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Als Weihnachten ins Wasser fiel

Remshochwasser 1919

Haus der Stadtgeschichte Waiblingen


Wassermarken an der Hahnschen Mühle (Bürgermühle) in Waiblingen

Fotograf: Matthias Gandlau, Foto, 2019, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
An der Bürgermühle, auch Hahnschen Mühle genannt, ist heute eine ganze Sammlung von Hochwassermarken zu sehen. Schwarze Stricke im Mauerwerk und eine eingeritzte Jahreszahl markieren die Höhe des Wassers bei den einzelnen Ereignissen. Am höchsten stand an dieser Stelle das Wasser im Jahr 1817. Auch an anderen öffentlichen Gebäuden in der Stadt, u. a. dem Beinsteiner Tortum, sind ähnliche Markierungen zu finden.
01_Wassermarke Hahnsche Mühle.jpg


Die Rems und Waiblingen

Träge floss die Rems bis 1817 in ihrem flachen, sandigen Bett durch die Talaue. In zahlreichen Windungen legte das Wasser 84 Kilometer von der Quelle bei Essingen bis zur Mündung in den Neckar bei Neckarrems zurück – beide Orte trennt eine Luftlinie von lediglich 54 Kilometern. Eingriffe der Menschen veränderten seither immer wieder den Flusslauf.

Das heute beliebte Naherholungsgebiet war damals wirtschaftlicher Motor für die Region: als Antrieb für Mühlen, als Grundlage für Holzflößerei und Gerberhandwerk. Lukrativ war auch der Verkauf von Sand. Eine eigene Badeordnung dokumentiert die Vorliebe der Waiblinger Jugend für das frische Nass.

Die Nähe zur Rems hatte allerdings ihren Preis: Bis zu acht Hochwasser im Jahr suchten die Stadt und ihre Umgebung heim.

01

Nutzung der Rems



Auszug aus der Oberamtsbeschreibung

Rudolph Friedrich von Moser, Königlich topographisches Bureau Württemberg, Buch, 1850, Stuttgart

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
In der Beschreibung des Oberamts Waiblingen wird auch die Rems mit ihrem Verlauf und ihren Eigenschaften vorgestellt.
02_Auszug Oberamtsbeschreibung S 14.jpg
Auszug aus der Beschreibung des Oberamts Waiblingen, Stuttgart 1850, S. 14.


Die Rems im 19. Jahrhundert

Das Bett der Rems sei sandig und flach, der Fluss träge, stellt die Oberamtsbeschreibung 1850 fest. Seine vielen Windungen führten zu häufigen Überschwemmungen. Jahrhundertelang floss die Rems so durch das Tal von der Quelle bei Essingen (Nähe Aalen) bis zur Mündung in den Neckar - bis der Mensch in die Natur eingreift.


Anzeige über den Verkauf von Remssand

1.6.1906, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Ankündigung über den Verkauf von Remssand im Remstalboten vom 1.6.1906
03_Verkauf von Remssand_1 Juni 1906 sw.jpg
Anzeige über den Verkauf von Remssand, 1906


Sandlieferung

Bis heute ein wichtiger Weltmarkt, der in Waiblingen allerdings keine Rolle mehr spielt: Sand als Rohstoff. Auch aus der Rems wurde jahrzehntelang Sand gefördert, bis das Geschäft unrentabel wurde.


Bad-Ordnung, 1893

1893, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Bekanntmachung der Bad-Ordnung im Remstalboten vom 24.8.1893
04_Badordnung Waiblingen 1884.jpg
Bekanntmachung der Bad-Ordnung im Remstalboten vom 24.8.1893


Baden im Fluss

Seit Jahrhunderten nutzte man die Rems als Badeort, allerdings streng getrennt: die männliche Jugend oberhalb der Bürgermühle, die weibliche Jugend unterhalb der Häckermühle. Alljährliche Hochwasser und das Sandschöpfen gefährdeten den Badespaß. Durch die zunehmende Verschmutzung der Rems musste das Baden im Fluss 1936 schließlich untersagt werden.



