Wartburgerinnerungen im Bild
Private Fotoschätze aus 100 Jahren
Eine virtuelle Ausstellung von
Einleitung
Die Wartburg bei Eisenach, die im Laufe ihrer fast tausendjährigen Geschichte Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse und Aufenthaltsort berühmter Persönlichkeiten war, kann als eine der meistfotografierten Burgen Deutschlands gelten.
Im Rahmen der vom 4. Mai bis 31. Oktober 2019 auf der Wartburg gezeigten Sonderausstellung „Objektiv!? Die Wartburg im Spiegel der Fotografien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts“ wurden bis zu 165 Jahre alte Fotografien aus den eigenen Beständen der Wartburg-Fotothek präsentiert.
Bereits kurz nach dem Beginn der Sonderausstellung wurde die lokale bzw. regionale Bevölkerung erstmals mit der Frage „Wer hat das älteste Wartburg-Foto?“ in der Presse und über die Wartburg-Facebook-Seite dazu aufgerufen, ihre persönlichen Fotoalben nach privaten Wartburgerinnerungen zu durchstöbern. In zwei für jedermann offenen Veranstaltungen konnten die Einsender ihre Fotos präsentieren oder Interessierte sich über die zusammengetragenen Fotografien informieren.
Insgesamt sind bis zum Ende der Sonderausstellung über 250 private Wartburgerinnerungen zusammengekommen, die ganz unterschiedliche Themengebiete umfassen und oftmals und in vielerlei Hinsicht eine wunderbare Ergänzung zu den Wartburg-Beständen darstellen. Die fotografischen Zeugnisse wurden in drei Themengruppen eingeteilt:
- Wartburg. Architektur und Kunst
- Menschen auf der Wartburg
-
Zu Fuß, auf dem Eselrücken, mit Pferdestärke(n), motorisiert – unterwegs rund um die Wartburg
01
Wartburg. Architektur und Kunst
Außenansichten der Wartburg aus verschiedenen Perspektiven
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Wartburg auf Veranlassung des Großherzogs Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach künstlerisch und architektonisch erneuert und in diesem Zuge grundlegend umgestaltet. In den Jahren zwischen 1855 und 1867 umfasste das immense Baugeschehen auf der Burg Umbauten am spätromanischen Palas, die Errichtung von Bergfried und Neuer Kemenate, Zweiter Torhalle und Dirnitz. In den 1870er Jahren wurde dann das alte Brauhaus zum Gadem umgewandelt und 1890 das Ritterbad an der Südseite des Palas vollendet.
Der bekannte zeitliche Ablauf dieser Bauabschnitte erlaubt für die frühen Jahre eine recht zuverlässige Datierung der eingesendeten Außenaufnahmen.
Die Wartburg von Osten 1867–1871
Stereoskopien, zwei im Augenabstand gefertigte Bilder desselben Motivs, gaben dem Betrachter eingelegt in ein Stereoskop einen erstaunlich räumlichen Eindruck des Fotografierten. Diese „3D-Fotografien“ kamen um die Mitte des 19. Jahrhunderts auf und wurden eine regelrechte Modeerscheinung. Besonders beliebt waren Motive von Sehenswürdigkeiten aus aller Welt, die oft in ganzen Serien angeboten wurden.
Diese Aufnahme gehört zu den ältesten eingesendeten Fotografien.
Informationen über die verwendeten Medien
Die Wartburg von Osten
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Dagmar Lüke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie (Stereoskopie)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Laurentius Christoph Herzog, Verlag Moser senior
Zeit
undatiert (1867–1871)
Informationen über die verwendeten Medien
Die Wartburg von Westen
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
privat
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
11,0 x 16,6 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
E. Schüler, Verlag Sophus Williams
Zeit
undatiert (1867–1876)
Die Wartburg von Westen 1867–1876
Informationen über die verwendeten Medien
Die Wartburg von Südwesten
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
10,6 x 16,4 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Georg Jagemann
Zeit
1890 (druckdatiert)
Die Wartburg von Südwesten 1890
Die Wartburg von Südwesten 1897
Diese 1897, sieben Jahre nach der vorherigen, entstandene Aufnahme zeigt ebenfalls die Südwestansicht der Burg, nun aber mit Ritterbad vor der Südfassade des Palas.
Informationen über die verwendeten Medien
Die Wartburg von Südwesten
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
10,5 x 16,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fritz Cyliax
Zeit
1897 (handschriftlich datiert)
Informationen über die verwendeten Medien
Die Wartburg von Norden mit Wachsoldat in der Torhalle
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ernst Zink
Zeit
undatiert (1885–1896)
Die Wartburg von Norden 1885–1896
Informationen über die verwendeten Medien
Die Wartburg von Osten
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie, koloriert
Abmessung/Umfang
12,8 x 17,7 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1871–1900)
Die Wartburg von Osten 1871–1900
Der erste Burghof der Wartburg nach Norden 1885–1896
Informationen über die verwendeten Medien
Der erste Burghof der Wartburg nach Norden
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
10,5 x 16,4 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ernst Zink
Zeit
undatiert (1885–1896)
Informationen über die verwendeten Medien
Die zweite Torhalle der Wartburg nach Süden mit dem 1907 angebrachten Elefantenkopf
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
privat
Angaben zum Objekt
Typ
Druck
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (nach 1907)
Die zweite Torhalle der Wartburg mit Elefantenkopf, nach 1907
Die Innenräume der Wartburg
Die Innenräume des Palas der Wartburg sind bereits in den 1850er und 1860er Jahren neugestaltet worden. Neben baulichen Instandsetzungen umfasste das umfangreiche Raumprogramm etwa die Anbringung der Fresken des spätromantischen Malers Moritz von Schwind in der Elisabethgalerie, im Sängersaal und im Landgrafenzimmer in den Jahren 1854/55, die Ausmalung und Neugestaltung der Kapelle und des Festsaals und die Einrichtung der großherzoglichen Wohnräume in der Neuen Kemenate.
