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Wissen | Schaffen

25 Jahre wissenschaftliches Arbeiten am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde


Eingangsbereich des ISGV

Foto: Nadine Kulbe, Digitalfotografie, 23.9.2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Michael Schmidt

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Herzlich Willkommen

Wir feiern unseren 25. Geburtstag – ein Vierteljahrhundert! Am 21. Oktober 1997 wurde das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde auf Beschluss des Sächsischen Landtags als außeruniversitäres Forschungsinstitut gegründet. Seitdem erforschen wir die Landesgeschichte und die Alltagskultur Sachsens (und seiner Grenzregionen). Doch was genau bedeutet das? Was tun wir, wenn wir forschen? Was beinhaltet wissenschaftliches Arbeiten am ISGV?



Grafiken der Ausstellungskapitel

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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AGENTUR GRAFIKLADEN, Michael Sewitz

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Diesen Fragen ist die Ausstellung zum halbrunden Jubiläum des ISGV gewidmet. In fünf Kapiteln geben wir Einblick in unsere Tätigkeit. Wir beschreiben, wie kultur- und geschichtswissenschaftliches Arbeiten funktioniert, welcher Methoden es sich bedient und zu welchen Ergebnissen es führen kann. Wir schildern, was Arbeiten mit Quellen ist, was Sammeln mit Wissenschaft zu tun hat, was Edieren bedeutet, was  Forschen vor Ort  beinhaltet und schließen mit der Bedeutung, die das Vermitteln wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Öffentlichkeit hat – und verweisen ganz nebenbei auf die Vielfalt unserer Wissenschaftskommunikation.



Projektbilder

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Das ISGV

Das ISGV hat satzungsgemäß den Auftrag, „die sächsische Geschichte in ihren historischen Räumen bis zur Gegenwart“ sowie „volkskundlich die alltäglichen Lebenswelten, auch im Verhältnis zwischen regionaler Eingrenzung und kulturellem Austausch bis zur Gegenwart“ zu erforschen und die „Erschließung und Dokumentation der einschlägigen Quellen voranzutreiben“. Diesen Aufgaben kommen wir seit 25 Jahren in ganz unterschiedlichen mittel- und langfristigen Projekten nach. Dazu gehören beispielsweise das Personenlexikon Sächsische Biografie und das Lebensgeschichtliche Archiv als Sammlung sogenannter Egodokumente - aber auch Projekte zu Transformationsprozessen, zur Migrationsgeschichte, zum Kulturtransfer, zur visuellen Kultur oder zum ländlichen Raum.



Die Mitarbeiter:innen des ISGV

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, Collage, ISGV

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Michael Schmidt

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Das ISGV ist in drei Abteilungen organisiert. Das sind die beiden wissenschaftlichen Bereiche Geschichte und Volkskunde/Kulturanthropologie sowie die Verwaltung/IT, wozu auch die Bibliothek gehört. Die dort tätigen Kolleg:innen sind wichtige Stützen unserer täglichen Arbeit.
Mit Wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und Wissenschaftlichen sowie Studentischen Hilfskräfte arbeiten 50 Personen am ISGV (Oktober 2022).



ISGV-Logo

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Logo des ISGV seit 1997


Das ISGV besitzt die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Mitglieder des Trägervereins sind das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK), die Universität Leipzig, die Technischen Universitäten Dresden, Chemnitz und Bergakademie Freiberg sowie das Sorbische Institut Bautzen, die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW) und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB). Als Organ des Trägervereins ist ein Kuratorium als Aufsichtsorgan für alle grundsätzlichen Angelegenheiten des ISGV zuständig, in dem das SMWK, die Rektor:innen der Universitäten Dresden und Leipzig sowie ein Mitglied des Trägervereins vertreten sind. Die Tätigkeit des Instituts wird außerdem von einem Wissenschaftlichen Beirat begleitet, der sich aus international anerkannten Vertretern der Fächer Geschichte und Volkskunde/Kulturanthropologie zusammensetzt.

01

Mit Quellen arbeiten

Sprudelnde Quellen in der Wissenschaft

Quellen sind all jene Zeugnisse, die Auskunft über eine historische oder kulturanthropologische Fragestellung geben. Unter wissenschaftlicher Quellenarbeit versteht man die Ermittlung, Sammlung, Synthese und Interpretation dieser Zeugnisse. Quellenarbeit besteht nicht allein in der reinen Tatsachenfeststellung, wie der Datierung eines Ereignisses oder der Ermittlung gesellschaftlicher oder politischer Prozesse. Ebenso wichtig ist die Rekonstruktion von Bedeutungszusammenhängen und der Perspektiven derjenigen, die die Quellen geschaffen haben.





Verschiedene Quellen: Urkunde, Zeitung, Fotografie und Flurkarte

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Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden; Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden; Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden; Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden; ISGV

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Die Zeugnisse über vergangene und gegenwärtige Ereignisse, gesellschaftliche Prozesse und Interpretationsmuster sind vielgestaltig: Nicht nur Bücher, Urkunden, Akten oder Zeitungen zählen dazu, sondern auch Bilder, Karten, Videos, Artefakte oder Interviews. Je weiter man sich der Gegenwart nähert, umso reichhaltiger wird das zur Verfügung stehende Quellenmaterial. Die zunehmende Schriftlichkeit und Bildlichkeit, aber auch das gestiegene Bewusstsein für die Bewahrung historischer Zeugnisse haben die Zahl potenzieller Quellen anwachsen lassen. 



Lithographie 'Lesender Bauer' von Adolf Schönnenbeck

Adolf Schönnenbeck (Objektschaffender); Reproduktion: Jörg Hennersdorf, 1903 (2003)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Um festzustellen, ob sich bestimmte Gegenstände als Quellen für Forschungsfragen eignen, bedient sich die Wissenschaft der Quellenkritik. Dabei wird der Entstehungszusammenhang der Quelle untersucht, die Motivation der Urheber:innen festgestellt und insbesondere darauf geachtet, inwiefern die Quelle eine bestimmte Interpretation der Fakten nahelegt. Quellenkritik ist wichtig, um die Aussagekraft eines Zeugnisses zu bestimmen.





Leidener Meister um 1614-1620, Vanitas-Stillleben

Gemälde, Öl auf Eichenholz, ca. 1628

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Alte Pinakothek, München/WikimediaCommons

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Von Akte bis Zeitung – Schriftquellen

Texte sind für Geschichtswissenschaft und Kulturanthropologie zentrale Quellen. Gedruckt oder handschriftlich verfasst, amtlich oder privat, absichtlich aufbewahrt oder zufällig überliefert – Schriftgut ist äußerst vielfältig. Um Textquellen wie Urkunden, Tagebücher, Briefe, Protokolle, Dekrete, Zeitungen, Akten zum Sprechen zu bringen, sie richtig zu deuten und in größere Zusammenhänge einzuordnen, benötigen Forschende spezielle Kenntnisse und Methoden.



Gefälschte Urkunde Bischof Bennos von Meißen, Tauschvertrag mit dem Slawen Bor, angeblich 1071

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Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden

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Vorlage und Reproduktion: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 12856 Domkapitel Meißen, Nr. 7

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Diese mittelalterliche Urkunde ist mehr Schein als Sein. Der Tauschvertrag zwischen dem Slawen Bor und Bischof Benno von Meißen, der mehrere Dörfer einbezieht, stammt vermeintlich aus dem Jahr 1071. Bei genauerem Hinsehen stellt er sich als Fälschung heraus: Die Datierung ist unschlüssig und die in der Urkunde erwähnten angeblichen Zeugen des Rechtsgeschäfts passen historisch nicht zusammen. Nur beim intensiven Vergleich mit ähnlichen Urkunden lassen sich solche Ungereimtheiten aufdecken. Die Echtheitskritik ist ein wesentlicher Teil der wissenschaftlichen Arbeit mit Urkunden. 





Akte über Differenzen zu Gesinde-Dienstangelegenheiten, Staatsfilialarchiv Bautzen, Kreishauptmannschaft Bautzen, Nr. 4558

2019, Bautzen

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Staatsfilialarchiv Bautzen

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Foto: Dörthe Schimke

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Diese Akte dokumentiert Streitigkeiten zwischen Dienstboten und Dienstherrschaften in Bautzen und Umgebung Mitte des 19. Jahrhunderts.


Auf den ersten Blick unscheinbar und zerfleddert, gibt diese Akte doch tiefe Einblicke in das Sozialgefüge im 19. Jahrhundert. In dem Band sind Streitigkeiten zwischen Dienstherrschaften und Hauspersonal festgehalten worden. Die protokollierten Aussagen der Konfliktparteien lassen Rückschlüsse auf das Alltagsleben der Menschen in Bautzen zu. Gleichzeitig ist es möglich – Lesekenntnis alter Schriften vorausgesetzt –, daraus das Verhalten der Behörden zu rekonstruieren, beispielsweise zu verstehen, mit welchen Vorurteilen Dienstmädchen in dieser Zeit konfrontiert waren. 



Titelblatt in den Dresdner Nachrichten vom 09.08.1865

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Sign. Eph.hist.0037.m

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Artikel vom 9.8.1865 über die Schlachtung vom größten preisgekrönten Ochsen Sachsens in den „Dresdner Nachrichten“.

