Fort damit?
Johannes Reuchlin und die jüdische Kultur
Eine virtuelle Ausstellung von
Am 30. Juni 2022 jährt sich der Todestag von Johannes Reuchlin zum 500. Mal.
Der Humanist, Jurist, Diplomat, Philologe, Philosoph, Gräzist und Hebraist erschloss am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit wissenschaftliches Neuland. Seine Arbeit mit der hebräischen Sprache, sein Verdienst im christlich-jüdischen Dialog und nicht zuletzt auch seine große Bibliothek machten ihn bekannt.
Wer war der in Traditionen verwurzelte Mann, der durch seinen Kampf für die Erhaltung der jüdischen Literatur heute als ein Vorreiter religiöser Toleranz gilt?
Um Reuchlins Interesse an der hebräischen Sprache und seine Verteidigung jüdischen Schrifttums, im christlichen Spätmittelalter nur selten zu finden, zu verstehen, muss der Blick auch auf seinen Werdegang fallen.
An Johannes Reuchlin zu erinnern bedeutet, sich mit verschiedenen Facetten seiner Person im Kontext seiner Zeit auseinanderzusetzen.
Informationen über die verwendeten Medien
Johann Reuchlin: eine kurze Darstellung seines Lebens, zur vierten Säkularfeier seiner Geburt dem Programm des Pädagogiums u. der höheren Bürgerschule zu Pforzheim beigegeben
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, O 50 A 427
Angaben zum Objekt
Teil von
Programm des Großherzogl. Pädagogiums und der Höhern Bürgerschule in Pforzheim
Abmessung/Umfang
95 Seiten : Ill.
Sprache
Deutsch
Identifikator
O 50 A 427
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jakob Lamey, Johannes Reuchlin
Zeit
1855
Ort
Pforzheim
Informationen über die verwendeten Medien
Prophetae posteriores, hebr
Prophetae posteriores, hebr / Mit Komm. des Dawid ben Josef Qimhi
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, De 145
Hebräischer Bibelkommentar von David Kimhi
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
294 Bll.; 2º
Sprache
Hebräisch
Identifikator
De 145
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Joshua Solomon Soncino, David Kimhi
Zeit
1485
Ort
Soncino
Johannes Reuchlin wurde am 29. Januar 1455 als Sohn von Georg Reuchlin (um 1425–1474), dem Verwalter des Pforzheimer Dominikanerklosters, und Elisabeth Eck (um 1430–1474) in der zur Markgrafschaft Baden gehörigen Stadt Pforzheim geboren.
Dort wuchs Reuchlin gemeinsam mit seinen Geschwistern Dionysius und Elisabeth in bürgerlichen Verhältnissen auf.
Für das Gelingen eines sozialen Aufstiegs galt die Bildung als das entscheidende Mittel.
Und so schickte man Johannes Reuchlin ab 1461/62 in die Pforzheimer Lateinschule, die einen hervorragenden Ruf genoss. Latein, Rhetorik, Logik, Bibelstudium und Chorgesang zählten dort zu den Schulfächern.
Der Kupferstich Matthäus Merians (1593–1650) von 1643 ist die zuverlässigste frühe Darstellung der Stadt Pforzheim und zeigt die wichtigsten Gebäude in nur leicht idealisierter Form.
Die Pforzheimer Lateinschule befand sich im Dominikanerkloster „St. Stephan“, auch Predigerkloster genannt (im Bild gekennzeichnet mit: „M“).
Informationen über die verwendeten Medien
Pforzheim, Kupferstich, 42 B 354, RH, 4+8
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 B 354, RH, 4+8
Kupferstich aus: Topographia Sueviae (BLB, 42 B 354, RH)
Angaben zum Objekt
Teil von
Topographia Sueviae
Identifikator
42 B 354, RH, 4+8
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Matthäus Merian
Zeit
1643
Informationen über die verwendeten Medien
Freiburg im Breisgau, Kupferstich, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, J-B Freiburg 12
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Rechteinformation
Landesarchiv Baden-Württemberg
Beschreibung
Stuttgart, Landesarchiv Baden-Württemberg, Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, J-B Freiburg 12
Angaben zum Objekt
Identifikator
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, J-B Freiburg 12
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Matthäus Merian
Zeit
1644
Nachdem Johannes Reuchlin 1470 mit 15 Jahren die Lateinschule verlassen hatte, begann er ein Studium an der Universität Freiburg (im Bild gekennzeichnet mit: „22“).
An der Artistenfakultät sollten mit dem Studium von Philosophie, Grammatik und Rhetorik die Vorbedingungen für eine spätere Spezialisierung geschaffen werden. Zur Wahl standen dafür die drei „oberen“ Fakultäten: Theologie, Medizin und Jurisprudenz.
Informationen über die verwendeten Medien
Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, Th. 2
Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, O 43 A 424, 2
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[5] Blatt , 647 Seiten ; 8°
Sprache
Deutsch
Identifikator
O 43 A 424, 2
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johann Christian Sachs
Zeit
1767
Ort
Karlsruhe
Wie der Historiker Johann Christian Sachs (1720–1789) 1767 schrieb, hatte Reuchlin 1473 wohl die Gelegenheit ergriffen, als Begleiter von Friedrich, dem Sohn des Markgrafen Karl I. von Baden, an die berühmte Pariser Universität zu gehen. Dieser Aufenthalt gab den Anstoß für sein Interesse an der Geisteswelt der Antike. Um eben diese zuverlässig verstehen zu können, war es Reuchlin ein Anliegen, neben Latein nun auch die griechische Sprache gründlich zu erlernen.
Informationen über die verwendeten Medien
Basel, Kupferstich, 42 B 354, RH, 1+15
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 B 354, RH, 1+15
Angaben zum Objekt
Identifikator
42 B 354, RH, 1+15
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Matthäus Merian
Zeit
1642
Mit dem Theologieprofessor Johannes Heynlin (1425–1496), seinem wichtigsten Lehrer in Paris, ging Johannes Reuchlin 1474 an die Universität Basel (im Bild gekennzeichnet mit: „16“). Dort erhielt er 1475 den Grad eines Baccalaureus (Bachelor) und 1477 den eines Magisters. Als solcher durfte er eine akademische Tätigkeit als Latein- und Griechischlehrer in Basel beginnen. Dort verfasste Johannes Reuchlin dann auch sein erstes Werk, den „Vocabularius Breviloquus“, ein lateinisches Wörterbuch.
Nachdem ich mich nämlich in meinem achtzehnten Lebensjahr an der Schule von Paris den wissenschaftlichen Studien des Priscian aus Caesarea zugewandt hatte, stellte ich zwei Jahre danach in Basel ein Wörterbuch zusammen, das ich „Breviloquus“ nannte. Zu dieser Zeit und an demselben Ort, nämlich in Basel diesseits des Rheins, erlernte ich von dem gebürtigen Griechen Andronikos Kontoblakes die griechische Sprache, die ich nach Ablauf von vier Jahren bei den Franzosen in Genabum, das man heute Orléans nennt, gelehrt habe. Dort verlegte ich mich vor der regulären Zeit auf das Zivilrecht und wurde von den Doktoren mit der Ehre eines „Papinianista“ ausgezeichnet; das war im Jahre des Herrn 1479.
