Das Schöne in Stich und Schrift
Zum 100. Geburtstag des Künstlers Otto Rohse
Eine virtuelle Ausstellung von
Ein Leben für die Buchkunst
Otto Rohse zählt zu den bedeutendsten deutschen Buchkünstlern des 20. Jahrhunderts, dessen Werk vor allem durch die bibliophilen Bücher der Otto Rohse Presse (ORP), gegründet 1962, bekannt geworden ist.
Diese gestaltete Rohse mit einer einzigartigen Text-Bild-Beziehung, bei der er oft die Illustration (vorwiegend Holz- und Kupferstich sowie Radierung) schon während der Entstehung des Textsatzes im Blick hatte. Seine Werke zeichnen sich somit durch eine enge Verbindung von Text und Bild aus, mit sowohl inhaltlichen als auch optischen Korrespondenzen.
Als Verleger, Drucker und Graphiker in einer Person verkörperte er das Ideal eines Pressendruckers.
Informationen über die verwendeten Medien
Holzstich „Süden“ aus „Griechische Epigramme - Physis“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Druckstock zum Holzstich „Süden“.
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1988
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Kupferstich zu „Hebräische Balladen“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1968
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Kupferplatte zu Lasker-Schüler, „Hebräische Balladen“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1968
Ort
Hamburg
Zugleich prägte Otto Rohse das Erscheinungsbild der jungen Bundesrepublik auch nach außen. So gestaltete er in eleganter Form den deutschen Katalog für die Expo 67 in Montreal – L’Allemagne aujourd’hui – und ist vielen Zeitgenossen durch die Briefmarken der Bundespost bekannt, denen er ein modernes Gesicht gab (siehe Abschnitt Briefmarken unten).
Informationen über die verwendeten Medien
Katalog des deutschen Pavillons auf der EXPO 67 in Montreal (Rückseite)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Stich-Tiefdruck nach einem Kupferstich in Verbindung mit Guillochen-Grund.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1967
Ort
West-Berlin
Informationen über die verwendeten Medien
Katalog des deutschen Pavillons auf der EXPO 67 in Montreal (Vorderseite)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Stich-Tiefdruck nach einem Kupferstich. Druck des Umschlages in Blau, Rot und Schwarz in einem Durchgang bei separater Einfärbung.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1967
Ort
West-Berlin
Informationen über die verwendeten Medien
Jugendporträt Otto Rohse
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
gemeinfrei
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
gemalt von Helene Wagenbichler
Zeit
1942
Ort
Königsberg (Ostpr.)
Lebenswege
Otto Rohse wurde 1925 im ostpreußischen Insterburg (heute Tschernjachowsk, Russland) geboren und wuchs in Gumbinnen (heute Gussew) auf. Die Bekanntschaft mit Helene Wagenbichler brachte ihm schon als Schüler die Kunst nahe und er studierte zunächst Malerei. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sein Studium in Hamburg fort.
1953 begann Rohse mit ersten eigenen Buchgestaltungen und machte sich 1956 selbstständig.
Außerhalb seiner eigenen Pressendrucke arbeitete er im Laufe seines Lebens mit zahlreichen Künstlern zusammen, darunter mit dem Graphiker und Schriftkünstler Werner Bunz. 30 Jahre lang gab er die Zeitschrift Sigill: Blätter für Buch und Kunst heraus. Seine Arbeiten schmückten bibliophile Bände für Buchgesellschaften wie die Maximilian-Gesellschaft oder die Büchergilde Gutenberg, aber auch Gedichtbände, Kinderbücher, Kalender, Schulbücher und kirchliche Gesangbücher. Für die Grillen-Presse Richard von Sichowskys betreute er den letzten, posthumen Druck.
Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Gutenberg-Preis des Jahres 2002.
Otto Rohse verstarb 2016 in Hamburg. Er war verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.
Informationen über die verwendeten Medien
Otto und Marianne Rohse mit Künstlerfreunden
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
unbekannt
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Abgebildet: Otto und Marianne Rohse (zuoberst), Christian und Hildegard Zwang, Theophil und Barbara Zwang, u.a.
