Sammlungswerkstatt
Die Arbeit am kollektiven Gedächtnis
Eine virtuelle Ausstellung von
Die Arbeit am kollektivem Gedächtnis
Wer oder was entscheidet, was wir behalten? Welche Prozesse formen die Überlieferung und Auswahl? Und was bleibt am Ende übrig und wieso?Sammlungen in Bibliotheken, Archiven und Universitäten haben einen wesentlichen Anteil daran, was wir erinnern, was wir erforschen und was wir wissen (können). Die hier verwahrten Dokumente und Objekte bilden die Grundlage für das kollektive Gedächtnis und prägen insofern wesentlich die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die Wissensproduktion und damit die Gesellschaft.
Doch wie entstehen diese Sammlungen?
Die Ausstellung »Sammlungswerkstatt – Die Arbeit am kollektiven Gedächtnis« setzt bei dieser Frage an. Anhand von sieben Themen – bewerten, erwerben, erschließen, erhalten, verfügbar machen, vermitteln, forschen und lehren – werden grundlegende Praktiken rund um Sammlungen sowie die damit verbundenen Entscheidungsprozesse vor- und zur Diskussion gestellt.
Die „Sammlungswerkstatt“ ist die semi-permanente Ausstellung des Schopenhauer-Studios, dem 2019 eröffneten Ausstellungs- und Kommunikationsraum der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg. Sie tritt immer dann zeitweise in den Hintergrund, wenn eine Wechselausstellung gezeigt wird, zugleich werden Ergänzungen und Überarbeitungen ihr Gesicht stetig verändern. Die Ausstellung versteht sich also nicht als abschließend erklärende Schau, sondern – ebenso wie die Sammlungen, die sie präsentiert – vielmehr als Werkstatt, in der an diesen Fragen immer wieder neu gearbeitet werden kann. Mit der digitalen Version der „Sammlungswerkstatt“ möchten wir den derzeitigen Stand der Dinge dokumentieren und die Ausstellung dauerhaft zugänglich machen.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografie des Ausstellungsraumes der Stadt- und Universitätsbibliothek
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
vermitteln
Teil von
Archivzentrum
Abmessung/Umfang
12,5 x 17,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
zwischen 1964 und 1979
Ort
Frankfurt am Main
vermitteln
2019 eröffnete die Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg mit dem Schopenhauer-Studio einen neuen Ausstellungs- und Kommunikationsraum. Sie knüpft damit an eine lange Geschichte der Vermittlung von Sammlungsbeständen ihrer Vorgängerinstitutionen an und setzt doch einen neuen Akzent. Mit der Wieder-Eröffnung des von Ferdinand Kramer geplanten Ausstellungsraumes knüpft sie an dessen Ziel einer offenen Bibliothek an. Mit dem Bezug zu Arthur Schopenhauer nimmt sie sich dessen Denken jenseits von akademischen Grenzen zum Vorbild. Das Studio versteht sich als Raum für unterschiedliche Aktivitäten und Formate. Der Werkstattcharakter ist Programm – Dynamik, Flexibilität und Offenheit sind leitende Gestaltungsprämissen. Anstatt fertiges Wissen zu präsentieren, möchten wir Einblicke geben, Fragen stellen, Probleme aufwerfen, Herausforderungen benennen und gemeinsam an Antworten arbeiten.
Informationen über die verwendeten Medien
Thümen-Zitat Deutsch
Aus der Sammlung von
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Typ
Zitat
Thema
vermitteln
Teil von
Schopenhauer-Studio
Sprache
deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Araz von Thümen (Verfasser)
Zeit
3. Oktober 1962
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Modell der Zentralbibliothek
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
3D Modell
Thema
vermitteln
Teil von
Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Abmessung/Umfang
Maßstab 1:200
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ferdinand Kramer [Architekt]
Zeit
ca. 1960
Ort
Frankfurt am Main
Wissensfabrik
Den Wiederaufbau der Universität Frankfurt nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Architekt Ferdinand Kramer. In Zusammenarbeit mit dem damaligen Bibliotheksdirektor entwarf er auch die neue Universitätsbibliothek. Die »modernste Bibliothek Europas« zeichnete sich unter anderem durch eine systematische Aufstellung der Bücher im Freihandbestand aus. Statt eines repräsentativen Bücherturms baute Kramer eine offene und demokratische »Wissensfabrik«.Offenheit
Neben der durchgehenden Glasfassade sollte auch ein zentral gelegener Ausstellungsraum die Offenheit der Bibliothek verdeutlichen. In regelmäßig wechselnden, thematischen Ausstellungen wurden hier die Bestände der Bibliothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Als der Bibliotheksdirektor im August 1962 vorschlug, auf Grund von steigenden Studierendenzahlen und damit einhergehendem Platzmangel zugunsten einer größeren Lehrbuchsammlung auf den Ausstellungsraum zu verzichten, erntete er heftige Kritik. Der damalige Universitätskurator Achaz von Thümen entschied: »Die Ausstellungsräume bleiben als ›Visitenkarte‹ der Bibliothek bestehen.«Informationen über die verwendeten Medien
Grundriss Erdgeschoss, Verwaltungsbau, Westteil
Aus der Sammlung von
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Typ
Grundriss
Thema
vermitteln
Teil von
Sammlung Archivzentrum
Abmessung/Umfang
54x125 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ferdinand Kramer [Architekt] Bernhardt Wirth [Fotograf]
Zeit
1964
Ort
Frankfurt am Main
Zimelien und Pretiosen
Schon im alten Gebäude der Stadtbibliothek gab es einen Ausstellungsraum, in dem besondere Stücke (sog. »Zimelien« oder Pretiosen) präsentiert wurden. Die Fotografie zeigt einen Raum, der für unser heutiges Verständnis mit Objekten überfüllt ist. Jeder Zentimeter in den Vitrinen ist ausgenutzt, zum Teil liegen die Ausstellungsstücke sogar übereinander. Bis heute sind die damaligen Exponate an der Signatur »Ausst.« zu erkennen.Informationen über die verwendeten Medien
Foto der Ständigen Ausstellung in der Stadtbibliothek aus dem Album »Die Stadtbibliothek Frankfurt am Main in Photographien«, Abschiedsgeschenk an den Bibliothekar Prof. Dr. Emil Sarnow
Aus der Sammlung von
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Typ
Fotografie
Thema
vermitteln
Teil von
Sammlungen Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
17,5 x 23,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1929
Ort
Frankfurt am Main
Raumgestaltung
Schlichte, gleichförmige Glasvitrinen prägen den von Kramer geplanten Ausstellungsraum. Geometrisch verteilt schaffen sie einen klar strukturierten Raum, der durch die Helligkeit sehr großzügig wirkt. Im Kontrast zur Ausstellungsfotografie von 1929 wird die Bedeutung der Raumgestaltung für den Charakter einer Ausstellung offensichtlich.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografie des Ausstellungsraumes der Stadt- und Universitätsbibliothek
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
vermitteln
Teil von
Archivzentrum
Abmessung/Umfang
12,5 x 17,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
zwischen 1964 und 1979
Ort
Frankfurt am Main
Personalmuseum
Für viele Jahrzehnte hatte das Schopenhauer-Archiv mit den überlieferten persönlichen Einrichtungsgegen- ständen Schopenhauers innerhalb der Bibliothek den Charakter eines herausgehobenen »Personalmuseums«, einer Zwischenstellung zwischen Museum und Personengedenkstätte. Das Schopenhauer-Archiv war nicht nur Sicherungs- und Aufbewahrungsort des Nachlasses von Arthur Schopenhauer, sondern war auch ein Ort zur Erinnerung an die Persönlichkeit Schopenhauers.Informationen über die verwendeten Medien
Foto des eingerichteten Schopenhauer-Archivs in der Stadt-und Universitätsbibliothek am Untermainkai
Aus der Sammlung von
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Typ
Fotografie
Thema
vermitteln
Teil von
Achrivzentrum
Abmessung/Umfang
23 x 18 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1951
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Sofa Schopenhauers
Aus der Sammlung von
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Typ
Möbel
Thema
vermitteln
Teil von
Schopenhauer-Archiv
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hersteller unbekannt Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
19. Jh.
Auf dem Sofa
Auf diesem Sofa wurde Arthur Schopenhauer am 21. September 1860 von seinem Hausarzt, der »wegen Atmungsbeschwerden und starken Herzklopfen« nach ihm hatte sehen wollen, tot aufgefunden. Bis 1944 stand das Sofa in der Schönen Aussicht Nr. 16, die von der Stadt Frankfurt zu einer Gedenkstätte umgewandelt worden war. In letzter Minute rettete es der Leiter
des Schopenhauer-Archivs, Karl Jahn, aus dem brennenden Haus, als dieses bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Schopenhauers Drehstuhl
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
vermitteln
Teil von
Schopenhauer-Archiv
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hersteller unbekannt Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
19. Jh.
Ort
England
Arbeitsplatz
Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hielt auch langes Sitzen Einzug in die Arbeitswelt. Die Industrie reagierte schnell und stellte bewegliche Stühle her, um Arbeitsabläufe zu optimieren. Schopenhauer, der stundenlang am Schreibtisch arbeitete, hatte sich extra einen Spezialstuhl aus England beschaffen lassen. Dieser war drehbar und hatte eine senkrechte, leicht federnde Rückenlehne zur Unterstützung seiner Wirbelsäule – ein hochmodernes Designstück.
Informationen über die verwendeten Medien
Klappenwand
Aus der Sammlung von
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Thema
erwerben
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2018-2019
Ort
Frankfurt am Main
erwerben
Der Erwerb von neuen Objekten dient dem Auf- und Ausbau von Sammlungen. Die Wege in die jeweilige Institution können dabei sehr unterschiedlich sein. Neben gezielter Recherche und anschließendem Kauf führen Schenkungen, vertragliche Übernahmen, Pflichtablieferungen oder Zufälle zum Anwachsen der Bestände.
Spuren wie Exlibris, Stempel, handschriftliche Besitzeinträge oder andere Beschriftungen zeugen von den unterschiedlichen Stationen des konkreten Objekts und sind wichtige Quellen für die sogenannte Provenienzforschung. Die Provenienzforschung widmet sich der Herkunft der Objekte und der Nachzeichnung ihrer Wege in die Sammlung.
Eine besondere Verantwortung ist mit Objekten verbunden, die in Unrechtskontexten erworben wurden. So werfen Sammlungsbestände mit kolonialer oder nationalsozialistischer Geschichte nicht nur rechtliche, sondern vor allem auch moralische und politische Fragen auf.
