Jüdisches Bornheim
Ein Wegweiser durch die Geschichte der Juden in der Stadt Bornheim
Eine virtuelle Ausstellung von
01
Anfänge der Juden in Bornheim
Informationen über die verwendeten Medien
Blatt 1267 des Bornheimer Weistums
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Stadtarchiv Bornheim
Beschreibung
Blatt 1267 des Bornheimer Weistums von 1575
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Abmessung/Umfang
23x25 cm
Material/Technik
Handschrift
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, Bornheimer Weistum
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1575
Ort
Bornheim (Rheinland), Herrlichkeit Bornheim
Erste Erwähnungen
In Bornheim-Waldorf ist bereits für das Jahr Jahr 1372 eine "Judengasse" (die heutige Bergstraße) belegt. Das weist darauf hin, dass sich dort bereits zu dieser Zeit jüdische Familien angesiedelt haben. Das Hebebuch des Grafen zu Alfter erwähnt in der Mitte des 15. Jahrhunderts die Existenz von Juden in Hersel. Hier zu sehen ist ein Ausschnitt aus dem "Bornheimer Weistum" von 1575, das auch für Bornheim-Ort eine "Jüddengaße" (die heutige Lesingstraße) erwähnt.
Vom Mittelalter bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches: Eine diskriminierte Minderheit
Juden wurden im Mittelalter als minderberechtigte und schutzbedürftige Minderheit angesehen. Gegen die Zahlung von Schutzgeldern verpflichtete sich der Kaiser bzw. König zum Schutz der Juden. Mit der Goldenen Bulle Karls IV. 1356 ging dieses Judenregal auf die Kurfürsten über, die es wiederum an die Landesfürsten weitergaben. Der Schutzgedanke trat mehr und mehr in den Hintergrund, während für die Landesherren die möglichen Einnahmen im Vordergrund standen.
Juden, die sich in der Herrlichkeit Bornheim niederlassen wollten, mussten dem Burgherrn dafür 10 Reichsthaler bezahlen. Hinzu kamen dreieinhalb Reichstaler jährliches Schutzgeld. Wollten die Kinder von Bornheimer Juden nach dem Tod ihrer Eltern weiter hier leben, mussten sie den Betrag von 10 Reichtalern erneut entrichten.
In der Wahl ihrer Berufe waren Juden durch den Zunftzwang eingeschränkt, der sie von den allermeisten Handwerksberufen ausschloss. Auch Grundbesitz war ihnen nicht erlaubt. Ihnen blieb nur, ihren Lebensunterhalt als Kleinhändler, Metzger, Pfandleiher oder Geldverleiher zu bestreiten.
Informationen über die verwendeten Medien
Liste der Juden in der Bürgermeisterei Hersel
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Stadtarchiv Bornheim
Angaben zum Objekt
Typ
Schriftstück
Abmessung/Umfang
Folio
Material/Technik
Papier / Handschrift
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 56 Bürgermeisterei Waldorf, Nr. 772
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1866
Ort
Bürgermeisterei Hersel, Bürgermeisterei Waldorf
Mittelalterliche Gesetze mit Nachwirkungen
Diese Steuerliste zeigt, dass die Berufsstruktur der Juden in der Bürgermeisterei Hersel noch 1866 durch voremanzipatorische Berufsverbote geprägt war. Am häufigsten finden sich die Berufsbezeichnungen "Metzger" und "Handelsmann". Die allermeisten Juden in Bornheim lebten in sehr bescheidenen Verhältnissen.
Einsetzende Gleichberechtigung
Die kurze Gleichstellung der linksrheinischen Juden unter Napoleon wurde noch unter dem Franzosen nach kurzer Zeit durch das sogenannte "Schändliche Dekret" wieder eingeschränkt. Erst 1847 erhielten die Juden in Preußen die volle Freizügigkeit. Bis zur ihrer endgültigen Gleichberechtigung dauerte es für die Bornheimer Juden noch bis in das Jahr 1869. In diesem Jahr wurde sie für Preußen mit dem „Gesetz betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung“ vollends erreicht. Das Gesetz galt zunächst für den Norddeutschen Bund und mit der Reichsgründung von 1871 für das gesamte Deutsche Reich.
02
Die Familie Koppel
Informationen über die verwendeten Medien
Wohnhaus der Familie Koppel an der Königstraße
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35 mm
Material/Technik
Negativfilm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bildbestand Norbert Zerlett Nr. 6273
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1972-1973
Ort
Bornheim (Rheinland)
Wohnhaus Koppel
Neben dem alten Bornheimer Rathaus erbaute der jüdische Unternehmer Jakob Koppel 1898 ein repräsentatives Wohnhaus. Jakob hatte es als Getreidehändler als einer der wenigen Juden in Bornheim zu Wohlstand gebracht. Als erster Jude gehörte er dem Bornheimer Gemeinderat an. 1868 wurde er zum Vorsitzenden der Synagogengemeinde gewählt. Seine beiden Söhne Albert und Leo übernahmen Wohnhaus und Geschäft. Das Gebäude wurde von 1931 bis 1970 als Sitz der Amtskasse genutzt und 1974 abgerissen.
