Bridges Beyond Lights 1
Europäische Kulturhauptstädte: Novi Sad
Eine virtuelle Ausstellung von
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Kartenausschnitt von Ungarn und Nachbarregionen, 1859
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Rechteinformation
IdGL
Beschreibung
Kartenauschnitt mit Teilen von Ungarn sowie der Banat- und Wojwodina-Region, Gotha, 1859
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adolf Stieler
Zeit
1859
Ort
Gotha
Novi Sad, Timișoara, Veszprém
Drei europäische Städte, drei Ausgangsregionen, viele Verbindungen. 2022 trägt Novi Sad/Neusatz/Újvidék/Nový Sad in der serbischen autonomen Provinz Vojvodina als erste Stadt außerhalb der Europäischen Union das Prädikat einer europäischen Kulturhauptstadt. Ihr sollen 2023 Timișoara/Temeswar/Temesvár in Rumänien und die Stadtregion Veszprém/Wesprim/Vesprím-Balatonsee in Ungarn folgen. Historisch teilen sich die Städte eine lange Zugehörigkeit zur Habsburgermonarchie und ihr multikulturelles Erbe. Sie waren jahrhundertelang wichtige militärische und Handelsmittelpunkte mit Fluss- und Landbrücken sowie Festungen und Burgen. Heute sind sie postsozialistische Städte und Orte des schnellen sozialen Wandels. Der Titel der dreiteiligen Ausstellung des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde „Bridges Beyond Lights“ (Brücken jenseits der Lichter) spielt auf die jeweiligen Selbstwahrnehmungen der Kulturhauptstädte an. Novi Sad pflegt das Selbstbild einer Brückenstadt zwischen Ost und West, die Lichtstadt Temeswar betont ihre aktive Rolle in Situationen des politischen Umbruchs und Veszprém-Balatonsee zeigt sich als eine kreative, dynamische Region, die aus dem Hintergrund ins Zentrum des gesellschaftlichen Fortschritts hervortreten möchte.
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Wien, 1912
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Beschreibung
Ansichtskarte mit der Straße Kralja Aleksandra von Novi Sad nach Wien, geschrieben von Alex (Nachname unbekannt) an Gretel (Nachname unbekannt) am 03.11.1912
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
geschrieben am 03.11.1912
Ort
Novi Sad
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Kartenausschnitt der österreichisch-ungarischen Monarchie
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IdGL
Beschreibung
Zone 24, Col. 22 (5864) Neusatz und Peterwardein, K.u.K.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
K.u.K. Militärgeographisches Institut
Zeit
1884
Ort
Wien
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Stadtwappen von Novi Sad
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IdGL
Beschreibung
Das Stadtwappen ist ein Ausschnitt einer Postkarte aus Novi Sad und zeigt Noahs Taube mit dem Olivenzweig im Schnabel vor dem Hintergrund der Festung Peterwardein und mit der Donau im unteren Bereich. Das Motiv symbolisiert laut dem damaligen Namen (Neoplanta - neue Stadt) einen Neubeginn.
Die habsburgische Kaiserin Maria Theresia gründete 1748 die freie Königsstadt unter dem Namen Neoplanta - eine neue Stadt. Seitdem symbolisiert Noahs Taube mit dem Olivenzweig im Schnabel auf dem Stadtwappen Neubeginn und Aufbruch. Einen Neubeginn in Neoplanta wagten auch Tausende Migrantinnen und Migranten aus ganz Europa, darunter viele deutschsprachige Ankömmlinge, die unter dem Namen Donauschwaben bekannt wurden. In nur wenigen Jahrzehnten entwickelte sich Neoplanta zu einem mehrsprachigen und prosperierenden Wirtschafts- und Kulturzentrum der Habsburgermonarchie.
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Böhmen, 1914
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IdGL
Beschreibung
Postkarte mit dem Városház (Stadthaus) von Novi Sad nach Böhmen, Sender- und Empfängernamen unleserlich, verschickt am 06.08.1914
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
verschickt am 06.08.1914
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
Unterschiedliche Sprachen, Religionen, Lebensentwürfe und Herkünfte ihrer Bevölkerung prägen Novi Sad seit Jahrhunderten. In der Habsburgermonarchie entstanden, wirkt das Selbst- und Fremdbild einer „gemischten“ Stadt bis heute nach. Als Neusatz, Újvidék, Nový Sad, Novi Sad oder Нови Сад war und ist sie eine Stadt des Miteinanders.
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„Ethnographie der österreichischen Monarchie“ von Karl Freiherr von Czörnig
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IdGL
Beschreibung
Auszüge aus S. VIII und S. 36 der „Ethnographie der österreichischen Monarchie" (Wien 1857) von Karl Freiherr von Czörnig
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Karl Freiherr von Czörnig
Zeit
1857
Ort
Wien
Der österreichische Ethnograf Karl Freiherr von Czörnig beobachtete 1857 eine herausragende Vermischung der Kulturen in Novi Sad und Umgebung.
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Wien, 1909
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Futaki utcza (Neusatz - Futakergasse) von Novi Sad nach Wien, geschrieben von Wilhelm (Nachname unbekannt) an Marie Klein am 26.02.1909
Angaben zum Objekt
Teil von
IdGL
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Wilhelm (Nachname unbekannt)
Zeit
26.02.1909
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Achstetten, 1903
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Duna-utcza (Donaugasse) von Novi Sad nach Achstetten, geschrieben von Hugo (Nachname unbekannt) an den Grafen Oswald Reuttner v. Weyl, verschickt am 08.09.1903
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Teil von
Bildarchiv des IdGL
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Hugo (Nachname unbekannt)
Zeit
verschickt am 08.09.1903
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
Das imposante Rathaus im Neorenaissance-Stil und die neugotische römisch-katholische Marienkirche wurden beide 1895 vom Budapester Architekten Georg Molnar am Franz-Josef-Platz, dem heutigen Freiheitsplatz, gebaut. Die Initiative für den Kirchenbau trug die deutschsprachige Bevölkerung. Neben den katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen gehörten ebenso mehrere Synagogen zum religiösen Erbe der Stadt.
