Günther Victor – Fürst, Jäger, Gärtner
Eine Bildausstellung zum 100. Todestag des letzten Fürsten von Schwarzburg
Eine virtuelle Ausstellung von
Informationen über die verwendeten Medien
Anna-Luises Fotoalben und Tagebücher
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Die Ausstellung
Vor 100 Jahren, am 16. April 1925, starb Günther Victor von Schwarzburg, der letzte Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen. Nach der Novemberrevolution 1918 war er einer der letzten deutschen Bundesfürsten, der auf seinen Thron verzichtete.
Der Alltag des Fürstenpaares ist durch den Nachlass der Fürstin Anna Luise von Schwarzburg, der nach dem Tod der Fürstin im Jahr 1951 in das Staatsarchiv Rudolstadt gelangte, umfangreich dokumentiert. Dieser umfasst sowohl Tagebuchaufzeichnungen als auch eine große Sammlung von Fotografien, die die an dieser technischen Neuerung interessierte Fürstin ab 1891 anfertigte. Die folgende Bildausstellung soll einen kurzen Einblick in das fürstliche Leben Günther Victors und seiner Gattin gewähren.
Informationen über die verwendeten Medien
Geburtsurkunde (Abschrift)
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Akte
Identifikator
LATh – StA RU, Ministerium Rudolstadt, I. Abteilung (Staatsministerium) Nr. 1462, Bl. 4.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
19.11.1891
Ort
Rudolstadt
Günther Victor wurde am 21. August 1852 als einziger Sohn von vier Kindern des Prinzenpaares Adolph von Schwarzburg-Rudolstadt und dessen Frau Mathilde, Tochter des Fürsten Otto Victor von Schönburg-Waldenburg, geboren. Seine Kinderjahre waren von einem engen, liebevollen Umgang innerhalb der Familie geprägt.
Informationen über die verwendeten Medien
Prinzessin Mathilde von Schönburg-Waldenburg (1826-1914) und Prinz Adolph von Schwarzburg-Rudolstadt (1801-1875)
Die Eltern von Fürst Günther Victor von Schwarzburg.
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Ausschnitt
Thema
Festschrift zu 25jährigen Regierungsjubiläum des Fürsten Günther zu Schwarzburg
Teil von
Schwarzburg-Rudolstädtische Landeszeitung
Sprache
Deutsch
Identifikator
LATh – StA RU, Sammlung Z Nr. 456, Bl. 20.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
19.01.1915
Ort
Rudolstadt
Informationen über die verwendeten Medien
Konfirmationsurkunde von Günther Victor 1868
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
19,6 x 15 cm
Material/Technik
Lithografie
Sprache
Deutsch
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 337, Bl. 1.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
05.04.1868
Ort
Rudolstadt
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Kindheitsaufnahmen
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Rechteinformation
©Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie (teilweise koloriert)
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Hobbys
Der junge Günther Victor beim Reiten und in Jagdkleidung.
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
Bild links: 7,3 x 10 cm Bild rechts: 10,8 x 16,6 cm
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 337, Foto 5 & 6.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cabinet-Portrait, Julius Giere, Kunstanstalt Hannover.
Zeit
1872
Seine Leidenschaft für die Jagd entwickelte sich bei Günther Victor schon sehr früh. Gerade die weitläufigen Waldgebiete seiner schwarzburgischen Heimat waren für ausgiebige Jagdpartien wie geschaffen. Ebenfalls eine lange Tradition am Schwarzburger Fürstenhof hatte das Reiten, weshalb Günther Victor schon in sehr jungen Jahren den Umgang mit Pferden erlernte.
Informationen über die verwendeten Medien
Günther Victor als junger Adliger in Militäruniform
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
21 x 25 cm
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 337, Foto 3.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Heinrich Graf, Berlin
Da für Günther Victor aufgrund der Primogenitur eine Regentschaft ursprünglich nicht in Frage kam, favorisierten seine Eltern die militärische Laufbahn. So trat er beim Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 in das Regiment seines Schwagers, Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin, ein. Günther Victor blieb bis 1890 im aktiven Militärdienst, ehe er die Nachfolge seines überraschend verstorbenen Cousins Georg als Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt übernehmen musste.
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Die Verlobte
Anna Luise von Schönburg-Waldenburg
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
10,5 x 14,2 cm
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 238, Foto 84.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Otto Meyer, K. u. K. Hofphotograph
Ort
Dresden
Pflichtgemäß füllte der neue Fürst die ihm zugefallene Rolle aus. Allerdings nahm er jede Gelegenheit wahr, sich vom öffentlichen Leben zurückzuziehen. Um die Regierungsnachfolge zu sichern, verlobte sich der Fürst am 22. Dezember 1890 mit der 20 Jahre jüngeren Luise von Sachsen-Altenburg. Jedoch wurde die Verbindung schon vier Monate später wieder gelöst, da beide wegen ihrer konträren »Temperamente« keine Perspektive für die Zukunft sahen. Kurzerhand verlobte sich Günther Victor am 08. November 1891 in Hermsdorf mit seiner ebenfalls fast 19 Jahre jüngeren Cousine Anna Luise von Schönburg-Waldenburg. Obwohl die Ehe kinderlos blieb, war sie von einer respektvollen, freundschaftlichen und später liebevollen Zuneigung bestimmt.
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Günther Victor und Anna Luise
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
Beide: 39,7 x 50 cm
Identifikator
LATh – StA RU, Portrait- und Kupferstichsammlung Nr. 258 & 259.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
L. Kaysser, Fürstl. Hof-Photograph (Rudolstadt)
Ort
Rudolstadt
TAGEBUCH 1891 Mittwoch, 09. Dezember
"Günthers u. meine Hochzeit. Um 10 Uhr reisten wir zusammen von Kösen ab. Wir waren um 11 in Rudolstadt, wo Günther u. ich unseren Einzug hielten. Im Schloß empfingen uns alle Verwandten. Nach d. 2. Frühstück saß man zusammen. Um 3 Uhr war unsre Trauung in d. Schlosskirche. Dann war Gratulations-Zug. Um 5 großes Diner. Onkel Heinrich 14. a[us] Gera [Fürst von Reuß jüngere Linie] hielt d. Toast. Nach Tisch saß ich mit d. Eltern u. Brüdern zusammen. Um 9 Uhr fuhren Günther u. ich nach Schwarzburg, wo wir auch wieder feierlich empfangen wurden. Nach d. Thee saßen wir lange zusammen. Schönes Wetter. Ich fuhr mit meiner Schwiegermutter beim Einzug, Günther ritt neben dem Wagen. (Unser Trautext Ps. 62, 2). 130 Personen zu Tisch."
LATh – StA RU, Nachlass der Fürstin Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 14.
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Verlobungsbilder
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 87, Foto 1 & 2.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Otto Meyer, K. u. K. Hofphotograph
Zeit
November-Dezember 1891
Ort
Hermsdorf, Dresden
Hochzeitstag
Im Vorfeld der Hochzeit von Anna Luise und Günther Victor im Jahr 1891 wurde in Rudolstadt ein Komitee aus zwölf Bürgern gebildet, das die Vorbereitungen zur Vermählung, den Einzug des Paares sowie die Empfangsfeierlichkeiten leitete. Die Straßen säumten Rudolstädter und auswärtige Vereinigungen, Seminaristen und Gymnasiasten, die mit Fahnen und Standarten Spalier bildeten. Auf dem Marktplatz wurden zwei Tribünen errichtet; auf der einen standen die Honoratioren der Stadt, auf der anderen 700 Schüler der oberen Klassen der Rudolstädter Bürgerschulen, die das Fürstenpaar mit Festgesang begrüßten.
