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Glauben | Sammeln

Kleine Andachtsbilder im Nachlass Adolf Spamers

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

01

Einleitung



Kreuztragung Christi

kleines Andachtsbild, um 1480

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Kreuz tragenden Jesus; laut Rückseite: im Gefolge Maria und Johannes, im Hintergrund ein Kloster
ISGV Bildarchiv BSN 186382_ohne Tafel.png
Kleines Andachtsbild: Kreuztragung Christi, Holzschnitt, um 1480

Kleine Bilder für den Glauben

Der Begriff „kleines Andachtsbild“ ist nicht historisch belegt. Er ist ein wissenschaftliches Konstrukt, das Funktion und Größe einer bestimmten Bildform beschreibt. Bezeichnet werden damit kleinformatige Bilder, die christlich-religiöse Motive zeigen. Sie dienen der privaten Andacht, der Erinnerung an Verstorbene oder an besondere religiöse Ereignisse wie auch als Freundschaftsbeweis. Kleine Andachtsbilder werden auch Gebetbuchbildchen, Wallfahrtsbildchen, Heiligenbildchen oder religiöse Einlegezettel genannt. Sie verbinden ästhetische und religiöse Erfahrungen, denn sie rufen Emotionen, Gedanken oder Handlungen als Teil der persönlichen Frömmigkeit oder des individuellen Geschmacks hervor.





Gnadenbild: Maria mit dem Jesuskind

kleines Andachtsbild, um 1900

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild, Maria mit Jesuskind (links gehalten), gekrönt, mit Reichsinsignien, Maria-Monogramm, unter ihnen der Silhouette einer Stadt mit Kirchen, Türmen und (rauchenden) Schornsteinen
ISGV Bildarchiv BSN 186233.png
Kleines Andachtsbild: Maria mit dem Jesuskind, Lithografie, um 1900


Die ältesten kleinen Andachtsbilder stammen aus dem 14. Jahrhundert, im Gebrauch sind sie bis heute. Verändert hat sich über die Jahrhunderte vieles: die Techniken der Herstellung, das verwendete Material, die Motive. Im 19. Jahrhundert hat sich das Genre von einem handgefertigten hin zu einem Massenprodukt entwickelt, das von privaten Druckereien, aber auch in Klöstern hergestellt wurde. Ihre massenhafte Verbreitung, ihr religiöser Charakter, ihr Gebrauch im privaten Alltag und ihre vielfältigen Erscheinungsformen haben sie Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem begehrten Sammelobjekt und zum Gegenstand wissenschaftlichen Interesses werden lassen.



Arbeitsräume des Instituts für Volkskunde in Dresden

Fotografie: Herbert Franke, Fotografie, 1953, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Arbeitsräume des Instituts für Volkskunde, Dresden A1, Augustusstraße, II. Etage

Kleine Bilder für die Forschung

Die Volkskunde, heute als Kulturanthropologie, Empirische Kulturwissenschaft oder Europäische Ethnologie bezeichnet, hat sich als akademische Disziplin am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Sie erforscht Alltagskultur und Alltagswelten in Vergangenheit und Gegenwart anhand von materiellen und immateriellen Ausdrucksformen. Zu den Methoden zählen Interviews, teilnehmende Beobachtung, Archivrecherchen oder Sachkulturanalysen. Zu den Bereichen, die das Fach von Beginn an bearbeitet hat, gehören die Populärkultur (zeitgenössisch Volkskultur bzw. Massenkultur), religiöse Praktiken und visuelle Zeugnisse. Diese Themenfelder vereinen sich im kleinen Andachtsbild – als massenhaftem Gebrauchsartikel mit religiösen Motiven.



Adolf Spamer, Das kleine Andachtsbild vom XIV. bis zum XX. Jahrhundert, München 1930

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Bibliothek

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Kurzbeschreibung
Adolf Spamers Monografie zum kleinen Andachtsbild, 1930 beim Verlag F. Bruckmann in München erschienen

Der erste Volkskundler, der sich den kleinen Andachtsbildern zuwandte, war Adolf Spamer. Er war es auch, der den Begriff „kleines Andachtsbild“ in die Forschung einführte. Um seine Studien zu diesem besonderen Bildtypus durchführen zu können, wertete er private und institutionelle Sammlungen aus, legte aber auch eine eigene Sammlung an, die die Grundlage dieser Ausstellung ist. Der Bestand wurde komplett digitalisiert und ist in der Deutschen Digitalen Bibliothek verfügbar.

02

Kontext



Adolf Spamer (1883–1953)

Mitte 1930er Jahre

Aus der Sammlung von

Deutsche Fotothek

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Deutsche Fotothek Dresden

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Kurzbeschreibung
Portrait Adolf Spamers, Mitte der 1930er Jahre
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Portrait Adolf Spamers, Mitte der 1930er Jahre

Adolf Spamer

Adolf Spamer, am 10. April 1883 in Mainz geboren, ist einer der bedeutendsten akademischen Volkskundler des frühen 20. Jahrhunderts. Er studierte bis 1907 in Freiburg, München, Berlin und Gießen die Fächer Philologie, Kunstgeschichte und Nationalökonomie – Volkskunde als akademisches Lehrfach ist erst seit 1919 institutionalisiert. Nach Zwischenstationen in München und Frankfurt am Main bekleidete er seit 1926 den Lehrstuhl für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Technischen Hochschule in Dresden, ab 1936 dann den ersten rein volkskundlichen Lehrstuhl an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur und des Zweiten Weltkriegs war er maßgeblich an der Institutionalisierung des Fachs Volkskunde in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR beteiligt.





Glückwunschsschreiben von Richard Beitl u.a. an Adolf Spamer

Beitl, Richard; Nickl, Johanna; Hain, Mathilde u.a., Brief, April 1943, Berlin

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Glückwünsche zu Adolf Spamers 60. Geburtstag
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Glückwunschsschreiben von Richard Beitl u.a. an Adolf Spamer, April 1943

Die Bedeutung der volkskundlichen Forschung für Adolf Spamer illustriert ein dem Wissenschaftler zu seinem 60. Geburtstag übereignetes Glückwunschschreiben, das die Unterschrift von 42 Kolleg*innen und Schüler*innen trägt. Die Handzeichnung auf der Vorderseite würdigt ihn als diversen geistigen Sinnesfreuden zugewandten Denker und Genießer. Und sie platziert ihn umrankt von einigen seiner wissenschaftlichen Interessengebiete: der Tätowierung, dem „Wilden Mann“ und den kleinen Andachtsbildern.





Präsentation der Sammlungen von Adolf Spamer

Fotografie: Jörg Hennersdorf, Fotografie, November 1999, Dresden

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Ausstellung mit Objekten aus dem Nachlass und den Sammlungen Adolf Spamers in den Räumen des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden 1999
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Ausstellung mit Objekten aus dem Nachlass Adolf Spamers im Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden, 1999


Der Nachlass

Nach Spamers Tod 1953 erwarb die Deutsche Akademie der Wissenschaften in Ost-Berlin dessen wissenschaftlichen Nachlass von seiner Haushälterin Anna Angerstein, die Spamer als Alleinerbin bestimmt hatte. Teile des Bestandes werteten in den folgenden Jahren die Volkskundlerinnen Ingeborg Weber-Kellermann, Johanna Nickel und Mathilde Hain aus. Anfang der 1980er Jahre wurde der Nachlass an die volkskundliche Forschungsstelle der Akademie in Dresden abgegeben. In deren Nachfolgeeinrichtung, dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, gab es seit den späten 1990er Jahren mehrere Erschließungsprojekte. Zuletzt konnte mit finanzieller Unterstützung des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst der Nachlass digitalisiert, erschlossen und im Portal Kalliope verzeichnet werden.



Illustrierter Geburtstagsglückwunsch für Adolf Spamer

Verfasser: Kurt Deckwerth, Brief, 10. April 1948

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Glückwünsche zum 65. Geburtstag Adolf Spamers von Kurt Deckwerth
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Geburtstagsglückwunsch für Adolf Spamer von Kurt Deckwerth, April 1948

Objekte im Nachlass

Adolf Spamers Nachlass setzt sich aus einer riesigen Menge an Manuskripten, Notizen, Bildern und Briefen zusammen. Grundlage seiner Forschungen zu Bildquellen waren Materialsammlungen zu verschiedenen Themen wie beispielweise Propagandapostkarten des Ersten Weltkriegs, Trachtenbilder, religiöse Bilderbögen sowie kleine Andachtsbilder.





