Sondermünze mit dem Motiv der Paulskirche heraus
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Typ
Münze
Abmessung/Umfang
25 mm
Material/Technik
Bi Metall, außen Kupfer-Zink, innen Messing
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bundesministerium für Finanzen
Zeit
2015
Ort
A Berlin
Demokratie und deren Ressourcen:
Die Sammlung ist heute frei zugänglich, in Teilen auch online verfügbar, wird von der Deutschen Nationalbibliothek in der kulturellen Vermittlungsarbeit genutzt und trägt so als Brückenbauerin auch zur Stärkung der demokratischen Verfasstheit unseres Gemeinwesens bei. Denn der universal angelegte, über 400 Regalkilometer umfassende Fundus der Deutschen Nationalbibliothek ist eine schier unendliche Bildungsressource. Damit der Bestand Früchte tragen kann, muss das Wissen in den Dienst der Gesellschaft gestellt werden. Dabei gehört die Demokratie zu den derzeit vermutlich wichtigsten gesellschaftlichen Anliegen, denn die aktuelle Demokratieforschung bestätigt, dass undemokratische und rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft vor allem in einer grundsätzlich ablehnenden Haltung gegenüber der Wissenschaft und deren Ressourcen fußen. Wissen also schafft Demokratie.
Informationen über die verwendeten Medien
Lesesaal Geisteswissenschaften der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig
Aus der Sammlung von
Deutsche Nationalbibliothek
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DNB
Angaben zum Objekt
Typ
Foto
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Johannes Jacobi, Stephanie Jacobs, Yvonne Jahns, Peter Kühne, Sina Wieland
Dank für die Bereitstellung von Fotos an Norbert Bensch, Christine Hartmann, Yvonne Jahns, Peter Kühne, Sina Wieland sowie an die Kolleg*innen der Digitalen Dienste für die Digitalisierung einer Auswahl von 100 Publikationen aus der Paulskirchenbibliothek und an Anne-Katrin Mettke für graphische Gestaltung des Titels.
Impressum
Deutsches Buch-und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek
Deutsche Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig
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Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
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