Zeit
2. Hälfte 1950er
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Einband „Sigill“ (Vorderseite)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Gestaltung); Werner Bunz (Signet)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
späte 1970er
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Einband „Sigill“ (Rückseite)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Gestaltung); Werner Bunz (Signet)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
späte 1970er
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Informationen über die verwendeten Medien
Otto Rohse und Freunde auf der Frankfurter Messe
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
unbekannt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Abgebildet: Otto Rohse (r. hinten), Hartmut Frielinghaus (l. hinten), Christian und Hildegard Zwang (vorn)
Zeit
1960er
Ort
Frankfurt/Main
Einflüsse
Otto Rohses Ausbildung war von vielen künstlerischen Einflüssen geprägt. Ersten Zeichenunterricht erhielt er bereits mit 15 Jahren bei Richard Thoms. 1943 begab sich Rohse in die Meisterateliers für bildende Künste in Königsberg zu Alfred Partikel, doch unterbrach der Zweite Weltkrieg seine Ausbildung.
Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1948 studierte
er an der Landeskunstschule in Hamburg. Dort bildete ihn Richard von Sichowsky zum Typographen und Buchgestalter aus und berief ihn zu seinem Assistenten. Rohse gehörte zu den ersten Schülern, die an den Publikationen von Sichowskys Grillen-Presse mitwirken durften.
Diese Erfahrung und die Begegnung mit weiteren Persönlichkeiten, wie z. B. dem Buchbinder Christian Zwang, der später für die hochwertigen Einbände der ORP verantwortlich war, legten den Grundstein für seine spätere Selbständigkeit.
Informationen über die verwendeten Medien
Informationen über die verwendeten Medien
Zwei Pressendrucke der Otto Rohse Presse in Einbänden von Christian Zwang
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto)
Beschreibung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2025
Ort
Hamburg
Die Otto Rohse Presse
Das Hauptwerk der ORP besteht aus den Pressendrucken, deren Gesamtgestaltung und Textauswahl sowie Typographie, Illustrationen und Druck ganz von Rohse bestimmt waren. Inhaltlich beschäftigte sich Rohse in ihnen mit einer breiten Themenpalette von der Antike bis zur Neuzeit. Von Ovid über Andreas Gryphius bis Siegfried Lenz gab es viele Texte, die er (auch mit Freunden) auswählte, da diese ihm wertvoll erschienen.
Für Satz und Druck hatte er später hochqualifizierte Mitarbeiter. Bemerkenswert war seine Technik, Kupferstiche durch Auseinandersägen der Platte mehrfarbig zu drucken, und die Idee, den typischen Plattenrand der Kupferdrucke bei der Buchgestaltung über den Rand hinauslaufen zu lassen und somit wegzuschneiden.
In der ORP erschienen bis 2001 insgesamt 52 Drucke.
Informationen über die verwendeten Medien
Pressendrucke der Otto Rohse Presse, 1967 bis 1991, in Einbänden von Christian Zwang
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto)
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2025
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Bobrowski, „Vier Erzählungen“, mit Holzstich zu „Das Käuzchen“
Aus der Sammlung von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
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Rechteinformation
Otto Rohse (Graphik, Buchgestaltung); Johannes Bobrowski (Text)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1980
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Gryphius, „Ausgewählte Sonette, Gedichte und Epigramme“, Bd. 1, mit Holzstich und Kupferstich
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1970
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Lasker-Schüler, „Hebräische Balladen“, mit Kupferstich
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1968
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Kleist, „On puppet-shows“, mit Kupferstich „Marionetten I - Probe“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1991
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Kleist, „On puppet-shows“, mit Kupferstich „Marionetten V - Mädchen“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1991
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Goethe, „Briefe aus Venedig“, mit Kupferstich „Fischmarkt“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Kupferstich „Lagune II“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto); Otto Rohse (Graphik)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1967
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Kupferstich „Blick in die Lagune“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto); Otto Rohse (Graphik)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1967
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Melville, „Cock-a-doodle-doo!“, mit Kupferstich „Großer krähender Hahn“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Schuber zu „Cock-a-doodle-doo!“ (Vorderseite)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Hamburg
Ort
1986
Informationen über die verwendeten Medien
Schuber zu „Cock-a-doodle-doo!“ (Rückseite)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1986
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Radierung aus „Das Moor“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2000
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Radierung aus „Das Moor“
Aus der Sammlung von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2000
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Radierung aus „Das Moor“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2000
Ort
Hamburg
Zeichnung und Druck
Ohne das zeichnerische Œuvre ist das gesamte Werk von Otto Rohse undenkbar. Schon in seiner Jugend im ostpreußischen Gumbinnen begann er zu zeichnen. Etwas später – und aus der Zeit stammen die ersten erhaltenen Zeichnungen – entstehen in der Gefangenschaft, zwischen 1944 bis 1948 in Schottland, klassisch anmutende Zeichnungen nach der Natur, sorgfältig durchgearbeitet mit Liebe zum Detail.
