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Die seltsame Geschichte der mit dem Strom Treibenden

Beschreibung

„Die seltsame Geschichte der mit dem Strom Treibenden“ diente als Vorlage für dieses Bild. Das Kabuki-Stück handelt von einem japanischen Fischer und seinem Sohn, die vor der Küste ihres Heimatlandes Schiffbruch erleiden und getrennt werden. Nach zahlreichen Abenteuern in verschiedenen Ländern finden sie wieder zusammen.

Kyôsai, der selber begeisterter Schauspieler war, stellt hier die 2. Szene aus dem 2. Akt dar: Fischersohn Shimizu no Mihozô wird gemeinsam mit Kiyomi Wakaba, der Schwägerin des japanischen Konsuls in San Francisco, auf dem Weg nach New York in der Steppe von einem indigenen Amerikaner überfallen. Diesen gestaltete Kyôsai nach der Figur eines Weltenwächters, genannt Ni-ô, die aus der traditionellen japanischen Kunst stammen. Der für indigene Amerikaner ungewöhnliche, buschige Vollbart und die Keule sind ebenfalls der Vorlage geschuldet. Allein an dem mit Federn geschmückten Kopf ist der Dargestellte als Indigener gekennzeichnet.

Die westlichen Elemente in Handlung und Umsetzung waren für das japanische Publikum allerdings derart ungewohnt, dass das Stück nur einmal aufgeführt wurde.

Rechtsstatus

Beteiligte Personen und Organisationen

Kawanabe Kyôsai

Zeit

1879

Maße/Umfang

61,6 x 90,2 cm

Material/Technik

Farbe auf Seide

Dateien

93_00215.jpg

Quellenangabe

„Die seltsame Geschichte der mit dem Strom Treibenden

,” Kawanabe Kyôsai und Erwin Baelz, zuletzt aufgerufen am 23. Juni 2024, https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/kyosai-baelz-hornmoldhaus/items/show/2.