„Sachsens größtes Rindvieh ist nicht mehr“ – die Schlachtung des größten preisgekrönten Ochsen des Königsreichs war den „Dresdner Nachrichten“ am 9. August 1865 eine Meldung wert. Eine Randnotiz – aber doch ein Sekundenschlag der Geschichte, deren „Zeiger“ die Zeitung ist, wie Arthur Schopenhauer einst feststellte. Zeitungen sind Fundgruben für die Alltags- und Sozialgeschichte und waren bis ins digitale Zeitalter das populärste Massenmedium. Ihre Erschließung als historische Quelle ist mühsam, aber lohnend. Digitalisierung und Volltexterschließung historischer Zeitungsbestände helfen zunehmend dabei. 





Stadtansichten von Bernau, Bautzen und Weesenstein

Verhey, Willy; Knebel, J.; Jörg Hennersdorf, 1950 bis 1955; um 1827; 2002

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Städteansichten werden anhand unterschiedlicher Techniken auf verschiedenen Materialien festgehalten.


Bilder zum Sprechen bringen – Bildquellen

Fotografien oder Filme, Zeichnungen auf Papier, Leinwand oder Pergament, Graffiti an Hauswänden, symbolische Gravuren auf Holz, Stein oder Metall, Prägungen auf Medaillen oder Münzen: Bilder sind allgegenwärtig. Sie vermitteln eine Vorstellung von Personen, Gegenständen, Räumen und sind visuelle Zeugen historischer Ereignisse. Sie dienen jedoch nicht nur zur Illustration, sondern sind selbst Gegenstand wissenschaftlichen Interesses und müssen quellenkritisch hinterfragt werden. 



Elisabeth von Sachsen und Christiane Eulenau

Lucas Cranach; Herzogin Elisabeth von Sachsen; Lucas Cranach der Jüngere; Christiane Eulenau, 1500-1546; 1534

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden; Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Sign. Mscr.Dresd.R.3, Bl. 93v; Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Gal.-Nr. 1913

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Die Darstellung Herzogin Elisabeths von Sachsen (links) im Sächsischen Stammbuch geht auf ein Bildnis Christianes von Eulenau (rechts) zurück.

Zeichnungen und Gemälde bilden historische Personen in zeitgenössischer Kleidung mit Gegenständen des Alltags ab. Um Entstehungshintergründe und Intentionen der Bilder zu entschlüsseln, richtet sich der Blick der Bildanalyse auf Urheber:innen, Inhalte, Symboliken, Herstellungstechniken und verwendetes Material. In der Gegenüberstellung von ähnlichem Bildmaterial werden formelhafte oder schematische Darstellungen aufgedeckt. Schriftquellen bringen zusätzlich Licht ins Dunkel. 





Unfall zweier Autos im verschneiten Kipsdorf

Jörg Hennersdorf, 1970, Kipsdorf

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Zwei Autos sind ineinander gekracht. Eine alltägliche Szene – und doch bildet dieses Foto mehr ab als einen Autounfall. Fotos zeigen vergangene Ereignisse und geben auf verschiedenste Weise Einblicke in die Lebenswelt der jeweiligen Zeit: Architektur, Mobilität, Mode, politische Botschaften, Verhaltensweisen und Emotionen. Dennoch zeigen sie immer nur einen Ausschnitt der Realität und spiegeln die Perspektive der Fotograf:innen wider. Zu hinterfragen sind Aufnahmeort und -zeit, Entstehungskontext und die Intentionen der beteiligten Personen. 



Werbepostkarte von Christian Warlich , Vorder- und Rückseite

Adolf Spamer; Christian Warlich, um 1930, Hamburg

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Christian Warlich, ein Hamburger Tätowierer stand im Austausch mit dem Volkskundler Adolf Spamer.

Postkarten lassen sich buchstäblich von zwei Seiten lesen. Von den Absendenden sorgfältig ausgesucht oder selbst gestaltet, reichen die Bildmotive der Ansichts- und Postkarten von Zeichnungen über Fotos bis hin zu Fotomontagen. Texte, Grüße und Glückwünsche eröffnen zudem den Blick auf persönliche Beziehungen und Netzwerke. Die wissenschaftliche Auswertung schließt Bild- und Textkritik ein. 





Frühneuzeitliche Karte von Sachsen von Bartholomäus Scultetus

"Scultetus, Bartholomäus; Ortelius, Abraham; Plantin, Christophe", 1579, Görlitz

Aus der Sammlung von

Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden/Deutsche Fotothek

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Von Raumträumen und Raumkämpfen – Karten als Quellen

Karten bieten einen räumlichen Zugang zu Kultur und Geschichte. Sie sind dabei weit mehr als illustrative Elemente der Forschungsarbeit. Vielmehr können sie selbst zum Sprechen gebracht und als eigenes Zeichensystem gelesen werden, dessen Tiefenschichten Schritt für Schritt freigelegt werden müssen. 



Ausschnitt aus der Karte über die „Superintendtur Grossen Hayn“ von Adam Friedrich Zürner (1711)

Adam Friedrich Zürner, 1711

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Als Medium transportieren Karten das Raumwissen ihrer Entstehungszeit. Wie ein frühneuzeitliches Geoinformationssystem versammeln etwa die Karten Adam Friedrich Zürners aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die zu jener Zeit bekannten Informationen zu den sächsischen Orten, aber auch zur Qualität von Reisewegen und der Geländebeschaffenheit. Im Staatsauftrag erstellt, waren sie aber weniger für die Reisenden, sondern vielmehr für die Staatsmänner von Bedeutung. Für wen und zu welchem Zweck Karten geschaffen wurden, ist daher immer eine zentrale Frage bei der Beschäftigung mit ihnen.



Lichtpause der Flurkarte von Dörfel, die 1970 im Rahmen der Aktion „Alte Bauten im neuen Dorf“ erstellt wurde.

Beyer, Oskar, Architekt (Annaberg Erzgeb), Rat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt, Liegenschaftsdienst, Arbeitsgruppe Annaberg, 1970

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Karten können nicht nur dann als Quellen dienen, wenn sie einen Staat oder eine Region abbilden, sondern auch, wenn durch sie Mikro-Verhältnisse sichtbar werden, wie in dieser Flurkarte des Ortes Dörfel bei Annaberg im Erzgebirge. Als solche ist sie vor allem von lokalem Interesse. Sie gewinnt jedoch an Bedeutung als Teil einer DDR-weiten Dokumentation über die Folgen der tiefgreifenden Veränderungen im ländlichen Raum. 



Karte über die „Ortsformen des Königreichs Sachsen“ von Alfred Hennig (1912)

Autor: Alfred Hennig; Hg: Verein für Sächsische Volkskunde, 1912, Gotha

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Alfred Hennig, Karte der Ortsformen des Königreichs Sachsen, Dresden 1912

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Karten bilden Raumträume und Raumkämpfe ab. Sie visualisieren persönliche oder politische Visionen. So spiegelt sich in den siedlungsgeografischen Karten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht selten nationalistisches Dominanzdenken wider, wenn ‚germanisch-deutsche‘ Siedlungsspuren gegenüber den slawischen hervorgehoben oder bestimmten Räume zugewiesen werden. Karten können auf diese Weise Sichtweisen vorgeben und müssen daher stets im Kontext ihrer Entstehungszeit betrachtet werden.

Die Karte „Ortsformen des Königreichs Sachsen“ von Alfred Hennig (1912) ethnisiert Siedlungsformen als slawische (orange) oder deutsche (weiß) Orte.



Interaktive Karte der Online-Datenbank „Dresdner Kinokultur 1895 bis 1949"

2022

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Die interaktive Karte zur ISGV-Webseite „Dresdner Kinokultur“ bietet Informationen über die Lage und Geschichte der Kinos in Dresden 1896-1949.


Karten müssen nicht zwingend historische Quellen sein. Sie können auch dazu dienen, Forschungsergebnisse zu visualisieren und interaktiv aufzubereiten. Durch die Digitalisierung und Georeferenzierung können historische und aktuelle Karten übereinandergelegt werden, so dass sich hierdurch nicht nur die Informationen – in diesem Fall über die Dresdner Kinokultur bis 1949 – anzeigen, sondern zudem Erkenntnisse über die Entwicklung des abgebildeten Raumes darstellen lassen. 



Truhe aus der Oberlausitz, spätes 18. Jh.

18. Jahrhundert (1937-1970), Dittelsdorf

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Zeugen ihrer Zeit – Objekte als Quellen

Anders als viele Texte erzählen Objekte keine unmittelbar anschauliche Geschichte. Als Überreste eines historischen Prozesses müssen sie, sofern möglich, im Lichte anderer Quellen interpretiert werden. Dies gilt für archäologische Funde, Kunstwerke und Alltagsgegenstände ebenso wie für bewusst für die Nachwelt errichtete Monumente. Objekte wie diese Truhe aus dem späten 18. Jahrhundert geben von sich aus zwar nur spärliche Informationen preis – aber Artefakte können den Zugang zu vergangenen Zeiten wie auch zur eigenen Kultur erleichtern. 



König Albert in Jagdkleidung

Nicola Perscheid, 1902

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Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg

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König Albert von Sachsen (reg. 1870-1902), Ikone des dynastischen Kultes und Zentralfigur der Erinnerungskultur


Denkmäler werden am ISGV als Element der Erinnerungskultur untersucht. Vor allem der dynastische Kult spielte im Königreich Sachsen eine große Rolle, lassen sich doch an ihm die Transformationen der Erinnerungskultur beispielhaft untersuchen.