Johannes Reuchlin, De rudimentis hebraicis, 1506
Informationen über die verwendeten Medien
Skizzenbuch
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Württembergische Landesbibliothek
Beschreibung
Stuttgart, WLB, HB XV 5
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
44 Bl.
Sprache
Deutsch
Identifikator
HB XV 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Nikolaus Ochsenbach
Zeit
nach 1620 und um 1640
Ort
Tübingen
Weitere Informationen
Eberhard im Bart
Mitte Dezember 1481 kehrte Johannes Reuchlin schließlich nach Deutschland zurück und begab sich nach Tübingen, um eine geeignete Tätigkeit für sich zu finden.
Seine Karriere kam in Fahrt, als man ihn dem regierenden Grafen von Württemberg, Eberhard im Bart (1445–1496), wegen seines guten Lateins, seiner Redebegabung und korrekten Aussprache als Begleiter und Dolmetscher für dessen Romfahrt empfahl.
Die Reise mit Eberhard im Bart begann Mitte Februar 1482.
Nach einem ersten Aufenthalt in Florenz traf die Gesandtschaft Mitte März in Rom ein. Zwar weiß man über diese Reise nicht viel, doch hinterließ die erste Begegnung mit der damaligen Hauptstadt des europäischen Geistes gewiss prägende Eindrücke bei Johannes Reuchlin. Die Reise dauerte bis Ende April 1482.
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Prophetae posteriores, hebr
Prophetae posteriores, hebr / Mit Komm. des Dawid ben Josef Qimhi
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, De 145
Hebräischer Bibelkommentar von David Kimhi
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
294 Bll.; 2º
Sprache
Hebräisch
Identifikator
De 145
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Joshua Solomon Soncino, David Kimhi
Zeit
1485
Ort
Soncino
1484 erlangte Johannes Reuchlin schließlich den Grad eines Doktors der Rechtswissenschaft und somit den Namenszusatz „Legum doctor“. Auch seine Herkunft „Phorcensis“, „aus Pforzheim“, vergaß er nie mit anzuführen.
Im Dienste Eberhards von Württemberg avancierte Johannes Reuchlin zum vertrauten Ratgeber des Grafen, der zu vielen Angelegenheiten hinzugezogen wurde. Auch wurde er Beisitzer am Württembergischen Hofgericht, der obersten Zivilinstanz des Landes, und später einer der drei obersten Richter des Schwäbischen Bundes (Triumvir Sueviae).
Der Graf entsandte Reuchlin immer wieder als seinen Vertreter zu verschiedenen Staatsangelegenheiten, so auch 1486 zum Reichstag nach Frankfurt, wo Maximilian I. (1459–1519) zum römisch-deutschen König gewählt wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Bildnisse der deutschen Könige und Kaiser von Karl dem Großen bis Maximilian I.
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 98 B 102888
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
VIII, 680 Seiten : Ill.
Sprache
Deutsch
Identifikator
98 B 102888
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Heinrich Justus Schneider, Friedrich Kohlrausch
Zeit
1846
Ort
Hamburg, Gotha
Informationen über die verwendeten Medien
De arte cabalistica
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 98 B 76192 RH
Wappen Reuchlins
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[4], LXXIX Blatt
Sprache
Latein
Identifikator
98 B 76192 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1517
Ort
Hagenau
Reuchlins Wappen mit dem Altar mit Rauchopfer („Ara capnionis“) bezieht sich auf eine hebräische Bibelstelle. Sie stellt eine bildliche Umsetzung des Namens Reuchlin dar. Der Name wird als „Räuchlein“ gedeutet und somit latinisiert zu „Capnion“ (2. Mose 30, 1-8). Das Mühlenrad nimmt Bezug auf den Geburtsnamen seiner ersten Ehefrau, Müller. Die Bänder und Schellen gehen auf eine Stelle aus der hebräischen Bibel zurück, in der die schriftkundigen israelitischen Priester Schellen machten (2. Mose 39, 25). Der Turnierhelm verweist auf den Adelsstand, in den Reuchlin 1492 als Hofpfalzgraf erhoben wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Vita Jo. Reuchlini Phorcensis, Primi in Germania Hebraicarum Graecarumque, & aliarum bonarum literarum Instauratoris : In qua Multa ac varia ad Historiam superioris Seculi, cum sacram, tum profanam, remque literariam spectantia memorantur
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 98 B 76236 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[19] Blatt , 559 Seiten , [16] Bl. : Ill. (Frontisp. (Portr.)) ; 8o
Sprache
Latein
Identifikator
98 B 76236 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johann Heinrich Majus, Johannes Reuchlin
Zeit
1687
Ort
Frankfurt
Neben seiner Karriere als erfolgreicher Hofbeamter blieb Reuchlins Interesse an den Sprachen der Antike jedoch bestehen. Es bestimmte seine wissenschaftliche Tätigkeit in den folgenden Jahrzehnten.
Informationen über die verwendeten Medien
Kommentar zu Ezechiel und zu den XII kleinen Propheten
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Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 5
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Abmessung/Umfang
275 Bl.; 31,0 x 21,0 cm
Sprache
Hebräisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
David Qimkhi
Zeit
12. /13. Jh.
Informationen über die verwendeten Medien
Hebräische Bibel
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Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 1
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift aus Pergament
Abmessung/Umfang
688 Bl.; 51,0 x 37,0 cm
Sprache
Hebräisch; Aramäisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
12./13. Jahrhundert
Latein war zu Reuchlins Zeit die Sprache der Gelehrten und des Christentums. Der Humanist gilt als Wegbereiter für das Erlernen der zu seiner Zeit wenig beachteten griechischen Sprache. Doch nicht als Gräzist oder Jurist hat sich Johannes Reuchlin das größte wissenschaftliche Andenken erworben, sondern als Begründer der christlichen Hebraistik.
Er war der erste deutsche „vir trilinguis“, der erste Gelehrte, der alle drei antiken Sprachen (Latein, Griechisch und Hebräisch) beherrschte.
Informationen über die verwendeten Medien
Vocabularius breviloquus
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Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Ba 100
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
330 Bll. ; 2º
Sprache
Latein
Identifikator
Ba 100
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin; Johannes Heynlin; Veronensis Guarinus
Zeit
1478
Ort
Karlsruhe
– Johannes Reuchlin, Vocabularius breviloquus, 1478
zitiert nach: Johannes Reuchlin und sein Kampf. Hrsg. und übers. von Max Brod. Stuttgart 1965, S. 50.
1478 hatte Johannes Reuchlin das Studium der hebräischen Sprache in Basel zwar noch nicht begonnen, doch legte er in seinem „Vocabularius Breviloquus“ den Grundsatz fest, auf dem seine späteren Studien und sein Habitus aufbauen sollten. Um das Alte Testament und die göttliche Uroffenbarung authentisch verstehen zu können, war für Johannes Reuchlin das Erlernen und das Beherrschen des Hebräischen unbedingt notwendig.
Doch war es schwierig, Lehrer zu finden.
So musste Reuchlin sich als Autodidakt versuchen und nahm zeitweise den Hebräisch-Unterricht bei einzelnen Juden.
