Die Waffen der Kunst
Ein Blick ins Arbeitszimmer des italienischen Kunstkritikers Ugo Ojetti
Eine virtuelle Ausstellung von
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Ugo Ojetti in posa per Lino Selvatico nel giardino di Via Della Robbia, gennaio 1907
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Rechteinformation
Ministero della Cultura - Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze
Angaben zum Objekt
Identifikator
Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze, Fondo Ugo Ojetti, Album Ojetti n. 4
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1907
Ugo Ojetti
Ugo Ojetti (1871-1946) war ein einflussreicher italienischer Kunstkritiker. Der Sohn des Architekten Raffaele Ojetti wirkte als Autor, Dichter, Kurator, Herausgeber und Kulturpolitiker. Als überzeugter Nationalist avancierte Ojetti schnell zu einer Schlüsselfigur des italienischen Kulturlebens. Seine Tätigkeit als Mitglied in zentralen Wettbewerbskommissionen nutzte er, um seine Vorstellung einer nationalen Formensprache durchzusetzen und die Gestaltung des öffentlichen Raums zu prägen.
Erhaltung und politische Indienstnahme des materiellen und geistigen Kulturerbes gingen bei Ojetti Hand in Hand. Bereits 1912 wurde er Teil der obersten staatlichen Denkmalpflegekommission. 1914 schloss Ojetti sich im "Corriere della Sera" der internationalen Verurteilung des deutschen Beschusses der Kathedrale von Reims an. Im Folgejahr besuchte er zusammen mit dem Schriftsteller Gabriele D’Annunzio medienwirksam den Schauplatz der Zerstörung. Als Teil des Ingenieurkorps war er ab 1915 mit dem Schutz der italienischen Kunstgüter betraut.
Informationen über die verwendeten Medien
Ugo Ojetti auf dem Steg nach Gradisca, Sdraussina, Juni 1916
Aus der Sammlung von
s. Kurzbeschreibung
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Beschreibung
Aus: Ugo Ojetti, Lettere alla moglie 1915-1919, herausgegeben und kommentiert von Fernanda Ojetti, Vorwort von Niccolò Rodolico, Florenz, 1964
Ojettis Ziel war die Entwicklung einer genuin italienischen Kunst, deren Eigenschaften er zeitlebens zu definieren und als Wegweiser zu etablieren suchte. Von Italianità gekennzeichnete Werke bildeten für Ojetti nicht nur ein identitätsstiftendes gesellschaftliches Fundament, sie stellten auch ein Reservoir kultureller Energien dar, das zum Antrieb politischer Bestrebungen der Gegenwart erschlossen werden musste. Kunst und Architektur verstand Ojetti als “aufrichtigen Ausdruck eines nationalen Charakters“. Ihre zeitlose Wirkmacht suchte Ojetti durch seine Kulturpolitik freizusetzen.
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Einladung zur Ausstellungseröffnung Cinquecento Toscano im Palazzo Strozzi in Florenz. Einführung durch Ugo Ojetti
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 5 (Firenze), Signatur 5/4, Digitalisat 5/129.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
April 1940
Ort
Palazzo Strozzi, Florenz
im Palazzo Strozzi, Florenz 1940. Einführung des Kurators Ugo Ojetti
Ziel der Ausstellung
Ziel dieser Ausstellung ist es, einen Einblick in den Bestand des Berliner Ojetti-Nachlasses zu geben. Der erste Teil der Ausstellung ist der Provenienz des Teilnachlasses gewidmet, der zweite Teil bietet einen "Blick in Ojettis Arbeitszimmer" und befasst sich mit den Arbeitsprozessen, aus denen das heterogene Archivmaterial hervorgegangen ist. Der dritte Teil beleuchtet Ojettis Versuche, mit den "Waffen der Kunst" eine genuin italienische Nationalidentität durchzusetzen. Gemäß dem Schwerpunkt des Berliner Bestandes liegt der Fokus auf den Bereichen Architektur und Städtebau.
01
Ojetti in Berlin
Einführung
Unterlagen aus Ugo Ojettis Nachlass finden sich in vielen großen und kleinen italienischen Archiven - allen voran der Staatsbibliothek in Florenz, der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom und der Fondazione Cini in Venedig. Doch wie kommt ein Teil dieser Dokumente ausgerechnet an das Kunsthistorische Institut der Freien Universität Berlin? Einblick in eine Spurensuche.
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Collage Mappen und Inhalt
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
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Material/Technik
Fotocollage
Heutiger Bestand
Der in der Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts der Freien Universität Berlin verwahrte Teilnachlass Ojettis beinhaltet ca. 170 Bücher, Zeitschriften und Broschüren, die teilweise in den Freihandbestand aufgenommen wurden, verschiedenste annotierte Schrift- und Bilddokumente, die geographisch sortiert in 45 farbigen Mappen zusammengefasst sind, sowie ca. 160 alphabetisch sortierte Künstlermappen. Weitere lose Dokumente wurden nach der Ankunft des Nachlasses am Kunsthistorischen Institut thematisch geordnet.
Die geographisch sortierten und am KHI nummerierten Mappen sowie die nachträglich thematisch sortierten Materialien befanden sich vor Beginn der Digitalisierung ausschließlich in Hängeregistern eines grauen Aktenschrankes. In braunen Registern waren die Mappen einsortiert, die Materialsammlungen zu Topographien in Italien beinhalten. Die hier abgebildeten blauen Hängeregister sind nach Topografien außerhalb Italiens oder deutschsprachigen Lemmata sortiert.
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Mappen in Hängeregistern
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Typ
Fotografie
Die vielfältigen Materialsammlungen innerhalb der Mappen setzen sich aus Zeitungsausschnitten, Fotografien, Gebäudeentwürfen, städtebaulichen Projekten, Wettbewerbsdokumentationen, Broschüren wie Museums- und Städteführern, Kopien von kunsthistorischen Artikeln, Gutachten zu Kunstwerken und Denkmalschutz, Brief-Korrespondenzen sowie handschriftlichen Notizen zusammen.
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Fotografie Papiermappen im Nachlass
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
Papiermappen und deren Inhalt
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Typ
difitale Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Christine Beese, Ulrike Tarnow
Ort
Kunsthistorisches Institut Freie Universität Berlin
Schätzungsweise umfasst die Mappensammlung Ojettis 12.000-15.000 Blatt Dokumente, die im Prozess der Digitalisierung beidseitig gescannt werden. Dies ist bisher mit 1/3 der Dokumente geschehen. Die digitalisierten Mappen werden fortan in grauen Aufbewahrungsboxen gelagert.
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Aufbewahrungsboxen
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Typ
Fotografie
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Aktenschrank zur Aufbewahrung des Ojetti Nachlasses in der Bibliothek des Kunsthistorischen Institut der Freien Universität
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Typ
Fotografie eines Aktenschrankes
Provenienz
Anfang der 1970er Jahre, circa 25 Jahre nach Ojettis Tod, erwarb der Berliner Antiquar Jürgen Holstein (*1936) einen Teil des Ojetti-Nachlasses in Florenz. 1972/73 veräußerte Holstein wiederum Teile davon an Tilmann Buddensieg (1928 – 2013), damals Professor für Kunstgeschichte und geschäftsführender Direktor des KHI der FU. Dieser betraute die seinerzeitige Bibliotheksleiterin Dr. Marianne Prause (1918-1999) mit der wissenschaftlichen Dokumentation des Nachlasses.