Die Innenaufnahmen, die vor allem der häufig auf Wartburg tätige Georg Jagemann gefertigt hat, sind weniger über das Abgebildete selbst, als vielmehr über bekannte Details zu den Fotografen zu datieren.
Die Kapelle der Wartburg, 1863–1878
Der Blick nach Osten in die Kapelle wurde vom Fotografen Georg Jagemann gefertigt und muss zwischen 1863, als die rechts des Altars sichtbaren Schwerter Bernhards von Weimar und Gustav Adolfs von Schweden in die Kapelle gebracht wurden, und 1878 entstanden sein.
Informationen über die verwendeten Medien
Die Kapelle im Palas der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
6,1 x 9,1 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Georg Jagemann
Zeit
undatiert (vor 1878)
Informationen über die verwendeten Medien
Der Sängersaal im Palas der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
10,9 x 16,8 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Georg Jagemann
Zeit
undatiert (1863–1894)
Der Sängersaal im Palas, 1863–1894
Informationen über die verwendeten Medien
Das Sängerkriegsfresko von Moritz von Schwind im Sängersaal des Palas der Wartburg
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
10,5 x 16,4 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Remde
Zeit
1890 (handschriftlich datiert)
Das Sängerkriegsfresko im Sängersaal, 1890
Informationen über die verwendeten Medien
Der Festsaal im Palas der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
6,1 x 9,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Georg Jagemann
Zeit
undatiert (vor 1878)
Die Lutherstube auf der Wartburg, vor 1894
Informationen über die verwendeten Medien
Die Lutherstube auf der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9,1 x 10,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym (Georg Jagemann?)
Zeit
undatiert (vor 1894)
Porträts von Hans und Margarethe Luther
Informationen über die verwendeten Medien
Porträt von Hans Luther von Lucas Cranach d. Ä.
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
privat
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9,8 x 6,2 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Kessler
Zeit
undatiert (vor 1881)
Informationen über die verwendeten Medien
Porträt von Margarete Luther von Lucas Cranach d. Ä.
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
privat
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9,8 x 6,1 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Kessler
Zeit
undatiert (vor 1881)
Informationen über die verwendeten Medien
Die große Torstube im Torhaus der Wartburg (Wohnung des Burghauptmanns von Cranach)
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,9 x 14,0 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym (Hans Lucas von Cranach?)
Zeit
undatiert (1919–1929)
Kommandanten-wohnung in der Torstube, 1919–1929
Aus den 1920er Jahren dürfte die Aufnahme der großen Torstube stammen, die zur Wohnung des Burghauptmanns Hans Lucas von Cranach gehörte. Man entdeckt hier die wertvollen Kunstwerke im Besitz des Malernachfahren und beim genauen Hinsehen - hier wurden offenbar zwei unterschiedliche Platten belichtet - schemenhaft und fast gespenstisch ihn selbst am Schreibtisch sitzend.
02
Menschen auf der Wartburg
Menschen auf der Wartburg
Dieses Kapitel nimmt unter den eingesendeten Fotos einen breiten Raum ein und vermag mitunter auch einige persönliche Geschichten zu erzählen. Es bereichert das in der Wartburg-Fotothek verwahrte Bildmaterial um zahlreiche Aufnahmen, die bisher verhältnismäßig unterrepräsentiert waren: solche der Besucher, aber auch derjenigen Menschen, die auf der Wartburg gewohnt und/oder gearbeitet haben.
Besucher
Die ältesten eingesendeten Aufnahmen der Wartburg-Besucher entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein sehr häufiges Motiv der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gibt verschiedene Besuchergruppen vor ihrem Wartburgrundgang auf der einarmigen Palastreppe wieder. Diese Aufnahmen, die von saisonal auf der Wartburg tätigen Fotografen angefertigt wurden, waren ein beliebtes Andenken, das viele Gäste gerne erwarben und auch als Postkarte verschickten. Größere Besuchergruppen brachten auch ihren eigenen Fotografen mit. Wenige Fotografien zeigen die Besucher auch an anderen Stellen des Burggeländes, etwa am Brunnen im ersten Burghof oder vor der Erdgeschossarkade des Palas.
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe, vermutlich ein Verein, auf und vor der Palastreppe der Wartburg
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Beschreibung
Diese große Besuchergruppe, der sich aus Männern und Frauen, Alt und Jung zusammensetzte – möglicherweise ein Verein – ließ sich vermutlich in den 1920er Jahren vor der Palastreppe ablichten. Einige Vereine brachten zu ihrem Wartburgbesuch sogar einen eigenen Fotografen mit. Wer diese Aufnahme fertigte, ist nicht bekannt.
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
17,2 x 23 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
um 1920
Besuchergruppe vor dem Palas, um 1920
Besucherfotos als Souvenir
Die Palastreppen-Fotografien waren ein beliebtes Souvenir, das die Besucher als Erinnerung an den Wartburgbesuch mit nach Hause nehmen und als Postkarte verschicken konnten.