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Ausschnitte von Ansichtskarten mit dem Rathaus und der Kirche Maria Namen in Novi Sad, 1915/1919
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IdGL
Beschreibung
Ursprüngliches Material: Ansichtskarte mit Ujvidék - Városháza (Rathaus) von Novi Sad nach Wien, geschrieben am 12.01.1915 und Ansichtskarte mit Ujvidék (Neusatz) und der katholischen Kirche von Novi Sad, geschrieben am 23.01.1919
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1915/1919
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
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Viele Namen derselben Stadt
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IdGL
Beschreibung
Collage aus verschiedenen Ansichtskarten von Novi Sad
Angaben zum Objekt
Teil von
Bildarchiv des IdGL
Ihre Mehrsprachigkeit behielt die Stadt auch nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie und dem Anschluss der Region Batschka/Bačka an das Königreich Jugoslawien 1918. Die serbische autonome Provinz Vojvodina mit ihrem administrativen Zentrum Novi Sad zählt auch heute sechs anerkannte Sprachen: Serbisch, Ungarisch, Rumänisch, Russinisch, Kroatisch und Slowakisch.
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Stadtwappen von Novi Sad
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Beschreibung
Das Stadtwappen ist ein Ausschnitt einer Postkarte aus Novi Sad und zeigt Noahs Taube mit dem Olivenzweig im Schnabel vor dem Hintergrund der Festung Peterwardein und mit der Donau im unteren Bereich. Das Motiv symbolisiert laut dem damaligen Namen (Neoplanta - neue Stadt) einen Neubeginn.
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Brücke an der Donau von W. Cvitković
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IdGL
Beschreibung
Ein Symbol der Moderne. Bild der Brücke in Novi Sad von W. Cvitković
Angaben zum Objekt
Teil von
Erschienen in: "Deutscher Volkskalender"
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
W. Cvitković
Zeit
1934
Ort
Novi Sad
Die Verbindungen und Ähnlichkeiten Novi Sads mit den großen Zentren im Westen wie Osten Europas lassen sich an seiner Architektur, seinem kulturellen Angebot sowie der Migrationsgeschichte und dem Alltag seiner Bevölkerung ablesen. Seit dem 19. Jahrhundert verfügte die Stadt über eine beachtenswerte Infrastruktur, die die interregionale Interaktion und Kommunikation ermöglichte sowie die Verbundenheit zwischen den Stadtteilen mit ihrem Umland verstärkte.
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Festung Peterwardein, 1826 und Karte der Donau, ca. 1921
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IdGL
Beschreibung
Festung Peterwardein von Novi Sad und Landkartenausschnitt der Donau von Ulm bis zur Mündung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Abbildung Festung: von Jakob Alt und Adolph Kunike, Syrmien/Deutschland Landkarte: nach amtlichen Quellen bearbeitet / Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, Wien
Die Festung Peterwardein entstand ab 1692 auf einem Felsen über einer breiten Krümmung der Donau auf den Überresten mittelalterlicher Befestigungen. Sie übte eine militärische Schlüsselrolle für die Habsburgermonarchie im Krieg gegen das Osmanische Reich aus. Mit der Stadt Novi Sad war sie in den vergangenen Jahrhunderten mit mehreren festen sowie Pontonbrücken verbunden. Die Lebensader der Festung und der Stadt war seit jeher die Donau, die den Handel als auch den militärischen Nachschub durch den Schiffsverkehr ermöglichte.
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Karte "Ungarn Samt Angräntzenden Ländern", nach 1719
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IdGL
Beschreibung
Karte "Ungarn Samt Angräntzenden Ländern Croatien, Dalmatien, Sclavonien, Siebenbürgen, Moldau, Wallacheu, Bulgarien u. Romanien, bis an das Schwartze Meer und Constantinopel", Augsburg, nach 1719
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Kupferstich
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Kartograph Gabriel Bodenehr
Zeit
nach 1719
Ort
Augsburg
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Festung Peterwardein in Novi Sad, 1842
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IdGL
Beschreibung
Stahlstich der Festung Peterwardein von James Charles Armytage, erstellt in London im Jahr 1842
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hergestellt von J.C. Armytage
Zeit
1842
Ort
London
Festung Peterwardein, 1842.
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Auf Gleisen und Fluss. Ansichtskarte mit dem Panorama aus Novi Sad, 1933
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Beschreibung
Ansichtskarte mit dem Panorama von Novi Sad aus dem Jahr 1933
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1933
Ort
Novi Sad
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Ansichtskarte mit Bahnhofsgebäude aus Novi Sad, 1923
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Vasuti pályaudvar (Neusatz - Bahnhof) von Novi Sad aus dem Jahr 1923
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1923
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
Neben dem Schiffsverkehr an der Donau verband die Eisenbahn Novi Sad mit den Metropolen in West und Ost. Auf dem Gebiet der heutigen Vojvodina existierte im 19. Jahrhundert das dichteste Eisenbahnnetz in ganz Europa. Das Bahnhofsgebäude in Novi Sad wurde 1883 errichtet, als auch der erste Zug durch die Stadt fuhr.
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Ansichtskarte mit dem Bahnhof aus Novi Sad
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Pályaudvar (Neusatz - Bahnhof)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
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Straßenbahn auf einer Ansichtskarte aus Novi Sad nach Böhmen, 1915
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IdGL
Beschreibung
Straßenbahn auf einer Ansichtskarte mit Ujvidék - Róm. kath. templom (Röm. Kath. Kirche) von Novi Sad nach Böhmen, Feldpost eines böhmischen Soldaten, verschickt am 20.01.1915
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
verschickt am 20.01.1915
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
1911 wurde die erste elektrische Straßenbahn in den Betrieb genommen.
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Ansichtskarte mit der Donaugasse aus Novi Sad
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Duna utca (Neusatz - Donau Gasse) von Novi Sad (ohne Datum)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Deutschland, 1938
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit "Gruss aus Neusatz" ( Üdvözlet Ujvidékröl) von Novi Sad nach Deutschland, geschrieben von Katrin Bila an Heinrich Siekelmann, verschickt am 29.10.1938
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Katrin Bila
Zeit
verschickt am 28.10.1920
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Brünn, 1915
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Kossuth Lajos-utca (Neusatz - Kossuth Lajos-Gasse) von Novi Sad nach Deutschland, geschrieben von Josef (Nachname unleserlich) an Arnošt Krümel (?) am 02.01.1915
Die abgebildete Kossuth Lajos-Gasse, die heutige Zmaj Jovina-Straße, war die wichtigste Markt- und Einkaufsstraße
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Josef (Nachname unleserlich)
Zeit
02.01.1915
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
Neben seiner wichtigen militärisch-strategischen Position am Rande der Habsburgermonarchie beschleunigten seine vielen Märkte und sein Handel, wie etwa hier in der Kossuth Lajos-Gasse (heute: Zmaj Jovina-Straße), die Urbanisierung Novi Sads im 19. Jahrhundert. Von einer neuen Stadt in der Fremde, wurde sie für viele Zugezogene zu einer Heimatstadt.
