Carl Gebhardt
Weltbürger, Frankfurter Patriot, Gründer des Schopenhauer-Archivs
Eine virtuelle Ausstellung von
Es gibt viele Gründe, weshalb der am 25. Juli 1934 verstorbene Carl Gebhardt dem kulturellen Gedächtnis entfallen ist. Als Privatgelehrter fiel er durch die üblichen Raster der akademischen Würdigung. Als Philosoph, Gründer der weltweit ersten internationalen Spinoza-Gesellschaft und Retter von Spinozas Sterbehaus in Den Haag waren sein Werk und Wissen nach 1933 nicht mehr gefragt. Als Volksbildner und Reformpädagoge, der einen aufklärerischen Bildungsbegriff vertrat, wurde seine Arbeit durch den Nationalsozialismus gleichgeschaltet und zerstört. Als Archivar und Gründer des Frankfurter Schopenhauer-Archivs wurden viele Objekte, durch die er den Sammlungsbestand über Jahrzehnte vermehrt hatte, beim Luftangriff auf die Frankfurter Altstadt am 22. März 1944 vernichtet. Als mit einer Jüdin verheirateter Stadtbürger, Demokrat und Republikaner wurde seine Familie nach seinem Tod verfolgt, deportiert und ins Exil getrieben.
Das Archivzentrum der Universitätsbibliothek Frankfurt und die Schopenhauer-Gesellschaft nehmen die Gründung des Frankfurter Schopenhauer-Archivs im Oktober 1921 zum Anlass, um an das facettenreiche Leben Carl Gebhardts zu erinnern und seine Spuren zu sichern.
DIE AUSSTELLUNG
II. Studium: Intermezzo an der Universität Heidelberg
III. Zurück in Frankfurt: Kunstkritiker und "Tagesschriftsteller" bei der Frankfurter Zeitung
IV. Erster Weltkrieg: Volksbildung und Kriegsbeschädigtenfürsorge
V. Die Weimarer Republik: Leiter des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung
VII. Gründung des Frankfurter Schopenhauer-Archivs 1921
VIII. Archivar des Schopenhauer-Archivs und Herausgeber
IX. Spinoza-Forscher: Übersetzer, Herausgeber, Philosophiehistoriker
I. Eine Frankfurter Familie
Informationen über die verwendeten Medien
Obermainbrücke mit Blick auf die Stadtbibliothek um 1900
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Angaben zum Objekt
Typ
Foto
Teil von
Privatsammlung
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1900
Ort
Frankfurt am Main
Carl Gebhardt wurde am 8. April 1881 in Frankfurt geboren. Seine Eltern kamen von außerhalb, ebenso seine Ehefrau Lilly. Da er selbst keine Geschwister und Verwandten hatte, fühlte er sich der Familie seiner Frau, die teilweise ebenfalls in Frankfurt lebte, stark verbunden. Gebhardt starb am 25. Juli 1934.
Obermainbrücke mit Blick auf die Frankfurter Stadtbibliothek um 1900.
Ein "bewußter Staatsbürger und aufrechter Demokrat von Alt-Frankfurter Prägung“ sei er gewesen, sagten seine Freunde.
Dem eigenen Verständnis nach war Carl Gebhardt vor allem Philosoph und Spinoza-Forscher.
Darüber hinaus war er Vieles mehr: Kunstkritiker, "Tagesschriftsteller" für die Frankfurter Zeitung, Entdecker und Sammler, Übersetzer und Philologe, Redner und Dozent, Volksbildner und Reformpädagoge, Aufsichtsratsvorsitzender, Geschäftsführer - und Gründer des Schopenhauer-Archivs der Frankfurter Stadtbibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Porträt Carl Gebhardts
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
Oko, Adolph S.: In memoriam Carl Gebhardt. Aus Philosophia, 1. 1936
Identifikator
Signatur K 9/515
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf unbekannt
Zeit
um 1930
Geboren in der Alten Gasse 69 ist Carl Gebhardt ein Frankfurter Altstädter. Seine Eltern hingegen kamen beide aus dem Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha nach Frankfurt. Der Vater Johann David Gebhardt war von Beruf Schuhmachermeister.
Bei seinem Tod gab Gebhardts Sohn Hans Bernt als Berufsbezeichnung des Vaters "Volksbildungsleiter, Doktor der Philosophie" an.
Informationen über die verwendeten Medien
Geburts- und Sterbeurkunde
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Hessisches Landesarchiv
Angaben zum Objekt
Typ
Urkunde
Teil von
Hessisches Landesarchiv
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1881; 1934
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Zur Zeit von Carl Gebhardts Geburt war die Alte Gasse in Frankfurt geprägt durch ein handwerklich-kleinbürgerliches Milieu.
Nach seiner Heirat lebte Gebhardt von 1910 bis 1932 unweit des Ostparks im Röderbergweg 170. Das Ostend war damals ein beliebtes Wohnviertel, mit einer vielfältigen, auch jüdischen Bevölkerung.
Die Wohnung der Gebhardts galt als gastfrei: ausländische Wissenschaftler quartierten sich dort wochenlang zu Studienzwecken ein, zu den Besuchern gehörten u.a. Else Lasker-Schüler und Martin Buber.
Informationen über die verwendeten Medien
Alte Gasse 69 und Röderbergweg
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
Institut für Stadtgeschichte
Identifikator
Signatur: S7 A 1998/7828
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1928
Ort
Frankfurt am Main
Blick vom Ostpark auf den Röderbergweg (ca. 1928),
Röderbergweg 170 (2021)
Informationen über die verwendeten Medien
Städtisches Gymnasium in der Junghofstraße
Ansicht von der Junghofstraße
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Institut für Stadtgeschichte
Angaben zum Objekt
Typ
Xylographie
Teil von
Institut für Stadtgeschichte
Identifikator
ISG, Magistratsakte S 1740-1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
C. Adelmann (Fotograf*in)
Zeit
1875
Ort
Frankfurt am Main
Von 1893 an besuchte Carl Gebhardt vier Jahre lang das Städtische Gymnasium in der Junghofstraße und danach zwei Jahre lang das daraus hervorgegangene Lessing-Gymnasium.
Bei seinem Abitur Ostern 1899 gab er als Berufswunsch ein Studium der "Philosophie und Indologie" an.
Informationen über die verwendeten Medien
Foto von Carl Gebhardt als Gymnasiast
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Angaben zum Objekt
Teil von
Privatsammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf unbekannt
1909 heiratete Carl Gebhardt die aus Nürnberg stammende Lilly Hellmann (1885-1983). Obwohl nach dem Ersten Weltkrieg aus der israelitischen Kultusgemeinde ausgetreten, wurde sie in der NS-Zeit als Jüdin verfolgt und 1943 vom Frankfurter Ostend in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert.
Lilly Gebhardt-Hellmann überlebte das Konzentrationslager und wohnte bis kurz vor ihrem Tod wieder in Frankfurt.
Informationen über die verwendeten Medien
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
Privatsammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf unbekannt
Lilly und Carl um 1910 vor der Kulisse des Frankfurter Doms.
Informationen über die verwendeten Medien
Das Lieder der Lieder
Übertragen mit Einführung und Kommentar von Carl Gebhardt
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: k 9/ 507
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Salomo [Verfasser] Carl Gebhardt [Übers. u. Hrsg.]
Zeit
1931
Weitere Informationen
Die Übertragung des Canticum canticorum (Hohelied Salomons) aus dem Hebräischen ist eine Liebesgabe Gebhardts an seine Frau Lilly zur Feier ihrer 25-jährigen Verlobung. Das Buch erschien im jüdischen Philo Verlag.
Das Exemplar trägt Gebhardts handschriftliche Widmung. Die Kronberger Malerin Ottilie W. Roederstein und ihre Lebensgefährtin, die Chirurgin Elisabeth Winterhalter, gehörten zum Freundeskreis der Familie.
Gebhardts Familie wurde in der NS-Zeit verfolgt.
Sein Schwager, der Kaufmann Julius Hellmann, starb 1938 im KZ Buchenwald, wohin ihn die Frankfurter Gestapo nach einer Denunziation überstellt hatte.
Seine Schwägerin, die promovierte Philosophin Hanna Hellmann, wurde ebenfalls denunziert und 1942 von der psychiatrischen Klinik Sayn bei Koblenz ins Vernichtungslager deportiert.
Sein Sohn Hans Bernt wurde 1938 vom Frankfurter Städel, wo er Bildhauerei studierte, vertrieben. Er überlebte im französischen Exil und wohnte ab 1957 wieder als Bildhauer in Frankfurt.
Informationen über die verwendeten Medien
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
Privatsammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf unbekannt
Informationen über die verwendeten Medien
Nachruf Carl Gebhardts von Rudolf Geck
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsartikel
Teil von
Franfurter Zeitung vom 31. Juli 1934
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Rudolf Geck [Verfasser]
Zeit
1934
Ort
Frankfurt am Main
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Nachruf
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsannonce
Teil von
Frankfurter Zeitung
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1934
Ort
Frankfurt am Main
Carl Gebhardts Totenmaske nahm sein damals 19-jähriger Sohn Hans Bernt ab. Er hatte gerade sein Studium der Bildhauerei am Städelschen Kunstinstitut in der Klasse bei Richard Scheibe begonnen. 1938 ins Exil getrieben, setzte er sein Studium in Paris an der École des Beaux Arts fort.
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Totenmaske
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Rechteinformation
Privatbesitz/ Hans Bernt Gebhardt [Urheber], Gudrun Jäger [Fotografin]
Angaben zum Objekt
Teil von
Privatsammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hans Bernt Gebhardt [Urheber] Gudrun Jäger [Fotografin]
Zeit
1934
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Grabstätte von Carl Gebhardt Hauptfriedhof - Familiengrab
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Rechteinformation
Privatbesitz/ Gudrun Jäger [Fotografin]
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Gudrun Jäger [Fotografin]
Zeit
2021
Ort
Frankfurt am Main
II. Studium: Intermezzo an der Universität Heidelberg
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Ansicht Universität Heidelberg
Aus der Sammlung von
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Weitere Informationen
Nach der Reifeprüfung studierte Carl Gebhardt in Heidelberg, der nächstgelegenen Universitätsstadt. Dort immatrikulierten sich auch viele seiner ehemaligen Mitschüler. Die Studienjahre waren die einzige Zeit, die er außerhalb Frankfurts verbrachte.