Das Denkmal für Friedrich August III. in Bad Elster

Brück und Sohn, 1913, Bad Elster

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Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden/Deutsche Fotothek

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Im vogtländischen Bad Elster sollte nach dem Tod Alberts 1902 ein Denkmal für den populären König errichtet werden. Da jedoch kaum Spenden eingingen, drohte das Vorhaben nach wenigen Jahren einzuschlafen. Erst durch das Engagement des Hofrates Curt Enders aus Dresden wurden 1912 die Planungen wiederaufgenommen – Enders hielt jedoch ein Denkmal für den regierenden König Friedrich August III. für origineller. Das 1913 eingeweihte Denkmal für Friedrich Augst III. zeigte den König als Jäger – der Ausdruck einer besonderen Ortsverbundenheit, war dieser doch oft in den Jagdrevieren um Bad Elster unterwegs.



Das im Rahmen der Kriegsmetallspende 1940 demontierte Standbild Friedrich August III. in Bad Elster

1940, Bad Elster

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Stadtarchiv Bad Elster

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Quelle

Stadtarchiv Bad Elster

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Das im Rahmen der Kriegsmetallspende 1940 demontierte Standbild Friedrich August III. in Bad Elster.


Schon wenige Jahre nach der Denkmalserrichtung war die öffentliche Verehrung der Monarchie obsolet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Königsdenkmal in Bad Elster entfernt, allerdings nicht wegen seiner symbolischen Aussage: Man benötigte das Metall zur Rüstungsproduktion. Im Zweiten Weltkrieg entfernten die Nazis zahlreiche Denkmäler, um sie zu Kriegszwecken einzuschmelzen. Die Beseitigung monarchischer Erinnerungszeichen war ein willkommener Nebeneffekt. 



Denkmalplatz an der Bahnhofstraße in Bad Elster

Siegfried Peldschus, nach 1953, Bad Elster

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Stadtarchiv Bad Elster

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Quelle

Stadtarchiv Bad Elster/ Siegfried Peldschus, Denkmäler in Bad Elster, 1990, o. S.

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Nach 1945 wurde der verwaiste Denkmalsplatz in Bad Elster neu belegt. Die kommunistische Stadtverwaltung errichtete 1953 einen Sockel mit einer Marx-Büste. In deutlichem Kontrast zum Vorgänger war das Denkmal schlicht und blieb ohne ornamentales Beiwerk. Die Marx-Büste wirkte auf dem alten Denkmalsplatz geradezu verloren. 



Denkmalumfassung des Friedrich-August- und Karl-Marx-Denkmals in Bad Elster

Sönke Friedreich, 2018, Bad Elster

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV/Sönke Friedreich

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1990 verschwand die Marx-Büste; übrig blieb der Sockel auf dem bis heute verwaisten Denkmalsplatz. Die Jahreszahlen „1818 1883“ verweisen noch auf die letzte Nutzung, bleiben für Uneingeweihte jedoch rätselhaft. Auch dieses Ensemble verrät etwas über die Wertsetzungen der vergangenen wie gegenwärtigen Gesellschaften. Der Denkmalsplatz in Bad Elster ist heute ein Monument für die Transformationen der Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert. 

02

Sammeln



Brigitte Emmrich bei der wissenschaftlichen Arbeit in der ehemaligen Räumlichkeiten des ISGV in der Augustusstraße 2

Jörg Hennersdorf, Farbfotografie, 1993, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Sammeln im wissenschaftlichen Kontext

Sammlungen in kultur- und geschichtswissenschaftlichen Kontexten haben eine lange Tradition: Im ausgehenden 19. Jahrhundert begannen bürgerliche Vereine mit dem Sammeln, Aufbewahren und auch Ausstellen von Alltagsgegenständen. Ziel war es, handwerklich gefertigte Kleidung, Haushalts- und Arbeitsgeräte dauerhaft aufzubewahren. Solche Gegenstände schienen in Zeiten der industriellen Massenproduktion zunehmend aus dem Alltag zu verschwinden. Im Zusammenhang mit diesem Bemühen entstanden zum Beispiel 1895 das Österreichische Museum für Volkskunde in Wien oder das Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden 1913.



Ablage von Quellmaterial

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Geschichte und Alltag unterschiedlicher Kulturen in Sachsen sind nur die Kernpunkte dessen, womit die vielfältigen Sammlungen des ISGV sich beschäftigen. Das sind neben dem Lebensgeschichtlichen Archiv vor allem die Überlieferungen der Vorgängerinstitutionen sowie Nachlässe ehemaliger Mitarbeiter:innen. Unter ihnen sticht der Nachlass des Volkskundlers Adolf Spamer besonders hervor. Zuletzt machte die Ausstellung „Glauben | Sammeln. Adolf Spamers Sammlung kleiner Andachtsbilder“ einem breiten Publikum die diese Zeugnisse eines religiösen Alltags zugänglich.

Verzeichnet und verwaltet werden die Sammlungen überwiegend in Langzeitprojekten wie dem Lebensgeschichtlichen Archiv, der digitalen Nachlasserschließung über Kalliope und dem (digitalen) Bildarchiv, während das Historische Ortsverzeichnis von Sachsen und die Sächsische Biografie Daten zusammenstellen und qualifizieren.



Unterschiedliche Bildmaterialen

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Ab etwa 1940 erstellten und sammelten die Vorgängerinstitutionen des ISGV Bildmaterialien. Heute umfasst das Bildarchiv über 200.000 Objekte. Das Besondere ist die direkte Verknüpfung von visuellem Material und Wissenschaft. Die Foto- und Bildobjekte wurden erworben oder entstanden im Zusammenhang mit unterschiedlichen Forschungsprojekten, beispielsweise um Akteur:innen, Ereignisse oder Objekte im Forschungsprozess zu dokumentieren.



Ehemaliger Bildarchiv-Schrank

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Die Bildsammlung des ISGV wurde in den letzten dreißig Jahren in diesen Schubladen aufbewahrt.


Eine Bildkarte des Bildarchivs und ihre digitale Einarbeitung

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Das analoge Bildmaterial und die Metadaten werden fortlaufend digitalisiert und über die Website zugänglich gemacht.


Bildmaterialen in Bearbeitung

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Vielfalt

Über Jahre und Jahrzehnte haben sich die Sammlungsschwerpunkte des ISGV wie auch seiner Vorgängerinstitutionen immer wieder verändert. Heute beeinflussen verschiedenste Forschungsprojekte das Interesse an neuem Bildmaterial, während bestehende Kollektionen kontinuierlich erweitert werden. Dementsprechend zeichnet sich das Bildarchiv durch seine große Vielfalt an Bildmaterialen und -motiven aus.



Verpacktes Bildmaterial

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Das Bildarchiv enthält nicht nur verschiedene Fotomaterialen wie Negative, Dia-Positive und Fotoabzüge, sondern auch andere visuelle Materialen: Postkarten, Land- und Flurkarten werden ebenso gesammelt wie Grafiken, Zeichnungen oder gar Proben von Zierbändern.



Teil des Negativ-Archivs

Digitalfotografie

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Der Vorteil von Negativen ist, dass sich durch ihre Digitalisierung deutlich hochwertigere Aufnahmen erstellen lassen als durch Fotoabzüge.


Porträts

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Die Porträtaufnahmen aus dem 19. Jahrhundert zeichnen sich durch eine besondere Materialität aus.


Großformate

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Die Großformate sind auf sehr unterschiedlichem Papier aufgebracht. Die Palette reicht dabei von Karton bis Seidenpapier.


Postkarten

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Die umfangreiche Postkartensammlung setzt um 1898 ein. Bei der Gestaltung von besonderen Karten wurden auch unterschiedliche Materialien verwendet.


Zierborten

Marsina Noll, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Stoff- und Textilproben wurden in den 1950er und 1960er Jahren gesammelt. Thematisch hängen sie mit der Sachkultur- und Trachtenforschung zusammen.


Flurkarte, Zeichnungen, Fotografie und Text

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Als volkskundlich-kulturanthropologische Sammlung bildet das Bildarchiv vor allem alltagskulturelle Phänomene ab. Es enthält Postkarten, die um 1900 entstanden sind, Aufnahmen vom „sozialistischen Dorf“ oder eine Dokumentation baulicher Veränderungen nach der Wende 1989/90. Viele Fotografien beschäftigen sich mit Handwerk und Bergbau, andere mit Märkten und Volksfesten. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Sammlungen aus Nachlässen ehemaliger Mitarbeiter*innen und aus privater Hand.



Andachtsbild mit Darstellung der Heiligen Hostien

Verlag Pöppel (Augsburg), Andachtsbild, 1800 bis 1900, Augsburg

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Der Volkskundler Adolf Spamer sammelte über 20 Jahre hinweg "Kleine Andachtsbilder". 400 dieser Bilder werden im ISGV aufbewahrt.


Agrar-Museum in Blankenhain

Jörg Hennersdorf, Negativ, 1993, Blankenhain

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Jörg Hennersdorf fotografierte zwischen 1994 und 1996 Veränderungen im ländlichen Raum Sachsens nach der politischen Wende 1989/90.