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Gesellenbrief eines Zechmeisters
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IdGL
Beschreibung
Gesellenbrief eines Zechmeisters aus Novi Sad, Anfang des 19. Jahrhunderts
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Anfang 19. Jahrhundert
Ort
Novi Sad
Novi Sad verfügte im 19. Jahrhundert über hervorragende unternehmerische und kulturelle Verbindungen, allen voran nach Budapest und Wien. Die ungarisch-, deutsch- und serbischsprachigen Intellektuellen bauten die Stadt zum kulturellen Zentrum der Regionen Batschka, Banat und Syrmien/Srem/Srijem/Szerémség aus.
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Novi Sad und die Pariser Weltausstellung 1878
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IdGL Nachlass Steinacker
Beschreibung
Das Lokalkomitee in Neusatz für die 1878 Pariser Weltausstellung richtet Dank und Schlussbericht an den Sekretär der Handels- und Gewerbekammer in Budapest, Edmund Steinacker.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Lokalkomitee in Neusatz für die 1878 Pariser Weltausstellung
Zeit
geschrieben am 26. Juli 1880
Ort
Neusatz (heute Novi Sad)
Während Serbien noch unter osmanischer Herrschaft stand, wurde Novi Sad zum Zentrum der serbischen kulturellen- und Bildungstätigkeit. 1810 wurde hier das erste serbisch-orthodoxe Gymnasium und 1861 das Serbische Nationaltheater gegründet. Die 1826 in Budapest gegründete älteste serbische Institution für Kunst und Wissenschaft, die Matica srpska (wörtlich: Serbische Bienenkönigin) wurde 1864 nach Novi Sad verlegt.
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Zeitschriftenband Srpski letopis, 38, S. 1/3/5, Novi Sad 1864/1865
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Bayerische Staatsbibliothek
Beschreibung
Elektronische Reproduktion des Zeitschriftenbandes Srpski letopis (38), S.1/3/5, entstanden in Novi Sad 1864, erschienen 1865
Angaben zum Objekt
Sprache
Serbisch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Herausgeber: Matica Srpska (Novi Sad), bereitgestellt von der Bayerischen Staatsbibliothek
Zeit
erschienen 1865
Ort
Novi Sad
Weitere Informationen
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Wien, 1915
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Kir. kath. magyar fögimnázium (Neusatz - Kg. ung. Kath. Obergimnasium) von Novi Sad nach Wien, geschrieben von Josef (Nachname unbekannt) an Fam. Glutz am 24.01.1915
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Josef (Nachname unbekannt)
Zeit
24.01.1915
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
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Boulevard der Königin Maria, 1940
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Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
Beschreibung
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Wien, 1934
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Novi Sad - Vilsonov Trg (Neusatz - Vilsonov Platz ) von Novi Sad nach Wien, geschrieben von Lukas (Nachname unleserlich) an Leopold Ruhm am 22.11.1934
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Lukas (Nachname unleserlich)
Zeit
1934
Ort
Novi Sad
Der Erste Weltkrieg verursachte enorme menschliche Opfer und materielle Schäden in Novi Sad. Mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie wurden die ehemaligen südungarischen Gebiete mit der Stadt Novi Sad an das Kriegsgewinnerland Serbien angeschlossen.
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Ansichtskarte aus Novi Sad nach Leuglay, 1918
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék - Látkép a róm. kath. templommal (Totale mit R.K. Kirche) von Novi Sad nach Leuglay (Frankreich), geschrieben von Henry (Nachname unbekannt) an Marie Lerhart-Lebert (?) am 01.12.1918
Die Postkarte wurde am 01.12.1918, dem Tag der Gründung des Königreichs Jugoslawien geschrieben.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
geschrieben von Henry (Nachname unbekannt)
Zeit
01.12.1918
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
"Meine liebe Marie, wir sind immer noch hier und warten, wie man sagt, auf unsere Abreise nach Budapest. In den Büros werden gerade die Listen der Rückkehrerinnen und Rückkehrer erstellt. Das ist die Frage, die mich am meisten interessiert und ich werde langsam ungeduldig über die Langsamkeit, mit der wir nach Frankreich zurückgeschickt werden. Zurzeit herrscht ein entsetzliches Wetter.
Schnee, Regen und Nebel wechseln sich ab, ohne einen einzigen Sonnenstrahl zu zeigen. Ich weiß noch nicht, welchen Weg wir einschlagen werden und wie wir nach Hause kommen. Manche behaupten, dass wir über Talenque zurückgehen. Wenn das stimmt, wäre der Rückweg sehr lang. In Erwartung des Vergnügens, Sie zu sehen, schließe ich und umarme Sie alle. Henry" (1.12.1918)
Die Postkarte wurde am Tag der Gründung des Königreichs Jugoslawien von einem französischen Soldaten geschrieben. Frankreich und Serbien waren Verbündete im Ersten Weltkrieg.
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Franz-Josef-Platz mit dem Hotel Mayer links im Bild, Novi Sad 1915
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte aus Novi Sad mit dem Franz-Josef-Platz aus dem Jahr 1915
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1915
Ort
Novi Sad
Die „Große Nationalversammlung der Serben, Bunjewatzen und der übrigen Slawen in der Batschka, im Banat und der Baranja“, die über den Anschluss dieser Gebiete an Serbien entschied, fand im Anfang der 1890er Jahre erbauten, neobarocken Grand Hotel Mayer (links im Bild) statt. Der jugoslawische Staatsaufbau wurde von Maßnahmen des Vermögensentzugs begleitet, die sich insbesondere gegen die ungarische besitzende Elite richteten.
Ab 1924 wurde eine umfangreiche infrastrukturelle Vernetzung und Urbanisierung von Novi Sad unternommen, so auch entlang der Achse zwischen dem Stadtzentrum und dem Stadtteil Mali Liman am Donauufer. Der verbindende Boulevard wurde nach der serbischen Königin Marija benannt. Der Ausbau des modernen, auf diesem Gebiet entstandenen, Stadtteils dauerte bis in die 1970er Jahre.