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Studien- und Sittenzeugniss der Großherzoglich Badischen Universität Heidelberg
Titelseite
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsarchiv Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Zeugnis
Teil von
Universitätsarchiv Heidelberg
Sprache
Deutsch
Identifikator
UAH, Stud. A, Gebhard, Carl, 1900
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1903
Ort
Heidelberg
Informationen über die verwendeten Medien
Studien- und Sittenzeugniss der Großherzoglich Badischen Universität Heidelberg
Seite 2
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsarchiv Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Zeugnis
Teil von
Universitätsarchiv Heidelberg
Sprache
Deutsch
Identifikator
UAH, Stud. A, Gebhard, Carl, 1900
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1903
Ort
Heidelberg
Informationen über die verwendeten Medien
Foto Carl Gebhardt als Student
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Rechteinformation
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Typ
Foto
Teil von
Privatsammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf unbekannt
Informationen über die verwendeten Medien
Spinozas Abhandlung über die Verbesserung des Verstandes
eine entwicklungsgeschichtliche Untersuchung
Aus der Sammlung von
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Typ
Inaugural-Dissertation
Abmessung/Umfang
IV, 44 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Z 5365::1-8
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Winter [Verlag]
Zeit
1905
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Promotionsurkunde
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsarchiv Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Urkunde
Teil von
Universitätsarchiv Heidelberg
Sprache
Latein
Identifikator
Signatur: UAH K-I-58/36
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1905
Ort
Heidelberg
Gebhardts Hochschullehrer, der Kunsthistoriker Henry Thode (1857-1920), war von 1889 bis 1892 Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt. Von 1893 bis 1911 lehrte er als ordentlicher Professor an der Universität Heidelberg.
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Typ
Fotografie
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jacob Hilsdorf [Fotograf]
Zeit
1906
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Die Anfänge der Tafelmalerei in Nürnberg
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 03/LK 55890 G293
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Heitz [Verlag]
Zeit
1908
Ort
Straßburg
Weitere Informationen
Es waren die Vorlesungen des Neukantianers Kuno Fischer (1824-1907), die Carl Gebhardt an die lebenslange wissenschaftliche Beschäftigung mit Leben und Werk Spinozas heranführten.
Firscher wurde 1854 an der Heidelberger Universität im Zuge des "Heidelberger Pantheismusstreits" wegen seiner Vorlesungen über Spinoza die venia legendi - die Lehrerlaubnis - entzogen. 18 Jahre später (1872) erhielt er von der gleichen Universität den Ruf auf einen Lehrstuhl für Philosophie.
Informationen über die verwendeten Medien
Angaben zum Objekt
Typ
Gemälde
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Caspar Ritter [Maler]
Zeit
1898
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Geschichte der neuern Philosophie
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
2. Descartes' Schule ; Geschichte der neuern Philosophie
Abmessung/Umfang
XVI, 635 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: S 21/4132 Bd 2
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Kuno Fischer [Verfasser] Winter [Verlag]
Zeit
1909
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
III. Zurück in Frankfurt: Kunstkritiker und "Tagesschriftsteller" bei der Frankfurter Zeitung
Informationen über die verwendeten Medien
Städelsches Kunstinstitut um 1900
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Typ
Foto
Teil von
Privatsammlung
Sprache
Deutsch
Als Kunstkritiker beschäftigte sich Gebhardt vor allem mit dem Frankfurter Kunstgeschehen, das er in renommierten Zeitschriften (Der Cicerone, Der Kunstwart, Die Kunst für alle) über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte. Er kuratierte Ausstellungen im Frankfurter Kunstverein, schrieb über zeitgenössische Kunst und Künstler und kommentierte die Ankaufpolitik Moderner Kunst unter Georg Swarzenski. Zugleich recherchierte er im Städelschen Kunstinstitut (s. Abbildung) und in den städtischen Sammlungen und Archiven zu kunsthistorischen und kunstwissenschaftlichen Themen.
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Das Paradiesgärtlein
Aus der Sammlung von
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Typ
Gemälde
Teil von
Digitale Sammlung des Städel Museums
Abmessung/Umfang
Malfläche: 25,6 x 32,8 cm Bildträger: 26,3 x 33,4 x 0,6 cm
Material/Technik
Mischtechnik auf Eichenholz
Identifikator
Inventarnummer: HM 54
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Oberrheinischer Meister
Zeit
ca. 1410/20
Weitere Informationen
In seinem Aufsatz Der Meister des Paradiesgartens (1905 im Repertorium für Kunstwissenschaft erschienen) verortete Gebhardt die Herkunft des berühmten spätgotischen Gemäldes aus der Sammlung des Historischen Museums erstmals am Oberrhein - eine Zuschreibung, die bis heute als gültig angesehen wird.
Informationen über die verwendeten Medien
Grünewald-Schule in Frankfurt
Aus der Sammlung von
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Typ
Artikel
Teil von
Monatshefte für Kunstwissenschaft, Band 5 (1912), Seite 431-432
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ffm Kq 6/857
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt (Verfasser)
Zeit
1912
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Die klassische Malerei Frankreichs im 18. Jahrhundert
Ein Überblick über die Entwicklung der modernen französischen Malerei in ausgewählten Werken der führenden Meister
Aus der Sammlung von
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Identifikator
Signatur: K 11/861
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1912
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Unter dem Titel Die klassische Malerei Frankreichs des 19. Jahrhunderts initiierte und kuratierte Gebhardt 1912 eine bedeutende Ausstellung für den Frankfurter Kunstverein, bei der außerordentliche Werke der französischen Impressionisten gezeigt wurden. Der Katalog enthält ein Werkverzeichnis, Gebhardts Rede und die Namen der Kuratoriumsmitglieder, zu denen Ottilie W. Roederstein und andere Vertreter der Kronberger Malerkolonie sowie der Direktor des Städelchen Kunstinstituts Georg Swarzenski gehörten. Zum Volltext
Informationen über die verwendeten Medien
Französische Kunst im Frankfurter Kunstverein
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsbibliothek Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Artikel
Teil von
Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur / Heft 3, 1912
Abmessung/Umfang
5 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-130910
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1912
Ort
München
Weitere Informationen
Mit seiner Frankfurter Ausstellung wollte Gebhardt den französischen Impressionisten beim skeptischen heimischen Publikum zum Durchbruch verhelfen. In der Zeitschrift Die Kunst für alle schreibt er dazu: "Der Kampf, der im vergangenen Jahre um die Bedeutung der französischen Malerei für die deutsche Kunst der Gegenwart geführt werden musste, zeigte, wie sehr noch in weiten Kreisen die Anschauungen über Wesen und Wert der modernen französischen Kunst ungeklärt waren". Zum Volltext
Informationen über die verwendeten Medien
Die Neuerwerbungen französischer Malerei im Städelschen Kunstinstitut
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsbibliothek Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Artikel
Teil von
Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers - 4.1912
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1912
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
"Mit glücklichem Griffe hat sich Direktor Swarzenski gleich einer Reihe bedeutender Werke versichert" - so Gebhardts Kommentar zur seinerzeit durchaus umstrittenen Ankaufpolitik des neuen Leiters des Städelschen Kunstinstituts und der Städtischen Galerie. Zum Volltext
Informationen über die verwendeten Medien
Peter Burnitz
Zur Ausstellung im Frankfurter Kunstverein
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsbibliothek Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Zeitschrift
Teil von
Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers
Abmessung/Umfang
3. Seiten
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhard (Autor)
Zeit
1912
Weitere Informationen
Gebhardt förderte nicht nur die "ausländische" Kunst, sondern mit Peter Burnitz auch die lokale. Zum Volltext
Informationen über die verwendeten Medien
Monticelli
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsbibliothek Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Artikel
Teil von
Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers, 2. Heft, 1913
Abmessung/Umfang
4. Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-263741
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Klinkhardt & Biermann [Verlag]
Zeit
1913
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
Eine Ausstellung in der Frankfurter Kunsthandlung Schneider nutzte Gebhardt in der Kunstzeitschrift Der Cicerone zu einem Aufsatz über Adolphe Monticelli, einen Vorläufer der Impressionisten. Zum Volltext
Informationen über die verwendeten Medien
Fritz Böhle
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsbibliothek Heidelberg
Angaben zum Objekt
Typ
Artikel
Teil von
Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur Heft 1/2, Oktober 1918
Abmessung/Umfang
20 Seiten
Sprache
Deusch
Identifikator
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-137480
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1918
Ort
München
Weitere Informationen
"Fritz Boehle" lautet der Titel des Aufsatzes in Die Kunst für alle. Gebhardt würdigt den Frankfurter Maler, ein Schüler Heinrich Hasselhorsts, als einen Repräsentanten der lokalen "bodenständigen Kunst". Zum Volltext
Informationen über die verwendeten Medien
Titelei Frankfurter Zeitung, 1906
Aus der Sammlung von
Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Gebhardt schrieb lebenslang als sogenannter "Tagesschriftsteller" für die Frankfurter Zeitung. Seine Themen waren sehr vielfältig; neben dem aktuellen lokalen und überregionalen Kunstgeschehen in Galerien und Museen veröffentlichte er auch philosophische und weltanschauliche Artikel und thematisierte volksbildende Themen.
Informationen über die verwendeten Medien
Philosopie und Politik
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsartikel
Thema
III. Zurück nach Frankfurt
Teil von
Frankfurter Zeitung und Handelsblatt
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Zsf 1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1911
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
In dem am 31.12.1911 in der Frankfurter Zeitung erschienenen Artikel vertrat Gebhardt die Auffassung, dass die Philosophen von je her zwar nicht die "erfolgreichsten", aber die "einsichtsvollsten" Politiker gewesen seien, und dass Philosophie stärker "den Anspruch [erheben müsse], der Politik Normen und Werte zu geben".
Informationen über die verwendeten Medien
Barock
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Zeitungsartikel
Thema
III. Zurück in Frankfurt
Teil von
Frankfurter Zeitung und Handelsblatt
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Zsf 1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1914
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Deutsches Barock
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Zeitungsartikel
Thema
III. Zurück nach Frankfurt
Teil von
Frankfurter Zeitung und Handelsblatt
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Zsf 1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1914
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Besprechung einer Ausstellung im Darmstädter Residenzschloss am 30.5.1914 in der Frankfurter Zeitung.
IV. Erster Weltkrieg: Volksbildung und Kriegsbeschädigtenfürsorge
Informationen über die verwendeten Medien
Zum Lazarett umfunktioniertes Hippodrom (1915)
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Teil von
Privatsammlung
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 1915
Ort
Frankfurt am Main
Gebhardt war schon vor dem Ersten Weltkrieg als Vortragender für den Frankfurter Ausschuß für Volksvorlesungen tätig. Als dieser nach 1914 sogenannte Kriegs-Volksvorlesungen abhielt und Unterricht für die verwundeten Soldaten in den Lazaretten organisierte, engagierte sich auch Gebhardt für die Kriegsversehrten. Das Foto zeigt das Sachsenhäuser Hippodrom, das 1915 in ein Lazarett umfunktioniert wurde.
Gebhardt galt als exzellenter Redner, der "im Dienst des Volkes unzählige Einzelvorträge und Vortragsreihen" (R. Geck, 1934) hielt.
So vielfältig wie die Themen, über die er sprach, waren die Organisationen, in deren Dienst er sich stellte. Der Frankfurter Bund tätiger Altstadtfreunde gehörte ebenso dazu wie die Schopenhauer-Gesellschaft und das Freie Deutsche Hochstift.
Das Plakat kündigt einen Vortrag für das Frauenseminar für soziale Berufsarbeit an (gegr. 1914, heute FB Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurter University of Applied Sciences).