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung aus der Kriegsgefangenschaft
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1947
Ort
Schottland
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Venedig“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Venedig
Beim Blick auf die Vorarbeiten zum ersten Pressendruck der Otto Rohse Presse – Venedig, Anfang der sechziger Jahre – fällt die enorme künstlerische Entwicklung auf. Mit großer Freiheit hält er das Wesentliche einer Landschaft, von Architektur oder Blumen, Bäumen, Insekten fest.
Bei der hier abgebildeten Bleistiftzeichnung erfasst er Kanal, Brücke, Gondel, Paläste mit flottem Strich. Die Schraffuren, teilweise zu durchgehenden Flächen zusammengezogen, schaffen Räume und Tiefe. Details treten zurück, zugunsten des atmosphärischen Eindrucks.
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Landschaft/Provence“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1992
Ort
Provence
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Granatapfelblüten/Provence“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1992
Ort
Provence
Informationen über die verwendeten Medien
Kupferstich „Sottoportico“ (Ausschnitt)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Venedig
Sehr viel präziser, klarer bis durchsichtig hingegen erscheinen die Kupferstiche des Buchs. Die Schattierungen entstehen durch die Anzahl, die Stärke und den Abstand der Striche. Das Überkreuzen der Linien lässt eine Fläche dunkler erscheinen.
Bei genauem Hinsehen löst sich eine graue Fläche in einzelne Linien auf. Bevor er mit dem Stechen beginnen konnte, übertrug Rohse die Vorzeichnung mit Bleistift auf die mit weißer Farbe überzogene Kupferplatte. Eine besondere Herausforderung war es dabei, dass die Zeichnung druckbedingt seitenverkehrt angelegt werden mußte.
Zum Schutz vorm Verwischen der Zeichnung wurden alle Stellen, die nicht gerade gestochen wurden, mit Transparentfolie abgedeckt. Der sich beim Stechen bildende feine Grat musste bei allen Linien vor dem ersten Druck geschabt werden.
Informationen über die verwendeten Medien
Kupferstich „Canale Grande II“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Kupferstic
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Venedig
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Venedig“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Venedig
Informationen über die verwendeten Medien
Kiste mit Sticheln für den Kupfer- und Holzstich
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2025
Ort
Hamburg
Im Gegensatz zu dem aus Linien bestehenden Kupferstich bietet der Holzstich die Möglichkeit, auch flächig zu arbeiten. Beim Holz-STICH wird anders als beim Holz-SCHNITT in das außerordentlich harte Hirnholz der aus Buchsbaum-Quadraten zusammengeleimten Platte gestochen, sodass feinere Linien als beim Holzschnitt möglich sind.
Die Werkzeuge sind die gleichen wie beim Kupferstich. Jedoch drucken nicht die vertieften Teile, sondern die hochstehenden, wie bei einem Stempel. Auch hier wird der Entwurf seitenverkehrt mit Tusche auf den Holzstock gezeichnet.
Der Holzstich eines kretischen Olivenhains verdeutlicht, welche räumliche Wirkung aus dem Wechsel von Linie und Fläche entsteht.
Diverse Schraffuren – von den zartesten zu kräftigen, engen und weiten, solche, die sich in Punkte auflösen oder häufig ihre Richtung wechseln – dieses Geflecht aus Grauschattierungen setzt Rohse in Kontrast zum flächigen Schwarz. Das fadenartige Flirren und Gewirr der Linien lässt die feinen Blätter erkennen. Die Außenformen der Flächen und einige sparsame weiße Linien in ihnen markieren knorrige, alte Stämme und Äste.
Dieser Holzstich – es soll der größte sein, den Otto Rohse gestochen hat – ist mit der Differenzierung der Linien in Verbindung und Abgrenzung zu den Flächen einer der spannendsten, die der Künstler geschaffen hat.
Informationen über die verwendeten Medien
Holzstich „Olivenbäume/Kreta“ (Ausschnitt)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1989
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Holzstich „Olivenbäume/Kreta“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1989
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Olivenbäume/Kreta“ (I)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Zeichnung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1989
Ort
Kreta
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Olivenbäume/Kreta“ (II)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Zeichnung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1989
Ort
Kreta
Briefmarkenentwürfe
Die große Zeit der Briefmarken ist heute vorbei. Ursprünglich wurden sie ab 1840 weltweit eingeführt, um die Bezahlung der Beförderungsgebühr zu rationalisieren. Von Anfang an waren sie aber auch Bildträger, trugen in die Welt, womit sich ein Staat präsentieren wollte.