Jürgen Holstein besichtigte 1971 die Bibliothek der prachtvollen Villa il Salviatino in Fiesole, in der die Familie Ojetti seit 1911 residierte. Die während Holsteins Besuch entstandene Fotografie zeigt links auf dem Tisch aufgestapelt einige der Mappen, die Holstein im Anschluss erwarb. Darüber hinaus gingen 14.000 Bücher, Zeitschriften und Broschüren in seinen Besitz über, die er zum Weiterverkauf auf mehrere Kataloge aufteilte.
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Bibliothek Ugo Ojettis, Villa Salviatino in Florenz 1971
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Typ
Fotografie von Jürgen Holstein in der Bibliothek Ugo Ojettis in Florenz 1971
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jürgen Holstein
Tilmann Buddensieg und Jürgen Holstein verband eine jahrelange Freundschaft und ein reger Austausch über Literatur. Buddensiegs Interesse an Ojetti erklärt sich durch seine Affinität zur angewandten Kunst, durch seine eigenen Forschungen zum Nachleben antiker Skulptur und Architektur in Rom (Habilitation), sowie durch seine Beschäftigung mit der Kunst im Faschismus. Für ihre Studien zu Terragni und Piacentini griffen seine Schüler Stefan Germer, Achim Preiß und Sandro Scarrocchia auf Material aus dem FU-Archiv zurück.
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Fotografie von Tilmann Buddensieg
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Barbara Herrenkind
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Typ
Fotografie
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Marianne Prause
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Typ
Fotografien
Dr. Marianne Prause war als wissenschaftliche Betreuerin und ab 1976 als Leiterin der Dokumentationsabteilung des KHI beschäftigt. Die "Verwaltung des Archivs Ugo Ojetti" fiel in ihren Tätigkeitsbereich. 1964 hatte sie mit ihrer Dissertation über das malerische Œuvre Carl Gustav Carus', ein Freund und Zeitgenosse Caspar David Friedrichs, das erste und bis heute relevante Werkverzeichnis des Künstlers erstellt. Als Frau ihrer Zeit blieb ihr eine Hochschulkarriere jedoch verwehrt.
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Schriftliche Festlegung des Tätigkeitsbereichs von Dr. Marianne Prause. Vorlage zur 121. Sitzung des Fachbereichsrates des KHI
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
Dokument zur Definition des Tätigkeitsbereichs von Dr. Marianne Prause, das dem Fachbereichsrat des KHI zu seiner 121. Sitzung am 10.2.1976 vorgelegt wurde, in der es um die neue Geschäftsverteilung im Bibliotheks- und Dokumentationsbereich des KHI ging.
Maschinell verfasstes Dokument zur Definition des Tätigkeitsbereichs von Dr. Marianne Prause, das dem Fachbereichsrat des KHI zu seiner 121. Sitzung am 10.2.1976 vorgelegt wurde, in der es um die neue Geschäftsverteilung im Bibliotheks- und Dokumentationsbereich des KHI ging.
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Typ
Fotografie eines maschinell beschriebenen Papiers in einem Aktenordner
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Inventarbuch der Bibliothek des KHI
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Typ
Fotografie eines Inventarbuches
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Ansicht der Mappe 21 zum Palazzo Littorio
Nummerierung der Mappe und Dokumente durch Dr. Prause
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero)
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Die Mappen werden zur Digitalisierung abgeholt
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
'Making of'
Auf Initiative von Dr. Ulrike Tarnow, Bibliotheksleiterin des KHI und Dr. Stefanie Klamm, Koordinatorin der Universitätssammlungen, wurde 2022 damit begonnen, das Ojetti-Archiv zu digitalisieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter der Leitung von Dr. Christine Beese, Arbeitsbereich Architekturgeschichte, fand 2022/23 ein umfangreiches Projektseminar zur strukturellen und inhaltlichen Aufarbeitung des Nachlasses sowie zur Konzeption einer digitalen Ausstellung statt.
Inhalt der Mappen
Die Teildigitalisierung des Nachlasses ermöglichte es den Studierenden, sowohl mit den Digitalisaten als auch mit den Originalen zu arbeiten. Um die Struktur der Mappen zu begreifen, wurden zunächst die "Indexe" von den Studierenden untersucht, die an der Innenseite der Mappen fixiert sind und Literaturangaben beinhalten. Auf den ersten Blick lag die Hypothese nahe, dass es sich hierbei um den Inhalt der jeweiligen Mappen handle.
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Innenansicht der Mappe 32
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Typ
Fotografie des Indexes der Mappe 35
Es stellte sich jedoch heraus, dass es Titel waren, die von der ehemaligen Bibliotheksleiterin Dr. Prause aus den Mappen entfernt und in den Bestand der Bibliothek überführt worden waren. Durch eine Suche im Bibliothekskatalog gelang es den Studierenden, die Bücher und Broschüren ausfindig zu machen, die Materialien Ojettis zusammenzuführen und somit eine Idee von dem Umfang zu bekommen, die der Teilnachlass bei seiner Ankunft an der FU besessen haben musste.
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Titelseite von Miozzi: Progetto di Massima per il Piano di Risanamento di Venezia, Marzo 1939
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Fotografie während Vortrag von Almut Goldhahn
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Kontext
Als Einstieg in die Arbeit mit dem Nachlass machten sich die Studierenden mit Ojettis Biografie und seinem sozialen Netzwerk vetraut. Prof. Mia Fuller, Prof. Harald Bodenschatz und Prof. Christian Fuhrmeister gaben einen Überblick über die italienische Architekturgeschichte des Novecento. Unter Anleitung von Dr. Almut Goldhahn setzten sich die Studierenden mit den Besonderheiten der Erforschung, Erfassung und Ausstellung von Fotografien auseinander.
Digitalisierung
An Scannern der Universitätsbibliothek erprobten die Studierenden die Möglichkeiten der Retrodigitalisierung. Je nach Erkenntnisinteresse galt es, andere Voreinstellungen zu wählen. Dies wurde an einer Fotografie, die 1930 in der Zeitschrift "Dedalo" publiziert werden sollte, besonders deutlich. Kommt die linke Aufnahme der Farbigkeit der Vorlage am Nächsten, so hebt die rechte Aufnahme die Kontraste hervor. Auf diese Weise werden Anmerkungen besser lesbar und Retuschen im Bild treten sichtbar hervor.
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Gegenüberstellung zweier Digitalisierungsversuche
Fotografie eines Kamins aus dem Palazzo Ducale in Sabbioneta. Auf der Rückseite ist vermerkt, wie das Foto für die Publikation beschnitten werden soll.
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Ojetti-Nachlass, Mappe 45
Weitere Informationen
Im Datenhotel
Eine besondere Herausforderung bei der Erfassung der Dokumente stellt die Heterogenität der Medien dar, die keiner reinen Archiv-, Bibliotheks- oder Museumssystematik gehorchen. Gemeinsam mit Dr. Michael Müller modellierten die Studierenden im Datenhotel ein passendes Set an Metadaten und pflegten erste Dokumente ein. Das "Datenhotel" ist eine vorläufige Datenbank, die in der Zukunft durch eine dauerhafte Version ersetzt werden soll.
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Screenshot des Datenhotels
Datenhotel entwickelt von Dr. Michael Müller, HU Berlin
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Weitere Informationen
02
Ojettis Arbeitsweisen
Einführung
In Ojettis Büro liefen die Stränge seiner publizistischen Arbeit zusammen. Autorinnen und Autoren schickten ihm Rezensionsexemplare zur Besprechung in seinen Zeitschriften, Ojetti selbst koordinierte Ausstellungen und Wettbewerbe, verfasste seine polemischen Artikel und sammelte mithilfe von Zeitungsdiensten Reaktionen auf seine Debattenanstöße. Darüberhinaus stapelten sich Sitzungsprotokolle, Abschlussberichte, Einladungen und Ankündigungen. Um hier den Überblick zu behalten, brauchte es eine gute Organisation.
