Pädagogen als (Er-)Neuerer
Die Pädagogischen Lesungen als Wegbereiter für Innovationen in der DDR-Pädagogik
- Pädagogen als (Er-)Neuerer
- 01 Pädagogische Lesungen – Was ist das?
- 02 Wie entstand eine Pädagogische Lesung?
- 03 Die Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen
- 04 Zeitzeug*innen
- 05 Vom Ende eines ambitionierten Experiments
- 06 Die Pädagogischen Lesungen – Eine Erfolgsgeschichte?
- 07 Pädagogische Lesungen heute
- Pädagogen als (Er-)Neuerer
- 01 Pädagogische Lesungen – Was ist das?
- 02 Wie entstand eine Pädagogische Lesung?
- 03 Die Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen
- 04 Zeitzeug*innen
- 05 Vom Ende eines ambitionierten Experiments
- 06 Die Pädagogischen Lesungen – Eine Erfolgsgeschichte?
- 07 Pädagogische Lesungen heute
Eine virtuelle Ausstellung von
Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass die Pädagogischen Lesungen im weiteren Sinne das Beste waren, was die Schulpolitik der DDR jemals ins Leben gerufen hat.
Johanna-Ruth Kraft, Mitarbeiterin der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung, Aufgabenbereich „Pädagogische Lesungen“ (in einem Interview 2019)
Informationen über die verwendeten Medien
Auszug aus Lesung PL 89-07-06 (1989)
Aus der Sammlung von
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Auszug aus Lesung PL 89-07-06, Sabine Gottfried; Wie ich in meinem Unterricht geistig und geistig-praktische Tätigkeiten entwickelt habe, um geometrische Kenntnisse und geometrisches Können herauszubilden, 1989
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 00065
Eine Einführung
Pädagogische Lesungen wurden seit den 1950er Jahren von Pädagog*innen der DDR mit dem Ziel verfasst, eigene berufliche Erfahrungen für ihre Kollegen*innen nutzbar zu machen. Lesungen sind zu allen Bereichen des DDR-Bildungs- und Erziehungswesens entstanden, vom Kindergarten über allgemeinbildende Schulen, Hilfsschulen und Berufsschulen bis hin zur außerschulischen Erziehung. Das Themenspektrum der etwa 30 bis 50 Seiten langen Werke umfasste alle schulischen Unterrichtsfächer sowie ihre Didaktik und Methodik, ebenso wurden allgemeinpädagogische und psychologische Fragen behandelt. Der Begriff Pädagogische Lesungen bezieht sich jedoch nicht nur auf die schriftliche Fixierung der Erfahrungen, sondern bildet ein System aus Niederschriften und einem umfassenden Weiterbildungsprogramm für Pädagog*innen in Form der Präsentation ausgewählter Lesungen bei Veranstaltungen auf regionaler und nationaler Ebene. Ziel war die Sicherstellung einer systematischen und zentralisierten Weiterbildung aller Pädagog*innen.
Informationen über die verwendeten Medien
Lesung Annelie Streit 1990
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Lesung Annlie Streit 1990 - letzte Lesung
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0066
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
An jeder Schule gibt es einen reichen Schatz an Erfahrungen. Jeder kann von jedem etwas lernen.
In den Fachzirkeln, Fachkommissionen, auf Fachkonferenzen, in planmäßigen Veranstaltungen und gewerkschaftlichen Beratungen muß der Erfahrungs- und Meinungsaustausch noch stärker ins Zentrum rücken.
Margot Honecker, 1963-1989 Ministerin für Volksbildung der DDR auf dem VIII. Pädagogischen Kongress 1978
9500 Lesungen – 5 Exempel
Wie viele Pädagogische Lesungen von den ersten Initiativen Ende der 1950er Jahre bis 1989 entstanden sind, wissen wir nicht. Aber ca. 9500 Lesungen sind in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin erhalten und können dort eingesehen werden.
Die folgenden Seiten zeigen fünf Beispiele aus ausgewählten Themenbereichen.
Informationen über die verwendeten Medien
Militärpolitisches Kabinett aus: PL 4968a, 1978
Militärpolitisches Kabinett aus: PL 4968a, 1978
Aus der Sammlung von
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften
Rechteinformation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften, Pädagogische Lesung 4968a
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1978
Exempel 1: Wehrerziehung
»Unser militärpolitisches Kabinett – ein Beitrag zur sozialistischen Wehrerziehung« (1978)
Auch im Kontext der seit den 1970er Jahren an den Schulen der DDR durchzuführenden Wehrerziehung entstanden Pädagogische Lesungen. Einige davon skizzierten, wie das neue Lehrfach in den Schulen umgesetzt wurde bzw. werden sollte. Zentrales Element war oftmals die Ausgestaltung eines speziell dem Fach gewidmeten Raumes. Zu diesem konnten Luftgewehrschießanlagen, Rätselecken, aber auch ferngesteuerte Panzermodelle und Nuklearraketensilos gehören. Zielsetzung war, den Lehrkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Kinder unter dem Deckmantel spielerischer Aktivitäten an propagandistische Themen herangeführt und auf die Wehrpflicht in der NVA vorbereitet werden können. (PL 4968a)
siehe auch: Koch, K. & Decker, C. (2021). Zwischen Drill und Lagerfeuerromantik – Wehrerziehung und Wehrunterricht an Hilfsschulen der DDR im Spiegel der Pädagogischen Lesungen. In. Schriftenreihe der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock 11 (3), S. 1-24, /doi.org/10.18453/rosdok_id00002954
Exempel 2: Hilfsschule
»Der vorbereitende Raumlehreunterricht für die Klassen 3 bis 5 <A-Zug> in der Hilfsschule« (1968)
Im Konvolut der ca. 9500 Pädagogischen Lesungen finden sich etwa 280 Schriften, die sich explizit mit der pädagogischen Arbeit an Hilfsschulen auseinandersetzen. Das Themenspektrum reicht hier von didaktisch-methodischen Betrachtungen über alle Unterrichtsfächer, den diagnostischen Auswahlprozess bis hin zu vor- und nachschulischen sowie außerunterrichtlichen Arbeitsfeldern. Ein besonderer Fokus richtet sich auf die besonderen Lernbedingungen und deren didaktisch-methodische Entsprechungen. Auffällig ist die permanente und intensive Betonung der Notwendigkeit zum differenzierten und anschaulichen Arbeiten – sei es im Unterricht oder auch in außerunterrichtlichen Feldern. Exemplarisch hierfür steht die Pädagogische Lesung von Ursula Debarry, die unterschiedliche Methoden zur Anbahnung geometrischen Wissens darstellt. Die Lesung bietet vielfältige Anregungen zur Herstellung von geeigneten Lernmaterialien - durch die Lehrer*innen sowie unter Einbeziehung der Schüler*innen. (PL 1427a)
Informationen über die verwendeten Medien
Material aus Pädagogischer Lesung PL 1427a (1968)
Aus der Sammlung von
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften
Rechteinformation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften, Pädagogische Lesung 1427a
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
PL 1427a Anhang 1968
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0057
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1968
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Den Wolken ein Stück näher (Buchcover)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Cover: Görlich, Günter: Den Wolken ein Stücknäher. 7. Auflage. Berlin: Der Kinderbuchverlag 1975.