Informationen über die verwendeten Medien
Klappenwand
Aus der Sammlung von
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Thema
erwerben
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2018-2019
Ort
Frankfurt am Main
01 Erwerbungsarten
Auf Umwegen
Dieser Abguss der Büste Schopenhauers, die als Schenkung des Erben in die Frankfurter Stadtbibliothek gelangte, stammt von der Bildhauerin Elisabet Ney, die den Kopf des Philosophen entworfen hatte, nachdem der auf ihr Drängen hin Modell gesessen hatte. Ney wohnte im selben Haus wie Schopenhauer, ging mit ihm spazieren und ließ sich von ihm den Hof machen. »Ich habe nicht geglaubt, dass es ein so liebenswertes Mädchen geben könnte«, schrieb Schopenhauer.
Informationen über die verwendeten Medien
Abguss der Schopenhauer-Büste
Aus der Sammlung von
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Typ
Büste
Thema
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Teil von
Archivzentrum
Abmessung/Umfang
H: 46 cm
Material/Technik
Gips
Identifikator
Na 50, Spez. 46
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Elisabet Ney (Bildhauerin) Gebr. Micheli, Berlin (Giesser) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
1859
Ort
Frankfurt am Main
Kauf
Laut einer Lesernotiz des 16./17. Jahrhundert enthält diese Handschrift teuflische Erfindungen. Sie wurde um 1500 angefertigt und in der Klosterbuchbinderei der Frankfurter Dominikaner gebunden. Das Handbuch wurde für die Stadt Frankfurt gekauft, da das um 1440 entstandene Feuerwerker- und Büchsenmeisterbuch wohl nicht mehr dem damaligen Stand der Technik entsprach. Das Rüst- und Feuerwerksbuch gehört somit zum Urbestand Ratsbibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Rüst- und Feuerwerksbuch
Aus der Sammlung von
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Typ
Mittelalterliche Handschrift
Thema
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Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
178 + I Bl. Original: 28,4 x 21 cm
Material/Technik
Beschreibstoff: Papier
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ms. germ. qu. 14 (Ausst. 48) URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-14624
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Um 1500
Ort
Rhein-Main-Gebiet
Weitere Informationen
Geschenk
Der Tsemah. David kam, wie zahlreiche weitere Bestände der heutigen Universitätsbibliothek, als Schenkung der Familie Rothschild ins Haus. Es ist die jiddische Übersetzung einer Chronik, welche die jüdische und die allgemeine Geschichte bis zur Erstveröffentlichung der Chronik im Jahr 1592 umfasst. Der Verfasser David Gans war Historiker, Astronom und Mathematiker. Es ist das erste Werk des deutschen Judentums, das sich mit einem weltlichen Inhalt, der Geschichte, befasst.
Informationen über die verwendeten Medien
Tsemaḥ Daṿid : diziz Sefer Tsemaḥ Daṿid izṭ fun dem lashon ha-ḳodesh tsum ṭayṭshn iber zetsṭ ...
צמח דוד : דיזיז ספר צמח דוד איזט פון דעם לשון הקודש צום טייטשן איבר זעצט
Aus der Sammlung von
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Typ
Chronik
Thema
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Teil von
Sammlung Judaica
Abmessung/Umfang
Original: 20 x 32 cm
Sprache
Jiddisch
Identifikator
URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-3083
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Gans, David ben Shelomoh (Verfasser)
Zeit
1698/99
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
David Gans, Frankfurt am Main, 1698/99, Reproduktion, UB J.C. Senckenberg
Dank
Manche Geschenke haben einen konkreten Anlass. So verweist diese Bibel, die als zweite in Nordamerika in einer europäischen Sprache gedruckt wurde, auf ein herzliches Dankeschön. Der Drucker Christoph Saur hatte die für den Druck verwendeten Lettern von der Egenolff-Lutherischen Schriftgießerei in Frankfurt erhalten. Aus Dankbarkeit schickte er 12 Exemplare der Bibel nach Frankfurt. Eines davon gelangte in die Stadtbibliothek und somit in den heutigen Bestand der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg.
Informationen über die verwendeten Medien
Biblia. Die Heilige Schrift. Altes und Neues Testaments, nach der Deutschen Übersetzung Dr. Martin Luthers
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Thema
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Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
Original: 25,5 x 20 x 9 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Christoph Sauer (Drucker)
Zeit
1743
Ort
Germantown, Pennsylvania
Weitere Informationen
Vertrag
Die in Fulda entstandene Handschrift ist das älteste Buch der Universitätsbibliothek. Sie kam nach der Säkularisation der Frankfurter Klöster aus dem Bartholomäusstift am Frankfurter Dom in den Bestand der Stadtbibliothek. Mit der als Kulturvertrag bezeichneten Vereinbarung von 1999 verblieb der Fuldaer Psalter dann als Dauerleihgabe der Stadt Frankfurt im Bestand der Bibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Fuldarer Psalter
Aus der Sammlung von
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Typ
Inkunabel
Thema
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Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
194 Bl. Original: 38 x 29,5 cm
Material/Technik
Beschreibstoff: Pergament
Sprache
Latein
Identifikator
Signatur: Ms. Barth. 32 (Ausst. 15) URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-14361
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Anfang des 9. Jh.
Ort
Fulda
Weitere Informationen
Dauerleihgabe
Das Aquarell der Pflanzen- und Landschaftsmalerin Louise von Panhuys entstand im Jahre 1812. Von Panhuys schenkte ihre überwiegend in Surinam entstandenen Aquarelle 1824 der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt. Heute befinden sich die Aquarelle als Dauerleihgaben der Gesellschaft in der Universitätsbibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Blüte und Frucht des wilden surinamischen Cacao
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Aquarell, farb.
Thema
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Teil von
Archivzentrum
Abmessung/Umfang
Original: 71,3 x 52,5 cm
Identifikator
Nachlassnummer: P 37 urn:nbn:de:hebis:30:2-47201
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Louise von Panhuys (Malerin)
Zeit
1812
Ort
Surinam
Weitere Informationen
Pflicht
Das Pflichtexemplarrecht schreibt Verlagen vor, jeweils ein Exemplar ihrer Veröffentlichung an bestimmte Bibliotheken der jeweiligen Region abzugeben. Für Frankfurter Verlage ist eine Abgabe an die Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg verpflichtend. Die entsprechenden Exemplare wurden früher mit einem Stempel versehen, da sie besonderen Benutzungsregeln unterliegen. Als Pflichtexemplare kommen auch viele Publikationen der sogenannten »grauen Literatur« ins Haus, die aus fachlichen Gründen nicht angeschafft worden wären.
Informationen über die verwendeten Medien
Pflichtexemplar-Stempel
Aus der Sammlung von
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Typ
Büromaterial
Thema
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Teil von
Archivzentrum
Material/Technik
Holz
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
ca. 1970
Ort
Frankfurt am Main
Reise
Forschungsreisen waren im 18. und 19. Jahrhundert zentrale Voraussetzung der Wissensproduktion. Der Frankfurter Forschungsreisende Eduard Rüppell unternahm, als Mitglied der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, diverse Reisen nach Afrika, von denen er zahlreiche Dinge mitbrachte. Er suchte meist engen Kontakt zur lokalen Bevölkerung und anders als viele andere reiste er stets auf eigene Faust.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografie von Eduard Rüppell, sitzend in arabischer Tracht
Aus der Sammlung von
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Typ
Fotografie
Thema
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Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
1 Bild, montiert Original: 14,9 x 16,2 cm
Material/Technik
Fotografie
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Ms. Ff. E. Rüppell VIII URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-329850
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Eduard Rüppell (Motiv) F. Vogel (Fotograf)
Zeit
1834
Ort
Ohne Ort
Weitere Informationen
Raub
Nicht alle Stücke in Sammlungen sind rechtmäßig erworben worden. Manche erzählen auch von Enteignung oder Raub. So ist etwa nicht auszuschließen, dass dieser Band mit dem Wappen-Supralibros des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn geraubt wurde. Die Schweden eroberten 1631 Würzburg und erbeuteten dabei die Bibliothek. Etwa 1.200 Bände finden sich heute in der Universitätsbibliothek Uppsala, der Rest ist über ganz Europa verstreut. In Würzburg sind heute nur noch 43 Bände vorhanden. An ihrem markanten Einband sind die Bücher leicht zu erkennen.
Informationen über die verwendeten Medien
Tomus Enarrationum In Sacrosanctum Iesu Christi Euangelium secundum Matthaeum
Aus der Sammlung von
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Thema
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Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
[2], 237, [14] Bl. Original: 32 x 47 x 5 cm Format: Buch
Sprache
Latein
Identifikator
Signatur: Einband-Slg. 27
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Paulo de Palacio (Autor)
Zeit
1571
Ort
Salmantica
Weitere Informationen
Schmuggel
Diese Taschenuhr erhielt Schopenhauer von seinem Vater Heinrich Floris zur Mündigkeit. Er selbst gab sie an Rechtsanwalt Karl Georg Bähr weiter. Heute erzählt die Uhr ein kleines Stück deutsche Geschichte. Als Teil des Nachlasses seines Sohnes, Georg Bähr, wurde sie 1957 von einem Vertrauensmann Franz Mockrauers aus der DDR herausgeschmuggelt. Heute ist die Uhr Teil des Nachlasses von Arthur Schopenhauer.
Informationen über die verwendeten Medien
Arthur Schopenhauers Uhr
Aus der Sammlung von
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Typ
Uhr
Thema
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Teil von
Schopenhauer-Archiv
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
William Travers (Uhrmacher) Thomas Risse (Fotograf)
Zeit
ca. 1785
Ort
London
Vermisst
Vermisste Sammlungsstücke werden manchmal nur auf Grund von Zufällen wiedergefunden. So auch einige der 23 äthiopischen Handschriften, die während des Krieges nach Oberfranken ausgelagert waren. Bei einem Transport ging 1945 eine Bücherkiste mit sieben Handschriften verloren. Durch Zufall tauchten vier Stücke wieder auf, zuletzt 2011 die theologische Sammelhandschrift, die zusammen mit einer anderen auf einem Dachboden lag. Drei der Handschriften sind weiterhin vermisst.
Informationen über die verwendeten Medien
Theologische Sammelhandschrift
Aus der Sammlung von
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Typ
Handschrift
Thema
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Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln Nachlass Eduard Rüppell
Abmessung/Umfang
VIII + 438 S. Original: 36,5 x 32 x 10 cm
Material/Technik
Beschreibstoff: Pergament
Sprache
Altäthiopisch Amharisch
Identifikator
Signatur: Ms. or. 133 URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-48734
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1780 – 1786
Ort
Äthiopien
Weitere Informationen
Wiedergefunden
Manchmal hat man Glück und findet verloren Geglaubtes wieder. So waren etwa die hebräischen Handschriften nach 1945 nicht auffindbar. Sie galten als Kriegsverlust. Erst zu Beginn der 1960er Jahre wurden sie in einem Bunker wiederentdeckt, der zeitweilig als Magazin diente. Heute sind sie alle digitalisiert und in internationalen Portalen nachgewiesen (Europeana und Nationalbibliothek Israels).