Hahn im Hof vor dem Wohnhaus der "oberen Winzerei" in Golk

Kurt Schöne, Fotografie, 1968, Golk

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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In den 1950/60er Jahren gab es eine großangelegte Erfassungsaktion ländlichen Wohnens und Arbeitens im Vorfeld der Zwangskollektivierung.


"Tag der Sachsen" in Penig

Jörg Hennersdorf, Negativ, 1995, Penig

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Im Auftrag des ISGV wurden zahlreiche Bilder von Festen, Feiern und Umzügen angefertigt. Die meisten wurden zwischen 1990 und 2000 aufgenommen.


"Auf dem Striezelmarkt in Dresden"

Jörg Hennersdorf, Negativ, 1993, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Fotografien von Märkten und Volksfesten ermöglichen Einblicke in Bräuche und Rituale zu unterschiedlichen Zeiten.


16. Bergstadtfest in Freiberg

Jörg Hennersdorf, Digitalfotografie, 2001, Freiberg

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Aktuellere Aufnahmen von Menschen in Bergmannstracht zeigen wie stark der Bergbau in kulturelle Handlungen eingeschrieben ist.


Lebensmittel zur Kühlung in einem Gewässer

Hans-Jürgen Arndt, Dia-Positiv, 1964, Osterzgebirge

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Sammlungen_Vielfalt_15.jpg
Die privaten Nachlässe ermöglichen Einblicke in Alltag und Besonderheiten, beispielsweise von DDR-Bürger*innen.


Abgleichen von Bildmaterial

Marsina Noll , Digitalfotografie, 2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Verwalten

Die Verwaltung des Bildmaterials stellt einen erheblichen Teil der täglichen Arbeit im Bildarchiv dar. Sammlungen wachsen stetig, während bereits vorhandenes Material aufgearbeitet und an aktuelle Anforderungen angepasst werden muss. Dabei gilt es. alte Ordnungssysteme zu erhalten und zu dokumentieren, da sie oft wichtige Informationen zur Instituts- und Wissenschaftsgeschichte enthalten.



Verschiedene Bildkarten

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Sammlungen_Verwaltung_02.jpg

In vordigitalen Zeiten wurden Fotoabzüge auf Bildkarten geklebt und mit Informationen versehen: Herkunft, Aufnahmejahr, Fotograf:in und institutsinterne Zuordnungen wurden üblicherweise auf die Vorderseite geschrieben. Neben den Bildabzügen enthalten die Karten oft auch längere Texte zu den Fotografien, die beispielsweise Angaben zu Größe und Farbe sowie eine detaillierte Beschreibung des aufgenommenen Objekts enthalten.





Fotografien und kolorierte Zeichnungen

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Sammlungen_Verwaltung_03.jpg
Vor der Farbfotografie wurden die ausführlichen Beschreibungen auf den Bildkarten genutzt, um kolorierte Zeichnungen von den Objekte anzufertigen.


Bildkarten mit mehreren Fotografien

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Sammlungen_Verwaltung_04.jpg
Einige Bildkarten enthalten mehrere Fotografien. Meistens handelt es sich um Detailaufnahmen eines Objekte oder eine Reihe ähnlicher Gegenstände.


Scannen

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Erschlossen und bearbeitet wird Bildmaterial heute vorrangig digital. Metadaten – die Informationen zu den Bildern – werden in einer Datenbank mit den jeweiligen Bildern abgespeichert. Das Originalmaterial muss jedoch im Vorfeld digitalisiert und entsprechend gesichert sein. Weil ständig neues Material hinzukommt, ist die Arbeit mit dem analogen Material ein steter Bestandteil des Arbeitsfeldes Bildarchiv.



Sicherung des Materials

Michael Schmidt, Video, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Nach der Digitalisierung und der Übernahme der Bildinformationen müssen die analogen Aufnahmen materialgerecht verpackt und gelagert werden.


Digitale Datenbank

Marsina Noll , Video, 2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Wie darf ich das Objekt nutzen?

Quelle

ISGV

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Die Bildinformationen werden in die digitale Datenbank eingegeben. Damit werden sie zu Metadaten.


Fehlermeldung

Marsina Noll , Video, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Eine große Hilfe bei der Bearbeitung können Nutzer*innen der Website sein, indem sie Fehler in den Informationen direkt an das ISGV zurückmelden.


Nutzung der Website

Marsina Noll , Digitalfotografie, ISGV, 2022

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Verfügbar

Schon kurz nach der Gründung des ISGV 1997 besaß das Bildarchiv seine eigene Website und ist damit das älteste Onlineprojekt des Instituts. Ziel der Erschließung und Digitalisierung der Bildbestände ist es vor allem, die visuellen Quellen einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen.



Startseite der Bildarchivwebsite

Marsina Noll , Video, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Die Website ermöglicht nicht nur die Ansicht von Bildmaterial, sonder bietet verschiedene Perspektiven auf Bilder im wissenschaftlichen Kontext.


Die kuratierten Projekte

Marsina Noll, Video, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Die kuratierten Projekte ordnen die Bilder in unterschiedliche historische, politische und kulturelle Kontexte ein.


Nutzungsrechte

Marsina Noll , Website, 2022, Dresden

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ISGV

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Sammlungen_Verfügbarkeit_02.png
Besucher*innen der Website können über ein Formular niedrigschwellig die Nutzung von Bildmaterial beantragen.


Fischer beim Einholen von Netzen während des Abfischens im Becken des Pumpspeicherkraftwerkes Niederwartha

Jörg Hennersdorf, Dia-Positiv, 1960, Niederwartha

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Vernetzen

Neben der Verfügbarkeit geht es auch um die Vernetzung, zum einen der vielfältigen ISGV-Projekte untereinander, zum anderen mit weiteren Institutionen und Landesstellen. Zwischen den einzelnen Projekten des ISGV geschieht das in erster Linie auf der Ebene der Bildmedien. Die Vernetzung mit anderen Institutionen erfolgt zum Beispiel über Tagungen oder Publikationen. Im Jahr 2020 veranstaltete das ISGV aufgrund seiner Expertise im Bereich der Bildsammlungen daher beispielsweise eine Tagung zu “Bildarchiven”, zu der inzwischen auch ein frei verfügbarer Band erschienen ist.



Fotoalben aus dem LGA

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Sammlungen_Vernetzen_02.jpg
Das Lebensgeschichtliche Archiv beinhaltet neben Bildern, eine Vielzahl von Ego-Dokumenten, die den biographischen Kontext zu den Fotografien bieten.


Unterlagen aus den Sammlungen und Nachlässen

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Sammlungen_Vernetzen_03.jpg
Die Sammlungen und Nachlässen ermöglichen die Zuordnungen von Bildern zu bestimmten Forschungsprojekten oder ehemaligen Mitarbeiter*innen.


Das HOV

Marsina Noll , Screenshot, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Sammlungen_Vernetzen_04.png
Über das Historische Ortsverzeichnis lassen sich direkte Bezüge zwischen den Fotografien und ihren Aufnahmeorten herstellen.


Digitale Bilderwelten

Andreas Martin, Publikation, 2003, Andreas Martin

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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2003 gab das ISGV einen Tagungsband heraus, der die Erfahrungen elektronischen Erschließung von Bildern, verschiedener Einrichtungen thematisierte.


Bildarchive. Wissensordungen - Arbeitspraktiken - Nutzungspotentiale

Nadine Kulbe u.a., Digitale Publikation, 2021, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Der Band „Bildarchive“ behandelt aktuelle Herausforderungen und Projekte von und mit Bildmaterial an volkskundlichen Einrichtungen und Landesstellen.

03

Edieren



Brief Herzogin Elisabeths an Johann Friedrich (31. Dezember 1532) und dessen Erstlesung

Michael Schmidt, Collage, 17.08.22

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV; Vorlage und Reproduktion: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10024, Loc. 10548/6, fol. 29r

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Edition_1_1.jpg
Bei der Erstlesung des Briefes Herzogin Elisabeths von Sachsen an Kurfürst Johann Friedrich von 1532 werden die Buchstaben zeilengenau übertragen.

Zweck

Editionen erschließen historische Quellen. Durch sie werden die Texte von erzählenden Quellen, Urkunden, Briefen oder amtlichem Schriftgut nach thematischen oder archivalischen Gesichtspunkten gesammelt und den Nutzer:innen in einer verständlichen und verlässlichen Version zur Verfügung gestellt.





Faksimileausgabe des Freiberger Bergbüchleins von etwa 1500

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 19.08.22, ISGV, Dresden

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Quelle

ISGV; Vorlage: Wilhelm Pieper, Ulrich Rülein von Calw und sein Bergbüchlein, Berlin 1955, S. 76 f.

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Edition_1_2.jpg
Faksimiles sind fotografische Kopien von historischen Texten.

Die Auswahl des Editiontyps orientiert sich an den speziellen Anforderungen der Quellen und (arbeits-)ökonomischen Gesichtspunkten. Zu den wichtigsten Typen gehören 1. Faksimileausgaben, in denen die Quellen digital reproduziert werden, ...