Informationen über die verwendeten Medien
Einführung in soziale und ethische Fragen für die gebildete weibliche Jugend und sozial-interessierte Frauen
Aus der Sammlung von
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Typ
Plakat
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Dr. Phil. Elis. Schmitt [Referent] , Dr. Georg Hüntzel, Universitätsprof. [Referent] , Dr. Phil Hanna Hellmann [Referent] , Dr. Heinz Marr [Referent] , Dr. Phil. Carl Gebhardt [Referent] , Dr. Hans Maier, Assesor. [Referent] , Gebrüder Frey [Drucker] , Frauenseminar
Zeit
Winter 1917/18
Ort
Frankfurt am Main
1915 rief Gebhardt die Frankfurter Lazarett-Zeitung ins Leben, die er für den Ausschuß für Volksvorlesungen ehrenamtlich herausgab. Das Blatt bot den „Kriegsbeschädigten im weitesten Sinne“ praktische Lebenshilfe aller Art, Rechtsinformationen, Fortbildungshinweise etc., aber auch einen „Briefkasten“, an den sich Einzelne mit ihren Fragen, Sorgen oder Nöten wenden konnten. Die erste Nummer erschien am 10. Mai 1915.
Informationen über die verwendeten Medien
Frankfurter Lazarett-Zeitung
Mitteilunge über Unterrichtswesen, Berufsberatung und Stellenvermittlung im Auftrage des Orstausßchußes für die Kriegsgeschädigten für Frankfurt am Main
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitung
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ausschuß für Volksvorleßungen [Hrsg.]
Zeit
1915
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Gemeinnützige Blätter für Hessen und Nassau
Zeitschrift für soziale Heimatkunde ; Mitteilungen des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung ; Organ der Provinzial- und Bezirksvereine zur Förderung des Arbeiterwohnungswesens und zur Bekämpfung der Schwindsuchtgefahr
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitschrift
Thema
IV. 1914-1919: Volksbildner und Stadtbürger in Kriegszeiten
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1916
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Merkbüchlein fürs Lazarett
Merkbüchlein fürs Lazarett / herausgegeben von der Zentralstelle der Lazarett-Beratung des Roten Kreuzes, Frankfurt a.M. Herausgeber: Dr. Carl Gebhardt
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ffm K 10/1063
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt (Verfasser) Verlag der Deutschen Lazarett-Zeitung, Zentralstelle der Lazarett-Beratung des Roten Kreuzes (Herausgeber)
Zeit
1918
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Aufruf für informelle Diskussionsrunde d. Ausschusses für Volksvorlesungen
Aus der Sammlung von
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Teil von
Magistratsakte
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1916
Ort
Frankfurt am Main
Gebhardt war mit der politisch engagierten Frankfurter Bürgergesellschaft bestens vernetzt. Die Einladung zu informellen Gesprächsrunden über zeitgemäße Fragen (28.2.1916) unterzeichneten illustre Persönlichkeiten: die Frauenrechtlerin Anna Edinger gehörte ebenso dazu wie prominente Mitglieder aus Kultur, Wirtschaft und Politik.
In seinem Aufsatz "Die sozialen Aufgaben der Frankfurter Bühnen", veröffentlicht im nebenstehenden Jahrbuch, befürwortet Gebhardt die "Interessengemeinschaft von Theater und Volksbildung". Schon 1894 hatte die Stadt Frankfurt als Vorreiter in Deutschland Volksvorstellungen eingerichtet und damit "zum erstenmal weiteren Kreisen der Minderbemittelten überhaupt das Theater erschlossen".
Gebhardt spricht sich für verbilligte Eintrittskarten für bestimmte Gruppen aus, lehnt aber separate "Sondervorstellungen" nur für das Volk ebenso ab wie "minderwertige Unterhaltungsliteratur unter der Flagge der Volksbildung". Stattdessen müsse das Theater - schon um den "Sensationen" des Kinos zu trotzen - wieder "Gemeingut des Volkes werden", ein Ziel, das nicht zuletzt durch die Aufführung bewährter Klassiker, aber auch zeitgenössicher Dramen erreicht werden könne.
Informationen über die verwendeten Medien
Die sozialen Aufgaben der Frankfurter Bühnen
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Artikel
Teil von
Deutsche Bühne: Jahrbuch der Frankfurter Städtischen Bühnen Spielzeit 1917/1918
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Mus 260/580
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Georg J. Plotke [Herausgeber] Literarische Anstalt Rütten und Loening [Verlag]
Zeit
1919
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Zur Frankfurter Theaterfrage
Vortrag von Carl Gebhardt: Die Frankfurter Theaterfrage. Umfrage der "Kleinen Presse": Die Theaterverhältnisse in Deutschland
Aus der Sammlung von
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Typ
Vortrag
Teil von
Kleinen Presse
Abmessung/Umfang
16 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ffm 2/311
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Referent]
Zeit
1916
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Satzungsänderung
Aus der Sammlung von
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Typ
Satzung
Thema
IV. 1914-1919: Volksbildner und Stadtbürger in Kriegszeiten
Teil von
Frankfurter Zeitung
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Frankfurter Bund für Volksbildung
Zeit
1919
Ort
Frankfurt am Main
V. Die Weimarer Republik: Leiter des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung
Informationen über die verwendeten Medien
Gebäude des Kaufmännischen Vereins, erbaut 1910 und ab 1919 Volksbildungsheim
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Typ
Foto
Teil von
Privatsammlung
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Frankfurt am Main
Davon überzeugt, Bildung schaffe "Volkseinheit" und sei für eine Demokratisierung Deutschlands unerlässlich, schlug Gebhardt in der Weimarer Republik den Weg des Verbandsfunktionärs ein. Als Geschäftsführer des Rhein-Mainischen Verbands für Volksbildung gründete er u.a. das "Frankfurter Künstlertheater für Rhein-Main" (das spätere Theater am Turm), das am 20. Oktober 1920 im hier abgebildeten Volksbildungsheim eröffnet wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Gemeinnützige Blätter für Hessen und Nassau
Zeitschrift für soziale Heimatkunde ; Mitteilungen des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung ; Organ der Provinzial- und Bezirksvereine zur Förderung des Arbeiterwohnungswesens und zur Bekämpfung der Schwindsuchtgefahr
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Typ
Zeitschrift
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1916
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Gebhardt wurde 1916 in der Nachfolge von Hugo Sinzheimer in den Vorstand des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung berufen. 1920 konzipierte er den Verband neu und vergrößerte als Geschäftsführer dessen Einflussgebiet, das sich über Hessen-Nassau und die besetzten Rheinprovinzen erstreckte.
Informationen über die verwendeten Medien
Einladung zur Mitgliederversammlung
Aus der Sammlung von
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Thema
VII. Leiter des Rhein-Mainischer Verband für Volksbildung und Künstlertheaters
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Rhein-Mainischer Verband für Volksbildung
Zeit
1917
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Richtlinien des Rhein-Mainischen Verbands für Volksbildung
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Typ
Zeitschrift
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Akten d. Magistrats, S 2725, IV,
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1920
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Richtlinien des Rhein-Mainischen Verbands für Volksbildung
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitschrift
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Akten d. Magistrats, S 2725, IV,
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1920
Ort
Frankfurt am Main
Mit seinem Freund Franz Mockrauer, langjähriger Schriftführer der Schopenhauer-Gesellschaft und Gründer des Reichsverbands der Deutschen Volkshochschulen (1927), teilte Gebhardt zwei Arbeitsgebiete: die Volksbildung und Schopenhauer. Beide Themen - ein Artikel über eine Volksbildungstagung für die Frankfurter Zeitung und die Planung der großen Frankfurter Schopenhauer-Tagung des Jahres 1929 - werden in dem Brief verhandelt.
Informationen über die verwendeten Medien
Briefkopf des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung
Aus der Sammlung von
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Typ
Mappe
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: UBA Ffm, B1, 39
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Franz Mockrauer [Empfänger]
Zeit
1928
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Die Stunde des Landes
Eine volksbildnerische Neuerung des Südwestdeutschen Rundfunks
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitung
Teil von
Südwestdeutsche Rundfunk-Zeitung: Rhein-Mainisches Organ für Bild und Rundfunk für die Sender Frankfurt am Main, Kassel, Trier, Freiburg, Kaiserslautern
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 2° C 37.370
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1928
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Evangelische Kirche und Volksbildung
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
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Teil von
Privatsammlung
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Verlag des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung [Verlag]
Zeit
1928
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Foto: Rhein Mainisches Künstlertheater
Aus der Sammlung von
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Typ
Foto
Teil von
Kai Gniffke, Volksbildung in Frankfurt am Main 1890-1990, Frankfurt 1990, S. 31
Identifikator
Signatur: 84.361.99
Weitere Informationen
Gebhardt gründete 1920 das "Frankfurter Künstlertheater für Rhein Main" (später: Rhein Mainisches Künstlertheater) als Abteilung des Rhein-Mainischen Verbands für Volksbildung. Ab ca. 1924 war er Aufsichtsratsvorsitzender des als GmbH geführten Wandertheaters, das Städte und Gemeinden im Verbandsgebiet mit bis zu 200 Vorstellungen im Jahr mit künstlerisch wertvollen Darbietungen versorgte.
Informationen über die verwendeten Medien
Zehn Jahre Frankfurter Künstlertheater für Rhein und Main - Rückblick und Ausblick
Aus der Sammlung von
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Abmessung/Umfang
12 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ffm 2/324 Signatur: Ffm 2/325
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
um 1930
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Der demokratische Gedanke
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Teil von
Philosophische Zeitfragen
Abmessung/Umfang
60 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: K 9/496
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Meiner [Verlag]
Zeit
1920
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
In seiner 1920 im Meiner Verlag erschienenen Abhandlung legte sich Gebhardt zu Beginn der Weimarer Republik philosophisch Rechenschaft über die politische Zukunft Deutschlands ab. Unter Bezug auf Fichte und den deutschen Idealismus misstraute er der "Vollendung der Demokratie im Parlamentarismus", setzte auf organische Einheit des Volks durch Bildung und das "Primat der Idee des Führertums".
Hans Zint, Vorstand der Schopenhauer-Gesellschaft, beschreibt treffend und detailliert den volksbildnerischen Idealismus seines Freundes.