Informationen über die verwendeten Medien
‘Evronot
Kalenderregeln mit Tabellen
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Handschrift
Thema
erwerben
Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
Original: 21 x 17 x 5 cm
Sprache
Hebräisch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Abraham ben Mose (Verfasser)
Zeit
1657 – 1658
Spionieren und Stöbern
Viele Sammlungen sind von Privatpersonen zusammengetragen worden und erst nach deren Tod an die Bibliothek oder Universität gekommen. So etwa die Sammlung des Frankfurter Weinhändlers Friedrich Nicolas Manskopf, der Autogramme, Briefe, Porträts, Konzertprogramme, Plakate und Erinnerungsstücke von Persönlichkeiten der Musik- und Theaterwelt sammelte und sie in einem privaten Museum präsentierte. Wie ambitioniert Manskopf vorging, verdeutlicht ein Brief, in dem Richard Strauss ihm erlaubt, auf seinem Dachboden »herumzuspionieren«, bevor seine Frau dort anfange »zu stöbern«.
Informationen über die verwendeten Medien
Brief an Sammler Friedrich Nicolas Manskopf
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Brief
Thema
erwerben
Teil von
Sammlung Musik und Theater
Abmessung/Umfang
Original: 18,8, x 29,5 cm
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Richard Strauss (Verfasser)
Zeit
28. Februar 1915
Ort
Berlin
Informationen über die verwendeten Medien
Auswahl aus der Exlibris-Sammlung der Bibliothek
Aus der Sammlung von
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Typ
Exlibris
Thema
erwerben
Teil von
Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ernst Fuchs, Adolf Höfer, Kathinka Ochs u. a. Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
Ca. 1890 – 1920
Ort
Verschiedene Orte
02 Verantwortung
Der Besitz von Sammlungen bringt auch eine rechtliche, politische und ethische Verantwortung mit sich. Dies gilt insbesondere für Objekte, deren Erwerb, Zusammenstellung oder Nutzung mit Unrechtskontexten verbunden sind. Aber auch Objekte, die unter den Kulturgüter- oder den Naturschutz fallen, die in ihren Herkunftsregionen mit besonderer (etwa sakraler) Bedeutung aufgeladen sind, oder menschliche Überreste verlangen äußerst sensiblen Umgang.
Mittlerweile existieren zahlreiche Leitfäden und Erklärungen seitens der Politik und der Kulturschaffenden mit Richtlinien für den Umgang mit sogenannten »sensiblen Objekten«. Als Ergebnisse eines weiterhin andauernden Diskussionsprozesses rufen sie vor allem dazu auf, sich auch den unangenehmen Aspekten der eigenen Vergangenheit und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart zu stellen.
Nicht immer geht es dabei um Rückgabe. Je nach Objekt und Kontext kann es auch um die Art und Weise der Präsentation gehen oder eine Beerdigung der Gegenstände richtig sein. Grundlage, das halten alle Richtlinien fest, ist eine größtmögliche Transparenz und ein mit den jeweiligen Betroffenen geführter Dialog auf Augenhöhe.
Eigentum
Mit dem Anstieg der Buchproduktion und der Entstehung zahlreicher (Privat-) Bibliotheken seit der Frühen Neuzeit wurde es üblich, seine Bücher durch Exlibris zu kennzeichnen. Die meist eigens entworfenen Motive stammen nicht selten von bekannten Künstler*innen. Bis heute dokumentieren die Buchzeichen die Provenienz der einzelnen Bücher. Als kleine Kunstwerke sind Exlibris zudem selbst Sammelgegenstände.
Informationen über die verwendeten Medien
Auswahl aus der Exlibris-Sammlung der Bibliothek
Aus der Sammlung von
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Typ
Exlibris
Thema
erwerben
Teil von
Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ernst Fuchs, Adolf Höfer, Kathinka Ochs u. a. Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
Ca. 1890 – 1920
Ort
Verschiedene Orte
Bild aus Kolonialbildarchiv
Mit Lichtbildvorträgen warb die Deutsche Kolonialgesellschaft für den Kolonialismus. Sie legte einen großen Bildbestand an, der heute gemeinsam mit der Bibliothek der Gesellschaft in der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg aufbewahrt wird.
Heute sind die Bilder wichtige Quellen einer Geschichte der Kolonialherrschaft und dokumentieren neben Landschaft und Lebensumständen vor allem den kolonial-rassistisch geprägten Blick der Europäer*innen. Nicht immer wurde die vermeintlich unsichtbare Beobachterposition so explizit angesprochen wie in der handschriftlichen Notiz zu dieser Fotografie: "Bis hier abdecken, so daß der Europäer nicht zu sehen ist. Koch".
Informationen über die verwendeten Medien
Bild aus dem Kolonialbildarchiv
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Abmessung/Umfang
Reproduktion, Original: 9 x 12 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl W. H. Koch (Fotograf)
Zeit
1909-1912
Ort
Kamerun
Rothschild-Zugangsbuch
Bereits wenige Jahre nach Kriegsende wurden unrechtmäßig entzogene Bücher, bei denen die Herkunft eindeutig dokumentiert war, an ihre Eigentümer zurückgegeben. So restituierte die Bibliothek im Jahr 1952 etliche Bände an das von den Nationalsozialisten aufgelöste Institut für Sozialforschung. Die Bände waren 1944 als angeblich "alter Bestand" inventarisiert worden.
Informationen über die verwendeten Medien
Rothschild-Zugangsbuch
Aus der Sammlung von
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Thema
erwerben
Teil von
Rothschild'sche Bibliothek
Abmessung/Umfang
Reproduktion eines Ausschnitts, Original: 38 x 39 cm
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1944 - Streichungen 1952
Ort
Frankfurt am Main
Rothschild'sche Bibliothek
Frankfurt am Main, 1944-Streichungen 1952
UB J.C. Senckenberg
Joseph Trumpeldor Tagebücher und Briefe
Ist die Provenienz nicht eindeutig ersichtlich, ist eine Restitution nicht immer möglich. Manchmal bedarf sie intensiver Forschung.
Unterschiedliche Eintragungen können erste Hinweise geben. Dieses Exemplar der "Tagebücher und Briefe" von Joseph Trumpeldor, einem bedeutenden Zionisten, enthält etwa eine persönliche Widmung. Der Stempel "Sichergestellt durch Einsatzstab R[eichsleiter] R[osenberg] R[iga]" weist auf eine Enteignung durch Nationalsozialisten hin. Der durchgestrichene runde Stempel gehört zum Offenbacher Archival Depot, einer zentralen Sammelstelle der amerikanischen Besatzungszone. Nicht alle der dortigen ca. vier Millionen Bände konnten an ihre vorherigen Besitzer*innen zurückgegeben werden.
Informationen über die verwendeten Medien
Joseph Trumpeldor Tagebücher und Briefe
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Thema
erwerben
Teil von
Judaica – Freimann-Sammlung
Abmessung/Umfang
Reproduktion, Original: 19 x 12,5 cm
Material/Technik
Handschrift
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Joseph Trumpeldor (Verfasser) Jüdischer Verlag
Zeit
1925
Ort
Berlin
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinentisch bewerten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
bewerten
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2018-2019
Ort
Frankfurt am Main
bewerten
Die Entscheidung darüber, was aufgehoben wird und was nicht, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Hier wird die Grundlage für Erinnerung gelegt und definiert, was durch »bewusstes Vergessen« unwiederbringlich verloren geht. Basis dafür ist die Bewertung, eine begründete Vorgehensweise zur Auswahl von zukünftigen Sammlungsobjekten. Sie setzt umfassendes Wissen über Fragestellungen in der Forschung, rechtliche Normen und eine genaue Kenntnis der Sammlungen voraus. Sie muss potenzielle zukünftige Interessen berücksichtigen und gleichzeitig die Aufbewahrung redundanter Informationen vermeiden. Ökonomische Zwänge und institutionelle Rahmenbedingungen spielen eine maßgebliche Rolle, zudem können auch gesellschaftliche Wertvorstellungen und persönliche Vorlieben auschlaggebend sein. Trotz sinkender Speicherkosten gilt dies genauso für genuin digital entstandene Objekte.
Informationen über die verwendeten Medien
Bild von Papierschnipseln
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
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Thema
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Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2020
Ort
Frankfurt am Main
Geschreddert
Bis zu 90% der von der Goethe-Universität angebotenen Unterlagen werden vom Universitätsarchiv vernichtet – mitunter eine normale Kassationsrate.
Auch wenn Sammlungen und Archive mit den stetig wachsenden Beständen zu kämpfen haben, wird also in der Regel nur ein Bruchteil des Materials für zukünftige Forschung aufbewahrt. Der Großteil hingegen findet seinen Weg in den Datenmüll. Manchmal sogar in Form winziger, nie mehr lesbarer Papierstreifen.
Informationen über die verwendeten Medien
Verschiedene Flugblätter der Student*innenbewegung
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Typ
Flugblätter
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
1967 bis 1970
Ort
Frankfurt am Main
Kein Müll
Wahre Schatztruhen für die historische Forschung entstehen mitunter nur, weil eine Person – dienstlich oder privat – Dinge aufgehoben hat, die jede*r andere weggeworfen hätte. Dieses Konvolut mit vielen Dutzend Flugblättern der Studentenunruhen um 1968 verdanken wir dem Sammeleifer eines früheren Frankfurter Studenten.
Zugänglich
Auf der Basis eines Archivvertrags wurde am 15. März 1923 das Schopenhauer-Archiv mit Carl Gebhardt* als erstem hauptamtlichem Archivleiter gegründet. Damit wurden die nach dem Tod Schopenhauers 1860 begonnenen Sammlungen der Stadtbibliothek und das 1911 in Kiel gegründete Archiv der Schopenhauer-Gesellschaft in einem selbstständigen Bereich der Frankfurter Stadtbibliothek zusammengeführt und zugänglich gemacht.