Der Bahnhof war vom Fürstenzimmer des Bahnhofsgebäudes bis zum Gleis mit einem Baldachin versehen worden. Nach drei Böllerschüssen begrüßte Staatsminister von Starck als erster die zukünftige Regentin im Namen der Landesbewohner. Kurz darauf empfing Prinzessin Mathilde ihre Schwiegertochter im Fürstenzimmer. Zur Freude der Einwohner demonstrierte Anna Luise schon durch die Farben ihres Kleides die Zugehörigkeit zum Schwarzburg-Rudolstädter Land. Sie trug ein blaues Samtkleid, das mit weißen Federn besetzt war. Günther Victor erschien in der Generalsuniform der Garde-Kürassiere, über der Brust lag das Band des Preußischen Kronenordens.
Informationen über die verwendeten Medien
Weg der Brautprozession
Triumphaler Einzug: 1. Marktplatz, 2. Brautwagen mit Anna Luise, 3. Aufgang zum Schloss Heidecksburg, 4. Schlosseingang.
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie - bearbeitet
Identifikator
LATh – StA RU, Hofmarschallamt Rudolstadt Nr. 108, Foto 65, 67, 76 & 77.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Eduard Lösche, Rudolstadt, Mauerstraße 27
Zeit
1891
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Huldigungsmarsch
Hudigungsmarsch von G. Bock, gespielt zum Einzug der Prinzessin Anna Luise von Schönburg-Waldenburg in die Residenz Rudolstadt.
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Musikalie
Material/Technik
Papier, Tusche
Identifikator
LATh – StA RU, Hofmarschallamt Rudolstadt Nr. 110, Bl. 3 & 4.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
G. Bock
Zeit
1891
Ort
Rudolstadt
Informationen über die verwendeten Medien
Hochzeitsfeierlichkeiten
Gästeliste, Ansteckborte für Gäste, Gala-Tafel-Menü und Musikprogramm der Hochzeitsfeierlichkeiten auf Schloss Heidecksburg.
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Akte
Material/Technik
Papier, Moiré-Seidenband mit Metallfäden
Identifikator
LATh – StA RU, Hofmarschallamt Rudolstadt Nr. 108, Bl. 40, 60 & 61.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1891
Ort
Rudolstadt
Informationen über die verwendeten Medien
Ruhepause
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 283/1, Neg. 0894.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
1910-1920
Ort
Schwarzburg
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Beim Kegelspiel
[vordere Reihe:] Schwiegermutter, Thekla, A[nna Luise], Frl. v. Holleben, Sizzo, Günther [kegelt], [hintere Reihe:] Frl. v. Gerber [Hofdame Anna Luises], Hofmaler Oppenheim, H[err] v. Klüber, H[err] v. Priem.
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 286, Bl. 32r.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Elisabeth zur Lippe (?)
Zeit
Juli 1892
Ort
Schwarzburg
TAGEBUCH 1892 Dienstag, 12. Juli
"Zum 1. Frühstück saßen Günther u. ich auf d. Balkon. Dann geschrieben, fotografiert u. mit Thekla u. Frl. v. Gerber draußen gesessen. Nach Tisch wurde geke[ge]lt. Dann fuhren wir Damen zur Fasanerie, vesperten hier u. saßen im Wald. Günther fuhr pirschen. Nach d. Abendessen spielten wir das Knipsspiel u. waren im Schloßgarten. Dann saß Günther noch bei mir. Schönes Wetter."
LATh - StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 15.
Kegeln
Diese Fotografie zeigt die fürstliche Familie mit den Hofmarschällen Adolf von Klüber (in der Mitte stehend) und Georg Albert von Priem (rechts stehend) sowie den Hofdamen Elisabeth von Holleben (rechts sitzend) und Marie von Gerber (hinten stehend) bei sportlicher Kurzweil. Elisabeth von Holleben war eine Jugendfreundin von Thekla (links sitzend), Günther Victors jüngster Schwester, und stand ihr von 1883 bis 1894 als Hofdame zur Seite. Gleichermaßen durfte der Rudolstädter Hofmaler Rudolf Oppenheim (links stehend) auf diesem Bild nicht fehlen, hatte er doch durch seine humorvolle Art die Gabe, Günther Victor (kegelnd) hin und wieder aufzuheitern.
Ein gern gesehener Gast war in jenen Jahren auch Prinz Sizzo von Leutenberg (zweiter von rechts). Zwischen ihm und der Fürstinmutter Mathilde (links stehend) bestand darüber hinaus eine besondere Nähe. Nach dem Tod seines Vaters, Friedrich Günther von Schwarzburg-Rudolstadt, kümmerte sich Mathilde um Sizzo und seine Zwillingsschwester Helene, die ihre Kindheit zusammen mit Thekla am Rudolstädter Hof erlebten. 1897 heiratete Sizzo die Dessauer Prinzessin Alexandra von Anhalt und zog mit ihr auf sein Gut Großharthau, das zwischen Dresden und Bautzen lag.
TAGEBUCH 1899 Sonntag, 23.Juli
"Günther schlief gut. Zum 1. Frühstück u. danach saß ich bei ihm, dann schreibend im Nebenzimmer. Zum Essen wurde Günther auf d. Chaiselongue in's Wohnzimmer gebracht. Nach d. Essen saß ich noch eine Weile bei Günther, dann bei d. andren im Schloßgarten. Dann fotografierte ich Günther u. saß bei ihm. Zum Thee saßen wir Damen u. d. Kinder [von Helene von Schönaich-Carolath] unter d. Linde. Dann saß ich schreibend vor Günther's Zimmer auf dem Balkon. Nach d. Abendessen saß ich noch eine Weile bei Günther, dann mit d. andren im Garten u. Gartensalon, von ¼ 11 -¼ 12 noch bei Günther, der dann zu Bett gebracht wurde. Sehr warmes Wetter."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 22.Informationen über die verwendeten Medien
Der Patient
Günther liegt mit einem gebrochenen Fuß.
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 290, Bl. 20r.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt
Zeit
Juli 1899
Ort
Schwarzburg
Unfall
Günther Victor brach sich am 19. Juli 1899 beim Herabsteigen eines Berghanges den Knöchel des linken Fußes. Um eine Infektion zu vermeiden, wurde der Fürst so schnell wie möglich ins Schwarzburger Schloß gebracht, wo er einen Notverband erhielt. Der extra aus Blankenburg herbeigerufene Arzt untersuchte den Bruch genauer, vergipste ihn und verordnete Ruhe. Doch das »[ ... ] Stilliegen bei dem herrlichen Sommerwetter war eine harte Geduldsprobe« für Günther Victor (LATh - StA RU, NL E. v. Rh. Nr. 7, Brief vom 06.10.1899). Anna Luise sagte daher kurzerhand alle geplanten Ausflüge ab, um ihrem Mann Gesellschaft zu leisten. Sie vertrieb ihm die Zeit mit Bildmappen und entwickelte in ihrer Dunkelkammer Fotografien, damit er sie als Erster sehen konnte.