Diplomatische Geschichte Dresdens von Johann Christian Hasche

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 19.08.22, ISGV, Dresden

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Quelle

ISGV; Vorlage: Johann Christian Hasche, Diplomatische Geschichte Dresdens, Band 5, Dresden 1820, S. 462

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Edition_1_3.jpg
Schon vor dem 20. Jahrhundert schrieben Historiografen Urkunden und Briefe ab, um die Texte bekannt zu machen - meist noch ohne erläuternde Kommentare


2. einfache Abschriften mit keinem oder nur einem schlanken Kommentarapparat, ...



Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen 1513 bis 1532, Band 2, S. 290 f.

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 19.08.22, ISGV, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV; Vorlage: Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen 1513 bis 1532, Band 2, Leipzig 2022, S.

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Edition_1_4.jpg
Regestenwerke fassen den Inhalt der Quellen zusammen und verzichten auf eine buchstabengetreue Abschrift.


3. Inhaltsangaben in Form von sogenannten Kopfregesten oder 4. Volltexteditionen.



Hauptstaatsarchiv Dresden

Foto: Sönke Friedreich, 30.08.22, Hauptstaatsarchiv Dresden

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Quelle

ISGV

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Recherche

Wichtigster Arbeitsort: das Archiv. Mit der Suche nach den Originalen beginnt hier der eigentliche Arbeitsprozess. Je nach Quellentyp müssen die Archive bestimmt werden, in denen die relevanten Schriftstücke aufbewahrt werden. Bei der Edition von Briefen sind die Aufbewahrungsorte der Nachlässe der Empfänger:innen zu ermitteln.



Portal zur Recherche in den Beständen des Sächsischen Staatsarchivs

2022

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Die Onlinerecherche ermöglicht die Suche nach den Textzeugnissen vom Arbeitsplatz aus.


Nachdem das Archiv bestimmt ist, kann die Recherche heute meist bequem über die Onlineportale der Archive erfolgen. Suchbegriffe wie Personennamen oder Ortschaften finden sich in den Bestandsnamen der Archivalien oder in den kurzen Inhaltsangaben.



Findmittel im Hauptstaatsarchiv Dresden zur Urkunde Nr. 6055

Foto: Christian Schuffels, Reproduktion, 2022

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Vorlage: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10001 Ältere Urkunden, Findmittel zur Urkunde Nr. 6055

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Auch die alten, häufig nur schwer lesbaren handschriftlichen Findmittel in den Archiven müssen bei der Editionsarbeit benutzt werden.


Häufig sind aber nicht alle Findmittel elektronisch verfügbar und die Suche muss in den Archiven fortgesetzt werden.



Entgegennahme des Archivguts

Foto: Jens Klingner, Digitalfotografie, 02.09.22

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Quelle

ISGV

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Edition_3_1.jpg
Archivgut wird in Boxen aufbewahrt, um es vor äußeren Einflüssen zu schützen. Vom Nutzenden wird es nach der Bestandssignatur bestellt.

Transkription

Nach Bestimmung der Sprache beginnt die Entzifferung des Textes. Dessen Lesbarkeit wird durch eine buchstabengetreue Übertragung hergestellt. Schwierigkeiten bereiten Editor:innen die teils schwer entzifferbaren alten Handschriften, die von unserer heutigen Schreibweise abweichen, eine eigenwillige Orthografie und Grammatik sowie fehlenden Satzzeichen. Die Originale sind mitunter auch schlecht erhalten und weisen unter anderem Löcher auf.





Brief Elisabeths auf Mikrofiche aus dem Bestand des Hauptstaatsarchivs Dresden

Foto: Jens Klingner, Digitalfotografie, 2021, Lesesaal, Hauptstaatsarchiv Dresden

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Quelle

ISGV; Vorlage: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10024 Geheimer Rat, Loc. 8607/1, fol. 100r

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Edition_3_2.jpg
Manchmal der einzige Weg, um an verlorene oder für die Nutzung gesperrte Archivalien zu kommen: der ungeliebte Mikrofiche.


Arbeitsgrundlage für diesen Arbeitsschritt sind in der Regel Kopien. Reproduktionen wie Mikrofiches, Mikrofilme oder hochauflösende Digitalisate schonen die Archivalien und ermöglichen die Arbeit außerhalb des Archivs.



Digitalisierungsgerät mit Archivalie im Hauptstaatsarchiv Dresden

Foto: Jens Klingner, Digitalfotografie, 30.08.22, Lesesaal, Hauptstaatsarchiv Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Edition_3_3.jpg
Die Anfertigung von Digitalisaten im Archiv erleichtert den Arbeitsprozess.


Das Digitalisat ist hilfreich, aber die Transkription muss abschließend am Original überprüft werden, um Lesefehler auszuschließen.



Christian Schuffels beim Lesen einer Urkunde im Hauptstaatsarchiv Dresden

Foto: Jens Klingner, Digitalfotografie, 16.03.22, Lesesaal, Hauptstaatsarchiv Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Edition_4_1.jpg
Das Entziffern alter Schriften wird durch technische Hilfsmittel erleichtert. Dazu zählen (Licht-)Lupen und UV-Lampen.


Edition und Kollationierung

Nach den zugrunde liegenden Editionsrichtlinien erfolgen Anpassungen im Quelltext, um eine bessere Lesbarkeit für die Nutzer:innen zu erreichen – beispielsweise können Satzzeichen eingefügt, Abkürzungen aufgelöst oder (wenn möglich) fehlende Textstellen ergänzt werden. Einfügungen von Bearbeiter:innen werden durch ein Klammersystem kenntlich gemacht.



Entwurf und Ausfertigung, Brief Herzogin Elisabeths an Kurfürst Johann Friedrich, 31. Dezember 1534

Michael Schmidt, Collage, 19.08.22

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Vorlagen und Reproduktion: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10024, Loc. 9812/1, fol. 142r; Hauptstaatsarchiv Weimar, Reg. N 62 I, fol. 21r

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Edition_4_2.jpg
Konzept und Ausfertigung werden abgeglichen, um den Entstehungsprozess des Briefes nachzuzeichnen.


Sind weitere Textzeugen in Form von Urkundenausfertigungen oder Abschriften überliefert, erfolgt im Arbeitsschritt der Kollation ein Abgleich der Versionen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.



Textkritischer Apparat des CDS

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 19.08.22, ISGV, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV; Vorlage: Otto Posse (Hg.), CDS, Erster Hauptteil, Bd. 1, Leipzig 1882, S. 297

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Edition_4_3.jpg
Auch Fehlstellen oder Schreiberhände werden penibel vermerkt, damit Nutzer:innen einen Eindruck vom Schriftstück erhalten.


Unterschiedliche Lesarten, Verschreibungen oder fehlerhafte sprachliche Formulierungen werden im sogenannten textkritischen Apparat verzeichnet.



Arbeitsplatz von Jens Klingner im ISGV

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 19.08.22, ISGV, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Inhaltliche Arbeit

Ein wichtiger Arbeitsschritt ist die inhaltliche Bearbeitung des Textes. Ziel ist es, Nutzer:innen beim Verständnis der erschlossenen Quelle zu unterstützen. Recherche, Transkription und inhaltliche Bearbeitung erfolgen am Arbeitsplatz.



Aufbau des Sachanmerkungsapparats der Edition der Briefe Herzogin Elisabeths von Sachsen

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 19.08.22, ISGV, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV; Vorlage: Jens Klingner (Hg.), Die Korrespondenz der Herzogin Elisabeth von Sachsen, Bd. 2, Leipzig 2016, S. 281

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Edition_5_2.jpg
Bei den Briefen Herzogin Elisabeths sind aufgrund der schwierigen Schreibweisen zahlreiche inhaltliche Erläuterungen notwendig.

Unter anderem werden spätmittelalterliche Datumsangaben aufgelöst, Personen identifiziert und Orte bestimmt. Festgehalten werden diese Informationen im Sachapparat, auch um die verwendete Literatur zu kennzeichnen. Grundlegende Informationen zum historischen Entstehungskontext und der Überlieferungsgeschichte der Quellen bietet die Einleitung zur Edition.





Inhaltsregest aus der Edition der Briefe Herzogin Elisabeths von Sachsen

Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 19.08.22, ISGV, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV; Vorlage: André Thieme (Hg.), Die Korrespondenz der Herzogin Elisabeth von Sachsen, Bd. 1, Leipzig 2010, S. 169

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Edition_5_3.jpg
Jedem Editionsstück werden Kopfregesten vorangestellt, die einen schnellen Zugang zu den sprachlich schwierigen Briefen ermöglichen.


Daneben gibt ein Kopfregest eine kurze inhaltliche Zusammenfassung der Urkunde oder des Briefes mit den beteiligten Personen und relevanten Orten.



Brief Herzogin Elisabeths an Johann Friedrich (31. Dezember 1532) und dessen Edition

Michael Schmidt, Collage, 17.08.22

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV; Vorlage und Reproduktion: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10024, Loc. 10548/6, fol. 29r

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Vom Original im Archiv zur verlässlichen Edition in einer wissenschaftlichen Ausgabe ist es ein weiter Weg.

Publikation

Die Publikation der Edition erfolgt als Buch oder über Onlineplattformen. Mit der kommentierten Edition steht den Nutzer:innen ein verlässlicher Text und gut beschriebener Textzeuge zur Verfügung. Wer die Edition zur Hand nimmt, erhält eine Vorstellung vom Original, ohne selbst ins Archiv gehen zu müssen.