*Für mehr Informationen siehe die Ausstellung "Carl Gebhardt: Weltbürger, Frankfurter Patriot, Gründer des Schopenhauer-Archivs"
Informationen über die verwendeten Medien
Archivvertrag
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Typ
Vertrag
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Teil von
UB J.C. Senckenberg - Archivzentrum
Abmessung/Umfang
Original: 30 x 21 cm
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Na 50
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Schopenhauer-Gesellschaft e.V.; Stadt Frankfurt am Main
Zeit
15. März 1923
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Fedora Hut
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Typ
Kleidungsstück
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Identifikator
Signatur: Na 36
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bernhard Wirth [Fotograf]
Zeit
Mitte 20. Jahrhundert
Fälschungen
Wie gelangen Fälschungen in Sammlungen?
Dieser Hut, von dem lange Zeit behauptet wurde, er gehöre Max Horkheimer, wurde als Teil des Nachlasses von Ilse Marschner, der langjährigen persönlichen Sekretärin Horkheimers eingearbeitet.
Das Beispiel zeigt, wenn die Technik zur Nachahmung perfekt mit vorhandenen Fotos in Einklang steht und das gefälschte Objekt in der Benutzung begehrt ist, können Fälschungen durchaus erfolgreich wirken.
Wertmaßstab I
Die Gutenberg-Bibel gilt als das wertvollste Buch der Druckgeschichte, wohl auch deshalb, weil sie das erste mit beweglichen Lettern gedruckte Buch überhaupt ist. Zwischen 1452 und 1454 entstanden in Mainz ca. 180 Exemplare, wovon 150 auf Papier und 30 auf Pergament gedruckt wurden.
Informationen über die verwendeten Medien
Gutenberg-Bibel
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Typ
Buch
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Teil von
Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Abmessung/Umfang
Reproduktion, Original-Blattgröße 38,5 x 28 cm
Material/Technik
Druckerzeugnis
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Johannes Gutenberg (Drucker)
Zeit
ca. 1454
Ort
Mainz
Wertmaßstab II
Dieser Kurzbrief aus dem Vorlass Jürgen Habermas wirkt verglichen mit wertvollen Atbeständen natürlich eher wert- und bedeutungslos. Für eine konkrete Recherche könnten aber genau diese Zeilen von Habermas' Frau ein wichtiger Baustein sein und das Dokument also einen großen Wert besitzen.
Informationen über die verwendeten Medien
Handwerksrechnung Habermas
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Typ
Dokument
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Teil von
UB J.C. Senckenberg - Achrivzentrum
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Ute Habermas-Wesselhöft
Zeit
10. Mai 2005
Ort
Starnberg
Informationen über die verwendeten Medien
Rasiermesser Arthur Schopenhauers
Aus der Sammlung von
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Typ
Hygieneartikel
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Identifikator
Signatur: Na 50
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
wahrscheinlich hergestellt von [William Greaves & Sons?] Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
um 1825
Ort
[Sheffield?]
Messerscharf
Dieses Rasiermesser aus dem ursprünglichen Besitz Arthur Schopenhauers wurde gemäß des Sammlungsprofils um 1934 in das Schopenhauer-Archiv aufgenommen. Die Gravur zeigt Porträts der Repräsentanten der »Heiligen Allianz«: König Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Kaiser Franz I. von Österreich, Zar Alexander I. von Russland, König Louis XVIII. von Frankreich.
Bitte lächeln!
Das Schopenhauer-Archiv besitzt sieben von neun wertvollen Schopenhauer-Daguerreotypien, die als Legat nach Schopenhauers Testament der Frankfurter Stadtbibliothek zugesprochen wurden. Sie bilden den Kernbestand der Sammlung und stehen exemplarisch für die Begründung eines neuen Sammlungsprofils. Diese frühen technischen Bildproduktionen sind nicht nur für die Schopenhauer-Forschung, sondern auch für die Geschichte der Fotografie und ihrer Vorläufertechniken von großer Bedeutung.
Informationen über die verwendeten Medien
Schopenhauers Testament
Aus der Sammlung von
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Typ
Dokument
Thema
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Teil von
Schopenhauer-Archiv
Abmessung/Umfang
Original: 61 x 47 cm
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Arthur Schopenhauer
Zeit
1852
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinentisch erschließen
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
erschließen
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2018-2019
Ort
Frankfurt am Main
erschließen
Unter Erschließen versteht man das Ordnen und Verzeichnen von Sammlungen. Ziel der Erschließung ist es, Objekte zu identifizieren und auffindbar zu machen. Damit ist sie eine unerlässliche Voraussetzung für die Benutzbarkeit von Sammlungen. Gleichzeitig prägen die gewählten Kategorien und die damit verbundenen Hierarchisierungen erheblich die anschließende Nutzung.
Grundlegend lassen sich zwei Ordnungsprinzipien unterscheiden. Geht es um die Dokumentation des Entstehungskontextes, werden die Objekte nach Herkunft (Provenienz) geordnet. Steht der thematische Zugriff im Vordergrund, werden sie nach Sachbetreffen (Pertinenz) zusammengestellt.
Medien und Formen der Erschließung haben sich historisch stark gewandelt. Findbücher und Karteikarten sind durch Datenbanken abgelöst worden. Vor allem aber zeugen die gewählten Kategorien nicht nur von Wissensordnungen, sondern auch von gesellschaftlichen Wertvorstellungen und der damit verbundenen sozialen Ordnung.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografie der Eingangshalle
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie s/w
Thema
erschließen
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Abmessung/Umfang
9x13 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf unbekannt
Zeit
1964
Ort
Frankfurt am Main
Weitere Informationen
Herzstück
Analoge Kataloge mussten sich für ein Ordnungsprinzip entscheiden. Grundsätzlich wird zwischen Formal- und Sachkatalog unterschieden. Während ersterer die Titel nach formalen Gesichtspunkten erfasst und alphabetisch sortiert, ist letzterer Ergebnis einer inhaltlichen Erschließung. In Frankfurt waren beide Kataloge als Herzstück der Bibliothek bis zum Anfang der 2000er Jahre in der Eingangshalle positioniert.
Informationen über die verwendeten Medien
Eppelsheimer-Katalog
Übersichtstafeln und Rotulus
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Katalog
Thema
erschließen
Teil von
UB J.C. Senckenber, Archivzentrum
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hanns Wilhelm Eppelsheimer (Verfasser) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
ca. 1970 – 1995
Ort
Frankfurt am Main
Schlüssel
Die von Bibliotheksdirektor Eppelsheimer entwickelte »Eppelsheimer Methode« verknüpft die systematische und verbale Sacherschließung. Basis waren 99 »Schlüssel«, die durch freie Schlagwörter ergänzt werden konnten. Wie bei vielen anderen Thesauri zeugt die Terminologie von ver-
alteten Wissensordnungen. Begriffe wie »abendländische Literatur«, »Frauenliteratur« oder »Rassenproblem« erschließen den Bestand von einem eurozentristischen und heteronormativen Standpunkt aus.
Informationen über die verwendeten Medien
Horkheimer Zettelkasten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Katalog
Thema
erschließen
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Gunzelin Schmid Noerr [Urheber] Bernhard Wirth [Fotograf]
Zeit
ca. 1983
Ort
Frankfurt am Main
Verzettelt
Der Zettelkasten gehört zu den sterbenden Medien, dabei war er vermutlich die mächtigste Verwaltungstechnologie des 19. und 20. Jh. Er hat das Bürowesen und die Bibliotheksverwaltung revolutioniert. Als geistiges Ordnungsprinzip hat der Zettelkasten die heute so grundlegende Technik des Verlinkens vorbereitet. Als Mindmapping- und Kreativitätswerkzeug stand er auch am Anfang vieler literarischer und wissenschaftlicher Werke.
Informationen über die verwendeten Medien
Findbuch
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Katalog
Thema
erschließen
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Schopenhauer-Archiv
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1929
Ort
Frankfurt am Main
Finden
Seit 1929 werden die Archivalien des Schopenhauer-Archivs in Findbüchern verzeichnet. Diese »Aufzählungen« wurden über die Jahre hinweg mehrfach revidiert. Heute werden digitale Findbücher erstellt, die neben einer Klassifikation zusätzlich weiterführende Bewertungskriterien und Verzeichnungsarbeiten enthalten.
Informationen über die verwendeten Medien
Kabinett des Schopenhauer-Studios
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main
Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
erhalten
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Steffen Boettcher / Hessenagentur (Fotograf)
Zeit
2019-2020
Ort
Frankfurt am Main
erhalten
Sammlungen zu sichern, zu verwahren und zu erhalten ist der Auftrag aller sammlungsbetreuenden Einrichtungen. Sie übernehmen damit eine Langzeitverantwortung. Das ist nicht nur eine kulturelle und historische Verantwortung, sondern für Bibliotheken und Archive auch eine gesetzliche Aufgabe, die gleichrangig neben den anderen Kernaufgaben steht. Die Begrenztheit der Ressourcen ist dabei so alt wie die Notwendigkeit der Bestandserhaltung selbst. Die große Kluft zwischen dem Notwendigen und dem Möglichen erweitert sich für die meisten Einrichtungen von Jahr zu Jahr. Es gilt daher, Prioritäten für die Erhaltung zu setzen – bei der Auswahl der jeweiligen Objekte und bei den Maßnahmen. Beide Entscheidungen sind wichtige »Nachbewertungen« und sehr bewusst zu treffen. Denn jede Entscheidung für eine Maßnahme zum Originalerhalt kann für eine Sammlung die Rettung, für andere den schleichenden Verfall bedeuten.
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinenansicht erhalten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
erhalten
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
01 Restaurieren
Informationen über die verwendeten Medien
Restaurierungswerkzeuge
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Werkzeug
Thema
erhalten
Teil von
Abteilung Bestandserhaltung und Digitalisierung, UB J.C.S.
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Gut gerüstet
Einzelrestaurierungen sind kostspielige Arbeiten von spezialisierten Fachkräften. Nur bei Objekten von besonderem materiellem oder ideellem Wert werden deshalb umfassende Restaurierungen vorgenommen. Neben Leder- und Pergamentvorräten werden viele spezielle Werkzeuge und teure Geräte benötigt.
Informationen über die verwendeten Medien
Frankfurter Dirigierrolle
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
Reproduktion, Original: 16,5 x 32 cm
Material/Technik
Druckwerk
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1. Hälfte des 14. Jahrhunderts
Ort
Frankfurt am Main
Recycling
Diese Fragmente zeigen die lateinisch-deutschen Reste des Textbuches der Frankfurter Dirigierrolle. Sie sind die für die Forschung bedeutendsten Fragmente, die bislang in der Universitätsbibliothek Frankfurt entdeckt wurden. Zu sehen sind die Ausschnitte eines Osterspiels. Diese sechs Falzstreifen wurden im Zuge der Restaurierung einer Inkunabel wiederentdeckt, bei der sie wie bei heutigem Recycling schlicht als Einbandmaterial gedient hatten.