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Vocabularius breviloquus
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Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Ba 100
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
330 Bll. ; 2º
Sprache
Latein
Identifikator
Ba 100
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin; Johannes Heynlin; Veronensis Guarinus
Zeit
1478
Ort
Karlsruhe
Informationen über die verwendeten Medien
Bildnisse der deutschen Könige und Kaiser von Karl dem Großen bis Maximilian I.
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 98 B 102888
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
VIII, 680 Seiten : Ill.
Sprache
Deutsch
Identifikator
98 B 102888
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Heinrich Justus Schneider, Friedrich Kohlrausch
Zeit
1846
Ort
Hamburg, Gotha
„Im Verlauf dieser Gesandtschaft habe ich damals den zugleich gelehrten und wissenschaftlich gebildeten Juden namens Jakob Jechiel Loans gefunden, durch Gnade des Kaisers sowohl Doktor der Medizin als auch goldgezierter Ritter. Dieser unterwies mich mehr, als gesagt werden kann, als erster zuverlässig in der hebräischen Sprache.“
– Johannes Reuchlin, De rudimentis hebraicis, 1506
zitiert nach: Johannes Reuchlin. Deutschlands erster Humanist. Hrsg. und übers. von Hans-Rüdiger Schwab. München 1998, S. 123.
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Hebräische Bibel
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 1
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift aus Pergament
Abmessung/Umfang
688 Bl.; 51,0 x 37,0 cm
Sprache
Hebräisch; Aramäisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
12./13. Jahrhundert
Grundstein der Bibliothek
1492 erhielt Johannes Reuchlin für seine Tätigkeiten als Gesandter Württembergs in Linz von Kaiser Friedrich III. als Geschenk eine hebräisch-aramäische Bibel.
Der Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts entstandene und bis heute noch gut erhaltene Pergament-Codex hat ein erstaunliches Maß von 51x37 cm, einen Umfang von 688 Blättern und ein Gewicht von über 27 kg.
Er sollte nicht die einzige hebräische Bibelausgabe in Reuchlins Besitz bleiben.
Der Prophetencodex
Eine andere hebräische Ausgabe der Bibel kaufte Johannes Reuchlin am 2. August 1498 in Rom für 11 rheinische Goldgulden, wie ein handschriftlicher Kaufvermerk im Buch beweist.
Diese Bibel wurde zwischen 1105 und 1108 geschrieben und ist auch als Karlsruher Prophetencodex bekannt. Es handelt sich hierbei um die älteste in Europa datierte Handschrift mit dem Prophetentargum, einer Übersetzung der Propheten vom Hebräischen ins Aramäische.
Außer dem Besitzeintrag finden sich noch weitere handschriftliche Einträge Reuchlins darin, die seine intensive Beschäftigung mit dem Text zeigen.
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Prophetencodex
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Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 3
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Abmessung/Umfang
385 Bl.; 33,5 x 27,5 cm
Sprache
Hebräisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 3
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1105 [12. Jahrhundert]
Informationen über die verwendeten Medien
Prophetencodex
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Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 3
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Abmessung/Umfang
385 Bl.; 33,5 x 27,5 cm
Sprache
Hebräisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 3
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1105 [12. Jahrhundert]
Informationen über die verwendeten Medien
Prophetencodex
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 3
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Abmessung/Umfang
385 Bl.; 33,5 x 27,5 cm
Sprache
Hebräisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 3
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1105 [12. Jahrhundert]
Informationen über die verwendeten Medien
Kommentar zu Ezechiel und zu den XII kleinen Propheten
Aus der Sammlung von
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Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 5
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Abmessung/Umfang
275 Bl.; 31,0 x 21,0 cm
Sprache
Hebräisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
David Qimkhi
Zeit
12. /13. Jh.
Neben den hebräischen Bibeln zählten zu Reuchlins Hebraica-Sammlung auch Kommentare zur Bibel. So enthält dieser Pergament-Codex aus dem 14. Jahrhundert den Kommentar des jüdischen Gelehrten David Kimchi (um 1160–1235). Dessen Schriften, darunter auch grammatisch-lexikalische Arbeiten, waren für Johannes Reuchlin eine wichtige Grundlage für seine eigenen späteren hebräischen Lehrbücher.
Informationen über die verwendeten Medien
Kommentar zu Ezechiel und zu den XII kleinen Propheten
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Cod. Reuchlin 5
Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Abmessung/Umfang
275 Bl.; 31,0 x 21,0 cm
Sprache
Hebräisch
Identifikator
Cod. Reuchlin 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
David Qimkhi
Zeit
12. /13. Jh.
– Johannes Reuchlin, Cod. Reuchlin 5
Ich jedoch erbarmte mich der so heiligen Schriften und empfand Schmerz darüber, dass zu meiner Zeit die Gelehrten auf die Kenntnis der hebräischen Sprache allzulange verzichten mussten; aus diesem Grund habe ich es, da ich ihre Begabung fördern wollte – mag es vielleicht auch über das Maß hinaus kühn gewesen sein –, gewagt, als allererster meinen Schultern eine so schwere Last aufzubürden und mich gleichzeitig dem Gebell von Beißwütigen auszusetzen.
Johannes Reuchlin, De rudimentis hebraicis, 1506
zitiert nach: Johannes Reuchlin. Deutschlands erster Humanist. Hrsg. und übers. von Hans-Rüdiger Schwab. München 1998, S. 122.
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De rudimentis hebraicis
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 B 200 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[1], 620, [1] Seiten , [2] Blatt : Ill.
Sprache
Latein, Hebräisch
Identifikator
42 B 200 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1506
Ort
Pforzheim
De rudimentis hebraicis
Aufgrund seines Wunsches, dass viele Christen die hebräische Sprache erlernen sollten, um das Alte Testament zuverlässig verstehen zu können, veröffentlichte Reuchlin 1506 die einflussreichste hebräische Grammatik des 16. Jahrhunderts, die wegweisend für die Entwicklung der Hebraistik in Deutschland wurde.
Das mit 621 Seiten sehr umfangreiche Lehrbuch „De rudimentis hebraicis“ ist zwar in lateinischer Sprache verfasst, doch von hinten nach vorne gedruckt wie ein hebräischer Text.
Dem grammatischen Lehrwerk fügte Reuchlin unter anderem ein Wörterbuch bei.
Johannes Reuchlin war es wichtig, dass die in „De rudimentis hebraicis“ niedergeschriebenen grammatischen Regeln und der darin enthaltene Wortschatz von den Christen verstanden und erlernt wurden.
Hierzu brachte er sechs Jahre nach seinem Lehrbuch, im Jahr 1512, einen lateinischen Kommentar über die sieben Bußpsalmen Davids heraus. Der hebräische Text erschien mit lateinischer Übersetzung und einer dazugehörigen grammatischen Erklärung.
Dieses Werk war die erste in Deutschland erschienene Druckschrift, die längere Texte auf Hebräisch enthielt.