Bereits am 08. August wurde der Gipsverband durch eine Bandage aus Gummi abgelöst, die dem Patienten mehr Bewegungsfreiheit ermöglichte. Am 14. August ließ Günther Victor seinen Knöchel »mit Röntgenstrahlen fotografieren, um den Bruch zu sehen.« (LATh - StA RU, NL AL Nr. 22). Die damit verbundenen möglichen Gesundheitsschäden waren damals noch nicht bekannt. Dagegen müssen die Ergebnisse der Röntgenaufnahmen positiv ausgefallen sein, da der Fürst schon zwei Tage später zur Jagd fuhr. Doch die Schmerzen blieben, so dass Günther Victor sich noch 1905 während seines zweimonatigen Kuraufenthaltes in Abbazia (heute Opatija/Kroatien) beim Orthopäden am Fuß behandeln lassen musste.
Informationen über die verwendeten Medien
Künstlerisches Potenzial
Kirche im Wald, Anna Luise, Waldstück.
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Zeichnungen
Abmessung/Umfang
17,9 x 25,3 cm; 18,5 x 18,4 cm; 17,3 x 25,2 cm.
Material/Technik
Aquarellfarben, Bleistift
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 336, Bl. 1, 7 & 14.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt
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Lawn-Tennis
Gertrud [v.] Holleben, Günther, Fidor [v.] Holleben
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 288, Bl. 12v.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt
Zeit
Juli 1896
Ort
Schwarzburg
TAGEBUCH 1901 Donnerstag, 25. Juli
"Früh war ich bei Günther, ar[r]angierte dann Blumen für den Eßtisch. Von 11 - ½ 1 spielten Günther, Gertrud, Anni u. ich Tennis. Nach Tisch schossen wir im Garten mit Bogen u. Pfeilen nach d. Scheibe. ¼ 5 fuhren Frl. v. Gerber, Anni, Gertrud u. ich nach dem Gasthaus Finkenmühle im oberen Schwarzathal, gingen dort spazieren, tranken Kaffee u. fuhren um 7 wieder nach Haus. Gelesen. Nach dem Abendessen spielten wir Gesellschaftsspiele. Dann saß Günther noch bei mir. Teils schönes Wetter, teils Regen."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 24.
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Tennis-Pause
Gertrud v. Ketelhodt, A[nna] L[uise], Anni v. Imhoff, Günther
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 291, Bl. 48r.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Georg Albert von Priem (?)
Zeit
Juli 1901
Ort
Schwarzburg
Lawn-Tennis
»Wer[ ... ] in die [Tennis] Spielfelder hinuntersieht, wo sich zufällig ein paar blutige Anfänger ohne Grazie mit negativem Erfolg abmühen, der zuckt die Schultern und schüttelt sein Haupt voller Zweifel, was in aller Welt an dem Sport zu finden sei.« - So kommentierte die Berliner Zeitung »Die Woche« im Jahre 1905 das steigende Interesse an dieser Sportart. In jenen Jahren steckte das Lawn-Tennis in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Anfangs als »englische Mode« angesehen, die schnell vorübergehen würde, setzte es sich allmählich in vielen Kreisen durch.
Mitglieder des deutschen Adels gehörten oft zu den ersten Aktiven, die diesen Sport ausübten. Auf alle Fälle übten Günther Victor und Anna Luise diese »Leibesübung« leidenschaftlich gern aus. So gehörten Thekla von Schwarzburg-Rudolstadt, Anni von Imhoff, Gertrud von Holleben, Albert Georg von Priem und auch Sizzo von Leutenberg zu ihren häufigsten Mitspielern. Dass dieses Spiel nicht nur der körperlichen Ertüchtigung diente, sondern auch Verletzungen hervorrufen konnte, erlebte Günther Victor am eigenen Leib. Ihm flog im Eifer des Gefechts im September 1896 ein Tennisball gegen das Auge. Sofort wurde der Jenaer Augenarzt Professor Wagemann gerufen, der jedoch keine nennenswerten Blessuren feststellte.
Das Rudolstädter Fürstenpaar ließ 1892 einen Tennisplatz im Schwarzburger Schloßgarten vor dem Kaisersaal herrichten. Neues Zubehör kauften sie 1895 bei dem Leipziger Händler Theodor Pfitzmann. Drei Jahre später war die Begeisterung für dieses Spiel soweit fortgeschritten, dass Anna Luise »Lawn-Tennis-Broschen« in Auftrag gab - vielleicht um sie als Preise verleihen zu können. Die Idee, den Vorplatz des Kaisersaalgebäudes generell als Tennisplatz zu nutzen, wurde letztendlich im Jahre 1905 zugunsten einer gärtnerischen Neugestaltung aufgegeben.
Urlaub
Wegen des seit Dezember 1904 anhaltend schlechten Gesundheitszustandes Günther Victors wurde im Oktober 1905 eine Adria- und Italienreise unternommen. Bereits eine Frühjahrskur in Wiesbaden war erfolglos geblieben. Günther Victors Schwindelanfälle und Herzschmerzen klangen nicht ab. So sah sich Anna Luise auf Anraten der Ärzte genötigt, mit ihrem Mann und in zeitweiser Begleitung des Arztes Dr. Clemens in den Süden zu reisen. In fünf Tagen fuhren sie von Schwarzburg über Dresden, Wien, Graz und Triest nach Abbazia [heute Opatija/Kroatien], wo sie über zwei Monate verweilten, ehe sie über Mailand nach Rom und von dort über Florenz und St. Remo nach Genua weiterreisten. Insgesamt fünf Monate waren sie im Süden unterwegs, wo neben Arzt- und Kurbesuchen selbstverständlich viele kulturelle Attraktionen zum Programm gehörten.
Informationen über die verwendeten Medien
Urlaub
Der gesundheitlich angeschlagene Günther Victor in Abbazia 1905.
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 283, Neg. 0068.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt
Zeit
1905
Ort
Kroatien
TAGEBUCH 1905 Donnerstag, 19. Oktober
"Vormittags ging Günther zum Elektrisieren zu Prof. Glaz. Dr. Clemens u. ich begleiteten ihn bis hin. Ich ging dann auf u. ab draußen, bis Günther fertig war. Wir gingen u. saßen dann am Strand, frühstückten dazwischen im Hotel Stephanie«] etwas. Nach Tisch ruhte Günther aus. Ich las ihm aus d. Zeitung vor, las dann in meinem Zimmer. ½ 4 gingen Günther u. ich durch die Franz-Josef-Anlagen, vesperten dann in einer Konditorei u. gingen nach Haus. Geschrieben. Nach d. Abendessen las ich Günther vor. Dann spielten wir Nümmerchen. Sonniges, windiges Wetter."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 28.
Informationen über die verwendeten Medien
Adria- und Italienreise 1905
Günther und Dr. Clemens beim Möwen füttern.
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 283, Neg. 0014.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt
Zeit
Oktober-Dezember 1905
Ort
Kroatien
Günther und der Laureate [Dr. Clemens] beim Möwen füttern.
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Henry van der Velde
Henry van der Velde besucht das Fürstenpaar auf Schloss Schwarzburg.
