Direkt zum Inhalt

Von der Postkarte zur E-Mail

Quellen zur Kommunikation im Stadtarchiv Bornheim

Eine virtuelle Ausstellung von

Kurznachrichten

Seit jeher haben Menschen das Bedürfnis, auch über große Entfernungen in Kontakt mit ihrer Familie, mit Freunden und Bekannten zu bleiben. Lange Zeit blieben klassische Briefe dafür das Mittel der Wahl. Der Versand war jedoch relativ teuer. Die neue Technik der Telegrafie, die sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland etablierte und einen technischen Quantensprung darstellte, war für die einfachen Leute kaum bezahlbar. Eine neue Kommunikationsform musste her. Nachdem es in Amerika und Preußen bereits Vorgängerformen gegeben hatte, trat die Postkarte (damals noch offiziell „Correspondenzkarte“ genannt) mit ihrer Einführung im Norddeutschen Bund, Bayern, Württemberg und Baden im Jahr 1870 ihren Siegeszug an. Schnell wurde die kleine Karte zum Massenkommunikationsmittel ihrer Zeit. Sie befriedigte das Bedürfnis vieler Menschen, über kompakte Nachrichten zum kleinen Preis in Verbindung zu bleiben, und kann damit gewissermaßen als Vorgängerin von SMS und Messenger-Diensten gelten.

Telegrafie

Mit der Telegrafie begann das Zeitalter der elektronischen Kommunikation. 1876 wurde in Wesseling eine Telegrafenstation für die Bürgermeisterei Hersel eingerichtet. Das Buch „Preußische Wohnstätten“ listet im Jahr 1880 auch für die Postämter Roisdorf und Sechtem eigene Telegrafenstationen. Im Laufe der Jahre wurde das Netz immer weiter ausgebaut.
Ein Plan aus dem Jahr 1918 zeigt den Ausbau des Telegrafennetzes in Hemmerich.

Öffentliche Telefone

Das wohl erste Telefon überhaupt im heutigen Stadtgebiet wurde 1894 in der Postagentur Walberberg in Betrieb genommen. Private Telefone bildeten lange Zeit die absolute Ausnahme. 1960 hatten nur 4% der Deutschen einen Telefonanschluss. Öffentliche Telefone gab es in Postämtern oder Gastwirtschaften. Diese waren jedoch verhältnismäßig teuer und die Tarifberechnung gestaltete sich kompliziert.
Eine öffentliche Fernsprechstelle befand sich in Hemmerich bei Gastwirt Wilhelm Erlenbusch.

Design-Ikone der Telefonie

„Fernsprechtischapparat“ war die recht sperrige Bezeichnung für die Telefone, die von der deutschen Bundespost von 1961 bis in die 1980er-Jahre ausgegeben wurden. Gar nicht sperrig war hingegen das klare und funktionelle Design, das die Apparate bis heute so beliebt macht.

Computertechnik: Rasante Entwicklung

Computer und Internet verändern unsere Art zu kommunizieren bis heute. Die technischen Daten eines Notebooks aus den frühen 1990er-Jahren machen die rasante Entwicklung in der Computertechnologie der letzten 30 Jahre deutlich: 4 MB Arbeitsspeicher, 213 MB Festplattenspeicher und 33 Mhz Rechenleistung galten damals als gute Ausstattung.