Exempel 3: Deutschunterricht
»Meine Erfahrungen bei der Arbeit mit dem Jugendbuch von Guenter Goerlich ›Den Wolken ein Stück näher‹ in Klasse 8« (1989)
Mehr als 1.000 der 9500 überlieferten Pädagogischen Lesungen beschäftigen sich mit dem Fach Deutsch, einige davon setzen sich mit zeitgenössischer Kinder- und Jugendliteratur auseinander. Gleich sechs Pädagogische Lesungen thematisieren die Unterrichtsarbeit mit Günter Görlichs Jugendroman „Den Wolken ein Stück näher“. Exemplarisch hierfür ist eine Lesung von 1989. Sie greift die Vorgaben des Lehrplans und der Unterrichtshilfe auf, um dann von der Erprobung neuer Methoden bei der Arbeit mit dem Buch zu berichten. In fünf Unterrichtsstunden schlüpfen die Lernenden in die Rolle einer Romanfigur, tauschen sich in Arbeitsgruppen über Haltung und Verantwortungsgefühl der Protagonisten aus, diskutieren gemeinsam darüber, was eine gute Lehrkraft auszeichnen sollte und entwickeln in einem abschließende Aufsatz die Romanhandlung weiter. »In allen Stunden zeigte sich eine rege Diskussionsbereitschaft der Schüler. Ich meine auch, daß es uns gelungen ist, durch Vergleiche mit dem Inhalt des Buches genau festzustellen, was in unserer Klasse noch verbessert werden muß: Welche Mitschüler sind zu ruhig, verlassen sich auf Aktivitäten anderer, sind Mitläufer, haben noch Reserven in den Leistungen, sind nicht immer ehrlich sich und den Mitschülern gegenüber? Durch das szenische Gestalten konnten meine Schüler die Erzählweise besser erschließen, ihr Verstand und ihre Gefühle wurden gleichermaßen angesprochen.« (DIPF/BBF/PL 89-14-06d, S. 26)
siehe auch: Koebe, K. (2020). Den Wolken ein Stück näher – eine Positionierung der Pädagogischen Lesungen innerhalb der öffentlichen und unterrichtlichen Rezeption des DDR-Jugendbuches von Günter Görlich. In. Schriftenreihe der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock 5 (2), S. 1-21, /doi.org/10.18453/rosdok_id00002724
Exempel 4: Sport
»Erfahrungen und Probleme bei der Durchsetzung einer regelmäßigen körperlich-sportlichen und touristischen Betätigung in den Schulhorten der Stadt Neubrandenburg« (1975)
Knapp 300 Pädagogische Lesungen widmen sich dem Thema Sport. Die angesprochenen Bereiche waren vielfältig: Trainingslehre, Methodik und Sportmedizin wurden genau wie Fragen der politisch-ideologischen Ausbildung oder der Organisation von Sportangeboten behandelt. Beispielhaft ist die Lesung von Dietrich Grünwald. Sie befasst sich mit der Frage, wie man zu mehr Bewegung im Hort käme. Grünwald führte hierzu eine Studie durch, in der die körperliche Betätigung erfasste. Trotz guter Ergebnisse, die er aus hohen Bewegungszeiten der Hortkinder ablas, forderte er mehr angeleitete Sportbetätigungen und einen vermehrten Einsatz gymnastischer Übungen. (PL 3726)
siehe auch: Lanz, J (2020). Zur Erziehung der „allseitig entwickelten sozialistischen Persönlichkeit“ – Sportunterricht an Hilfsschulen in der DDR. In. Schriftenreihe der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock 9 (2), S. 1-21, /doi.org/10.18453/rosdok_id00002861
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Material Pädagogische Lesung PL3726 (1975)
Aus der Sammlung von
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften
Rechteinformation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften, PL3726
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Material Pädagogische Lesung PL3726 (1975)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1975
Exempel 5: Fachberatung
»Zur Förderung, Fixierung und Verbreitung fortgeschrittener pädagogischer Erfahrungen mittels der Betreuung pädagogischer Lesungen und Erfahrungsberichte durch den Hilfsschulfachberater« (1979)
Auch die Pädagogischen Lesungen selbst sollten, als Weiterbildungsformat, ständig optimiert werden. Exemplarisch für dieses Bemühen dafür sei eine Lesung von 1979. Hier schildert Wolfgang Nüchterlein seine Erfahrungen, die er während seiner fünfjährigen Tätigkeit als Hilfsschulfachberater gesammelt hat. Dabei analysiert er schwerpunktmäßig die (eigene) Hilfsschulfachberatertätigkeit im Kontext der Pädagogischen Lesungen, die neben der Gewinnung von Autor*innen auch die Betreuung während des Entstehungsprozesses sowie die Gutachterakquise und die Multiplikation der entstandenen Lesungen umfasste. (PL 5543)
siehe auch: Koch, K. & Linström, F. (2020). Die Pädagogischen Lesungen im Rahmen der DDR-Lehrer*innenweiterbildung, Teil I – Eine Systematisierung. In. Schriftenreihe der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock 6 (2), S. 1-18, /doi.org/10.18453/rosdok_id00002809
Informationen über die verwendeten Medien
Pädagogische Lesungen zum Thema Fachberatung PL 5543 (1979)
Aus der Sammlung von
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften
Rechteinformation
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung – Archiv der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften, Pädagogische Lesung PL5543
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1979
Informationen über die verwendeten Medien
Ausschnitt Manuskript PL86-05-20 (1986)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Ausschnitt aus Manuskript der Lesung „Die pädagogische Arbeit mit einem Fakultativen Kurs (nach Rahmenplan) "Literatur als Möglichkeit zur Herausbildung von Moraleigenschaften bei Schülern der 8. und 9. Klassen" (1986), S. Klein & B. Schulenburg, PL86-05-20
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Der Entstehungsprozess einer Pädagogischen Lesung
Eine Rekonstruktion des Entstehungsprozesses der Pädagogischen Lesung „Die pädagogische Arbeit mit einem Fakultativen Kurs (nach Rahmenprogramm) Literatur als Möglichkeit zur Herausbildung von Moraleigenschaften bei Schülern der 8. und 9. Klassen“ (1986), rekonstruiert anhand von im Herbst 2019 erhobenen Erinnerungen der Autorinnen.