Informationen über die verwendeten Medien
Septem Psalmi Poenitentiales Hebraici cum grammatica tralacione latina
Psalmi
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 112 A 75151 R
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[98] Blatt ; 8
Identifikator
112 A 75151 R
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1529
Ort
Wittenberg
Informationen über die verwendeten Medien
Joseph Hyssopaeus, Lanx argentea
Rabi Ioseph Hyssopaevs Parpinianensis iudaeorum poeta dulcissimus ex hebraica lingua in latina traductus a Ioanne Reuchlin Phorcensi legum imperialium doctore
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1160 R
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[8] Blatt : Druckerm. (Holzschn.) ; 4°
Identifikator
42 A 1160 R
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin, Jehoseph ben Hanan ben Nathan Ezobi
Zeit
1512
Ort
Tübingen
Ebenfalls 1512 erschien Reuchlins Übersetzung eines hebräischen Gedichts: „Joseph Hyssopaeus von Parpinian, Die silberne Schale, übersetzt aus dem Hebräischen ins Lateinische von Johannes Reuchlin aus Pforzheim“
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De accentibus Et Orthographia Lingvae Hebraicae
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 B 147 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
LXXXIII, [5] Blatt : Ill., Notenbeisp.
Sprache
Latein
Identifikator
42 B 147 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1518
Ort
Hagenau
„Hadrian, Du Schutzpatron der besten Wissenschaften! Für die Freunde der hebräischen Grammatik habe ich soeben zum unvergänglichen Ruhm deines Namens und zum fortwährenden Nutzen der Gesamten Kirche als erster von allen, die die Erde trägt, in lateinischer Sprache die Bücher von den Akzenten und der Orthographie der Juden veröffentlicht und deiner segensreichen Schutzherrschaft gewidmet.“
zitiert nach: Johannes Reuchlin. Deutschlands erster Humanist. Hrsg. und übers. von Hans-Rüdiger Schwab. München 1998, S. 245.
Primus Omnium
Johannes Reuchlin erwartet von sich selbst, „Erster von allen“ zu sein. Als Erster wollte er die hebräische Weisheit für das Christentum erschließen.
In den folgenden Jahrzehnten leisteten Reuchlins Lehrwerke unter anderem den Reformatoren gute Dienste, denen durch die Grammatiken des Humanisten das Verständnis der biblischen Texte ermöglicht wurde.
Auch andere Gelehrte förderten zur Neuaufstellung der christlichen Theologie das Studium des Hebräischen und des jüdischen Schrifttums auf der Grundlage der Grammatiken von Johannes Reuchlin.
Dass die Texte des Judentums in der christlichen Wissenschaft Anklang fanden, war zu Lebzeiten Johannes Reuchlins alles andere als selbstverständlich.
Informationen über die verwendeten Medien
De rudimentis hebraicis
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 B 200 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[1], 620, [1] Seiten , [2] Blatt : Ill.
Sprache
Latein, Hebräisch
Identifikator
42 B 200 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1506
Ort
Pforzheim
Informationen über die verwendeten Medien
Doctor iohanns Reuchlins tütsch missiue, warumb die Jude so lang im ellend sind
Tütsch missive, warumb die Juden so lang im ellend sind
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1631 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[5] Blatt
Sprache
Latein, Hebräisch
Identifikator
42 A 1631 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1505
Ort
Pforzheim
Freilich bin ich mir der schlimmen Lage der Juden zu unserer Zeit bewusst, die nicht nur aus Spanien, sondern sogar auch aus dem Gebiet unseres Deutschland vertrieben und dazu gezwungen worden sind, sich anderswo ihre Wohnsitze zu suchen und zu den Moslems auszuwandern.
Johannes Reuchlin, De rudimentis hebraicis, 1506
zitiert nach: Johannes Reuchlin. Deutschlands erster Humanist. Hrsg. und übers. von Hans-Rüdiger Schwab. München 1998, S. 124.
Informationen über die verwendeten Medien
Folterung Simons von Trient sowie Auffangen seines Blutes
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Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Beschreibung
Wolfenbüttel, HAB, Graph. Res. D: 252.146 recto
Angaben zum Objekt
Teil von
Teil einer Reihe von Buchillustrationen aus der "Schedelschen Weltchronik"
Abmessung/Umfang
Höhe: 194 mm Breite: 226 mm
Material/Technik
Holzschnitt; xylographischer Text
Sprache
Deutsch
Identifikator
Graph. Res. D: 252.146 recto
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Pleydenwurff (Formschneider) Anton Koberger (Drucker) Michael Wolgemut (Formschneider)
Zeit
1493
Juden erfuhren das gesamte Mittelalter hindurch starke Anfeindungen durch die Christen.
Ihnen wurde unter anderem vorgeworfen, die Göttlichkeit Jesu Christi zu leugnen und für seinen Tod verantwortlich zu sein. Immer wieder wurde auch unterstellt, dass die Juden Hostien schänden, Ritualmorde an Kindern begehen und Brunnen vergiften würden sowie im 14. Jahrhundert die Pest nach Europa eingeschleppt hätten.
So hatten sie über Jahrhunderte hinweg unter der Vertreibungs- und Diskriminierungspolitik des christlichen Europa zu leiden.
Informationen über die verwendeten Medien
Badisches Sagen-Buch : eine Sammlung der schönsten Sagen, Geschichten, Märchen und Legenden des badischen Landes; aus Schrifturkunden, dem Munde des Volkes und der Dichter
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 98 B 76340, RH, 2
Sage der Margaretha aus Pforzheim
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
666 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
98 B 76340, RH, 2
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
August Schnelzer
Zeit
1846
Ort
Karlsruhe
Die Sage der Margaretha aus Pforzheim
Angeblich wurde 1260 ein siebenjähriges Mädchen namens Margaretha von einer alten Frau an Juden verkauft, die ihr innerhalb eines Rituals die Adern aufschnitten, das Blut auffingen und den Leichnam in die Enz warfen. Nur wenige Tage später ragte die Hand des Mädchens aus dem Wasser und der Markgraf eilte herbei. Margaretha erwachte, schwor ihren Mördern Rache und verstarb danach endgültig. Daraufhin wurden die vermeintlichen Täter ergriffen und hingerichtet.
Womöglich entstand die Sage, die Reuchlin sicherlich gekannt hat, um Übergriffe auf die in Pforzheim ansässigen Juden zu legitimieren.
Informationen über die verwendeten Medien
Questiones de parvulis Iudeorum baptisandis
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1237 RH
Angaben zum Objekt
Identifikator
42 A 1237 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ulrich Zasius
Zeit
1508
Ort
Straßburg
Nicht nur unter der breiten christlichen Bevölkerung herrschte eine deutlich antijüdische Haltung vor. Auch christliche Gelehrte, etwa der Freiburger Jurist und Stadtschreiber Ulrich Zasius (1461–1535), traten für eine Unterdrückung der Juden ein. Zasius nahm die Überzeugung von einer „natürlichen“ jüdischen Knechtschaft als Rechtfertigung dafür, dass jüdische Kinder ihren Eltern gewaltsam weggenommen und getauft werden dürften. Durch die Taufe sollten die Kinder auf den Weg des Heils gebracht werden, Tötungen schloss er dabei jedoch aus.