„Den stärksten Antrieb aber empfing seine volksbildnerische Arbeit durch den für Deutschland unglücklichen Ausgang des Krieges: für den sehr bewußten Staatsbürger und aufrechten Demokraten von Alt-Frankfurter Prägung wurde ein politisches, das nationale Motiv entscheidend. „Wir müssen alles daransetzen, damit wir nicht gleichzeitig von innen heraus zerstört werden, so wie wir von außen her vernichtet werden sollen“ – schrieb er noch vor dem Versailler Vertrag an einen holländischen Freund. Von diesem Leitgedanken aus wurde er im Jahre 1920 der Neubegründer und Leiter des (schon seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts bestehenden, aber engeren Zielen dienenden) Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung und Begründer seiner Wanderbühne, des „Frankfurter Künstler-Theaters für Rhein und Main“, die beide seither bis zur Gegenwart in ihm ihren geistigen Führer sahen. Nicht die Großstadt, sondern die kleinen Städte und das flache Land, zumal die durch Besetzung und Abtrennung kulturell bedrohten Grenzgebiete des Rheinlandes und der Pfalz, waren das Arbeitsfeld des Verbandes, sein Ziel nicht bloße Wissensvermittlung, sondern Gemeinschaftsbildung, […] So beschränkte sich der Verband nicht auf die Veranstaltung von Vorlesungen und Kursen, sondern örtliche Arbeitsgemeinschaften unter tätigster Mitwirkung aller Volkskreise wurden geschaffen, Volksbüchereien, Heimatmuseen, bodenständige Kunstdarbietungen angeregt und gefördert; und das Theater wurde als Wanderbühne mit ihren jährlich 200 -300 sorgfältig vorbereiteten Vorstellungen wertvoller alter und neuer Werke künstlerisch vorbildlich für alle späteren Bühnen dieser Art. Die kleinen Orte des Westens erfuhren so eine ununterbrochene reiche Belebung und Erwärmung. Das Kino und der Rundfunk wurden in diese Volksbildungsarbeit – immer unter dem Voranschreiten Gebhardts — einbezogen; er richtete beim Südwestdeutschen Rundfunk als erster die regelmäßige „Stunde des Landes“ ein, die später der Deutschlandsender übernahm. Besonders ließ Gebhardt sich die Grenzlandarbeit, die Pflege deutscher Kultur in den besetzten Gebieten und darüber hinaus in Eupen-Malmédy, Luxemburg und vor allem im Saargebiet angelegen sein: er gründete das Saarbrücker Heimatmuseum, leitete eine großzügige Büchereiarbeit in diesem kulturell und politisch schwer bedrohten Gebiet ein und hat — unter persönlichem Einsatz und auf bisweilen abenteuerlichen und gefährlichen Wegen — die zeitweise äußerst schwierigen politischen Grenzziehungen überbrückt. Wenn einmal die Geschichte der deutschen Kulturarbeit in den westliehen Grenzlanden während der fünfzehn Nachkriegsjahre geschrieben werden sollte, würde der Name Carl Gebhardts darin einen hervorragenden Platz einnehmen müssen. Seine letzte Reise im November 1933 – von dem schon schwer Leidenden und der körperlichen Eigenbewegung fast ganz Beraubten in Begleitung seiner langjährigen treuen Helferin Luise Osteroth im Flugzeug in 2000 Metern Höhe zurückgelegt — galt diesem Grenzland; und noch 1934, auf dem Sterbebette, gab er einer Wanderschau des Rhein-Mainischen Verbandes mit „Albrecht Dürers Werk“ ihr Programm und ihre warmblütige und tapfere Begleitschrift.“
Aus: Hans Zint, Unsere Toten [Nachruf], 22. Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft (1935), S. 402f.
VI. Gebhardt und Schopenhauer
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Unbekanntes Jugendbildnis Arthur Schopenhauers
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Typ
Gemälde
Identifikator
Signatur: Na 50, Spez 34
Schon als Student hörte Gebhardt bei Kuno Fischer Vorlesungen zu Schopenhauer. Als Kunsthistoriker und Sammler förderte er die Schopenhauer-Sammlung der Frankfurter Stadtbibliothek und verfolgte schon früh den Plan, sie zu einem wissenschaftlichen und musealen Zentrum auszubauen.
Dass sich das berühmte Jugendporträt Schopenhauers des Malers Ludwig Sigismund Ruhl heute im Frankfurter Schopenhauer-Archiv befindet, ist Carl Gebhardt zu verdanken. Er sicherte der Stadt Frankfurt, die es 1926 erwarb, schon im Vorfeld ein Vorkaufsrecht.
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Aufruf zur Gründung der Schopenhauer-Gesellschaft
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Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: B 1,3
Arthur von Gwinner, der Sohn von Schopenhauers Nachlassverwalter und erstem Biographen, Wilhelm von Gwinner, hat stets die Schopenhauer-Gesellschaft und die Frankfurter Stadtbibliothek als Mäzen mit Geld und Schopenhaueriana großzügig unterstützt. Bis 1922 war er Schatzmeister der Schopenhauer-Gesellschaft.
F. C. Ebrard, seit 1894 Bibliothekar und schließlich Direktor der Frankfurter Stadtbibliothek, hat die Schopenhauer-Sammlung stets gefördert.
Beide unterstützten Gebhardt bei seinen Bestrebungen zur Gründung des Schopenhauer-Archivs.
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Arthur von Gwinner und Clemens Ebrard
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Typ
Fotografie
Mit Schopenhauer beschäftigte sich Gebhardt vor allem auch als Sammler und Publizist. 1911 veröffentlichte er einen aufwändig im DIN A2-Format gestalteten Essay, der als Monatsbeilage der Frankfurter Zeitung erschien. Er stellt darin eine neu aufgefundene Daguerreotypie mit der Abbildung Schopenhauers vor. Die Kupferplatte fand sich bei dem Frankfurter Fotografen Böttcher, der sie später der Stadtbibliothek überließ.
Der Fund bildete den Auftakt für die von Gebhardt zwei Jahre später kuratierte Ausstellung von Schopenhauer-Bildern in der Frankfurter Stadtbibliothek.
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Schopenhauer-Bilder
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsartikel
Teil von
Beilage der Frankfurter Zeitung (Kleine Presse) vom September 1911
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1911
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Das Albumblatt für Goethe
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsartikel
Teil von
Beilage der Frankfurter Zeitung (Kleine Presse) vom September 1911
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1911
Ort
Frankfurt am Main
Die Rückseite von Gebhardts Beilage zur Frankfurter Zeitung schmückte großformatig das Albumblatt, das Schopenhauer im Auftrag der Stadt Frankfurt aus Anlass von Goethes hundertstem Geburtstag 1849 verfasst hatte. Es handelte sich dabei um eine Erstveröffentlichung der Handschrift, die sich bis heute im Besitz des Freien Deutschen Hochstifts befindet.
Das Albumblatt wurde 1929 während der Generalsversammlung der Schopenhauer-Gesellschaft in Frankfurt in einer von Gebhardt kuratierten Ausstellung im Vestibül der Stadtbibliothek erstmals ausgestellt.
Informationen über die verwendeten Medien
Schopenhauer-Bilder
Katalog der Ausstellung in der Frankfurter Stadtbibliothek, Mai 1913
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Abmessung/Umfang
19 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ffm K 7/233
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1913
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Für die Tagung der Schopenhauer-Gesellschaft in Frankfurt im Mai 1913 kuratierte Gebhardt eine Ausstellung mit 44 Schopenhauer-Bildern, darunter vier Exponate (Nr. 15-16-20-37) aus seinem eigenen Bestand. Zum Volltext
Informationen über die verwendeten Medien
Schopenhauer-Bilder
Grundlagen einer Ikonographie / von Carl Gebhardt
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Abmessung/Umfang
60 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 44/19058
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Baer [Verlag]
Zeit
1913
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Die Schopenhauer-Porträts aus Gebhardts privater Sammlung - wir wissen von einer Daguerreotypie, zwei Kreide- und Kohlezeichnungen des Malers Jules Lunteschütz, einer Radierung von Angilbert Göbel und einer Federzeichnung von Hermann Junker (1933 dem Archiv geschenkt) - gelten alle als verschollen bzw. sind im Krieg verbrannt.
Nur von einem der bekannten Exponate gibt es eine Abbildung. 1938, vier Jahre nach Gebhardts Tod, brachte Arthur Hübscher ein Foto der Daguerreotypie in seiner Neuausgabe von Schopenhauers Sämtlichen Werken, Band 1 - offensichtlich mit Erlaubnis von Gebhardts Witwe. Hübscher, Gebhardts Nachfolger als Archivar der Schopenhauer-Gesellschaft, wies seinen Amtsvorgänger allerdings nicht namentlich als Besitzer aus.
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Daguerretypie Arthur Schopenhauers
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Teil von
Sämtliche Werke / Arthur Schopenhauer. Nach der 1., von Julius Frauenstädt besorgten Gesamtausg. neu bearb. und hrsg. von Arthur Hübscher; Teil: 2 : Die Welt als Wille und Vorstellung ; 1
Carl Gebhardt verkehrte mit Wilhelm von Gwinner (1825-1917), dem Freund und Nachlassverwalter Schopenhauers, stets auf freundschaftlichem Fuße. Dieser lebendigen Quelle verdankte er viele authentische Hinweise, die ihn bei der Suche nach Schopenhaueriana, Bildern und Briefen, unterstützten.
Von den 44 Exponaten der Ausstellung (1913) stammten ein Dutzend aus der Frankfurter Stadtbibliothek. Dort hatte Schopenhauer durch sein testamentarisches Vermächtnis von sieben Daguerreotypien den Grundstock für die Sammlung gelegt. Die meisten anderen Ausstellungsstücke kamen als Leihgaben aus Frankfurter Privatbesitz, darunter auch die vier Schopenhaueriana von Gebhardt selbst.
1933 schenkte Gebhardt dem Schopenhauer-Archiv eine Zeichnung Schopenhauers, gefertigt von dem Frankfurter Maler Hermann Junker (1838-1899), aus seinem persönlichen Bestand. Die Zeichnung ging im Krieg verloren.
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Frankfurter Angelegenheiten
Tagung der Schopenhauer-Gesellschaft
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsartikel
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1913
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Wilhelm von Gwinner zum neunzigsten Geburtstag
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsartikel
Teil von
Frankfurter Zeitung und Handelsblatt
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Zsf 1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1915
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
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Wilhelm von Gwinner
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Schopenhauer-Gesellschaft
Angaben zum Objekt
Typ
Artikel
Teil von
Achtes Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft: Als Festschrift zur Jubiläumsfeier des Erscheinens der Welt als Wille und Vorstellung, 1819, ausgegeben im Juni 1919.
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1919
Ort
Kiel
Das Schopenhauer-Archiv: über Jahre geplant
„Daraus [aus der Ausstellung von Schopenhauer-Bildern 1913 in Frankfurt] erwuchs mir damals der Plan, alles, was jetzt nur für kurze Zeit in der Frankfurter Stadtbibliothek zusammengebracht war, für die Dauer dort zu vereinigen, damit so eine Stätte geschaffen würde, die zugleich der Erinnerung an Schopenhauer in lebendiger Anschaulichkeit diene, die aber darüber hinaus auch der Schopenhauer-Forschung als ein umfassendes Archiv zur Verfügung stünde. Der Plan des Jahres 1913 ist im Jahre 1929 im wesentlichen verwirklicht.“
Das Schopenhauer-Archiv. Festschrift zur 13. Tagung der Schopenhauergesellschaft, 1929, S. 4
„Aus der Arbeit am Schopenhauer-Briefwechsel [seit 1911], die eine Zusammentragung allen Materials zum Leben Schopenhauers in den authentischen Urkunden bedingte, ist mir der Plan zum Schopenhauer-Archiv erwachsen, wie er durch die Verlegung des Sitzes der Schopenhauer-Gesellschaft nach Frankfurt und durch die Bereitwilligkeit der Frankfurter Stadtbibliothek, eine Forschungsstelle für Leben und Lehre Schopenhauers Raum zu geben, im Herbst 1921 Gestalt gewann.“
Der Briefwechsel Arthur Schopenhauers, hg. von C. Gebhardt, Erster Band (1799-1849), 1929, XI (Band XIV Deussen-Ausgabe)
VII. Gründung des Frankfurter Schopenhauer-Archivs 1921
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Schopenhauer Archiv um 1929
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Teil von
Carl Gebhardt, Das Schopenhaue- Archiv, 1929
Das Frankfurter Schopenhauer-Archiv wurde am 16. Oktober 1921 anlässlich der IX. Generalversammlung der Schopenhauer-Gesellschaft eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Doch zunächst war nur von einem Schopenhauer-Zimmer die Rede. Erst als nach Ausbau der Stadtbibliothek ein größerer Raum zur Verfügung stand, sprach man vom "Schopenhauer-Archiv".