Installation zu den Briefen Herzogin Elisabeths bei der Ausstellung in Rochlitz 2014

Foto: Kim Oliver Gottschalk, Digitalfotografie, 17.06.14, Schloss Rochlitz

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Whitebox

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Die neu erschlossenen Quellen finden Eingang in laufende Forschungsarbeiten, die universitäre Lehre und den Geschichtsunterricht oder regen neue Forschungsprojekte an. Präsentiert werden die Forschungsergebnisse am Beispiel der Edition der Briefe Herzogin Elisabeths in Kooperation mit Museen in Ausstellungen, in medialen Angeboten oder sogar in Romanen, wo die wissenschaftlichen Bearbeiter als Berater auftraten.



Vortrag von Christian Schuffels zum Urkundenprojekt "Codex diplomaticus Saxoniae"

Foto: Hendrik Keller, Digitalfotografie, 22.06.22, Klemperer-Saal, SLUB Dresden, TU Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

ISGV

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Mit der Veröffentlichung ist die Arbeit an und mit den Quellen nicht abgeschlossen. Forschungsergebnisse werden auf Tagungen vorgestellt und Nutzer:innen richten ein thematisch breit gefasstes Spektrum von Anfragen an die Editor:innen, die beantwortet werden müssen.

04

Forschen vor Ort

Unterwegs





Auf dem Weg nach Freiberg

Video, 27.07.22, Regional-Express Richtung Hof Hbf, Muldenhütten, Freiberg

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Video: Nathalie Knöhr

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Kurzbeschreibung
Die Bahnfahrt von Dresden nach Freiberg führt am ältesten noch betriebenen Hüttenstandort Deutschlands vorbei.


Mit dem Smartphone in Freiberg

Digitalfotografie, 18.08.21, Kirchgasse, Freiberg

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Nathalie Knöhr

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Kurzbeschreibung
Mit der Smartphonekamera lässt sich die zurückgelegte Strecke auch visuell dokumentieren.
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Wissenschaftliches Arbeiten kann direkt vor Ort stattfinden. Forschen bedeutet dann: sich zu orientieren, neue Menschen, Orte und Dinge kennenzulernen und dabei stets mit allen Sinnen aufmerksam zu sein.





Unterwegs zum Clublokal

Digitalfotografie, 11.05.22, Brückenstraße, Freiberg

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Nathalie Knöhr

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Kurzbeschreibung
Die Straße zum "Waldfrieden", dem Clublokal der Freiberger Fotofreunde, führt durch eine Kleingartensiedlung.

Ankommen

Um etwas über die Lebenswirklichkeiten von Menschen herauszufinden, nutzen Kulturanthropolog:innen empirische Methoden, wie zum Beispiel qualitative Interviews und teilnehmende Beobachtung. Diese Art des Forschens findet vor Ort statt und erfordert, sich auf Begegnungen einzulassen: Wahrnehmen, Erleben und Erfahren sind dabei Forschungsinstrumente und -quellen zugleich. Forschungsaufenthalte, bei denen Wissenschaftler:innen längerfristig am Alltagsleben von Menschen teilhaben, werden als ‚Feldforschung’ bezeichnet. Ein Fach, in dem auf diese Weise Alltagskulturen erforscht werden, ist die Kulturanthropologie.



Gruppenbild mit Forscherinnen

Digitalfotografie, 13.11.21, Georado, Dorfhain

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Eckardt Mildner

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Kurzbeschreibung
Gruppenbild der Freiberger Fotofreunde während der Exkursion zum 70-jährigen Bestehen.
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Im Herbst 2021 begleiteten Nathalie Knöhr und Nadine Kulbe den Fotoclub auf Exkursion zur bautechnischen Bildungswelt „Georado“ in Dorfhain.


Das Projekt „BildSehen // BildHandeln“ befasste sich mit der Praxis organisierter Amateurfotografie in Geschichte und Gegenwart. Im Zentrum standen die „Freiberger Fotofreunde“, einer der ältesten Fotoclubs in Ostdeutschland. Bildbestände ausgewählter Clubmitglieder wurden in einer Interviewstudie gesichtet, in Auswahl digitalisiert und analysiert. Teilnehmende Beobachtungen bei Aktivitäten wie Clubtreffen und Ausflügen gaben Aufschluss über die Amateurfotoarbeit und das Lernen von- und miteinander. Die Bearbeiterinnen fotografierten dabei auch selbst und bloggten über ihre Forschung.



Forschungsausrüstung

Digitalfotografie, 28.07.22, ISGV, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Michael Schmidt

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Jedem Forschungsaufenthalt gehen Recherchen voraus: In Vorgesprächen werden Kontakte geknüpft, Interessen dargelegt und die Teilnahmebereitschaft erfragt. Erste Besuche dienen dazu, Orte und Akteur:innen kennenzulernen. Die Forschung kann beginnen: Audiorecorder, Fotoapparat und Notizbuch werden genutzt, um Gesprochenes und Beobachtetes zu dokumentieren und Ideen festzuhalten. Auch das eigene Smartphone wird so zum Forschungsinstrument. Während ihrer Fototouren verwendeten die Bearbeiterinnen es vor allem zur Navigation.



Im Gespräch

Digitalfotografie, 19.05.22, Georado, Dorfhain

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Andreas Ludwig

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Kurzbeschreibung
Mit der Ausstellung präsentierten die Fotoclubmitglieder im Frühjahr 2022 ihre während der Exkursion im Winter gemachten "Entdeckungen im Georado".
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Fotofreund Claus Mildner und Nathalie Knöhr im Gespräch bei der Vernissage einer Ausstellung des Fotoclubs im „Georado“.

Da sein

Für die Erforschung kultureller Zusammenhänge, individueller Erfahrungen und sozialer Praktiken bedienen sich Kulturanthropolog:innen meist unterschiedlicher Methoden. Teilnehmende Beobachtung ist ein möglicher Zugang, um das Erlernen und Meistern des Fotografierens und Ausstellens im Fotoclub zu untersuchen. Von außen ist nicht immer ersichtlich, dass es sich um ernstzunehmende Forschungsarbeit handelt, wenn Wissenschaftler:innen an Ereignissen teilnehmen, Menschen kennenlernen oder einfach nur da sind. Im Forschungsprozess muss dies stetig vermittelt werden.





Bildbewertung

Freiberger Fotofreunde, Digitalfotografie, 18.08.21, Clublokal "Waldfrieden", Freiberg

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Nathalie Knöhr

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Kurzbeschreibung
Der Mappenwettbewerb des DVF Sachsen fand 2022 zum 11. Mal statt.
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Jurierung der Wettbewerbsbeiträge für den Mappenfotowettbewerb des DVF Sachsen.


Was ein ,gutes‘ Foto ausmacht, wird oft intuitiv verhandelt. Denn kreative Entscheidungen sind zu einem Gutteil erfahrungsgeleitet und nicht leicht in Worte zu fassen. Im Fotoclub bilden regelmäßige Treffen, Exkursionen sowie eigene Ausstellungen und Publikationen die Basis für den Erwerb von Wissen und Können. Im Clublokal „Waldfrieden“ finden Vorträge über Bildgestaltung und Gespräche über fototechnische Vorlieben statt. Auch gemeinsame Fototouren werden hier verabredet. Bei der Bewertung von Wettbewerbsbeiträgen dabei zu sein, half den Forscherinnen, ästhetische Urteilsfindungen zu verstehen.



Gedächtnisstütze

Collage, 10.09.22

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Nathalie Knöhr

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Kurzbeschreibung
Notizen für den Blogbeitrag (https://fotografie.hypotheses.org/1784)
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Die kurzen Notizen zu dem fotoethnografischen Stadtspaziergang bildeten die Grundlage für einen Blogbeitrag.

Das Notieren flüchtiger Eindrücke und denkwürdiger Begriffe ist Teil der Datenerhebung während der teilnehmenden Beobachtung. Verschiedene Textsorten bilden die Materialgrundlage für die spätere Auswertung und Verschriftlichung der Ergebnisse. Erste ungeordnete Kurznotizen sind Erinnerungsstützen für später ausformulierte ,Feldnotizen‘. Neben detaillierten Beschreibungen von Beobachtungen können diese bereits erste Erklärungsansätze enthalten. Indem sie Reflexionen in einem Forschungstagebuch festhalten, machen Kulturanthropolog:innen sich ihre eigenen Befindlichkeiten und Vorannahmen bewusst.





Clubabend mit Geburtstagsfeier

Freiberger Fotofreunde, Digitalfotografie, 12.02.20, Clublokal "Waldfrieden", Freiberg

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Nadine Kulbe

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Auf den Tischen im Clublokal sind nebst Präsentationstechnik auch Geburtstagsgeschenke aufgebaut, darunter eine Bastelarbeit in Form einer Fotokamera.

Das gemeinsame Interesse am Fotografieren und die freundschaftliche Geselligkeit machen für die Mitglieder der „Freiberger Fotofreunde“ das Clubleben aus. Es umfasst neben Treffen, Ausflügen und Fotoprojekten auch private Feiern, an denen die Familien der Clubmitglieder ebenfalls teilhaben. Auch die Forscherinnen durften das gesellige Miteinander bei Anlässen wie diesen miterleben. Gleich bei ihrem ersten Besuch feierte Fotofreund Hans-Jürgen Wendel während des Clubabends seinen 70. Geburtstag. Dass auch die Forscherinnen bei Anlässen wie diesem willkommen waren, war ein nicht selbstverständlicher Glücksfall. Diese gastfreundliche Offenheit und die Unterstützung der Mitglieder ermöglichten ihnen, die facettenreiche Alltagspraxis der Amateurfotografie in einem breiten Umfeld zu untersuchen.