Informationen über die verwendeten Medien
Geschäftshaus der Familie Koppel an der Königstraße
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35 mm
Material/Technik
Negativfilm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bildbestand Norbert Zerlett Nr. 5833
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1771-1972
Ort
Bornheim (Rheinland)
Geschäftshaus Koppel
Das Geschäftshaus der Familie Koppel befand sich ebenfalls zentral gelegen an der Königstraße (heute Hausnummer 49), wo sich heute eine Bankfiliale befindet.
Informationen über die verwendeten Medien
Zeitungsanzeige der Saatguthandlung Koppel
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Rechteinformation
unbekannt
Angaben zum Objekt
Typ
Zeitung
Material/Technik
Druck
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 04 Sammlung Albert Eßer Nr. 372-374
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Um 1900
Ort
Bornheim (Rheinland)
Informationen über die verwendeten Medien
Leo Koppel auf einem Ausflug mit anderen Vereinsmitgliedern des Männergesangsvereins Bornheim
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35 mm
Material/Technik
Negativfilm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bildbestand Norbert Zerlett Nr. 9234
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Um 1920
Ort
Bornheim (Rheinland)
Leo Koppel
Über Jahrzehnte prägte die Familie das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Stadt mit. Wie viele andere Glaubensgenossen war auch Jakobs Sohn Leo Koppel im Bornheimer Vereinsleben aktiv. Er war unter anderem Vorsitzender des Bornheimer Männergesangvereins. Das Bild zeigt ihn auf einem Ausflug mit anderen Vereinsmitgliedern.
Auf den Spuren jüdischer Geschichte in Bornheim-Ort
Schülerinnen und Schüler der Europaschule Bornheim nehmen uns in diesem Video mit auf eine Zeitreise in die Geschichte der Juden in Bornheim-Ort. Sie stellen die heutige Secundastraße als ehemaliges Zentrum jüdischen Lebens vor und machen uns mit der jüdischen Familie Koppel bekannt, die Bornheim lange Zeit mitgestaltete. Auch zur Verfolgung und Ausgrenzung von Juden in Bornheim und dem traurigen Schicksal von Martha, Moses und Sibilla Katz, die im Holocaust ermordet wurden, haben die Schülerinnen und Schüler recherchiert.
Informationen über die verwendeten Medien
Auf den Spuren jüdischen Lebens in Bornheim-Ort
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Rechteinformation
Paul Abends, Nala-Kim Sheppard (Recherche und Sprecher:innen), Henrik Holtbernd (Schnitt), Stadtarchiv Bornheim (historische Fotografien)
Angaben zum Objekt
Typ
Film
Thema
Jüdische Geschichte, Holocaust, Judenverfolgung, Bornheim (Rheinland)
Abmessung/Umfang
07:20 Minuten
Material/Technik
.mp4
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, Bestand F audiovisuelle Medien, Nr. 14
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Europaschule Bornheim
Zeit
2021
Ort
Bornheim (Rheinland)
03
Jüdisches Leben an der heutigen Secundastraße
Informationen über die verwendeten Medien
Fluchtlinienplan Bornheim von 1889, Blatt 5
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Rechteinformation
Stadt Bornheim
Beschreibung
Fluchtlinienplan Bornheim von 1889, Blatt 5 mit eingezeichnetem Grundriss der alten Synagoge
Angaben zum Objekt
Typ
Plan
Material/Technik
Papier
Sprache
deutsch
Identifikator
Noch nicht vergeben
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1889
Ort
Bornheim (Rheinland)
Die alte Synagoge an der Secundastraße
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts befand sich auf dem Grundstück der Witwe Liffmann Meyer an der heutigen Secundastraße eine kleine Synagoge. Ein Bericht des Bornheimer Bürgermeisters aus dem Jahr 1843 belegt, dass bis zu 93 Juden aus Bornheim, Waldorf und Sechtem die Synagoge besuchten. Da der Gebetsraum gerade einmal 25 bis 30 Quadratmeter klein war, mussten die Gottesdienste häufig im Freien abgehalten werden. Nach dem Bau der neuen Synagoge wurde das Gebäude bis zu seinem Abbruch 1885 als jüdische Religionsschule genutzt.