Hebräisches Amulett

Autor: unbekannt, Amulett

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Den äußeren quadratischen Rahmen bildet der häufig auf Schutzamuletten zu findende Psalm 91, 1-4 ("Wer in dem Schutz des Höchsten sitzet, der ruhet im Schatten des Allmächtigen..."). In den Ecken die Namen der Erzengel Uriel, Michael, Gabriel und Rafael. Eingeschlossen in das Quadrat sind drei Schriftkreise. Innerer Kreis: "Und der Engel Gottes brach auf, der vor dem Lager Israels zog, und ging hinter ihnen her; und die Wolkensäule brach auf von vorn und stand hinter ihnen." (Ex. 14/19)
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Hebräisches Amulett


Schwälmer Tracht

Schwalm/Hessen

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Abendmahlsgängerinnen in Schwälmer Tracht (Hessen)
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Postkarte mit Schwälmer Tracht


Tobias-Segen

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Abschrift des Tobias-Segens von der Hand Adolf Spamers
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Abschrift des Tobias-Segens von der Hand Adolf Spamers


Jägerhof (Museum für Sächsische Volkskunst)

Richard Peter jun., Fotografie, 1950, Dresden

Aus der Sammlung von

Deutsche Fotothek

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Quelle

Deutsche Fotothek / Peter, Richard jun.

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Kurzbeschreibung
Dresden, Köpckestraße 1: Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung (1927-1949 Oskar-Seyffert-Museum), Ausstellung Erdgeschoßhalle nach Rücktransport der ab 1942 in Schloss Weesenstein eingelagerten Bestände
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Blick in die Dauerausstellung des Museums für Sächsische Volkskunst, Fotografie von Richard Peter sen., 1950


Sammeln und Wissenschaft

Das Sammeln gehört zu den frühesten Praktiken, die volkskundlich interessierte Personen und Vereine angewendet haben. Dahinter stand die Idee, Dinge und Ideen dauerhaft zu verwahren, um sie vor dem Verlust zu bewahren. Viele solcher Sammlungen wurden später die Grundlage wissenschaftlicher Forschungen und/oder bilden die Grundlage von musealen Beständen, so zum Beispiel im Museum für sächsische Volkskunst in Dresden oder im Museum für Volkskunde in Wien. Adolf Spamers Sammlung kleiner Andachtsbilder entstand etwa seit 1907. Die Bilder waren dem Wissenschaftler Forschungsgrundlage und dienten der Bebilderung seiner Publikationen.



Tafel mit drei kleinen Andachtsbildern aus Andechs

kleines Andachtsbild

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Darstellung der Monstranz mit den drei heiligen Hostien der Klosterkirche Andechs
ISGV Bildarchiv BSN 186372.png
Tafel mit drei kleinen Andachtsbildern aus der Sammlung Adolf Spamer


Die meisten Objekte, die das Interesse von Sammler*innen weckten, waren Gegenstände des alltäglichen Lebens. Sammeln aber bedeutet, diese Objekte von ihren ursprünglichen Verwendungszwecken zu lösen und sie in eine Sammlung – und damit in einen neuen Verwendungszusammenhang – zu integrieren. Kleine Andachtsbilder in einer Sammlung dienen nicht länger dem Glauben, der Erinnerung oder der Transzendenz, sondern dem wissenschaftlichen Vergleich, der Analyse und dem Erkenntnisgewinn.



Ausstellung des Heiligen Rockes in Trier

Postkarte, 1933, Trier

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Quelle

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Postkarte anlässlich der Ausstellung des Heiligen Rockes in Trier

Fragmente und Einheit

Nachlässe und Sammlungen bieten einen fragmentierten Zugang zu den Biografien der Sammler*innen sowie zur Kulturgeschichte. Sie setzen sich aus vielen einzelnen Objekten zusammen, die erst in der Zusammenschau Einblick in (wissenschaftliches) Leben und Wirken gewähren. Zugleich sind Nachlässe wie der Adolf Spamers eine organische Einheit, in der Elemente in Beziehung zueinander stehen können. So wird die Sammlung kleiner Andachtsbilder durch eine große Menge an Notizzetteln, Manuskripten, Zeitungsartikeln, wissenschaftlicher Literatur oder Leihzetteln von Bibliotheken ergänzt.



Ausstellung des Heiligen Rockes in Trier

Druck, 1933, Trier

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Heft anlässlich der Ausstellung des Heiligen Rockes in Trier
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Begleitheft zur Ausstellung des Heiligen Rocks in Trier, 1933


Der Heilige Rock zu Trier

Hart, W., kleines Andachtsbild, 1933, Trier

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Andachtsbild anlässlich der Ausstellung des Heiligen Rockes zu Trier
ISGV Bildarchiv BSN 186159.png
Kleines Andachtsbild: Der Heilige Rock zu Trier, bedruckter Stoff, 1933

03

Sammeln als wissenschaftliche Praxis



Bildnis von Duranty

Edgar Degas, Gemälde, Aufn.-Datum: 1954

Aus der Sammlung von

Bildarchiv Foto Marburg

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Bildarchiv Foto Marburg / Foto: unbekannt

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Kurzbeschreibung
Porträt einer Person den Kopf in einer Hand halten; dabei den Ellenbogen auf eine Erhebung oder auf ein Knie stützend
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Bildnis des französischen Schriftstellers Edmond Duranty, Gemälde von Edgar Degas, Pastell und Tempera, 1879


Was ist Sammeln?

Wissenschaftliches Arbeiten und Sammeln gehören untrennbar zusammen. In der Renaissance entstanden private „Kunst- und Wunderkammern“. Sie wurden von Museen, Bibliotheken und Archiven abgelöst, die sowohl der Arbeit, Weiterbildung wie auch der Kontemplation dienen können. Für Forschungs- und Lehrzwecke entstanden Universitätssammlungen. Aber auch im privaten Umfeld sammelten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, was interessant und für ihre Arbeit notwendig schien. Sammeln als Zusammentragen von Dingen und Informationen umfasst das Suchen, die Kommunikation, den Erwerb, die Dokumentation, das Aufbewahren und Ordnen, aber auch die Auswertung und die Vermittlung.



Postkarte von P. Anselm Mauser O.S.B. an Adolf Spamer

Mauser, Anselm [Verfasser],  Spamer, Adolf (1883-1953) [Adressat] , Postkarte, 24.09.1929, Beuron

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Postkarte von P. Anselm Mauser O.S.B. an Adolf Spamer: betr. Recherchen über kleines Adachtsbild; teilt mit, dass Sammlung in der Beneditkinerabtei Beuron erhalten ist.
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Postkarte von P. Anselm Mauser O.S.B. an Adolf Spamer, 1929

Suchen: auf Verdacht

Adolf Spamer sammelte kleine Andachtsbilder, um ihre Kulturgeschichte nachzeichnen zu können. Anfangs war er auf private Sammler und Klöster angewiesen: [U]nsere Museen [haben] nur ganz vereinzelt kleine Sammlungen solcher Andachtsbilder erworben […], so daß der Forscher heute, abgesehen von ein paar Klostersammlungen auf die zahlreichen und weitverstreuten Sammlungen einzelner Privater angewiesen ist, referierte er 1912. Neben größeren privaten Sammlungen wie denen des Münchner Architekten und Ministerialrats Philipp von Kremer oder des Antiquars Max Kummer aus Landshut fand und nutzte er unter anderem die Sammlungen der Benediktinerabtei Beuron, des Klosters Disentis und der Erzabtei St. Ottilien.





Votivtafel aus der Sammlung von Marie Andree-Eysn

Votivtafel, 1773, München, Bayern

Aus der Sammlung von

Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin

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Quelle

Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin

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Kurzbeschreibung
Votivtafel aus der Sammlung von Marie Andree-Eysn: Auf grünlichem Grunde links in ganzer Bildhöhe die auf einer blauen Kugel stehende Mutter Gottes, in der Rechten das Zepter, links das nackte Kind. Auf der linken Bildseite ein Paar Augen (mit ihrer näheren Umgebung): Unten links gerolltes Schriftband: EX VOTO 1773. Auf Inventar-Etikett: München, Auer Dult. Dort wurde also wohl das Bild erworben.