Schritt 1: Die Initiierung
In der ersten Jahreshälfte 1985 wird Stefanie Klein gebeten, eine Pädagogische Lesung zu verfassen. Anlass ist ihre Mitgliedschaft in einer Arbeitsgruppe „Moralische Erziehung“, angesiedelt beim Pädagogischen Kreiskabinett Eberswalde. Mitglieder der AG sind neben anderen Lehrer*innen auch der Leiter des Pädagogischen Kreiskabinetts, ein Vertreter der Abteilung Volksbildung des Rates des Kreises Eberswalde sowie ein Mitglied der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften (APW).
Schritt 2: Der Arbeitsauftrag
Im Oktober 1985 werden die Autor*innen zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Gemeinsam mit dem Betreuer Dr. Roland Rudolf (APW) wird über die weitere Arbeit an der Lesung beraten.
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung AG Moralische Erziehung 1985
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Einladung AG Moralische Erziehung 1985 S. Klein
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_2
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1985
Schritt 3: Die Strukturierung
Im Anschluss daran entsteht zunächst eine handschriftliche Gliederung für die geplante Pädagogische Lesung.
Informationen über die verwendeten Medien
Handschriftliche Gliederung PL 86-05-20 (1986)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Handschriftliche Gliederung der PL „Die pädagogische Arbeit mit einem Fakultativen Kurs (nach Rahmenplan) Literatur als Möglichkeit zur Herausbildung von Moraleigenschaften bei Schülern der 8. und 9. Klassen“ (1986)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_3a
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Schritt 4: Die externe Beratung
Diese Gliederung wird dem Gutachter Dr. Roland Rudolf vorgelegt und durch ihn mit Anmerkungen versehen. Unterpunkte werden modifiziert.
Informationen über die verwendeten Medien
Gliederung PL 86-05-20 (1986)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Gliederung nach externer Beratung PL 86-05-20 (1986)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_3c
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Schritt 5: Die Verankerung in der Schulpraxis
Zur Ergänzung ihrer Ausführungen holen die Autorinnen Meinungen der am Fachkreiszirkel Literatur teilnehmenden Schüler* innen ein. Zu diesem Zwecke verfasst Barbara Schulenburg einen Brief an die Teilnehmer*innen mit der Bitte, sich zu ihrer Mitarbeit im Zirkel zu äußern. Dieses Feedback fließt später in die Pädagogische Lesung mit ein.
Informationen über die verwendeten Medien
Schulpraktische Verankerung PL 86-05-20 (1986)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Schulpraktische verankerung-Brief an die Teilnehmer des FKR Literatur PL 86-05-20
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_4
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Schritt 6: Der Entwurf
Eine erste handschriftliche Fassung der Lesung entsteht, die ebenso durch Dr. Roland Rudolf mit Anmerkungen versehen wird.
Informationen über die verwendeten Medien
Manuskript der Lesung "Die pädagogische Arbeit mit einem Fakultativen Kurs (nach Rahmenplan) Literatur als Möglichkeit zur Herausbildung von Moraleigenschaften bei Schülern der 8. und 9. Klassen" (1986)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Manuskript der Lesung "Die pädagogische Arbeit mit einem Fakultativen Kurs (nach Rahmenplan) Literatur als Möglichkeit zur Herausbildung von Moraleigenschaften bei Schülern der 8. und 9. Klassen" (1986) (DIPF/BBF/Archiv 86-05-20)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_5
Schritt 7: Die Diskussion
Im Anschluss an die Fertigstellung der Lesung wird ein Thesenpapier verfasst, welches in der Arbeitsgruppe "Moralische Erziehung" vorgetragen und diskutiert wird.
Informationen über die verwendeten Medien
Notizen zum Vortrag PL 86-05-20 (1986)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neurer
Notizen zum Vortrag PL 86-05-20 (1986)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_8
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Schritt 8: Die Fertigstellung
Nachdem der Austausch mit den Kolleg*innen beendet ist, entsteht die finale Fassung des Thesenpapiers, nunmehr Teil der mit der Schreibmaschine geschriebenen Pädagogischen Lesung.
Informationen über die verwendeten Medien
Zur pädagogischen Sicherung - Thesenpapier PL 86-05-20 (1986)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Zur pädagogischen Sicherung - Thesenpapier PL 86-05-20 (1986)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_7b
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Schritt 9: Der Vortrag
Im Oktober 1986 werden die Autorinnen mit ihrer Pädagogischen Lesung zu den Frankfurter Gesprächen eingeladen – einer von der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften (APW) und dem Rat des Bezirkes Frankfurt/Oder organisierten Weiterbildungsveranstaltung. Dort stellen sie die wichtigsten Inhalte ihrer Pädagogischen Lesung vor.
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung Frankfurter Gespräche 1986
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Einladung zum Vortrag bei den Frankfurter Gesprächen 1986 (PL 86-05-20)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_7b
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Schritt 10: Die Prämierung
Schließlich wird die Lesung ausgezeichnet und die Autorinnen erhalten für ihre Lesung eine Urkunde sowie eine Geldprämie. Die Lesung wird in der Bibliothek im Haus des Lehrers (Berlin) zur Ausleihe bereitgestellt.
Heute findet man sie in der Bibliothek für Bildungshistorische Forschung (DIPF/BBF/PL 86-05-20).
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung (PL 86-05-20) 1987
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Urkunde Pädagogische Lesung (PL 86-05-20) 1987
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0050_11
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1987
Die Pädagogischen Lesungen waren ein Novum, ein Wegbereiter hin zu einer offenen und schöpferischen Atmosphäre. Das gilt für die realistische Darstellung gesammelter Unterrichtserfahrungen ebenso wie für den Erfahrungsaustausch während der Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen. Damit bildeten die Pädagogischen Lesungen auch in ihrem organisatorischen Umfang eine bis dahin außergewöhnliche Grundlage der Weiterbildung von Lehrern und Erziehern.