Rohse prägte mit seinen Markenentwürfen das graphische Erscheinungsbild der jungen Bundesrepublik mit. Manche seiner Marken sind bis heute im kollektiven Bildgedächtnis geblieben. Mit kompromisslosem künstlerischen Anspruch trugen sie daneben zur ästhetischen Bildung bei.
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Entwurf zur Briefmarke „Palais de l’Europe“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarkenentwurf
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1977
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Vorzeichnung zur Briefmarke „Palais de l’Europe“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Typ
Vorzeichnung
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Bleistift, Pastellkreide
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
vor 1977
Ort
Hamburg
Briefmarkenentwürfe
Rohse schuf seine Markenentwürfe teils vergrößert, teils im Maßstab 1:1. Die zu seiner Zeit übliche graphische Umsetzung des Bildmotivs ist uns heute weitgehend fremd geworden, wo zunehmend photorealistische Entwürfe und Schnappschussästhetik dominieren und jeder seine eigene Briefmarke gestalten und drucken lassen kann.
Informationen über die verwendeten Medien
Holzstich „Flora und Philatelie“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1963
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Briefmarke der Serie „Flora und Philatelie“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Briefmarke der Serie „Flora und Philatelie“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse Erben (Graphik)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Berlin (West)
Informationen über die verwendeten Medien
Exemplare aus der Briefmarkenserie „Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten“ (Kleinformate)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse (Graphik); Tom Steinert (Foto)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Abmessung/Umfang
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964–65
Ort
Berlin (West)
Daten und Fakten
Zwischen 1955 und 1997 entstanden in Rohses Atelier etwa 400 Briefmarkenentwürfe in hauptsächlich drei Verfahren: Holzstich, Kupferstich und Collage. 60 davon wurden angenommen und in Millionen-, manchmal Milliardenauflagen hergestellt. Die Marken der Dauerserie Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten hielt in den 1960er Jahren wohl fast jeder gelegentlich in Händen – und damit einen ‚echten Rohse‘.
Informationen über die verwendeten Medien
Exemplare aus der Briefmarkenserie „Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten“ (Großformate)
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse (Graphik); Tom Steinert (Foto)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1966–69
Ort
Berlin (West)
Informationen über die verwendeten Medien
Exemplare aus der Briefmarkenserie „Schützt die Natur“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse (Graphik); Tom Steinert (Foto)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1969
Ort
Berlin (West)
Daten und Fakten
Freie künstlerische Arbeit und Gebrauchsgraphik greifen in Rohses Markenentwürfen eng ineinander. So wurden die Naturschutzmarken 1969 von der Bundesdruckerei im mehrfarbigen Stichtiefdruck hergestellt, ein Verfahren analog dem mehrfarbigen Kupferstich, welcher wiederum in Rohses Pressendrucken Anwendung fand. Gleich ob Pressendruck oder Millionenauflage, Rohse verwendete auf seine Entwürfe stets die gleiche Sorgfalt in der Ausarbeitung, die gleiche reiche Detaillierung.
Informationen über die verwendeten Medien
Entwurf für Briefmarke „Wilhelm Hauff“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarkenentwurf
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Collage aus Buntpapier
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1977
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Briefmarkenentwurf „Thesenanschlag“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse Erben (Graphik)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1967
Ort
Berlin (West)
Graphische Besonderheiten
Die Lebendigkeit seiner Kupferstichentwürfe verdankt sich den unerschöpflichen graphischen Variationen, die Rohse erfand. Eindrücklich ist beispielsweise sein nicht realisierter Entwurf für die Luthermarke 1967. Einem historischen Bauensemble angemessen, betonte Rohse mit graphischen Mitteln die Vielgestaltigkeit der Eisenacher Burganlage: Jede Schraffur ist anders, kein Dach gleicht dem anderen.
Graphische Besonderheiten
Die mehrfarbige Fischserie von 1964 verbindet Kupfer- und Holzstich, den Rohse vor allem in der Anfangszeit anwendete.
Informationen über die verwendeten Medien
Druckstöcke zur Briefmarkenserie „Für die Jugend“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Marc Autenrieth (Foto); Otto Rohse Erben (Druckstöcke)
Angaben zum Objekt
Typ
Druckstock
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2025 (Foto), um 1964 (Druckstöcke)
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Probedrucke zur Briefmarkenserie „Für die Jugend“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Typ
Probedrucke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich; Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Briefmarke der Serie „Für die Jugend“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse Erben (Graphik)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich; Holzstich (Unterdruck)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Ort
Berlin (West)
Graphische Besonderheiten
Für Sammlerbelege zu seinen Marken, die sogenannten Ersttagsbriefe, schuf Rohse kunstvolle Vignetten. Die Umschlagserie zu den historischen Mühlen erinnert an seine Exlibris und erzählerischen Holzstich-Blätter, während die Markenentwürfe im Kupferstich hergestellt waren.
