schrift : buch : kultur
Sammlungen in Bibliotheken
Handschriften aus dem Mittelalter, Briefe berühmter Dichter, Landkarten, Skulpturen, Noten, Ölgemälde: Wer die Magazine von Bibliotheken besichtigt, stößt auf erstaunliche Schätze kultureller Überlieferung.
Wie erweitern und pflegen wir unsere Sammlungen? Was müssen wir tun, um sie auch für die Zukunft zu bewahren? Wie machen wir unsere Bestände zugänglich? Und welche Rolle spielt das alte Buch in Zeiten elektronischer Lektüre und ChatGTP?
Der Umgang mit dem kulturellen Erbe hat zahlreiche Facetten, die wir in dieser virtuellen Ausstellung beleuchten wollen.
Eine virtuelle Ausstellung von
01
Ein Fachgremium für das schriftliche Kulturgut
Der AK Historische Bestände
Der „Arbeitskreis Historische Bestände in den Bibliotheken von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“ – gegründet im Jahr 2007 – ist das gemeinsame Fachgremium für das schriftliche Kulturgut in den Bibliotheken von NRW und RLP. Ihm gehören derzeit 21 Mitglieder an, die über historische Bestände, über alte und neue Sammlungen verfügen. Ob in staatlicher oder kirchlicher Trägerschaft, ob Universitäts-, Landes- und Regionalbibliothek oder Diözesanbibliothek: Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Besondere, Bewahrens- und Schützenswerte. Unser Ziel ist eine professionelle Qualitätssicherung im Umgang mit dem kulturellen Erbe.
Wir sind Partner bibliothekarischer Verbände und leisten einen Wissenstransfer mit regelmäßigen Seminaren am Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung (ZBIW) der Technischen Hochschule Köln. Zweimal im Jahr veröffentlichen wir die Kolumne „Kulturelles Erbe“ in der Zeitschrift ProLibris.
Über die Bestände der verschiedenen Bibliotheken, die im Arbeitskreis vertreten sind, können Sie sich durch eine interaktive Karte informieren.
Informationen über die verwendeten Medien
Mitglieder AK Historische Bestände
Aus der Sammlung von
Mitglieder AK Historische Bestände, Kirsten Krumeich
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Rechteinformation
AK Historische Bestände, Kirsten Krumeich
Beschreibung
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Ledereinbände
Aus der Sammlung von
Lippische Landesbibliothek Detmold
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Rechteinformation
Lippische Landesbibliothek Detmold, Foto: Inga Vianden
Informationen über die verwendeten Medien
Wappenbuch Beyeren
Aus der Sammlung von
Lippische Landesbibliothek Detmold
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Rechteinformation
Lippische Landesbibliothek Detmold, Foto: Inga Vianden
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: Mscr 3a
Kulturgut in Sammlungen
Zahlreiche Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verfügen über Sammlungen von unterschiedlicher Art und Herkunft. Doch nach welchen Kriterien haben Bibliotheken sie zusammengetragen?
Sammeln heißt immer auszuwählen, was man für bewahrenswert hält. Bibliotheken folgen dabei ihrem Sammelauftrag. Dieser ergibt sich etwa aus einem geografischen Bezug, der Zugehörigkeit zu einer Institution oder einem bestimmten Profil, das sich durch die bereits vorhandenen Bestände herausgebildet hat.
Sammlungen spiegeln die verschiedenen Aufgaben der Häuser und ihre Geschichte wider: Bibliotheken besitzen mittelalterliche Handschriften und frühe Drucke, die ehemals in fürstlichem Besitz oder Teil einer örtlichen Klosterbibliothek waren und die oft zum Gründungsbestand der Häuser gehören. Regional- und Landesbibliotheken haben den Auftrag, alte und neue Medien mit Bezug zu Ort und Region zusammenzutragen und zu bewahren. Sie geben Auskunft über das (kulturelle) Leben einer Region. Daneben existieren „moderne Sammlungen“ mittlerweile auch an jüngeren Universitätsbibliotheken. Sie spiegeln die Forschungsinteressen der Hochschulangehörigen wider.
Nachlässe als Sammlungen
Bibliotheken sammeln nicht nur Inhalte, die zwischen zwei Buchdeckel passen, sondern beherbergen in ihren Magazinen ganz unterschiedliche Materialformen und Objekte.