Die Bibliothek
Bereits seinen frühen Wohnsitz in der Via della Robbia in Florenz stattete Ugo Ojetti mit einer reichen Bibliothek sowie zahlreichen Kunstschätzen aus. Nach dem Ankauf und der Restaurierung der Villa il Salviatino richtete er dort ab Herbst 1913 einen "Tempel der puren Schönheit" ein, der sein Verständnis von der Durchdringung von Leben, Kunst und Arbeit widerspiegelt. In seinen Büchern finden sich Spuren dieser ganzheitlichen Auffassung.
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Ugo Ojetti im Atelier zu Hause in der Via Della Robbia, Mai 1910
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Mit Genehmigung des Kulturministeriums - Nationale Zentralbibliothek Florenz
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
in: Lorenzi, Giovanna (Hrsg.), Da Fattori a Casorati. Masterpieces from the Ojetti Collection, Viareggio 2010
Material/Technik
Fotografie
Identifikator
Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze, Fondo Ugo Ojetti, Album Nr. 13
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Mai 1910
Ojettis Ex-Libris
Ojettis Ex-Libris befindet sich in vielen seiner Bücher und zeigt einen Pierrot in Rückenansicht, der auf einer Leiter versucht, den Mond zu erreichen. Die unglückliche, unmögliche Liebe Pierrots für den Mond steht sinnbildlich für die Liebe Ojettis zum absolut Schönen, zur Kunst. Ganz wie Pierrot unternimmt Ojetti mit seiner Arbeit einen verzweifelten aber zugleich poetischen Versuch, das eigentlich Unerreichbare zu erreichen.
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Ugo Ojettis Ex-Libris in einer Publikation von Charles Pierre Lefebvre
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des kunsthistorischen Instituts
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
Informationen über die verwendeten Medien
Korrespondenz zwischen Ugo Ojetti und Oscar Ghiglia
Dokumente der Cassetta 35 des Fondo Ugo Ojetti, GNAM Roma
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Ministero della Cultura - Galleria nazionale d'arte moderna e contemporanea di Roma
Angaben zum Objekt
Identifikator
GNAM Roma, Fondi storici, Fondo Ugo Ojetti, Corrispondenti: artisti, Corrispondenti: G, Cassetta 35
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotografie angefertigt von Philipp Hubert
Seine Bücher und seine Bibliothek sind für Ojetti nicht nur Arbeitsinstrument, sondern Teil und Ausdruck seiner Persönlichkeit. Im Briefwechsel mit dem Maler Oscar Ghiglia macht er 1912 deutlich: "Ich brauche das Ex-Libris wie Brot. (...) Machen Sie, was Sie wollen, denken Sie an eine große, klare Allegorie, die mich ein wenig repräsentiert: das könnte das Emblem meiner Qualitäten (ach...) und meiner Fehler (zum Glück!) sein."
"Das Exlibris kommt!" schreibt Gighlia im Oktober 1913. "Ich hätte das Motiv stärker herausarbeiten können, aber dann wäre der kristallklare Charakter der Mondnächte verloren gegangen, den ich mit so wenig materiellen Mitteln wie möglich wiedergeben wollte." Und Ojetti ist begeistert: "Ausgezeichnet, ausgezeichnet. Von so geistreicher und prägnanter Delikatesse, von so transparenter Klarheit, dass ich mir nichts Besseres wünschen könnte."
Informationen über die verwendeten Medien
Postkarte von Oscar Ghiglia an Ugo Ojetti vom 14.10.1914.
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Rechteinformation
Ministero della Cultura - Galleria nazionale d'arte moderna e contemporanea di Roma
Angaben zum Objekt
Identifikator
Rom, Archivio Galleria Nazionale Moderna, Fondo Ugo Ojetti, Corrispondenti: artisti, Corrispondenti: G, "Ghiglia Oscar (pittore), Ghiglia Isabella (moglie di Oscar)", Cassetta 35
Viele Bücher hatte Ugo Ojetti aus der Bibliothek seines Vaters, dem Architekten Raffaele Ojetti, übernommen. Um diese Bücher zu kennzeichnen, fügte Ugo ihnen ein postmortem angefertigtes, schlichtes Ex-Libris hinzu. Zahlreiche Beispiele finden sich in der Bibliothek des KHI der FU Berlin.
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Ex-Libris von Raffaele Ojetti
In: Eugene Müntz, Les antiquités de la ville de Rome aux XIVe, XVe et XVIe siècles, Paris 1886
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Q-Rom.42q-486-rara
Weitere Informationen
Das Buch als Speicher
Ojetti förderte die Betrachtung und Aufwertung süditalienischer Malerei und eröffnete im März 1938 eine Ausstellung zur neapolitanischen Landschaftsmalerei im Castelnuovo. Salvatore Di Giacomos Publikation aus dem Jahr 1902 enthält im hinteren Deckel eine Einstecktasche, in der Ojettis eigene Artikel sowie Rezensionen zum Thema gesammelt wurden.
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Rückwärtige Manschette in Salvatore di Giacomos Publikation "Il paesaggio di Napoli" mit einer Sammlung von Zeitungsausschnitten zur neapolitanischen Landschaftsmalerei.
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Q-Nap-700y-502
Weitere Informationen
Auf einem Notizzettel, der Antony Valabrègues Publikation zu den Brüdern Le Nain beiliegt, vermerkt Ojetti Querverweise zu anderen Autoren sowie zu einer Ausgabe der Revue de l'Art vom Mai 1933. Auf diese Weise sammelt Ojetti Informationen für die Anfertigung eines Merkblatts zu diesen Künstlern.
Informationen über die verwendeten Medien
Notiz Ugo Ojettis in der Publikation Antony Valabrègue, Les frères Le Nain, Librairie Georges Baranger, Paris, 1904.
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Angaben zum Objekt
Identifikator
Bibliothek des KHI, FU Berlin, Signatur X-Len-18e-504
Netzwerk
Corrado Ricci war in den 1910er Jahren die prägende Figur der italienischen Denkmalpflege und suchte Ojettis Nähe, um das breite Publikum für die Ziele des staatlichen Denkmalschutzes zu gewinnen. Die Freundschaft zwischen Ricci und Ojetti drückt sich nicht zuletzt in der Schenkung von Schriften aus, wie diese Widmung aus dem Jahr 1908 zeigt. Ojettis Bibliothek gibt somit Einblick in sein Netzwerk und seine persönlichen Beziehungen.
Informationen über die verwendeten Medien
Corrado Ricci widmet seinem Freund Ugo Ojetti sein Eröffnungsvortrag zur Dante-Feier in Ravenna 1908
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Teil von
Corrado Ricci: Dante e Ravenna. Discorso di Corrado Ricci, Feste Dantesche XIII-XIV Settembre MCMVIII, Tipo-Litografia Ravegnana, Ravenna 1908
Identifikator
FU Berlin, Bibliothek des KHI, Signatur: AE-Dan-10-508-KS-Ricci
Informationen über die verwendeten Medien
Die Mappen
Zur Archivierung seiner Dokumente nutzte Ugo Ojetti farbige Mappen aus festem Karton, die von einem Stoffband zusammengehalten werden. Der Rücken der Mappen wurde in Schreibmaschinenschrift mit Titeln versehen, die sich auf Orte oder Monumente beziehen. Kontinuierlich wurden die Mappen mit Zeitungsartikeln, Notizen und Fotografien befüllt.