Informationen über die verwendeten Medien
Ersttagsbrief „Historische Mühlen“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse Erben (Graphik)
Angaben zum Objekt
Typ
Ersttagsbrief
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Holzstich; Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1997
Ort
Berlin
Informationen über die verwendeten Medien
Exlibris „M B“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse Erben (Graphik); Till Verclas (Repro)
Angaben zum Objekt
Typ
Exlibris
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Holzstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1982
Ort
Hamburg
Architekturmotive
Rohses filigrane Linienkunst und Sensibilität für die Eigenart historischer Bauten prädestinierten ihn für Architekturdarstellungen. Dies gilt für seine großformatigen Werkserien genauso wie für das Kleinformat der Briefmarke. Wenn seine Markenentwürfe stets ihren handwerklichen Charakter bewahrten, passte das gut zu den darzustellenden Bauwerken.
So war es fast zwangsläufig, dass Rohse den Gestaltungswettbewerb für die bundesdeutschen Marken zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 gewann. Trotz seiner sachlich-aufgeräumten Kupferstichgraphik und der Nähe zur Architekturzeichnung stach Rohse nie neutrale Abbilder, keine technischen Zeichnungen. Statt dessen vermittelte er Charakter: den einzigartigen des Bauwerks und den unverwechselbaren des Otto-Rohse-Stils.
Informationen über die verwendeten Medien
Kupferstich „Städteblatt Torgau“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Angaben zum Objekt
Typ
Druckgraphik
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
späte 1990er / um 2000
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Probeabzug zur Briefmarke „Lübeck“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse Erben (Graphik); Elisabeth Scheikowski (Repro)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Beispiele aus der Briefmarkenserie „Europäisches Denkmalschutzjahr“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Bundesdruckerei; Otto Rohse Erben (Graphik)
Angaben zum Objekt
Typ
Briefmarke
Teil von
Nachlass Otto Rohse (Familienbesitz)
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1975
Ort
Berlin (West)
Informationen über die verwendeten Medien
Die „kleinen Werke“
Wenngleich die Buchveröffentlichungen der Otto Rohse Presse unbestritten die Krönung seines Schaffens bilden, so wirkte Otto Rohse auch in zahlreichen anderen Formen als Gestalter und Graphiker, von eher flüchtigen Druckerzeugnissen in eigener Sache (Prospekte) über Jahresgaben von renommierten Papier- und Druckunternehmen, kleinen Publikationen zu öffentlichen Kulturveranstaltungen bis hin zu rein kommerziellen Auftragsarbeiten. Ganz gleich welcher Anlass, zeigen Otto Rohses Werke stets das Streben um den vollendeten klaren Ausdruck mit der ihm eigenen Formensprache.
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung zur Ausstellungseröffnung Otto Rohse im Klingspor-Museum Offenbach (ganz offen)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Klingspor-Museum, Offenbach/Main
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1985
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung zur Ausstellungseröffnung Otto Rohse im Klingspor-Museum Offenbach (geschlossen)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Klingspor-Museum, Offenbach/Main
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1985
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung zur Ausstellungseröffnung Otto Rohse im Klingspor-Museum Offenbach (halb offen)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Klingspor-Museum, Offenbach/Main
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1985
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Visitenkarte Otto Rohse
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1985
Ort
Hamburg
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Almanach des Landesmuseums Oldenburg für das Jahr 1965 (Einband vorn)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Landesmuseum Oldenburg
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Ort
Oldenburg (Old.)
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Almanach des Landesmuseums Oldenburg für das Jahr 1965 (Titelblatt und Frontispiz)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Landesmuseum Oldenburg
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Ort
Oldenburg (Old.)
Informationen über die verwendeten Medien
Almanach des Landesmuseums Oldenburg für das Jahr 1965 (Register)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Landesmuseum Oldenburg
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Ort
Oldenburg (Old.)
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Umschlag zum Probeexemplar „Zum Beginn des Wiederaufbaus des Altstädter Nicolaiturmes in Bielefeld“, mit Holzstich
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Graphik, Gestaltung)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1959/60
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Probeexemplar „Zum Beginn des Wiederaufbaus des Altstädter Nicolaiturmes in Bielefeld“, mit Holzstich
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Graphik); Karl Tiesler (Text)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1959/60
Informationen über die verwendeten Medien
Buchseiten aus Probeexemplar „Zum Beginn des Wiederaufbaus des Altstädter Nicolaiturmes in Bielefeld“, mit Holzstich
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Graphik); Karl Tiesler (Text)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1959/60
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Skizze zu Holzstichen für „Zum Beginn des Wiederaufbaus des Altstädter Nicolaiturmes in Bielefeld“
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
etwa 1959
Ort
Hamburg
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Jahresgaben
Eine besondere Gattung stellen die Jahresgaben dar, mit denen Vereine oder Unternehmen ihre Mitglieder oder Kunden mit kleinen Kunstwerken beschenken, üblicherweise zu Weihnachten oder Neujahr.