Der Eisenacher Fotograf Johannes Gewitz hatte gegen eine prozentuale Abgabe seiner Einnahmen und Übergabe von Abzügen an die Wartburg-Stiftung seit 1929 das vertraglich zugesicherte Recht, die Gäste in den Höfen zu fotografieren. In der Saison beschäftigte Gewitz bis zu sechs Mitarbeiter. Die Besucher-Fotografie war ein einträgliches Geschäft, so berichtet Gewitz im August 1933 von bereits über 100.000 verkauften Foto-Postkarten. In dieser Zeit wurden in der Saison also durchschnittlich fast 100 Postkarten pro Tag angefertigt.
Nach dem Ausbruch des Krieges 1939 übergab Gewitz die Wartburg-Fotografie an seinen Mitarbeiter Paul Vierock, der diese aber nur bis 1941 weiterführte. Auf ihn folgte der langjährige Wartburg-Fotograf Wilhelm Thurau. Ein Foto zeigt seinen Enkel Joachim Thurau mit seiner Plattenkamera vor dem Bergfried der Wartburg in dem Moment, als er die Besucher auf der Palastreppe fotografisch einfängt.
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
privat
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,9 x 8,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Gewitz
Zeit
1934
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Michael Jäckel
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Material/Technik
13,3 x 8,3
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Gewitz
Zeit
undatiert (1929–1939)
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorke Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,9 x 8,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1939–1945)
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Michael Jäckel
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,8 x 8,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (ca. 1946–1954)
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Michael Jäckel
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
14,8 x 9,7 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Thurau
Zeit
undatiert (ca. 1943–1954)
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Michael Jäckel
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,8 x 8,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Thurau
Zeit
undatiert (ca. 1943–1954)
Informationen über die verwendeten Medien
Der junge Joachim Thurau mit Plattenkamera vor dem Bergfried der Wartburg beim Fotografieren der Gäste
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Joachim Thurau
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9,5 x 9,1 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Thurau
Zeit
undatiert (Anfang 1950er Jahre)
Informationen über die verwendeten Medien
Herrengruppe (Lehrer?) am Fuß der Palastreppe, Anfang 1950er Jahre
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Wartburg-Stiftung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,9 x 9,0 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Thurau
Zeit
Anfang 1950er Jahre
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe kurz vor Abriss der einarmigen Treppe und Bau des Neuen Treppenhauses
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Joachim Thurau
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
12,9 x 8,8 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Thurau
Zeit
1953
Informationen über die verwendeten Medien
Besuchergruppe auf der Palastreppe vor dem Neuen Treppenhaus
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Michael Jäckel
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,8 x 13,8 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Thurau
Zeit
undatiert (nach 1954)
Amateurfotografie: Besucher in den 1930er bis 1950er Jahren
Aus den 1930er bis 1950er Jahren sind einige Fotos eingesendet worden, die nicht in die Kategorie der Palastreppen-Souvernirfotos fallen und an unterschiedlichen Stellen im Burggelände aufgenommen wurden. Sie zeigen Einzelpersonen, Paare und Familien.
Im Gegensatz zu den Palastreppen-Aufnahmen waren hier nicht mehr die professionellen Wartburg-Besucherfotografen die Urheber, sondern die Motive wurden vermutlich mit eigenen portablen Kameras festgehalten; so wohl auch im Fall des 1932 vor der Vogtei von seinem Vater abgelichteten Mädchens. Hier spiegelt sich auch ein Stück Fotografiegeschichte wider: Fotoapparate wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts handlicher und zudem - wie auch das nötige Zubehör - erschwinglicher, so dass die Amateurfotografie Aufschwung erhielt.
Informationen über die verwendeten Medien
Mädchen im ersten Burghof der Wartburg vor der Vogtei, 1932
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Ekkehard Hofmann
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Artur Koch
Zeit
1932
Informationen über die verwendeten Medien
Familie vor der verglasten Erdgeschossarkade des Palas der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Uwe Schneider
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (vor 1942)
Informationen über die verwendeten Medien
Paar im zweiten Burghof der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Michael Jäckel
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9,2 x 6,0 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1950er Jahre?)
Informationen über die verwendeten Medien
Familie am Brunnen im ersten Burghof der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Michael Jäckel
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1950er Jahre?)
Bewohner, Beschäftigte, Bedienstete
Auch die Menschen, die tagtäglich auf der Wartburg wohnten oder hier ihren Lebensunterhalt verdienten, werden durch die eingeschickten Fotos greifbar.
Eine bis dahin gänzlich unbekannte Wartburg-Bewohnerin wurde erst durch ein Konvolut von über 55 Fotos und Postkarten ins Licht der Geschichte gerückt. Dieser Nachlass der von 1919 bis 1929 als Haushälterin des Burghauptmanns Hans Lucas von Cranach tätigen Emma Rudloff liefert einzigartige Einblicke in das damalige Burgleben. Sie selbst ist in mehreren Aufnahmen festgehalten, ob mit Cranachs Pudel vor der Kommandantendiele oder in alter Tracht als sogenannte „Schaffnerin“ (ein altes Wort für Haushälterin) inszeniert oder im Gefährt des „Wartburg-Auto-Verkehrs“ sitzend. Einige der an Emma Rudloff adressierten Postkarten stammen von Cranach und zeugen davon, dass sie dem alternden Herrn im Alltag eine große Stütze gewesen sein muss. Mehrere Fotografien zeigen den Burghauptmann in Begleitung verschiedener Besucher. Nach dem Tod Cranachs 1929 verließ Emma Rudloff die Burg, jedoch bezeugen an sie gesendete Postkarten, dass sie noch lange Jahre Kontakt zu den ehemaligen Weggefährten von der Wartburg hielt.