Johanna-Ruth Kraft, Mitarbeiterin der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung, Aufgabenbereich „Pädagogische Lesungen“ (in einem Interview 2019)
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Vorlesung bei den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen
Aus der Sammlung von
Privatarchiv Prof. Dr. F. Horn
Rechteinformation
Privatarchiv Dr. Frank Horn
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Vorlesung bei den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeisstelle: 0027
Das Format
Die Vorstellung der Pädagogischen Lesungen erfolgte im Rahmen von Kolloquien, Arbeitsgruppen und Vorlesungen - zum einen regional auf der Ebene der Kreise und Bezirke, zum anderen alljährlich republikweit. Der während der Zentralen Tage stattfindende Fachaustausch wurde ergänzt durch fachliche Gespräche in den freien Zeiten des mehrtägigen gemeinsamen Aufenthaltes.
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Einladung zu den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen 1985
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Einladung zu den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen 1985, Prof. Dr. F. Horn
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0032
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1985
Auswahl der Referent*innen
Die Auswahl der zur Präsentation geladenen Autor*innen erfolgte durch eine zentrale Jury, die sich aus Mitgliedern des Zentralinstituts für Weiterbildung (ZIW), der Gewerkschaft für Unterricht und Erziehung (GUE) sowie Wissenschaftler*innen der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften (APW) und diverser Universitäten und Fachschulen des Landes zusammensetzte. Das Auditorium der Veranstaltungen bestand mehrheitlich aus interessierten Fachkolleg*innen. Anwesend waren zudem Vertreter*innen des Ministeriums für Volksbildung (MfV), Fachberater* innen aus den pädagogischen Einrichtungen des Landes, Wissenschaftler*innen der APW und der Hochschulen des Landes sowie Schulfunktionär*innen, die häufig in den Diskussionen auch als Moderator* innen fungierten.
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung zur Jurysitzung 1986
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Einladung Sitzung der Gemeinsamen Kommission (Jurysitzung), Dr. Thea Hoedt, 1986 (2 Seiten), mit Tagesordnung
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0015
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Die Veranstaltungsorte
Seit 1963 durchgeführt, entwickelten sich die Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen in den Folgejahren zu großangelegten, mehrtägigen Veranstaltungen am Zentralinstitut für Weiterbildung in Berlin-Ludwigsfelde (ZIW). Mit steigender Popularität und Teilnehmer*innenzahl wurden die Veranstaltungen zunehmend themenspezifisch dezentralisiert. Ab Beginn der 1980er Jahre gab es, neben dem ZIW (Themenbereich geisteswissenschaftliche Fächer) [D], folgende weitere Veranstaltungsorte: Institut für Leitung und Organisation (ILO) Potsdam für den Themenbereich Leitung und Organisation [A]; Pädagogische Hochschule Halle für den Bereich Vorschulerziehung [B]; Institut für Weiterbildung (IfW) Leipzig für die naturwissenschaftlichen Fächer [C]; Institut für Jugendhilfe Berlin Falkensee für die Themenbereiche Jugendhilfe, Heimerziehung, Sonderpädagogik [E]; Pionierpalast in Berlin-Wuhlheide für außerschulische und außerunterrichtliche Themen [F]; Schulsternwarte in Bautzen für den Astronomieunterricht [G].
Informationen über die verwendeten Medien
Veranstaltungsorte der Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Veranstaltungsorte der Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen, 1980er Jahre, Clemens Decker
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
Kultureller Rahmen
Auch beim kulturellen Rahmenprogramm ergaben sich vielfältige Möglichkeiten zum informellen fachlichen Austausch.
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung zu den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen 1988
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle für Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Einladung zu den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen, Dr. Frank Horn, 1988
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0011
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
Informationen über die verwendeten Medien
Budgetplanung der Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen 1981
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Bundesarchiv Berlin Lichterfelde, Bundesarchiv DY/51/Signatur 1387; Standort 51, Magazin M219, Reihe 34
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Budgetplanung der Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen 1981
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeisstelle: 0033
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1981
Kosten
Überlieferte Dokumente zeigen für die letzten Jahre der DDR geplante Budgets von bis zu einer halben Million DDR-Mark für die Veranstaltungen, davon allein etwa die Hälfte für Prämienzahlungen an die Autor*innen der Pädagogischen Lesungen und andere Referent*innen, die auf den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen auftraten.
Informationen über die verwendeten Medien
Programm zum Tag des des Pädagogischen Erfahrungsaustauschs 1984
Aus der Sammlung von
Privatarchiv I. Körner
Rechteinformation
Privatarchiv I. Körner
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Programm zum Tag des des Pädagogischen Erfahrungsaustauschs Bezirk Rostock 1984 (Seite 1)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0020
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1984
Dezentrale Tage zum Erfahrungsaustausch
Nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch in den Kreisen und Bezirken fanden vielfältige Veranstaltungen statt, um die Distribution guter Erfahrungen zu gewährleisten und Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch zu bieten.
Die Entwicklung des wissenschaftlichen Lebens, des Erfahrungsaustausches an der Schule wird uns schneller voranbringen und verhindern, daß sich Routine in der pädagogischen Arbeit breitmachen kann.
Margot Honecker, 1963-1989 Ministerin für Volksbildung der DDR auf dem VIII. Pädagogischen Kongress 1978
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung 1979 – Deckblatt
Aus der Sammlung von
Privatarchiv F. Steinführer
Rechteinformation
Privatarchiv F. Steinführer
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Urkunde zur Anerkennung für eine Pädagogische Lesung 1979 Nationale Ebene F. Steinführer
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0042
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1979
Ein Höhepunkt der Zentralen Tage war die stets am letzten Tag stattfindende Auszeichnung der besten Pädagogischen Lesungen. In feierlicher Atmosphäre wurden, gestaffelt nach Qualität und Verleihungsjahr, Geldprämien von 300 bis 700 Mark verliehen. Gemessen an den Monatsgehältern von DDR-Lehrer*innen waren dies durchaus erkleckliche Summen für die Autor*innen.
Neben den Prämien wurden auch, und zwar in bemerkenswerter gestalterischer Variation, Urkunden ausgereicht.