Informationen über die verwendeten Medien
Bierverlag Wilhelm Lapp, Rheinstraße in Bornheim
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Beschreibung
Ansicht der ehemaligen Rheinstraße (heute Secundastraße)
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35mm
Material/Technik
Negativfilm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bildbestand Norbert Zerlett Nr. 7969
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Um 1900
Ort
Bornheim (Rheinland)
Die "Ollichsgaß" als Zentrum jüdischen Lebens in Bornheim-Ort
Das Bild zeigt die heutige Secundastraße auf Höhe des Klosters Maria Hilf (heute Hausnummern 3-7). Die Straße trug früher die Bezeichnung Rheinstraße, zuvor den Namen "Ollichsgaß". Hier und an der oberen Königstraße siedelten sich mit den Jahren vermehrt jüdische Menschen an. Das Bild zeigt den Straßenzug um 1900. Bevor der Bierverlag Lapp das linke Haus bezog, wohnte dort unter anderem der jüdische Unternehmer Jakob Koppel. In der Mitte sieht man das Wohn- und Geschäftshaus des Metzgers Moses Katz. Das rechte Gebäude ist das der Familie Meyer, in dessen Hof sich die kleine Synagoge befand.
Die Synagogengemeinde
Das preußische Gesetz über die Verhältnisse der Juden von 1847 gewährte den jüdischen Gemeinden den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts. Auf der Grundlage des Gesetzes wurde am 12. April 1855 die Synagogengemeinde Wesseling mit den Spezialsynagogengemeinden Wesseling, Hersel und Bornheim gegründet. 1864 beschloss der Gemeindevorstand die Verlegung der Gemeinde in das zentraler gelegene Bornheim, wo mittlerweile auch die meisten Juden lebten. 1868 konstituierte sich die Gemeinde unter dem Namen „Synagogengemeinde Bornheim“ neu.
Informationen über die verwendeten Medien
Statut der Synagogengemeinde Bornheim
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Rechteinformation
Stadtarchiv Bornheim
Angaben zum Objekt
Typ
Druckgut
Thema
Synagogengemeinde Bornheim (Rheinland)
Material/Technik
Papier
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 56 Waldorf Nr. 773
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1868
Ort
Bonn
Informationen über die verwendeten Medien
Die Synagoge in der Königstraße
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Rechteinformation
unbekannt
Beschreibung
Ausschnitt aus einer Postkarte um 1900
Angaben zum Objekt
Typ
Bildpostkarte
Material/Technik
Papier
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand Nr. 1180
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Bornheim (Rheinland)
Informationen über die verwendeten Medien
Postkarte Bornheim
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Rechteinformation
unbekannt
Beschreibung
Bildpostkarte mit Ortsansichten von Bornheim. Motive: Gasthaus Jacob Nettekoven, Katholische Kirche St. Servatius, Kloster Maria-Hilf, Synagoge, Evangelische Kirche, Burg Bornheim.
Motive: Gasthaus Jacob Nettekoven, Katholische Kirche St. Servatius, Kloster Maria-Hilf, Synagoge, Evangelische Kirche, Burg Bornheim
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
15x10 cm
Material/Technik
Farbdruck
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand, Nr. 1428
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1900
Ort
Bornheim (Rheinland)
Die neue Bornheimer Synagoge
1866 wurde die neue Synagoge an der Königstraße 55 fertiggestellt. Wie die evangelische und katholische Kirche im Ort, wurde das Gebäude vom Bonner Kreisbaumeister Paul Thomann entworfen. Auf dem Giebel des schlicht gehaltenen Backsteinbaus thronte ein Davidstern. Damit war das Gebäude ein weithin sichtbares Zeichen für ein neues Selbstbewusstsein der jüdischen Minderheit angesichts ihrer fortschreitenden gesetzlichen Emanzipation.
Informationen über die verwendeten Medien
Innenansicht der Bornheimer Synagoge
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
unbekannt
Beschreibung
Innenansicht der Bornheimer Synagoge mit Thoraschrein
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
Abgedruckt in: Pracht, Elfie: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln, Köln, 1997, S. 572 (Abb. 373)
Material/Technik
Papierabzug
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildsammlung, ohne Signatur
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Aufnahme anlässlich der Feier des 50jährigen Ehejubiläums der Eheleute Jonas aus Walberberg
Zeit
1938
Ort
Bornheim (Rheinland)
Innenansicht der Synagoge
Dies ist die einzig bekannte Innenansicht der Synagoge. 1938 aufgenommen, zeigt sie den Thoraschrein und Teile der Ausstattung. Die Fotografie entstand anlässlich einer Feier zum 50. Ehejubiläum der Eheleute Jonas aus Walberberg. Zeitzeugen berichten, der Innenraum der Synagoge sei von einem Kölner Künstler ausgemalt worden. Die Buntglasfenster sollen biblische Motive gezeigt haben.
Informationen über die verwendeten Medien
Brennende Synagoge in Bornheim, Königsstraße am 10.11.1938
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Heinrich Schneider
Beschreibung
Fotografie der brennenden Bornheimer Synagoge, aufgenommen vom Turm der Kirche St. Servatius durch Kaplan Heinrich Schneider.