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 283, Neg. 0157.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt
Zeit
August 1906
Ort
Schwarzburg
TAGEBUCH 1906 Freitag, 17. August
"Vormittags waren Günther u. ich im Garten; ließen Büsche abholzen. Dann arbeitete Günther mit Minister von d. Recke. Ich ordnete Blumen für den Eßtisch u. schrieb. Zu Tisch kamen d. Minister u. Prof. v. d. Velde. Nach Tisch waren wir im Gartensalon u. Garten. Dann war ich bei Günther, der dann in den Wald fuhr. Thekla, Prof. v. d. Velde u. ich gingen nach dem Schweizerhaus, wohin d. Andren alle zu Wagen kamen. Frl. v. Gerber kam etwas später mit Frau [Hofmarschall] von Mangoldt [aus Dresden]. Wir saßen auf d. Veranda, tranken Kaffee. Dann fuhr d. Minister nach Rudolstadt, wir andren kehrten zu Wagen u. zu Fuß nach Haus zurück u. verabschiedeten uns von Professor van de Velde. Abend wie gewöhnlich. Kühles, schönes Wetter, etwas Regen."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 29.
Henry van de Velde
Henry van de Velde, der bedeutende Vertreter des Jugendstils/Art Nouveau, reiste im Juli 1906 nach Schwarzburg, um sich im reizvollen Schwarzatal zu erholen. Im Hotel »Weißer Hirsch« nahm er Quartier und so blieb es nicht aus, dass das Fürstenpaar von seiner Ankunft erfuhr. Anna Luise lud van de Velde kurzerhand zu einer Teestunde ein, wo beide ihre gemeinsame Leidenschaft für den Thüringer Wald feststellten. Die Fürstin bot dem Architekten daraufhin an, ihm die Sehenswürdigkeiten des Schwarzatales und die damit verbundenen Geschichten näher zu bringen. So besuchten sie unter anderem die Fasanerie bei Schwarzburg, das Schweizerhaus, den Eber- und den Katzenstein. Doch auch ein Ausflug nach Paulinzella, wo nach Besichtigung der Klosterkirchenruine ein Rundgang durchs Jagdschloss folgte, sowie eine persönliche Führung durch das Residenzschloss Heidecksburg in Rudolstadt gehörten dazu.
Bereits ein Jahr später, 1907, suchte van de Velde erneut Schwarzburg als Sommerfrische auf. Diesmal wurde er von Elisabeth Förster-Nietzsche begleitet, welche Anna Luise am 26. Mai 1907 während der Besichtung des Nietzsche-Archivs kennengelernt hatte. An jenem Tag hatte es sich Henry van de Velde nicht nehmen lassen, die Fürstin selbst durch die Räume des Archivs zu führen.
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Fürstlicher Zeitvertreib
Günther Victor war vielseitig interessiert; neben dem Schachspiel zu Hause, verbrachte er einen Großteil seiner Zeit am liebsten in der freien Natur.
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284/1, Neg. 0815. LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg. 115. LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg. 264.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt
Zeit
zwischen 1900-1910
Ort
Schwarzburg
Informationen über die verwendeten Medien
Jagdzimmer
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg. 0452.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
1890-1910
Ort
Schwarzburg
TAGEBUCH 1892 Sonnabend, 27. Februar
"Um 9 Uhr fuhren Günther, Ulrich u. H[err] v. Klüber zur Saujagd auf d. Eberstein. Mama, Thekla [von Schwarzburg-Rudolstadt], Tante Elly [von Bentheim-Tecklenburg] u. ich kamen zum 2. Frühstück um 12 hinauf. Nach d. 2. Frühstück saß man zusammen; dann jagden d. Herren weiter, wir fuhren wieder nach Rudolstadt, setzten Tante Elly bei Großmama [Anna Caroline zu Bentheim-Tecklenburg] ab. Zu Tisch waren d. Herren wieder da; hatten 14 Sauen geschossen. Nach Tisch saßen wir bei mir. Nach d. Thee saßen wir im Billardzimmer bis nach 11 Uhr. Trübes Wetter und Regen."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 15.
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Auf dem Eberstein
Wildschweinstrecke auf dem Eberstein
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie, Handzeichnung
Abmessung/Umfang
Bild unten: 19 x 26 cm
Material/Technik
Papier, Bleistift
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 288, Bl. 47r. LATh – StA RU, Zeichnungssammlung Schloss Schwarzburg Nr. A 131.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
N. N. Tush
Zeit
1844-1892
Ort
Eberstein im Schwarzatal
Unten: Plan zum Jagdschloss Eberstein im Schwarzatal.
Auf dem Eberstein
Auf einem freigelegten und eingeebneten Felsvorsprung erhebt sich in einer Höhe von 335 Metern über N.N. der im Jahre 1844 auf Veranlassung des Fürsten Friedrich Günther von Schwarzburg-Rudolstadt errichtete »Eberstein«. Das im maurischen Stil gebaute Jagdschlößchen befindet sich im reizvollen unteren Schwarzatal. Bis 1947 gehörte es zum Schwarzburger Tiergarten, welcher eine Fläche von 1.500 ha auf 32 km Länge zwischen Blankenburg und Sitzendorf umschloss. Flächenmäßig übertroffen wurde dieser Garten jedoch vom Katzhütter Tiergarten mit ca. 2.500 ha, der ebenfalls im Schwarzburg-Rudolstädter Territorium lag.
Schon seit etwa 1630 gab es an der Stelle des »Ebersteins« ein separates Gehege für Schwarzwild, den sogenannten Saugarten. Bis zu 80 Wildschweine konnten hier gehalten werden, denen besonders das Eichelfutter des Waldes zugute kam. Mit dem Bau des kleinen Schlößchens wurde die Hauptfutterstelle für die Schweine dicht unter die Mauer verlegt, die den Vorplatz des »Ebersteins« eingrenzte. Oftmals sahen der Fürst und seine Jagdgäste während der Fütterung vom Jagdhaus aus zu und legten dabei eine Auswahl der zu jagenden Tiere fest.
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Der Jäger
Günther Victors lebenslange Leidenschaft galt der Jagd, wobei auch die Jahreszeiten keine Rolle spielten.
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg. 281 & 612.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
1900-1910
Ort
Schwarzburg
Jagdimpressionen
Seiner Jagdleidenschaft verpflichtet, sorgte Günther Victor für eine Auffrischung des einheimischen Rotwildbestandes im Schwarzburger und Kyffhäuser Tiergarten durch die Aussetzung von auswärtigem, gesunden Wild. Gleichzeitig schränkte er das Dam- und Schwarzwild ein, um dem Rotwild mehr Freiraum zu schaffen. Somit gehörten die schwarzburgischen Jagdgründe bald zu den besten Deutschlands und zogen alljährlich viele Repräsentanten des deutschen Hochadels an. Umso mehr schmerzte es den Fürsten, als er nach seiner Abdankung im Jahre 1918 tatenlos zusehen musste, wie durch Wilderei und eine unsachgemäße Forstwirtschaft ein Verfall der Tiergärten einsetzte. Anna Luises Bruder, Hermann von Schönburg-Waldenburg, schrieb am 23. August 1920 daher an seine Schwester: »Sehr leid tut mir, daß Günthers Lebenswerk in jagdlicher Beziehung, der Schwarzburger und Kyffhäuser Wildbestand, so gänzlich vernichtet worden ist.« (LATh - StA RU, NL AL Nr. 118).