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung 1979
Aus der Sammlung von
Privatarchiv F. Steinführer
Rechteinformation
Privatarchiv F. Steinführer
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Urkunde Pädagogische Lesung 1979 Nationale Ebene F. Steinführer
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0042
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1979
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung 1977
Aus der Sammlung von
Privatarchiv D. Jordan
Rechteinformation
Privatarchiv D. Jordan
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Urkunde zur Anerkennung für eine Pädagogische Lesung 1977 auf Bezirksebene D. Jordan
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 00049
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1977
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung 1988
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-Neuerer)
Urkunde zur Anerkennung für eine Pädagogische Lesung 1988 auf Bezirksebene (Schwerin) R. Brandes
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0017
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
Ort
Schwerin
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung 1989
Aus der Sammlung von
Privatarchiv K. Zobel
Rechteinformation
Privatarchiv K. Zobel
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Urkunde Pädagogische Lesung Kerstin Zobel, nationale Ebene, 1989
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0022
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1989
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung 1986
Urkunde Berufspädagogische Lesung Hanna Imhof Nationale Ebene, 1986
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0060
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Informationen über die verwendeten Medien
Urkunde Pädagogische Lesung 1986
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Urkunde Berufspädagogische Lesung Bezirksebene (Rostock) Hanna Imhof 1986
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0059
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Informationen über die verwendeten Medien
Prämie Pädagogische Lesung 1964
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Privatarchiv F. Steinführer
Rechteinformation
Privatarchiv F. Steinführer
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Anschreiben der GUE an Friedhelm Steinführer mit Information über Prämienzahlung, 15.7.1964
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0043
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Informationen über die verwendeten Medien
Prämie Pädagogische Lesung 1988
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Anschreiben der GUE an Gisela Pohl mit Information über Prämienzahlung, Juni 1988, Bezirk Rostock
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0003
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
Informationen über die verwendeten Medien
Aktuelle Kamera Hauptausgabe vom 23.02.1987
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Rechteinformation
DRA Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam Babelsberg
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Video Aktuelle Kamera Hauptausgabe vom 23.02.1987
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0063
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1987
Berichterstattung in der Presse
Die Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen waren einer der Höhepunkte innerhalb des Weiterbildungssystems der DDR. Nicht nur, dass alle wesentlichen pädagogischen Fachverlage bei den Veranstaltungen vertreten waren (und später darüber berichteten), auch die Tagespresse und die wichtigste Nachrichtensendung der DDR, die allabendlich ausgestrahlte „Aktuelle Kamera“, berichteten jedes Jahr. Dieses beachtliche Interesse ist Indikator dafür, wie viel man tat, dem pädagogischen Personal der Republik öffentlich und demonstrativ große Wertschätzung zuteilwerden zu lassen.
Informationen über die verwendeten Medien
Statistik Pädagogische Lesungen 1988
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Rechteinformation
Bundesarchiv Berlin, Bundesarchiv DY/51/Signatur 1387; Standort 51, Magazin M219, Reihe 34
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Statistik Pädagogische Lesungen Fachgebiete und Bezirke 1988
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
Zahlen, Akten & Fakten
Über die Zentralen Tage in Ludwigsfelde gab es ab den frühen 1970er Jahren eine umfangreiche Berichterstattung. Diese umfasste neben dem gesamten Auswahlprozess statistisches Material zur Planung und Durchführung der Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen. Diese Aktenbestände der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften (APW) sowie ihrer Vorgängereinrichtung Deutsches Pädagogisches Zentralinstitut (DPZI) sind im Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung Berlin (BBF) einsehbar, die Akten der Gewerkschaft für Unterricht und Erziehung (GUE) lagern heute im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde.
Distribution durch Publikationen
Zahlreiche Fachverlage publizierten regelmäßig Auszüge aus ausgewählten Pädagogischen Lesungen. Auch die Gewerkschaft für Unterricht und Erziehung fungierte regelmäßig mit eigenen Reihen als Herausgeber erfolgreicher Pädagogischer Lesungen.
Informationen über die verwendeten Medien
Publikationen von Pädagogischen Lesungen durch die Gewerkschaft Unterricht und Erziehung
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Distribution durch Publikationen von Pädagogischen Lesungen durch die Gewerkschaft Unterricht und Erziehung 1980er Jahre
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0008
Mit den Pädagogischen Lesungen wollte man Neues und deshalb Innovatives, Schöpferisches ausfindig machen und verbreiten.
Johanna-Ruth Kraft, Mitarbeiterin der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung, Aufgabenbereich „Pädagogische Lesungen“ (in einem Interview 2019)
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Zeitzeugen
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Collage Zeitzeugen
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0056
Zeitzeug*inneninterviews
Das Quellenkorpus Pädagogische Lesungen wird nicht nur durch die politischen, administrativen, pädagogischen, psychologischen und didaktischen Publikationen seiner Entstehungszeit gerahmt. Auch die persönlichen Erfahrungen der mit der Ausarbeitung, Evaluierung, Selektion und Distribution der Lesungen befassten Akteur*innen des DDR-Bildungssystems tragen zur Kontextualisierung der Pädagogischen Lesungen bei.
Die Arbeitsstelle für Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock befragt im Rahmen ihrer Forschungen damalige Akteur*innen aller Handlungsebenen. Diese Zeitzeug*innen-Interviews werden fortlaufend als Sonderausgaben der Schriftenreihe der Arbeitsstelle an der Universität Rostock publiziert.
»
Man stellte doch etwas in Richtung idealtypischer Unterricht dar. Das lag sicher auch daran, dass man für die Pädagogische Lesung etwas aussuchte, was einem besonders gut gelungen schien. Im Zuge der Erarbeitung der Lesung und schon in deren Vorfeld verfeinerte man noch mehrmals den Unterricht. Diese Unterrichtsabschnitte waren dann eben durchdachter, vorbereiteter, stärker analysiert als im Normalfall.
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Dr. Gunter Dreßler, Verfasser von sieben Pädagogischen Lesungen in den Fächern Einführung in die sozialistische Produktion (ESP) und Produktive Arbeit (PA) im Zeitraum 1973 bis 1985 (in einem Interview 2020)
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Gunter Dreßler
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Zeitzeuge Gunter Dreßler 1970 & 2020
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0056
»
Insgesamt war das Format Pädagogische Lesungen und waren damit auch die Zentralen Tage in meinen Augen sehr erfolgreich, was sicher auch daran lag, dass es damals einheitliche Lehrpläne und Schulbücher ebenso wie eine insgesamt gute fachliche sowie didaktisch-methodische Ausbildung der Lehrer*innen gab, und alle Gespräche auf dieser gemeinsamen Diskussionsebene basierten.
