Siegelgeschichte Kreis Gütersloh
Eine virtuelle Ausstellung von
Die Sammlung von Siegeln und Stempeln im Kreisarchiv Gütersloh setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen: Siegel- und Stempelstöcke (siehe Bild), Siegel- und Stempelabdrücke und Replikate einiger mittelalterlicher und frühzeitlichter Siegel von Herrschaften, die Teile des heutigen Kreisgebietes ausmachen.
Siegeln und Stempeln dienen als Form der Beglaubigung oder Beurkundung. Dem repräsentativen Charakter wurde und wird sowohl in der Beschriftung als auch in der häufigen Nutzung von offiziellen Symbolen wie Wappen oder heraldischen Figuren als Siegel und Stempelbilder Rechnung getragen.
Aufgrund dessen lässt sich an den Objekten der Sammlung die Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte der Region nachvollziehen.
Nach dem Sieg über Napoleon und dem Wiener Kongress kam das Kreisgebiet an Preußen und die Kreise Halle und Wiedenbrück wurden eingerichtet. Das übliche Symbol auf Stempeln der Kreise und Kommunen wurde der preußische Adler mit Krone, Apfel und Zepter, wie hier bei einem Stempelabdruck des Kreises Wiedenbrück zu sehen.
In der Weimarer Republik wurde der zuvor übliche Preußische Adler durch eine Version ohne königliche Hoheitszeichen ersetzt, wie bei diesem Stempel der Gemeinde Lintel zu sehen.
Im Dritten Reich wurde das Stempelbild wiederum ersetzt, durch einen Reichsadler über einem umkränzten Hakenkreuz, wie bei diesem Stempel des Wiedenbrücker Landrates zu sehen.
In der Zeit zwischen der Befreiung Deutschlands und der Gründung der Bundesrepublik wurden verschiedene Lösungen gefunden. Teilweise wurde, wie bei diesem Stempel des Oberkreisdirektors des Kreises Wiedenbrück zu sehen, das Wappen der Provinz Westfalen verwendet.
Andere Institutionen verwendeten zunächst weiter die alten Stempel, allerdings mit herausgeschnittenen Hoheitszeichen. So der Fall bei diesem Stempel der Gemeinde Batenhorst.