Im kommerziellen Bereich heute selten geworden, lässt sich an den diversen Jahresgaben, die Otto Rohse unter anderem für die Hamburger Papiergroßhandlung Hermann Radecke übernahm, die enge Beziehung zwischen Künstler und Fachhändler ablesen.
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Jahresgabe Papiergroßhandlung Radecke 1953, mit Holzstich (Umschlag)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Erben); Papiergroßhandlung Radecke, Hamburg (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1952
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Jahresgabe Papiergroßhandlung Radecke 1953 mit Holzstich (März/April)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Erben); Papiergroßhandlung Radecke, Hamburg (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1952
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Jahresgabe Papiergroßhandlung Radecke 1953, mit Holzstich (September/Oktober)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Papiergroßhandlung Radecke, Hamburg (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1952
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Weihnachtsgruß der Bauer'schen Gießerei 1961 (Titelseite)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Bauer'sche Gießerei (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1961
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Weihnachtsgruß der Bauer'schen Gießerei 1961 (halb aufgefaltet)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Erben); Bauer'sche Gießerei (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1961
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Weihnachtsgruß der Bauer'schen Gießerei 1961 (Innenseiten)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Bauer'sche Gießerei (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1961
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Weihnachtsgruß der Bauer'schen Gießerei 1961 (Rückseite)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Bauer'sche Gießerei (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1961
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Weihnachtsgabe der Papiergroßhandlung Radecke 1957 (Titelblatt)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Papiergroßhandlung Radecke, Hamburg (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1957
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Weihnachtsgabe der Papiergroßhandlung Radecke 1957 (Innenseiten)
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Papiergroßhandlung Radecke, Hamburg (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1957
Ort
Hamburg
Informationen über die verwendeten Medien
Schließlich findet sich im Werk Otto Rohses, wenngleich seltener, auch Werbegraphik für Konsumgüter. Schöne Anschauungsbeispiele bieten diese Weinetiketten aus der Zeit um 1960, in denen, wie auch bei den Briefmarken, die Graphik auch in der kleinen Form zur vollen Geltung kommt.
Informationen über die verwendeten Medien
Weinetikett „1959er Ayler Kupp Riesling Natur“, Weingut Camp, mit Holzstichen
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben); Weingut Camp(?)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
etwa 1959
Informationen über die verwendeten Medien
Angebotsprospekt Weinhandel D. A. Cords Söhne für 1959
Aus der Sammlung von
Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
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Otto Rohse (Erben); Weinhandel D. A. Cords Söhne (Nachfolger)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
etwa 1959
Erinnerungen
Hubert Kiecol, langjähriger Mitarbeiter der Otto Rohse Presse, berichtet:
„Mitte der 60er Jahre begann ich meine Lehre als Schriftsetzer im Druck- und Verlagshaus in meinem Heimatort. Endlich gehörte ich zu den Erwachsenen und die Welt war groß.
Nach drei Jahren Lehre und zwei Jahren als Geselle zog ich nach Hamburg und besuchte dort die Werkkunstschule. Schon zu Beginn erfuhr ich in der Druckwerkstatt, daß Otto Rohse einen Schriftsetzer suchte.
Ich begann also die Arbeit in der O R Presse. Zuerst mit Otto Rohse zusammen, in Barmbek im Souteraingeschoß. Im Geschoß darüber befand sich die Buchbinderei von Christian Zwang.
Die Welt im Tieloh, die Straße in der sich die Presse befand, war mir eine vorher nicht bekannte und hatte wenig mit meiner ersten Umgebung als Setzer gemeinsam. Allein die filigranen Holz- und Kupferstiche in ihren sehr zurückgenommenen Farben waren in dieser Zeit eine mir unbekannte Insel.
Nach den Jahren mit abstraktem Expressionismus und lauter Pop Art gab es diese vollkommen andere Welt.