Informationen über die verwendeten Medien
Leimabdrucke von Silber- und Goldmünzen
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Alte Medizin
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Gregor Horst(?) [Urheber] Cosima Kiendl [Fotografin]
Zeit
17. Jahrhundert
Ort
Frankfurt am Main(?)
Versteck
Im Zweifelsfall muss der Restaurator abwägen, inwieweit er den vorliegenden Zustand eines beschädigten Objektes erhalten kann oder verändern muss, um den Band vor weiteren Beschädigungen zu schützen. Diese scharfkantigen Leimabdruckevon Münzen des 17. Jh. wurden aus dem Innenspiegel eines Einbandes entfernt, um weitere Schäden am Buchblock zu vermeiden. Das Buch war wohl ein Versteck für einen privaten Münzschatz mit recht hohem Wert.
Informationen über die verwendeten Medien
Objektschutz: Buchschlangen, Handschuhe, Buchkeile
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Arbeitsmaterialien
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Restaurierungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
21. Jahrhundert
Ort
Frankfurt am Main
Schlangen
Neben schlechten klimatischen Bedingungen ist die Nutzung eine der größten Gefährdungen für Sammlungsobjekte. Mit entsprechender Anleitung der Nutzer*innen und besonderen Hilfsmitteln, wie Buchschlangen, ist eine schonende Benutzung allerdings erreichbar. Im Vergleich zu kostspieligen Restaurierungen ist vorbeugender Schutz mit geringem finanziellem Aufwand möglich.
Informationen über die verwendeten Medien
The flooding of the Sahara
McKenzie, Donald
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Angaben zum Objekt
Thema
Erhalten - Crowdfunding
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Afrikastudien
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
1877
Ort
London
Crowdfunding
Da die Eigenmittel der Bibliothek nicht ausreichen, um alle beschädigten, wertvollen Objekte zu restaurieren, hat die Bibliothek eine Buchpatenschafts-Aktion ins Leben gerufen. Das Buch "The Flooding of the Sahara" aus der Kolonialbibliothek konnte so besipielsweise durch eine private Spende repariert werden und ist nun wieder nutzbar.
Informationen über die verwendeten Medien
Le Paysan Parvenu, ou les Mémoires de M***
Par Monsieur De Marivaux
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Buch
Thema
erhalten
Teil von
Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Sprache
Französisch
Identifikator
Signatur: N.libr.Ff. 11270
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux (Autor) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
1737
Ort
A Francfort
Weitere Informationen
Patenschaft
»Le Paysan Parvenu, ou les Mémoires de M***« – Marivaux‘ Roman über einen Bauernjungen als Emporkömmling ist ein Beispiel für ein restaurierungsbedürftiges Objekt, für das Sie im Rahmen der Buchpatenschaft spenden können.
Hinweise zum Spendenverfahren auf der Homepage der Bibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinenansicht erhalten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
erhalten
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
02 Fragil
Informationen über die verwendeten Medien
Vulkan Nirangongo
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Glas-Dia
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Koloniale Sammlungen
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Brüche
Glas-Diapositive sind besonders fragile Objekte. Sie können nicht nur zerbrechen, sondern bedürfen ähnlich wie anderes altes Foto- und Filmmaterial möglichst niedriger Temperaturen, um ein Ausbleichen oder auch Ablösen der Bildinformation zu verhindern. Im Falle des Kolonialen Bildarchivs aber haben die zerbrochenen Diapositive eine besondere ästhetische Qualität. Sie bringen die zahlreichen Brüche, die unsere postkoloniale Welt immer noch prägen, auf den Punkt.
Informationen über die verwendeten Medien
Prisma
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Typ
Gebrauchsgegenstand
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Identifikator
Signatur: Na 50, Spez. 20 (VII, 5)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Arthur Schopenhauer [Besitzer] Adrian Ziemer [Fotograf]
Zeit
um 1840
Zerborsten
Jegliche Nutzung von wertvollen Objekten birgt Gefährdungen. Das Prisma Schopenhauers ist im Jahr 2009 im Rahmen einer Ausstellung zerbrochen.
Durch eine Glasrestaurierung wurde die originale Form zwar wiederhergestellt. Der Schaden bleibt aber deutlich erkennbar und die eigentliche Funktion ist nicht mehr gegeben.
Informationen über die verwendeten Medien
Nachtmütze Schopenhauers
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Kleidungsstück
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hersteller unbekannt Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
Mitte 19. Jahrhundert
Ort
Deutschland
Traumstoff
Bibliotheken haben große Expertise in der Bestandserhaltung von Buch und Papier. In manchen Sammlungen werden aber Objekte aufbewahrt, die aus anderen Materialien bestehen. Im Zweifelsfall muss dann das Restaurierungsteam der Bibliothek externen Sachverstand zu Rate ziehen, wie beispielsweise hier bei der Nachtmütze Arthur Schopenhauers. Sie war 1925 als Schenkung zur Sammlung gekommen und hat viele Jahrzehnte in recht gutem Zustand überdauert.
Informationen über die verwendeten Medien
Analoges Klimamessgerät
Thermohygrograph Typ 426Q (W 1701)
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Thema
erhalten
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Feingerätebau K. Fischer GmbH Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
1990
Ort
Drebach (Erzgebirge)
Prima Klima
Die Messung und Dokumentation von Klimawerten ist unverzichtbare Voraussetzung für eine kontrollierte Überwachung. Die Werte und ihre Entwicklungskurven sind maßgebliche Grundlage für die Klimasteuerung in Räumen mit wertvollen Objekten. Bei Abweichungen von den Normwerten muss umgehend eingegriffen werden. Heute werden meist elektronische Geräte verwendet.
Informationen über die verwendeten Medien
Verschiedene Speichermedien: Audio-Kassette, Video-Kassette, Floppy Disk, USB-Stick
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Audio-Visuelle Medien
Thema
erhalten
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
20./21. Jahrhundert
Ort
Frankfurt am Main
03 Speichermedien
Informationen über die verwendeten Medien
Verschiedene Speichermedien: Audio-Kassette, Video-Kassette, Floppy Disk, USB-Stick
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Audiovisuelle-Medien
Thema
erhalten
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
20./21. Jahrhundert
Veraltet
Digitale Daten erfordern die passende Technik.
Die Floppy-Disk, zum Beispiel, ist für die meisten heutigen Computer nicht mehr lesbar. Ihnen fehlen die kompatible Hard- und Software, um die Bits und Bytes interpretieren zu können. Doch die geeignete Ausrüstung allein genügt nicht. Ohne das regelmäßige Wiederaufrufen, Konvertieren und Archivieren der heutigen Daten wird ein Großteil verloren gehen und unsere Ära für unsere Nachfahren ein dunkles Zeitalter werden.
Informationen über die verwendeten Medien
Ersatz-Digitalisat
Tonbandspule 13, mit Originalbox
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Audiovisuelle-Medien
Thema
erhalten
Teil von
Unviersitätsbibliothek J.C. Senckenberg - Archivzentrum
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Carl Schneider KG Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
Um 1970
Ort
Ober-Ramstadt
Zeitspuren
Tonbänder sind sehr empfindliche Datenträger. Eine Schädigung des Trägerbandes beispielsweise durch chemische Reaktion ist nur selten äußerlich sichtbar, weshalb Schäden erst bei der Benutzung entdeckt werden. Ein weiteres Problem sind die Wiedergabegeräte, da diese heute oftmals nicht mehr vorhanden oder nicht mehr einsetzbar sind. Durch die Digitalisierung werden die analogen Tonsignale in hochauflösende Audio-Dateien umgewandelt und auf einem Server abgelegt.
Informationen über die verwendeten Medien
Foto der Vitrinenansicht Verpackungsmaterialien
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Foto
Thema
erhalten
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
05 Gut verpackt
Gut verpackt
So trivial sie erscheinen mögen, in fast allen Sammlungen lohnt sich der Blick auf die Verpackungsmaterialien. Gerade provisorische Originalverpackungen mit handschriftlichen Notizen, wiederverwendetem Material und internationaler Frankierung erzählen etwas über die Geschichte der Sammlungen und verweisen auf die oft langen Wege, welche die Objekte zurückgelegt haben. In der Zusammenstellung ausgewählter Verpackungen aus den Frankfurter Sammlungen wird zudem die Heterogenität der verwahrten Objekte deutlich.
Informationen über die verwendeten Medien
Zigarillo-Box mit handschriftlicher Beschriftung
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Aufbewahrungsbox
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
August Neuhaus & Cie Zigarrenfabrik (Hersteller) Adrian Zimer (Fotograf)
Zeit
ca. 1900 – 1910
Ort
Schwetzingen
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Informationen über die verwendeten Medien
Verpackung von Fotoplatten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Aufbewahrungsboxen
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Koloniale Sammlungen
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Agfa, Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation (Hersteller) Adrian Zimer (Fotograf)
Zeit
ca. 1890 – 1910
Ort
Berlin
UB J.C. Senckenberg, Koloniale Sammlungen
Informationen über die verwendeten Medien
Verpackungs- und Versandmaterial für konservierte Pflanzen
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Herbamappe
Thema
erhalten
Teil von
Senckenberg Forschungsinstitut, Herbarium Senckenbergianum Frankfurt am Main
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Frankierter Briefumschlag mit Zollhinweis »Seeds for research only«, Kiste mit Samentaschen
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Verpackung
Thema
erhalten
Teil von
Goethe-Universität, Wissenschaftsgarten
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2012/2013
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Holzkiste mit Originalbeschriftung
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Aufbewahrungsbox
Thema
erhalten
Teil von
Senckenberg Forschungsinstitut, Paläoanthropologie, Sammlung G.H.R. von Koenigswald
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald (Besitzer) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
1930er – 1940er Jahre
Ort
Java/China
Quelle, Kunst, Beweis
Manchmal ist die Originalverpackung auch wichtiger Teil des Objektes. So erzählen die Schachteln von Computerspielen viel über die zeitgenössischen Verwendungskontexte und damit verbundenen Rollenbilder. Bei zahlreichen Künstlerbüchern ist die Verpackung gar nicht vom Rest des Kunstwerkes zu trennen. Und selbst ein Karteikasten kann in einem Ermittlungsverfahren zum Sammeln von Hinweisen eingesetzt werden – in diesem Fall gegen den SS Obersturmführer und Lagerarzt in Auschwitz, Hans Wilhelm König.