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Dr. Thea Hoedt, Abteilungsleiterin am Zentralinstitut für Weiterbildung Ludwigsfelde in den 1980er Jahren (in einem Interview 2020)
Informationen über die verwendeten Medien
Dr. Thea Hoedt 2020
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädaggen als (Er-)Neuerer
Zeitzeugin Dr. Thea Hoedt 2020
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
Arbeitsstelle des Archivs: 0056
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2020
Informationen über die verwendeten Medien
Dr. Thea Hoedt 1984
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Zeitzeugin Dr. Thea Hoedt 1984 in ihrem Dienstbüro
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0056
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1984
»
Es machte mir Spaß, meine Ideen, Stoffverteilungspläne, methodischen Überlegungen sowie Unterrichtsvorbereitungen und -ergebnisse nun ausführlicher in Worte fassen zu können. […] Für mich waren die Pädagogischen Lesungen eine notwendige und fruchtbare Aufarbeitung und Vertiefung meiner Arbeit als Deutschlehrer. Die darin angestellten Überlegungen, besonders zur Methodik, halfen mir dabei, den Deutschunterricht interessanter und für die Schüler motivierender zu gestalten.
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Wolfgang Giebichenstein, Verfasser von insgesamt fünf Pädagogischen Lesungen im Fach Deutsch im Zeitraum 1985 bis 1989 (in einem Interview 2020)
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Präsentation auf den Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen 1988
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Präsentation Autor Wolfgang Giebichenstein Zentrale Tage der Pädagogischen Lesungen 1988
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0013a
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
»
Für mich war die Pädagogische Lesung Ausdruck meiner Kreativität, ermöglichte mir ein Abweichen von diesen Vorlagen [d.h. der Lehrbücher und Unterrichtshilfen – Anm. d. Red.], die ich teilweise schon als zu starr empfand.
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Kerstin Zobel, Verfasserin einer Pädagogischen Lesung (1988) im Fach Physik (in einem Interview 2020)
Informationen über die verwendeten Medien
Kerstin Zobel 2020
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Zeitzeugin Kerstin Zobel 2020
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0056
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2020
Informationen über die verwendeten Medien
Auszeichung auf den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen 1988
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Kerstin Zobel -Auszeichung auf den Zentralen Tagen der Pädagogischen Lesungen 1988
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0056
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
Informationen über die verwendeten Medien
Teilnehmerliste Zentrale Tage der Pädagogischen Lesungen 1990
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Teilnehmerliste Zentrale Tage der Pädagogischen Lesungen 1990 (13 Seiten)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0052
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
Die 26. Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen 1989
Im Februar 1989 finden die 26. Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen statt. Es ist unruhig im Land, aber noch ist nicht zu ahnen, was folgen wird.
Während das Land sich verändert, plant man bereits die Veranstaltungen für 1990. Die Unterlagen dokumentieren ca. 400 angemeldete Teilnehmer*innen an unterschiedlichen Veranstaltungsorten.
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Teilnehmerliste Zentrale Tage der Pädagogischen Lesungen 1990
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Teilnehmerliste Zentrale Tage der Pädagogischen Lesungen 1990 (13 Seiten)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0052
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
Der Fall Annelie Streit
Die Mauer ist gerade gefallen, da reicht Annelie Streit ihre Lesung ein. Unter dem Titel
»Sich zum Ausdruck bringen. Erfahrungen und Themenanregungen, sich und die Umwelt zu entdecken in der AG Schreibende Schüler im Haus der Kinder German Titow, Berlin Lichtenberg«
beschreibt die Autorin auf 36 Seiten ihre Erfahrungen bei der Leitung einer Arbeitsgemeinschaft Schreibende Schüler. Beigelegt ist eine Reihe von Texten, die eigenständig von den Schüler*innen erarbeitet wurden.
Informationen über die verwendeten Medien
Lesung Annelie Streit 1990
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Lesung Annlie Streit 1990 - letzte Lesung
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0066
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
...die Einreichung wird, wie alle Jahre davor, mit einem formellen Schreiben bestätigt.
Was die Autorin im Dezember 1989 nicht wissen konnte: Ihre Lesung sollte die letzte sein, die jemals bei der Gewerkschaft für Unterricht und Erziehung eingereicht wurde.
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Anschreiben zur Einreichung einer Lesung 11.12.1989
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Anschreiben zur Einreichung einer Lesung 11.12.1989 - letzter Jahrgang
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0058
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
Informationen über die verwendeten Medien
Lesung Annelie Streit 1990
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Lesung Annlie Streit 1990 - letzte Lesung
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0066
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
Die letzten Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen
Im Jahr 1990 finden die Zentralen Tage der Pädagogischen Lesungen letztmalig mit der bewährten institutionellen Verankerung statt – „quasi in alter Manier“, wie es eine Zeitzeugin rückblickend formuliert (Thea Hoedt, 2020). Und dennoch sind sie ganz anders als in den 26 Jahren davor. Johanna-Ruth Kraft, damals in die Organisation involviert, berichtet von einer Einbindung westdeutscher Verlagsvertreter in eine der Veranstaltungen (Halle), die von den Teilnehmer*innen ob des belehrenden Duktus als geringschätzend erlebt wird (Johanna-Ruth Kraft, 2019). Unter den Vortragenden war auch Annelie Streit.
Anhand überlieferter Dokumente lassen sich gut die intensiven Bemühungen rekonstruieren, das Format durch eine Neukonzeption in die „neue Zeit“ zu überführen.
November 1989 – Die Initiativgruppe
Bereits wenige Monate nach dem politischen Umbruch von 1989 ist spürbar, dass das Format Pädagogische Lesungen in der von der DDR etablierten Form zum Erliegen kommen wird. Im November 1989 gründet sich basisdemokratisch eine selbstorganisierte Arbeitsgruppe, um die bisherige Arbeit und damit das Format einer eingehenden Reflexion zu unterziehen. Unter den Engagierten befinden sich auch mehrere der bereits vor 1989 in die Arbeit mit den Pädagogischen Lesungen involvierten Akteur*innen. Gemeinsam unterziehen sie das Format einer rückblickenden kritischen Prüfung, bei der sowohl die inhaltliche pädagogische Orientierung als auch die Distribution im Fokus stehen. Für eine zukünftige Implementierung empfiehlt man einen unmittelbareren, d.h. durch wenig organisatorische Bearbeitung gebrochenen, Erfahrungsaustausch von Pädagog*in zu Pädagog*in, betont aber gleichzeitig den Wert einer wissenschaftlichen Verankerung.