Informationen über die verwendeten Medien
Haushälterin Emma Rudloff vor der Kommandantendiele der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fototgrafie
Abmessung/Umfang
13,5 x 8,6 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym (Hans Lucas von Cranach?)
Zeit
undatiert (1919–1929)
Die Haushälterin Emma Rudloff
Mit dem Foto- und Postkartennachlass von Emma Rudloff, der durch ihre Enkelin zugänglich gemacht wurde, konnte eine in den Beständen der Wartburg-Fotothek bisher nur wenig vertretene Personengruppe schlaglichtartig beleuchtet werden: die ständigen Bewohner und die Bediensteten.
Die 1876 geborene Emma Rudloff gehörte seit Sommer 1919 als Haushälterin des Burghauptmanns Hans Lucas von Cranach dazu. Einige Fotografien zeigen sie selbst, andere den Burghauptmann, oft im Kreise von Besuchern. Manche Fotos mögen auch von Cranach persönlich, der passionierter Amateurfotograf war, aufgenommen worden sein.
Emma Rudloff als „Schaffnerin“, 1919–1929
Informationen über die verwendeten Medien
Haushälterin Emma Rudloff als „Schaffnerin“
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,8 x 8,7 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym (Hans Lucas von Cranach?)
Zeit
undatiert (1919–1929)
Informationen über die verwendeten Medien
Haushälterin Emma Rudloff vor der Kommandantendiele der Wartburg mit Cranachs Pudel Mohr
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,9 x 8,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym (Hans Lucas von Cranach?)
Zeit
undatiert (1919–1929)
Emma Rudloff mit Cranachs Pudel Mohr, 1919–1929
Emma Rudloff im Wartburg-Auto-Verkehr, 1920er Jahre
Informationen über die verwendeten Medien
Emma Rudloff (Mitte, in weißer Bluse) in einem Kleinbus des Wartburg-Auto-Verkehrs am Droschkenplatz
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,6 x 13,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1920er Jahre)
Der Burghauptmann und seine Besucher
In dem Foto- und Postkartennachlass von Emma Rudloff waren auch mehrere Fotografien, die Burghauptmann Hans Lucas von Cranach im Kreis von diversen Besuchern zeigen, mit denen er oft freundschaftlich verbunden war. Das Verhältnis zwischen dem alternden Burgherrn und seiner Haushälterin war - den überlieferten Postkarten nach zu schließen - von großer Fürsorge füreinander geprägt.
Dieses Porträt hat Fotograf Johannes Gewitz geschaffen, der seit 1929 das Recht hatte, in den Höfen Besucher-Fotografien anzufertigen. Diese Aufnahme Hans Lucas von Cranachs entstand vermutlich 1929, im Jahr seines Todes.
Informationen über die verwendeten Medien
Burghauptmann Hans Lucas von Cranach
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,9 x 8,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Gewitz
Zeit
undatiert (1928/29)
Informationen über die verwendeten Medien
Hans-Lucas von Cranach (rechts) mit Familie Diener-Schönberg vor der Kommandantendiele der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,9 x 8,8 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1920er Jahre)
Cranach mit Familie Diener-Schönberg, 1920er Jahre
Alfons Diener-Schönberg (2.v.r.) hatte mit seinem Buch „Die Waffen der Wartburg“ 1912 ein umfassendes Werk über die Rüstsammlung der Wartburg vorgelegt. Die dafür nötigen Recherchen hatten ihn häufig auf die Wartburg geführt, wo er sich mit Hans Lucas von Cranach angefreundet hatte. Diese Freundschaft, die schließlich auch die gesamte Familie Diener-Schönberg mit einschloss, währte bis zum Tod des Burghauptmanns und lässt sich an mehreren Besuchen der Diener-Schönbergs auf der Wartburg, wie hier im Bild eingefangen, ablesen. Die Familienmitglieder posierten auch häufig für den fotografierenden Burghauptmann, meist in historischer Gewandung bzw. Rüstung, wovon auch das folgende Bild kündet.
Sohn Diener-Schönberg in Rüstung, 1920er Jahre
Hans Lucas von Cranach hatte – wie viele seiner Zeitgenossen – ein Faible für Kostümierungen, wofür die Burg die perfekte Kulisse lieferte. Abgesehen von mehreren von ihm ausgerichteten Kostümfesten ließ er auch Freunde, Verwandte und Bekannte in historischer Verkleidung posieren und vertrieb die Aufnahmen teilweise auch als Postkarten. Dass er dabei auch den jugendlichen Sohn des Waffenspezialisten Alfons Diener-Schönberg in einem Harnisch aus der Rüstsammlung der Wartburg ablichtete, erscheint daher nur folgerichtig.
Informationen über die verwendeten Medien
Sohn der Familie Diener-Schönberg in Rüstung vor der Kommandantendiele der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
13,9 x 8,8 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym (Hans Lucas von Cranach?)
Zeit
undatiert (1920er Jahre)
Informationen über die verwendeten Medien
Burghauptmann Hans Lucas von Cranach mit einem unbekannten Herrn (Gustav Axmann?) vor der Palastreppe der Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
14,0 x 8,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1920er Jahre)
Informationen über die verwendeten Medien
Hauswirtschafterin (?) der Wartburg und Kunstmalerin Elma Pohlent im Schützenerker im ersten Burghof
Aus der Sammlung von
privat
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Dorle Nitschke
Beschreibung
Postkarte von Elma Pohlent an Emma Rudloff, abgestempelt in Eisenach am 22.12.1930
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9,0 x 13,9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Gewitz
Zeit
undatiert (1930?)