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
Reichspogromnacht
Abmessung/Umfang
9x11 cm
Material/Technik
Papierabzug
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand Nr. 563
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
10.11.1938
Ort
Bornheim (Rheinland)
Pogromnacht in Bornheim
Am Abend des 10. November 1938 - einen Tag später als in den größeren Städten - wurde die Synagoge von Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Die Scheiben jüdischer Geschäfte wurden zertrümmert, Ladeneinrichtungen zerstört und Jagd auf jüdische Menschen gemacht. Die Synagoge brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr verhinderte lediglich das Übergreifen des Brandes auf die Nachbargebäude.
An dem Tag gingen wir zur Straße. Da sahen wir Männer mit Eimern und Gießkanne nebenan zur Zapfstelle gehen, die auf dem Bürgersteig stand. Die Männer füllten die Behälter mit Benzin und gingen zur Synagoge, wo heute das Geschäft Blumenthal ist. Eine Weile später kam mein Vater voller Aufregung nach Hause. Er hatte die Wolken von dem Brand vom Feld aus gesehen und gedacht, unser Hof würde brennen. Etwas später sahen wir, wie etliche Männer gegenüber in die Metzgerei Cahn einbrachen und alles zerschlugen.
Eine Anwohnerin der Königstraße
05
Jüdische Friedhöfe
Bet Hachajim - Haus des Lebens
Friedhöfe werden im Judentum "Bet Hachajim" (Haus des Lebens) oder "Bet Haolam" (Haus der Ewigkeit) genannt. Die Begräbnisstätten werden nicht eingeebnet, sondern sollen die Verstorbenen bis zum jüngsten Tag beherbergen. Anstatt vergänglicher Blumen werden traditionell kleine Steine auf die Gräber gelegt. Männliche Besucher werden gebeten eine Kopfbedeckung zu tragen. Die Inschriften der Grabmale sind auf älteren Steinen ausschließlich auf Hebräisch. Im Laufe der Zeit nimmt der deutsche Schriftanteil aber immer weiter zu. Dabei bestehen die Inschriften meist aus einer Einleitungsformel, einer Eulogie (Lob auf den Verstorbenen) und einem Schlusssegen.
Aufgrund ihrer wertvollen Informationen zur Geschichte der jüdischen Gemeinden und deren Mitglieder werden jüdische Friedhöfe oft als "Freilicht-Archive" bezeichnet. Vielerorts, so auch in Bornheim, sind sie die letzten authentischen Zeugnisse der in der NS-Zeit vernichteten Gemeinden im öffentlichen Raum.
Informationen über die verwendeten Medien
Jüdischer Friedhof Bornheim
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
Jüdische Kultur
Abmessung/Umfang
9x11 cm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand Nr. 1790
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 1950
Ort
Bornheim (Rheinland), Lessingstraße, Judenpfad
Der jüdische Friedhof Bornheim
Der jüdische Friedhof Bornheim liegt an der Lessingstraße und ist der größte der drei jüdischen Friedhöfe auf Bornheimer Stadtgebiet.
Informationen über die verwendeten Medien
Judenpfade in Bornheim
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Beschreibung
Kartierung des Verlaufs des sog. Judenpfades von Heimerzheim nach Bornheim
Angaben zum Objekt
Typ
Diapositiv
Thema
Geschichte der Bornheimer Juden
Abmessung/Umfang
35mm
Material/Technik
Diapositiv
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Sammlung Zerlett Nr. 15214
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 1980
Ort
Bornheim (Rheinland)
Geschichte des Friedhofs
Entlang des ehemaligen Bornheimer Judenpfads, der heutigen Lessingstraße, zogen die Heimerzheimer Juden laut dem Heimatforscher Norbert Zerlett zur Synagoge nach Bornheim. Die Erwähnung dieses Straßennamens deutet die Existenz des Friedhofs bereits im 16. Jahrhundert an. Spätestens aber seit 1736, als bereits sechs jüdische Familien in Bornheim nachweisbar waren, muss eine eigene Begräbnisstätte der Bornheimer Juden existiert haben.
Informationen über die verwendeten Medien
Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Bornheim
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9x13 cm
Material/Technik
Papierabzug
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand, Nr. 1784
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1971
Ort
Bornheim (Rheinland)
Grabsteine erzählen
111 Grabmale und Fragmente aus den Jahren zwischen 1771 und 1938 sind auf dem Friedhof erhalten. Mindestens 23 Steine wurden während der NS-Zeit mutwillig umgestürzt. Nach Kriegsende zwangen die Amerikaner ehemalige Parteimitglieder, den Friedhof wieder instand zu setzen, wobei kurz vor dem Abschluss der Arbeiten, in der Nacht vom 5. auf den 6. April 1947, erneut sechs Grabmale umgestürzt wurden. Heute befindet sich der Friedhof in Besitz des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Nordrhein und wird vom Stadtbetrieb Bornheim gepflegt.