In zahlreichen Bibliotheken bilden Autografen und Nachlässe einen nicht unwichtigen Teil der historischen Sammlungen. In Dichternachlässen, Literaturarchiven oder schlicht in regionalgeschichtlichen Dokumentationen geben sie Zeugnis über die Geschichte und Kultur der Region und der sammelnden Einrichtung.
Zu sehen ist hier ein Brief der Fürstin Pauline zur Lippe (1769-1820), der in der Lippischen Landesbibliothek liegt. Die Fürstin konzipierte die Bibliothek zu Beginn des 19. Jahrhundert neu und legte die Grundlage für die ansteigende Sammeltätigkeit.
Informationen über die verwendeten Medien
Brief von Pauline (Lippe, Fürstin) an Friedrich Simon Leopold Petri
Aus der Sammlung von
Lippische Landesbibliothek Detmold
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Rechteinformation
Lippische Landesbibliothek Detmold
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1 Dbl. (1 1/2 beschr. S.). - 24,7:18,3 cm
Identifikator
Lippische Landesbibliothek. Archivalische Sammlungen, Teilnachlass Familie Petri, Slg 74 Nr 1,35
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
02.01.1819
Ort
Detmold
Retrospektiv zusammengestellte Sammlungen
Die Stadtbibliothek Mainz baut seit den 1970er Jahren retrospektiv eine Sammlung mit Werken des Mainzer Verlags Jos. Scholz auf.
Ursprünglich als Betrieb zur Herstellung von Schreibfedern in Wiesbaden gegründet (1796), richtete der Verlag 1829/30 eine Zweigniederlassung in Mainz ein und bestand ab 1846 bis zum Zweiten Weltkrieg ausschließlich in Mainz.
Der Verlag Jos. Scholz konzentrierte sich als einer der ersten Verlage in Deutschland auf Produkte für Kinder und Jugendliche.
Informationen über die verwendeten Medien
Bilderwelt (1845), Kinderbuch der Sammlung Scholz
Aus der Sammlung von
Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz
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Rechteinformation
Digitalisierung: Stadtbibliothek Mainz
Historische Bibliotheken als Sammlungen
Als die gelehrten Kreuzherren 1443 nach Düsseldorf kamen, etablierten sie hier die damals wohl größte Bibliothek der Stadt. Rund 260 Bände der ehemaligen Klosterbibliothek, die 1802 im Vorfeld der Säkularisation aufgelöst worden war, fanden Eingang in die Bestände der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf.
In den Jahren 2019-2022 wurden sie – gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) - digital wieder zusammengeführt und auch im Katalog der Bibliothek als Sammlung sichtbar gemacht.
Die Erforschung dieser Sammlung ermöglichte einen bedeutenden Einblick in das klösterliche und städtische Leben des Mittelalters und der frühen Neuzeit.
Informationen über die verwendeten Medien
Brandkreuz der Kreuzherrenbibliothek
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Foto: Agnes Lucas
Beschreibung
Zahlreiche Bände der ehemaligen Kreuzherrenbibliothek sind durch ein Brandkreuz auf dem oberen Buchschnitt gekennzeichnet
Die Materialität der Objekte
Handgeschrieben oder als Druck, auf Papier oder Pergament?
Die Materialität als Forschungsgegenstand ist spätestens seit dem „material turn“ in den (Geistes‑)Wissenschaften angekommen:
Bücher – die zentralen Kulturgüter in Bibliotheken – werden als archäologische Objekte auf ihre Hinweise zu Entstehungszeit, Herstellung, Schreib- bzw. Druckvorgang und sonstige Nutzungsspuren hin befragt.
Informationen über die verwendeten Medien
Genähtes Pergament in einer Sammelhandschrift aus dem Kloster Arnstein
Aus der Sammlung von
Martinus-Bibliothek, Mainz
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Rechteinformation
Martinus-Bibliothek Mainz
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: Hs 42, fol. 77 r
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
4. Viertel des 12. Jahrhunderts oder 1. Viertel des 13. Jahrhunderts
Von der Handschrift zum Druck
Vor der Erfindung des Buchdrucks und seiner Verbreitung in Europa im 15. Jahrhundert sind Bücher üblicherweise handgeschriebene Codices.