Eine antijüdische Bestimmung daraus lautete:
„Juden und ketzer sind untogenlich zu kuntschafft. Item der Jude und offenbare ketzer kuntschafft verwerffen wir genzlich/wiewol die geschribnen recht anders möchten anzeigen.“
„Juden und Ketzer sind ungeeignet zur Zeugenschaft. Desgleichen verwerfen wir gänzlich das Zeugnis von Juden und offensichtlichen Ketzern, auch wenn das geltende Recht es anders bestimmen sollte.“
Informationen über die verwendeten Medien
Icones sive imagines virorum literis illustrium : quorum fide et doctrina religionis & bonarum literarum studia, nostra patrumque memoria, in Germania praesertim, in integrum sunt restituta
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 52 A 3143 RH
Porträt Ulrich Zasius
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[212] Blatt
Sprache
Latein
Identifikator
52 A 3143 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Nikolaus Reusner, Bernhard Jobin
Zeit
1587
Ort
Argentorati
Informationen über die verwendeten Medien
Victoria Porcheti aduersus impios Hebr[a]eos, Titelblatt
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek
Beschreibung
Victoria Porcheti aduersus impios Hebr[a]eos : in qua tum ex sacris literis, tum ex dictis Talmud, ac Caballistaru[m], et alioru[m] omniu[m] authoru[m], quos Hebr[a]ei recipiu[n]t, monstratur veritas catholic[a]e fidei / Ex Recognitione R. P. Aug. Iustiniani ordinis Pr[a]edicatorij, episcopi Nebiensis, Karlsruhe, BLB, 42 B 297
Angaben zum Objekt
Typ
Monografie; Druck
Abmessung/Umfang
[94] Bl.
Sprache
Latein
Identifikator
42 B 297
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Porchetus ; Agostino Giustiniano
Zeit
1520
Ort
Parrhisijs
Auch in Martin Luthers (1483–1546) Besitz fanden sich Werke, die den gängigen Antisemitismus seit der Spätantike illustrierten. Eines davon war eine bekannte antijüdische Schrift aus dem Mittelalter. Ihr Titel lautet übersetzt: Sieg gegen die ungläubigen Juden, worin teils aus den heiligen Schriften, teils aus Worten des Talmud und der Kabbalisten und aller anderen Autoren, die bei den Juden in Geltung stehen, die Wahrheit des katholischen Glaubens gezeigt wird. Luthers eigenes, reichlich mit Anmerkungen versehenes Exemplar ist bis heute erhalten geblieben. Es zeigt, dass auch das Umfeld der Reformation vom Geist seiner Epoche geprägt war.
Johannes Reuchlins Engagement für die jüdische Sprache und Literatur steht im Kontext des zu seiner Zeit gängigen jüdischen Feindbilds.
Mit „De verbo mirifico“ veröffentlichte Reuchlin 1494 seine erste Schrift zur jüdischen Tradition der Kabbala.
Dabei handelt es sich nach Reuchlin um eine Adam von Gott mitgeteilte Lehre.
In „De verbo mirifico“ argumentiert er, dass das jüdische Wissen und insbesondere die Inhalte der Kabbala zum Christentum gehören würden.
Während dem christlichen Europa die Kabbala zu dieser Zeit noch weitgehend unbekannt war, war Reuchlin bereits ein nachweislicher Kenner.
Übereinstimmend mit seinen Zeitgenossen vertrat er die Position, dass es streng zu verurteilen sei, wenn Juden sich weigerten, das Christentum anzunehmen. Eine generelle Verdammung der Juden bewertete er jedoch als überzogen.
Die Aufwertung der wissenschaftlichen Beschäftigung mit jüdischen Inhalten war für Johannes Reuchlin zunächst von rein akademischem Interesse.
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De verbo mirifico
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 3 in Pc 41
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
50 Bll. ; 2º
Sprache
Latein
Identifikator
3 in Pc 41
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin, Jakob Wimpfeling
Zeit
1494
Ort
Basel
Informationen über die verwendeten Medien
De verbo mirifico
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 3 in Pc 41
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
50 Bll. ; 2º
Sprache
Latein
Identifikator
3 in Pc 41
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin, Jakob Wimpfeling
Zeit
1494
Ort
Basel
Ein wichtiger Hinweis auf Johannes Reuchlins Haltung zum Inhalt der jüdischen Schriften ist seine Abwandlung des hebräischen Tetragrammaton JHVH, den vier Buchstaben des Namens Gottes in der hebräischen Sprache, durch den Einschub des Buchstaben „shin“ zu JHSVH, dem Namen Jesus. Juden glauben nicht an den christlichen Erlöser. Ob durch die Abwandlung eine innere Verbindung zwischen Judentum und Christentum hergestellt oder die Juden möglicherweise provoziert werden sollten, ist nicht geklärt.
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Clarorvm Virorvm Epistolae latinae, graecae et hebraicae uariis temporibus missae ad Ioannem Reuchlin Phorcensem LL. doctorem
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, O 42 A 537 R
Brief Johannes Reuchlins an Jakob Jechiel Loans
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[51] Blatt ; 4o
Sprache
Altgriechisch, Latein, Hebräisch
Identifikator
O 42 A 537 R
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1514
Ort
Tübingen
Über die Jahre hinweg blieb Johannes Reuchlin mit seinem ersten jüdischen Hebräischlehrer Jakob Jechiel Loans (gest. 1506) in Kontakt und tauschte mit diesem zahlreiche Briefe aus, die seine Wertschätzung spiegeln.
In diesem um 1501 verfassten Brief schreibt Johannes Reuchlin, dass er seinen Lehrer und ihre Gespräche vermisst. Zudem schreibt Johannes Reuchlin Jakob Jechiel Loans, dass er im Erlernen des Hebräischen gut vorankommt und Erfolge erzielt, was den Lehrer sicher freuen werde.
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Doctor iohanns Reuchlins tütsch missiue, warumb die Jude so lang im ellend sind
Tütsch missive, warumb die Juden so lang im ellend sind
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1631 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[5] Blatt
Sprache
Latein, Hebräisch
Identifikator
42 A 1631 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1505
Ort
Pforzheim
1505 erschien Johannes Reuchlins Abhandlung darüber, „warumb die Jude so lang im ellend sind“. In dieser nur fünf Seiten umfassenden Flugschrift äußerte er sich zur Kollektivschuld der Juden und ihrer erforderlichen Bekehrung zum Christentum. Als Hauptsünde der Juden, weshalb sie schon seit 1300 Jahren im Exil lebten, nennt er die Ermordung Jesu. Wie schon in „De verbo mirifico“ betont er auch in diesem Werk, dass die Juden nicht zu verfolgen oder zu vertreiben, sondern vielmehr mit Sanftmut zu bekehren seien.
Seine milde Einstellung gegenüber dem Judentum brachte Reuchlin auch in den folgenden Jahren immer deutlicher zum Ausdruck.