Situationsplan der Kunstmühle Neustadt

Plan, 1874, Neustadt

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Stadtarchiv Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Situationsplan der Kunstmühle Neustadt
05_Lageplan Mühle Neustadt.jpg
Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude der Kunstmühle, 1874 (StadtA WN, Bauaktenregistratur)


Mühlen an der Rems

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nutzte man die Rems vor allem als Antriebskraft für Mühlen und als Abwassermöglichkeit für die in der Stadt angesiedelten Gerbereien. Lange Zeit spielte auch die Holzflößerei eine wichtige Rolle in Waiblingen - ein Konfliktpotential, da die abgeflößten Holzscheite die Wehre und Mühlräder beschädigen konnten.

Der Situationsplan zeigt die Mühle in Neustadt 1874: Nördlich des Mühlkanals steht das Wohnhaus, südlich die Wirtschaftsgebäude der Kunstmühle. Der Mühlkanal verläuft durch die Wasserstube. Als Kunstmühle wurden ab dem 19. Jahrhundert Mühlen bezeichnet, die moderne Technik und höchste Produktivität auszeichnete.



Waldmühle

Foto, ohne Datum, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Blick über das Mühlenwehr und die Rems zum hochaufragenden Wirtschaftsgebäude mit Radstube
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Die Waldmühle in Waiblingen, Blick über das Remswehr (StadtA WN, F 330)


Die Waldmühle

Zwischen 1350 und 1470 entstand die „untere Mühle“ als Walkmühle. Mithilfe der Wasserkraft trieben die Räder Holzhämmer an, die Wollstoff, Leinen und feines weißes Leder über einen Walkstock verdichteten und geschmeidig machten. Das so veredelte Material konnte dann zu Kleidung weiterverarbeitet werden. Umgewandelt in eine Getreidemühle arbeiteten ab 1470 drei Mahlgänge, daneben ein Gerbgang zum Schälen des Getreides. Wie die Stadt wurde auch die Mühle im Dreißigjährigen Krieg zerstört und anschließend wiederaufgebaut.

Im Laufe der Zeit wandelte sich der Name, um 1745 wurde die Bezeichnung Waldmühle gebräuchlich. 1802 setzte Christoph Seiz wieder eine Walke ein. Zudem erhielt er die Konzession für eine Loh- und Ölmühle. Fünf Wasserräder drehten sich damals in der Rems. Unter anderem wurde Rinde zu Lohe verarbeitet, ein Gerbmittel für die Lederproduktion.

Das heute als Wohnhaus genutzte Mühlengebäude wurde 1866 gebaut. Noch heute erinnern Inschriften an die Familie Schnell, Waldmüller ab 1831. 1933 schließlich wurde die Mühle endgültig stillgelegt.



Gesuch der Bürgerschaft an den Stadtrat um Beendigung der Holzflößerei, S. 1

Akte, 11.4.1847, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Dreiseitige Abschrift eines Gesuchs der Waiblinger Bürger, gerichtet an den Stadtrat, hier die erste Seite
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Gesuch der Bürgerschaft an den Stadtrat, 11.4.1847, S. 1 (StadtA WN, Best. A Nr. 1544)


Gesuch um Beendigung der Holzflößerei, 1847

Vor allem die Wiesenbesitzer entlang der Rems hatten Grund zur Klage gegen die einige Zeit lang betriebene Holzflößerei, weil die Flößer die Uferbepflanzungen rodeten, um die Rems passierbar zu halten. Dadurch wurden aber Überschwemmungen und somit Ernteausfälle begünstigt. Beschädigungen der unbefestigten Ufer durch Holzaufstau wurden ebenso beklagt wie die sittlichen Nachteile: Ärmere Bürger kamen in die Versuchung, Floßholz aus der Rems zu stehlen.