Sortiervermerke
Für seine Arbeit als Autor, Publizist und gefragter Kritiker brauchte Ojetti einen guten Überblick über das künstlerische Weltgeschehen, insbesondere in Italien. Mithilfe von Sortiervermerken und Ordnungsanweisungen richtete er ein System ein, das es ihm erleichterte, produktiv zu arbeiten und auf dem neuesten Stand zu sein.
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Hinweis zur Einsortierung eines Artikels über die Neugestaltung der Via della Conciliazione
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (Via della Conciliazione), Signatur 20/137, Digitalisat 21/452.
Dieser Zettel, welcher einem Zeitungsartikel mit dem Titel "La pseudo arte fascista" aus der Zeitschrift "La Tribuna" von Oktober 1933 beiliegt, weist gleich zwei verschiedene Ordnungskategorien auf: Mit "arch(itettura) mod(erna)" wird der Artikel durch Ugo Ojetti dieser Mappe zugewiesen. Der blaue Vermerk "architettura razionale" entstammt wohl der Feder Fernanda Ojettis und bezieht sich auf eine spätere Untergliederung der Gesamtmappe.
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Sortiervermerk Ojettis: "architettura moderna"
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 64, Digitalisat 64/294.
Informationen über die verwendeten Medien
Fernanda Ojetti im Garten in der Via Della Robbia, Juni 1907
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Mit Genehmigung des Kulturministeriums - Nationale Zentralbibliothek Florenz
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
in: Lorenzi, Giovanna (Hrsg.), Da Fattori a Casorati. Masterpieces from the Ojetti Collection, Viareggio 2010
Material/Technik
Fotografie
Identifikator
Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze, Fondo Ugo Ojetti, Album Nr. 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Juni 1907
Fernanda Ojetti
Ugo Ojettis Frau Fernanda trug einen großen Teil dazu bei, dass Ugo Ojetti sich in seiner Sammlung zurechtfand und produktiv arbeiten konnte. Über seinen Tod hinaus pflegte und ordnete Fernanda Ojetti sein Archiv. Das öffentliche Ansehen ihres Mannes lag ihr sehr am Herzen. 1946 gab sie eine Briefedition heraus ("Lettere alla moglie"), 1954 erschienen die von ihr und der Tochter Paola edierten Tagebücher Ojettis ("I taccuini 1914-1943").
Bei der Sichtung der Mappe 20 ist die 2. Ausgabe der Zeitschrift "Pantheon" durch ihr Datum aufgefallen. Im Februar 1949 veröffentlicht, ist sie eindeutig nach Ojettis Tod am 01.01.1946 publiziert worden. Somit kann sie nicht Ojetti selbst hinzugefügt haben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1970 führte Fernanda Ojetti das Archiv ihres Mannes weiter.
Informationen über die verwendeten Medien
2. Ausgabe der Zeitschrift "Pantheon", Februar 1949
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Typ
Zeitschrift
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20, Signatur 20/172, Digitalisat 566/587.
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Aufkleber des Clippingdienstes L'Eco della Stampa
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 64, Digitalisat 64/209.
Weitere Informationen
Clippingdienste
Die angeklebten, teilweise farbigen Zettel der Zeitungsausschnitte weisen darauf hin, dass Ojetti Abonnements bei Clippingdiensten wie dem "Eco della Stampa" aus Mailand hatte. Diese sendeten ihm Beiträge zu, in denen er namentlich erwähnt wurde, die er selbst verfasst hatte, oder die sich mit Themen beschäftigten, die ihn interessierten. So erhielt er einen Überblick, was im Zusammenhang mit seiner Person publiziert wurde.
Polemiken
Im Kampf um einen angemessenen Nationalstil führte Ojetti zahlreiche öffentlichen Debatten. Mit Vertretern des Rationalismus, die für eine moderne Architektur eintraten, lieferte er sich heftige Wortgefechte und rief sie zur Verwendung klassischer Elemente wie Säulen und Bögen auf. Um zu wissen, was Gegner wie Giuseppe Pagano über ihn schrieben, abonnierte er auch Artikel aus der Mailänder Zeitschrift Casa Bella.
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Artikel eines Clippingdienstes mit namentlicher Erwähnung Ojettis
Giuseppe Pagano, Ojetti e - naturalmente - la colonna, in: La casa bella, Mailand August 1933
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 64, Digitalisat 64/264,
Nicht alle Ausschnitte weisen Aufkleber der Clippingdienste auf. Insbesondere die Sammlung zum Nationaldenkmal für König Vittorio Emanuele in Rom besteht aus vielen Artikeln, die mit einem blauen Stift markiert und datiert worden sind. Möglicherweise hat Ugo Ojetti hier selbst zu dem Thema gesammelt.
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Tageszeitungsartikel “Le linee generali del nuovo Palazzo di giustizia".
Artikel, “Le linee generali del nuovo Palazzo di giustizia
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
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Typ
Artikel einer Tageszeitung
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 4 (Florenz), Signatur 4/46, Digitalisat 04/291.
Informationen über die verwendeten Medien
Protokoll der 5. Sitzung des Consiglio nazionale dell'educazione zum Sanierungsplan für Venedig, 18. Juli 1939
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Typ
getippter Bericht
Sprache
italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 32 (Venedig), Signatur 32/2, Digitalisat 32/006.
Kommissionsarbeit
Ugo Ojetti war Mitglied in zahlreichen Denkmalpflegekommissionen und städtebaulichen Wettbewerbsjuries. Viele Dokumente zeugen von seiner Beratertätigkeit und machen Organisations- und Entscheidungsprozesse deutlich. Im Verlauf der Sitzungen notierte Ojetti Überlegungen handschriftlich, anschließend zirkulierten getippte Protokolle und Abschlussberichte, die vor der Reinschrift von anderen Kommissionsmitgliedern redigiert wurden.
Ojetti als Berater
Das Bauamt der Stadt Florenz hatte 1910 einen Regulierungsplan für Florenz verabschiedet, der bei Denkmalpflegern auf großen Widerstand stieß. Um die Kritikpunkte zu prüfen und den Plan zu verbessern wurden 1915 zwei Kommissionen eingesetzt, eine rechtliche und eine technisch-künstlerische, zu der auch Ugo Ojetti zählte. In seinen Notizen beschäftigt er sich demzufolge mit der Gestaltung von Straßen und Plätzen.
Informationen über die verwendeten Medien
Notizen Ugo Ojettis zum Regulierungsplan 1915 in Florenz
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
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Typ
handschriftl. Notiz
Sprache
italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 4 (Florenz), Signatur 4/174. , Digitalisat 4/813.
Informationen über die verwendeten Medien
Mitschriften Ugo Ojettis zum Regulierungsplan 1915 in Florenz
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
handschriftl. Notiz
Sprache
italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 4 (Florenz), Signatur 4/174. , Digitalisat 4/815.
Ojetti als Vorsitzender
Ugo Ojetti war Vorsitzender der Wettbewebskommission für einen neuen Regulierungsplan von Padua. Bei der entscheidenden Sitzung war Giovanni Muzio aus Krankheitsgründen verhindert. Um einen weiteren Preisträger brücksichtigen zu können, bat Muzio Ojetti darum, eine zweite Wettbewerbsrunde durchzuführen.
Informationen über die verwendeten Medien
Brief von Giovanni Muzio an Ugo Ojetti vom 29.05.1933
Vorschlag einer zweiten Wettbewerbsrunde für den neuen Regulierungsplan von Padua
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 11 (Padua), Signatur 11/13, Digitalisat 11/169.
Ojetti als Präsident
Als Präsident des nationalen Denkmalkonzils lud Ugo Ojetti 1939 einige Mitglieder des Gremiums ein, sich mit dem staatlichen Denkmalpfleger für Venedig und Kommunalpolitikern vor Ort zu treffen und die Standorte der geplanten Neubaugebiete sowie Fragen des Verkehrs zu diskutieren. Der Briefkopf weist das Schreiben als offizielles Dokument aus.