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Jagderfolge
Die Jagden des Fürstenhauses fanden häufig in großen Gruppen statt; es wurden neben Damwild auch Wildschweine, Hasen und Auerhähne gejagt.
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 283, Neg. 0799. LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284/1, Neg. 0715.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
1900-1910
Ort
Schwarzburg
TAGEBUCH 1914 Dienstag, 18. August
"Nach d. 1. Frühstück war ich bei Günther, schrieb dann u. sprach H[errn] v. Imhoff. Um 11 Uhr fuhr ich mit Elisabeth Rh[oeden] in's Vorsorghaus in d. Stadt. Wir besuchten die Hauseltern Sattler u. die alten Insassen, Frauen u. Männer. Von da fuhren wir zum Krankenhaus, besuchten die Oberschwester Kathrin u. die Kranken, fuhren dann nach Haus. Günther u. ich gingen etwas im Garten umher. Von 1-2 arbeitete Günther noch mit d. Minister [von der Recke]. Ich schrieb. Nach Tisch waren wir auf d. Balkon. Dann gelesen. Um 4 Uhr fuhren Günther u. ich in die Stadt zum Landgerichtspräsident a. D. Trinks, um ihm u. seiner Frau zur Gold. Hochzeit zu gratulieren, konnten aber nur Frau Trinks sprechen, weil er krank war. ½ 5 fuhren wir wieder nach Haus. Gelesen. Nach d. Kaffee fuhr Günther nach Schwarzburg in den Wald, schoß den starken Hirsch, mit dem abnormen Geweih. Ich ging mit Elisabeth spazieren, las dann. Um 9 Uhr kam Günther zurück. Nach d. Abendessen spielten Günther, Thekla u. ich Sjoelback (die Hofdamen waren in d. Stadt eingeladen). Dann schrieb ich noch. Früh etwas Regen, dann schönes Wetter. Kriegsnachrichten: Deutsche Truppen drängten französische nach Belfort zurück. Eine unvorsichtige Straßburger Abteilung wurde von Franzosen in d. Stadt zurückgeworfen, verlor dabei Maschinengewehre."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 37.
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Die Jagdtrophäe
Der von Günther am 18. August auf Sonnewalde bei Schwarzburg erlegte merkwürdige Hirsch.
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg. 339.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
19.08.1914
Ort
Schwarzburg
Der von Günther [...] bei Schwarzburg erlegte merkwürdige Hirsch.«
Die Jagdtrophäe
Auch wenn die »Schwarzburg-Rudolstädtische Landeszeitung« im August 1914 immer öfter den »Heldentod« von Landeskindern vermelden musste, die für »König und Vaterland« an der Weltkriegsfront gefallen waren, die Jagdleidenschaft Günther Victors blieb davon unberührt. Seinem Jagdtagebuch vertraute der Fürst penibel jeden einzelnen waidmännischen Erfolg an. Dem von ihm am 18. August 1914 bei Schwarzburg geschossenen Hirsch kam dabei nicht nur in der persönlichen Jagdbilanz Günther Victors, sondern darüber hinaus in der deutschen Forst- und Jagdgeschichte ein besonderer Rang zu. »Den monstreusen, ung[e]r[aden] 24-Ender« zeichneten mit einem Gesamtgewicht von 357 Pfund und der Geweihmasse von 27 Pfund bemerkenswerte Eigenschaften aus, von denen Anna Luise vor allem das »abnorme«, »merkwürdige« Geweih registrierte. Dass ein im Schwarzatal zur Strecke gebrachter Hirsch derartige Körpermaße erreichen konnte, war auf die in diesem Revier um 1900 erfolgte Blutauffrischung der Rotwild-Population durch sogenannte Bukowina-Hirsche zurückzuführen. Hinzu kam die Ergänzung der natürlichen Ernährung durch Kraftfutter-Zugaben (u. a. Sesamkuchen) im Wildgehege, was nicht nur in diesem Einzelfall zu einem besonders kräftigen Körperwuchs der Hirsche führte, die dann zuweilen ein Gewicht von bis zu vier Zentnern erreichten. Dieses außerordentliche Wachstum führte dazu, daß sich das Geweih des Hirsches in der Aufbauphase - den Gesetzen der Schwerkraft folgend - nach unten verformte. Folgerichtig bezeichnete Fürst Günther Victor die Trophäe vom 18. August in seinem Jagdtagebuch auch als »Hakenhirsch«.
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Selbst ist der Mann
Professor Schönehen und Günther beim Baumholzsägen
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284/1, Neg. 1006.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
März 1920
Ort
Rathsfeld
Zusammenschluss der Fürstentümer?
Am 28. März 1909 verstarb überraschend der Schwarzburg-Sondershäuser Fürst. Anna Luise vermerkte in ihrem Tagebuch: »[ ... ]½ 3 erhielten Günther u. ich die Nachricht vom Tode Karls von Schwarzburg-Sondershausen. Er starb im Sanatorium ,Weißer Hirsch<. Günther wurde damit Fürst der beiden Schwarzburger Länder.« (LATh - StA RU, NL AL Nr. 32). Noch am gleichen Tag reisten Günther Victor und Anna Luise von Berlin, wo sie verschiedene Museen und Kunstausstellungen besucht sowie Pferdekäufe getätigt hatten, nach Rudolstadt zurück. Obwohl das Paar erst nachts gegen 1 Uhr in der Residenzstadt eintraf, begann Günther Victor sofort alle Formalitäten der Regierungsübernahme mit Staatsminister von der Recke und Hofmarschall von Priem zu besprechen. Zwei Tage später fuhren die Rudolstädter nach Sondershausen, um den am gleichen Tag eintreffenden Leichenzug zu empfangen sowie der Beisetzung des Fürsten Karl Günther am 01. April beizuwohnen.
Ein Zusammenschluss der beiden Fürstentümer war u. a. wegen der sich in mehr als zwei Jahrhunderten stark auseinanderentwickelten Gesetzgebung nicht mehr unmittelbar möglich. Rudolstadt und Sondershausen blieben Residenzen mit eigenen Ministerien; Günther Victor verfügte aufgrund der Personalunion damit über zwei Stimmen im Bundesrat des Deutschen Reiches. Staatsminister von der Recke musste neben seinen Verpflichtungen in Rudolstadt fortan auch die Regierungsgeschäfte in Sondershausen leiten. Um die Personalunion auch namentlich deutlich zu machen, änderten Fürst und Fürstin ihren Titel "von Schwarzburg-Rudolstadt" in "von Schwarzburg" um.