Informationen über die verwendeten Medien
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer des Holocaust auf dem jüdischen Friedhof in Bornheim
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Rechteinformation
Sepp Trümpener
Beschreibung
Einweihung des Gedenksteins für die Opfer des Holocaust auf dem jüdischen Friedhof in Bornheim durch den Bornheimer Bürgermeister Wilfried Henseler am 10. November 1991. Von links: Kantor Vida, Bürgermeister Wilfried Henseler, Erich Weil
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
Jüdische Friedhöfe
Abmessung/Umfang
10x15 cm
Material/Technik
Papierabzug
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand Nr. 1788
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
10.11.1991
Ort
Bornheim ( Rheinland), Jüdischer Friedhof Bornheim Lessingstraße
Eine Gedenktafel für die ermordeten Juden
Am 10. November 1991 wurde auf dem Friedhof eine zentrale Gedenktafel für die im Holocaust ermordeten Juden aus Bornheim eingeweiht.
Informationen über die verwendeten Medien
Jüdischer Friedhof Walberberg
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35mm
Material/Technik
Negativfilm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bestand Norbert Zerlett Nr. 3578
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Bornheim-Walberberg
Der jüdische Friedhof Walberberg
Der jüdische Friedhof in Walberberg liegt an der Düffelstraße, direkt unterhalb des Sportplatzes.
Vom Hexenturm auf den Vorgebirgsrücken
Ursprünglich befand sich der jüdische Friedhof von Walberberg westlich des "Hexenturms". 1843 erwarb der Kölner Stadtbaumeister Johann Peter Weyer den Hexenturm in der Absicht, ihn zu einer touristischen Attraktion umzugestalten. Als Weyer den Friedhof aufheben lassen wollte, protestierten die Walberberger Juden und wandten sich an die Synagogengemeinde in Köln. Unverrichteter Dinge verkaufte Weyer das Grundstück wieder. Es wurde später aufgeteilt und der Friedhof verlegt. 1882 erwarb die Spezialsynagogengemeinde Bornheim das neue Gelände auf dem Vorgebirgsrücken zwischen dem heutigen Matthias-Claudius-Weg und der Düffelstraße. Ein Grabstein aus dem Jahr 1813 wurde vom alten Friedhof am Hexenturm auf das neue Gelände transloziert.
Informationen über die verwendeten Medien
Hexenturm Walberberg
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Negativfilm
Abmessung/Umfang
35mm
Material/Technik
Negativfilm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bestand Norbert Zerlett Nr. 2939
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1957
Ort
Bornheim-Walberberg
Informationen über die verwendeten Medien
Jüdischer Friedhof Walberberg
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35mm
Material/Technik
Negativfilm
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bildbestand Norbert Zerlett Nr. 3576
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1971
Ort
Bornheim-Walberberg
Grab Moses Horn
Der Walberberger Friedhof ist der kleinste der drei jüdischen Friedhöfe auf Bornheimer Stadtgebiet. Hier stehen 8 Grabmale aus der Zeit zwischen 1813 und 1932. Auch Juden aus Merten und Trippelsdorf wurden hier beigesetzt. Die Rösberger Juden verfügten über eine eigene Begräbnisstätte auf einer Rasenfläche am Kuckucksmahr zwischen Rösberg und Hemmerich, ab 1843 über eine neue Fläche am Vorgebirgswald. Links im Bild sieht man das Grab von Moses Horn.
Informationen über die verwendeten Medien
Moses Horn mit Pfingstochsen
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35mm
Material/Technik
Diapositiv
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bildbestand Norbert Zerlett Nr. 18957
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1989
Ort
Bornheim (Rheinland)
Moses Horn mit Pfingstochsen
Die kleine Statue zeigt den Händler Moses Horn, der um die Jahrhundertwende einen bekränzten Pfingstochsen durch das Dorf führt. Der Ochse lieferte das Fleisch für den Sauerbraten, der traditionell zur Pfingstkirmes in den Haushalten auf den Tisch kam.
Informationen über die verwendeten Medien
Jugendliche vom Jugendzentrum Walberberg besuchen den jüdischen Friedhof
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Rechteinformation
Stadt Bornheim
Beschreibung
Jugendliche vom Jugendzentrum Walberberg besuchen und reinigen den jüdischen Friedhof
Angaben zum Objekt
Typ
Digitalfotografie
Thema
Jüdischer Friedhof Bornheim-Walberberg
Material/Technik
Digitalfotografie
Identifikator
StAB 23 Nr. 88
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jugendzentrum Walberberg, Jugendförderung der Stadt Bornheim, Förderkreis Historisches Walberberg e.V.
Zeit
2021
Ort
Bornheim-Walberberg
Teil einer aktiven Erinnerungskultur
Die jüdischen Friedhöfe in Bornheim sind als Orte einer aktiven Erinnerungskultur von besonderer Bedeutung. Regelmäßig finden Führungen und Workshops statt. Hier zu sehen sind Jugendliche des Jugendzentrums Walberberg, die von Heribert Keßler (Förderverein Historisches Walberberg e.V.) mehr über die Geschichte des Friedhofs und der jüdischen Gemeinde erfahren.