Informationen über die verwendeten Medien
Protokoll der 5. Sitzung des Consiglio nazionale dell'educazione zum Sanierungsplan für Venedig, 18. Juli 1939
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Typ
getippter Bericht
Sprache
italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 32 (Venedig), Signatur 32/2, Digitalisat 32/006.
Informationen über die verwendeten Medien
Ugo Ojetti, Handschriftliche Notizen zu Eugenio Miozzis Sanierungsplan, Venedig 1939
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Beschreibung
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Typ
handschriftl. Notizen
Sprache
italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 32 (Venedig), Signatur 32/8, Digitalisat 32/017.
Der Sopraintendente von Venedig verfasste nach dem Rundgang einen Bericht zu möglichen Erweiterungsbieten. Dieser Bericht wurde von Ojetti und anderen Mitgliedern der Denkmalkommission überarbeitet und anschließend dem Erziehungsministerium überstellt. Betont wird, dass eine vom Bauamt geplante Bebauung über das Gebiet der Giudecca hinaus abgewendet wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Bericht zum Sanierungsplan in Venedig
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Typ
abgetippter Bericht
Sprache
italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 32 (Venedig), Signatur 32/11, Digitalisat 32/027.
Herausgeber
In seiner Eigenschaft als Kurator und Kritiker etablierte Ugo Ojetti eine nationalistische Kunstgeschichtsschreibung, die als Grundlage einer breiten gesellschaftlichen Kultur- und Identitätsbildung dienen sollte. Mithilfe der Herausgabe von Zeitschriften wie "Dedalo" (1920-33), "Pegaso" (1929-33) und "Pan" (1933-35) trug Ojetti maßgeblich zur Popularisierung kunsthistorischen Wissens in Italien bei.
Informationen über die verwendeten Medien
Deckblatt der von Ugo Ojetti herausgegebenen Zeitschrift Pegaso 5/ 1, 1933
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Staatsbibliothek Berlin
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Identifikator
Zsn 127484-5,1.1933
Rezensionen
Juliette Bertrand widmete Ojetti 1924 ihre Publikation "Flaneries Florentines" verbunden mit dem Wunsch, er möge sie in "Dedalo" oder im "Corriere della Sera" besprechen. Seit Februar 1921 gab Ojetti die reich bebilderte Kunstzeitschrift Dedalo heraus, die sich mit in- und ausländischen Künstlern der Vergangenheit und der Gegenwart beschäftigte.
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Widmung an Ojetti von Juliette Bertrand in einem Rezensionsexemplar ihres Buchs "Flaneries Florentines’" Clermont-Ferrant 1924
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Identifikator
Juliette Bertrand, Flaneries Florentines in Bibliothek des KHI: Q-Fir-144c-524
Offener Brief
Leone Poggi wandte sich 1920 mit der Bitte an Ugo Ojetti, im "Corriere della Sera" auf einen Offenen Brief hinzuweisen, den er an die Florentiner Stadtverwaltung gerichtet habe. Angesichts seiner "wohlbekannten künstlerischen Kompetenzen" scheint ihm Ojetti der richtige Ansprechpartner zu sein.
Informationen über die verwendeten Medien
Brief von Leone Poggi an Ugo Ojetti vom 30. Juli 1926 mit der Bitte, einen offenen Brief an die Stadtverwaltung von Florenz zu erwähnen.
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 4 (Florenz), Signatur 4/157, Digitalisat 4/759.
In seinem offenen Brief setzt sich Leone Poggi für den Erhalt des Villino Favard ein, welcher sein Großvater Giuseppe Poggi im Jahr 1857 für die Baronesse Fiorella Favard de Langlade am Lungarno Vespucci in Florenz errichtet hatte. Den Bürgermeister Antonio Garbasso erinnert er daran, welchen Beitrag Giuseppe Poggi durch die Piazzale Michelangelo zur Gestaltung des modernen Florenz geleistet hat.
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Offener Brief von Leone Poggi an den Bürgermeister von Florenz, Antonio Garbasso vom 30. Juli 1926 zum Schutz des Villino Favard
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 4 (Florenz), Signatur 4/157, Digitalisat 4/761.
03
Italienische Kunst
Einführung
Ojetti haderte. Er kritisierte, die Kunst werde vom Leben getrennt und nicht mehr als ein Gut und ein Bedürfnis aller, als eine ständige und lebendige soziale Funktion betrachtet. Sich mit Kunst und Denkmälern zu befassen bedeutete für Ojetti nicht, sich in die Erinnerungen der fernen Vergangenheit zu versetzen, "mit verzweifelter Traurigkeit durch die verschlossenen Gärten der Geschichte zu schlendern". Nein, kunsthistorisch arbeiten bedeutete für ihn: "kämpfen, widerstehen, siegen." Für die Durchsetzung seiner imperialistischen und kolonialistischen Vision von Italianità nutzte er die WAFFEN DER KUNST.
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"Il nuovo bozzetto per il Monumento a Vittorio Emanuele"
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Typ
Zeitungsausschnitt
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 24 (Monumento Vittorio Emanuele), Signatur 24/180, Digitalisat 21/251–252.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
30.01.1907
Il Vittoriano
Mit der Einheit Italiens und der Ausrufung Roms zur neuen Hauptstadt begann in den 1870er Jahren die Suche nach einem nationalen Baustil. Die Debatte um das Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele, dem 'Vittoriano', an der sich Ojetti rege beteiligte, spielte hier eine zentrale Rolle. Durch die permanente publizistische Auseinandersetzung mit dem Denkmal für den ersten König Italiens entstand ein Diskussionraum, der die breite Öffentlichkeit in den Prozess der nationalen Identitätsfindung einbezog.
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Mappe 24 des Ojettis Nachlass "Monumento Vittorio Emanuele"
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Beschreibung
Die Beschäftigung mit dem Projekt sowie den verschiedenen Bauphasen bewegte die nationale Tagespresse seit den 1880er Jahren. Ojetti sammelte zahlreiche Veröffentlichungen über die Wettbewerbe, die vorgestellten Entwürfe sowie den Fortschritt der Bauarbeiten. Akribisch dokumentieren sie die Geschichte des zu errichtenden Gebäudes und die damit verbundenen Debatten. Durch die lebhafte öffentliche Diskussion wurde nationale Identität nicht nur stilistisch sondern auch gesellschaftlich ausgehandelt.
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Monumento Vittorio Emanuele II. – Aufbauphase
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Typ
Postkarte
Abmessung/Umfang
9x14cm
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 24 (Monumento Vittorio Emanuele), Signatur 24/05, Digitalisat 24/011–012.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
vermutlich aus den 1890er Jahren
Die Debatte um eine passende Formsprache war mit einer Abfolge von Artikeln über Skandale, Polemiken und Streitigkeiten verbunden, die jeden Schritt des Projektes – vom Entwurf bis zur Realisierung – begleiteten. Auf diese Weise blieb das Monument in aller Munde und im Bewusstsein der Bevölkerung präsent.
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Un'altra crisi al monumento a V. Emanuele
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Beschreibung
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Typ
Zeitungsausschnitt
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 24 (Monumento Vittorio Emanuele), Signatur o.A., Digitalisat 24/087–088.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
06.03.1907
Mit einer Reihe von Artikeln berichtete Ugo Ojetti ab 1907 selbst in der Nationaltageszeitung "Corriere della Sera" über den Fortschritt des Baus. Für seine Texte nutzte er Informationen, die er aus den gesammelten Artikeln gezogen hatte. Dabei polemisierte er gegen eine Reihe von Entwürfen, die von der Kommission bereits genehmigt worden waren. Besonders wetterte er gegen die Verschwendung nationaler Ressourcen, welche seiner Ansicht nach durch die verzögerte Fertigstellung in Folge von Fehlentscheidungen entstanden war.