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Zwischenbericht der AG Lehrerinnen Aus- und Weiterbildung 1990
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Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Zwischenbericht der AG Lehrerinnen Aus- und Weiterbildung 1990
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0057
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
Januar bis August 1990 – Ein Verein formiert sich
Über den Frühling und Sommer des Jahres 1990 hinweg bemüht man sich um die Etablierung von Arbeitskontakten zu den zuständigen Behörden, wie u.a. ein im August 1990 konzipiertes Anschreiben an das Ministerium (Beratung der Initiativgruppe dazu am 08.08.1990) und ein Schreiben der Initiativgruppe vom 13.08.1990 an die Gewerkschaft Unterricht und Erziehung (GUE) belegen. Hier wie dort rekapituliert man die Geschichte der Pädagogischen Lesungen und berichtet von kritischer Bewertung der ursprünglichen Idee und ihrer gewordenen Realität. Gleichzeitig betont man die Potenziale, die das Format auch unter den neuen Bedingungen haben könnte. Aus dieser Argumentation heraus schlägt man der GUE in Vorbereitung einer am 20.08.1990 stattfindenden Beratung eine Kooperation vor und lädt zur Mitarbeit im in Gründung befindlichen Verein „Kommunikation zu pädagogischer Theorie und Praxis e.V.“ ein, der aus der Initiativgruppe hervorgehen sollte.
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Schreiben an die GUE vom 13. August 1990
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Schreiben an die GUE vom 13. August 1990 (4 Seiten)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0057e
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
September 1990 – Gründung des Vereins »Pädagogik im Disput«
Die konkrete Reaktion der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung (GUE) ist nicht dokumentiert, überliefert sind lediglich die Einladungen zur besagten Gründungsversammlung in das Haus der Gewerkschaften in Berlin (Unter den Linden) am 19.09.1990 ab 10 Uhr. Diese richtet sich an thematische relevante Institutionen, z.B. die Humboldt-Universität, die Akademie der Pädagogischen Wissenschaften, das Zentralinstitut für Weiterbildung, den Verlag Volk und Wissen, die Pädagogischen Hochschulen in Potsdam und Halle, die Landesministerien, die TU und FU Berlin u.v.a.m. Die Gründungsversammlung des Vereins findet tatsächlich am 19.09.1990, in Anwesenheit von 20 Personen, statt. Die Beteiligung unterschiedlichster Institutionen kann als Indiz dafür gelten, dass die Bemühungen des Arbeitskreises zeitweise eine recht breite Verankerung erfahren haben und man den darin angestellten Überlegungen Relevanz und Potential zubilligte. Das Protokoll der Veranstaltung dokumentiert eine ausführliche Beschäftigung mit den Pädagogischen Lesungen, deren zukünftige Verwendbarkeit man dort einmal mehr gemeinsam reflektierte. Obgleich die GUE die gewünschte Anschubfinanzierung nicht gewährt, wird der neugegründete Verein wird kurz darauf beim Stadtbezirksgericht Berlin-Mitte eingetragen.
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Einladung zur Gründungsversammlung am 19.09.1990
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Einladung zur Gründungsversammlung am 19.09.1990 mit Ablaufplan (4 Seiten)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 0057b
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
1991 – Die Spur verliert sich
Nach fast einem Jahr ehrenamtlichen Ringens um die Weiterführung des Formats Pädagogische Lesungen dokumentieren Schriftwechsel und Protokolle eine immer größere Beschränkung der Erwartungshaltung. Der Arbeitskreis beschreibt nun die Anpassung an das föderale Bildungssystem, gemeint als eine Adaption der ostdeutschen Bildungslandschaft an die westdeutsche , als die maßgebliche Herausforderung. Eine autarke Umgestaltung des Schulsystems der ehemaligen DDR oder gar eine gesamtdeutsche Reformierung erscheint bereits im Herbst 1990 nicht länger realistisch.
Ein weiterer Fortgang des Arbeitsprozesses ist nicht dokumentiert. Einer rückblickenden Schilderung des ehemaligen Leiters des ZIW, Helmut Stolz, lässt sich entnehmen, dass im Februar 1991 tatsächlich eine letzte in der Tradition der Zentralen Tage stehende Veranstaltung stattfand. Für die Umsetzung darüber hinausgehender Pläne finden sich keine Belege mehr. Die Spur der Pädagogischen Lesungen verliert sich.
Juni 1991 – Das endgültige Ende eines ambitionierten Experiments
Alle Mühen um inhaltliche und organisatorische Neukonzeption, um Kooperationspartner*innen und finanzielle Unterstützung erweisen sich am Ende als erfolglos: Am 30.06.1990 wird die Abwicklung des Zentralinstituts für Weiterbildung (ZIW) beschlossen. Mit der endgültigen Schließung am 30.06.1991 wurde auch das Format Pädagogische Lesungen zur Geschichte.
Und was wurde aus Annelie Streit?
Was wurde aus Annelie Streit?
Annelie Streit blieb ihrem Thema treu. Auch nach 1989 leitete sie Kinder und Jugendliche beim kreativen Schreiben an. Allerdings trägt das Haus der Jungen Pioniere nun den Namen Haus der Kinder und steht in einem anderen Land.
2011 schrieb sie erneut ihre Erfahrungen nieder. Im Verlag an der Ruhr erschien ihr Buch "Von Uhrenfischen und einem fliegenden Schrank".
Bis weit nach ihrer Pensionierung leitete sie in verschiedenen Bibliotheken Workshops zum kreativen Schreiben.
Annelie Streit lebt bis heute in Berlin.
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Cover Uhrenfisch (Annelie Streit)
Aus der Sammlung von
Rechteinformation
Verlag an der Ruhr
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Annelie Streit "Von Uhrenfischen und einem fliegenden Schrank Einladungen zum kreativen Schreiben mit Kindern", Verlag an der Ruhr 2011
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2011
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Aus den Erfahrungen erfolgreicher Pädagogen
Aus der Sammlung von
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Zeitschrift der Gewerkschaft Unterricht und Erziehung
Angaben zum Objekt
Identifikator
Archiv der Arbeitsstelle: 00
Bei aller Wertschätzung des Formats als bis heute nicht wiederholte direkte Erfahrungsweitergabe von Pädagog*in zu Pädagog*in in beachtlicher geografischer Breite darf der Aspekt der zentralistischen Steuerung des so akkumulierten Erfahrungswissens nicht aus dem Blickfeld geraten: Mit der Selektion auf mehreren Ebenen hatten die Organisator*innen beträchtlichen Einfluss auf den Distributionsprozess. Wie stark dieser geltend gemacht wurde, ist bis dato nur teilweise erforscht. Auch scheint es sowohl im Laufe der Zeit wie auch regional Unterschiede gegeben zu haben. Die mittelbare, aber deutlich erkennbare Anbindung an das Ministerium für Volksbildung war wohl auch der Grund, warum man die Arbeit mit den Pädagogischen Lesungen unmittelbar nach dem Ende der DDR ohne intensivere qualitative Bewertung oder differenzierte Betrachtung der Arbeitsprozesse und Akteur*innen einstellte und auch Bemühungen um eine Wiederbelebung in den Nachwendejahren erfolglos blieben.