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Ansichtskarte aus Novi Sad, 1942
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit Ujvidék (Neusatz) von Novi Sad, verschickt im Juli 1942
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Juli 1942
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
Der Erste Weltkrieg markierte den Beginn der Entmischung der ethnisch-kulturellen Verhältnisse in Novi Sad. In der Zwischenkriegszeit gehörten jedoch Unternehmen und Geschäfte von jüdischen, deutschen, ungarischen und anderen Besitzern und Besitzerinnen immer noch zum Straßenbild der Stadt. Die deutschsprachige wirtschaftliche Elite verfügte über sehr gute Verbindungen nach Deutschland. Die Werbung für Metallwaren, Druckerzeugnisse, Wein, Gastgewerbe, Finanzdienstleistungen sowie Importprodukte aller Art zeugte von der mehrsprachigen Kundschaft sowie den internationalen wirtschaftlichen Netzwerken der Stadt.
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Anzeigen aus dem Kulturbund-Kalender, Novi Sad 1921-1924
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IdGL
Beschreibung
Verschiedene Anzeigen von Unternehmen in Novi Sad, die im Kulturbund-Kalender von Januar 1921 bis April 1924 erschienen sind.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
digitalisiert von der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek
Zeit
ursprünglich erschienen: Januar 1921 bis April 1924
Ort
Neusatz (heute Novi Sad)
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Abbildungen der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft „Agraria“ aus dem Kulturbund-Kalender, Novi Sad 1930
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IdGL
Beschreibung
Links: Bild eines Landwirtschafts- und Genossenschaftskurses der „Agraria“ vom 15.11.1928-19.12.1928 in Novi Sad; rechts: Anzeige der „Agraria“, beides erschienen im Kulturbund-Kalender 1930 in Novi Sad
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
digitalisiert von der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek
Zeit
ursprünglich erschienen im Jahr 1930
Ort
Neusatz (heute Novi Sad)
Novi Sad war wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der deutschsprachigen Bevölkerung im Königreich Jugoslawien. Ihre Vertreter gründeten 1922 die zentrale landwirtschaftliche Kreditgenossenschaft „Agraria“.
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Deutschsprachiges Kulturangebot in Novi Sad, 1930/1931/1934
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IdGL
Beschreibung
Links: Anzeige der Buchhandlung der Druckerei- und Verlags-A.-G., erschienen im Deutschen Volksbundkalender 1934; Mitte: Anzeige des Deutschen Volksblattes, erschienen im Kulturbundkalender 1930; Rechts: Anzeige des Verbandes deutscher Volksbüchereien, erschienen im Volksbundkalender 1931
Ab 1919 erschien in Novi Sad „Deutsches Volksblatt“, das erste Tageblatt der Deutschen im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Linkes und rechtes Bild: digitalisiert von der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek Mittiges Bild: digitalisiert vom IdGL
Zeit
ursprünglich erschienen 1930/1931/1934
Ort
Neusatz (heute Novi Sad)
Das deutschsprachige kulturelle Angebot der Stadt umfasste eine rege Vereins- und Pressetätigkeit sowie den Buchhandel.
1920 in Novi Sad gegründet, engagierte sich der Kulturverein „Schwäbisch-Deutscher Kulturbund“ bei der sogenannten Pflege der deutschen Sitten und Bräuche, der Verbreitung von Büchern, Musikalien und Filmen, der Förderung künstlerischer Darbietungen, der Ausbildung deutscher Lehrer und Geistlicher sowie bei der Förderung der sozialen Fürsorge und wirtschaftlicher Einrichtungen. Im Fokus stand die Beratung und Aufklärung der Bauernbevölkerung. 1939 wurde die Leitung des „Kulturbunds“ von nationalsozialistischen Mitgliedern übernommen.
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Bild der Ortsgruppe Neusatz des Kulturbundes, Novi Sad 1922
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IdGL
Beschreibung
Bild der Ortsgruppe Neusatz des Kulturbundes, erschienen im Kulturbund-Kalender 1922 in Novi Sad
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
digitalisiert von der Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek
Zeit
ursprünglich erschienen 1922
Ort
Neusatz (heute Novi Sad)
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Straßenschilder in Novi Sad
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Daniela Simon
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotografiert von Daniela Simon
Zeit
2021
Ort
Novi Sad
Die Kriege und Konflikte des 20. Jahrhunderts hinterließen Spuren in der Architektur, in der Umwelt und in der Demografie der Stadt. Die unterschiedlichen Gedächtnisse der Stadtbevölkerung vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Erfahrungen stellen die offizielle Erinnerung in Novi Sad fortwährend vor eine Herausforderung. Die Stadt zeigt jedoch auch, wie selbstbewusst und gleichzeitig demütig an Frieden, Krieg und Verbrechen von regionaler, nationaler und globaler Tragweite erinnert werden kann.
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KulturKanonen. Aufschrift am Gebäude des Museums von Novi Sad
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Daniela Simon
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotografiert von Daniela Simon
Zeit
2021
Ort
Novi Sad
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Vom Vergessen-Machen ...
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Rechteinformation
links: IdGL rechts: Daniela Simon
Beschreibung
Vergleich des Franz-Joseph-Platzes vor 1918 und des Trg slobode (Freiheitsplatz) 2021
links: Franz-Joseph-Platz – Ferenc József tér – Trg Franca Jozefa (vor 1918) rechts: Trg slobode (Freiheitsplatz) (2021)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
vor 1918 / 2021
Ort
Novi Sad
Vom Vergessen-Machen...
Nach dem Anschluss an Serbien bzw. Jugoslawien 1918, entfernten die neuen politischen Eliten Zeugnisse der ungarischen und österreichischen Herrschaft in der Stadt. Die 1781 errichtete Dreifaltigkeitsstatue mit der deutschen Inschrift wurde 1939 zum Abriss bestimmt und 1947 abgetragen.
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... bis zu neuen Erinnerungen
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Rechteinformation
links: IdGL rechts: Daniela Simon
Beschreibung
Links: Ansichtskarte aus Novi Sad, 1919; rechts: Foto des Denkmals für Svetozar Miletić, ehemaliger Abgeordneter und Bürgermeister von Novi Sad, 2021
Svetozar Miletić war Abgeordneter und Bürgermeister von Novi Sad, als die Vojvodina zu Österreich-Ungarn gehörte. Er gilt als nationaler Vorkämpfer der serbischen Interessen in der Region. Das Denkmal ist ein Werk des berühmten kroatischen Bildhauers, Ivan Meštrović.