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Ratschlag ob man den Juden alle ire buecher nemmen, abthun und verbrennen
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1237 RH
Angaben zum Objekt
Thema
Gutachten Reuchlins
Sprache
Deutsch
Identifikator
42 A 1237 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1511
Informationen über die verwendeten Medien
Huttenus delarvatus : das ist: warhaffte Nachricht von dem Authore oder Urheber der verschreyten Epistolarum obscurorum virorum Ulrich von Hutten
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 50 A 2476
Porträt Johannes Pfefferkorn
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[1] gef. Doppelbl., [1] gef. Blatt , Seiten 4 - 62, 519 S., [4] Bl. : Ill., 4 Portr. ; 8o
Sprache
Deutsch, Latein
Identifikator
50 A 2476
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johann Nicolaus Weislinger
Zeit
1730
Ort
Konstanz, Augsburg
Johannes Pfefferkorn
1510 kam es zu einer weiteren Welle des Judenhasses. So drängte u. a. Johannes Pfefferkorn (1469–1521) verstärkt auf die systematische Verbrennung jüdischer Bücher. Bei den hierdurch ausgelösten Ereignissen stand neben prominenten Theologen der Zeit auch Johannes Reuchlin an vorderster Front.
Johannes Pfefferkorn wurde als Jude geboren. Bevor er 1504 zum Christentum konvertierte, verdiente er viele Jahre seinen Lebensunterhalt mit kleineren Geld- und Handelsgeschäften. Danach war er in der Judenmission tätig und reiste von einer Stadt zur nächsten, um so viele Juden wie möglich zum Christentum zu bekehren.
Johannes Pfefferkorn veröffentlichte von 1507 bis 1509 mit Hilfe der theologischen Fakultät der Universität Köln vier antijüdische Schmähschriften: „Der Judenspiegel“, „Die Judenbeichte“, „Wie die Juden Ihr Ostern Feiern“ und „Der Judenfeind“.
Um die Wirkung seiner hetzerischen Pamphlete zu erhöhen, war es ihm ein Anliegen, dass diese neben Latein auch in zwei deutschen Mundarten erschienen. Er selbst konnte kein Latein und benötigte daher für eine lateinische Veröffentlichung seiner Texte Hilfe.
Im August 1509 erhielt Johannes Pfefferkorn einen offiziellen Auftrag des Königs zur Beschlagnahmung aller jüdischen Schriften in Deutschland (Mandat von Padua).
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Speculum adhortationis iudaice ad Christu
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 76 A 8486 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
20 Blatt : Ill.
Sprache
Latein
Identifikator
76 A 8486 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Pfefferkorn
Zeit
1507
Ort
Speyer
Informationen über die verwendeten Medien
Uriel von Gemmingen
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Rechteinformation
Herzog Anton Ulrich-Museum
Beschreibung
Braunschweig, Herzog Anton Ulrich-Museum, EKieser Verlag AB 3.98
Angaben zum Objekt
Typ
Druckgraphik
Teil von
Teil von: Mainzer Erzbischöfe, E. Kieser exc., 13 Bll.
Abmessung/Umfang
Höhe: 300 mm Breite: 187 mm
Material/Technik
Radierung; Kupferstich
Sprache
Deutsch
Identifikator
EKieser Verlag AB 3.98
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Eberhard Kieser (Verleger)
Zeit
1609-1625
- Mit dem Mandat von Roveredo übertrug der Kaiser dem Erzbischof von Mainz, Uriel von Gemmingen (1468–1514), die Oberaufsicht über die neuen antijüdischen Maßnahmen.
- Nach weiteren Protesten folgte das Mandat vom 23. Mai 1510. Jüdische Bücher sollten demnach ihren Besitzern zurückgegeben werden.
- Das Mandat von Füssen vom 6. Juli 1510 legte schließlich fest, dass vier Universitäten (Erfurt, Heidelberg, Köln und Mainz) und drei Gelehrte (Victor von Carben, Jakob van Hoogstraten, Johannes Reuchlin) die Konfiszierungspolitik aus theologischer und rechtlicher Perspektive begutachten sollten.
Informationen über die verwendeten Medien
eyn costliche disputatz eynes gelerten Cristen vnd eyns gelerten Jude[n], darinne alle Irthumb der Juden durch yr aygen schrifft aufgelost werden
Hier inne wirt gelesen wie der Victor von Carben. Welicher eyn Rabi der Jude gewest ist zu Christlichem glawbn komen.
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1237 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
103 Blatt
Sprache
Latein
Identifikator
42 A 1237 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1510
Ort
Köln
Die Gutachter
Victor von Carben (1422–1515) war ursprünglich ein deutscher Rabbiner, der jedoch 1482 vom Judentum zum katholischen Glauben übertrat und anschließend Priester wurde. Nachdem er konvertiert war, unterstützte er die Vertreibung von Juden aus verschiedenen deutschen Städten. In seinem 1508 veröffentlichten Werk „Das Judenbüchlein“ beschrieb er die Lebensumstände und Bräuche der Juden im Hinblick auf ihre Bekehrung.
Informationen über die verwendeten Medien
Acta judiciorum inter F. Jacobum Hochstraten inquisitorum Coloniensium et Johannem Reuchlin
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Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42A 1205 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
44 Blatt
Sprache
Latein
Identifikator
42A 1205 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jakob van Hoostraten, Johannes Reuchlin
Zeit
1518
Ort
Hagenau
Jakob van Hoogstraten (1460–1527) war Dominikanermönch, Theologe und päpstlicher Inquisitor. Er warf Johannes Reuchlin vor, durch seine Arbeiten dem Ansehen der christlichen Theologie geschadet und zudem die Ketzerei begünstigt zu haben. Durch seine Anschuldigungen versuchte er Reuchlin zu diskreditieren und machte sich hierzu die Abneigung der anderen Dominikaner gegenüber Juden zunutze. Zudem gehörte Jakob van Hoogstraten zu Pfefferkorns engsten Vertrauten.
Man soll die Bücher der Juden nicht verbrennen, und man soll sie im Gespräch durch vernünftig vorgebrachte Gründe in Sanftmut und Güte mit Gottes Hilfe zu unserem Glauben führen.
Johannes Reuchlin, Ratschlag, ob man den Juden alle ire bücher nemmen, abthun und verbrennen soll, 1511
zitiert nach: Johannes Reuchlin. Deutschlands erster Humanist. Hrsg. und übers. von Hans-Rüdiger Schwab. München 1998, S. 174.
Informationen über die verwendeten Medien
Ratschlag ob man den Juden alle ire buecher nemmen, abthun und verbrennen
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1237 RH
Angaben zum Objekt
Thema
Gutachten Reuchlins
Sprache
Deutsch
Identifikator
42 A 1237 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1511
Reuchlins Gutachten
In seinem Gutachten 1511 appellierte Johannes Reuchlin dafür, die jüdischen Schriften zu akzeptieren, ausgenommen jene, die das Christentum verschmähen würden.
Bedeutend ist Reuchlins Aussage, dass mit diesen Schmähschriften nicht anders zu verfahren sei als mit denen christlicher Autoren, da die Anhänger beider Glaubensgemeinschaften in seinen Augen gleichrangige Untertanen des Kaisers und Bewohner des Heiligen Römischen Reichs waren. Reuchlin verfolgte hierbei eine rein juristische Argumentation.
Die Reaktion Pfefferkorns
Die Empörung Pfefferkorns war groß, als Reuchlins Gutachten in seine Hände fiel.
Gemeinsam mit Jakob van Hoogstraten veröffentlichte Johannes Pfefferkorn den „Handtspiegel“.