Suchen: per Zufall

Exponate für seine eigene Sammlung fand Adolf Spamer in Antiquariaten, aber auch auf Jahrmärkten. Eines der ältesten Bildchen, eine kolorierte Radierung der heiligen Klara, hatte er 1908 auf der Auer Dult erworben. Zu diesem traditionellen Münchner Jahrmarkt, der seit dem 14. Jahrhundert stattfindet, gehört bis heute ein Kunst- und Antiquitätenmarkt. Vielleicht war dies für sammelnde Wissenschaftler*innen eine feste Adresse, denn auch die Münchner Volkskundlerin Marie Andree-Eysn hatte eine Votivtafel aus dem Jahr 1773 dort erworben, wie ein Etikett auf deren Rückseite verrät.



Postkarte von Pater Amadeus an Adolf Spamer

Reisinger, Amadeus [Verfasser], Spamer, Adolf (1883-1953) [Adressat] , Postkarte, 26.09.1929, Kloster Wilhering

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Kurzbeschreibung
Postkarte von Pater Amadeus Reisinger Ord. Cist. an Adolf Spamer, betr. Spamers Rechrechen zum kleinen Andachtsbild
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Postkarte von Pater Amadeus Reisinger Ord. Cist. an Adolf Spamer, 1929

Netzwerke

Eine der wichtigsten Informationsquellen für Adolf Spamers Forschungen bildeten die Sammler*innen selbst, die nicht nur Bilder zur Verfügung stellten, sondern ihn auch mit ihrer Expertise unterstützen konnten. Kontakt hielt man mittels Briefen oder Postkarten. Oft vermittelten die Informant*innen auch weitere ihnen bekannte Sammler*innen.





Brief von Hildegard Falkner-Dobler an Adolf Spamer

Falkner-Dobler, Hildegard [Verfasserin],  Spamer, Adolf (1883-1953) [Adressat] , Brief, 05.09.1936, Landsberg am Lech

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Kurzbeschreibung
Brief von Hildegard Falkner-Dobler an Adolf Spamer, betr. Sammlung von kleinen Andachtsbildern von Hans Haggenmüller

1936 wandte sich Hildegard Falkner-Dobler an Adolf Spamer, weil sie einen Käufer für die 2.080 Andachtsbildchen umfassende Sammlung des Münchner Konservators Hans Haggenmüller suchte, die sie von ihrem verstorbenen Mann geerbt hatte.



Postkarte von Rudolf Kriss an Adolf Spamer

Kriss, Rudolf (1903-1973) [Verfasser],  Spamer, Adolf (1883-1953) [Adressat] , Postkarte, 02.10.1929, Berchtesgaden

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
Postkarte von Rudolf Kriss an Adolf Spamer, betr. betr. Spamers Recherchen für Publikation zum kleinen Andachtsbild
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Postkarte von Rudolf Kriss an Adolf Spamer, 1929


Bei dem Volkskundler Rudolf Kriss erfragte Adolf Spamer 1929 den Verbleib der Sammlung der kurz zuvor verstorbenen Volkskundlerin Marie Andree-Eysn. Kriss selbst baute im Laufe seines Lebens eine umfangreiche Sammlung von religiösen Objekten aus Mitteleuropa auf, die er 1951 dem Bayerischen Nationalmuseum schenkte.



Rechnung des Antiquariats Gilhofer & Ranschburg an Adolf Spamer

Gilhofer & Ranschburg <Wien>, Spamer, Adolf (1883-1953) [Adressat]  , Rechnung, Formular, 28.03.1912, Wien

Aus der Sammlung von

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
betr. Ankauf kleiner Andachtsbilder
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Rechnung des Antiquariats Gilhofer & Ranschburg an Adolf Spamer, 1912


Erwerben

Seine eigene Sammlung baute Adolf Spamer zum Teil durch Käufe in Antiquariaten aus. Die Rechnungen finden sich heute noch in seinem Nachlass. 1912 erwarb er zum Beispiel beim Antiquariat Gilhofer und Ranschburg im Rahmen einer Auktion am 23. März 1912 im Dorotheum in Wien 27 Bildchen zum Preis von 147 Kronen, was 125 Mark entsprach, wie er auf der Rechnung notierte.



Notizen zum Sterbebild des Erbtruchseßes Ferdinand Christoph Graf von Zeil

Adolf Spamer (Schreiber), Notiz, um 1910, wohl München

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Notizen zum Sterbebild des Erbtruchseßes Ferdinand Christoph Graf von Zeil aus der Sammlung Philipp von Kremers
ISGV_NaAS-K73-M1-1.png
Notizen zum Sterbebild des Erbtruchseßes Ferdinand Christoph Graf von Zeil von der Hand Adolf Spamers, um 1910

Dokumentieren

Sofern Adolf Spamer Sammlungen oder Objekte im Besitz von Dritten für seine Forschungen konsultieren konnte, fertigte er Notizen an. Bisweilen transkribierte er den Text und zeichnete die Bilder in vereinfachter Form ab. Manchmal nutzte er auch Reproduktionen, die er zwischen seine handschriftlichen Aufzeichnungen klebte.





Maria Waldrast in Tirol

Franz Xaver Jungwierth (München), kleines Andachtsbild, 18. Jahrhundert, München

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Quelle

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Klosters Maria Waldrast in Tirol und verschiedene Marienerscheinungen
ISGV Bildarchiv BSN 186091_abgedeckt.png
Kleines Andachtsbild aufgeklebt, mit Pergaminpapier abgedeckt: Maria Waldrast in Tirol, Radierung, Kupferstich, coloriert, 18. Jh.


Verwahren und Ordnen

Spamers Sammlung kleiner Andachtsbilder, die heute mit ca. 400 Bildchen im Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde erhalten ist, war ursprünglich umfangreicher. Noch zu Lebzeiten verschenkte er selbst, nach seinem Tod seine Haushälterin Anna Angerstein Exponate, die inzwischen unter anderem im Stadtmuseum Münster oder im Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg verwahrt werden. Die meisten Bildchen sind auf farbigen Karton aufgeklebt und mit einer ebenfalls aufgeklebten Pergaminfolie abgedeckt.



Darstellung zum Kreuz betender Kinder

kleines Andachtsbild; Spitzenbild

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Stanzspitzenbild; vier Kinder betend zum bekränzten Kreuz schauend
ISGV Bildarchiv BSN 186161.png
Kleines Andachtsbild in Pergaminhülle, aufgeklebt: vier Kinder betend zum bekränzten Kreuz schauend, Radierung, undat.

Manche Bilder befinden sich auch in händisch gefertigten Pergamintütchen, die Spamer wiederum auf Karton aufklebte.





Tafel mit vier kleinen Andachtsbildern der heiligen Maria Crescentia

kleines Andachtsbild

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Tafel mit vier kleinen Andachtsbildern der heiligen Maria Crescentia
ISGV Bildarchiv BSN 186142.png
Tafel mit vier kleinen Andachtsbildern der heiligen Maria Crescentia


Welche Ordnung Spamers Sammlung ursprünglich hatte, lässt sich heute kaum noch rekonstruieren. Anhand von Tafeln mit mehreren Andachtsbildchen lässt sich aber mutmaßen, dass er Motivgruppen bildete.



Spamers Haushälterin Anna Angerstein in Spamers Wohnung in Berlin-Lichterfelde

Fotografie (Reproduktion), um 1940, Berlin

Aus der Sammlung von

Technische Universität Dresden, Archiv

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Quelle

Technische Universität Dresden, Archiv

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Kurzbeschreibung
Fotografie von Spamers Haushälterin Anna Angerstein (rechts) und unbekannter Frau in Spamers Wohnung in Berlin-Lichterfelde

Darüber hinaus nutzte Adolf Spamer die Bildchen auch als Wohnraumschmuck. Der Schriftsteller Martin Knapp, mit dem ihn eine lange Freundschaft verband, beschrieb 1919, dass er Spamers Münchner Wohnung besucht habe: Da „saß ich […] auf deinem Sofa zwischen den Heiligenbildern.“ Eine Fotografie von Spamers Wohnung in Berlin, um 1940 entstanden, zeigt seine Haushälterin Anna Angerstein (rechts im Bild), die mit einer unbekannten Frau vor einer Wand sitzt, die vermutlich mit kleinen Andachtsbildern behängt ist.