Informationen über die verwendeten Medien
Jüdischer Friedhof Hersel
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
35mm
Material/Technik
Papierabzug
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand Nr. 1796
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1970
Ort
Bornheim-Hersel
Der jüdische Friedhof Hersel
An der Elbestraße, inmitten eines Wohngebiets, liegt der jüdische Friedhof von Hersel.
Informationen über die verwendeten Medien
Grabsteine David und Eva Rolef
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Norbert Zerlett
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Material/Technik
Diapositiv
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 33 Bildbestand Norbert Zerlett Nr. 18958
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1990
Ort
Bornheim-Hersel
Gräber von David und Eva Rolef
1848 die kauften die Herseler Familien Bock und Marx das Grundstück zur Anlage eines eigenen Friedhofs für die Herseler Juden. Bis dahin bestatteten auch die Herseler Juden Ihre Toten in Bornheim. 34 Grabmale aus der Zeit zwischen 1854 und 1933 geben Aufschluss über die Geschichte der jüdischen Familien in den Bornheimer Rheinorten.
Hier zu sehen sind die Grabsteine von Eva und David Rolef. Ihre Söhne Salomon und Abraham sowie Schwiegertochter Berta wurden im Holocaust ermordet. Ihre Enkelkinder mussten fliehen. Für sie alle liegen Stolpersteine vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie an der Germanenstraße 26.
06
Stolpersteine
Kleine Denkmäler
Bei den vom Künstler Gunter Demnig gestalteten Stolpersteinen handelt es sich um Messingschilder mit den Namen und Schicksalsdaten der Menschen, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes geworden sind. Diese Messingschilder werden vor den ehemaligen Wohnorten der Opfer in die Bürgersteige eingelassen, wo sie die Erinnerung wachhalten.
Seit 2005 hat der Rat der Stadt Bornheim beschlossen, sich an der Aktion zu beteiligen. Im Jahr darauf wurden die ersten Steine verlegt. Mittlerweile erinnern die kleinen Denkmäler in den Ortsteilen Bornheim-Ort, Roisdorf, Walberberg, Hersel, Widdig, Waldorf, Merten und Sechtem an ehemalige jüdische Mitbürger.
Informationen über die verwendeten Medien
Gunter Demnig verlegt Stolpersteine für Sibilla und Jakob Voos sowie Henriette, Else und Setta Bähr vor dem Haus Beethovenstraße 34
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Stadt Bornheim
Beschreibung
Gunter Demnig verlegt Stolpersteine für Sibilla und Jakob Voos sowie Henriette, Else und Setta Bähr vor dem Haus Beethovenstraße 34
Angaben zum Objekt
Typ
Digitalfotografie
Thema
Stolpersteine, Judenverfolgung, NS-Zeit
Material/Technik
Digitalfotografie
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 23 Bildbestand (digital) Nr. 87
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
12.12.2014
Ort
Bornheim-Merten, Beethovenstraße 34
Stolpersteine in der Beeethovenstraße
In Merten wurden im Jahr 2014 fünf Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. An der Beethovenstraße 34 erinnern die Steine an Sibilla und Jakob Voos sowie Henriette, Else und Setta Bähr.
Erinnerung als Kultur
Das Schicksal von Else Bähr galt lange als ungeklärt. Mittlerweile weiß man, dass ihr die Flucht gelang. In diesem Audiofeature rekonstruieren Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Böll-Gesamtschule Bornheim das Leben von Else Bähr. Sie führen ein Interview mit Ute Wirtz, die aus den Erinnerungen ihrer Großmutter berichtet, die eng mit Else Bähr befreundet war. Außerdem wirft der Beitrag ein Schlaglicht auf die Verdienste von Heinrich Böll um die Erinnerungskultur der Nachkriegszeit. Heinrich Böll war nicht nur Namensgeber der Mertener Gesamtschule, sondern lebte von 1982-1985 in dem Vorgebirgsort.
