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Spurensuche

Archivpädagogisches Projekt im Rahmen von Projekt- und Kompetenzorientierung

Ausstellung

In einem archiv- und medienpädagogischen Projekt beschäftigten sich Schüler*innen 2019 mit der Erinnerungskultur zur sogenannten "Brandnacht" und dem Bombenkrieg in Darmstadt. Über die Beschäftigung mit Archivalien, alten Zeitungen, Plänen, persönlichen Tagebüchern und Zeitzeugenberichten entstand ein Film zur Spurensuche der Brandnacht aus der Perspektive junger Leute.

Staßeninterviews und die Suche nach heutigen Spuren stellen die Frage nach der Bedeutung der "Brandnacht" für uns heute. Durch die Präsentation verschiedener Beispiele aus den Ergebnissen der Zusammenarbeit in dieser Online-Ausstellung soll auch in Zukunft zum Nachdenken über Erinnern und Gedenken angeregt werden.

Hörlabyrinth

In zwei Halbtagterminen und einem Ganztagstermin, mit einer kurzen Vorbereitung und Einführung vor den Ferien im Archiv, haben sich 17 Schüler*innen mit unterschiedlichen Perspektiven auf die Brandnacht beschäftigt. Sie haben Archivalien und Biografien, Zeitungen und Dokumente gesichtet, sich in Gruppen zu unterschiedlichen Themen entschlossen und Ihre Eindrücke und Erkenntnisse in einem Audioprojekt umgesetzt.

Die Beteiligten führten Zeitzeugeninterviews und entwickelten fiktionale und non-fiktionale Sprechtexte oder Dialoge zu tatsächlichen Geschichten und historischen Dokumenten. Reportagen, fiktionale Texte, Interviews, authentische Zitate, Kommentare und Statements wurden zu eigenen Audiodateien gemischt, die Sie an den Stationen hören können.

Die Idee des Hörlabyrinths entwickelte sich letztendlich durch den Kontakt mit dem Büro für Medienbildung, mit Mila Hundertmark und Volker Löw sowie der Künstlerin Janina Wank, die die Idee des Tuchlabyrinths zu den Ideen der Schülerinnen und Schüler beisteuerte.

Ergebnisse

Die Ergebnisse sind ein Beispiel dafür, wie Kompetenzorientierung in Projekten funktionieren kann:

  • Schulung der Wahrnehmungskompetenz im Umgang mit authentischem Archivmaterial,
  • Analysekompetenz beim Erarbeiten der Inhalte,
  • Wertungs- und Reflexions- sowie auch Präsentationskompetenz bei der Bildung von Urteilen und der Darstellung der Ergebnisse.

Nachfolgend sind die von den beteiligten Schüler*innen gestalteten Vitrinen und dazu aufgenommenen Hörbeiträge, angelehnt an die analoge Präsentation, für die digitale Darstellung aufbereitet worden.

Die Ergebnisse zeigen neue und bewusst europäische Perspektiven - den Blick einer jungen Generation. Der von den Schüler*innen selbstgewählte Fokus richtet sich auf die Erfahrungen von Kindern und Familien. Sie beschäftigen sich mit den Mitteln und den Auswirkungen der NS-Propaganda und deren Folgen für die Bevölkerung.

01
"Der Beginn des Bombenkriegs in Europa": Wieluń 1939

02
"Rettendes Inferno": Alexander Haas und die Familie Steinbeck in der Bombennacht.

03
"NS-Propaganda zum Bombenkrieg": Zeitungen zwischen 1943 und 1945

04
"Evakuierung": Aus Darmstädter Kindern werden Odenwälder:innen

05
Erinnern, Verdrängen oder Vergessen?