Vortrag Adolf Spamers zum kleinen Andachtsbild

Adolf Spamer (Verfasser), Manuskript, 1912, München

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Zwei Seiten eines Vortrags Adolf Spamers zum kleinen Andachtsbild, gehalten 1912 in München beim Bayerischen Landesverein für Heimatschutz
ISGV_NaAS-K11-M1_Vortrag.png
Vortrag Adolf Spamers zum kleinen Andachtsbild, 1912

Auswerten und Vermitteln

Im Jahr 1912 hielt Adolf Spamer einen Vortrag über kleine Andachtsbilder aus der Sammlung Philipp von Kremers vor Mitgliedern des Bayerischen Landesvereins für Heimatschutz. Dies dürfte sein erster öffentlicher Beitrag zu dem Thema gewesen sein. Seine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Sujet endete mit der Veröffentlichung seines Standardwerks „Das kleine Andachtsbild vom XIV. bis zum XX. Jahrhundert“ beim Münchner Verlag F. Bruckmann 1930.



04

Kleine Andachtsbilder aus der Sammlung Spamer



Maria Waldrast in Tirol

Franz Xaver Jungwierth (München), kleines Andachtsbild, 18. Jahrhundert, München

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Klosters Maria Waldrast in Tirol und verschiedene Marienerscheinungen

Motive

Maria | Jesus | Heilige | Orte


Maria mit dem Jesuskind (Strahlenkranzmadonna)

kleines Andachtsbild

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
Darstellung Marias mit dem Jesuskind, stillende Maria (Galaktotrophusa), blumenbekrönt, unter ihr betende Menschen, Taube, himmlischer Vater; in Flammenaureole auf der Mondsichel stehend (Strahlenkranz- oder Mondsichelmadonna)
ISGV Bildarchiv BSN 186361.png
Strahlenkranzmadonna, Holzschnitt, um 1500


Maria

Adolf Spamers Sammlung enthält überwiegend Bildchen katholischer Provenienz. Daher sind Marienbildnisse besonders häufig.



Gnadenbild Marias mit Jesuskind

Mo. Schön (Kupferstecher); Verlag von Math. Gentner (Augsburg)
, kleines Andachtsbild, 19. Jahrhundert, Augsburg

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild Marias mit Jesuskind, Darstellung nach dem Gnadenbild der sog. Kobelkirche, St. Maria von Loreto auf dem Kobel in Westheim bei Augsburg, beide bekrönt, von drei Engeln getragen
ISGV Bildarchiv BSN 186456.png
Gnadenbild Marias mit Jesuskind, Kupferstich, 19. Jh.


Gnadenbild aus der Gnadenkapelle Altötting

kleines Andachtsbild

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Darstellung Marias mit Jesus; Gnadenbild der Gnadenkapelle Altötting
ISGV Bildarchiv BSN 186073.jpg
Gnadenbild aus der Gnadenkapelle Altötting, Lithografie, undat.


Gnadenbild einer Mariahilfkirche

kleines Andachtsbild; Pilgermarken oder Schluckbildchen

Aus der Sammlung von

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Kurzbeschreibung
wohl Pilgermarken (oder Schluckbildchen?), Gnadenbild aus einer Mariahilfkirche
ISGV Bildarchiv BSN 186139.jpg
Gnadenbild einer Mariahilfkirche, Kupferstich, Radierung, undat.


Gnadenbild mit Maria und Jesus

kleines Andachtsbild, 1823

Aus der Sammlung von

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild, Darstellung Marias und Jesus, gekrönt, auf einer Wolke mit Engel stehend, darunter die Gnadenkapelle von Altötting
ISGV Bildarchiv BSN 186340.jpg
Gnadenbild mit Maria und Jesus, Kupferstich, 1823


Marienbild der Basilika St. Michael in Absam (Tirol)

Carl Alexander Czichna (Innsbruck), kleines Andachtsbild; Spitzenbild, 19. Jahrhundert, Innsbruck

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild, Darstellung des Marienbildes aus der Basilika St. Michael in Absam (Tirol), Dorfausschnitt von Absam
ISGV Bildarchiv BSN 186121.jpg
Marienbild der Basilika St. Michael in Absam, Radierung, 19.Jh.


Gnadenbild Marias mit Jesuskind

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild Marias mit Jesuskind (links gehalten), beide mit Herzen um den Hals, Jesus ein Buch haltend, Glorien, Stern auf rechter Schulter Marias (Zeichen der Reinheit, gem. der immaculata conceptio)
ISGV Bildarchiv BSN 186413.png
Gnadenbild Marias mit Jesuskind, Kupferstich, undat.


Innenseite eines Klappbildes

kleines Andachtsbild; Klappbild

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Kurzbeschreibung
Innenseite eines Klappbildes Maria Hilf, auf der Außenseite: Rosenstrauch in Gefäß
ISGV Bildarchiv BSN 186166.png
Innenseite eines Klappbildes mit Mariendarstellung, gezeichnet, hs., undat.


Kreuztragung Christi

kleines Andachtsbild, um 1480

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Kreuz tragenden Jesus; laut Rückseite: im Gefolge Maria und Johannes, im Hintergrund ein Kloster
ISGV Bildarchiv BSN 186382.png
Kreuztragung Christi, um 1480, Holzschnitt


Jesus

Auch Jesus Christus gehört zu den häufigen Motiven in Spamers Sammlung. Typisch sind Szenen aus dem Leben und Leiden Jesu.



Marias mit dem toten Jesus auf ihrem Schoß (Pietà)

Franz Maulini (Prag), kleines Andachtsbild; Pietà, 19. Jahrhundert, Prag

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Kurzbeschreibung
Darstellung Marias mit dem toten Jesus auf ihrem Schoß (Pietà), daneben drei Engel
ISGV Bildarchiv BSN 186107.png
Pietà: Marias mit dem toten Jesus auf ihrem Schoß, 19. Jahrhundert, Aquatinta, Radierung, coloriert


Der tote Jesus auf Marias Schoß (Pietà)

kleines Andachtsbild; Pietà

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Kurzbeschreibung
Darstellung des toten Jesus auf Marias Schoß (Pietà), zwei Engel
ISGV Bildarchiv BSN 186112.jpg
Pietà: Der tote Jesus auf Marias Schoß, undat., Lithografie


Sterbebild mit der Darstellung Jesu

Verlag Wilhelm F. Mayr (Miesbach), kleines Andachtsbild; Sterbebild, um 1900, Miesbach

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Kurzbeschreibung
Sterbebild; Darstellung Jesu, auf sein flammendes, dornenbekränztes Herz zeigt; auf Rückseite Todesanzeige
ISGV Bildarchiv BSN 186052.png
Sterbebild mit der Darstellung Jesu, um 1900, Chromolithografie


Schweißtuchbild

kleines Andachtsbild, um 1800

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Kopf Jesu während seiner Marter, dem Schweißtuch der Veronika nachempfunden
ISGV Bildarchiv BSN 186250.png
Schweißtuchbild, um 1800, Leinentuch, Farbe


Der am Kreuz sterbende Jesus

kleines Andachtsbild, zwischen 1740 und 1800 (Original), Herrnhut

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Kurzbeschreibung
Darstellung des am Kreuz sterbenden Jesus, um ihn herum laut Spamer (Kleines Andachtsbild, München 1930, S. 160) die herrnhutischen Chöre, Graf Zinzendorf und sein Sohn Christian Renatus
ISGV Bildarchiv BSN 186302.jpg
Kreuzigungsszene, zwischen 1740 und 1800 (Original), Reproduktion: Pigmentdruck auf Bromsilberpapier


Ankleidebildchen mit Jesuskind

Franz Heißig (Augsburg), kleines Andachtsbild; Ankleidebildchen, zwischen 1750 und 1800, Augsburg

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Kurzbeschreibung
Ankleidebildchen eines Jesuskindes
ISGV Bildarchiv BSN 186318.png
Ankleidebildchen des sogenannten Loreto-Kindl, zwischen 1750 und 1800, Collage


Dornenbekränzter Kopf Jesu

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung eines dornenbekränzten Jesuskopfes, dem Schweißtuch der Veronika nachempfunden
ISGV Bildarchiv BSN 186410.png
Dornenbekränzter Kopf Jesu, undat., Pinselzeichnung auf Stoff


Die Zunge Christi

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung der Zunge Christi, aufgehängt, von Gloriole umgeben
ISGV Bildarchiv BSN 186020.png
Die Zunge Christi, undat., Kupferstich


Maria Crescentia

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung der Maria Crescentia, liegend, Kreuz in der Hand, vier Kerzen, Kruzifix
ISGV Bildarchiv BSN 186144.jpg
Maria Crescentia, undat., Radierung


Maria Crescentia

Andachtsbildchen weisen eine große motivische Bandbreite in Bezug auf die christliche Heiligenverehrung auf. Maria Crescentia – eigentlich Maria Crescentia Höss (1682–1744) – war Oberin des Klosters Kaufbeuren. Bereits nach ihrem Tod setzten Wallfahrten zu ihrem Grab ein. Das Andachtsbildchen zeigt die aufgebahrte Tote. Erst 1900 wurde Maria Crescentia selig- und 2001 heiliggesprochen.