Informationen über die verwendeten Medien
Originalverpackung Universum Multispiel Konsole
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Verpackung
Thema
erhalten
Teil von
Goethe-Universität, Astro- und TV-Lounge
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Quelle GmbH (Hersteller) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
1970er Jahre
Ort
Burgkunstadt
Informationen über die verwendeten Medien
Pappschachtel zur Aufbewahrung einer Klavierrolle
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Verpackung
Thema
erhalten
Teil von
Goethe-Universität, Klavierrollensammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
um 1900
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Melken muss ich immer
Ein Gespräch über das Melken mit Herrn Schmidt und Frau Schmidt aus Großropperhausen in Hessen
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Buch
Thema
erhalten
Teil von
Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Abmessung/Umfang
[74] S. + 1 Euterwischtuch MILKU [!], 1 gelbe Ohrenmarke, 1 Milchglas-Abb., 1 Siebdruck mit Kühen, 1 Indikatorpapier BOVIVET
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: Wm 1454
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fiand, Kristina Fiand [Verfasserin] Reinert Schmidt [Beteiligter] Annemarie Schmidt [Beteiligte] Thorsten Baensch [Beteiligter]
Zeit
2005
Ort
Brüssel
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Leerer Karteikasten aus dem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen Hans Wilhelm König
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Karteikasten
Thema
erhalten
Teil von
Fritz Bauer Institut, Sammlung Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Bernhard Wirth (Fotograf)
der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen
Hans Wilhelm König,Frankfurt am Main, nach 1962
Spezifische Bedürfnisse
Auch die scheinbar neutralen professionellen Verpackungen dokumentieren sich wandelnde Ansprüche. Während im Archivbereich konservatorische Prämissen leitend sind, zeugen etwa die Hüllen zur Bewahrung von Comic Heften vor allem von einer populärkulturellen, spezialisierten Sammlergemeinde. Was Bewahren bedeutet, kann dabei sehr unterschiedlich sein. So wird eine Pflanze im Wissenschaftsgarten etwa durch wiederholtes Umtopfen erhalten. Bewahren heißt hier Veränderung ermöglichen.
Informationen über die verwendeten Medien
Ausrangierte Buchboxen und Kapseln
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Aufbewahrungsboxen
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Judaica und Hebraica UB J.C. Senckenberg, Sammlung Handschriften und Inkunabeln
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
20. Jahrhundert
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Hüllen zur Aufbewahrung von Comic-Heften
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Verpackung
Thema
erhalten
Teil von
Goethe-Universität
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Informationen über die verwendeten Medien
Professionelle Box zur Aufbewahrung wertvoller oder fragiler Bücher
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Aufbewahrungsboxen
Thema
erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Firma Schempp (Hersteller) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Kornwestheim
Kornwestheim, 2019, UB J.C. Senckenberg
Informationen über die verwendeten Medien
Blumentöpfe in unterschiedlichen Größen
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Blumentöpfe
Thema
erhalten
Teil von
Goethe-Universität, Wissenschaftsgarten
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinenansicht erhalten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
erhalten
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
04 Zermalmt, verloren, beschädigt
Informationen über die verwendeten Medien
Zermahlene Geschichte, Horst Hoheisel, Andreas Knitz
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Kunstwerk
Thema
Erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
1999
Ort
Weimar
Zermalmt
Den Teilabriss des Marstalls in Weimar, der zwischenzeitlich auch von der Gestapo genutzt worden war, dokumentierten Hoheisel und Knitz in einer Ausstellung. Als Beilagen zur Begleitpublikation erhielten die Käufer*innen u.a. je einen verschweißten Kunststoffbeutel mit Balkenspänen und Steinbrocken des geschichtsträchtigen Gebäudes. Das Gesamtkonvolut ist in der Bibliothek der Künstlerbücher-Sammlung zugeordnet.
Herber Verlust
Diese schnippische Skizze ist längst zum Emblem geworden. Der alte Schopenhauer und sein Pudel, verewigt von Wilhelm Busch. Das Besondere an dem berühmten Objekt ist, dass es sich hierbei um eine Reproduktion einer Kopie handelt. Das Original verbrannte 1944, und lediglich eine Kopie ist erhalten, die das Original ersetzt.
Informationen über die verwendeten Medien
Karikatur Arthur Schopenhauer
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Zeichnung
Thema
erhalten
Teil von
Universitätsbibliothek J.C.S. - Schopenhauer-Archiv
Material/Technik
Reproduktion der Bleistiftzeichnung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Wilhelm Busch (Zeichner)
Zeit
Ca. 1870 – 1872 (Original)
Ort
Frankfurt am Main?
Beschädigt
Bombentreffer zerstörten 1943/44 nicht nur das Gebäude der Stadtbibliothek, sondern auch die überlebensgroße Goethe-Statue Marchesis in der Eingangshalle. Erhalten blieben drei Reduktionskopien vom Künstler selbst. Diese Statuetten erhielten die drei Stifter des Denkmals als Dank für den Auftrag. Eine davon – mit kleineren Schäden – befindet sich heute im Besitz der Bibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Goethe-Statuette
Pompeo Marchesi
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Statuette
Thema
Erhalten
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
ca. 1835
Ort
[Mailand?]
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinentisch verfügbar machen
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
verfügbar machen
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2018-2019
Ort
Frankfurt am Main
verfügbar
machen
Sammeln ist kein Selbstzweck. Etwas zu bewahren, ist weitgehend sinnlos, wenn dabei nicht bereits gegenwärtige oder zukünftige Nutzungen ins Auge gefasst werden. Diese sind vielfältig, und häufig ergeben sich mit der Zeit Nutzungsarten, die beim Aufbau der Sammlung noch gar nicht bedacht werden konnten. Bibliotheken und Archive sind gesetzlich verpflichtet, ihre Bestände für die öffentliche Nutzung zugänglich zu machen. Auch der konservatorische Schutz eines Objektes kann gegen eine Nutzung sprechen. Statt des Originals kommen deshalb auch Kopien, Reproduktionen oder Faksimiles zum Einsatz. Die wichtigste Maßnahme in diesem Zusammenhang ist heute die Digitalisierung. Sie schützt das Original und ermöglicht eine ortsunabhängige parallele Nutzung durch verschiedene Interessierte. Dies bedarf nicht nur entsprechender Infrastruktur, sondern auch passender Vermittlungsangebote. Daten-, Urheber- oder Personenschutzrechte können die Zugänglichkeit beschränken.
Informationen über die verwendeten Medien
Foto: Lesesäle Vitrine
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
verfügbar machen
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
2020
Ort
Frankfurt am Main
01 Lesesäle
Titelblatt der Kleinen Presse in Rothschild’scher Zeitungsausschnittssammlung Hermann Junker. Dieses Titelblatt der Kleinen Presse zeigt Bilder aus den Lesesälen der von Hannah Luise von Rothschild gegründeten Rothschild’schen Bibliothek, in deren ursprünglichem Gebäude sich heute das Jüdische Museum befindet.
Informationen über die verwendeten Medien
»Bilder aus den Lesesälen der Rothschildbibliothek in Frankfurt a. M.«
Titelblatt der Kleinen Presse in Rothschild’scher Zeitungsausschnittssammlung
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Zeitungsartikel
Thema
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Judaica
Abmessung/Umfang
38 x 29,5 cm (Titelseite), 24 x 23,5 cm (Illustration)
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1892
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografie des Lesesaals der Stadt- und Universitätsbibliothek
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
verfügbar machen
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Abmessung/Umfang
19 x 19,5 cm
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Inge Werth (Fotografin)
Zeit
um 1965
Ort
Frankfurt am Main
Wertvolle und empfindliche Werke werden nicht außer Haus verliehen, sondern zur Nutzung in einem Lesesaal bereitgestellt. Als Lern- und Arbeitsorte sind Lesesäle bis heute äußerst gefragt.
Lesesaal der Stadt- und Universitätsbibliothek um 1965 von Inge Werth
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografie des Lesesaals Spezialsammlungen
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
verfügbar machen
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Thomas Risse (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Neben dem direkten Zugriff auf die Bücher und einem stabilen WLAN bieten sie auch eine ganz besondere Arbeitsatmosphäre.
Fotografie des Lesesaales Spezialsammlungen
Informationen über die verwendeten Medien
Leihscheine
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Thema
verfügbar machen
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Ort
Frankfurt am Main
02 Ausleihen
Leihschein
Die traditionelle Nutzung von originalen Objekten wurde lange Zeit über Leihscheine abgewickelt. Diese waren dabei gleichzeitig Bestellschein für die Anforderung aus dem Magazin und Belastungsdokument während der Benutzung im Lesesaal oder außer Haus. Als historische Dokumente zeigen sie auch die institutionellen Veränderungen innerhalb der Geschichte der heutigen Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg.
Informationen über die verwendeten Medien
Lesesaal Leihschein
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Bestellschein
Thema
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Benutzung
Material/Technik
Papier
Sprache
Deutsch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Statistiken zur Nutzung
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Statistik
Thema
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Benutzung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Petra Schneider (Verfasserin) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2020
Ort
Frankfurt am Main
Rushhour
Statistiken sind ein Hilfsmittel, um zu prüfen, ob Nutzer*innen zufrieden sind: Welche Bücher werden häufig entliehen, welche nicht. Welche Sitzplätze und welche Computerarbeitsplätze werden häufig genutzt? Zu welchen Tageszeiten oder an welchen Tagen ist das Nutzungsaufkommen höher? Viele Werte liefert die Technik hierbei automatisch, andere müssen durch das Bibliothekspersonal selbst ermittelt werden.
Informationen über die verwendeten Medien
Archivgut mit Schwärzungen
Aus Verwaltungsakten der Bibliothek sowie aus dem Nachlass von Ludwig von Friedeburg
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Archivgut
Thema
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
03 Zugangsbeschränkungen
Rot, gelb, grün
Eine der wichtigsten Dienstleistungen heutiger Bibliotheken ist es, Zugang zu elektronischen Büchern und Zeitschriften zu bieten. Die »EZB Ampel« zeigt dabei, welche Nutzungsoptionen verfügbar sind. Abhängig ist das von Lizenzvarianten der Verlage und persönlichen Berechtigungen der Nutzer*innen. EZB steht dabei nicht für Europäische Zentralbank, sondern für Elektronische Zeitschriftenbibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Screenshot: EZB-Ampel
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Screenshot
Thema
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Frankfurt am Main, 2019, UB J.C. Senckenberg
Informationen über die verwendeten Medien
Archivgut mit Schwärzungen
Aus Verwaltungsakten der Bibliothek sowie aus dem Nachlass von Ludwig von Friedeburg
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Archivgut
Thema
verfügbar machen
Teil von
UB J.C. Senckenberg, Archivzentrum
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Geschwärzt
Archivalien haben eine Schutzfrist von 30 Jahren, die sich bei einem überwiegenden Personenbezug um weitere 10 Jahre nach Tod der betroffenen Person verlängert. Eine Verkürzung kann z. B. nur erreicht werden, wenn die Bearbeitung für Forschungsfragen zwingend erforderlich ist. In solchen Fällen müssen die Hinweise auf die Betroffenen – wie in diesem Beispiel – in der Forschungsarbeit aber so anonymisiert werden, dass die Person nicht mehr erkennbar ist.