Auf Fototour im Flöhatal

Klaus Bombach, Elke Bombach, Nathalie Knöhr, Ira Spieker, Digitalfotografie, 29.04.22, Flöhatal

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Ira Spieker

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Elke und Klaus Bombach zeigen Nathalie Knöhr wie sie beim Fotografieren ,aus der Hand‘ und mit dem Stativ vorgehen.


Beobachtungs- und Befragungsmethoden zu kombinieren, kann sinnvoll sein, um sich dem Praxiswissen, den individuellen Herangehensweisen und Erfahrungen von Fotograf:innen anzunähern. Etwa indem die Forscherin sie bei einer Tour zum Thema Landschaftsfotografie befragt. Auch das gemeinsame Betrachten von Fotoalben, Kontaktbögen oder Bilddateien setzt Erzählimpulse für Beschreibungen, Erinnerungen und Anekdoten. Um themenzentrierte Interviews zu führen, wird oft ein Frageleitfaden eingesetzt. Offene Interviews, bei denen die interviewte Person den Gesprächsverlauf mit ihrer Erzählung selbst bestimmt, werden als ,narrative Interviews‘ bezeichnet.



Materialsammlung

Digitalfotografie, 08.09.22, ISGV, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

Wie darf ich das Objekt nutzen?

Quelle

Foto: Nathalie Knöhr

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Danach

Bei einem empirischen Forschungsprojekt wie dem zum Freiberger Fotoclub kommt eine Menge Material zusammen: Interviews, Beobachtungsprotokolle, Feldnotizen, Fotografien und diverse Dokumente, wie zum Beispiel Archivalien, müssen ausgewertet und zueinander in Beziehung gesetzt werden. Welche Materialien besonders relevant sind, entscheidet zum einen die anfangs formulierte Forschungsfrage. Zum anderen sind die Erfahrungen, die im Laufe der Forschung vor Ort gesammelt wurden, ausschlaggebend. Die Auswertung umfasst viele Arbeitsschritte. Darunter die Bildanalyse, das Transkribieren und das Kodieren von Interviews sowie das Kontextualisieren des Beobachteten und Gesagten.



Kodieren

Bildschirmaufnahme, 10.09.22, ISGV, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Bild: Nathalie Knöhr

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Kurzbeschreibung
Codingsoftware erleichtert die Arbeit mit großen Datenmengen bei der qualitativen Analyse.
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Das Kodieren von Transkripten mit einer Software wie „Atlas.ti“ ist Teil der qualitativen Datenanalyse.


Transkriptionen sind nicht immer Umschriften von einem Schriftsystem ins andere, sondern auch Übertragungen von Audio- oder Videoaufnahmen in Schriftform. Das Gesprochene wird so für die Analyse aufbereitet. Dies geschieht nach zuvor festgelegten Regeln. Handelt es sich um fremdsprachige Interviews oder nutzen die Sprechenden Dialekte, sind diese zu übersetzen – je nach Fragestellung und Zielsprache. Nonverbale Äußerungen wie Lachen oder Seufzen zu notieren, kann zusätzliche Interpretationsebenen eröffnen. Für die Analyse wird der Text in Sinneinheiten eingeteilt, denen Kategorien zugeordnet werden. Dieser Prozess des Kodierens dient der Interpretation.

Das leitende Erkenntnisinteresse kulturanthropologischer Forschungen ist es, die Vielschichtigkeit menschlichen Zusammenlebens im Alltag aufzuzeigen. Dafür ist eine Einordnung des Materials in zeitgebundene, räumliche und soziale Zusammenhänge unerlässlich. Wie wir zum Beispiel beobachten konnten, fotografierten die Mitglieder des Freiberger Fotoclubs ausschließlich digital. Sie stiegen erst dann von der analogen auf die digitale Fotografie um, als sich die technische Leistungsfähigkeit deutlich erhöhte. Ihre digitalen Spiegelreflexkameras sind auch heutigen Smartphones weiterhin überlegen. Neben Erfahrung und Wissen sind also auch die jeweiligen Erwartungen an und die Verfügbarkeit von hochwertiger Technik entscheidend dafür, für welche Ausrüstung und fototechnischen Verfahren sich Amateurfotograf:innen wann entscheiden. Um zu einem differenzierten Verständnis kultureller Praktiken und individueller Relevanzstrukturen zu kommen, ist die Erschließung ihrer Kontexte also wesentlich.





Begrenzung

Digitalfotografie, 29.06.20, Schloss Reinsberg, Reinsberg

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Nadine Kulbe

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Auszuwählen, welche Inhalte veröffentlicht werden, stellt einen wichtigen Teil des Publikationsprozesses dar. Zwar gilt es, alle relevanten Aspekte zu berücksichtigen, sensible Themen erfordern aber mitunter eine Anonymisierung. Denn so manches wird Forschenden gerade dann anvertraut, wenn das Aufnahmegerät ausgeschaltet ist. Personenbezogene Daten nicht oder von Aussagen getrennt zu benennen, kann Identität und Privatsphäre der Gesprächspartner:innen schützen. Dass ihnen aus der Teilnahme an einer Studie kein Schaden entsteht, obliegt der ethischen Verantwortung der Wissenschaftler:innen.



Aus der Distanz

Kerstin Stepan, Carla Vogt, Nadine Kulbe, Digitalfotografie, Talstraße, Dorfhain

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Nadine Kulbe

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Im Laufe eines Projektes verbringen Wissenschaftler:innen und beforschte Personen bei Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten viel Zeit miteinander. Durch Begegnungen und gegenseitiges Kennenlernen können Empathie und Nähe entstehen, die für das Nachvollziehen von persönlichen Erfahrungen und Bedeutungskonstruktionen wichtig sind. Dies macht es Forschenden jedoch manchmal trotz räumlichem Abstand nicht leicht, die analytische Distanz einzunehmen, die für die abschließende Auseinandersetzung mit dem Material wichtig ist. Doch auch wenn sie für die Verschriftlichung der Ergebnisse nicht mehr vor Ort sind, muss das nicht das Ende des Kontaktes zu den Protagonist:innen ihrer Studien bedeuten. Geteilte Erlebnisse verbinden zuweilen über den Abschluss eines Projektes hinaus.

Forschen mit allen Sinnen





Riechen

Digitalfotografie, 17.05.21, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Foto: Katharina Schuchardt

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Riechen


Sehen

Digitalfotografie, 28.05.22, Cämmerswalde

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Quelle

Foto: Nathalie Knöhr

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Sehen


Hören

Claus Mildner, Anita Richter, Sandra Jakob, Andreas Ludwig, Olaf Stoy, Digitalfotografie, 29.06.20, Grabentour bei Krummenhennersdorf

Aus der Sammlung von

Georado-Stiftung

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Foto: Nathalie Knöhr

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Hören


Schmecken

Digitalfotografie, 10.08.22, Schank- und Speisewirtschaft "Waldfrieden", Freiberg

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Foto: Nathalie Knöhr

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Schmecken


Spüren

Klaus Bombach, Elke Bombach, Nathalie Knöhr, Ira Spieker, Digitalfotografie, 06.09.22, ISGV, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Foto: Michael Schmidt

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Spüren

05

Vermitteln

Zwischen Schreibtisch und Podium

Einblicke in Forschungsprozesse zu geben und Ergebnisse zu vermitteln ist Teil des Arbeitsalltags von Wissenschaftler:innen. Sie diskutieren ihre Fortschritte, veröffentlichen Fachbeiträge oder stellen Forschungsdaten online bereit. Gut vernetzt und in Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden, Museen und Vereinen gelingt es Historiker:innen und Kulturanthropolog:innen, Wissen ansprechend zu vermitteln. Indem sie die Öffentlichkeit teilhaben lassen, bringen sie ihre Erkenntnisse in den gesellschaftlichen Diskurs ein.





ISGV-Bücherschrank

Michael Schmidt, Digitalfotografie, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Schreiben

Ein Blick in den ISGV-Bücherschrank: Traditionell werden Forschungsergebnisse in den Geisteswissenschaften in gedruckten Monografien, als Quellenausgaben und in Sammelbänden publiziert.



ISGV-Twitter @isgv_dd

Bildschirmfoto: Dörthe Schimke, Bildschirmfoto von Tweet

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Kurzbeschreibung
Tweet des ISGV zur Jubiläums-Vortragsreihe #ISGV25, vom 10. November 2021
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Der Kurznachrichtendienst Twitter eröffnet schnelle und direkte Möglichkeiten, online auf wissenschaftliche Arbeit aufmerksam zu machen.


Blog https://fotografie.hypotheses.org/

Bildschirmaufnahme von Wissenschaftsblog, 2022

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Kurzbeschreibung
Video vom Wissenschaftsblog "BILDSEHEN / BILDHANDELN"
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Das Blog „BildSehen / BildHandeln“ begleitet das gleichnamige, von 2020 bis 2022 von der DFG geförderte Forschungsprojekt.