In diesem zogen sie Johannes Reuchlins Glaubensstärke und seine Hebräischkenntnisse in Zweifel.
Auch griffen sie Reuchlin als Menschen und Gelehrten an, um das Vertrauen in seine Person und sein Gutachten zunichte zu machen. Juden wurden im „Handtspiegel“ nicht nur als Gotteslästerer und Ketzer beschrieben, sondern auch als Todfeinde der europäischen Christen.
Informationen über die verwendeten Medien
Handt-Spiegel wider die Juden, und Jüdischen Thalmudischen Schrifften
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Bayerische Staatsbibliothek
Beschreibung
München, BSB, VD16 P 2294
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[24] Bl.
Sprache
Deutsch
Identifikator
VD16 P 2294
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Pfefferkorn
Zeit
1512
Ort
Mainz
Informationen über die verwendeten Medien
Der Augenspiegel
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 42 A 1237 RH
Angaben zum Objekt
Sprache
Deutsch
Identifikator
42 A 1237 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1511
Diesen Affront ließ Reuchlin wiederum nicht auf sich sitzen und veröffentlichte als Antwort kurze Zeit später den „Augenspiegel“.
Der Hauptbestandteil dieses Werkes ist das Gutachten selbst. Reuchlin wiederholt noch einmal, dass er vom Kaiser aufgefordert worden sei, ein Gutachten zu schreiben, welches Pfefferkorn jedoch unzulässigerweise öffentlich gemacht und verrissen habe, wogegen Reuchlin sich nun verteidige.
Das Wort „Augenspiegel“ verdeutlicht eine Brille, die das Titelblatt des Werkes ziert. Wegen der Schönheit seines Druckbildes, vor allem aber wegen seines Inhalts zählt der „Augenspiegel“ zu den bedeutendsten Erzeugnissen des deutschen Buchdrucks dieser Zeit.
Auf die Beleidigungen von Johannes Pfefferkorn und Jakob van Hoogstraten antwortete Johannes Reuchlin mit Gegenvorwürfen. Die beiden antijüdischen Polemiker seien von Ignoranz und Vorurteilen geprägt, da sie die hebräische Sprache nicht beherrschten. Erst durch deren Studium würde ein Verständnis entstehen, wie es Johannes Reuchlin bereits besäße.
Infolge dieser gegenseitigen Schmähschriften entwickelte sich ein mehrjähriger erbitterter Streitschriftenkrieg zwischen Befürwortern Reuchlins und Anhängern Pfefferkorns.
Weiterer Verlauf des Konflikts
Im September 1513 kam es zu einem Inquisitionsprozess gegen Reuchlin und seinen Augenspiegel, der durch Jakob van Hoogstraten initiiert wurde.
Der von Papst Leo X. mit der Prüfung beauftragte Bischof von Speyer sprach im März 1514 den Augenspiegel von allen Vorwürfen frei und Hoogstraten wurden die Prozesskosten von 111 Goldgulden auferlegt.
Aufgrund eines kaiserlichen Mandats fehlte jedoch die letzte Bekräftigung, sodass das Urteil in der Schwebe blieb.
In demselben Jahr, in dem Johannes Reuchlins Augenspiegel von allen Anklagepunkten freigesprochen wurde, veröffentlichte er eine an den Kaiser gerichtete Verteidigung für sein Verhalten im Judenbücherstreit, die zudem eine Anklageschrift gegen seine Kontrahenten beinhaltete.
Der Text dieser Anklage ist geprägt von Provokationen. Reuchlin nannte die Juden nicht mehr nur Mitbürger mit gleichen Rechten, sondern als Brüder, die in den Gebeten der Christen verleumdet würden. Er ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete die Juden als ein Volk, das sich genauer an seine Religion halten würde als jede andere Glaubensgemeinschaft, inklusive des Christentums.
Persönlich griff Reuchlin seine Gegner an, indem er beispielsweise die gängige lateinische Bezeichnung für die Dominikaner „praedicatores“ (Predigermönche) durch das Wort „paedicatores“ (Knabenschänder) ersetzte.
Trotz der immer vehementeren Verteidigung des Judentums blieb er selbst fest bei seinem christlichen Glauben.
Informationen über die verwendeten Medien
Defensio Joannis Reuchlin Phorcensis LL. Doctoris Contra Calvmniatores Svos Colonienses
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, O 42 A 659 R
Angaben zum Objekt
Sprache
Latein
Identifikator
O 42 A 659 R
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1514
Ort
Tübingen
Informationen über die verwendeten Medien
Beschyrmung Johannes Pfefferkorn (den man nyt verbrant hat) zeygt mennig lichen an den loblichen handel von ym geuebt zwyschen ym vnd wy der Johan Reuleyn vnd der trulosen juden zu sambt yeen mithelffers ...
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Rechteinformation
Bayerische Staatsbibliothek
Beschreibung
München, BSB, Augsburg, Staats- und Stadtbibliothek -- 4 Jud 110
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
4 ̊
Sprache
Deutsch
Identifikator
Augsburg, Staats- und Stadtbibliothek -- 4 Jud 110
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Pfefferkorn
Zeit
1515
Ort
Köln
Informationen über die verwendeten Medien
De arte cabalistica
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, 98 B 76192 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[4], LXXIX Blatt
Sprache
Latein
Identifikator
98 B 76192 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Reuchlin
Zeit
1517
Ort
Hagenau
De arte cabalistica
Mitten im Judenbücherstreit veröffentlichte Reuchlin 1517 ein weiteres Werk und widmete dieses Papst Leo X., den er um Hilfe gegen seine Angreifer um Pfefferkorn herum bat.
In "De arte cabalistica" stellte Reuchlin die Kabbala als das am besten geeignete Mittel zur Ergründung der biblischen Inhalte dar.
Mit der Figur des Simon, einem fiktiven Rabbiner aus Frankfurt, zeichnete Johannes Reuchlin das Idealbild des gelehrten Juden. Dieser unterhält sich in der Schrift mit einem Mohammedaner und einem Pythagoräer.
Das Gespräch endet ohne die Konversion des Juden und legt damit die Möglichkeit nahe, die christliche Theologie zu bereichern, ohne das Judentum auszulöschen.
Zwar ist das Werk auf Latein geschrieben, doch der fiktive Dialog gibt dem Judentum eine Stimme, die für Christen verständlich sein sollte.
Der Versuch Reuchlins, Judentum und Christentum zu verbinden, indem er die Kabbala in die christliche Theologie integrierte, war zu seiner Zeit einzigartig.
Informationen über die verwendeten Medien
Pfefferkorn, Johann: Ajn mitleydliche claeg vber alle claeg an vnsern allergnedichsten Kayser vnd gantze deutsche Nacion
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Rechteinformation
Bayerische Staatsbibliothek
Beschreibung
Ajn mitleydliche claeg vber alle claeg an vnsern allergnedichsten Kayser vnd gantze deutsche Nacion : Durch Johannes Pfefferkorn gegen den ungetruwen Johan Reuchlin, unnd wydder seynen falschen raytschlack, vurmalß vur die trewloißen Juden und wydder mich geübt, und..., München, BSB, VD16 P 2317
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[34] Bl.