02

Das Hochwasser an Heiligabend 1919



Ruderboote in der Langen Straße

Foto, Dezember 1919, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Auswirkungen des Hochwassers 1919: Die Lange Straße am Beinsteiner Torturm war nur noch mit Ruderbooten zu passieren.
23_Ruderboote.jpg
Auswirkungen des Hochwassers 1919: Die Lange Straße am Beinsteiner Torturm war nur noch mit Ruderbooten zu passieren. (StadtA WN, Postkartensammlung)


Das Hochwasser an Heiligabend 1919

Es kam alles zusammen: Temperaturen über 0 °C, tagelanger Dauerregen und eine ungewöhnlich früh einsetzende Schneeschmelze in den Höhenlagen des Remstals. Zwei Tage vor Weihnachten schließlich setzte Starkregen ein, flussabwärts nahm die Katastrophe ihren Lauf.

Die Pegel in Waiblingen stiegen am 24. Dezember bis 21 Uhr auf einen Höchstwert von 3,60 Meter. Das rechtsseitige Ufer versank schnell in den Fluten. Die Wassermassen drangen durch das Beinsteiner Tor und unterhalb der Bürgermühle in die Altstadt ein. Straßen und Häuser standen plötzlich unter Wasser.

Todesopfer oder Verletzte gab es glücklicherweise bei diesem Hochwasser keine zu beklagen. Der wirtschaftliche Schaden war jedoch immens.


Niederschlag im Rems-Murr-Kreis, Dezember 1919

erstellt 2019, Waiblingen

Aus der Sammlung von

Grafik: Haus der Stadtgeschichte

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Kurzbeschreibung
Als Starkregen gilt eine Menge ab 30 l pro m² innerhalb von 24 Stunden.
Historische Wetterdaten, Wetterstation Caiserbach-Kronhütte
14_Niederschlagsmengen RMK 12-1919.jpg


Temperaturen im Rems-Murr-Kreis, Dezember 1919

erstellt 2019, Waiblingen

Aus der Sammlung von

Grafik: Haus der Stadtgeschichte

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Kurzbeschreibung
Historische Wetterdaten, Wetterstation Stuttgart-Hohenheim
15_Temperaturverlauf 12-1919.jpg


Verlauf des Hochwassers anhand von Pegelablesungen, 23. bis 25.12.1919

erstellt 2019, Waiblingen

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Grafik: Haus der Stadtgeschichte Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Diagramm des Hochwasserverlaufs, Datengrundlage: Kreisarchiv Rems-Murr, A 6 Bü 299
16_Pegelstände Rems 12-1919.jpg

03

Das Hochwasser im Remstal



Hochwasser 1919: Blick Richtung Beinsteiner Torturm

Foto, Dezember 1919, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Leiterwagenbrücke in der Winnender Straße. Links ist die Gaststätte Schwanen zu erkennen, im Hintergrund der Beinsteiner Torturm.
27_Blick Richtung Beinsteiner Torturm.jpg
Leiterwagenbrücke in der Winnender Straße (StadtA WN Best. B1 Nr. 159)


Das Hochwasser im Remstal

Nicht nur Waiblingen, sondern das gesamte Remstal war vom Hochwasser betroffen. Auch die zahlreichen kleinen Nebenflüsse traten über ihre Ufer.

Das Hochwasser hätte Waiblingen nicht so plötzlich überraschen müssen: Es bahnte sich bereits in der Nacht des 23. Dezember seinen Weg durch das Tal. Die Warnung aus Schorndorf blieb jedoch aus. Die Stadt war nicht durch eine Nachtverbindung an das Fernsprechnetz angebunden. Deswegen konnte erst um 10:30 Uhr an Heiligabend in Waiblingen Hochwasseralarm ausgelöst werden.

Die Schadensmeldungen aus der Stadt summierten sich auf 160.020 Mark. Die Geschädigten erhielten Ausgleichszahlungen aus einem Spezialfonds. Der Stadtschultheiß rief zu Spenden auf, Schulkinder gingen von Haus zu Haus – und die Waiblinger öffneten in wirtschaftlich schweren Zeiten ihre Geldbeutel: Fast 20.000 Mark Spenden kamen zusammen.