Wissenschaftsblogs erlauben es, Zwischenergebnisse schon im Forschungsprozess ohne lange Druckvorbereitungen zu veröffentlichen und so nicht nur mit der Fachcommunity über aktuelle Themen ins Gespräch zu kommen.





Fundstücke und Biografien

diverse Fotograf:innen, Collage aus Fotografien

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Bilder aus Fundstücken und Biografien des Monats.

Seit einigen Jahren werden ausgewählte Biografien aus dem Projekt Sächsische Biografie sowie Fundstücke der Forschungsarbeit monatlich auf der Homepage des ISGV präsentiert. Kurze bebilderte Texte stellen bedeutende Frauen und Männer der sächsischen Geschichte vor – oder zeichnen ein Bild der vielfältigen Kulturen Sachsens anhand alltäglicher Ereignisse und besonderer Objekte.





Tagen, Referieren, Diskutieren

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 07.11.19, Technische Sammlungen Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Kurzbeschreibung
Vortragsdiskussion während der Tagung "Urbane Kinokultur" am 07.11.2019

Sprechen

Wissenschaftliche Veranstaltungen fördern die Vernetzung und den interdisziplinären Austausch. Wie hier bei der Tagung „Urbane Kinokultur“ im November 2019, dienen sie Forschenden dazu, ihre Thesen und Ergebnisse zu diskutieren.



Führung durch die Klosterkirche

Frank Metasch, Sönke Friedreich, Wolfgang Hesse, Enno Bünz, Sophie Ziegler; Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 15.10.14, Klosterkirche Doberlug, Doberlug-Kirchhain

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Kurzbeschreibung
Kirchengeschichtliche Führung durch die Klosterkirche Doberlug am 15.10.2014

Gemeinsame Exkursionen bieten wichtige Einblicke in regionale Kulturräume, wie hier während des Ausfluges des ISGV zur Klosterkirche Doberlug im Herbst 2014. Anschauliche Wissensvermittlung vor Ort setzt für die Entwicklung neuer Projekte und Fragestellungen anregende Impulse.



Öffentliche Podiumsdiskussion

Tobias Pfeifer-Helke, Dieter Herz, Mareike Greb, André Thieme; Andreas Rutz; Foto: Michael Schmidt, Digitalfotografie, 17.09.21, Rittersaal, Schloss Hinterglauchau

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Kurzbeschreibung
Öffentliche Podiumsdiskussion bei der Tagung "Mit Vergnügen!" am 17.09.2021

Unterschiedliche Gesprächsformate tragen zu einem vielschichtigen Fachdiskurs bei. Im Rahmen der Ende 2021 veranstalteten Tagung „Mit Vergnügen!“ wurde in einer öffentlichen Podiumsdiskussion über verschiedene Formen der Geschichtsvermittlung debattiert.



Aufführung der dokumentarischen Performance "Zóna Kontaktu/Kontaktzone"

GoglMogl produktion, JohannStadthalle; Foto: Katharina Schuchardt, Digitalfotografie, 13.10.21, JohannStadthalle, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Katharina Schuchardt

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Darstellen

Das ISGV entwickelt neue Formate der Öffentlichkeitsarbeit wie Theateraufführungen zur Vermittlung kulturanthropologischer und historischer Forschungsergebnisse. Im Herbst 2021 feierte die dokumentarische Performance „Kontaktzone/Zóna kontaktu“ Premiere, die auf Forschungsinterviews basiert.



Kinoabend im Klemperer-Saal

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 06.04.22, Klemperer-Saal, SLUB Dresden, TU Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Michael Schmidt

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Mit der gemeinsam veranstalteten Reihe „Mit Victor Klemperer im Kino“ luden ISGV und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek von Oktober 2021 bis Juli 2022 in Dresden zu thematisch begleiteten Filmabenden ein und informierten so auf unterhaltsame Weise über ein Stück Film- und Kinogeschichte als Teil der Populärkultur.



Ausstellungsimpression

unbekannt, Digitalfotografie, 2008, Museum für Sächsische Volkskunst, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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ISGV

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Die Forschungsergebnisse des ISGV fließen auch in Ausstellungen ein. „Baustelle Heimat“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Museum für Sächsische Volkskunst von Mai bis Oktober 2008 in Dresden gezeigt.



IT-Büro des ISGV im Mai 2005

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 31.05.05, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Michael Schmidt

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Zugänglich machen

Das ISGV macht die Ergebnisse seiner Arbeit schon seit über 20 Jahren im Internet zugänglich und stellt Forschungsdaten, Publikationen und Informationen zu seinen Sammlungen digital bereit. Seit der Entstehung dieser Aufnahme im IT-Büro im Mai 2005 hat sich viel verändert.



Interaktive Karte des HOV

Michael Schmidt, Bildschirmaufnahme von interaktiver Karte des HOV, 2022

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ISGV

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Visualisierung der Siedlungsverhältnisse in Sachsen vom Mittelalter bis ins Jahr 2000.


Eines der frühen digitalen Projekte des ISGV ist das Historische Ortsverzeichnis von Sachsen. Es erfasst nahezu alle Siedlungen, die seit dem Mittelalter für das Gebiet des heutigen Freistaates nachweisbar sind. Als eine Art Kurzbiografie des jeweiligen Ortes präsentieren die Artikel die historisch-topografische Entwicklung der Dörfer und Städte Sachsens.



Aktuell in Erschließung: Lebenserinnerungen von Heinrich Wilhelm Fickers (1855-1937) und Taschenuhr

Michael Schmidt, Digitalfotografie, 2022, Dresden

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Michael Schmidt

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Im Lebensgeschichtlichen Archiv werden Selbstzeugnisse und biografische Dokumente von Menschen aus Sachsen aus Vergangenheit und Gegenwart gesammelt. Die Online-Datenbank stellt Digitalisate und Metadaten zu den gesammelten Objekten zur Verfügung.



Grafiken der Ausstellungskapitel

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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AGENTUR GRAFIKLADEN, Michael Sewitz

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Wenn wir Sie nun neugierig auf unsere Arbeit gemacht haben, dann schauen Sie doch mal auf unsere Homepage, abonnieren Sie unseren Newsletter oder folgen Sie uns auf Twitter.

Eine virtuelle Ausstellung von

Titelbild
Collage aus in der Ausstellung verwendeten Fotografien und Grafiken gestaltet von der AGENTUR GRAFIKLADEN, Michael Sewitz (Dresden); Gif von Nadine Kulbe

Vorschaubilder
AGENTUR GRAFIKLADEN, Michael Sewitz (Dresden)

Team

Kurator:innen
Sönke Friedreich, Jens Klingner, Nathalie Knöhr, Nadine Kulbe, Marsina Noll, Antje Reppe, Dörthe Schimke, Katharina Schuchardt, Henrik Schwanitz

Redaktion
Katrin Mai

Erstellt mit :
DDB Studio
Ein Service von:
DDB Studio

Diese Ausstellung wurde am 10.10.2022 veröffentlicht.



Impressum

Die virtuelle Ausstellung Wissen | Schaffen wird veröffentlicht von:

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde


Zellescher Weg 17
01069 Dresden


gesetzlich vertreten durch

Prof. Dr. Enno Bünz, Prof. Dr. Andreas Rutz | Direktoren des ISGV

Telefon:

+49 351 436 16 50


Fax:

+49 351 436 16 51


E-Mail:  

info@isgv.de

Inhaltlich verantwortlich:

Prof. Dr. Enno Bünz, Prof. Dr. Andreas Rutz | Direktoren
Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV)
Zellescher Weg 17
01069 Dresden

Kurator*innen:

Sönke Friedreich, Jens Klingner, Nathalie Knöhr, Nadine Kulbe, Marsina Noll, Antje Reppe, Dörthe Schimke, Katharina Schuchardt, Henrik Schwanitz

 

Rechtliche Hinweise:
Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen. Dabei wurde auf die Vertrauenswürdigkeit der Institution, welche die Ausstellung veröffentlich hat sowie die Fehlerfreiheit und Rechtmäßigkeit der virtuellen Ausstellung besonders geachtet. Der auf dieser Internetseite vorhandene Link vermittelt lediglich den Zugang zur virtuellen Ausstellung. Die Deutsche Digitale Bibliothek übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte der virtuellen Ausstellung und distanziert sich ausdrücklich von allen Inhalten der virtuellen Ausstellung, die möglicherweise straf- oder haftungsrechtlich relevant sind oder gegen die guten Sitten verstoßen. 

DDBstudio wird angeboten von:  
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handelnd für das durch Verwaltungs- und Finanzabkommen zwischen Bund und Ländern errichtete Kompetenznetzwerk

Deutsche Digitale Bibliothek
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Umsatzsteueridentifikationsnummer: 
DE 13 66 30 206

Inhaltlich verantwortlich: 
Dr. Julia Spohr
Leiterin der Geschäftsstelle
Finanzen, Recht, Kommunikation, Marketing
Deutsche Digitale Bibliothek
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10785 Berlin

Konzeption:
Nicole Lücking, Deutsche Digitale Bibliothek
Stephan Bartholmei, Deutsche Digitale Bibliothek
Dr. Michael Müller, Culture to Go GbR

Design: 
Andrea Mikuljan, FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

Technische Umsetzung:
Culture to Go GbR mit Grandgeorg Websolutions

Hosting und Betrieb:  
FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH



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