Informationen über die verwendeten Medien
Audiofeature der Heinrich-Böll-Gesamtschule Bornheim zum Schicksal von Else Bähr und dem Engagement von Heinrich Böll für die Erinnerungskultur in der Nachkriegszeit
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Lena Schmitz, Maria-Ekaterina Chatzivasili, Caspar Valentin, Jakob Bauersch (Redaktion und Sprecher:innen), Ute Wirtz (Idee und Interview), Quirin Härle (Musik und Ton), Herman Fenigstein (Lied "Ich fuhr a heim")
Angaben zum Objekt
Typ
digitale Tonaufnahme
Thema
Heinrich Böll, Erinnerungskultur, Bornheim (Rheinland), Judenverfolgung, Holocaust
Abmessung/Umfang
16:45 Minuten
Material/Technik
.mp3
Sprache
deutsch
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, Bestand 07 Tondokumente, Nr. 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Heinrich-Böll-Gesamtschule Bornheim
Zeit
2021
Ort
Bornheim-Merten
Informationen über die verwendeten Medien
Stolpersteine für die Familie Beretz in Waldorf
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Josef 'Jupp' Schugt (aka 'Penpen')
Angaben zum Objekt
Typ
Digitalbild
Material/Technik
Digitalfotografie
Sprache
deutsch
Identifikator
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/af/Stolpersteins_Jakob_Beretz%2C_Gustav_Beretz%2C_Paula_Beretz%2C_Erika_Beretz%2C_Blumenstra%C3%9Fe_105%2C_Bornheim.jpg
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
29.08.2016
Ort
Bornheim-Waldorf
Stolpersteine in Waldorf
In Waldorf liegen insgesamt 15 Stolpersteine für jüdische Opfer des Nazi-Terrors. Vier davon für Familie Beretz vor dem Haus Blumenstraße 105.
Informationen über die verwendeten Medien
1. Schulklasse der Volksschule Waldorf von 1933
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Änni Heimann
Beschreibung
Das erste Schuljahr der Volksschule Waldorf von 1933. An der Wand stehend, das zweite Kind von rechts ist Erika Beretz.
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Material/Technik
Papierabzug
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, 22 Bildbestand Nr. 608
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1933
Ort
Bornheim-Waldorf
Erika Beretz
Erika Beretz wurde im Alter von 15 Jahren zusammen mit Ihren Eltern und ihrer Tante deportiert und ermordet. Das Foto zeigt sie (stehend, 2. v.r.) als Erstklässlerin des Jahrgangs 1933 der Volksschule in Waldorf.
Das Edith-Stein-Fenster in der Waldorfer Pfarrkirche
Ein Ort in Waldorf, der wie die Stolpersteine an das individuelle Schicksal einer Jüdin während der NS-Zeit erinnert, findet sich auch in der Waldorfer Pfarrkirche. Die Jugendkirche „Himmel un Ääd“ erklärt in diesem Video, wer Edith Stein war und warum ihr ein Fenster in der Waldorfer Pfarrkirche gewidmet wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Das Edith-Stein Fenster in der Pfarrkirche St. Michael Waldorf
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Michael Wiewiorra
Angaben zum Objekt
Typ
Film
Thema
Bornheim (Rheinland), Jüdische Geschichte, Holocaust, Judenverfolgung
Abmessung/Umfang
05:14 Minuten
Material/Technik
.mp4
Identifikator
Stadtarchiv Bornheim, Bestand F audiovisuelle Medien, Nr. 15
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jugendkirche Himmel un Ääd der Katholischen Kirchengemeinde Bornheim-Vorgebirge
Zeit
2021
Ort
Bornheim-Waldorf
Informationen über die verwendeten Medien
Stolpersteine für die jüdische Familie Loeb in Bornheim-Roisdorf
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Josef 'Jupp' Schugt (aka 'Penpen')
Angaben zum Objekt
Typ
Digitalbild
Material/Technik
Digitalfotografie
Sprache
deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Josef 'Jupp' Schugt (aka 'Penpen')
Zeit
29.08.2016
Ort
Bornheim (Rheinland)
Weitere Informationen
Stolpersteine in Roisdorf
In Bornheim-Roisdorf lebten mehrere jüdische Familien. Familie Loeb betrieb eine kleine Metzgerei in der Brunnenstraße. Das Schicksal der Familie ist besonders gut dokumentiert, weil der Nachlass von Joseph Loeb dem Bornheimer Stadtarchiv übergeben wurde. Anhand dieser Unterlagen haben Schüler des Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums das Leben von Joseph Loeb rekonstruiert.
Informationen über die verwendeten Medien
Geschwister Loeb vor der Metzgerei David Loeb
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
ungeklärt
Beschreibung
Von links nach rechts: Franziska, Else, Philipp und Joseph Loeb. Rückseitig handschriftlich: "Unserer lieben Tante Marie / senden viele Grüße / die Roisdorfer Kinder".
Papierabzug als Postkarte. Rückseitig handschriftlich: "Unserer lieben Tante Marie / senden viele Grüße / die Roisdorfer Kinder"
Angaben zum Objekt
Typ
Papierabzug
Material/Technik
Papierabzug
Sprache
deutsch
Identifikator
StAB 03 - Nachlass Joseph Loeb, Nr. 8-001
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Joseph Loeb
Zeit
1908
Ort
Bornheim (Rheinland)
Das Schicksal von Joseph Loeb und seiner Familie
Joseph Loeb (rechts) wurde am 19. September 1896 als jüngstes von vier Kindern geboren. Sein Vater David war Inhaber einer kleinen Metzgerei in Roisdorf. Joseph begann eine kaufmännische Lehre, welche er in Chemnitz abschloss.
