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Woher? Weshalb? Warum?

Provenienzgeschichten aus dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum

Woher? Weshalb? Warum?

Woher? Weshalb? Warum? Fragen, die sich Besucher*innen in einem Museum oft stellen. Woher stammen diese Exponate? Weshalb sind diese Objekte ausgestellt und warum liegen sie in diesem Museum und nicht an einem anderen Ort? Wann kamen sie hierher? Und warum? Welche Geschichten bringen sie mit?

Einfache Fragen. Die Antworten darauf sind aber bisweilen sehr komplex. Jedes Artefakt hat eine ganz eigene Herkunftsgeschichte. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig hat sich auf die Suche gemacht. Die Virtuelle Ausstellung stellt einige wenige dieser ergründeten oder eben nicht gänzlich ermittelbaren Objektbiographien vor.

Damit flankiert sie das im Herbst 2022 erschienene Buch „Tiefenbohrung. Eine andere Provenienzgeschichte“. Auf 416 Seiten werden über 30 Geschichten zu unterschiedlichen Objekten und Sammlungen des kulturellen Erbes erzählt, darunter Archivalien, Bücher, Comics und Fotografien. Von der Gutenbergbibel bis hin zu Bildwelten aus Hollywood: In chronologischer Abfolge präsentiert die Virtuelle Ausstellung einen Blick in die Werkstatt.

Wichtige Quelle zur Provenienzforschung: Zugangsbücher. Abb.: Erstes Zugangsbuch der Klemm-Sammlung des Buchgewerbemuseums (1889 - 1957)

01
B42 – Gutenbergbibel

02
Bugra

03
Künstlerspende

04
Bücherverwertungsstelle Wien

05
Elisabeth-Handschrift

06
Hollywood liest

07
Underground Comics

08
Digitale Nachlässe

09
Weiterlesen

Tiefenbohrung

Ob Underground-Comics, Floppy Disks oder Frühdrucke, Hollywoodfotos oder der silberne Ehrenpokal eines Verlegers: Anhand von 33 Objektbiografien erzählt Tiefenbohrung. Eine andere Provenienzgeschichte die Herkunftsgeschichte musealen Kulturguts. Das Buch nimmt die Wege unter die Lupe, die die in fast 140 Jahren zusammengetragenen Bestände des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek zurückgelegt haben. Zugleich erlaubt das Buch einen kritischen Blick auf die Absichten, Besitzansprüche und Traditionsüberhänge von Gedächtniseinrichtungen.

„Fremde Federn“, unter ihnen Bénédicte Savoy und Wolfgang Ernst, betten die Bestandsessays in den weiten Horizont einer Kulturgeschichte der Provenienz.

Hatje Cantz Verlag, 2022 / 416 Seiten / ISBN: 978-­3-7757­-5249-7­