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Zwischenstop
Auf dem Weg zwischen Erfurt u. Sondershausen d. 13. Mai. Leibjäger Brix, Herr v. Imhoff, Günther (im Wagen)
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 283, Neg. 0686.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt
Zeit
13.05.1909
Ort
zwischen Erfurt und Sondershausen
TAGEBUCH 1909 Donnerstag, 13. Mai
"Um 11 Uhr reisten Günther, H[err] v. lmhoff u. ich von Schwarzburg ab, waren½ 2 in Erfurt, wo wir aufd. Bahnhof zu Mittag aßen. ½ 3 bestiegen wir dann unser Automobil u. fuhren in 2 Stunden nach Sondershausen. In Creußen u. andren Ortschaften begrüßten uns die Bewohner mit Blumen, so auch in Sondershausen. Im Schloß empfingen uns H[err] v. Priem, Oberstleutnant Fresenius, Staatsdame v. Gerber u. Elisabeth Rhöden. Günther u. ich vesperten, gingen dann mit H[errn] v. Priem in verschiedenen Zimmern umher. Wir nahmen unsre Wohnung in den »Bernburger Stuben« im alten Schloßteil. Zum Abendessen kam Frl. v. Gerber. Nach d. Abendessen spielten d. Herren Karten, wir Damen saßen arbeitend zusammen. Um 11 fuhr Frl. v. G[erber] nach Haus. Ich las noch u. saß noch eine Weile mit Günther zusammen. Schönes Wetter, Früh hatte es etwas geschneit u. geregnet."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 32.
Foto Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt, beschriftet: »Mai 1909. Auf dem Weg zwischen Erfurt u. Sondershausen d. 13. Mai. Leibjäger Brix, Herr v. Imhoff, Günther (im Wagen).«
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60. Geburtstag
Mittagsmahl an Günthers Geburtstag, wobei zum erstenmal die Porzellan-Jagdgruppen auf dem Tisch standen. Bildhauer Thiem (der Meister der Jagdgruppen), Major Beyer, Elisabeth v. Rhöden, Günther, Herr v. Wätjen, Tella [Thekla Helene] v. Holleben, Thekla, A[nna] L[uise], Herr v. Priem, meine Schwiegermutter, Valeska v. Knoblauch.
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 283/1, Neg. 1328.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
21.08.1912
Ort
Schwarzburg
60. Geburtstag
Am 21. August 1912 beging Günther Victor seinen 60. Geburtstag in Schwarzburg. Auf Wunsch des Fürsten fand nur eine kleine Feier in Form eines Diners im Kaisersaal statt. Die Mittagstafel war aus diesem Anlass erstmalig mit dem »Jagdtafelschmuck« der »Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst« dekoriert. Der für diese Zeit einmalige Tafelschmuck stellte Personen des engsten Familien- und Freundeskreises sowie Angehörige des Hofstaates nach einer erfolgreichen Jagd dar. Ein weiteres "Highlight" waren die über 1 m hohen Stangengläser, aus denen auf das Wohl des Fürsten getrunken wurde.
TAGEBUCH 1912 Mittwoch, 21. August
"Günther's 60. Geburtstag: Ich gratulierte Günther schon nachts um 1 Uhr, ehe wir zu Bett gingen. Nach meinem 1. Frühstück saß ich, wie gewöhnlich dabei, während Günther frühstückte. Vorher hatte ich Direktor Pfeiffer u. Bildhauer Thiem gesprochen, stellte mit ihnen die zum größten Teil fertigen Jagdgruppen auf d. Eßtisch auf. Im Lauf des Vormittags bescheerten Schwiegermutter, Thekla u. ich Günther unsre Geschenke, dann kamen d. Hofstaaten u. H[err] v. Wätjen zur Gratulation. Zur Chokolade waren wir im Gartensalon. Dann ordnete ich noch Eichenlaub um die Gruppen auf d. Eßtisch. Dann geschrieben. Zum Essen kam noch Bildhauer Thiem. Nach Tisch Sjoelback [gespielt]. Dann war ich bei Günther, der gegen Abend mit Wätjen in d. Wald fuhr. Wir andren (außer Schwiegermutter) fuhren nach dem Schweizerhaus, tranken dort Kaffee. Dann gingen Elisabeth Rh[oeden] u. ich, die andren fuhren nach Haus. Gelesen. Der Abend verlief wie gewöhnlich. Zuletzt lasen Günther u. ich Telegramme. Teils schönes Wetter, teils Regen, kühl."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 35.
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Güther Victor als Porzellanfigur
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© Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt
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Typ
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Material/Technik
Porzellan
Identifikator
Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt, K1017 MVT.
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Der Erste Weltkrieg
Die ersten Extrablätter: Rußland erklärt den Krieg an Österreich, Juli. Günther, Helene Karolath, Hermann, Thea [Thekla von Schönburg-]Waldenburg bei der Lektüre.
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg. 329.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
Ende Juli 1914
Ort
Schwarzburg
Beginn des Ersten Weltkrieges
Ende Juli 1914 notierte Anna Luise vorausschauend in ihrem Tagebuch: »Zwischen Österreich u. Serbien ist Krieg in Folge des durch einen Serben ermordeten Erzherzogs Franz-Ferdinand u. seiner Frau.« (LATh - StA RU, NL AL Nr. 37). Aufmerksam verfolgte das Fürstenpaar daraufhin die weitere politische Entwicklung in Europa und ahnte die für Deutschland drohende Kriegsgefahr. Trotzdem verlief ihr Alltag wie gewohnt. Sogar Anna Luises Bruder Hermann kam für einige Tage mit seiner Frau Thekla zu Besuch. Gemeinsam unternahmen sie Ausflüge nach Gehren und Arnstadt, besichtigten einzelne Wildfütterungen und saßen abends in trauter Runde zusammen. Doch aufgrund der zunehmenden Kriegsgefahr reisten Hermann und Thekla schon am 30. Juli wieder nach Rheda. Anna Luise fuhr am 31. Juli mit Elisabeth von Rhoeden nach Bayreuth ins Festspielhaus, wo Richard Wagners Oper »Der fliegende Holländer« gegeben wurde. Im letzten Akt wurde ihr die telegrafische Nachricht Günther Victors übermittelt, noch am selben Abend nach Schwarzburg zurückzukehren.
Bereits einen Tag später, am 01. August 1914, erhielt das in Rudolstadt stationierte 3. Bataillon des 7. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 96 den Befehl zur Mobilmachung. Feierlich rückte die Kompanie unter Hauptmann Wagner am 07. August auf dem Schlosshof ein, um die in Günther Victors Zimmer verwahrte Kompaniefahne entgegenzunehmen. Am nächsten Tag verabschiedete der Fürst auf dem Marktplatz das Bataillon ehrenvoll. Unmittelbar darauf bestiegen die Soldaten einen Eisenbahntransport in Richtung Westen.
Jubiläum
Günther Victor hatte am 20. Januar 1890, einen Tag nach dem Tod des Fürsten Georg von Schwarzburg-Rudolstadt, die Regierung des Landes übernommen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger war es für Günther Victor nicht leicht, Akzeptanz bei der Bevölkerung zu finden. »Es fiel bald auf, wie die persönlichen Äußerungen des neuen Landesherrn sich freihielten von bloßen Formen und einen schlicht menschlichen Ton anschlugen. Alles, was sich in der Folge ereignete, läßt sich zusammenfassend beurteilen: die Gabe volkstümlich zu gewinnen, war dem echt und zart fühlenden Manne nicht verliehen, und über die engen Verhältnisse der Heimat war er mit seinem eigensten Maßstab und Lebensziel bereits weit hinausgewachsen, als er dem Gebot der Pflicht gehorchte und das Erbe seines Schwarzburger Hauses übernahm.« (LATh - StA RU, NL Rein Nr. 121).