Nach ihrem Vorbild wurden die gedruckten Bücher noch bis ins 16. Jahrhundert hergestellt. Gestaltungsformen, die wir heute vom Buchdruck kennen wie Titelblätter oder Holzschnitte als Illustrationen, setzen sich erst langsam durch. Die Grundzüge der Gestaltung gedruckter Bücher blieben bis zum 19. Jahrhundert und der Einführung neuer mechanischer und elektronischer Satz- und Druckverfahren weitgehend unverändert.
Informationen über die verwendeten Medien
Initiale mit Bild einer Königsweihe im Pontificale Romanum (Frankreich, 14. Jahrhundert)
Aus der Sammlung von
St. Nikolaus-Hospital, Bernkastel-Kues
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Rechteinformation
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues in Kooperation mit dem Cusanus-Institut, Trier
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: Cod. Cus. 131
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
14. Jahrhundert
Ort
Frankreich
Informationen über die verwendeten Medien
Darstellung einer zeitgenössischen Druckwerkstatt
Aus der Sammlung von
St. Nikolaus-Hospital / Cusanusstift, Bernkastel-Kues
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Rechteinformation
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues in Kooperation mit dem Cusanus-Institut, Trier
Beschreibung
Darstellung einer Druckwerkstatt auf dem Titelblatt der 1514 bei Jodocus Badius Ascensius in Paris herausgegebenen Ausgabe der Werke des Nikolaus von Kues
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: Nr. 105d
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Jodocus Badius Ascensius
Zeit
1514
Ort
[Paris]
Informationen über die verwendeten Medien
Der Pergamenter (»Permennter«) aus Hans Sachs / Jost Amman, Eygentliche Beschreibung aller Stände auff Erden, Frankfurt: Sigmund Feyerabend / Paul Reffeler, 1574
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
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Rechteinformation
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Beschreibung
VD16: ZV 13547
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: WHIII95
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Hans Sachs, Jost Amman, Sigmund Feyerabend, Paul Reffeler
Zeit
1574
Ort
Frankfurt
Schriftträger: Papier und Pergament
Parallel zum Druck vollzieht sich auch eine Änderung im Herstellungsmaterial der Bücher:
Das aus Tierhaut von Kälbern, Lämmern, Schafen oder Ziegen bestehende Luxusprodukt Pergament wird durch das aus Lumpen hergestellte Papier abgelöst.
Entscheidende Veränderungen in der Papierherstellung vollzogen sich bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, als u. a. das massenhaft produzierte, aber weniger alterungsbeständige Holzpapier eingeführt wurde.
Tinten und Farben
Bei der (farblichen) Ausgestaltung der handschriftlichen oder gedruckten Bücher konnte eine große Bandbreite von günstigen bis sehr teuren Materialien zum Einsatz kommen.
Als Grundstoff beim Schreiben mit der Hand kam Tinte aus Ruß oder Eisengallustinte zum Einsatz. Beim Drucken nutzte man Druckerschwärze aus Ruß und Bindemittel. Der Einsatz von Farben aus Zinnober (rot) oder Lapislazuli (blau) war verbreitet.
Informationen über die verwendeten Medien
Galläpfel und Eisen(II)-sulfat
Aus der Sammlung von
Wikimedia Commons
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Rechteinformation
Foto: vlasta2 (bluefootedbooby on flickr.com)
Beschreibung
Eichengalläpfel, Eisensulfat und Wasser bilden die Grundstoffe der mittelalterlichen Eisengallustinte.
Weitere Informationen
Einbände
Eine günstige Art, Bücher zu binden, waren einfache Umschläge aus Leder oder Pergament (Koperteinbände).
Anspruchsvoller waren lederüberzogene Holzdeckel mit Blind- und Stempelprägungen und Beschlägen aus Metall oder Holz.
Informationen über die verwendeten Medien
Rückseite eines Ledereinbandes mit Blinddruck
Aus der Sammlung von
St. Nikolaus-Hospital / Cusanusstift, Bernkastel-Kues
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Rechteinformation
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues in Kooperation mit dem Cusanus-Institut, Trier
Beschreibung
Rückseite eines Ledereinbandes mit Blinddruck: Rankenbordüre und quadratische Einzelstempel (Hase und Hund), Reste einer Lederschließe (Sammelhandschrift mit Predigten aus dem 13./14. Jahrhundert)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: Hs. 130
Kostspielige Prachteinbände mit Gold- oder Silberblech und eingearbeiteten Perlen und Edelsteinen verliehen einem Buch einen repräsentativen Charakter.