Ich begann mit Andreas Gryphius’ Sonetten. Mein Verhältnis zur Schrift, zur typografischen Gestaltung wurde ein ganz anderes, Neues. Der Satz von Richard von Sichowsky, dem Lehrer Otto Rohses, „Es gibt nichts Schöneres als eine gut ausgeglichene Antiqua-Versalzeile”, begann hier für mich eine Bedeutung als Zusammenfassung für ein Typografieverständnis zu bekommen. Ich setzte Gryphius, Gottfried Benn, Annette von Droste-Hülshoff, Johannes Bobrowski.
Das alles in den 70er Jahren, als sich in der Kunstakademie, an der ich inzwischen war, der lähmende Stillstand, der seit Ende der 60er Jahren aus politischen Gründen vorhanden war, langsam löste. Ulrich Rückriem kam an die Akademie, es wurde draußen Tag und Nacht am Stein gehämmert - es durfte wieder gearbeitet werden. Sigmar Polke war da und die Musik kam aus England und war laut und hart.
Nachts Bier und Härteres und laute Bässe in der vollgestopften und -gerauchten „Marktstube”. Am nächsten Tag wieder Franzbrötchen und schwarzer Tee aus dem Otto-Lindig-Geschirr. „London calling” von Clash und anderes von den Ramones und am nächsten Tag wieder Gryphius und Benn. Weiter konnte die Schere nicht auseinandergehen.
Mit Abstand scheint es sehr exotisch, diese zwei gegensätzlichen Welten zusammen zu sehen.
Aber es hat stattgefunden und zu den Punk-Texten und der klaren und erdigen, elementaren Sprache von Gryphius empfand ich eine Verbindung. Besonders samstags, wenn ich wußte, daß die Freunde schon an ihren Orten waren, habe ich gerne lange in der ruhigen Werkstatt, im Kellergeschoß, gearbeitet. Danach konnte ich mich dann gut auf das Gegenteil einlassen.
Das, was man bei Otto Rohse als parallel oder gegen die Zeit arbeiten sehen kann, heißt aber, daß jemand eine große Freiheit hat und seinen eigenen Weg beständig gehen kann, vollkommen unabhängig vom dauernd wechselnden Zeitgeist. Diese Unabhängigkeit, seinem Weg zu folgen und die eigenen Ansprüche zu erfüllen, habe ich damals erleben dürfen. Allein, sich zwischen dem ersten und zweiten Band von Andreas Gryphius, Ausgewählte Sonette – Gedichte und Epigramme, sieben Jahre Zeit zu nehmen, ist ein Beispiel dafür.
Ich habe viele Seiten im Handsatz hergestellt und kleine Auflagen auf dem Tiegel, mit Handanlage, gedruckt. Die Zurichtung mit Seidenpapier auf dem Tiegel, für die Holzstiche mit dunklen Flächen und sehr feinen Linien, war eine besondere Herausforderung.
Es war eine Freude, am Satz und danach die Seiten gedruckt auf dem Bogen zu sehen. Die Autoren, die ich durch die Presse kennenlernte, haben den Kosmos in der unruhigen Zeit damals sehr erweitert.
Eine sehr wichtige Arbeit war die Herstellung von dem erst als Sigill, in zwei Heften, erschienenen Römischen Alphabet von Werner Bunz. Die über 140 Holzschnitte zur Konstruktion jedes Buchstaben, dazu die jeweils wenigen, klaren Sätze von Bruno Snell pro Zeichen, waren ein Erlebnis im Lesen und im Setzen der Zeilen. Wenn es bis dahin nur ein einfaches Verständnis zur Antiqua gab, war danach ein großer Respekt vor jedem einzelnen Buchstaben und seiner Entstehung vorhanden. Eine elementare Erfahrung.
Daß ich in den 70er Jahren die Nähe zu einer gewachsenen Hochkultur, zusätzlich zum Aufenthalt an der HfbK Lerchenfeld, erfahren durfte, empfinde ich als großes Glück und Bereicherung.
Als ich Otto Rohse das letzte Mal in seiner Wohnung im Klotzenmoor besucht habe, saß er mit einer Wolldecke auf den Knien in seinem Sessel. Nach nicht langer Zeit waren wir wieder bei den Eigenarten und Feinheiten der Walbaum, Garamond und Bembo und diese große, reiche Welt war wieder vollkommen gegenwärtig. Nur durch Otto Rohse und die Arbeit in seiner Presse habe ich die Bedeutung und Schönheit von Schrift und Typografie erfahren können.”
Informationen über die verwendeten Medien
Drucktiegel der Werkstatt Otto Rohse im Tieloh
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Hamburg
Nachwirkung
Otto Rohse stellte sich die Frage, ob der Beruf des Buchkünstlers im digitalen Zeitalter ein Anachronismus sei — eine Frage, die heute aktueller ist denn je.