Schwarzburg-Rudolstadt war nach der als Grundgesetz bezeichneten Verfassung von 1854 eine konstitutionelle Monarchie. Die Aufgaben Günther Victors waren damit vor allem repräsentativer Natur. Die Regierungsgeschäfte führten im Auftrag und nach Absprache mit dem Fürsten die Staatsminister Wilhelm von Starck und ab 1903 Franz Freiherr von der Recke. Darüber hinaus nahm Günther Victor regelmäßig an den stets freitags stattfindenden Sitzungen seiner Minister teil, wobei »er weder geneigt [war], seinen Willen gebieterisch durchzusetzen, noch bereit, eine Entscheidung gleichgültig vertrauend seinen Beamten zu überlassen.« (LATh - StA RU, NL Rein, Nr. 121).
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Der Jubilar
Günther am Tag seines 25jährigen Regierungsjubiläums
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg 368.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
19.01.1915
Ort
Rudolstadt
TAGEBUCH 1915 Dienstag, 19. Januar: Günthers 25jähriges Regierungsjubiläum
"Während Günther frühstückte, saß ich bei ihm. Um 10 Uhr fuhren Günther, Marie u. ich in die Stadtkirche [Rudolstadt] zum Festgottesdienst. Generalsuperintendent Braune predigte sehr schön. Um 12 Uhr empfing Günther im »roten Saal«, die Abordnungen aus den Städten u. Landkreisen, die ihn beglückwünschten (alle Geschenke hatte Günther wegen des Krieges abgelehnt). Marie u. ich wohnten dem Empfang bei. Danach war Frühstück für alle Beteiligten (Löffel) im »Grünen Saal«. Nach einer Weile zogen Günther, Marie u. ich uns zurück, die Gäste blieben mit unsern Hofstaaten noch länger zusammen. Günther, Marie u. ich frühstückten bei mir. Danach verteilte ich Günther's Bild an unser Dienstpersonal. Um 3 Uhr fuhren Günther, Marie u. ich zur Gruft unter der Stadtkirche, legten Kränze auf die Särge meiner Schwiegermutter u. von Günther's Vorgänger Onkel Georg von Schwarzburg. Danach besuchten wir meine Tante Elisabeth Bentheim u. fuhren wieder nach Haus. Zum Thee kamen Anni Imhoff u. Tella von Holleben (die einstige Hofdame m. Schwiegermutter). Danach half ich Günther Glückwünsche lesen. Der Abend verlief in gewohnter Weise. Nachdem wir uns getrennt hatten, beantwortete ich mit Günther seine Glückwunschtelegramme. Helles, kaltes Wetter, Früh 11 Gr. R[eaumur] Kälte."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 38.
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Am Tag vor Günther Victors Abdankung
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Typ
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Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284/1, Neg. 0896.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Georg Albert von Priem (?)
Zeit
22.11.1918
Ort
Schwarzburg
Abdankung
Seit dem Rücktritt des Kaisers studierte Anna Luise intensiv in den Zeitungen den Fortgang der Revolution, da nun für Günther Victor ebenfalls die Gefahr der Abdankung bestand. Herr von Priem informierte sie über die Vorgänge in Rudolstadt. So erfuhr die Fürstin als erstes am 12. November 1918 von ihrem Hofmarschall, dass die dortigen Sozialdemokraten die Rücktrittsforderung an den Fürsten erwogen. Da es Anna Luise angesichts des Gesundheitszustandes Günther Victors oblag, ihrem Mann die neuesten Tagesberichte schonend beizubringen, teilte sie ihm auch »diese traurige Nachricht« mit. Einen Tag später traf Minister von der Recke von Sondershausen kommend in Schwarzburg ein. Er berichtete über die Bildung des Sondershäuser Soldaten- und Arbeiterrates und dass dessen ungeachtet dort immer noch der alte Landtag wirkte. Im Gegensatz zu Rudolstadt verlangte dieser aber nicht den Regierungsrücktritt. Um eventuell aufkommenden Unruhen im Schwarzburger Land vorzubeugen, fasste Günther Victor am 20. November den Entschluss abzudanken, ein Schritt, den bereits sechs Tage zuvor fast alle deutschen Bundesfürsten getan hatten. Als am 23. November der Rudolstädter Landtag zusammentrat, verkündete Staatsminister von der Recke offiziell den Rücktritt des Fürsten von der Schwarzburg-Rudolstädter Regierung. Zwei Tage später wiederholte sich der Vorgang in Sondershausen, womit der letzte monarchische Bundesstaat Deutschlands, Schwarzburg-Sondershausen, ein »Volksstaat« wurde. Im Anschluss daran folgten Verhandlungen über Eigentum und Nutzungsrechte der fürstlichen Familie. Sie zogen sich letztendlich bis in die vierziger Jahre hinein, da das Fürstenpaar sich in vielerlei Hinsicht ungerecht behandelt sah und vor Gericht zog.
Während dieser ereignisreichen Tage versuchte die fürstliche Familie ihren Alltag wie gewohnt aufrechtzuerhalten. »Nur um 'mal etwas andres, als an die schrecklichen Ereignisse zu denken« (Bemerkung Anna Luises), gestalteten sie die Wohnräume im Schwarzburger Schloss um. Günther ging weiterhin jagen, wobei er den letzten starken Hirsch des Schwarzburger Reviers schoss - einen ungeraden 18-Ender. Abends spielten die Männer in bekannter Runde Karten, während die Frauen sich mit Handarbeit beschäftigten.
Foto Georg Albert von Priem (?), beschriftet: »Schwarzburg 1918. Günther und ich auf Günthers Balkon, aufgenommen am 22. November, am Tag vor Günthers erzwungener Tron-Entsagung.«
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Abdankungsurkunde Günther Victors als Fürst von Schwarzburg-Sondershausen
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
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Typ
Urkunde
Material/Technik
Papier
Identifikator
LATh – StA RU, Sondershäuser Urkunden Nr. 5590 r und v.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Günther Victor von Schwarzburg
Zeit
25.11.1918
Ort
Sondershausen
TAGEBUCH 1918 Freitag, 22. November
"Nach d. 1. Frühstück schrieb ich u. war bei Günther, schrieb dann weiter. Von 12 -1 Uhr gingen Günther u. ich spazieren. Nach Tisch gelesen. Von ¼4-½ 5 gingen Günther, Schulz u. ich spazieren. Zum Tee im roten Zimmer. Danach gingen Günther u. ich noch etwas auf d. Terrasse umher. Dann gelesen. Nach d. Abendessen spielten Günther, lmhoff u. Beyer Karten; wir Andren saßen uns unterhaltend u. handarbeitend zusammen. Thekla las eine Weile vor. Helles, kaltes Wetter; über Tag 2-4 Gr. R[eaumur] Kälte."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 41.