Hauswirtschafterin und Elma Pohlent, 1930
Die am 22.12.1930 als Postkarte an Emma Rudloff versendete Fotografie zeigt links vermutlich eine Hauswirtschafterin der Wartburg und rechts die Absenderin der Postkarte, die in Eisenach ansässige Kunstmalerin Elma Pohlent. Beide Damen haben sich bei einer Tasse Tee zu einem Plausch im Schützenerker im ersten Burghof niedergelassen. Die Malerin scheint dabei ihre Arbeit an einem Bild des ersten Burghofs, das unfertig hinter ihr am Fenster lehnt, unterbrochen zu haben, was auch der neben ihr stehende Kasten mit Malutensilien andeutet.
Die Kunstmalerin muss sich zur Zeit, als Emma Rudloff auf der Wartburg beschäftigt war, des Öfteren zum Zeichnen auf der Burg aufgehalten und dort mit der Hausangestellten einen freundschaftlichen Kontakt gepflegt haben, der laut Ausweis von Postkarten auch noch mehrere Jahre über Emma Rudloffs Weggang von der Wartburg hinaus bestehen blieb. Nach dem Tod ihres Dienstherrn Hans Lucas von Cranach im Jahr 1929 führte ihr Weg Emma Rudloff zunächst nach Berlin, später kehrte sie nach Eisenach zurück und lebte laut Aussage ihrer Enkelin in ihren späten Jahren hier im Annenstift.
03
Zu Fuß, auf dem Eselrücken, mit Pferdestärke(n), motorisiert – unterwegs rund um die Wartburg
Unterwegs rund um die Wartburg
Der Besuch der Wartburg stellte in verkehrstechnischer Hinsicht aufgrund ihrer exponierten Lage hoch über Eisenach von jeher eine Herausforderung dar. Dies galt umso mehr, als sie sich im Laufe des 19. Jahrhundert auch überregional zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickelte, der zahlreiche Besucher auf die Burg zog.
Neben dem Aufstieg zu Fuß war es möglich, mit Kutschen bis zum namengebenden Droschkenhalteplatz gefahren zu werden. Die 1871 angelegte Fahrstraße ermöglichte erst ein geregeltes Verkehrsaufkommen mit Pferdekutschen. Vom Droschkenplatz aus musste jedoch selbst Wilhelm II. bei seinen fast jährlichen Burgbesuchen aus der kaiserlichen Kutsche aussteigen und zu Fuß weiterlaufen. Außerdem belegen eindrückliche Bilder eines Kaiserbesuchs in Eisenach, welch ein Ereignis dies für die lokale Bevölkerung dargestellt haben muss, das regelrechten Volksfestcharakter hatte.
Auf Schusters Rappen um die Wartburg
Aufgrund ihrer Lage im nordwestlichen Thüringer Wald war die Wartburg für Wanderer stets ein beliebter Ausgangs- oder Schlusspunkt für Ausflüge in die Umgebung oder eine gern genutzte Kulisse. Auch davon künden zahlreiche eingeschickte Fotografien aus der Zeit des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.
Informationen über die verwendeten Medien
Kinder auf einer Wiese, Blick nach Osten über Eisenach
Aus der Sammlung von
privat
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Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (Ende 19. Jh.)
Kinder auf einer Wiese, Ende 19. Jahrhundert
Die auf einer Wiese oberhalb Eisenachs sitzenden Kinder haben offenbar nicht still genug für die Anforderungen des Fotografen sitzen können, erscheinen die meisten von ihnen doch nur in verschwommenen Konturen auf dieser Momentaufnahme.
Kuhherde auf einer Weide, ca. 1881–1885
Die idyllische Szene mit durch Jungen und Hund bewachter Kuhherde auf einer Weide wurde etwa zwischen 1880 und 1885 vom Eisenacher Hoffotografen Carl Remde aufgenommen, der zwischen 1881 und 1885 sein Atelier am Frauenberg 31 hatte.
Informationen über die verwendeten Medien
Kuhherde auf einer Weide
Aus der Sammlung von
privat
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Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,6 x 17,7 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Remde
Zeit
undatiert (ca. 1881–1885)
Informationen über die verwendeten Medien
Personengruppe auf dem Metilstein vor der Wartburg
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Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
7,2 x 8,1 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1897–1912)
Personengruppe auf dem Metilstein 1897–1912
Die fein gewandeten zwei Damen und drei Herren wurden vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts vor der Nordansicht der Wartburg fotografiert. Der Bauzustand des Gasthofes unterhalb der Burg erlaubt eine Datierung zwischen 1897 und 1912.
Kinder und Jugendliche an der Eisenacher Burg, 1920er-1930er Jahre
Die etwa 50 Kinder und Jugendlichen unterschiedlichen Alters haben an der gleichen Stelle wie bei der nächsten Aufnahme vor der Ansicht der Wartburg von Süden Aufstellung genommen. Die überwiegend aus Mädchen bestehende Gruppe wird von einigen Jungen, die links an der Felskante sitzen, sowie mehreren ebenfalls überwiegend weiblichen Aufsichtspersonen komplettiert.