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Ugo Ojetti, "Pel monumento a Vittorio Emanuele II in Roma", in: Corriere della Sera, 01.03.1907
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Typ
Zeitungsausschnitt
Teil von
Corriere della Sera
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 24 (Monumento Vittorio Emanuele), Signatur 24/64, Digitalisat 24/064–065.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
01.03.1907
Seine zunächst in Zeitungsartikeln veröffentlichten Überlegungen gab Ojetti in einer Publikation mit dem Titel "Il monumento a Vittorio Emanuele in Roma e le sue avventure" heraus. Die Wortwahl "und seine Abenteuer" unterstreicht die turbulente Geschichte dieses Denkmales. Ojetti weist auf Fehler hin, die die politisch-administrative-künstlerische Kommission in den 1910er Jahren begangen habe, um den Bau zu beschleunigen und das Denkmal bis 1911 – dem 50. Jubiläum der Einheit Italiens – einweihen zu können.
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I Libri. Il monumento a Vittorio Emanuele
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Typ
Zeitungsausschnitt
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 24 (Monumento Vittorio Emanuele), Signatur o.A., Digitalisat 24/097–098.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
18.4.1907
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Entwurfsplan zur Anlegung von Via della Conciliazione
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Typ
Entwurf
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/43, Digitalisat 20/125–127.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Attilio Spaccarelli und Marcello Piacentini
Zeit
1936
Weitere Informationen
Via della Conciliazione
Nach den Lateranverträgen von 1929 sollte eine 'Straße der Versöhnung' Vatikan und Italienisches Königreich nicht nur topografisch, sondern auch symbolisch miteinander verbinden. Ojetti verfolgte die Entstehung der monumentalen Straße zwischen Engelsburg und Petersdom ab 1934 mit großem Interesse und verfasste zum Thema verschiedene Zeitungsartikel, in denen er hauptsächlich die Entwürfe der beauftragten Architekten Marcello Piacentini und Attilio Spaccarelli unterstützte.
Bis in die 1930er Jahre waren Engelsburg und Petersplatz durch zwei schmale Straßen miteinander verbunden – den Borgo Vecchio und den Borgo Nuovo. Zwischen den beiden Straßen stand eine Reihe von Baublöcken, die 'spina' genannt wurde. Trotz des Widerstandes zahlreicher Denkmalpfleger war der Abriss der 'spina' im Juni 1936 von Mussolini sowie dem Papst genehmigt worden. Am 29. Juli 1936 veröffentlichte Ugo Ojetti in der nationalen Tageszeitung Corriere della Sera den Artikel "San Pietro e i Borghi", in dem er die Entscheidung der Niederlegung befürwortete.
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Blick auf die ,spina’ von Osten
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Typ
Foto
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/129, Digitalisat 20/005.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
vor 1936
Weitere Informationen
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Lageplan des Borghi-Gebiets
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Typ
Plan
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/77.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Governatorato di Roma
Zeit
1935
Weitere Informationen
Die Dokumente des Nachlasses zeigen, dass Ojetti in ständigem Kontakt mit den Architekten stand. Sie hielten ihn über Veränderungen der Pläne auf dem neuesten Stand und ließen sich zugleich von Ojetti beraten. Am 03. Juni 1937 schrieb Attilio Spaccarelli an Ojetti einen Brief, in dem er die Ausrichtung der Straße sowie die Notwendigkeit einer Trennung von Straße und Petersplatz begründet. Diese, als 'Unterbrechung' bezeichnete architektonische Trennung nahm in den Entwürfen die Form einer Kolonnade an.
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Brief von Attilio Spaccarelli an Ugo Ojetti vom 3. Juni 1937
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Typ
Brief
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/70, Digitalisat 20/182–189.
In einem frühen Entwurf dieser Kolonnade sind die Pfeiler vollkommen schlicht gehalten. Auf dem Transparentpapier, das über das Foto des Entwurfes geklebt ist, fügten die Architekten den Pfeilern mit rotem Buntstift Basen und Kapitelle hinzu und erläuterten diese Veränderung. Offensichtlich hatte Ojetti auf eine klassischere Formensprache bestanden.
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Entwurf für ein ,interrompimento' auf Höhe des Palazzo Cesi
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Typ
Entwurf
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/13, Digitalisat 20/055–057.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Attilio Spaccarelli, Marcello Piacentini
Zeit
1936
Ojetti hatte schon im Juli 1936 die Erwartung geäußert, dass die finale 'Unterbrechnung' entgegen dem ersten Modell von Spaccarelli und Piacentini und in Anlehnung an Berninis Kolonnaden von Skulpturen gekrönt und mit einem päpstlichen Wappen verziert werden müsse. Seine Forderungen schlugen sich, wie an diesem Modell zu sehen, in den weiteren Entwürfen nieder.
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Modell eines ,interrompimento’ in Form eines Tores
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/23, Digitalisat 20/087–088.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Attilio Spaccarelli, Marcello Piacentini
Ojetti wendete sich im Juni 1937 mit einem neuen Artikel und einer geänderten Meinung an die Öffentlichkeit: Er präferierte nun an Stelle eines Tores, das die Via della Conciliazione geschlossen und den Dom verdeckt hätte, die Lösung der 'Propyläen'. An diesem Konzept lobte er die visuelle Begrenzung auf den maßgeblich durch Michelangelo gestalteten Mittelteil des Doms und die Trennung von sakraler und profaner Sphäre.
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Entwurf für die Propyläen
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Beschreibung
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Typ
Entwurf
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/34, Digitalisat 20/085–086.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Attilio Spaccarelli, Marcello Piacentini
Zeit
1938
Im Teilnachlass sind aber auch andere Meinungen zu dem Thema zu finden. Von den Plänen Piacentini-Spaccarelli zur Errichtung der Propyläen wenig begeistert, brachte der römische Bildhauer Adriano Benedetti seinen Unmut und einen Gegenentwurf zu Papier. Dazu verfasste er einen kämpferischen Brief, den er gemeinsam mit einem Druck seiner Zeichnungen an namhafte Publizisten wie Ojetti schickte. Benedettis Vision ist die Anlage der Straße in Form eines Schwertes als Symbol der Verteidigung des Christentums.
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"In Difesa dell’Opera di San Pietro di Roma" – Entwurf des Bildhauers Adriano Benedetti
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Typ
Zeichnung – Anhang zu einem Brief
Teil von
Brief von Adriano Benedetti an Ugo Ojetti
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 20 (San Pietro e i Borghi), Signatur 20/141, Digitalisat 20/473–474.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
25.11.1938
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Lageplan des neuen Palazzo Littorio - Entwurf um die Gruppe Vietti-Terragni
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/15, Digitalisat 21/053.
Palazzo Littorio
Sowohl Traditionalisten als auch Modernisten reklamierten für sich, den Faschismus zu repräsentierten und rangen um die Gunst Mussolinis. Mit dem Wettbewerb für den Bau eines neuen Hauptsitz der Faschistischen Partei und einem pemanenten Ausstellungsraum für die "Mostra della Rivoluzione Fascista" unmittelbar auf dem Forum Romanum schien 1934 der Moment gekommen, eine endgültige Entscheidung herbeizuführen.
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Postkarte von Adolfo Coppedè an Ugo Ojetti vom 4.08.1934
Zusendung der Wettbewerbsbeiträge für den Neubau des Palazzo Littorio
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Typ
Postkarte
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/5, Digitalisat 21/033.