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Beteiligte Personen und Organisationen
Statue geschaffen von Ivan Meštrović
Zeit
1919 / 2021
Ort
Novi Sad
...zu neuen Erinnerungen.
Erinnert werden sollte seit 1918 an die historischen Wurzeln der serbischen Kultur und Politik in Novi Sad. 1939 wurde das Denkmal für Svetozar Miletić (1826-1901), den wichtigsten politischen Vertreter der serbischen Bevölkerung in der Habsburgermonarchie, errichtet.
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Banovina-Palast, Novi Sad 1941
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Fortepan / Csorba Dániel
Beschreibung
Der Banovina-Palast (Banovina) in der Horthy-Miklós-Allee (Boulevard Mihajla Pupina) in Novi Sad im Jahr 1941
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Fortepan / Csorba Dániel
Zeit
1941
Ort
Novi Sad
Weitere Informationen
Die begonnene Modernisierung und Urbanisierung von Novi Sad als eine serbische Stadt wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrochen. Der faschistische Terror begann im April 1941. Auf Seiten der Achsenmächte annektierte Ungarn die Batschka mit ihrem Zentrum Novi Sad. Auf dem Regierungsgebäude wurden ungarische Fahnen gehisst.
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Denkmal für die Opfer des Massakers vom Januar 1942
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Daniela Simon
Beschreibung
Denkmal zur Erinnerung an die Ermordung von mehr als 1.300 Personen durch ungarische Soldaten vom 21.-23. Januar 1942.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotografiert von Daniela Simon
Zeit
2021
Ort
Novi Sad
Nachdem sich antifaschistischer Widerstand formiert hatte, starben Tausende Menschen in sogenannten Vergeltungsaktionen der Besatzungsmächte. Dieses Denkmal am Donauufer erinnert an die Ermordung von mehr als 1.300 jüdischen und serbischen Kindern, Frauen und Männern durch ungarische Einheiten vom 21.-23. Januar 1942. Die Opfer wurden in die teils zugefrorene Donau geworfen.
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Eine traurige Mahnung
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IdGL
Beschreibung
Die Synagoge heute. Oben eingefügt ist eine Postkarte des Gebäudes aus dem Jahr 1933
Angaben zum Objekt
Teil von
Bildarchiv IdGL
Die vom ungarisch-jüdischen Architekten Lipót Baumhorn entworfene und 1909 fertiggestellte Synagoge war die insgesamt fünfte Synagoge in Novi Sad. Im Zweiten Weltkrieg fiel die etwa 4.000 Personen zählende jüdische Gemeinde fast gänzlich der nationalsozialistischen und ungarischen Gewaltherrschaft zum Opfer. Heute wird die Synagoge als Konzerthalle genutzt. Die hebräische Aufschrift über dem Eingangstor: „Ki beti, bet tefila ikara l'kol haamim“ („Denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker“) ist ein trauriges Zeugnis der einstigen jüdischen Kultur der Stadt.
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Die Bombardierung von Novi Sad, 1944
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Fortepan / National Archives
Beschreibung
Die Bombardierung der Stadt Novi Sad während des Zweiten Weltkriegs, 1944
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fortepan / National Archives
Zeit
1944
Ort
Novi Sad
Weitere Informationen
Die Befreiung Novi Sads gelang den einheimischen Partisanen und Partisaninnen im Oktober 1944. Auf die nationalsozialistische Gewaltherrschaft folgten ab 1944/45 Evakuierung, Flucht, Enteignung, Tod, Auswanderung und Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus Jugoslawien. Kein ruhmreiches Kapitel aus Novi Sads Stadtgeschichte ist die Errichtung eines Internierungslagers. In einem Erlebnisbericht schilderte der deutsche Bürgermeister von Neu-Futok und Treckführer Josef Klingler die Flucht aus der Batschka über Veszprém in Ungarn nach Altötting in Bayern.
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Von Futok nach Wesprim
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Bundesarchiv Berlin, Außenstelle Bayreuth
Beschreibung
Protokoll über eine Aussage von Josef Klingler, ehemaliger Bürgermeister in Neu-Futog, Kopie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
protokolliert von Edmund Schweissguth / Ersatzkommando Ungarn
Zeit
geschrieben am 28.08.1952
Ort
Neu-Oetting
Trotz der verheerenden Gewaltverbrechen mit vielen Todesopfern sind Erlebnisberichte über das friedliche Miteinander der Bevölkerungsgruppen in Novi Sad und Umgebung nicht selten. Nur der totale Krieg unterbrach das Zusammenleben in der Stadt.
„Das Verhältnis in meiner Heimatgemeinde zwischen den Deutschen und den Serben war denkbar herzlich…“
(Zitat: Erlebnisbericht von Jakob Pfister, 23.5.1957; Dokument: Lagerbeschreibung von Jakob Kiszter, 13.6.1946. Budesarchiv Bayreuth, Ost-Dok 2, Batschka, Bezirk Neusatz 406.)
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Lagerbeschreibung aus Neusatz
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Bundesarchiv Berlin
Beschreibung
Lagerbeschreibung von Jakob Kiszter aus Novi Sad, Ost-Dok 2, Batschka, Bezirk Neusatz 406
Angaben zum Objekt
Teil von
IdGL Nachlass Binder
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
geschrieben am 13.06.1946
Ort
Neusatz-Jugoslawien (heute Novi Sad)
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Rex Palata 1961
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IdGL
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IdGL
Beschreibung
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Regierungssitz in Novi Sad, 1931/2021/1967
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IdGL
Beschreibung
Regierungssitz von Novi Sad, abgebildet zu drei Zeitpunkten. Ansichtskarten von 1931 und 1967, Fotografie aus dem Jahr 2021
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotografie von Daniela Simon
Zeit
Ansichtskarten: 1931/1967 Fotografie: 2021
Ort
Novi Sad
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Provinz Vojvodina einen Autonomiestatus innerhalb des nun sozialistischen Serbiens. Ihre weiterhin sehr starke kulturelle Vielfalt stand im Einklang mit der multikulturellen Ordnung der jugoslawischen Föderation. Novi Sad wurde zur Hauptstadt der autonomen Provinz. Die Bilder zeigen den Regierungssitz 1940 und heute.
Ab den 1960er Jahren erlebte Novi Sad ein beschleunigtes wirtschaftliches wie demografisches Wachstum. Seine kulturelle Vielfalt wuchs erneut durch den Zuzug von Menschen aus anderen Teilen Jugoslawiens. Das 1972 gebaute moderne Kaufhaus (links unten) galt landesweit als eines der schönsten.