Paul Deussens Tod im Juli 1919 hatte diese Entwicklung ermöglicht. Der Sitz der Schopenhauer-Gesellschaft wurde nach Frankfurt verlegt und die beiden Sammlungen, die der Stadtbibliothek und die der Schopenhauer-Gesellschaft, die sich zunächst noch in Kiel befand, wurden vereinigt.
Informationen über die verwendeten Medien
Schopenhauers Testament
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Teil von
veröffentlicht in: Schopenhauer, Arthur : Arthur Schopenhauers sämtliche Werke - München : Piper - Bd. 16 : Der Briefwechsel Arthur Schopenhauers ; 3, Nr. 55
Abmessung/Umfang
4 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
urn:nbn:de:hebis:30:2-406392
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1852
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Den Grundstock für das spätere Schopenhauer-Archiv hatte Schopenhauer selbst gelegt. Im Passus VII seines Testaments heißt es: „Der Frankfurter Stadtbibliothek vermache ich die mit F.S.B. hinten bezeichneten Daguerrotypien.“ Dieser Verfügung von sieben Abbildungen fühlte sich Gebhardt durch die lückenlose Sammlung aller weiteren zu Lebzeiten des Philosophen entstandenen Bilder stets besonders verpflichtet.
Die Pläne nehmen Gestalt an
Über meine Pläne hinsichtlich des Schopenhauerarchivs gibt Ihnen unser beifolgender Bericht an Herrn von Gwinner Aufschluss. Ob wir Schopenhauermöbel für das Zimmer erwerben können, wie ich seinerzeit vorschlug, scheint mir sehr fraglich. Umsomehr möchte ich meinen anderen Gedanken verwirklicht sehen, wenigstens in seinem Bücherbestande das Studierzimmer Schopenhauer’s wieder aufzubauen und die Literatur über Schopenhauer zur Vollständigkeit zu bringen. Hier wäre ich Ihnen nun dankbar, wenn Sie veranlassen könnten, dass das von Deussen verwaltete Schopenhauerarchiv möglichst bald an die Frankfurter Stadtbibliothek geschickt würde, weil ich so keinen Überblick darüber gewinnen kann, was der aus den Beständen der Stadtbibliothek und des bisherigen Schopenhauerarchivs zu bildenden Schopenhauerbibliothek noch fehlt.
Auszug aus einem Brief vom 2. Dezember 1919 von Carl Gebhardt an den Schriftführer der Schopenhauer-Gesellschaft, Franz Mockrauer. [Typoskript]
Informationen über die verwendeten Medien
Das Archiv
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Schopenhauer-Gesellschaft
Angaben zum Objekt
Typ
Bericht
Teil von
Zehntes Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft: Für das Jahr 1921
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1921
Ort
Heidelberg
Holpriger Beginn: die Eröffnung des Archivs wird schließlich verschoben
Inzwischen habe ich das Schopenhauerarchiv [aus Kiel] ausgepackt, geordnet und die vollkommen fehlende Katalogisierung in die Wege geleitet. Das Schopenhauer-Zimmer bis Ende Mai ist, wie ich mich selber überzeugen musste, baulich vollkommen unmöglich, da der alte Lesesaal, für den das zukünftige Schopenhauer-Zimmer als Garderobenraum dient, bei den ungünstigen Heizverhältnissen bis zum Ende der Heizperiode benutzt werden muss. Wenn die Schopenhauer-Tagung in Frankfurt a/M. stattfindet, werde ich aber dafür sorgen, dass die Schätze des Archivs einstweilen in einer hübschen Ausstellung (etwa im Goethe-Museum) den Tagungsteilnehmern zugänglich gemacht werden können. […] Ob wir die Tagung der Gesellschaft nun hier stattfinden lassen können, wird einigermassen davon abhängen, ob die Besetzung [Frankfurts durch französische Truppen] aufgehoben wird oder nicht. Wahrscheinlich würden bei weiterer Dauer der Besetzung sehr viele Leute sich durch die mehr eingebildeten als wirklichen Schwierigkeiten abhalten lassen, nach Frankfurt zu kommen. Ob Aussicht auf Aufhebung der Besetzung besteht, werden Sie in Berlin wahrscheinlich eher und zuverlässiger wissen, als wir hier in Frankfurt.
Auszug aus einem Brief vom 12. April 1920 von Carl Gebhardt an den Schatzmeister der Schopenhauer-Gesellschaft, Arthur von Gwinner. [Typoskript]
Schwierige Suche nach Schopenhauer-Reliquien
Die Suche nach den Möbeln Schopenhauers hat bisher noch wenig Resultate gezeigt. Ich habe feststellen können, dass die Haushälterin Schnepp von hier nach Heidelberg gezogen ist, dann aber wieder ihren Wohnsitz nach Frankfurt verlegt hat, offenbar ihren Haushalt auflöste und nach Amerika auswanderte. Sie hat aber gewusst, dass das Mobiliar, das sie von Schopenhauer hatte, einen Pietätswert besass. Mir liegt ein Schreiben von ihr vor, in dem sie Schopenhauer's Lehnstuhl und ein Tisch'chen einem Darmstädter zum Verkauf anbot. Leider hat der Betreffende die Sachen damals nicht erworben. Das Einzige, was sich bisher hat ausfindig machen lassen, ist Schopenhauers Tischglocke, die aus dem Besitz von Wiesecke an einen Darmstädter Schopenhauer Freund kam. Diese Tischglocke ist dem Schopenhauer-Archiv angeboten worden und ich meine unbedingt, dass wir sie erwerben sollen; sie besetzt an und für sich einen gewissen Altertumswert. Sie stammt aus der Zeit Friedrich Wilhem III. und den Griff bildet eine kleine Bronzestatue des Königs. Wir haben, nachdem wir den Rat des Direktors der städtischen historischen Sammlungen eingeholt, der Besitzerin der Reliquie Mk. 300,- geboten. Sie wollte aber Mk. 1000,- und wir können jetzt um Mk. 600,- handelseinig werden.
Dürfen wir diese Summe aus der Stiftung, die Sie dem Schopenhauer-Archiv gemacht haben und die ja, da die Einrichtung des Zimmers von der Stadt bestritten werden muss, dafür nicht gebraucht wird, nehmen?
Auszug aus einem Brief vom 12. April 1920 von Carl Gebhardt an den Schatzmeister der Schopenhauer-Gesellschaft, Arthur von Gwinner. [Typoskript]
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Schopenhauers Tischglocke
Aus der Sammlung von
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Informationen über die verwendeten Medien
Das Schopenhauer-Archiv
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Schopenhauer-Gesellschaft
Angaben zum Objekt
Typ
Bericht
Teil von
Elftes Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft: Für das Jahr 1922
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1922
Ort
Heidelberg
Informationen über die verwendeten Medien
Vertrag zwischen der Stadt Frankfurt am Main und dem Schopenhauer-Archiv von 1923
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Vertrag
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1923
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Vertrag zwischen der Stadt Frankfurt am Main und dem Schopenhauer-Archiv von 1925
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Vertrag
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1925
Ort
Frankfurt am Main
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Aus dem Schopenhauer-Archiv: Schopenhauers Sofa / Porträts / Hundebild Ridingers
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
Das Schopenhauer-Archiv : Festschrift zur 13. Tagung der Schopenhauer-Gesellschaft / hrsg. von Carl Gebhardt
Identifikator
Signatur: Schop 1232
Informationen über die verwendeten Medien
Aus dem Schopenhauer-Archiv: Schopenhauers Schrank / Der Teppich Adelens / Porträtbüste von Elisabeth Ney
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
Das Schopenhauer-Archiv : Festschrift zur 13. Tagung der Schopenhauer-Gesellschaft / hrsg. von Carl Gebhardt
Identifikator
Signatur: Schop 1232
VIII. Archivar des Schopenhauer-Archivs und Herausgeber
Informationen über die verwendeten Medien
Foto Haus Schöne Aussicht 16 im Altstadtmodell der Treuner-Brüder, Südseite in Frankfurt am Main
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Rechteinformation
Mylius
Weitere Informationen
Der jüdische Eigentümer der Schönen Aussicht 16, Moritz Sachs-Fuld, stellte Gebhardt für seine Tätigkeit als Archivar Arbeitsräume zur Verfügung. Sie lagen mittig, im 1. Stock mit Balkon, links oberhalb von Schopenhauers Sterbezimmer.
Nach Plünderung des Gebäudes während des Novemberpogroms 1938 sah sich Sachs-Fuld gezwungen, es an die Stadt zu verkaufen. Zusammen mit großen Teilen des inzwischen von der Stadtbibliothek dorthin verlagerten Schopenhauer-Archivs wurde das Gebäude während der Luftangriffe auf die Frankfurter Altstadt am 22. März 1944 bis auf das Erdgeschoss zerstört.
Informationen über die verwendeten Medien
Ausschnitt aus dem Archivbericht des Schopenhauer-Jahrbuches von 1925
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Rechteinformation
Schopenhauer-Gesellschaft
Angaben zum Objekt
Typ
Bericht
Teil von
Zwölftes Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft: Für die Jahre 1923-1925
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Ort
Heidelberg
Informationen über die verwendeten Medien
Ein unbekanntes Jugendbildnis Schopenhauers?
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitungsausschnitt
Thema
III. Zurück nach Frankfurt
Teil von
Frankfurter Zeitung, Stadtblatt, 1924
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: S 18/54
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1924
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Zum Bild der Johanna Schopenhauer (Nachtrag)
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Schopenhauer-Gesellschaft
Angaben zum Objekt
Typ
Bericht
Teil von
Fünfzehntes Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft: Für das Jahr 1928
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1928
Ort
Heidelberg
Informationen über die verwendeten Medien
Schopenhauer-Bildnisse
eine Ikonographie
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Buch
Abmessung/Umfang
159 S. : zahlr. Ill.
Sprache
Deutsch
Identifikator
80.684.57
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Arthur Hübscher [Verfasser] Kramer [Verlag]
Zeit
1968
Ort
Frankfurt am Main
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Informationen über die verwendeten Medien
Das Schopenhauer-Archiv
Festschrift zur 13. Tagung der Schopenhauer-Gesellschaft
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Abmessung/Umfang
79 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Schop 1232
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Herausgeber] Winter [Verlag]
Zeit
1929
Ort
Heidelberg
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Programm der 13. Tagung der Schopenhauer-Gesellschaft
Aus der Sammlung von
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Typ
Mappe
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: UBA Ffm, B1, 39
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Das Sofa, auf dem Schopenhauer starb
Aus der Sammlung von
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Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Sq 18/20
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1929
Ort
Frankfurt am Main
Im Vorfeld der Tagung, die vom 24. bis 26. Mai 1929 stattfand, informierte Gebhardt die Leserschaft der Frankfurter Zeitung über die jahrelange detektivische Arbeit, die zum Aufspüren und zur Identifizierung von Schopenhauers Sterbesofa sowie anderer Möbel aus dem Haushalt des Philosophen geführt hatte.