Rohse betonte die Bedeutung der Materialität des Buches und der sorgfältigen Gestaltung. Seine Drucke sind nicht nur ästhetische Objekte, sondern tragen auch zur Wahrnehmung und Wertschätzung des Textes bei. Sein Werk zeigt, wie eine enge Verbindung von Text, Bild und Material zu einem einzigartigen und bleibenden kulturellen Beitrag führt.
Heute beeinflusst die handwerkliche Buchkunst weiterhin die Massenproduktion und bleibt als Qualitätsmaßstab unverzichtbar. So ist trotz der massenhaften Produktion von Taschenbüchern und digitalen Formaten die Arbeit eines Pressendruckers auch in Zukunft von nachhaltiger Bedeutung.
Bedeutende Sammlungen finden sich im Gutenberg-Museum Mainz (Werksarchiv), im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (Werkstatt, sowie weitere Werke), in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden (originale Druckstöcke und Platten) sowie im Deutschen Buch- und Schriftmuseum Leipzig (Sammlung Pfäfflin mit Rara und Korrespondenz).
Weiterführendes
„Wer auf Otto Rohse trifft, muss neu sehen lernen. Genau so, wie Otto Rohse neu illustrieren lernen musste, als er Venedig sah. Zeichnend näherte sich der Typograph und junge Illustrator Anfang der 1960er Jahre der ewig in allen Formen reproduzierten Legende und scheiterte. Zunächst. [...]“
Wer tiefer eindringen möchte, dem sei Der Schwarzkünstler vom Klotzenmoor, empfohlen. Johannes Fellmann umreißt Otto Rohses künstlerisches Schaffen anlässlich der Übernahme des Werksarchivs durch das Gutenberg-Museum 2011.
https://www.kulturstiftung.de/der-schwarzkuenstler-vom-klotzenmoor/
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Venedig. Bauwerke und Ornamente“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Venedig
Informationen über die verwendeten Medien
Zeichnung „Auf dem Fischmarkt in Venedig“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1963
Ort
Venedig
Informationen über die verwendeten Medien
Entwurf des Buchaufbaus zu Goethe, „Briefe aus Venedig“
Aus der Sammlung von
Erbengemeinschaft Otto Rohse
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Rechteinformation
Otto Rohse (Erben)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1964
Ort
Hamburg
Eine virtuelle Ausstellung von
Eine Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek. Mit freundlicher Unterstützung von Friederike Rohse und Till Verclas.
Texte von Dr. Julia Bangert (Einleitung/Kurzbiographie), Till Verclas („Zeichnung und Druck“), Dr. Tom Steinert (Briefmarkenentwürfe), Prof. Hubert Kiecol (Erinnerungen), Benjamin Sasse (kleine Werke). Die Texte der vier erstgenannten Autoren erscheinen in erweiterter Form in: Bon. Dem Künstler Otto Rohse zum 100. Geburtstag (= UN ANNO UN LIBRO Omaggio, Bd. 1). Herausgegeben von Friederike Rohse und Till Verclas. Hamburg 2025.
Reprofotografie: Marc Autenrieth (für Familienbesitz, sofern nicht anders angegeben) / Reprostelle Deutsche Nationalbibliothek (für Sammlungen DBSM).
Wir haben uns bemüht, alle Nutzungsrechte zur Veröffentlichung von Materialien Dritter zu erhalten. Sollten im Einzelfall Nutzungsrechte nicht abgeklärt sein, bitten wir um Kontaktaufnahme mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.
Ebenfalls im Zeichen von Otto Rohses 100. Geburtstag steht die Ausstellung in der Buchhandlung Wassermann, Elbchaussee 577, Hamburg-Blankenese, ab 27.09.2025.
Team
- Benjamin Sasse (Konzept, Umsetzung, Texte/Bilder DNB-Bestand)
- Friederike Rohse (Vermittlung Texte/Bilder Familienbesitz)
- Till Verclas (Bereitstellung Texte/Bilder Familienbesitz)
Impressum
Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig
Deutsche Nationalbibliothek
Abt. Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig
Generaldirektor Frank Scholze
0341/2271-440
dbsm-info [at] dnb.de
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Von-der-Heydt-Straße 16-18
10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 266-41 1432, Fax: +49 (0) 30 266-31 1432
E-Mail: geschaeftsstelle@deutsche-digitale-bibliothek.de
FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
Die kuratierende Einrichtung bestimmt über Thema und Inhalt der Einstellung. Die DDB nimmt nur im Ausnahmefällen Einfluss darauf, s. Nutzungsbedingungen.