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Ansichtskarte mit Stadtbildern aus Novi Sad
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit vier Stadtbildern und "Pozdrav iz Novog Sada" (Grüße aus Novi Sad)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Novi Sad
Der Bauboom setzte sich in den 1980er Jahren fort. 1981 konnten drei architektonische Großprojekte verwirklicht werden. Die Stadt erhielt die Freiheitsbrücke, das Sport-, Veranstaltungs- und Geschäftsgebäude SPENS sowie das Nationaltheater.
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Das Bauboomjahr 1981
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte mit der Freiheitsbrücke und dem Nationaltheater aus Novi Sad 1981
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1981
Ort
Novi Sad
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Bischofspalast (erbaut 1901), Novi Sad 1971
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Fortepan / Album061
Beschreibung
Der Bischofspalast in Novi Sad im Jahr 1971
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fortepan / Fortepan/Album061
Zeit
1971
Ort
Novi Sad
Weitere Informationen
Im Gegensatz zu den sowjetisch dominierten Ländern hinter dem Eisernen Vorhang, zeichnete ein moderates Konsumverhalten die jugoslawische Gesellschaft aus. Für die wirtschaftlich erfolgreiche Vojvodina und die Stadt Novi Sad galt das mehr als für die meisten anderen Teile Jugoslawiens.
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Gruppe des Schriftstellerverbandes am Donauufer, Novi Sad 1965
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Fortepan / Hunyady József
Beschreibung
Donauufer mit der Marschall-Tito-Brücke im Hintergrund und einer Gruppe von Autoren im Vordergrund. Von links: Mihály Czine (Literaturhistoriker (?)), Tamás Dersi (Journalist), László Illés (Literaturhistoriker), Béla Juhász (Literaturhistoriker, Kritiker, Herausgeber), István Fenyő (Literaturhistoriker), János Fülöp (Schriftsteller, Drehbuchautor), Imre Baranyi (Literaturhistoriker, Herausgeber, Lehrer), István Polgár (Dichter, Übersetzer, Journalist). Das Foto wurde auf einer Reise des ungarischen Schriftstellerverbandes nach Jugoslawien aufgenommen. Wer die Frau auf dem Bild ist, wurde nicht vermerkt.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fortepan / Hunyady József
Zeit
1965
Ort
Novi Sad
Weitere Informationen
Zur Normalisierung der interethnischen Beziehungen gehörte das Erscheinen der ungarischen Zeitschrift „Új Symposion“ (Neues Symposion) 1964 und die Eröffnung des ungarischsprachigen Theaters 1974 in Novi Sad. Auf der Ebene der Kultur und Literatur entspann sich gerade in Novi Sad ein reger Austausch zwischen Ungarn und Jugoslawien.
Seit 1954 bestanden mehrere Fakultäten in Novi Sad. Mit der Gründung der Universität 1960 wurde Novi Sad eine Universitätsstadt. Heute zählt sie mit ihren vierzehn Fakultäten in Novi Sad und anderen vojvodinischen Städten ca. 50.000 Studierende.
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Rektoratsgebäude der Universität Novi Sad
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Jelena Cvejin Poznić
Beschreibung
Rektoratsgebäude der Universität Novi Sad mit serbischen Flaggen sowie der Flagge der Provinz Vojvodina und der Flagge der Universität
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Ansichtskarte mit der Franz-Joseph-Brücke, Novi Sad
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National Széchényi Library
Beschreibung
Eine Ansichtskarte mit der Eisenbahnbrücke (Franz-Joseph-Brücke) in Novi Sad
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Aufgeführt in der Onlinedatenbank der HUNGARICANA (Hungarian Cultural Heritage Portal)
Ort
Újvidék (heute Novi Sad)
Novi Sad ist nicht nur eine Stadt der kulturellen Brücken. Die zahlreichen Donaubrücken prägten seit der frühen Neuzeit die Stadtarchitektur. Zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert existierten über 100 Pontonbrücken. Für die Durchfahrt der Schiffe konnten diese immer wieder vorübergehend abgebaut werden. Abgebildet ist eine mobile Schiffsbrücke von 1788, die bis 1918 in Benutzung war.
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Ansichtskarte mit einer Schiffsbrücke, Novi Sad Anfang 20. Jhd.
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IdGL
Beschreibung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Anfang 20. Jhd.
Ort
Ujvidék (heute Novi Sad)
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Ansichtskarte mit der Franz-Joseph-Brücke, Novi Sad 1909
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National Széchényi Library
Beschreibung
Ansichtskarte mit der Eisenbahnbrücke (Franz-Joseph-Brücke) in Novi Sad aus dem Jahr 1909
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Aufgeführt in der Onlinedatenbank der HUNGARICANA (Hungarian Cultural Heritage Portal)
Zeit
1909
Ort
Újvidék (heute Novi Sad)
Weitere Informationen
Die Franz-Joseph-Eisenbahnbrücke verband ab 1883 die Großstädte Budapest, Novi Sad und Belgrad und war bis 1895 die einzige feste Donau-Brücke südlich von Budapest. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg gesprengt.
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Varadin-Brücke(n)
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IdGL
Beschreibung
Bild der Varadin-Brücke von W. Cvitković, erschienen in: Deutscher Volkskalender, Novi Sad 1934
Angaben zum Objekt
Teil von
Deutscher Volkskalender
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
W. Cvitković
Zeit
1934
Ort
Novi Sad
Die Most kraljevića Tomislava (Fürst-Tomislav-Brücke) wurde 1928 erbaut, jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört.
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Die Überreste der Fürst-Tomislav-Brücke, Novi Sad 1941
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Rechteinformation
Fortepan / Martin Djemil
Beschreibung
Die Überreste der Fürst-Tomislav-Brücke mit der Festung Petrovaradin im Hintergrund, Novi Sad 1941
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fortepan / Martin Djemil
Zeit
1941
Ort
Novi Sad
Weitere Informationen
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Die Marschall-Tito-Brücke, Novi Sad 1965
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Fortepan / Hunyady József
Beschreibung
Donauufer mit dem Befreiungsdampfer und der Marschall-Tito-Brücke im Hintergrund. Auf der rechten Seite: János Tóth (Journalist). Das Foto wurde auf einer Reise des Schriftstellerverbandes nach Jugoslawien aufgenommen. Zu der Frau auf dem Bild wurden keine Informationen vermerkt.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fortepan / Hunyady József
Zeit
1965
Ort
Novi Sad
Weitere Informationen
An der Stelle der 1944 zerstörten Fürst-Tomislav-Brücke wurde 1946 die Most Maršala Tita (Marschall-Tito-Brücke) errichtet. Sie war die erste Stahlbrücke im Europa der Nachkriegszeit.