…und am heiligen Abend selbst ein gewaltiges Hochwasser gebracht, wie es in solchem Umfang seit dem Jahre 1882 im Remstal nicht mehr erlebt wurde. Das ganze Tal von Gmünd abwärts bis Neckarrems war in einen großen tosenden See verwandelt, der teilweise in einer Breite von 1-2 km hatte. […] Die Rems war zum reißenden Strom geworden, der viel Holz, ja ganze Baumstämme mit sich führte.
Remstalbote, 27. Dezember 1919


Eilt sehr! Durch die Ueberschwemmungen im vergangenen Winter sind […] weite landwirtschaftliche Flächen schwer geschädigt worden. Der Reichswirtschaftsminister hat […] eine bevorzugte Lieferung mit Kunstdünger zugesagt.

Rundschreiben der Zentralstelle für die Landwirtschaft, Stuttgart, 7.4.1920 (Kreisarchiv Rems-Murr, Best. A6 Bü 0318)



… bei der Mühe von Vogel wurde durch die Gewalt der Wassermassen das eiserne Wasserrad aus den Angeln gehoben und fortgeschwemmt.

Remstalbote, 27. Dezember 1919


Winnenden, 25. Dezbr. Der Buchenbach war ständig über die Ufer getreten und hat das ganze linksseitige Tal und den daran anschließenden Stadtteil überschwemmt.
Remstalbote, 27. Dezember 1919


… so daß die Bewohner verschiedener Talorte vollständig vom Verkehr abgeschnitten sind. Der Ort Winterbach stand vollständig unter Wasser.

Schorndorfer Anzeiger, 29. Dezember 1919





Auszug aus dem Gemeinderatsprotokoll der Stadt Waiblingen vom 21.01.1920 mit Beschlüssen zum weiteren Vorgehen nach dem Hochwasserereignis

Akte, 21.1.1920, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Reaktion des Gemeinderats

In seiner Sitzung am 21.1.1920 beschloss der Gemeinderat Soforthilfemaßnahmen für die Hochwasseropfer. Eine Sammlung von Hilfsgeldern wurde eingeleitet. Eine Kommission sollte den Schaden ermitteln, den das Hochwasser angerichtet hatte. Insbesondere fehlte es an trockenem Brennholz, auch zur Trocknung der Gebäude. Daher erhielten die Geschädigten je nach Bedarf Heizmaterial zu einem ermäßigten Einheitspreis. Und die schon länger geplante weitere "Flußlaufverbesserung" sollte nun in Angriff genommen werden.

04

Die Zähmung des Wassers



Regelung des Hochwassernachrichtendienstes, 24.2.1920

Akte, 24.2.1920, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Nachdem es bei der Warnung vor dem nahenden Hochwasser Probleme gegeben hatte, setzte man sich beim Oberamt für die Einrichtung einer Fernsprechverbindung ein. Zuvor wurden Telegramme versandt, die nicht immer ihren Bestimmungsort erreichten.
41_Probleme bei der Übermittlung der Gefahr.jpg
Regelung des Hochwassernachrichtendienstes (StadtA WN, Best. B1 Nr. 159)


Die Zähmung des Wassers

Eine 1921 neu eingerichtete Alarmkette und ein Hochwassernotdienst sollten die Gemeinden auf zukünftige Hochwasserereignisse besser vorbereiten.

Im Glauben, der Gefahr so besser zu begegnen, hatte man bereits 1865 mit umfangreichen Maßnahmen zur Remsbegradigung begonnen. Nach der Katastrophe 1919 verstärkte man die Bemühungen. Neue Wehre und Wasserrückhaltebecken sollten Abhilfe schaffen.

Trotz aller Bemühungen, die Rems zu zähmen, sind Hochwasser Naturereignisse, die sich kaum abwenden lassen. 1956 war das Remstal erneut von schweren Überschwemmungen betroffen. Bis heute tritt die Rems regelmäßig über ihre Ufer.