Informationen über die verwendeten Medien
Gruppenbild der Einheit von Joseph Loeb vor Arras während des Ersten Weltkriegs
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
unbekannt
Beschreibung
Gruppenbild der Einheit von Joseph Loeb vor Arras während des Ersten Weltkriegs
Rückseitig handschriftlich: "Moorslede ( bei Ypern), 23.04.1917: / Liebe Tante! / Dein hochfeines Paket mit beigefügten Zeilen habe ich herzlichst / dankend erhalten. Wir sind seit 14 Tagen in Flandern. Zu Pe- / ssach war ich 3 Tage auf Urlaub in Brüssel. Habe auch Tante / Rosa getroffen. Es geht ihnen allen gut. / Wann wird wohl der elende Krieg mal ein Ende haben, / s.G.w. recht bald. Es ist gut, daß wir wenigstens ab / und zu Nachricht von dem ? erhalten. Die / Hoffnung ist, daß er s.G.w. gesund nach Hause rurück- / kehren möge. Von meinen Lieben in Roisdorf habe / oft Nachricht. Sie sind alle gesund. Franziskas beide Kinderchen sind auch 2 muntere Mädels, auf die ich / als Onkel sehr stolz bin. / Grüße mir Familie Jansen herzlichst und sei / du besonders herzlich gegrüßt & gedankt von / deinem Jüppchen"
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
Erster Weltkrieg
Material/Technik
Papierabzug
Sprache
deutsch
Identifikator
StAB 03 - Nachlass Joseph Loeb Nr. 5-003
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Joseph Loeb
Zeit
1917
Ort
Moorslede (Ypern), Belgien
Einsatz im Ersten Weltkrieg
Im Jahr 1916 wurde Joseph Loeb (sitzend, 2. v. links) zum Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg eingezogen. Von Dezember 1916 bis Kriegsende diente er an West- und Ostfront. Er wurde verwundet und erhielt die Friedrich-August-Medaille in Bronze. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges war Joseph als Textilkaufmann in Chemnitz tätig und gründete dort im Juni 1931 ein Geschäft. In dieser Zeit lernte er die Christin Elisabeth Gretchen Fickert kennen, welche er kurz darauf heiratete.
Informationen über die verwendeten Medien
Kennkarte Joseph Loeb
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Stadtarchiv Bornheim
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
Dokument
Thema
Judenverfolgung, Holocaust
Material/Technik
Papierabzug
Sprache
deutsch
Identifikator
StAB 03 - Nachlass Joseph Loeb, Nr. 3-006
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Joseph Loeb
Zeit
27.12.1938
Ort
Chemnitz
Unterdrückung und Verfolgung
Während die Metzgerei der Familie in Bornheim in der Pogromnacht vollkommen zerstört wurde, wurde Joseph Loeb aus Chemnitz in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Am 01.12.1938 wurde er wieder entlassen. Das Geschäft, das er in Kemtau gegründet hatte, musste er auf Druck der NS-Behörden aufgeben. Er und seine Frau wurden während des Krieges zur Zwangsarbeit in einem Molkereibetrieb und bei der Reichsbahn gezwungen. Die Ehe mit seiner nicht-jüdischen Frau rettete Joseph Loeb vermutlich das Leben.
Der Kampf um Wiedergutmachung
Von den Schicksalen seiner Verwandten erfährt Joseph Loeb nach Kriegsende durch eigene Nachforschungen und Hörensagen. Er hat als einziger seiner direkten Verwandschaft den Holocaust überlebt. Jahzehntelang kämpft er mit den deutschen Behörden um Wiedergutmachung und die Rückerstattung des geraubten Besitzes der Familie, während er sich in den USA mit Gelegenheitsjobs, u.a. als Putzkraft über Wasser hält. Mitte der 1950er-Jahre zieht das Ehepaar Loeb zurück nach Deutschland und Joseph übt in Berlin seinen gelernten Beruf als Textilhändler aus. Später ziehen beide nach Siegburg. 1978 verstirbt Joseph Loeb.
Informationen über die verwendeten Medien
Aufstellung der in Verlust geratenen Haushaltsgegenstände von Joseph Loeb (Durchschrift)
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Stadtarchiv Bornheim
Beschreibung
Aufstellung der in Verlust geratenen Haushaltsgegenstände von Joseph Loeb (Durchschrift)
Angaben zum Objekt
Typ
Schriftstück (maschinenschriftlich)
Thema
Holocaust, Judenverfolgung, Wiedergutmachung
Abmessung/Umfang
DIN A4
Material/Technik
Papier, Schreibmaschine
Sprache
deutsch
Identifikator
StAB 03 - Nachlass Joseph Loeb, Nr. 1-069
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Joseph Loeb
Zeit
1952
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Jens Löffler
Impressum
Stadtarchiv Bornheim
Rathausstraße 2, 53332 Bornheim
Stadt Bornheim - Der Bürgermeister
02222/945-110
02222/945-126
stadtarchiv [at] stadt-bornheim.de
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