Ab dem 19. Jahrhundert wurden Bücher nicht mehr vom Käufer eingebunden, sondern erhalten einen Verlagseinband, der direkt bei der Produktion angefertigt wird.
Informationen über die verwendeten Medien
Prachteinband von 1499 für das Ada-Evangeliar (um 800)
Aus der Sammlung von
Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier
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Rechteinformation
Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier, Foto: Anja Runkel
Beschreibung
in Silber, teilvergoldet und mit Edelsteinen besetzt: Darstellung der vier anthropomorphen Evangelistensymbole in Kreuzform sowie weiterer Heiliger aus dem Umkreis der Trierer Abtei St. Maximin; im Zentrum: spätrömischer Kameo (Sardonyx) mit der Familie Kaiser Konstantins des Großen (vor 326)
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: Hs. 22
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1499
Informationen über die verwendeten Medien
Evangeliar, um 1425: Textanfang des Matthäus-Evangeliums
Aus der Sammlung von
Diözesanbibliothek Münster
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Rechteinformation
Diözesanbibliothek Münster, Foto: Achim Pohl
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: B1 147, fol. 8 v–9 r
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 1425
Kulturgut suchen und finden
Bibliotheken sind Orte, an denen Besuchern ein umfassendes und geprüftes Informationsangebot zur Verfügung steht. Doch wie finden Interessierte die für ihre Fragestellung passenden Wissensquellen?
Dafür sind komplexe Vorarbeiten nötig, die in ihrem vollen Umfang meist verborgen bleiben. Dazu gehören:
- die formale Beschreibung eines Mediums (Formalerschließung / Katalogisierung): Die Angabe von Verfasser, Titel, Jahr, Umfang etc. ermöglicht, eine bestimmte Ausgabe eines Werks von jeder anderen zu unterscheiden;
- die Erfassung seines Inhalts durch Bildung von passenden Schlagwörtern oder Einordnung in Klassifikationen (also Ordnungssysteme einzelner Wissenschaften oder aller Wissensgebiete im Ganzen);
- die Erfassung, Zuordnung und Verzeichnung spezieller Merkmale wie Einband, Wasserzeichen im Papier, Besitzeinträge, Kommentare von Leserinnen und Lesern (Provenienz- und exemplarspezifische Erschließung).
Bibliotheken folgen dabei verbindlichen, bibliotheksübergreifend vereinbarten Regeln und genau festgelegten Begriffen (einem „kontrollierten Vokabular“) und kooperieren, indem sie ihre Daten teilen. Suchmaschinen finden Medien auf der Grundlage von normierten Daten.
Bandkataloge
In einer mittelalterlichen Klosterbibliothek dienten Kataloge vor allem der Sicherung des Besitzes. Hier ein Bibliothekskatalog der Abtei St. Eucharius-St. Matthias Trier aus dem 16. Jahrhundert mit dem Beginn der Sachgruppe A: Texte der Bibel und Kommentare zum Alten Testament.
Historische Kataloge sind noch heute wichtige bibliotheksgeschichtliche Quellen. Sie geben nicht nur Auskunft über den zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhandenen Buchbestand, sondern mit ihrer Systematik und der Fächereinteilung auch über die Wissensordnung ihrer Entstehungszeit.
Informationen über die verwendeten Medien
Bibliothekskatalog der Abtei St. Eucharius-St. Matthias Trier aus dem 16. Jahrhundert
Aus der Sammlung von
Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier
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Rechteinformation
Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier, Foto: Anja Runkel
Beschreibung
Angaben zum Objekt
Identifikator
WStB Trier, Signatur: Hs 2229 / 1751 8°, fol. 3 r
Informationen über die verwendeten Medien
Kladde des Alphabetischen Katalogs der öffentlichen Bibliothek (gebunden um Ende des Jahres 1842)
Aus der Sammlung von
Lippische Landesbibliothek Detmold
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Rechteinformation
Lippische Landesbibliothek Detmold
Alphabetische Kataloge
Alphabetische Kataloge sorgten auch als Bandkataloge für eine bessere Orientierung bei wachsendem Bestand.