Die heilige Klara

kleines Andachtsbild, um 1520

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Kurzbeschreibung
Darstellung der heiligen Klara von Assisi, in Ordensgewand, mit Monstranz, goldene Glorie, im Hintergrund ein Stadtumriss
ISGV Bildarchiv BSN 186399.png
Die heilige Klara, um 1520, Radierung


Klara

Klara von Assisi (um 1193–1253) war die Gründerin des Ordens der Klarissen. Sie hatte ihr Leben radikaler Armut verschrieben und erfuhr für ihren Mut und ihr Gottvertrauen tiefe Verehrung. In der christlichen Ikonographie wird die heilige Klara meist mit einer Monstranz, einem liturgischen Gefäß mit einer Hostie, dargestellt, die sie hier in der Hand trägt.



Die heilige Apollonia

kleines Andachtsbild; Spitzenbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung der heiligen Apollonia von Alexandrien, als Jungfrau, typisch mit Zange und Zahn, Palmenzweig Gloriole
ISGV Bildarchiv BSN 186162.png
Die heilige Apollonia, undat, Kupferstich


Apollonia

Apollonia von Alexandria (3. Jahrhundert) war eine Märtyrin. Zu ihren Attributen zählt unter anderem eine Zange, die einen Zahn festhält, weil ihr im Martyrium die Zähne ausgerissen worden sein sollen, sowie die sogenannte Märtyrerpalme. Beides hält sie hier in ihrer rechten Hand.



Der heilige Ignatius

kleines Andachtsbild; Spitzenbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung des heiligen Ignatius von Loyola, typisch mit IHS-Zeichen, betend
ISGV Bildarchiv BSN 186326.png
Der heilige Ignatius, undat., Papierspitze, Kupferstich


Ignatius

Ignatius von Loyola (1491–1556) war der wichtigste Mitbegründer des Jesuitenordens. Er wurde 1609 selig- und 1622 heiliggesprochen. Das Nomen sacrum IHS leitet sich von den ersten drei Buchstaben des Namen Jesu in griechischen Großbuchstaben her. Die Jesuiten deuten das Symbol auch als Kurzform von „Iesum Habemus Socium“ („Wir haben Jesus als Gefährten“).



Der heilige Johannes Nepomuk

Johann Michael Söckler (Kupferstecher), kleines Andachtsbild, 18. Jahrhundert

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Kurzbeschreibung
Darstellung des heiligen Johannes von Nepomuk, stehend, typisch als Kanoniker mit Rochett, Almutie und Kruzifix, Kranz aus fünf Sternen neben ihm ein Engel mit Palmenzweig, dahinter Szene seines Todes: den Sturz in die Moldau
ISGV Bildarchiv BSN 186450.png
Der heilige Johannes Nepomuk, 18. Jh., Kupferstich


Johannes Nepomuk

Johannes von Nepomuk (tschechisch Jan Nepomucký; um 1350–1393) war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er gilt als sogenannter Brückenheiliger: Johannes Nepomuk wurde von der Prager Karlsbrücke in die Moldau gestürzt und ertränkt. Sein Standbild findet sich daher auf vielen Brücken. Wegen seiner Verschwiegenheit ist er auch der Schutzpatron des Beichtgeheimnisses. Weitere seiner Attribute zeigt dieses Andachtsbild: ein Heiligenschein mit fünf Sternen, die für die fünf Buchstaben des lateinischen Wortes „tacui“ („ich habe geschwiegen“) stehen, als Zeichen seines kirchlichen Ranges eine sogenannte Mozetta – ein Chorhemd für höhere Geistliche –, hier aus Hermelin gefertigt, sowie ein Birett als Kopfbedeckung. Zudem wird der Heilige häufig unter Zugabe einer Märtyrerpalme dargestellt.



Die Monstranz mit den drei Hostien in der Klosterkirche Andechs

Frehling (Augsburg), kleines Andachtsbild, um 1800, Augsburg

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Kurzbeschreibung
Darstellung der Monstranz mit den drei Hostien aus der Klosterkirche Andechs, darunter das Gnadenbild aus der Klosterkirche (links) und eine Maria (rechts), darunter Ansicht der Klosterkirche und Blick auf einen See, sechs Engel
ISGV Bildarchiv BSN 186378.jpg
Die Monstranz mit den drei Hostien in der Klosterkirche Andechs, um 1800, Kupferstich


Kloster Andechs

Viele Andachtsbildchen weisen Bezüge zu Klöstern und Wallfahrtsorten auf. Kloster Andechs in Bayern wurde Mitte des 15. Jahrhunderts gegründet. Das Bild zeigt das auf einem Berg liegende Kloster und dessen Umgebung, außerdem zwei Gnadenbilder Marias, die sich in der Klosterkirche befinden, sowie die „Heiligen drei Hostien“. Diese sind Teil eines im 14. Jahrhundert aufgefundenen Reliquienschatzes, mit dem die Wallfahrt nach Andechs überhaupt erst einsetzte.



Gnadenbild aus der Klosterkirche Andechs

kleines Andachtsbild, um 1800

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Gnadenbildes aus der Klosterkirche Andechs, die Mondsichel liegt verkehrt herum
ISGV Bildarchiv BSN 186375.jpg
Gnadenbild aus der Klosterkirche Andechs, um 1800, Kupferstich


Kloster Andechs

Ein besonders häufiges Motiv auf Andachtsbildchen ist dieses Andechser Gnadenbild: Maria mit dem Jesuskind befindet sich auf dem Altar der Klosterkirche.



Der Sarg des heiligen Nepomuk

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Hochgrabes des heiligen Johannes Nepomuk (im Veitsdom in Prag)

Veitsdom

Das Andachtsbildchen zeigt das Hochgrab des heiligen Johannes Nepomuk im Prager Veitsdom. Der Märtyrer wurde 1393 in der Moldau ertränkt, ihm wurde nach seinem Tod tiefe Verehrung entgegengebracht. Sein aus fast zwei Tonnen Silber gefertigtes Grab entstand 1736.



Gnadenbild Marias mit Jesuskind

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild Marias mit Jesuskind, gekrönt, mit Mandorla; dem Marienbild der Gnadenkapelle Altötting nachempfunden
ISGV Bildarchiv BSN 186133.png
Altöttinger Gnadenbild, undat., Lithografie

Gnadenkapelle Altötting

Das Gnadenbild Marias im bayerischen Altötting ist seit vielen Jahrhunderten Wallfahrtsziel. Die weltberühmte Schwarze Madonna steht in der Gnadenkapelle, auch Heilige Kapelle genannt. Berühmt ist auch der Rundgang um die Kapelle, der mit hunderten Votivbildern behängt ist.





Tafeln mit zwei Darstellungen des Gnadenbildes der Gnadenkapelle Altötting

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Gnadenbildes der Gnadenkapelle Altötting, darunter Darstellung der Kapelle selbst
ISGV Bildarchiv BSN 186448.png
Tafeln mit zwei Darstellungen des Gnadenbildes der Gnadenkapelle Altötting


Gnadenbild St. Maria in Telgte

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild, Pietà (Darstellung Marias mit totem Jesus) aus der Wallfahrtskirche in Telgte
ISGV Bildarchiv BSN 186115.png
Gnadenbild in Telgte, undat., Prägedruck


Telgte

Telgte ist ein Wallfahrtsort im Bistum Münster. Verehrt wird hier das Gnadenbild der Schmerzensmutter (Mater Dolorosa). Die Pietà – die Darstellung Marias mit dem Leichnam ihres vom Kreuz abgenommenen Sohnes – wurde 1370 aus Lindenholz geschaffen. Sie steht in der um 1650 errichteten Telgter Wallfahrtskapelle.