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Brief Carl Gebhardts an Franz Mochrauer
Aus der Sammlung von
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Typ
Mappe
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: UBA Ffm, B1, 39
Die Versteigerung der Sammlung Grisebach am 29. April 1930 in Berlin
BERICHT DES ARCHIVARS DER SCHOPENHAUER-GESELLSCHAFT VOM MAI 1929 BIS SEPTEMBER 1931.
Das wichtigste Ereignis für das Schopenhauer-Archiv, das seit der letzten Tagung der Schopenhauer-Gesellschaft in Frankfurt a. M. Pfingsten 1929 vorgefallen ist, war die Versteigerung der Schopenhauer-Sammlung Eduard Grisebachs, weil in ihr 72 Bücher aus Schopenhauers Besitz angeboten wurden, die Grisebach zum größeren Teil wohl von der mit der Verwertung der Bibliothek Schopenhauers beauftragten Firma Joseph Baer & Co. gekauft hatte. Das Porträt Schopenhauers aus dem Besitze Lindners, das dritte der von Lunteschütz gemalten Schopenhauer-Porträts, habe ich schon vor einigen Jahren aus dem Nachlaß Grisebachs erworben, während die Bücher, die im Besitze eines Landrates a. D. von Brüning auf Rügen waren, jeder wissenschaftlichen Forschung entzogen und ängstlich zurückgehalten worden sind. Ich habe über den Verlauf der Auktion Grisebach sogleich nach der Versteigerung dem Vorstand ausführlich berichtet. Einen Auszug aus diesem Bericht mit dem Ergebnis lasse ich hier zunächst folgen.
Ich fuhr Dienstag, den 29. April nach Berlin und habe mich sofort nach meiner Ankunft mit Herrn Breslauer in Verbindung gesetzt, um die Situation zu sondieren. Es stellte sich alsbald heraus, daß mein Plan, die Sammlung nach Einzelausgebot en bloc zu erwerben, unausführbar war, denn Herr Breslauer schätzte jetzt den Wert der 72 Bücher aus Schopenhauers Besitz auf insgesamt 35 000 RM. Das stand mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln in einem solchen Mißverhältnis, daß sich wohl nichts anderes tun ließ, als die Versteigerung abzuwarten.
Ich habe es nun für meine nächste Aufgabe gehalten, die 72 Bücher genau kennen zu lernen, um mir auf Grund dessen ein Urteil über ihren wissenschaftlichen und materiellen Wert zu bilden. Dies habe ich in den Mittagspausen sowie morgens vor und abends nach der Auktion der Sammlung Grisebach, die schon am Dienstag begonnen hatte, sehr gut tun können. Ich habe dabei den Eindruck gewonnen, daß die Sammlung Grisebach, ohne daß ich natürlich ihre Bedeutung in Abrede stellen will, durch den Katalog reichlich aufgeblustert worden ist.
Schopenhauer war ein Leser, der sich, wenn er ein Buch durchlas, mit dem Autor auseinandersetzte, und diese Auseinandersetzung macht seine Bücher für uns so interessant und für die Wissenschaft wertvoll. Diese Auseinandersetzung selbst erfolgt in dreifacher Form: 1. Schopenhauer unterstreicht in seinen Büchern Sätze, macht Striche am Rand, denen er manchmal Ausrufungszeichen und Fragezeichen hinzufügt. Ich will diese Art der Auseinandersetzung Lesespuren nennen. 2. Schopenhauer ist vielfach bei der Lektüre gereizt und setzt seinen Zorn in allerlei Invektiven um (Esel, liber stultissimus, asinus, Kapuzinade u. dgl.). Nennen wir diese Art der Auseinandersetzung Invektive. 3. Schopenhauer setzt sich mit dem Autor in mehr oder weniger eingehenden Randbemerkungen auseinander, die zum Teil den Charakter kleiner Abhandlungen annehmen können. Sprechen wir hier von Randbemerkungen.
Nach dieser Klasseneinteilung gehören die meisten Bücher der Sammlung Grisebach unter die Klasse 1 und die Klasse 2, nur die wenigsten in die Klasse 3. Es versteht sich, daß der wissenschaftliche Wert vorwiegend der 3. Klasse zukommt.
Die Summe, die wir für die Sammlung Grisebach zusammenbringen konnten, betrug 6100 RM. Ich stand nun vor der Wahl, entweder eine größere Zahl von Büchern aus der Klasse 1 und 2 oder eine geringere Zahl von Büchern aus der Klasse 3 zu erwerben. Es war nun meine Meinung, die auch auf telegraphische Anfrage Dir. Oehler bestätigte, daß ich nach Möglichkeit Bücher aus der Klasse 3 erwürbe, auch wenn es sich nur um wenig Hauptstücke handeln könnte.
Um dazu noch etwas Grundsätzliches zu sagen, soll meines Erachtens das Schopenhauer-Archiv, schon in Anbetracht der Beschränktheit seiner Mittel, nicht Reliquien kaufen, sondern Schopenhauer-Manuskripte, wozu eben auch seine Bücher gehören, die für die wissenschaftliche Forschung dauernd wertvoll bleiben werden. Wenn ich ein Buch, das Schopenhauer in seiner Bibliothek gehabt hat, in einem anderen, nicht von ihm besessenen Exemplar im Archiv habe und trage darin nach seinem Handexemplar seine Unterstreichungen, Striche und Ausrufungszeichen genau ein, so ist dies Buch für die Wissenschaft genauso benutzbar wie sein Handexemplar, und ich brauche nicht den Mehrwert zu bezahlen, der eben nur dem Reliquiencharakter des Buchs zukommt.
Bei der Auktion gelang es mir, folgende fünf Bände zu erwerben:
- Huarte, Examen de ingeniös para las sciencias, mit ausführlichen Bemerkungen Schopenhauers über den Autor und seine Werke und einem schönen Profilkopf auf dem Einbanddeckel.
- Zwei Abhandlungen von Lassaux mit eigenhändiger Widmung an Schopenhauer -und ein paar guten und ausführlichen Invektiven.
- Schopenhauers Exemplar der Werke Popes in drei Bänden, mit ziemlich viel Anmerkungen und einem schönen Profilkopf.
- Schopenhauers Schleiermacher mit einigen Randbemerkungen.
- Ein altes Buch über die Weisheit der Inder von Starkius, mit einer zwei Seiten langen Abhandlung Schopenhauers über Kalila und Dimna.
Ich habe im ganzen für diese Bücher 1598,50 RM. ausgegeben.
In diesem Jahre wurde für das Schopenhauer-Archiv aus den von der Stadt Frankfurt zur Verfügung gestellten etatmäßigen Mitteln nur ein Schopenhauer-Brief (der im letzten Jahrbuch auf S. 358 bei Gelegenheit der Feier des siebzigsten Todestages Schopenhauers veröffentlicht wurde) erworben, da er biographisch von einem besonderen Interesse ist. Im übrigen wurde vor allem aus der Schopenhauer-Literatur zur Ergänzung der wissenschaftlichen Bibliothek gekauft.
Eine Reihe von Stiftungen wurden dem Schopenhauer-Archiv gemacht, unter anderen von C. V. E. Carly eine schwedische Übersetzung einer Auswahl aus Schopenhauers Werken in vier Bänden, sowie von Dr. Kurt Böninger ein mit vielen Exzerpten aus Schopenhauer bereichertes und seine Philosophie vertretendes Werk „Grundlagen und Bekenntnisse einer Weltanschauung“. In der letzten Zeit ist es mir gelungen, das Bett, in dem Schopenhauer schlief, ausfindig zu machen, und es wird wohl durch Stiftung dem Schopenhauer-Archiv überwiesen werden, wenn auch zunächst von einer Aufstellung abzusehen sein wird.
Leider wird uns in diesem Jahre die etatmäßige Subvention der Stadt Frankfurt für das Schopenhauer-Archiv nicht mehr zur Verfügung stehen, und es ist zu befürchten, daß wir zunächst solche wertvollen Erwerbungen, wie sie zwischen den Jahren 1924 und 1930 möglich waren, nicht mehr werden machen können. Gerade das aber muß uns Veranlassung geben, uns auf die eigentlichen Aufgaben des Schopenhauer-Archivs als eines Zentralinstituts der Schopenhauer-Forschung zu besinnen, und uns nun in erster Linie solchen Aufgaben zuzuwenden, die in wissenschaftlichem Interesse getan werden müssen und die ohne den Aufwand erheblicher Mittel auch getan werden können.
Im großen sehe ich drei wesentliche Aufgaben des Schopenhauer-Archivs:
- Das Schopenhauer-Archiv muß in Ausführung des letzten Willens Schopenhauers alle Bilder sammeln, wenn möglich im Original, die Schopenhauer darstellen. Diese Aufgabe hat das Schopenhauer-Archiv im wesentlichen gelöst, wenn man von zwei Bildern absieht, die dem Archiv wohl auch noch zufallen werden, und wenn man vom Gwinnerschen Besitz absieht.
- Das Schopenhauer-Archiv muß ein vollständiges Schopenhauer-Epistolarium anlegen. Es besitzt vom Schopenhauer-Briefwechsel im Original ein sehr wichtiges Stück: den Briefwechsel mit Becker. Daneben eine Reihe anderer Briefe Schopenhauers und einen beträchtlichen Teil der an Schopenhauer gerichteten Briefe. Es muß sich nun angelegen sein lassen von allen Briefen Schopenhauers photographische Reproduktionen anfertigen zu lassen, so daß man den authentischen Wortlaut jedes Briefes im Schopenhauer-Archiv sogleich festzustellen in der Lage ist.
- Das Schopenhauer-Archiv muß in der Bibliothek Schopenhauers lückenlos die geistige Werkstatt Schopenhauers rekonstruieren. Wir besitzen das (aus bestimmten Gründen bisher noch nicht veröffentlichte) Inventar der Bibliothek Schopenhauers, die aus ca. 1200 Büchern bestand. Von diesen 1200 Büchern besitzen wir in Schopenhauers Handexemplaren einhundertfünfzehn. Wir wollen jetzt aus den Beständen der Stadtbibliothek alle Werke herausziehen, von denen wir wissen, daß Schopenhauer sie in seiner Bibliothek besessen hat. Diese Werke sind heute, vom Standpunkt der Bibliothek aus gesehen, ein Ballast, da es sich in der Regel um veraltete wissenschaftliche Bücher handelt, und können sehr wohl, womit sie ja nicht aus der Stadtbibliothek herauskommen, im Schopenhauer-Archiv zusammengestellt werden, was in der Kartothek nur vermerkt zu werden braucht. Dazu sollen wir systematisch jedes Buch sammeln, von dem wir wissen, daß ein Exemplar davon Schopenhauer besessen hat. Diese Bücher können uns dann dienen, sofern uns die Handexemplare zugänglich sind, daß wir sorgfältig in jedes Buch die Striche, Ausrufungszeichen und Invektiven Schopenhauers eintragen, und dazu seine Randbemerkungen in photographischen Abdrücken einkleben. Verfahren wir so, dann braucht es uns nicht leid zu tun, wenn wir auch Bücher aus Schopenhauers Bibliothek nicht kaufen können. Ich habe mit Besitzern von Büchern aus Schopenhauers Bibliothek schon vereinbart, daß sie uns ihren Besitz zum Zwecke einer solchen Kopie zur Verfügung stellen.