Das aus dem 19. Jahrhundert erhaltene Beispiel aus der Lippischen Landesbibliothek zeigt den Entstehungsprozess eines solchen Kataloges: Die vorhandenen Titel wurden aufgeschrieben, auseinandergeschnitten, in alphabetischer Reihenfolge sortiert, eingeklebt und dann wieder abgeschrieben.
Zettelkataloge
Die Ablösung der Bandkataloge und die Verzeichnung der Titelaufnahmen auf Karteikarten erleichterte die Sortierung nach Alphabet oder sachlicher Ordnung.
Bis in die 1990er Jahre waren Zettelkataloge das maßgebliche, nach strengen Regeln geführte Nachweisinstrument, bis die Einführung der EDV-Systeme sie ablöste. Die Überführung der einzelnen Aufnahmen in Datenbanken stellt Bibliotheken zum Teil bis heute vor große Herausforderungen: Der Ressourceneinsatz für die Retro-Katalogisierung war und ist immens.
Informationen über die verwendeten Medien
Titelaufnahme nach den Preußischen Instruktionen (1899)
Aus der Sammlung von
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier
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Rechteinformation
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier
Informationen über die verwendeten Medien
Aubert Le Mire, Chronicon Cisterciensis ordinis (1614) aus der Abtei Himmerod
Aus der Sammlung von
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier
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Rechteinformation
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier
Beschreibung
Dieses Buch aus der aufgehobenen Abtei Himmerod befindet sich jetzt in der Bibliothek des Priesterseminars in Trier .
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
1614
Elektronische Kataloge
Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung wandelte auch das Katalogwesen: An Stelle mehrerer Zettelkataloge, die von einzelnen Bibliotheken lokal geführt wurden, traten elektronische Verbundkataloge, die auf nationale und internationale Normdateien verweisen und lokal um bestandsspezifische Informationen angereichtert werden.
Diese Transformation erforderte neue Katalogisierungsregeln sowie standardisierte Datenformate.
Verzeichnung von Provenienzen
Die Erschließung von historischem Buchbestand ist dabei besonders komplex und geht über die reine Beschreibung formaler und inhaltlicher Kriterien hinaus. Bibliotheken verfolgen die „Geschichte“ eines Buches, indem sie Hinweise auf seine ehemaligen Besitzer sammeln (Provenienzverzeichnung).
So werden auch verstreut liegende Sammlungen virtuell wieder sichtbar: Welcher Aufwand dafür nötig ist, zeigt beispielhaft ein Titel aus der aufgehobenen Abtei Himmerod. Das noch lange nicht erreichte Ideal besteht darin, mit wenigen Suchschritten in überregionalen Katalogen z. B. eine Übersicht der über mehrere Bibliotheken verteilten Restbestände aus Himmerod zu gewinnen.
Informationen über die verwendeten Medien
Aubert Le Mire, Chronicon Cisterciensis ordinis (1614) aus der Abtei Himmerod
Aus der Sammlung von
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier
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Rechteinformation
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier
Beschreibung
Dieses Buch aus der aufgehobenen Abtei Himmerod befindet sich jetzt in der Bibliothek des Priesterseminars in Trier .
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Ort
1614
Informationen über die verwendeten Medien
StB Mainz, Hs frag 18 - Apocalypsis
Aus der Sammlung von
Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz
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Rechteinformation
Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz
Beschreibung
StB Mainz, Hs frag 18 : Illustration zur ersten Vision des Johannes (Apc 1,7–1,11)
Informationen über die verwendeten Medien
Fraßspuren von Insektenlarven in einem Holzdeckelband
Aus der Sammlung von
Diözesanbibliothek Münster
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Rechteinformation
Diözesanbibliothek Münster, Foto: Stefan Jahn
Kulturgut bewahren
Historische Bestände in Bibliotheken sind durch eine Vielzahl von Faktoren gefährdet: durch natürlichen Zerfall, mangelhafte Lagerung, Fehler in der Benutzung oder Katastrophen.
Aufgabe der Bestandserhaltung ist, dem durch unterschiedliche Maßnahmen entgegenzuwirken.