Gnadenbild der Maria zu Albendorf

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung Marias mit Jesuskind, umgeben von sechs Engeln, unter ihr die Wallfahrtskirche Albendorf (Wambierzyce, Polen)
ISGV Bildarchiv BSN 186114.png
Gnadenbild der Maria zu Albendorf, undat., Kupferstich

Wambierzyce

Wambierzyce (deutsch: Albendorf) ist ein Wallfahrtsort im Westen Polens. Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Ihren Mittelpunkt bildet die mittelalterliche Figur der heiligen Mutter Gottes, die seit dem 13. Jahrhundert verehrt wird. Der Legende nach soll sie einem blinden Jungen das Augenlicht zurückgegeben haben.





Maria Waldrast in Tirol

Franz Xaver Jungwierth (München), kleines Andachtsbild, 18. Jahrhundert, München

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Klosters Maria Waldrast in Tirol und verschiedene Marienerscheinungen

Maria Waldrast

Maria Waldrast ist ein Wallfahrtskloster in Tirol und auf 1.638 Metern eines der am höchsten gelegenen Klöster Europas. Das geschnitzte Gnadenbild – eine sitzende Mutter Gottes, die dem Jesuskind einen Apfel reicht – befindet sich auf dem dortigen Altar.



Heilig-Blut-Reliquie aus der Basilika St. Martin und Oswald in Weingarten

Verlag Joseph Geiger (Augsburg), kleines Andachtsbild, Augsburg

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Kurzbeschreibung
Darstellung der Heilig-Blut-Reliquie aus der Basilika St. Martin und Oswald in Weingarten (Baden-Württemberg) als Wallfahrtsandenken
ISGV Bildarchiv BSN 186420.png
Heilig-Blut-Reliquie aus der Basilika St. Martin und Oswald in Weingarten mit Gebet, undat., Kupferstich


Weingarten

Die Heilig-Blut-Reliquie – das Blut Jesu Christi vermischt mit Erde – erhielt das Kloster Weingarten im Jahr 1094 als Geschenk. Seit dem frühen 18. Jahrhundert wird sie in der Basilika St. Martin und Oswald aufbewahrt. Am Freitag nach Christi Himmelfahrt findet zur Verehrung der Reliquie der sogenannte Blutritt statt, der als größte Reiterprozession in Europa gilt.



Sterbebild für P. August Ulrich Schäftl O.S.B.

kleines Andachtsbild, Sterbebild

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Kurzbeschreibung
Sterbebild für P. August Ulrich Schäftl O.S.B.

Funktionen

Andenken | Sterbezettel | Gebetszettel | Fleißbildchen


Tafel mit zwei kleinen Andachtsbildern mit Motiven aus der Klosterkirche Andechs

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Tafel mit zwei kleinen Andachtsbildern mit Motiven aus der Klosterkirche Andechs, Wallfahrtsandenken, Darstellung Klosterkirche Andechs (Bayern) und der Monstranz mit den heiligen 3 Hostien sowie Marias und Jesu
ISGV Bildarchiv BSN 186081.png
Wallfahrtsandenken: zwei kleine Andachtsbilder mit Motiven aus der Klosterkirche Andechs


Erinnerung und Andenken

Dem Umgang mit kleinen Andachtsbildern liegen immer religiöse Praktiken zugrunde; ihre Funktionen waren jedoch durchaus unterschiedlich. Häufig erinnerten sie an Wallfahrten, konnten aber auch dem Andenken besonderer religiöser Ereignisse oder von Personen dienen.



Maria mit Jesuskind und das Kloster Heiliger Berg in Přibram

Maulini, Franz (Prag), kleines Andachtsbild, um 1700, Praha [Prag], Hlavní město Praha

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Kurzbeschreibung
Maria mit Jesuskind und das Kloster Heiliger Berg in Přibram, Wallfahrtsandenken
ISGV Bildarchiv BSN 186089.jpg
Wallfahrtsandenken: Maria mit Jesuskind und das Kloster Heiliger Berg in Přibram, um 1700, Radierung


Der heilige Rock zu Trier

kleines Andachtsbild, 1844

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Kurzbeschreibung
Darstellungen des Heiligen Rockes Jesu im Dom zu Trier
ISGV Bildarchiv BSN 186155.jpg
Andenken zur Ausstellung des heiligen Rocks zu Trier, 1844, Radierung


Der heilige Rock im Dom zu Trier

Scharding, J. J. (Trier), kleines Andachtsbild, 1933, Trier

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Kurzbeschreibung
Darstellung des heiligen Rockes Jesu aus dem Trierer Dom, hängend, von einem Vorhang umgeben, darüber das Christusmonogramm
ISGV Bildarchiv BSN 186160.jpg
Andenken zur Ausstellung des heiligen Rocks Trier, 1933, Schablonendruck


Kreuzigungsgruppe

kleines Andachtsbild, um 1910, München

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Kurzbeschreibung
Kreuzigungsgruppe, Jesus verstorben am Kreuz, zu seinen Füßen seine Mutter Maria, Maria Magdalena und eine weitere Frau
ISGV Bildarchiv BSN 186323.jpg
Kreuzigungsgruppe: Andenken an die Osterbeichte in München, um 1910, Autotypie


Gnadenbild des Franziskanerklosters Maria Enzersdorf

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild des Franziskanerklosters Maria Enzersdorf in Maria Enzersdorf bei Wien, ab 1730 als Wallfahrtskirche Maria Heil der Kranken; Darstellung Gnadenbild Marias mit Jesuskind, von vier Engeln umgeben, darunter die Wallfahrtskirche; Wallfahrtsandenken; auf Rückseite handschriftl.: Maria Buggenhofen
ISGV Bildarchiv BSN 186465.png
Wallfahrtsandenken: Gnadenbild des Franziskanerklosters Maria Enzersdorf, undat.


Gnadenbild mit Marienstatue aus der Wallfahrtskirche Mariä Heim

kleines Andachtsbild, 1900

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild, Darstellung der Marienstatue aus der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Horní Police (Tschechien), darunter Abbildung der Wallfahrtskirche; Gebet; Wallfahrtsandenken
ISGV Bildarchiv BSN 186468.png
Wallfahrtsandenken: Gnadenbild mit Marienstatue aus der Wallfahrtskirche Mariä Heim, 1900, Chromolithographie


Sterbezettel von Catharina Jakobi

Scheid, H. L. (Coblenz), kleines Andachtsbild, 1912, Einsiedeln, Schwyz

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Kurzbeschreibung
Todesanzeige für Catharina Jakobi; auf der Vorderseite: Sterbebild; Darstellung Jesu
ISGV Bildarchiv BSN 186043.png
Sterbezettel von Catharina Jakobi: Textseite, 1912, Lithografie


Sterbezettel

Eine besondere Form des Andenkens sind Sterbebildchen oder Totenzettel, die auf der Vorderseite ein Bild oder das Portrait der Verstorbenen und auf der Rückseite biografische Angaben sowie einen Bibelspruch tragen. Trauergäste erhielten sie beim Gottesdienst. Der Brauch war im 19. Jahrhundert in katholischen Gebieten in ganz Europa verbreitet und wird vereinzelt heute noch praktiziert.



Sterbezettel von Catharina Jakobi

Verlag Benziger & Co. , kleines Andachtsbild, um 1912, Einsiedeln, Schwyz

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Kurzbeschreibung
Sterbebild; Darstellung Jesu mit Dornenkrone, nach oben blickend; auf Rückseite Todesanzeige
ISGV Bildarchiv BSN 186044.png
Sterbezettel von Catharina Jakobi: Bildseite, 1912, Lithografie


Sterbebild für P. August Ulrich Schäftl O.S.B.

kleines Andachtsbild, Sterbebild

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Kurzbeschreibung
Sterbebild für P. August Ulrich Schäftl O.S.B.
ISGV Bildarchiv BSN 186045.jpg
Sterbebild für P. August Ulrich Schäftl O.S.B., undat.