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinentisch verfügbar machen
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
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Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2018-2019
Ort
Frankfurt am Main
04 Benutzungshihglights
Kolorieren
Eine frühe Fernleihe mit besonderem Nutzungszweck belegt dieser Brief der Markgräfin von Baden. Sie bedankt sich im Jahr 1771, dass sie das Frankfurter Exemplar als Vorlage zur Nachkolorierung ihres eigenen Exemplars >>Metamorphosis Insectorum Surinamensium<< von Maria Sybilla Merian nach Karlsruhe ausleihen durfte. Obwohl sie sich für die späte Rückgabe entschuldigt, ist nicht dokumentiert, ob sie Säumnisgebühren zahlen musste.
Informationen über die verwendeten Medien
Brief an Johann Daniel von Olenschlager, Älterer Bürgermeister der Stadt Frankfurt am Main
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Brief
Thema
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Teil von
Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Abmessung/Umfang
Original: 24,5 x 20 cm
Material/Technik
Papier
Sprache
Französisch
Identifikator
URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-44440
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Caroline Luise, Markgräfing von Baden
Zeit
1771
Ort
Karlsruhe
Weitere Informationen
Sehr gefragt
Diese auf 1709-1714 datierte Sammelhandschrift von Johann Sebastian Bach enhält in seiner Handschrift die Abschriften zweier aus mehreren Teilen bestehender Werke: das Livre d'Orgue von Nicolas de Grigny und die Suites de Clavecin von Charles Dieupart. Dazwischen befindet sich eine Verzierungstabelle von Jean-Henri d'Anglebert, die für die Aufführungsparxis der Barockmusik eine bedeutende Rolle spielt. Es ist die meistgefragte Musikhandschrift der Bibliothek.
Informationen über die verwendeten Medien
Premier livre d'orgue
contenant une messe et des hymnes des principalles festes de l'année ; MDCC / composé par N. de Grigny. J. S. Bach
Aus der Sammlung von
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Typ
Sammelhandschrift
Thema
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Teil von
UB J.C. Senckenberg, Sammlung Musik und Theater
Abmessung/Umfang
[35 Bl.] Original: 19,5 x 15,5 cm
Sprache
Französisch Deutsch
Identifikator
Signatur: Mus Hs 1538 URN: urn:nbn:de:hebis:30:3-242769
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Grigny, Nicolas de (Verfasser) Bach, Johann Sebastian (Beteiligter) Charles Dieupart (Beteiligter) Jean-Henri d'Anglebert (Beteiligter)
Zeit
ca. 1710
Ort
[S.l.]
Weitere Informationen
Inspiration
Diese Schriftprobe war um 1720 ein Meisterblatt des Leipziger Schriftgießers Ehrhard, der damit sein Schriften-Sortiment Druckereien zum Kauf anbot. Dass fast 300 Jahre später seine Schriften ein Global Player der Computerschrift bei der Entwicklung eines neuen Fonts nutzte, hätte Ehrhard sicher nicht erwartet. Die Firma bestellte bei der Bibliothek hoch auflösende Scans als Gestaltungsvorlagen.
Informationen über die verwendeten Medien
Verzeichnis derer Holländischer Schriften
Aus der Sammlung von
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Angaben zum Objekt
Typ
Verkaufskatalog
Thema
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Teil von
Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke
Abmessung/Umfang
[1] Blätter Original: 45 x 37 cm
Material/Technik
Einblattdruck
Sprache
Deutsch Latein
Identifikator
URN: urn:nbn:de:hebis:30:2-388993
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Miklós Tótfalusi Kis (Schriftschneider) Wolfang Dietrich Ehrhard (Schriftgießer),
Zeit
ca. 1720
Ort
Leipzig
Weitere Informationen
Leipzig, ca. 1720
UB J.C. Senckenberg
Umlaufexemplar
Nicht nur in Bibliotheken werden Medien von mehreren Personen genutzt. Die Zirkulation von Zeitschriftenheften in mehr oder weniger festgelegten Kreisen wird schon lange als Multiplikationsinstrument eingesetzt. Dieses Heft wurde in einem Regiment des Landgrafen von Hessen-Kassel in Umlauf gegeben. Die Nutzungsdaten wurden militärisch genau festgehalten.
Informationen über die verwendeten Medien
Der Neue Teutsche Merkur
Heft 2
Aus der Sammlung von
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Typ
Zeitschrift
Thema
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Teil von
Sammlung Deutsche Drucke
Material/Technik
Druckerzeugnis
Sprache
Deutsch
Identifikator
Signatur: 18/32012
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Christoph Martin Wieland (Herausgeber)
Zeit
1802
Ort
Weimar
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Vitrinentisch forschen und lehren
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Möbel
Thema
forschen und lehren
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Bernhard Wirth (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
forschen und lehren
Sammlungen sind ein konstitutiver Bestandteil der Wissenschaft. Viele wissenschaftlichen Disziplinen sind ohne systematisch angelegte Sammlungen nicht denkbar, teilweise sind sie sogar erst auf deren Grundlage entstanden. Bis heute spielen Sammlungen in zahlreichen Fächern eine zentrale Rolle – für die Forschung ebenso wie für die Lehre. Je nach Disziplin oder Forschungsfrage werden sehr unterschiedliche Dinge gesammelt. Das Spektrum reicht von Faustkeilen aus der Vor- und Frühgeschichte bis zu Schuhen der heutigen Jugendkultur. Ebenso vielfältig wie die Gegenstände sind die Fragen, die an sie gestellt, und die Methoden, die eingesetzt werden. Regelmäßig wechselnde Präsentationen im Schopenhauer-Studio geben einen exemplarischen Einblick in einzelne Forschungs- und Lehrprojekte.
Informationen über die verwendeten Medien
Postkarten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Foto
Thema
forschen und lehren
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Judith Blume (Fotografin)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Vielfalt
Über 40 wissenschaftliche Sammlungen befinden sich an der Goethe-Universität. Sie sind über alle Standorte verteilt: die Fachbereiche, die Bibliothek, das Archiv und zahlreiche An-Institute. Die im Rahmen des Universitätsjubiläums 2014 angefertigten Fotografien von Tom Stern ermöglichen einen Blick in die Keller, Dachböden und Büros, in denen die unterschiedlichen Gegenstände lagern: sie vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt der Bestände.
Informationen über die verwendeten Medien
Webpage der Sammlungskoordination der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Webpage
Thema
forschen und lehren
Teil von
Sammlungskoordination der Goethe-Universität
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Dr. Judith Blume (Herausgeberin/Betreuerin) Dr. Vera Hierholzer (Herausgeberin) Dr. Lisa Regazzoni (Herausgeberin) Sven Winnefeld (Programmierer) FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR (Designer)
Lehre
Die Online-Plattform wurde von der Studiengruppe „sammeln, ordnen, darstellen“ konzipiert. Ziel war eine systematische Übersicht aller Sammlungen sowie ein exemplarischer Zugang über ausgewählte Objekte. Heute dokumentiert die Plattform vor allem auch die zahlreichen Aktivitäten der einzelnen Sammlungen und zeugt damit vom großen Potential, das Sammlungen auch für eine forschende, praxisnahe und experimentelle Lehre und Wissenschaftsvermittlung haben.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografien von vergrößerten Schnitten des Sheabutterbaums
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Archäobotanische Vergleichssammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Alexa Höhn
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
01 Sehen lernen
Sehen lernen
Viele wissenschaftliche Sammlungen sind sogenannte Vergleichssammlungen. Das heißt, sie stellen Material bereit, anhand dessen im Feld gesammelte Objekte bestimmt werden können. Für die Forschung sind sie eine unerlässliche Infrastruktur, welche eine genaue Einordnung der Funde erst möglich macht. Aber auch in der Lehre spielen sie eine wichtige Rolle. Anhand von Lehrsammlungen können Studierende die unterschiedlichen Formen kennen und erkennen lernen.
Sheabutter
Sheanüsse, deren Fett sich heute in vielen Kosmetikprodukten findet, wurden in Westafrika schon sehr lange angebaut. Das Fett wurde schon frühzeitig zur Körperpflege eingesetzt. Vor allem aber diente es als pflanzliches Fett in der Ernährung. Heute können archäobotanische Reste von Sheabutterbäumen also als Indikatoren für eine bestimmte Landnutzung dienen.
Variabilität
Das Holz des Sheabutterbaums aber zeichnet sich durch eine hohe Variabilität in seiner Struktur aus. Das heißt, es gibt eine große Bandbreite an Merkmalsausprägungen. Dies macht eine Bestimmung natürlich umso schwieriger, denn je größer die Variabilität der Merkmale ist, desto herausfordernder ist es zu entscheiden, ob es sich bei einem Fund um den Rest eines Sheabutterbaums handelt oder nicht.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografien von vergrößerten Schnitten des Sheabutterbaums
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Archäobotanische Vergleichssammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Alexa Höhn
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Je mehr, desto sicherer
Und deshalb kommt es auf die Menge der Präparate an. Habe ich nur ein Präparat, mit dem ich meinen Fund vergleichen kann, dann mag es auf Grund der Variabilität kaum Übereinstimmung geben. Und ich komme zu dem Schluss, dass es kein Sheabutterbaum ist. Habe ich aber sehr viel Vergleichsmaterial, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine Übereinstimmung erkenne und den Fund bestimmen kann.
Wissen und Unsicherheit
Auch dann bleibt die Bestimmung selbstverständlich eine Annäherung. Erschwerend kommt bei archäologischen Funden hinzu, dass es sich meist um Fragmente handelt. Die Wissensproduktion muss deshalb immer mit nicht zu füllenden Lücken und der damit verbundenen Unsicherheit umgehen.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografien von vergrößerten Schnitten des Sheabutterbaums
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Archäobotanische Vergleichssammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Alexa Höhn
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Informationen über die verwendeten Medien
Vier Faustkeile
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Faustkeile
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Studien- und Lehrsammlungen der Vor- und Frühgeschichte Europas und Afrikas
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
älter als 300.000 Jahre
Ort
Sahara
02 Formenvielfalt
Faustkeil
Ein Faustkeil zeichnet sich durch folgendes aus: Er ist beidseitig flächig retuschiert, hat einen spitz-ovalen Querschnitt, eine weniger bearbeitete rundliche Basis und eine deutlich herausgearbeitete Spitze. Dass innerhalb dieser Kriterien noch einige Vielfalt möglich ist, liegt auf der Hand. Faustkeile haben unterschiedliche Größen und Verhältnisse bei Länge, Breite, Dicke und bestehen aus verschiedenen Gesteinen.