Informationen über die verwendeten Medien
Gruppenfoto von Kindern und Jugendlichen an der Eisenacher Burg
Aus der Sammlung von
privat
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Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,8 x 13,7 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1920er-1930er Jahre)
Wanderer an der Eisenacher Burg, 1919
Das Bild wurde 1919, kurz vor der Hochzeit der Großeltern (rechts im Bild) der Einsenderin bei einer Reise nach Eisenach aufgenommen. Die Großeltern wurden dabei von der Schwester der zukünftigen Braut und von zwei Brüdern des Bräutigams in spe begleitet. Die Ausrüstung mit Rucksack und Wanderstöcken zeigt, dass die Gegend um die Wartburg zu Fuß erkundet wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Wanderer an der Eisenacher Burg (Blidenstatt) mit Blick zur Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
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Christel Schicht
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,4 x 13,7 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
1919
Kaiserliche Kutschen auf dem Weg zur Wartburg
Die folgenden Fotografien zeugen von Besuchen Kaiser Wilhelms II. in Eisenach und auf der Wartburg. Da der Monarch verwandtschaftlich mit dem Haus Sachsen-Weimar-Eisenach verbunden war (Großherzog Carl Alexander war sein Großonkel), hielt er sich in den Jahren um 1900 fast jährlich für mehrere Tage auf der Wartburg auf, die unter anderem als Ausgangspunkt für Jagdausflüge genutzt wurde.
Die ersten drei Aufnahmen zeigen die Eisenacher Bevölkerung, die dem Kaiser auf dem Bahnhofsvorplatz einen würdigen Empfang mit Fahnen, Bekränzungen und einer Festarchitektur bereitete und den herrschaftlichen Tross aus mehreren Kutschen vom Bahnhof die Bahnhofstraße entlang begleitete. Die vierte hielt Wilhelm II. beim Aufstieg zur Wartburg fest.
Informationen über die verwendeten Medien
Festlicher Empfang Kaiser Wilhelms II. in Eisenach auf dem Bahnhofsvorplatz vor dem Hotel Großherzog von Sachsen
Aus der Sammlung von
privat
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Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Remde
Zeit
undatiert (um 1900)
Empfang Kaiser Wilhelms II. in Eisenach, um 1900
Der festlich geschmückte und mit einer umkränzten Festarchitektur versehe Bahnhofsvorplatz ist von einer Menschentraube bevölkert, die den vorbeifahrenden Kaiser begrüßt. „Logenplätze“ haben all jene Zuschauer des Spektakels auf dem Balkon oder an den Fenstern des Hotels Großherzog von Sachsen gegenüber dem Bahnhof, die einen Blick auf den hohen Besuch erhaschen wollen und diesem freudig zuwinken.
Zug Kaiser Wilhelms II. durch die Bahn-hofsstraße, um 1900
Auf dieser Aufnahme ist der aus mehreren Kutschen und Reitern bestehende Tross vermutlich in Richtung Wartburg fahrend zu sehen. Die kaiserlichen Kutschen sind in der Bildmitte auszumachen, davor marschieren offenbar Schüler- und Studentengruppen. Zahlreiche Schaulustige jeden Alters säumen den Weg des Staatsoberhauptes durch die Bahnhofsstraße. Das rechts im Bild erscheinende Hotel Kronprinz (heute Apotheke am Nikolaitor) huldigt dem Staatsoberhaupt mit einer gehissten Fahne und mit Kränzen an den Fenstern.
Informationen über die verwendeten Medien
Zug der Kutschen Kaiser Wilhelms II. durch die Eisenacher Bahnhofsstraße auf Höhe des Hotels Kronprinz
Aus der Sammlung von
privat
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Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Remde
Zeit
undatiert (um 1900)
Informationen über die verwendeten Medien
Zug der Kutschen Kaiser Wilhelms II. durch die Eisenacher Bahnhofsstraße auf Höhe des Hotels Kronprinz
Aus der Sammlung von
privat
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Frank Palmowski
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Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Remde
Zeit
undatiert (um 1900)
Zug Kaiser Wilhelms II. durch die Bahnhofsstraße, um 1900
Auf dieser Fotografie, die kurz nach der vorherigen entstanden sein muss, ist die Kutsche (rechts vorn im Bild) mit dem Kaiser ein Stück weitergefahren und hat gerade das Hotel Kronprinz passiert. Rechts neben dem Kaiser hat vermutlich Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach in der offenen Kutsche platzgenommen, der den Regenten vermutlich auf die Wartburg begleitet.
Wilhelm II. beim Aufstieg zur Wartburg, um 1900
Informationen über die verwendeten Medien
Wilhelm II. beim Aufstieg vom Droschkenplatz zur Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
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Frank Palmowski
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Remde
Zeit
undatiert (um 1900)
Der Eselritt auf die Wartburg
Eine lange Tradition hat der Eselritt auf die Wartburg. Esel, die als Lasttiere seit dem Mittelalter bis zum Bau der Wasserleitung im Jahr 1886 die Wasserversorgung auf der Burg und im 1861 erbauten Gasthof sicherstellten, wurden spätestens seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch als Transportmittel für Menschen genutzt.
Schon um 1860 war am damals stark frequentierten Schlossberg eine Eselstation eingerichtet worden. Durch die Anbindung des Reuterwegs an die Straßenbahnlinie Hauptbahnhof–Mariental wurde diese Zuwegung zur Wartburg attraktiver, so dass die Eselstation am Schlossberg in den 1890er Jahren aufgegeben wurde.
Louis Remmler betrieb seine neue Eselstation ab 1900 mit großherzoglicher Genehmigung an ihrem heutigen Standort unterhalb der Burg. Seither haben ganze Generationen auf Eseln die Burg erklommen. Mehrere Aufnahmen aus den frühen Zeiten des Eselreitens wurden eingesendet, als nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene noch das Privileg hatten, von den Grautieren getragen zu werden. Gerade hier knüpfen sich zahlreiche ganz persönliche Wartburgerinnerungen an.