Sterbezettel von Anna Estner

Buchdruckerei Wendelstein, kleines Andachtsbild, 1905, Rosenheim, Bayern

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Kurzbeschreibung
Todesanzeige für Anna Estner; auf der Vorderseite: Sterbebild; Darstellung Marias als Schmerzensmutter
ISGV Bildarchiv BSN 186046.png
Sterbezettel von Anna Estner: Textseite, 1905, Chromolithografie


Sterbezettel von Anna Estner

Buchdruckerei Wendelstein, kleines Andachtsbild, 1905, Rosenheim, Bayern

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Kurzbeschreibung
Sterbebild; Darstellung Marias als Schmerzensmutter, den Mantel Jesu haltend, mit einer Träne im Auge nach unten blickend; auf Rückseite Todesanzeige
ISGV Bildarchiv BSN 186047.png
Sterbezettel von Anna Estner: Bildseite, 1905, Chromolithografie


Sterbezettel für Anton Wachinger

Druckerei M. Niedermayr, kleines Andachtsbild, 1907, Rosenheim

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Kurzbeschreibung
Todesanzeige für Anton Wachinger; auf der Vorderseite: Sterbebild; Darstellung Jesu
ISGV Bildarchiv BSN 186053.jpg
Sterbezettel für Anton Wachinger: Textseite, 1907


Sterbezettel für Anton Wachinger

Druckerei M. Niedermayr, kleines Andachtsbild, 1907, Rosenheim

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Kurzbeschreibung
Sterbebild; Darstellung Jesu, betend in den Himmel schauend, in einer Waldszenerie; auf Rückseite Todesanzeige
ISGV Bildarchiv BSN 186054.png
Sterbezettel für Anton Wachinger: Textseite, 1907


Trostgebet in Form eines Kreuzes

Lith. Anstalt v. C. Redlich, kleines Andachtsbild, Innsbruck, Tirol

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Kurzbeschreibung
Trostgebet; auf der Vorderseite: Darstellung der Gnadenstatue Maria Brettfall und der Wallfahrtskirche Maria Brettfall
ISGV Bildarchiv BSN 186473.jpg
Trostgebet in Form eines Kreuzes, undat.


Gebetszettel

Gebetszettel unterscheiden sich von Andachtsbildchen dadurch, dass sie überwiegend aus Gebetstexten bestehen und die bildliche Gestaltung eher illustrativen Zwecken dient.



Zettel mit verschiedenen Gebeten und Segen für eine gute Geburt

Kathol. Verlagsanstalt von Ignaz Langer, kleines Andachtsbild, Jiřetín pod Jedlovou/St. Georgenthal (Nordböhmen)

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Kurzbeschreibung
Darstellung Marias mit Jesuskind, gekrönt, auf einem Thron sitzend, von zwei Engeln umgeben, unter ihnen eine Darstellung St. Georgenthals (Jiřetín pod Jedlovou, Tschechien) mit Kreuzweg zur Wallfahrtskapelle; auf Rückseite ovale Jesusdarstellung, ein dornengekröntes Herz haltend
ISGV Bildarchiv BSN 186173.png
Zettel mit verschiedenen Gebeten und Segen für eine gute Geburt, undat., Chromolithographie


Darstellung des Gnadenbildes "Maria, Mutter der Schönen Liebe" mit Gebet

Belling, Joseph Erasmus, kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Gnadenbildes "Maria, Mutter der Schönen Liebe" aus der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Wessobrunn (Bayern), Kopf nach links geneigt, nachdenklicher Blick, von einem Blumenkranz bekrönt, Bild in Rahmen eingefasst; Gebet, vmtl. für eine im Sterben liegende Person
ISGV Bildarchiv BSN 186306.png
Darstellung des Gnadenbildes "Maria, Mutter der Schönen Liebe" mit Gebet, undat.


Hauchbild

Walch, Johann (München), kleines Andachtsbild, Augsburg, Bayern

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Kurzbeschreibung
Hauchbildchen; Darstellung der 14 Nothelfer und des Jesuskindes des Gnadenaltars aus der Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein
ISGV Bildarchiv BSN 186338.png
Hauchbild mit Darstellung der 14 Nothelfer und des Jesuskindes des Gnadenaltars aus der Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein, undat.

Fleißbildchen

Als Freundschaftsbeweis unter Kindern wie auch als Motivationsanreiz in der Schule dienten Fleißbildchen. Deutlich wird hieran die Entwicklung, die kleine Andachtsbilder als Massenprodukt auch nehmen konnten: weg von religiösen Devotionalien hin zu einem säkularisierten Objekt.





Der heilige Johannes in einer Blume

kleines Andachtsbild

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Dresden)

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Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde

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Kurzbeschreibung
Darstellung des heiligen Johannes (vmtl. Johannes der Täufer) in einer Blume, florales Muster ausgeschnitten und gespickelt

Material und Techniken

Papier und Luxuspapier | Pergament | Stoff | Hausen | Holzschnitt | Kupferstich | Radierung | Lithografie | Handzeichnung | Collage



Die heiligen Thekla von Ikonium mit neun Einzeldarstellungen ihres Lebensweges und Patronats

Fridrich, Bernhard Gottlieb, kleines Andachtsbild, Regensburg

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Kurzbeschreibung
Darstellung und kurze Beschreibung der heiligen Thekla von Ikonium, mit neun Einzeldarstellungen ihres Lebensweges und Patronats, typische Merkmale: Kreuz, Buch, Palmenblatt, Scheiterhaufen, Stier, Schlange, Löwe

Papier und Luxuspapier

Papier ist ein vielseitiger und nicht wegzudenkender Werkstoff, der diverse Funktionen übernehmen kann – als Träger von Bildern und Texten zu dienen, ist nur eine Möglichkeit. Weil Papier zudem ein kostengünstiges Material ist, wurden kleine Andachtsbilder meistens darauf gedruckt.



Der heilige Franziskus von Assisi

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Stanzspitzenbild; Darstellung des heiligen Franziskus von Assisi, typisch mit Kreuz, Buch (Evangelien), Stigmata an den Händen, Mönchskutte mit Kapuze und Strick, Totenschädel, Gloriole
ISGV Bildarchiv BSN 186165.png
Stanzspitzenbild: Der heilige Franziskus von Assisi, undat. Kupferstich

Eine Besonderheit ist das sogenannte Luxuspapier. Dabei handelt es sich um Papiere, die veredelt, verziert oder aufwendig bearbeitet sind: durch Prägen oder Stanzen, Vergolden oder Versilbern, Kolorieren oder Aufbringen weiterer Materialien wie Glimmer. Zu den Luxuspapieren gehört auch das Spitzenpapier, das gern zur Gestaltung und Aufwertung kleiner Andachtsbilder verwendet wurde. Zunächst wurden die Spitzenmuster von Hand geschnitten. Erst mit der Entwicklung entsprechender Maschinen im 19. Jahrhundert war es möglich, Papierspitze auch industriell herzustellen.





Gnadenbild und Wallfahrtskirche Basilika zu den Sieben Schmerzen Mariä in Pöstlingberg

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Stanzspitzenbild; Darstellung des Gnadenbildes und der Wallfahrtskirche Basilika zu den Sieben Schmerzen Mariä in Pöstlingberg
ISGV Bildarchiv BSN 186241.jpg
Stanzspitzenbild: Gnadenbild und Wallfahrtskirche Basilika zu den Sieben Schmerzen Mariä in Pöstlingberg, undat., Kupferstich


Stanzspitzenbild mit dem gekreuzigten Jesus

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Stanzspitzenbild, gekreuzigter Jesus, von Blumen umrankt; wohl zu einem besonderen Anlass an eine Bertha verschenkt
ISGV Bildarchiv BSN 186248.png
Stanzspitzenbild mit dem gekreuzigten Jesus, undat., Prägedruck


Sterbezettel für Catharina Antonia van Limbeek

kleines Andachtsbild, 1816, Amsterdam, Nordholland

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Kurzbeschreibung
Darstellung des heiligen Matthäus, sitzend, mit Buch, neben ihm ein Engel, dahinter ein Stadtausschnitt; auf Rückseite niederländische Todesanzeige

Pergament

Pergament ist einer der ältesten Schriftträger. Echtes Pergament wird aus Tierhäuten gewonnen und ist sehr beständig. Erst ab dem 14. Jahrhundert setzte sich das Papier allmählich durch. Sogenanntes Pergamentpapier, das ähnliche fett- und wasserabweisende Eigenschaften wie das tierische Produkt besitzt, gibt es seit dem 19. Jahrhundert.