Chronologie und Typologie
Faustkeile wurden über eine Million Jahre verwendet. Angesichts einer solch langen Dauer wäre zu erwarten, dass sie sich im Laufe der Zeit veränderten. Tatsächlich ist die Veränderung sehr gering, was dazu führt, dass sich
Faustkeile allein über ihre Typologie nicht gut datieren lassen.
Funktion und Fundkontext
Auch bei der Frage nach der Funktion kann die Wissenschaft keine präzise Antwort geben. Faustkeilfunde gemeinsam mit Knochen großer Tiere deuten darauf hin, dass Faustkeile dazu dienten, eine Nische zu erschließen, die den Menschen jener Zeit einen großen Vorteil verschafften: Sie schlugen mit Faustkeilen Röhrenknochen auf und erbeuteten Mark, was außer ihnen nur noch Hyänen schafften.
Vom Fund zur Forschung
Zwischen Fund und Forschungsobjekt liegen in der geowissenschaftlichen Forschung zahlreiche Schritte, die das ursprüngliche Objekt bearbeiten. So muss das gefundene Gestein nicht nur gewaschen und inventarisiert werden. Viel entscheidender ist es, das große Objekt so zu bearbeiten, dass es unter einem Mikroskop untersucht werden kann.
Formenvielfalt
Die Studien- und Lehrsammlung der Vor- und Frühgeschichte am Institut für Archäologische Wissenschaften wird, wie es der Name sagt, in der Lehre eingesetzt. Hier haben Studierende die Möglichkeit, Originalobjekte und ihre formenkundliche Vielfalt kennenzulernen.
Informationen über die verwendeten Medien
Vier Faustkeile
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Faustkeile
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Studien- und Lehrsammlungen der Vor- und Frühgeschichte Europas und Afrikas
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
älter als 300.000 Jahre
Ort
Sahara
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografie Sneaker Vitrine
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
forschen und lehren
Teil von
Sammlungswerkstatt
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Atelier Markgraph GmbH (Gestaltung) Messegrafik & Messebau Schreiber e.K (Hersteller) Adrian Ziemer (Fotograf)
Zeit
2020
Ort
Frankfurt am Main
03 Blickwinkel
Blickwinkel
Es sind nicht die Objekte, die eine Sammlung als wissenschaftlich kennzeichnen. Vielmehr kommt es auf die Fragen an, die mit Hilfe dieser Objekte beantwortet werden. So wird eine Schuhsammlung, die auf den ersten Blick an den heimischen, nicht ausgemisteten Schrank erinnert im Rahmen der Jugendkulturforschung zu einer wichtigen Quelle. Die große Menge zeugt hier nicht von einem Spleen, sondern ist Voraussetzung dafür, Entwicklungen dokumentieren und Unterschiede deuten zu können.
Informationen über die verwendeten Medien
Schnürstiefeletten
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Goethe-Universität, Jugendkulturarchiv
Angaben zum Objekt
Typ
Schuhe
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Jugendkulturarchiv
Material/Technik
Leder
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1990er Jahre
Informationen über die verwendeten Medien
Asics Tiger Schuhe
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Goethe-Universität, Jugendkulturarchiv
Angaben zum Objekt
Typ
Schuhe
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Jugendkulturarchiv
Material/Technik
Leder
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Onitsuka Tiger (Hersteller)
Zeit
1990er Jahre
Informationen über die verwendeten Medien
Rosa Buffalos
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Goethe Universität Frankfurt, Jugendkulturarchiv
Angaben zum Objekt
Typ
Schuhe
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goehte-Universität, Jugendkulturarchiv
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Buffalo London (Hersteller)
Zeit
um 1990
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografien des Blicks durchs Polarisationsmikroskop
Dünnschliff eines Granat-Glimmer-Schiefers unter gekreuzten Polarisatoren
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Goethe-Universität, Geowissenschaftliche Sammlung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Geowissenschaftliche Sammlung
Material/Technik
Gesteins-Dünnschliff
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Sascha Staubach (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
04 Verbrauchen
Verbrauchen
Während es in vielen Sammlungen darum geht, Dinge vor dem Verfall zu bewahren, müssen in manchen Fällen Objekte geradezu zerstört werden, um Forschungsfragen beantworten zu können. Neben der Isotopenuntersuchung der Perlhirse in der archäobotanischen Forschung gilt dies etwa auch für die Bearbeitung von Gesteinsfunden für die geowissenschaftlichen Forschung.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografien des Blicks durchs Polarisationsmikroskop
Dünnschliff eines Granat-Glimmer-Schiefers unter gekreuzten Polarisatoren
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Goethe-Universität, Geowissenschaftliche Sammlung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Geowissenschaftliche Sammlung
Material/Technik
Gesteins-Dünnschliff
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Sascha Staubach (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Frankfurt am Main
Sägen und Schleifen
Dafür wird der Stein mit einer Kreissäge in kleine Blöcke zerschnitten. Anschließend werden diese so dünn geschliffen, dass sie auf einen Glasträger passen. Dieser kann nun unter einem Polarisationsmikroskop betrachtet und bis zu 50-fach vergrößert werden. Die daraus entstehenden fotografischen Bilder geben Einblick in die Struktur des Gesteins. Vom Fundobjekt aber ist rein materiell nicht mehr viel übrig.
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografien des Blicks durchs Polarisationsmikroskop
Dünnschliff eines Granat-Glimmer-Schiefers unter gekreuzten Polarisatoren
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Goethe-Universität, Geowissenschaftliche Sammlung
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Teil von
Goethe-Universität, Geowissenschaftliche Sammlung
Material/Technik
Gesteins-Dünnschliff
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Sascha Staubach (Fotograf)
Zeit
2019
Ort
Sprendlingen bei Frankfurt
Informationen über die verwendeten Medien
Perlhirsefruchtstand
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Getreide
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Archäobotanische Vergleichssammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
1990er Jahre
Ort
Burkina Faso
05 Alt und neu
Aufschlussreiche Reste
In den 1990er Jahren wurden im Rahmen des SFB »Kulturentwicklung und Sprachgeschichte im Naturraum westafrikanische Savanne« archäologische Pflanzenreste in Burkina Faso gesammelt. Damit konnte untersucht werden, welche Getreidesorten und Pflanzenarten Menschen damals verwendet haben. Daraus ließen sich Rückschlüsse auf die damaligen klimatischen Bedingungen ziehen.
Isotopen
Mit der inzwischen entwickelten Isotopenuntersuchung können die Perlhirsekörner weitere Einblicke gewähren. Isotope sind Atomarten eines Elements, deren Kerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Die gemessenen Werte der Stickstoffisotope des Perlhirsepulvers geben Hinweise auf die damaligen Anbaumethoden, wie etwa Düngung und Bewässerung.
Zu Pulver zermahlen
Allerdings müssen für diese Untersuchung die (an sich schon sehr kleinen) Körner zermahlen werden. Ein paar Milligramm des Pulvers kommen in winzige Zinnkapseln. Dieses wird in einer Maschine verbrannt und im so entstehenden Kohlendioxid bzw. Stickstoffdioxid können dann die Isotopenwerte gemessen werden.
Immer mehr Dung
Die von Amy Styring erzielten Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung von Dung während der ersten zwei Jahrtausende n.Chr. gestiegen ist. Dies, so lässt sich vermuten, hat sesshaften Getreideanbau ermöglicht und vielleicht auch den Konkurrenzkampf um fruchtbares Land vermindert. Was wir in 30 Jahren wohl noch alles aus den winzigen Perlhirsekörnern herauslesen können?
Alt und Neu
Neue Methoden können alten Sammlungsbeständen eine ganz neue Relevanz geben. Das zeigen etwa Untersuchungen zur Perlhirse, die 2019 am
Institut für Archäobotanik durch die britische Gastwissenschaftlerin Amy Styring durchgeführt wurden.
Informationen über die verwendeten Medien
Perlhirsefruchtstand
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Angaben zum Objekt
Typ
Getreide
Thema
forschen und lehren
Teil von
Goethe-Universität, Archäobotanische Vergleichssammlung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Cosima Kiendl (Fotografin)
Zeit
1990er Jahre
Ort
Burkina Faso
Informationen über die verwendeten Medien
Fotografien der Maschine zur Isotopenvermessung und Diagramm der Auswertung
Leihgabe Amy Styring
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Universität Oxford, Vereinigtes Königreich/ Leihgabe und Foto: Amy Styring
Angaben zum Objekt
Typ
Fotografie
Thema
forschen und lehren
Teil von
https://www.ox.ac.uk/
Sprache
Englisch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Amy Styring (Fotografin)
Zeit
2019
Ort
Oxford
Universität Oxford, Vereinigtes Königreich, 2019
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Dr. Judith Blume, Dr. Mathias Jehn, Petra Schneider, Bernhard Wirth, Jessica Zülch
Umgesetzt durch:
Jessica Zülch
Unterstützt durch:
Jeanne Eschert, Cosima Kiendl
Ausstellungsfotografien:
Cosima Kiendl, Thomas Risse, Bernhard Wirth, Adrian Ziemer
Inhaltliche Unterstützung bei Objektauswahl:
Dr. Angela Hausinger, Dr. Rachel Heuberger, Dr. Mathias Jehn, Dr. Ann Kersting-Meuleman, Dr. Volker Michel, Dr. Aïsha Othman, Dr. Bernhard Tönnies
Konzeption, räumliche Gestaltung und Grafik:
Atelier Markgraph GmbH, Frankfurt am Main, Yvonne Krug-Prosek, Verena Mauerer, Sebastian Nüßlein, Julia Tyrakowska
Restauratorische Betreuung:
Sibylle de Bonis, Michael Geisel, Manuela Keßler
Ausstellungsbau und Grafikproduktion:
Messegrafik & Messebau Schreiber e. K., Frankfurt am Main
Wir danken allen für Ihre Unterstützung
Dr. Walter Pförtner und Dr. Gertrud Pförtner-Stiftung
Frankfurter Sparkasse
Freunde der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main e. V.
Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung
Schopenhauer-Gesellschaft e. V.
Schopenhauer-Stiftung – Dr. Manfred Wagner
Schopenhauer-Stiftung – Arthur Angelika Hübscher
in memoriam Christian Hübscher
Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen
Impressum
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Deutschland
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Deutschland
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069/ 798 - 39205
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