Eselritt auf die Wartburg, 1905
Das älteste eingesendete Foto, das den traditionellen Eselritt auf die Wartburg ins Bild setzt, wurde im Jahr 1905 aufgenommen. Das Familienfoto zeigt vier Kinder und zwei Enkel von Carl Philipp Thomas. Dieser war der Stiefbruder von Louis Remmler, dem Betreiber der Eselstation. Die Stiefbrüder hatten bereits seit den 1870er Jahren an der Fahrstraße zur Burg Postkarten und Souvenirs vertrieben. Louis Remmler hatte sich 1899 um die Einrichtung einer Eselstation am heutigen Standort beworben, ab 1900 durfte er mit großherzoglicher Genehmigung seine Dienstleistung anbieten – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sowohl die Esel als auch die Eseltreiber ein „anständiges Aussehen“ aufwiesen.
Informationen über die verwendeten Medien
Eselritt auf die Wartburg, 1905
Aus der Sammlung von
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Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
1905
Informationen über die verwendeten Medien
Eselritt auf die Wartburg, um 1909
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Wolfgang Bode
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (um 1909)
Eselritt auf die Wartburg, um 1909
Diese um 1909 entstandene Fotografie zeigt als zweite von rechts die im Jahr 1904 geborene Mutter des Einsenders gemeinsam mit ihren Großeltern und ihrem Onkel.
Eselritt auf die Wartburg, 1913
Diese Aufnahme hält die Großmutter der Einsenderin mit deren Ehemann, deren Schwester und deren Schwager fest. Für den Ausflug zur Wartburg im Jahr 1913 hatten die Abgelichteten offenbar ihren Sonntagsstaat angelegt, wie auch die extravagante Hutmode nahelegt. Die Fotografie fertigte der langjährige Eisenacher Fotograf Fritz Cyliax.
Informationen über die verwendeten Medien
Eselritt auf die Wartburg, 1913
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Susanne Gölfert
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
10,7 x 16,3 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fritz Cyliax
Zeit
1913
Informationen über die verwendeten Medien
Eselritt auf die Wartburg, 1911
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Beschreibung
am 1. Oktober 1911 als Postkarte verschickt
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,8 x 13,8 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
1911
Eselritt auf die Wartburg, 1911
Am 1. Oktober 1911 wurde diese Fotografie als „kleine Erinnerung an den Wartburgritt“ als Postkarte verschickt. Die Vorderseite zeigt die in Gotha ansässigen Brüder der Großmutter des Einsenders mit ihren Frauen. Die Postkarte wurde von dem links abgebildeten Paar an die Familie der Frau in Pößneck adressiert. Gemeinsam mit der nachfolgenden Aufnahme vom gleichen Einsender ist dies ein Beispiel für den Eselritt auf die Wartburg als Familientradition.
Informationen über die verwendeten Medien
Eselritt auf die Wartburg, um 1920
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
9,0 x 11,2 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (um 1920)
Eselritt auf die Wartburg, um 1920
Um 1920 entstand diese Erinnerung an den Wartburg-Eselritt. Sie zeigt als zweiten von links den 1906 geborenen Vater des Einreichers, links daneben befindet sich dessen ein Jahr jüngere Schwester. Die abgelichtete Frau ist seine Tante mütterlicherseits, auf den Eseln haben zwei Cousins Platz genommen. Da die Großeltern des Einsenders in Eisenach wohnten, wo der Großvater als Lehrer arbeitete, kam die ganze Familie des Öfteren in die Wartburgstadt, wo offenbar der traditionelle Eselritt als Programmpunkt nicht fehlen durfte.
Joachim Thurau beim Eselritt, Anfang 1950er Jahre
Der jugendliche Joachim Thurau, heute alteingesessener Eisenacher Fotograf, lernte sein Handwerk bei seinem Großvater Wilhelm Thurau, der nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Wartburg für die Besucherfotografie zuständig war. Hier lichtete dieser seinen Enkel Anfang der 1950er Jahre auf einem Wartburg-typischen Reittier ab.
Informationen über die verwendeten Medien
Joachim Thurau beim Eselritt auf die Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Joachim Thurau
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
12,8 x 8,0 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Thurau
Zeit
Anfang 1950er Jahre
Beginn der Automobilität rund um die Wartburg
Mit der Erfindung des Automobils waren auch für die Wartburg im Lauf der Zeit einschneidende Änderungen der Verkehrsverhältnisse verbunden. Die erste offizielle Befahrung mit Motorwagen aus der Eisenacher Fahrzeugfabrik erfolgte im März 1900.
Bis zu einem regelrechten Autoverkehr vergingen aber noch einige Jahre; in den 1920er Jahren hatte der Automobilverkehr aber schon so zugenommen, dass er bisweilen für chaotische Zustände auf dem Droschkenplatz sorgte, wo Kutschen wie motorisierte Wagen hielten, wendeten und parkten.
Eine Möglichkeit der Beförderung einer größeren Personenzahl auf einmal bot sich mit dem in den 1920er Jahren etablierten Wartburg-Auto-Verkehr, der auf der Strecke Bahnhof–Mariental–Wilhelmsthal–Wartburg im Einsatz war und mit dem auch die Abholung von Hotelgästen bewerkstelligt wurde. Hierfür wurden Omnibusse, Überlandbusse und Aussichtswagen der Marke DIXI eingesetzt. Die eingesendeten Fotos zeigen offenbar Aussichtswagen, in denen etwa 20 Personen Platz fanden. Die prekäre Situation am Droschkenplatz erforderte schließlich eine umfassende Lösung der Verkehrsproblematik, der mit der Errichtung der 1929 bis 1930 realisierten Wartburg-Schleife mit großem Parkplatz und Chauffeurshaus begegnet wurde.