Der heilige Johannes in einer Blume

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Darstellung des heiligen Johannes (vmtl. Johannes der Täufer) in einer Blume, florales Muster ausgeschnitten und gespickelt
ISGV Bildarchiv BSN 186337.png
Spickelbild aus Pergament: Der heilige Johannes in einer Blume, undat., Pinselzeichnung


Gnadenbild Marias mit Jesuskind

Verlagshaus Gebr. Klauber (Augsburg), kleines Andachtsbild, Augsburg

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild Marias mit Jesuskind (links getragen), beide gekrönt, Mondsichel, von 12 Engeln umgeben; Darstellung nach dem Gnadenbild des unteren Altares in der Klosterkirche Andechs (Bayern)
ISGV Bildarchiv BSN 186371.png
Gnadenbild Marias mit Jesuskind, undat., Kupferstich auf gelber Seide


Stoff

Im Vergleich zu Papier ist die Verwendung von Stoffen als Grundlage für Andachtsbildchen eher selten nachzuweisen. In der Sammlung Adolf Spamers haben sich vor allem Exponate aus gefärbter Seide erhalten.



Heiliges Jahr 1933 in Trier: Der heilige Rock

kleines Andachtsbild, 1933, Trier

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Kurzbeschreibung
"Heiliges Jahr Trier 1933. Zur Erinnerung an die Ausstellung des hl. Rockes im Hohen Dome zu Trier vom 23. Juli-10. September des hl. Jahres 1933."; Darstellung des Trierer Doms und Heiligen Rockes mit Verweis auf die Ausstellung im Dom zu Trier 1933 (kein offizielles Heiliges Jahr, war erstes außerordentliches Heiliges Jahr zur Feier der Wiederkehr des Jahres der Erlösung der Menschheit); Rock mit Kreuz und Dornenkranz, von Mandorla umgeben, Domansicht
ISGV Bildarchiv BSN 186157.png
Heiliges Jahr 1933 in Trier: Der heilige Rock, Stoffdruck


Gnadenbild Marias als mater dolorosa

Sondermayr, Simon Thaddäus, kleines Andachtsbild, um 1800, Augsburg

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Kurzbeschreibung
Gnadenbild Marias als mater dolorosa, Darstellung nach der schmerzhaften Mutter Gottes der Wallfahrtskirche Maria Steinbach (Bayern), von vier Engeln umgeben
ISGV Bildarchiv BSN 186414.png
Gnadenbild Marias als mater dolorosa, um 1800, Kupferstich auf gelber Seide


Hauchbild mit Darstellung der Maria Magdalena

Hoppe, J. (Prag), kleines Andachtsbild, um 1700, Prag

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Kurzbeschreibung
Hauchbild, Darstellung der Maria Magdalena, typisch mit offenem Haar, Kruzifix, Buch und Totenschädel

Hausen

Sogenannte Hauchbildchen waren als Spielerei vor allem für Kinder gedacht. Bei Wärme – durch Anhauchen oder Hautkontakt – rollen sich die hauchdünnen, durchscheinenden Bildchen ein. Grundlage für diesen Effekt war zunächst ein Bindemittel, das aus der Schwimmblase eines Fisches, des Europäischen Hausen (Beluga-Stör), gewonnen wurde. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich stattdessen die günstigere Gelatine durch.



Tafel mit vier kleinen Andachtsbildern mit Darstellungen Marias

kleines Andachtsbild

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Kurzbeschreibung
Sammlung von Marienmotiven, verschieden coloriert; Maria sitzend mit Jesuskind, bekrönt, Katze zu Füßen, Stuhl mit Decke
ISGV Bildarchiv BSN 186230.png
Tafel mit vier kleinen Andachtsbildern mit Darstellungen Marias, undat., Holzschnitte


Holzschnitt

Zur Herstellung des Massenprodukts Andachtsbildchen fanden vor allem mechanische Drucktechniken Anwendung, denn so war es möglich, eine größere Menge in kürzerer Zeit herzustellen. Der Holzschnitt ist eines der ältesten Druckverfahren: In eine Holzplatte wird das Motiv eingeschnitten, dieser sogenannte Druckstock wird weiter bearbeitet, Farbe aufgetragen und schließlich das Motiv gedruckt. Der Holzschnitt ist ein Hochdruckverfahren, weil die eingefärbten, druckenden Teile im Vergleich zu den nicht druckenden Teilen erhaben sind.



Kreuzigungsszene

kleines Andachtsbild, um 1700

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Kurzbeschreibung
Jesus am Kreuz hängend, die Personen unter ihm (Moses, Maria, Magdalena, vmtl. Paulus) bilden den nomen sacrum, Engel mit Attributen v. Jesus: Lilien, Hostie, Schwertern, Schwamm und Dornenkrone
ISGV Bildarchiv BSN 186022.png
Kreuzigungsszene, um 1700, Kupferstich


Kupferstich

Beim Kupferstich wird das zu druckende Bild in eine Kupferplatte eingraviert. Die dadurch entstehenden Linien nehmen die Farbe auf, die im Anschluss auf Papier gedruckt wird. Weil die druckenden Teile des Kupferstichs niedriger liegen als die nicht druckenden Teile, spricht man von einem Tiefdruckverfahren.



Herz-Jesu-Bild

Boel, Jan, kleines Andachtsbild, um 1700

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Kurzbeschreibung
Jesus als König im Palast des Herzens
ISGV Bildarchiv BSN 186017.png
Herz-Jesu-Bild, um 1700, Kupferstich


Der heilige Sebastian als Jüngling

Stapf, Johann Ulrich (1642-1706), kleines Andachtsbild, um 1700, Augsburg

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Kurzbeschreibung
Darstellung des heiligen Sebastian als Jüngling, an Baum gefesselt, entblößt, Pfeile in Bein und Seite
ISGV Bildarchiv BSN 186002.png
Der heilige Sebastian als Jüngling, um 1700, Kupferstich und Radierung

Radierung

Auch die Radierung ist ein Tiefdruckverfahren. Mithilfe einer Radiernadel werden in eine Druckplatte Linien oder Punkte eingebracht, in denen sich die anschließend aufgetragene Farbe verfängt.





Der Apostel Simon (Zelotes)

Callot, Jacques (1592-1635), kleines Andachtsbild, um 1700

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Kurzbeschreibung
Darstellung des Apostels Simon (Zelotes) mit Buch und Säge, im Hintergrund Szene seiner Tötung durch die Säge; Teil der Folge "Die Großen Apostel"
ISGV Bildarchiv BSN 186009.png
Der Apostel Simon (Zelotes), um 1700, Kupferstich und Radierung


Sterbebild

Druckerei M. Niedermayr (Rosenheim); Bouasse-Lebel (Paris), kleines Andachtsbild, Rosenheim

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Kurzbeschreibung
Darstellung Jesu, mit offenen Armen zum Himmel schauend, neben ihm vmtl. Maria, betend; auf Rückseite Todesanzeige

Lithografie

Die Lithografie – oder auch Steindruck – gehört seit dem 19. Jahrhundert zu den am häufigsten verwendeten Drucktechniken für Farbdrucke. Eine Vorzeichnung wird mit fettiger, wasserabweisender Tusche oder Kreide auf den Lithografenstein aufgetragen. Um den Stein als Druckplatte verwenden zu können, muss er zuvor mit einer ätzenden Flüssigkeit behandelt werden. Die Lithografie ist ein Flachdruckverfahren, weil zu druckende und nicht zu druckende Teile auf der gleichen Ebene liegen. Die Technik besteht darin, dass es auf dem fettabweisenden Lithografenstein fettabweisende Bereiche gibt, die Druckfarbe nicht aufnehmen.



Stanzspitzenbild mit Darstellung der heiligen Anna

Verlag A. Götz , kleines Andachtsbild, um 1900, München

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Kurzbeschreibung
Darstellung der heiligen Anna, wie sie ihre Tochter Maria lehrt und ihr Schicksal mit dem Finger zum Himmel zeigend weist, Schriftrollen; Gedicht
ISGV Bildarchiv BSN 186433.jpg
Stanzspitzenbild mit Darstellung der heiligen Anna, um 1900, Lithografie, coloriert