Remsverlauf im Stadtplan 1925

Plan, 1925, Markierung 2019, Waiblingen

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Remsverlauf im Stadtplan 1925 (StadtA WN Best. P)


Remsverlauf im Stadtplan 1925

Die Ufer entlang der Rems weisen noch keine Befestigungen auf. Hinter dem Wehr zwischen Häckermühle und Schwaneninsel befindet sich noch eine kleine Insel. Im rechten Remsarm unterhalb der Brücke sieht man noch das kleine Wehr.



Remsverlauf im Stadtplan 1939

Plan, 1939, Markierung 2019, Waiblingen

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44_Stadtplan 1939.png
Remsverlauf im Stadtplan 1939 (StadtA WN Best. P)


Remsverlauf im Stadtplan 1939

Die Remskorrektion und Uferbefestigungen haben deutliche Fortschritte gemacht: Das rechte Ufer entlang des städtischen Wasens ist bis auf Höhe der Erleninsel befestigt. Das östliche Ufer der Schwaneninsel wurde befestigt und verschmälert. Die Insel hinter dem Wehr der Häckermühle ist verschwunden. Oberhalb der neuen Brücke erkennt man das neue Wehr von 1931, das Wehr unterhalb der Brücke ist verschwunden, der Fluss an dieser Stelle wurde verbreitert.


Remsverlauf im Stadtplan 1962

Plan, 1962, Markierung 2019, Waiblingen

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Stadtarchiv Waiblingen

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45_Stadtplan 1962.png
Remsverlauf im Stadtplan 1962 (StadtA WN Best. P)


Remsverlauf im Stadtplan 1962

Die Uferbefestigungen auf Höhe des Städt. Wasens wurden weiter ausgebaut. Der Mühlkanal der Häckermühle wurde aufgeschüttet und so die Insel mit dem Festland verbunden. Das Ufer bis zum Beinsteiner Tor ist befestigt. Das Wehr zwischen Schwaneninsel und Häckermühle wurde entfernt und eine neue Wehranlage oberhalb der Mühle und dem Wasen erbaut.


Hochwasser 1956: Blick von der Schwaneninsel über die neue Brücke zur Winnender Straße

1956, Waiblingen

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Kurzbeschreibung
Im Hintergrund das 1955/56 neu gebaute Feuerwehr-Gerätehaus. Zuvor stand dort die Alte Kelter.
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Hochwasser 1956

Im März 1956 erreichte das nächste schwere Hochwasser Waiblingen, allen Versuchen zur Zähmung des Wassers zum Trotz. Dieses Foto zeigt den Blick von der Schwaneninsel über die neue Brücke zur Winnender Straße. Im Hintergrund ist das 1955/56 neu gebaute Feuerwehr-Gerätehaus erkennbar. Zuvor stand dort die Alte Kelter.

05

Hochwassergefahr und Hochwasserschutz aktuell



Zeitungsartikel: "Die Natur hat's anders gewollt in der Talaue"

Zeitungsartikel, 15.6.2001, Waiblingen

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Artikel in der Waiblinger Kreiszeitung vom 15.6.2001


Hochwassergefahr und Hochwasserschutz aktuell

Das Hochwasserrisiko für Baden-Württemberg steigt. Auch im globalen Trend haben Hochwasserereignisse zugenommen. Mit andauernder Erderwärmung als Folge des Klimawandels treten immer häufiger Extremregenfälle und Überschwemmungen auf.

Im Hochwasserrisikomanagement gilt dabei: „Es soll möglichst wenig passieren“. Dieser Grundsatz löst das frühere Ziel, „es soll trocken bleiben“, ab. Die Erfahrung hat gezeigt, dass selbst modernste Technik kein Hochwasser verhindern kann.

Die 2006 ins Leben gerufene Hochwasserpartnerschaft im Einzugsgebiet Rems-Murr begegnet von Renaturierung bis Krisenmanagement den Herausforderungen des Hochwasserschutzes gemeinsam.

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Erstellt mit :
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Ein Service von:
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Diese Ausstellung wurde am 10.12.2020 veröffentlicht.



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