Ojettis Rolle
Ojettis Meinung war gefragt. Zahlreiche Architekten sandten ihm Entwürfe zur Begutachtung zu und erhofften sich seine Unterstützung oder zumindest eine Erwähnung in seinen Kritiken.
Beitrag der Gruppe Del Debbio
Die Gewinner beider Runden, 1934 und 1937, waren die Architekten Enrico Del Debbio, Arnaldo Foschini und Vittorio Ballio Morpurgo. Mit einer streng neoklassizistischen Formensprache bewegt sich ihr Entwurf auf der Linie des tonangebenden Marcello Piacentini und seinem 1936 eröffneten Rektoratsgebäude der Universitätsstadt in Rom.
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Wettbewerbsbeitrag für den Palazzo Littorio, Gewinner-Beitrag der Gruppe um Del Debbio (1)
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Italienisch
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Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/10, Digitalisat 21/041.
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Wettbewerbsbeitrag für den Palazzo Littorio, Gewinner-Beitrag der Gruppe um Del Debbio (2)
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Fotografie
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Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/10, Digitalisat 21/041.
Ojettis Urteil: "Einer der bemerkenswertesten und ausgewogensten Beiträge. Die Fensterreihen bilden einen Rhythmus auf der großen glatten Steinmauer, die so hoch ist wie die gegenüberliegende Basilika und die benachbarten Monumente würdig begleitet, ohne sie zu verletzen."
Beiträge der Gruppe Vietti
Die rationalistische Gruppe um Luigi Vietti und Giuseppe Terragni beteiligte sich mit zwei Varianten am Wettbewerb. Projekt A stellt der Maxentiusbasilika eine massive Wandscheibe gegenüber. Projekt B besteht aus einem aufgeständerten horizontalen Verwaltungsbau, im rechten Winkel durchstoßen von einem gerasterten Ausstellungsbau. Letzterer erinnert an Terragnis Casa del Fascio in Como.
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Gruppe um Vietti, Wettbewerbsbeitrag Palazzo Littorio, Projekt A, Rom 1934
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Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/07, Digitalisat 21/035.
Luigi Vietti war es wichtig, dass Ojetti die Wirkung der Rednertribüne richtig erfasste. Auf der Rückseite der Fotografie erläuterte er Ugo Ojetti handschriftlich das inszenatorische Konzept der Anlage: Vom Portikus aus solle Mussolini die Massen entlang der Via dell'Impero überblicken - das Volk dagegen solle den "Duce" erhöht, gegen den Himmel wahrnehmen.
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Gruppe um Luigi Vietti, Wettbewerbsbeitrag Palazzo Littorio, Rom 1934. Projekt A, Rückseite mit Erläuterungen von Luigi Vietti
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Fotografie
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/10, Digitalisat 21/042.
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Gruppe um Luigi Vietti, Wettbewerbsbeitrag Palazzo Littorio, Rom 1934. Projekt A, Blick von Mussolinis Rednertribüne auf die Via dell'Impero.
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Fotografie
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/10, Digitalisat 21/041.
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Wettbewerbsbeitrag für den Palazzo Littorio, Entwurf der Gruppe um Vietti, Terragni und Lingeri (1)
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Fotografie
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Italienisch
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Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/10, Digitalisat 21/041.
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Kopie von Wettbewerbsbeitrag für den Palazzo Littorio, Entwurf der Gruppe um Vietti, Terragni und Lingeri (2)
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Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 21 (Concorso Via dell’Impero), Signatur 21/10, Digitalisat 21/041.
Ojettis Urteil: "Dass diese Konstruktionen ein Zeichen 'von Größe und Macht' sind und dass sie einen 'dauerhaften Charakter' haben, bezweifeln wir. Dass sie 'einen universellen Charakter' haben, aber im einfachen Sinne von international, d.h. überall gleich, wissen wir. Dass sie hier an der Via dell'Impero die 'Kontinuität der Tradition Roms' repräsentieren können, oder jedenfalls der Kunst, und zwar der italienischen Kunst, bestreiten wir."
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Bericht des Italienischen Botschafters in Berlin, Vittorio Cerruti, über eine Ausstellungsrezension der Mailänder Triennale von Gustav Eberlein in der Nürnberger Zeitung vom 9. September 1933.
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Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 64, Digitalisat 64/009.
Internationaler Antimodernismus
Ojetti suchte auf allen Seiten nach Verbündeten im Kampf gegen abstrakte Kunst und Rationalismus. Regelmäßig ließ er sich aus Deutschland berichten, wie nationalsozialistische Kunst definiert wurde, und auch aus Afrika erreichten ihn Briefe, die ihn in seiner antimodernen Haltung bestätigten.
Gegen den Rationalismus
In den 1930er Jahren suchte Ojetti den Schulterschluss mit Deutschland. Auf Ojettis Nachfrage berichtete der italienische Botschafter in Berlin, Vittorio Cerruti, Alfred Rosenberg habe die rationalistische "Mostra della Rivoluzione Fascista" als "zersetzend" eingestuft, die Schließung des Bauhauses in Dessau befürwortet.
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Korrespondenz Ojetti - ital. Botschaft Berlin
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Typ
Brief
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 64 (Architettura Nazionale), Digitalisat. 165-168/313.
Gegen den Kubismus
In Ugo Ojettis Sammlung zum Thema "Architettura moderna" findet sich dieser Zeitungsbericht zu Hitlers Rede auf dem zweiten Reichsparteitag in Nürnberg im September 1934. Eine auf Blut und Rasse gegründete nationalsozialistische Ästhetik vermeide Neues um der Neuigkeit willen, worunter insbesondere Kubismus und Futurismus gezählt werden. Gegen diese Strömungen polemisierte auch Ugo Ojetti.
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Italienischer Zeitungsbericht von Hitlers Rede auf dem Nürnberger Reichsparteitag vom 6. September 1934
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Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 64 (architettura moderna), Digitalisat 64/05.
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Anonymer Brief aus Alessandria (Ägypten) an Ugo Ojetti vom 12. Mai 1933
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 57
Italianità in Afrika
Nicht nur im italienischen Kernland, auch in Afrika wurde um eine genuin nationale Formensprache gestritten. Aus Ägypten erreichte Ojetti 1933 ein anonymer Brief, in dem sein Urteil zum Bahnhof von Florenz gewürdigt und die rationalistische Architektur der italienischen Schule in Alessandria kritisiert wird. Der Autor befürchtete, Italien könne im Wettbewerb mit europäischen, arabischen und afrikanischen Bauformen schlecht abschneiden.
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RIO DI NOALE - Eventuali prospetti risultanti a lavori eseguiti verso Sud-Est
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Der Sanierungsplan Venedigs
Während des Faschismus erfuhr Venedig eine massive Umgestaltung. Die Erweiterung zu einem „Großvenedig“ sollte die wirtschaftliche und politische Macht des Faschismus stützen. Erneut standen sich Traditionalisten und Modernisten gegenüber. Venedig sollte modernisiert werden, durfte aber niemals seine einzigartige "Venezianità" verlieren. Der vorgelegte Sanierungsplan wurde von Ojetti 1939 persönlich vor Ort untersucht.
Ojettis Berufung
Die nationale Denkmalkommission wurde von Minister Bottai 1939 nach Venedig berufen, um über die Umsetzung des von Eugenio Miozzi erstellten Sanierungsplans zu beraten. Neben Ugo Ojetti gehörte dieser Kommission auch Gustavo Giovannoni an, der sich seit den 1910er Jahren für ein behutsames "Auslichten" der historischen Städte einsetzte und Miozzis Plan im Vorfeld kritisiert hatte.