Bus von R. Weiser an der Wartburgauffahrt, 1914
Eine frühe Form des motorisierten Besuchertransports wurde hier ins Bild gesetzt. Von 1914 bis 1918 wurde von Schlossermeister Weiser der Stadtomnibusverkehr betrieben. In einem Wagen mit offenem Verdeck haben in diesem Fall sechs Passagiere Platz genommen. Die beiden kindlichen Chauffeure sind wohl als Marketing- oder Postkartengag zu werten.
Informationen über die verwendeten Medien
Omnibus von R. Weiser an der Wartburgauffahrt
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
1914
Informationen über die verwendeten Medien
Omnibusverkehr an der Wartburgallee
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1920er Jahre?)
Omnibusverkehr an der Wartburgallee, ca. 1920er Jahre
Informationen über die verwendeten Medien
Wartburg-Auto-Verkehr an der Auffahrt zur Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,6 x 13,6 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1920er Jahre)
Wartburg-Auto-Verkehr, 1920er Jahre
Diese fotografischen Zeugen des in den 1920er Jahren etablierten Wartburg-Auto-Verkehrs, die an der Wartburg-Auffahrt und am Droschkenplatz aufgenommen wurden, zeigen DIXI-Aussichtswagen aus der Eisenacher Fahrzeugfabrik. Die Fotografen postierten sich offenbar an bestimmten „neuralgischen“ Punkten und boten ihre Fotografien den Ausflüglern und Hotelgästen zum Kauf an.
Informationen über die verwendeten Medien
Wartburg-Auto-Verkehr am Droschkenhalteplatz
Aus der Sammlung von
privat
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Dorle Nitschke
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
8,6 x 13,7
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1920er Jahre)
Informationen über die verwendeten Medien
Omnibushalteplatz an der Gabelsberger Straße am Bahnhof Eisenach
Aus der Sammlung von
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Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
1930
Omnibushalteplatz an der Gabelsberger Straße, 1930
Der Blick in die Gabelsberger Straße belegt, dass auch schon früher an der Stelle des heutigen ZOB Busse hielten, um Bahnreisende zu befördern. Am linken Bildrand sieht man einen Aussichtswagen des Wartburg-Auto-Verkehrs, dahinter zwei weitere Busse ohne Verdeck, wohl für touristische Überlandfahrten. Dass auch zu Beginn der 1930er Jahre noch nicht vollends auf Motorkraft gesetzt wurde, zeigt das Fahrzeug mit zwei Pferdestärken am rechten Bildrand.
Ausflugsbus der Reichspost, 1928
Seit 1918 übernahm die Deutsche Reichspost den Omnibusverkehr in Eisenach. In den 1920er Jahren bot sie auch Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung von Eisenach an, hier zu sehen sind die Teilnehmer einer Rundfahrt durch den Thüringer Wald im September 1928. Auch wenn das Motiv vor der Wartburgkulisse einen Wartburg-Besuch nahelegt, war dieser nicht Teil der Tour. Beim genauen Hinsehen erkennt man, dass die Fotografie nicht etwa am Fuß der Wartburg, sondern wohl in Bahnhofsnähe vor einem Gebäude aufgenommen wurde und die Ausflugsteilnehmer mithilfe Retusche und zwei übereinander gelegten Negativen später vor die repräsentativere Wartburgkulisse versetzt wurden.
Informationen über die verwendeten Medien
Ausflugsbus der Reichspost mit Tagestouristen vor vermeintlicher Wartburgkulisse
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung Eisenach
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
3.9.1928
Informationen über die verwendeten Medien
Pflasterung zwischen Parkwärterhäuschen und Aufgang zur Wartburg
Aus der Sammlung von
privat
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Rechteinformation
privat
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
anonym
Zeit
undatiert (1930?)
Bau des Wartburg-Parkplatzes, 1930
Die angespannte Verkehrssituation veranlasste die Wartburg-Stiftung 1929, einen Parkplatz am alten Steinbruch errichten zu lassen. Dafür wurde die Wartburgchaussee verlängert und in Form einer Schleife um den ehemaligen Steinbruch geführt, wo neben Parkmöglichkeiten auch Garagen und ein Chauffeurshaus mit Gasthaus und Fremdenzimmern entstanden. Zur Errichtung einer Unterführung musste sogar ein Loch in den Fels gesprengt werden. Nach nur fünfmonatiger Bauzeit wurde der Parkplatz im April 1930 fertiggestellt.
Im Vorfeld hatte das Projekt zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen, die gegen den Bau protestiert hatten, weil sie eine Beeinträchtigung der Natur, aber auch des Einzelhandels in der Innenstadt fürchteten. Die Aufnahme zeigt die Verlegung von Pflastersteinen zwischen Parkwärterhäuschen und Aufgang zur Burg.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotoveranstaltung am 13.9.2019 auf der Wartburg
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Wartburg-Stiftung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Rainer Salzmann
Zeit
13.09.2019
Dank
Allen Einsenderinnen und Einsendern möchten wir herzlich dafür danken, dass Sie diese Ausstellung durch zahlreiche digital oder im Original eingeschickte Fotografien ermöglicht und persönliche Wartburgerinnerungen mit uns geteilt haben!
Eine virtuelle Ausstellung von
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Impressum
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