Der extreme serbische Nationalismus ab Ende der 1980er Jahre bewirkte die Eindämmung der vojvodinischen Autonomie und den kriegerischen Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens. Um das verbrecherische und menschenfeindliche Regime von Slobodan Milošević zu stürzen und den Kosovo-Krieg zu beenden, bombardierte 1999 die NATO an 78 Tagen zahlreiche militärische und zivile Einrichtungen und die Infrastruktur in Serbien. Novi Sad erlitt große Schäden, darunter wurden drei seiner Donau-Brücken durch Bomben zerstört. Nachdem er die jugoslawischen Truppen aus dem Kosovo abgezogen hatte, wurde Milošević 2001 verhaftet und dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag überstellt.
Szenen aus dem Film von Monika Nolte und Norbert Krieg: Europa war so nah.
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Filmausschnitt von "Europa war so nah", Jugoslawien/Deutschland 1999/2000
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Rechteinformation
WDR
Beschreibung
Eine Sequenz aus dem Film "Europa war so nah", erschienen in Jugoslawien/Deutschland 1999/2000 - Das IdGL bedankt sich herzlich bei Monika Nolte und Robert Krieg für die Bereitstellung der Sequenz aus ihrem Film
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
45 min.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ein Film von Monika Nolte und Robert Krieg, eine WORLD TV Produktion in Zusammenarbeit mit dem WDR, mit Unterstützung des Filmbüro NW e.V.
Zeit
1999/2000
Ort
Jugoslawien/Deutschland
1999 wurde die Marschall-Tito-Brücke in den Luftangriffen der NATO zerstört. Seit dem Wiederaufbau 2000 trägt sie die Bezeichnung Varadin-Brücke. Ebenso fielen die Most Slobode (Freiheitsbrücke) von 1981 sowie die Most bratstva i jedinstva (Brücke der Brüderlichkeit und Einheit) von 1961 den Luftangriffen zum Opfer. Die Freiheitsbrücke wurde 2005 wiederaufgebaut. Der Wiederaufbau der Brücke der Brüderlichkeit und Einheit erfolgte 2018. Seitdem trägt sie die Bezeichnung Žeželj-Most (Žeželj-Brücke, benannt nach dem Architekten von 1961, Branko Žeželj).
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Zezelj Brücke
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Rechteinformation
IdGL
Beschreibung
Fotos der Varadinbrücke, der Freiheitsbrücke und der Žeželj-Brücke in Novi Sad aus dem Jahr 2021
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
fotografiert und zusammengestellt von Daniela Simon
Zeit
2021
Ort
Novi Sad
„Beim Aufstieg über die lange Rampe der Freiheitsbrücke las ich, was die Jugend von Novi Sad auf die Leitplanken einer zerbombten Brücke sprayt: Zu meiner Überraschung sah ich keine politischen Parolen, nichts gegen Amerikaner, NATO, EU, sondern nur das allgemein Übliche, wer wen liebt oder zumindest beim Hinschreiben noch geliebt hat und dass Partizan Belgrad hier offenbar beliebter ist als der große Rivale Roter Stern.“
(Horst Widmer: Most Slobode - Freiheitsbrücke. Unterwegs in Novi Sad.)
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Freiheitsbrücke in Novi Sad, 1999
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IdGL
Beschreibung
Ansichtskarte der zerstörten Freiheitsbrücke im Jahr 1999
Novi Sad, April 1999
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Zitat: Horst Widmer: Most Slobode - Freiheitsbrücke. Unterwegs in Novi Sad. In: Der Fluss. Eine Donau-Anthologie der anderen Art. Hg. v. Edit Király und Olivia Spiridon. Salzburg/ Wien 2018.
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T-Shirt-Druck
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Foto: Daniela Simon / Objekt: Bane Radošević
Beschreibung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Galerie Bane Radošević
Ort
Novi Sad
Die kulturelle Vielfalt Novi Sads ist nicht nur eine Diagnose seiner Vergangenheit. Die Stadt lehrt uns, wie diese – trotz der gesellschaftlichen Umbrüche und Krisen – wieder ausgeweitet und reproduziert werden konnte. Auf die Einbrüche in der Industrie und den Strukturwandel seit den 1990er Jahren reagierte Novi Sad mit einer lebendigen kulturellen Tätigkeit. Die Kreativwirtschaft und der Tourismus bestätigen gegenwärtig das Image der Stadt als Neoplanta – eine Stadt des Neubeginns. Die Betrachtung der Gegenwart und der Zukunftsvisionen der Stadt versprechen, dass die städtischen Selbstbilder über Diversität den entmischenden nationalistischen und homogenisierenden Ideologien und Politiken entgegenwirken können.
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Đorđe Balašević, Mural in Novi Sad, gez. Vladan
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Foto: Danica Trifunjagić
Novi Sad verabschiedete sich mit vielen Wandbildern vom Musiker Đorđe Balašević, der zeitlebens für Toleranz und die Vielfalt der Kulturen einstand und mit seinen unverwechselbaren Balladen gegen nationalistische Politiken wetterte. Sein 2021 durch COVID-19 verursachter früher Tod löste nicht nur in seiner Heimatstadt, sondern auch im ganzen ehemaligen Jugoslawien spontane Andachten zu Ehren des „pannonischen Seemanns“ aus. Seit dem gleichnamigen preisgekrönten Lied von 1979 (Panonski mornar) galt Balašević als eine kulturelle Integrationsfigur für das von der Donau durchquerte Südosteuropa.
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EXIT festival 2021, Dance Arena
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Exit promo
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Novi Sad
Jährlich lädt das EXIT Musikfestival Menschen aus aller Welt in die Festung Peterwardein ein. EXIT wurde 2000 von einer Studierendenbewegung im Zeichen des Endes der kriegerischen Konflikte im ehemaligen Jugoslawien und des Aufbruchs in die Demokratie und Freiheit nach dem Sturz des Milošević-Regimes gegründet.