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Zeitungsartikel "Il piano di risanamento di Venezia. Rispetto della fisionomia tipica e tradizionale della pittoresca città"
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Teil von
in: Corriere della Sera - Milan
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
15.09.1939
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Distribuzione delle case inabitabili in Venezia nel 1935
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Ojettis Urteil
Abgesehen von wenigen Ausnahmen lehnte Ojetti die allgemeine Verbreiterung von Kanälen ab, um die „pittoreske“ Physiognomie Venedigs zu erhalten. Lediglich der Verbreiterung des Binnenkanals Rio di Noale zu einer von Wasserbussen befahrbaren Straße stimmte er zu.
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Ugo Ojetti, Handschriftliche Notizen zu Eugenio Miozzis Sanierungsplan, Venedig 1939
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
handschriftl. Notizen
Sprache
italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 32 (Venedig), Signatur 32/77, Digitalisat 32/015.
Rio di Noale
Informationen über die verwendeten Medien
Plan des Rio di Noale in Venedig im Zustand von 1939
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Angaben zum Objekt
Teil von
Enthalten in: Eugenio Miozzi, Progetto di Massima per il Piano di Risanamento di Venezia Insulare, Relazione. Hg. von Comune di Venezia, Direzione Generale dei Servizi Tecnici, Venezia 9. März 1939.
Informationen über die verwendeten Medien
Graphik der abzureißenden Fläche für die Erweiterung des Rio di Noale
Abbildung aus dem Sanierungsplan
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Angaben zum Objekt
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 32 (Venezia, Progetto di Massima), Sanierungsplan
Informationen über die verwendeten Medien
Plan Paduas vor dem Wettbewerb
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Piano Regolatore di Padova
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 11 (Padova varie), Signatur 11/o. A., Digitalisat 11/027.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Duilio Torres, Guido Spellanzon, Carlo Keller, Vittorio dalla Porta
Zeit
1932
Ort
Padua
Altstadterneuerung Paduas
In den 1920er Jahren etablierte sich in Italien der Städtebau als eigene Disziplin. Im Zuge dieser Institutionalisierung wurden in zahlreichen Städten Wettbewerbe für einen kommunalen Regulierungsplan ausgeschrieben. Der Wettbewerb selbst lag in den Händen der Kommune, in den Juries saßen Mitglieder des nationalen faschistischen Architektensyndikats und auch staatliche Denkmalpfleger wurden einbezogen. Der Berliner Teilnachlass gibt Aufschluss über Ojettis Rolle als Vorsitzender der Wettbewerbsjury in Padua.
Die Regulierungspläne für Padua (1922/1925) sahen großflächige Abrisse der historischen Bausubstanz, die Anlegung von breiten Straßen und Plätzen sowie den Neubau von Baublöcken durch eine private Baugesellschaft vor. Als Reaktion auf die anhaltende Kritik schrieb der Podestà Paduas im August 1932 einen neuen Wettbewerb aus und benannte Ugo Ojetti als erstes Jurymitglied. In der Ausschreibung wurde explizit vermerkt, dass großflächige Abrisse zu vermeiden und die Methode der behutsamen Altstadterneuerung anzuwenden seien.
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Ausschreibung des Wettbewerbs für den Regulierungsplan Paduas
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Angaben zum Objekt
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 11 (Padova varie), Signatur 11/19 , Digitalisat 20/349–353.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
18.08.1932
Ort
Padua
Ergebnisse
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Handschriftliche Notizen Ojettis
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Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 11 (Padova varie), o.A. , Digitalisat 11/353.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1933
Ort
Padua
Der Gewinnerbeitrag der Architektengruppe um Duilio Torres überzeugte die Jury durch pragmatische Lösungen für die inner- und außerstädtische Verkehrsführung sowie die behutsame Erneuerung der Altstadt. Durch eine Verbreiterung der zentralen Hauptachse sowie die Freilegung des Bahnhofsareals sollten Abrisse im übrigen Stadtgewebe vermieden und somit weitere Konflikte um die historische Bausubstanz abgewendet werden.
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Bericht
Bericht für den durch die Gruppe Torres, Spellanzon, Keller und Della Porta eingereichten Entwurf für den Regulierungsplan Paduas
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Rechteinformation
Freie Universität, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
Angaben zum Objekt
Sprache
Italienisch
Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 11 (Padova varie), Signatur 11/19 , Digitalisat 11/005.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Torres, Spellanzon, Keller und Della Porta
Zeit
1933
Ort
Padua
Informationen über die verwendeten Medien
Torres, Spellanzon, Keller, Della Porta, Bericht zum eingereichten Entwurf für den Regulierungsplan für Padua von 1933, Tafel 11 und 12.
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Freie Universität Berlin, Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts
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Identifikator
Nachlass Ugo Ojetti, Mappe 11 (Padova varie), Digitalisat 11/081.
Informationen über die verwendeten Medien
Titelseite von: Ugo Ojetti, In Italia, l'arte ha da essere italiana? A. Mondadori, Mailand 1942
Aus der Sammlung von
Staatsbibliothek Berlin, Potsdamer Straße
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Identifikator
Signatur 5664
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
23.09.1934
Relevanz
Der Titel von Ugo Ojettis letztem Buch aus dem Jahr 1942 lautete: "Muss Kunst in Italien italienisch sein?" Diese Frage ist heute wieder hoch aktuell. Identitätspolitik ist nicht nur in Italien ein vieldiskutiertes Thema. Die Auseinandersetzung mit Ojettis Nachlass bietet vor diesem Hintergrund Gelegenheit, alte und neue Indienstnahmen von Kunst und Architektur kritisch zu überprüfen.
Dank
Viele Personen haben zum Gelingen der Ausstellung beigetragen. Besonderen Dank schulden wir Prof. Dr. Marta Nezzo von der Universität Padua, die großzügig mit uns ihr unerschöpfliches Wissen zu Ugo Ojetti und dem Schicksal seines Nachlasses geteilt hat.
Für die freundliche Zusammenarbeit und Bereitstellung von Bildmaterial bedanken wir uns bei Clementina Conte und Susanne Meurer vom Archiv der GNAM in Rom sowie bei David Speranzi von der italienischen Nationalbibliothek in Florenz.
Unser Dank gilt des Weiteren Dr. Birgit Rehse und Josepha Schwerma vom Universitätsarchiv der FU Berlin sowie den Eheleuten Börsch-Supan für ihre Unterstützung bei der Auffindung von Dokumenten zur Geschichte des KHI.
Eine virtuelle Ausstellung von
Die Ausstellung "Waffen der Kunst" entstand im Rahmen eines Projektseminars zum Nachlass des italienischen Kunstkritikers Ugo Ojetti durch Studierende des Kunsthistorischen Instituts der Freien Universität Berlin.
Team
Dr. Christine Beese, Marie-Sophie Czech, Inés Doria Estrada, Nelly Feldheim, Philipp Hubert, Julian Ketels, Jeanne Lehmann, Emily Oberkönig, Pia Roskwitalski, Paula Runiewicz, Stefano Veronese
Konzeption der einzelnen Unterkapitel und Einrichtung der Ausstellung:
Kapitel 1: Inés Doria Estrada, Nelly Feldheim, Julian Ketels
Kapitel 2: Marie-Sophie Czech, Philipp Hubert, Pia Roskwitalski, Paula Runiewicz
Kapitel 3: Emily Oberkönig, Jeanne Lehmann, Stefano Veronese
Leitung und Gesamtredaktion: Dr. Christine Beese
Impressum
Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin
Koserstraße 20, 14195 Berlin
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FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH
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Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
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