Magazinhygiene
Sauberkeit und gute Lagerung sind die Grundlage der Bestandserhaltung: Magazinhygiene, Überprüfung auf mögliche Gefährdungsfaktoren, regelmäßige Reinigung und das Monitoring von Schadinsekten.
Staub ist der Feind Nummer eins jedes Buches: ein idealer Nährboden für Schimmel und Träger von abpulvernden Schwermetallen und Arsenverbindungen, die in Einbänden erhalten sein können.
Informationen über die verwendeten Medien
Schädlingsfalle
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Foto: Agnes Lucas
Beschreibung
Verteilt aufgestellte und regelmäßig ausgewertete Fallen helfen dabei, Schädlingsbefall frühzeitig zu erkennen
Informationen über die verwendeten Medien
Absaugen verschmutzter Bestände unter einer Reinraumwerkbank
Aus der Sammlung von
Diözesanbibliothek Münster
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Rechteinformation
Diözesanbibliothek Münster, Foto: Stefan Jahn
Schutzverpackungen
Schutzverpackungen sichern Bestände: Säurefreie, alterungsbeständige und zertifizierte Verpackungsmaterialien ganz unterschiedlicher Art schützen wertvolle und fragile Medien etwa vor Staub und Lichteinfall.
Bei Havarien können Umverpackungen den Schaden lindern.
Informationen über die verwendeten Medien
Bücher mit Schutzverpackung
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Foto: Agnes Lucas
Beschreibung
Restaurierung
Neben kleineren konservatorischen Maßnahmen wie dem Einkleben eines Titelblatts steht die Restaurierung. Sie bedeutet immer einen Eingriff in die Originalsubstanz und setzt Bestandskenntnis voraus.
Diese im Bereich der Bestandserhaltung teuerste Maßnahme muss so in jedem Einzelfall begründbar sein. Sie sollte in erster Linie herausragenden Beständen zugutekommen, bei denen Substanzverluste zu befürchten sind.
Bestandserhaltung ist kostenintensiv: Neben den eigenen Etatmitteln lassen sich verschiedene Fördermittel nutzen (bundesweit aus Geldern der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), auf Landesbene unterstützt z.B. die Landesstelle Bestandserhaltung Rheinland-Pfalz die Bestandserhaltung). Hinzu kommen Stiftungen vor Ort und Buchpatenschaften. Bestandserhaltung ist eine Daueraufgabe, die ein stringentes Konzept und einen langen Atem benötigt.
Informationen über die verwendeten Medien
Einbandrestaurierung
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Foto: Agnes Lucas
Beschreibung
Restaurierung eines historischen Einbandes in der Buchbinderei der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Informationen über die verwendeten Medien
Überschwemmung an der Ruhr bei Hattingen im Januar 2024
Aus der Sammlung von
Wikimedia Commons
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Rechteinformation
Sebastian Martin Dicke
Kulturgut retten
Die größte Herausforderung besteht für Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen aktuell darin, den Folgen des Klimawandels zu begegnen.
Die Hochwasser von 2002, 2021 und zuletzt 2023/24 in vielen Teilen Deutschlands haben große Schäden, aber ebenso eine große Welle der Hilfsbereitschaft für die Bergung von Kulturobjekten ausgelöst.
Extreme Wetterphänomene sind keine Seltenheit mehr. Vorsorge zu treffen, um im Falle einer Havarie Kulturobjekte bergen zu können, ist gleichermaßen wichtig wie schwierig, und doch ist es die Grundvoraussetzung für die Rettung, die anschließend in den Restaurierungswerkstätten durchgeführt werden kann.
Informationen über die verwendeten Medien
Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar am 02.09.2004.
Aus der Sammlung von
Wikimedia Commons
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Rechteinformation
Enrico Herzel
Brände
Der Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar hat 2004 in Thüringen dazu geführt, dass dort ein landesweiter Notfallverbund gegründet wurde.
Weitere Gründungen folgten bundesweit (vgl. Gemeinsames Portal der Notfallverbünde Kulturgutschutz in Deutschland).
Die Geschehnisse und Hintergründe der Brandnacht erzählt der fünfteilige Podcast „Bücher in Asche“ (2024), der für MDR Kultur produziert wurde.
Hochwasser
Bei den 2021 vom Hochwasser betroffenen Gebieten an Rhein und Ahr hat sich die länderübergreifende Zusammenarbeit von Notfallverbünden, den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk (THW) als außerordentlich hilfreich erwiesen.