Frankfurt a. M. CARL GEBHARDT.
Aus: 19. Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft (1932), S. 398-401
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Gedächtnisfeier für die 70jährige Wiederkehr des Todestages von Arthur Schopenhauer
Aus der Sammlung von
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Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1930
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Büste Arthur Schopenhauers [Büste von Richard Petraschke]
Aus der Sammlung von
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Typ
Bronzebüste
Abmessung/Umfang
54 cm Höhe
Material/Technik
Bronze
Identifikator
UBA Ffm Bestand Na 50 Nr. Spez 65
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Richard Petraschke [Künstler]
Zeit
1922
Informationen über die verwendeten Medien
Textausschnitt aus Gebhardts letztem Archivbericht 1934
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Schopenhauer-Gesellschaft
Angaben zum Objekt
Typ
Bericht
Teil von
Einundzwanzigstes Jahrbuch der Schopenhauer-Gesellschaft: Für das Jahr 1934
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser]
Zeit
1934
Ort
Heidelberg
Informationen über die verwendeten Medien
Schopenhauer und Brockhaus
zur Zeitgeschichte der "Welt als Wille und Vorstellung" ; ein Briefwechse
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
Aus dem Archiv F. A. Brockhaus ; 1
Abmessung/Umfang
VII, 282 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: S 18/533
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Herausgeber] Arthur Schopenhauer [Verfasser] Friedrich Arnold Brockhaus [Verfasser]
Zeit
1926
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
Ähnlich wie die Errichtung eines Schopenhauer-Archivs war auch die Herausgabe der Briefwechsel ein über Jahre geplantes Projekt.
"Als der Herausgeber der Editio definitiva Schopenhauers, Paul Deussen, im April 1911 in Bologna [während eines Philosophen-Kongresses] mit mir den Plan der Ausgabe durchsprach, [...] erklärte ich mich auf seine Bitte bereit, die Sorge für den Briefwechsel zu übernehmen", schreibt Gebhardt im Vorwort zu Band 14 der Deussen-Ausgabe. Von den geplanten drei Brief-Bänden konnte er aufgrund von Krankheit nur den ersten noch selbst fertigstellen. Noch zu Lebzeiten überließ er Arthur Hübscher seine umfangreichen Vorarbeiten für die weiteren Bände. Dieser brachte die fehlenden Bände 1933 und 1942 heraus, bewertete darin Gebhardts editorische Leistungen jedoch äußerst negativ.
Informationen über die verwendeten Medien
Arthur Schopenhauers sämtliche Werke
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
14 : Der Briefwechsel Arthur Schopenhauers ; 1. (1799 - 1849)
Abmessung/Umfang
XVI, 652 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Schop. 727 Bd. 14
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Paul Deussen [Herausgeber] Carl Gebhardt [Herausgeber]
Zeit
1929
Ort
München
Weitere Informationen
IX. Spinoza-Forscher: Übersetzer, Herausgeber, Philosophiehistoriker
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Porträt von Benedictus de Spinoza aus "Opera"
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
Opera / Spinoza. Hrsg. von Carl Gebhardt [Schriftenreihe]
Sprache
Latein; Deutsch
Identifikator
Signatur: 00/9042
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Benedictus de Spinoza [Verfasser] Carl Gebhardt [Herausgeber] Winter [Verlag]
Zeit
1925
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
"[Gebhardts] Lebensgefühl war kühn und stark. Überall zuhause, wo Tradition und Schönheit waren, würde er als Kulturhistoriker geglänzt haben. Aber offenbar entsprach seinem Wesen die Rolle des philosophischen Kritikers und Auslegers am meisten, und er wählte die grosse weltgeschichtliche Figur des Benedict de Spinoza zum Gegenstand seiner Forschung." (A.S. Oko, 1936)
"Es genüge zu bemerken, dass Gebhardts Spinoza-Übersetzungen für die Philosophische Bibliothek [des Leipziger Meiner Verlags], begonnen 1907, die besten, die genauesten und vollständigsten in deutscher Sprache sind, ja in irgend einerSprache überhaupt. Seine ausgezeichneten Einführungen geben alles, was für ein richtiges Verständnis von Spinozas Lehre und Charakter nötig sind, und seine kurzen Anmerkungen sind das beste kritische Compendium zum Studium Spinozas." (A. S. Oko, 1936)
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Spinoza : Lebensbeschreibungen und Dokumente
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
Philosophische Bibliothek ; 96 b
Abmessung/Umfang
XI, 147 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 00/9193
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Herausgeber und Übersetzer] Meiner [Verlag]
Zeit
1914
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
"Er übersetzte das Werk des Meisters, für welche Übersetzung er selbst die kritischen Texte vorbereitete und sie in der Folge herausgab. Und das alles geschah nicht in Fortsetzung des einmal eingeschlagenen Weges. Ein innerer Elan drängte ihn zu immer schwierigeren Aufgaben. [...] Buch auf Buch, Essay auf Essay entfliessen der Feder dieses stolzesten Schreibers; subtil, durchdringend und eminent philosophisch." (A. S. Oko, 1936)
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Theologisch-politischer Traktat / Spinoza
Übertr. und mit Einl., Anm. und Reg. vers. von Carl Gebhardt
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
Philosophische Bibliothek ; 93a
Abmessung/Umfang
XXXVII, 423 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: S 4/42
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Benedictus de Spinoza [Verfasser] Carl Gebhardt [Herausgeber] Meiner [Verlag]
Zeit
1922
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
Schon am 30.10.1913 stellte Gebhardt bei der philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften den Antrag, sein auf vier Bände angelegtes Projekt, Spinozas Werke in den Originalsprachen herauszubringen, institutionell zu unterstützen. Gebhardt verlangte keinerlei Honorar oder Kostenerstattung, sondern bat lediglich um Druckkostenzuschüsse.
Er empfahl sich der Akademie nicht nur wegen seiner exzellenten Sprachkenntnisse - er beherrschte die alten Sprachen ebenso wie die modernen, darunter auch das Niederländische - sondern auch, weil er im Besitz des handschriftlichen Nachlasses des großen Spinoza-Forschers Jakob Freudenthal war. Dessen Sohn, der Frankfurter Jurist Bertold Freudenthal, hatte ihn Gebhardt zur Auswertung überlassen.
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Inedita Spinozana von Carl Gebhardt [Benedikt von Spinoza: Teils]
Aus der Sammlung von
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Teil von
Sitzungsberichte d. Heidelberger Akad. d. Wiss. Phil.-hist.Kl. 7,13.
Abmessung/Umfang
24 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ak 14/3
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Benedikt von Spinoza [Verfasser] Winter [Verlag]
Zeit
1916
Ort
Heidelberg
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Verlagsreklame
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Sprache
Deutsch
"Seine Ausgabe der Opera in vier Bänden, ausgeführt unter den Auspicien der Heidelberger Akademie (1924), ist definitiv, sie lässt keinen Raum für irgend eine andere [Nachdruck 1972]. Drei Ergänzungsbände sollten folgen: Sachkommentar; Exemplar Vitae; Die Philosophie Spinozas." (A. S. Oko, 1936)
Gebhardt konnte wegen Krankheit die schon weitgehend fertiggestellten Ergänzungsbände vor seinem Tod nicht mehr selbst herausbringen und beauftragte seinen Freund Adolph S. Oko mit dieser Aufgabe. Da sowohl Spinoza als auch Oko Juden waren, wurde in der NS-Zeit dieses Vorhaben vereitelt. Sowohl die Heidelberger Akademie als auch der Carl Winter Verlag wollten die Ausgabe nicht fertigstellen.
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Opera
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Typ
Buch
Teil von
Opera / Spinoza. Hrsg. von Carl Gebhardt [Schriftenreihe]
Abmessung/Umfang
4 Bände
Sprache
Latein; Deutsch
Identifikator
Signatur: 00/9042
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Benedictus de Spinoza [Verfasser] Carl Gebhardt [Herausgeber] Winter [Verlag]
Zeit
1925
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
1933, noch zu Lebzeiten Gerbhardts, lag der erste Ergänzungsband - Kommentar zum Tractatus Theologico-Politicus und Tractatus Politicus - in gedruckter Form vor.
Nach weiteren gescheiterten Veröffentlichungsversuchen nach dem Zweiten Weltkrieg erschien er schließlich im Jahr 1987 als 5. Band der OPERA. Das darin abgedruckte Vorwort stammt aus dem Jahr 1938 und wurde von A. S. Oko für die seinerzeit nicht zustande gekommene Ausgabe verfasst. Herausgeber war der Frankfurter Philosoph Norbert Altwicker, der Gebhardts Kommentar eine Studie über Spinozas politische Philosophie an die Seite stellt.
Der Riss, der durch diese Editionsgeschichte geht, zeigt sich auch an der unterschiedlichen Farbe und Qualität des Papiers. Links die aus dem Keller des Verlags hervorgeholten Druckbogen aus den 30erJahren, rechts der Text aus den 80er Jahren.
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Opera
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Teil von
Opera / Spinoza. Hrsg. von Carl Gebhardt [Schriftenreihe]
Abmessung/Umfang
XII, 446 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 00/9042, Bd 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Benedictus de Spinoza [Verfasser] Carl Gebhardt [Herausgeber] Winter [Verlag]
Zeit
1987
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
Aus Okos Vorwort (1938) für den zensierten Ergänzungsband
"Die Arbeit vieler Jahre steckt in dem vorliegenden Kommentarwerk, das sehr viel Neues aufzuweisen hat. Dunin-Borkowski nennt es eine Fundgrube von erlesenem Reichtum; er konnte es schon zum Teil einsehen. Gebhardt war viele Jahre hindurch bestrebt, die 161 Bücher der Bibliothek Spinozas, so sie vom Inventarverzeichnis ausgewiesen sind, zu erwerben und zu studieren, um sie für den Kommentar zu nutzen. Dank solcher Bemühungen gelang Gebhardt nicht zuletzt die Herausgabe der Gedichte und biographischen Urkunden von Leone Ebreo. [...] Es ist mir eine besondere Pflicht, diejenigen zu nennen, von denen ich weiß, daß sie Carl Gebhardt bei der Arbeit geholfen haben: Dr. P. C. Molhuysen im Haag, Professor Dr. I. Elbogen in Berlin, Professor Dr. A. Freimann in Frankfurt a. M., Professor Dr. Michael Guttmann in Breslau, Professor Dr. Paul Kahle in Bonn, Professor H. T. Colenbrander in Leiden, Professor Dr. Leon Roth in Jerusalem, Professor Shelden Blank in Cincinnati, Professor Adolfo Ravà in Padua und Frau Luise Osteroth. All diesen und auch jenen, über deren Anteil ich nichts Genaues weiß, sei für die selbstlose Hilfe für die Arbeit Gebhardts herzlich gedankt. [...]