TAGEBUCH 1923 Mittwoch, 15. August
"Der Morgen wie gewöhnlich, dann schrieb ich. ½ 12 gingen Günther und ich aus. Günther und Leibjäger Herms sägten unterhalb von Thekla's Wohnung kleine Bäume weg. Ich gab vom »Umgang« unter Thekla's Fenstern die wegzunehmenden Bäume an. Dann waren Günther u. ich auf der Terrasse, trafen vor'm Tor Herrn John malend, gingen mit ihm noch auf d. Terrasse umher. Nach Tisch wie gewöhnlich. Dann übte ich in meinem kleinen Zimmer singen. Zum Tee saßen Günther u. ich in meinem kl[einen] Zimmer. Danach gingen wir auf d. Terrasse, wo wir Maler John u. Herrn v. Imhoff trafen. Da ein Gewitter drohte, gingen wir nach Haus. Günther u. ich zeigten Herrn John verschiedene Räume im Schloß. Dann gingen Günther u. ich noch etwas vor'm Schloß umher. Nach d. Abendessen spielten Günther u. H[err] v. lmhoff, wie gewöhnlich Karten, wir Andren saßen zusammen, Thekla u. ich handarbeiteten, Herr John las vor. Valeska war zum Augenarzt nach Jena gefahren. Über Tag sehr warmes Wetter, gegen Abend schweres Gewitter mit kurzem Regen. An verschiedenen Orten im Reich sind Unruhen wegen der hohen Lebensmittelpreise."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 47.
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Der Gärtner
Nach seiner Abdankung widmete sich Günther Victor anderen Aufgaben, vermehrt wohl auch der Gartenarbeit.
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Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284/1, Neg. 1046. LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284, Neg. 118.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
1919-1923
Ort
Schwarzburg
Der Gärtner
Foto Anna Luise von Schwarzburg, beschriftet: »Schwarzburg, August 1923. Am Burggärtchen: Günther der Schloßherr bei Gartenarbeiten: >Was muß noch weg?<, In der rechten Hand hält er den Sägestock.«
Anmerkung von Anna Luise: »Da ich im Jahre 1924 wegen der Teuerung nicht photographiert habe (außer dem Schneebild im Januar) ist nebenstehend das letzte Bild, welches ich von Günther aufgenommen habe; es ist überhaupt das letzte Bild, welches es von ihm gibt - Anna Luise, Sondershausen, Frühjahr 1925.«
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 310.
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Das letzte Bild
Am Burggärtchen: Günther der Schloßherr bei Gartenarbeiten:> Was muß noch weg?<, In der rechten Hand hält er den Sägestock.
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 310, Bl. 02v.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
August 1923
Ort
Schwarzburg
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Todesanzeige
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Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Günther Victors Tod
"Nachts ¾ 1 am 16. April (Donnerstag Früh) ging mein geliebter Günther heim ohne allen Todeskampf.« (LATh - StA RU, NL AL Nr. 48). - Schon während seiner Kinder- und Jugendjahre erkrankte Günther Victor häufig, so dass er zeitlebens gezwungen war, verschiedene Heil- und Kurorte aufzusuchen. Selbst bezeichnete er seinen Gesundheitszustand als »Tantalusqual [ ... ] die furchtbare Charakterstärkung, die [mir] auferlegt worden ist.« Anna Luise arrangierte sich im Laufe der Ehe mit den sporadisch auftretenden Nervenkrankheiten ihres Mannes und richtete dementsprechend ihren Tagesablauf ein.
Die letztlich tödlich verlaufende »Nerven-Grippe« begann bereits im September 1924. Hinzu kamen neuralgische Gesichtsschmerzen, eine Herzschwäche sowie eine nicht abklingende Thrombose in den Beinen, so dass sich Günther Victor zum Schluss kaum noch bewegen konnte. Der eigens aus Berlin herbeigerufene Nervenarzt Professor Karl Bonhoeffer konnte ebenso wie sein Sondershäuser Kollege Dr. Macholt die Schmerzen nur noch lindern. Die Pflege übernahm Anna Luise, wobei sie vom Leibjäger Ferdinand Herms und vom Hoflakai Hermann Körber unterstützt wurde. Abwechselnd hielten sie Tag und Nacht Wache, fütterten, wuschen und kleideten den Patienten. Nahmen die Schmerzen zu, verabreichte Anna Luise ihrem Mann »Lerminal« und »Pyramiden«, bis am Ende nur noch Morphium half. In der Hoffnung, Günther Victor »würde die Krankheit noch einmal überwinden«, ließ die Fürstin noch am Abend des 14. April bei Professor Schulz-Canitz in Berlin anrufen. Doch der Arzt kam zu spät. Am 16. April 1925 starb Günther Victor von Schwarzburg im Alter von 72 Jahren in Sondershausen.
Aufbahrung
Im großen Salon des Sondershäuser Schlosses wurde Günther Victor aufgebahrt, dort nahmen Anna Luise und die angereisten Trauergäste Abschied. »Er sah so wunderbar erhaben aus, hatte ein Lächeln auf den Lippen, daß mein Schmerz um ihn sich mildern mußte, denn alles Erden leid war aufgelöst in Frieden.« schrieb Anna Luise später. (LATh - StA Rud., NL AL Nr. 48). Am 18. April 1925 fand die Trauerfeier in der Sondershäuser Schloßkirche statt. Noch am gleichen Abend wurde der Leichnam nach Schwarzburg überführt.
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Aufbahrung
Günther Victors Aufbahrung in der Schlosskirche in Sondershausen
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©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie - bearbeitet
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 341.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
18.04.1925
Ort
Sondershausen
TAGEBUCH 1925 Montag, 1. Juni: 2. Pfingstfeiertag
"Um 10 Uhr gingen Thekla, Valeska, Frau v. Halem u. ich in d. Kirche. Gegen 12 Uhr besuchte mich Kirchenrat Rößler aus Frankenhausen, der hier im Gottesdienst die Predigt gehalten hatte. Danach ging ich in d. Theatergarten, wo Thekla, Valeska u. Frau v. Halem saßen; ich ging erst mit Valeska, dann mit Frau v. Halem umher. Nach Tisch wie gewöhnlich, dann fotografierte ich Günther's Schlafzimmer. Ich fotografierte zum erstenmal wieder nach 1 ½ Jahren, hatte wegen der Teuerkeit der dazu gehörigen Dinge so lange pausiert, nun geht es wieder. Zum Tee saßen Thekla, Valeska u. ich im Spielzimmer. Danach schrieb ich, ging dann mit Frau v. Halem im Theatergarten umher, wo auch Thekla u. Valeska waren. Der Abend wie gewöhnlich. Schönes Wetter."
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 48.
Informationen über die verwendeten Medien
Sterbebett
Günther's Sterbezimmer, in dem er am 16. April Früh ¼1 Uhr verschied.
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
©Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Identifikator
LATh – StA RU, Nachlass Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt Nr. 284/1, Neg. 1121.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Anna Luise von Schwarzburg
Zeit
März/April 1925
Ort
Sondershausen
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Doreen Muster (M.A.)
Gestaltet von Doreen Muster, Kunsthistorikerin (M.A.) und Archivarin (FH), Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
mit Beiträgen von Doreen Winker, Dipl.-Museologin (FH), Dieter Marek, Dipl.-Historiker und Archivar und Christoph Oelmann, Historiker (MA)
Wir danken ebenfalls dem Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt für die Bereitstellung einiger Fotografien für die Ausstellung.
Impressum
Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Rudolstadt
Schloss Heidecksburg
07407 Rudolstadt
Dr. Uwe Grandke (stellv. Archivleiter)
+49 (0) 361 / 573299 - 00
+49 (0) 361 / 5732299 - 31
rudolstadt [at] la.thueringen.de
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Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
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