Sprache
Deutsch
Identifikator
VD16 P 2317
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Pfefferkorn
Zeit
1521
Ort
Köln
Das Ende - Eyn mitleidliche Claeg
Trotz der Hilfegesuche Reuchlins bei Papst Leo X. hob dieser das zugunsten Reuchlins gesprochene Urteil auf und verurteilte den „Augenspiegel“ am 23. Juni 1520 als skandalöses Buch, das die frommen Christen beleidige und die gottlosen Juden unterstütze. Johannes Reuchlin musste zudem die Prozesskosten tragen.
Er fügte sich dem Urteil stillschweigend, zumal die viel schwerer wiegende Anklage wegen Häresie und Ketzerei gegen ihn fallengelassen wurde.
Johannes Pfefferkorn, der sich nun als Sieger sah, veröffentlichte 1521 seine letzte Schrift „Ein mitleidliche Klag“, in der er Johannes Reuchlin nicht nur als vor ihm knienden Mann darstellte, sondern auch als Lehrer, der zu seinen Schülern mit gespaltener Zunge spricht, oder als zerstückelten Leichnam.
Informationen über die verwendeten Medien
Pfefferkorn, Johann: Ajn mitleydliche claeg vber alle claeg an vnsern allergnedichsten Kayser vnd gantze deutsche Nacion
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Bayerische Staatsbibliothek
Beschreibung
Ajn mitleydliche claeg vber alle claeg an vnsern allergnedichsten Kayser vnd gantze deutsche Nacion : Durch Johannes Pfefferkorn gegen den ungetruwen Johan Reuchlin, unnd wydder seynen falschen raytschlack, vurmalß vur die trewloißen Juden und wydder mich geübt, und..., München, BSB, VD16 P 2317
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
[34] Bl.
Sprache
Deutsch
Identifikator
VD16 P 2317
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Pfefferkorn
Zeit
1521
Ort
Köln
Informationen über die verwendeten Medien
Pfefferkorn, Johann: Ajn mitleydliche claeg vber alle claeg an vnsern allergnedichsten Kayser vnd gantze deutsche Nacion
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Bayerische Staatsbibliothek
Beschreibung
Ajn mitleydliche claeg vber alle claeg an vnsern allergnedichsten Kayser vnd gantze deutsche Nacion : Durch Johannes Pfefferkorn gegen den ungetruwen Johan Reuchlin, unnd wydder seynen falschen raytschlack, vurmalß vur die trewloißen Juden und wydder mich geübt, und..., München, BSB, VD16 P 2317
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Abmessung/Umfang
[34] Bl.
Sprache
Deutsch
Identifikator
VD16 P 2317
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Pfefferkorn
Zeit
1521
Ort
Köln
1518 erschienen die „Dunkelmännerbriefe“ (lat. Epistolae obscurorum virorum) ohne Nennung des Herausgebers. Sie enthalten 110 fingierte Briefe, die angeblich eine Reihe von antijüdischen Dominikanern aus verschiedenen deutschen Städten hauptsächlich an Ortuin Gratius, einen Verbündeten Pfefferkorns, schrieben, um ihm unter anderem ihre vermeintliche Solidarität im Judenbücherstreit mit Reuchlin zu versichern.
Die Texte sind satirisch und in so fehlerhaftem Latein verfasst, dass die vermeintlichen Autoren wohl besonders provoziert werden sollten. Auch ihre Namen wurden verballhornt.
Die Absender geben sich nämlich durch ihre Namen als widerliche Person zu erkennen (z. B. „Caprimulgius“ (Ziegenmelker) und „Melliambius“ (Honiglecker)).
1520 verbot Papst Leo X. schließlich die weitere Verbreitung der „Dunkelmännerbriefe“, die bis heute eine der boshaftesten intellektuellen Satiren gegen Intoleranz und die veraltete Bildungswelt sind.
Der Titel bezieht sich auf die 1514 von Reuchlin veröffentlichten „Briefe berühmter Männer“ (lat. Clarorum virorum epistolae).
Informationen über die verwendeten Medien
Iohannis Reuchlin viri clarissimi Encomion: Triumphanti illi ex deuictis obscuris viris : id est Theologistis Coloniensibus et Fratribus de ordine Praedicatorum
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, O 42 A 599 RH
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
22 Blatt
Sprache
Latein
Identifikator
O 42 A 599 RH
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ulrich von Hutten, Johannes Reuchlin
Zeit
1518
Ort
Hagenau
Informationen über die verwendeten Medien
Iohannes Revchlinvs: V.I.D. Triumvir Sueviæ. nat. d. 28. Dec. 1445. denat d. 30. Aug. 1521 / Ioh. Iac. Haid excud
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Beschreibung
Karlsruhe, BLB, Graph Slg 3230
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1 ungezähltes Blatt ; 21,6 x 14,2 cm : Illustration
Identifikator
Graph Slg 3230
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johann Jakob Haid (Stecher), Johannes Reuchlin
Zeit
1750-1760?
Weitere Informationen
1521 kehrte Johannes Reuchlin nach Tübingen zurück und übernahm die Professur für Hebräisch und Griechisch. Am 30. Juni 1522 verstarb er in Stuttgart.
Informationen über die verwendeten Medien
Statue Johannes Reuchlin in Pforzheim
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Wikimedia Commons/ Augenstein
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Pforzheim
Weitere Informationen
Reuchlins Nachwirken
Auch wenn Johannes Reuchlin im heutigen Nationalbewusstsein neben anderen Größen seiner Zeit kaum eine Rolle spielt, können Spuren seiner Person in ganz Deutschland und auch über die Grenzen hinaus entdeckt werden.
So finden sich Inschriften, Straßennamen oder gar Schulbenennungen unter anderem in Tübingen, Stuttgart, Paris oder auch in Linz an der Donau.
Als "Sohn Pforzheims" sind Johannes Reuchlin und die Erinnerung an ihn besonders in seiner Geburtsstadt anzutreffen.
Obwohl sein Wirken die Grundlagen der Moderne, wie Geistesfreiheit, wissenschaftliche Verantwortung und Toleranz vorwegnimmt, findet sich sein Name nur sporadisch in Schulbüchern.
Derzeit wieder einmal besonders aktuell ist die Position, die der Humanist innerhalb der Antijudaismus-Debatte einnahm. Als Erforscher des Judentums, seiner Texte, Sprache und Kultur, steht Johannes Reuchlin für den Beweis, dass vermeintlich Fremdes die eigene Welt ergänzen kann und nicht bedrohen muss.
Eine virtuelle Ausstellung von
Die Ausstellung entstand als Nachwuchsprojekt in der Badischen Landesbibliothek und wurde von einer studentischen Mitarbeiterin und einer FSJ Kultur weitgehend selbstständig konzipiert und umgesetzt.
Team
Kira Epple
(unter Mithilfe von Janina Becker)
Koordination: Dr. Annika Stello
Impressum
Badische Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe
Dr. Julia Freifrau Hiller von Gaertringen (Leitende Bibliotheksdirektorin), Dr. Volker Wittenauer (Stellvertretender Bibliotheksdirektor)
+49 721 175-2201
+49 721 175-2333
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Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
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Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
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