Rotherwood, Chrut, Surrey (England), den 9. April 1938, Adolph S. Oko"
aus: Vorwort zu Carl Gebhardts Spinoza-Kommentar und Einleitungsentwurf (1938), In: Opera Spinoza. Im Auftr. d. Heidelberger Akad. d. Wiss., hrsg. von Carl Gebhardt, Heidelberg: Winter, 5 (1987)
Nach Gründung der Societas Spinozana im Jahr 1920 rief Gebhardt die Bibliotheca Spinozana ins Leben. In der Schriftenreihe veröffentlichten Spinoza-Forscher weltweit ihre Studien in ihren jeweiligen Sprachen. Angeschlossen waren vier europäische Verlage aus vier Ländern.
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Verlagsreklame
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Sprache
Deutsch
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Die Schriften des Uriel da Costa
mit Einl., Übertr. u. Regesten hrsg. von Carl Gebhardt
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Typ
Buch
Teil von
Bibliotheca Spinozana ; 2
Abmessung/Umfang
XL, 285 S.
Sprache
Deutsch, Spanisch
Identifikator
Signatur: 20/462
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Uriel da Costa [Verfasser] Carl Gebhardt [Herausgeber] Winter [Verlag]
Zeit
1922
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
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Von den festen und ewigen Dingen / Spinoza
Uebertr. und eingel. von Carl Gebhardt
Aus der Sammlung von
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Typ
Buch
Abmessung/Umfang
XLIX, 594 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 00/15473
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Benedictus de Spinoza [Verfasser] Carl Gebhardt [Herausgeber] Winter [Verlag]
Zeit
1925
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
Anläßlich der Feiern zu Spinozas 250. Todestag, die Gebhardt teilweise selbst ausrichtete, hielt er im Laufe von zwei Monaten in vier Ländern vier großangelegte, völlig unterschiedliche Reden.
Am 21. 2. 1927 sprach er auf der Feier der Societas Spinozana in `s Gravenhage über den Weg des einst Verkannten und Angefeindeten, der zwischen den Völkern, den Zeiten und den Religionen gestanden hatte, zum Weltruhm. Thema seines auf Französisch gehaltenen Discours prononcé in der Pariser Sorbonne anläßlich der Gedächtnisfeier am 26.2.1927 war die Dialectique intérieure du Spinozisme zwischen deutscher Mystik und Cartesianismus. Als Festredner bei der Feier des Jüdischen Akademischen Philosophenvereins im kleinen Festsaal der Universität Wien befaßte er sich am 12.3.1927 ausführlich mit Spinozas Stellung im Judentum und seinem Verhältnis zum Barock. Dem Spinozismus als der „Religion“ Goethes war seine Rede für die Frankfurter Gesellschaft der Goethe-Freunde in Frankfurt a.M. am 26.4.1927 gewidmet.
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Spinoza
4 Reden
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Typ
Buch
Abmessung/Umfang
80, 13 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 20/469
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Winter [Verlag]
Zeit
1927
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Dialoghi d'amore
hebraeische Gedichte ; hrsg. mit einer Darstellung des Lebens und des Werkes Leones / Übertr. der hebr. Texte, Regesten, Urkunden und Anm. von Carl Gebhardt
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Typ
Buch
Teil von
Bibliotheca Spinozana ; 3
Abmessung/Umfang
122, 154, 66 S.
Sprache
Italienisch, Deutsch
Identifikator
Signatur: 20/461
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Leo Carl Gebhardt [Übersetzer] Winter [Verlag]
Zeit
1929
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Spinoza
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Buch
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 89.141.13
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Gebhardt [Verfasser] Reclam [Verlag]
Zeit
1932
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
X. Gründer der Societas Spinozana und der Domus Spinozana
Informationen über die verwendeten Medien
Spinoza-Haus Den Haag heute
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
MLWatts
Weitere Informationen
Carl Gebhardt, der die "zweite Spinoza Renaissance" heraufführte, gründete 1920 in Den Haag die weltweit erste internationale Spinoza-Gesellschaft.
Mit der Domus Spinozana, einer 1926 gegründeten Stiftung, rettete er Spinozas Wohn- und Sterbehaus in Den Haag für die Nachwelt. Die Gelder akquirierte er in Europa und den USA. Zuvor erbrachte er den wissenschaftlichen Nachweis, dass das seinerzeit als Absteige benutzte Gebäude tatsächlich Spinozas Sterbehaus ist. Die Stadt stellte es daraufhin unter Denkmalschutz.
Die Lehre Spinozas als Lebensmaxime
„Spinozist sein bedeutet nicht: diese oder jene Lehrmeinung für wahr halten. Der freieste Geist Europas soll nicht zu neuer Dogmatik werden. Spinozist sei, wer aus Spinoza die lebendige Kraft seines Lebens gewann. Das erste Merkmal des Spinozisten ist die Sachlichkeit. Vielleicht war es die kühnste Neuerung Spinozas, daß er den Anthropocentrismus aus der Weltbetrachtung verbannt hat: nicht der Maßstab des Menschen soll den Wert der Dinge bestimmen. So ist Spinozas Leben ganz objectiv, ganz um der Sache willen gelebt.“
Carl Gebhardt, An Dr. Meijer, In: Chronicon Spinozanum, Bd. 4, 1924-1926, S. 241
Informationen über die verwendeten Medien
Gründung der Societas Spinozana
Aus der Sammlung von
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Typ
Mappe
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: UBA Ffm, B1, 39
Informationen über die verwendeten Medien
Chronicon Spinozanum
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Buch
Teil von
Chronicon Spinozanum ; 5
Abmessung/Umfang
XXVIII, 190 S.
Sprache
Französisch, Deutsch, Englisch
Identifikator
Signatur: 20/459 Bd. 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1927
Ort
Hagae Comitis
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Opera
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Buch
Teil von
Opera / Spinoza. Hrsg. von Carl Gebhardt [Schriftenreihe]
Abmessung/Umfang
XII, 446 S.
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 00/9042, Bd 5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Benedictus de Spinoza [Verfasser] Carl Gebhardt [Herausgeber] Winter [Verlag]
Zeit
1987
Ort
Heidelberg
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Spinozahaus
Aus der Sammlung von
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Typ
Mappe
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: UBA Ffm, B1, 39
Anlässlich Spinozas 250. Todestags wurde das von der Domus Spinozana erworbene Sterbehaus am 22.2.1927 feierlich eröffnet. Grußadressen kamen von Vertretern des Völkerbunds und 34 Delegierten aus europäischen und außereuropäischen Ländern. Das Haus sollte Museum, Archiv und internationale Begegnungsstätte für die "Spinoza-Forscher und Spinozisten aller Welt" sein.
Auf dem anschließend stattfindenden Spinoza-Kongress erörterten Wissenschaftler und Gelehrte aus vielen Ländern aktuelle Probleme des Spinozismus.
Informationen über die verwendeten Medien
Tagungsprogramm Spinoza-Feier 1927
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Teil von
Privatsammlung
Sprache
Französisch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1927
Gebhardts Spinoza-Bibliothek - die zweitgrößte weltweit
"Es ist notwendig in der Domus Spinozana einmal das ganze Spinoza-Schrifttum der verflossenen 250 Jahre in lückenloser Folge zu sammeln und der Sammlung regelmäßig alle Neuerscheinungen hinzuzufügen. Wohl gibt es heute, soviel bekannt geworden ist, fünf Spinoza-Bibliotheken. Drei davon sind in Amerika: die Bibliothek, die im Jahre 1893 [...] für die Cornell University in Ithaca, Staat New York, angekauft wurde [...]; die Spinoza-Bibliothek der Hebrew Union College Library in Cincinnati, die Schöpfung Adolphe S. Okos, heute sicherlich die umfassendste Spinoza-Bibliothek; die Privat-Bibliothek Adolphe S. Okos, die einmal der Bibliothek in Jerusalem gehören wird. In Europa gibt es zwei Spinoza-Bibliotheken: die Spinoza-Bibliothek der Universität Leuven, ursprünglich die Bibliothek, die die Frankfurter Antiquariatsbuchhandlung Baer und Co. auf Basis der Spinoza-Bibliothek J. Freudenthals zusammengestellt hatte [...] und schließlich meine eigene Spinoza-Bibliothek, nach der von Cincinnati wohl die reichste."
Carl Gebhardt, Domus Spinozana, In: Chronicon Spinozanum, 1927, S. 84f.
Hannah Arendt über Adolph S. Oko (1944)
„[Oko] war ein grosser Bibliothekar und sein Werk ist die Bibliothek des Hebrew Union College in Cincinnatti. Er war der letzte der großen Spinoza Forscher, hinterlässt die vollständigste Spinoza Sammlung der Zeit und hätte die Spinoza Ausgabe der Heidelberger Akademie der Wissenschaften nach dem Tode Carl Gebhardts zu Ende bringen sollen, wenn die deutschen „Gelehrten“ nicht inzwischen entdeckt hätten, dass Spinoza wie Oko Juden waren.“
Hannah Arendt, In Memoriam Adolph S. Oko, In: Aufbau, 13.10.1944, S. 9
Seinen Freund Adolph S. Oko (1883-1944) beauftragte Carl Gebhardt kurz vor seinem Tod mit der Herausgabe der drei Ergänzungsbände zur Spinoza-Werkausgabe (1924), deren Vorbereitung schon weit gediehen war. Zugleich vermachte ihm Gebhardt seine ca. 2.000 Bände umfassende Spinoza-Bibliothek, die vermutlich zum Verbleib im Spinoza-Haus in Den Haag bestimmt war.
Beide Aufträge konnte Oko aufgrund der politischen Umstände nicht verwirklichen. Seinen Nachruf auf Gebhardt konnte er erst 1936 in der Exilzeitschrift Philosophia, die in Belgrad erschien, veröffentlichen.
Gebhardts Spinoza-Bibliothek wurde 1947, drei Jahre nach Okos Tod, mit dessen eigener Spinoza-Bibliothek der Columbia University Library in New York überlassen. Dort wird sie bis heute unter dem Titel „Oko-Gebhardt-Collection“ geführt.
Informationen über die verwendeten Medien
Carl Gebhardt und Adolph S. Oko
Aus der Sammlung von
Privatbesitz
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
Privatsammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1930
Informationen über die verwendeten Medien
Abschiedsworte von Adolf S. Oko
gesprochen bei der Trauerfeier am 30. Juli 1934
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Rede
Teil von
Nachlass Angelika Hübscher
Abmessung/Umfang
4 Seiten
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Na 12,5
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adolf S. Oko [Verfasser]
Zeit
1934
Ort
Frankfurt am Main
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Dr. Gudrun Jäger
Redaktion: Dr. Gudrun Jäger; Dr. Mathias Jehn; Dr. Thomas Regehly; Jessica Zülch
Unterstützt durch: Agnes Brauer; Cosima Kiendl,
Scanarbeiten: Susanne Schork
Wir danken
der Familie Gebhardt, dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt und dem Universitätsarchiv der Universität Heidelberg für die Bereitstellung von Exponaten und ihre Unterstützung.
Impressum
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Deutschland
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