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Besucher*innen des Exit-Festivals aus Osijek (Kroatien)
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Bild: Anamarija Pejić; Zitat: Miljenko Jergović
Beschreibung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bild: Anamarija Pejić Zitat: Miljenko Jergović/ EXIT festival (https://www.exitfest.org/publikacija)
Zeit
2021
"Kinder, die sich nicht an Jugoslawien erinnern, die während der Balkankriege in Zagreb, Ljubljana, Split, Osijek und Sarajevo geboren wurden, kauften EXIT-Tickets, packten Rucksäcke und Zelte und reisten in ein Land, von dem sie im Fernsehen und in der Schule das Schlimmste gehört hatten. Das scheint mir das Wichtigste zu sein, was EXIT in den zwanzig Jahren seines Bestehens erreicht hat. Und das Beste, was Serbien damals passiert ist. Zumindest im Kontext der nachbarschaftlichen und zwischennachbarschaftlichen Beziehungen. Alles andere, einschließlich des europäischen Ruhms und Rufs von Exit, ist weniger wichtig und groß. Es gibt nichts Größeres als das und kann es auch nicht geben." (Schriftsteller Miljenko Jergović)
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Künstlerkolonie
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Daniela Simon
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
fotografiert von Daniela Simon
Zeit
2021
Ort
Novi Sad
Vom Kriegs- zum Kunstschauplatz
Im 17. Jahrhundert noch die größte Festung Europas, ist heute der Stadtteil Peterwardein eine Festung der Kunst. Seit 1952 wirkt der größte informelle Kunstkreis der Welt mit über 80 Ateliers am Selbstbild von Novi Sad als eine offene und plurale Stadt mit.
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Einweihung Platz von Novi Sad in Dortmund
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Dortmund-Agentur / Roland Gorecki
Beschreibung
Weitere Partnerstädte sind Modena seit 1974, Changchun seit 1981, Norwich seit 1989, Ilioupoli seit 1994, Budva seit 1996, Timișoara seit 2005, Nischni Nowgorod seit 2006, Pécs seit 2009, Homel seit 2013 sowie Toluka seit 2015
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2017
Ort
Dortmund
Städtepartnerschaften dienen dem kulturellen und wirtschaftlichen Austausch von Städten. Bisher hat Novi Sad die angebotenen Brücken der Freundschaft aus allen Teilen der Welt bereitwillig angenommen. Dortmund ist seit 1982 eine Partnerstadt von Novi Sad. Das Foto zeigt die Einweihung des Platzes von Novi Sad in Dortmund 2017.
Als ich bei diesem Ausstellungsprojekt über Novi Sad angefangen habe, wusste ich so gut wie nichts über die Stadt. Heute habe ich das Gefühl: je mehr ich über sie erfahre, desto mehr wird mir bewusst, wie komplex sie ist. Ihre Geschichte, ihre Gesellschaft, die verschiedenen Ethnien, Sprachen und Religionen, zusammen an einem Ort - das sind alles Mosaikteile eines vielfältigen Stadtbildes. Was mich besonders fasziniert, ist, dass Novi Sad diese kulturelle Vielfältigkeit schon mehrere Hundert Jahre besitzt und bis heute nicht verloren hat. Es entstehen immer noch und immer wieder Brücken zwischen den Menschen und darüber hinaus. (Ramona Baur, Universität Tübingen)
Stimmen von der anderen Seite der Brücke, Studierende über Novi Sad
Stimmen von der anderen Seite der Brücke, Studierende über Novi Sad
Das Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
Das in der Universitätsstadt Tübingen angesiedelte Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde erforscht, dokumentiert und lehrt die südosteuropäische Geschichte und Kultur. Es ist insbesondere an den historischen Siedlungsgebieten der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen seit dem 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart interessiert. Regionen des ehemaligen Jugoslawiens sowie Ungarns und Rumäniens stehen im Mittelpunkt der Forschungsstätigkeit.
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Forschungstätigkeit des IdGL
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IdGL
Beschreibung
Publikationen des IdGL
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Zusammengestellt von Daniela Simon
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
PD Dr. Daniela Simon
Bildnachweise zu den Titelseiten:
Startseite: © IdGL (Ansichtskarte mit Ujvidék - Kossuth Lajos-utca (Neusatz - Kossuth Lajos-Gasse) von Novi Sad)
01: © IdGL (Kartenausschnitt der österreichisch-ungarischen Monarchie; Zone 24, Col. 22 (5864) Neusatz und Peterwardei, K.u.K.; Militärgeographisches Institut; Wien, 1884)
02: © IdGL (Stadtwappen von Novi Sad auf einer Postkarte)
03: © IdGL (Ansichtskarte mit "Gruss aus Neusatz" [Üdvözlet Ujvidékröl] aus Novi Sad nach Deutschland, 1938)
04: © IdGL (Ansichtskarte mit dem Boulevard der Königin Maria aus Novi Sad nach Sekić, 1940)
05: © Daniela Simon (Donau-Straßenschild in Novi Sad, 2021)
06: © IdGL (Ansichtskarte mit dem Rex Palata aus Novi Sad nach Deutschland, 1961)
07: © National Széchényi Library (Ansichtskarte mit der Franz-Joseph-Brücke, Novi Sad 1914)
08: © Daniela Simon (Werbung für das Kulturhauptstadtjahr in Novi Sad, 2021)
Alle anderen Bildnachweise wurden im Infobereich zu den einzelnen Objekten angegeben.
Konzeption / Bildauswahl, Texte und Gestaltung:
PD Dr. Daniela Simon, Forschungsbereich Ordnungswandel und kulturelle Vielfalt, IdGL
Projektassistenz:
Ramona Baur B.A., SHK IdGL
Zu den anderen Ausstellungen der Reihe "Bridges Beyond Lights":
Bridges Beyond Lights 2. Europäische Kulturhauptstädte: Timișoara, eine Stadt - viele Literaturen
Bridges Beyond Lights 3. Europäische Kulturhauptstädte: Veszprém-Balaton
Unser besonderer Dank gilt:
Dem Team der Deutschen Digitalen Bibliothek und insbesondere dem Team von DDBstudio
Impressum
Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
Mohlstrasse 18
72074 Tübingen
Prof. Dr. Reinhard Johler
07071/9992-500
07071/9992-501
poststelle [at] idgl.bwl.de
Als Anbieter von DDBstudio verantwortlich im Sinne des Medienstaatsvertrags:
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Die kuratierende Einrichtung bestimmt über Thema und Inhalt der Einstellung. Die DDB nimmt nur im Ausnahmefällen Einfluss darauf, s. Nutzungsbedingungen.