Mir hat an den Pädagogischen Lesungen besonders gefallen, wie stark sie den Erfahrungsaustausch beförderten – mit den Kolleg*innen, aber auch mit Vorgesetzten. Ich gab ja meine Erfahrungen nicht nur weiter, sondern bekam auch viele Empfehlungen und Rückmeldungen, die meine eigene Arbeit bereicherten.
Gerhard Hamann, Verfasser von zwei Pädagogischen Lesungen (1977 und 1982) im Fach Sport (in einem Interview 2020)
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock 2021
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Ausstellung Tafel 1, Clemens Decker, 2021
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
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Logo Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Logo Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
Die Arbeitsstelle
Die Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock forscht im Rahmen des BMBF-Projekts Bildungs-Mythen – eine Diktatur und ihr Nachleben. Im Fokus stehen Praktiken und Wirkungen in Bildung, Erziehung und Schule der DDR – darunter auch der Erfahrungsaustausch von Pädagog*innen in allen Bereichen des DDR-Bildungs- und Erziehungswesens. Der Schwerpunkt des Projektes Sozialistische Schule zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt auf der systematischen Erschließung Pädagogischer Lesungen. Die Forschung ist in mehrere Teilprojekte untergliedert, deren Schwerpunkt bislang auf den Themenfeldern Deutsch- und Sportunterricht sowie DDR-Hilfsschule liegt.
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Cover Buchreihe "Zur Geschichte der Pädagogik in der DDR" Bd. 1
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Titel: DDR-Unterricht im Spiegel der Pädagogischen Lesungen Schneider-Verlag Hohengehren 2021
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
Forschung & Publikationen
Die Schriftenreihe der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen publiziert in regelmäßigen Abständen neueste Forschungsergebnisse rund um den Untersuchungsgegenstand. Die Edition der Schriftenreihe erfolgt durch das Team der Arbeitsstelle. Die in regelmäßigen Abständen erscheinenden Beiträge werden von einem Beirat aus renommierten Wissenschaftler*innen begleitet und in einem Double-blind-peer-review-Verfahren begutachtet. Seit 2021 wird eine Buchreihe "Beiträge zur Geschichte der Pädagogik in der DDR" herausgegeben. Darüber hinaus publizieren die Projektmitarbeiter* innen in weiteren nationalen und internationalen Fachzeitschriften.
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Fotos zur Illustration der Arbeit an der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
Pädagogische Fachbibliothek
Die Forschungsstelle baut sukzessive einen Bestand an pädagogischer Fachliteratur der DDR auf, um die Grundlagen der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu erforschen. In dieser Handbibliothek befindet sich zudem ein umfassender Fundus relevanter Lehrwerke zur Pädagogik, Didaktik und Methodik, insbesondere aus den Bereichen Deutschunterricht, Sonderpädagogik und Sport.
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Fotos zur Illustration der Arbeit an der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
Die Datenbank
Im Rahmen des Projektes wird eine Datenbank konzipiert, programmiert und gepflegt, um ein Korpus der Pädagogischen Lesungen für eine Volltextsuche zu erschließen. Außerdem werden die Lesungen verschlagwortet, so dass sie thematisch durchsuchbar und damit gezielter bearbeitbar werden. Die Namen der Autor*innen Pädagogischer Lesungen werden Institutionen und Funktionen zugeordnet. Eine ergänzende Einspeisung zahlreicher Originaldokumente in die Datenbank macht für die zukünftigen Nutzer*innen die vielfältigen Netzwerke der Protagonist*innen im pädagogischen, bildungsadministrativen und politischen Raum sichtbar.
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Fotos zur Illustration der Arbeit an der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
Lehr- und Lernmaterialien
Ein wesentliches Ziel der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen besteht darin, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Erziehungs- und Bildungssystem der DDR für ein breiteres Publikum und vor allem für Schüler*innen erfahrbar zu machen. Dies geschieht u. a. durch für den Unterricht erstellte Lehr- und Lernmaterialien. Daneben entstehen Konzepte, in denen zeitgemäße und ideologiefreie Äquivalente zu Pädagogischen Lesungen für eine Professionalisierung (angehender) Lehrkräfte aufbereitet werden. Ziel ist die Schaffung einer digitalen Plattform für fachlichen Austausch sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Informationen über die verwendeten Medien
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Fotos zur Illustration der Arbeit an der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2021
Sammlung von Originaldokumenten und Durchführung von Ausstellungen
In der Arbeitsstelle werden Dokumente (z.B. Gutachten, persönliche Aufzeichnungen von Akteur*innen) und Bildmaterial rund um die Pädagogischen Lesungen zusammengetragen und vorgehalten, die der Erforschung von Bildungs- und Erziehungsarbeit in der DDR dienlich sind. Neben dieser virtuellen ist auch eine physische Ausstellung kuratiert.
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Video Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
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Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock
Beschreibung
Pädagogen als (Er-)Neuerer
Video zur Arbeit an der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen Universität Rostock, Dr. Juliane Lanz, 2021
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2020
Eine virtuelle Ausstellung von
Das Team der Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock
Team
Prof. Dr. Katja Koch | Dr. Kristina Koebe
Prof. Dr. Katja Koch | Prof. Dr. Tilman von Brand | Dr. Kristina Koebe | Dr. Juliane Lanz | Felix Linström | Clemens Decker
Impressum
Arbeitsstelle Pädagogische Lesungen an der Universität Rostock
Universität Rostock | 18051 Rostock | August-Bebel-Straße 27
Prof. Dr. Wolfgang Schareck
paedagogische.lesungen [at] uni-rostock.de
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Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
Die kuratierende Einrichtung bestimmt über Thema und Inhalt der Einstellung. Die DDB nimmt nur im Ausnahmefällen Einfluss darauf, s. Nutzungsbedingungen.