Obwohl mittlerweile vermehrt Ressourcen in die Notfallvorsorge fließen, ist ein wichtiger Schritt noch nicht erfolgt: Die gesetzliche Verankerung des Schutzes von Kulturgut, denn die Kooperation mit den Blaulicht-Organisationen kann und sollte nicht nur auf der Basis des freiwilligen Engagements der Gesellschaft beruhen.
Informationen über die verwendeten Medien
Außenmagazin des Stadtarchivs Stolberg nach dem Leerpumpen durch die Feuerwehr 2021
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Christiane Hoffrath | Köln
Krieg
Wie schwer, wenn nicht schier unmöglich es aber sein kann, das kulturelle Erbe, das Gedächtnis von Regionen und die Identität von Staatsangehörigen zu schützen und zu bewahren, wird aktuell durch die militärischen Auseinandersetzungen und Kriege deutlich.
Trotz großer Anstrengungen unter schwersten Bedingungen und breiter Unterstützung aus dem Ausland erleben wir die gezielte Zerstörung kultureller Identitäten und den Untergang von jahrhundertelang gepflegten Kulturobjekten, Sammlungen, Bibliotheken und Archiven.
Ein jahrzehntelang währender Frieden und die erlebte Sicherheit der westlichen Welt sollten uns nicht von der Aufgabe entbinden, Vorsorge für die Bewahrung unserer Kulturgüter zu treffen.
Informationen über die verwendeten Medien
Die brennende Olesya Gonchara-Gebietsbibliothek in Cherson nach russischem Beschuss am 12.11.2023
Aus der Sammlung von
Wikimedia Commons
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Kherson Regional State Administration
Notfallcontainer
Der Kölner Notfallcontainer wurde mit Unterstützung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) und weiterer Partner vom Kölner Notfallverbund angeschafft.
Er enthält neben Notfallmaterialien eingebaute Arbeitsstationen zur Erstversorgung von beschädigtem Kulturgut. Bei der Überschwemmung des Stadtarchivs in Stolberg kam er zum ersten Mal zum Einsatz.
Mittlerweile ist er Vorbild für weitere Container, die in NRW und anderen Bundesländern vorgehalten werden.
Informationen über die verwendeten Medien
Notfallcontainer
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Foto: Christiane Hoffrath
Beschreibung
Der Notfallcontainer des Kölner Notfallverbunds
Informationen über die verwendeten Medien
Catena patrum graecorum
Aus der Sammlung von
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues
Beschreibung
Kommentar zum Johannes-Evangelium, in: Bernkastel-Kues: St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Cod. Cus. 18, fol. 1r
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
36,5 cm x 25,7 cm
Material/Technik
Pergament
Identifikator
Bernkastel-Kues, St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Cod. Cus. 18
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
11. Jahrhundert
Ort
Byzanz
Kulturgut vermitteln
Ausstellungen sind eine hervorragende Möglichkeit, Kulturgut an Interessierte zu vermitteln.
„Vermitteln“, das heißt: Die Besucherinnen und Besucher können Inhalte und Bedeutungen nachvollziehen und zu ihrem eigenen Wissen in Beziehung setzen.
Dazu reicht es nicht, historische Bücher einfach in eine Vitrine zu legen. Ihre Materialität, ihr Inhalt und ihr geschichtlicher Kontext müssen erklärt werden. Zum Beispiel durch Beschreibungstexte, Videos und Audios, durch die Gegenüberstellung mit anderen Objekten, durch Faksimiles (exakte Nachbildungen) und durch digitale Hilfsmittel.
Informationen über die verwendeten Medien
Digitale Präsentation des Liesborner Evangeliars
Aus der Sammlung von
Museum Abtei Liesborn
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Museum Abtei Liesborn, Foto: teamfoto MARQUARDT | Lüdinghausen
Informationen über die verwendeten Medien
Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier
Aus der Sammlung von
Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Sixt Wetzler
Klassische Ausstellungen
Die „analoge“ Ausstellung historischer Bücher stellt eine ganz besondere Herausforderung dar.
Das gilt besonders für ihre konservatorischen Ansprüche: Intensität und Einwirkungszeit von Licht müssen reduziert werden. Spezielle klimatische Bedingungen – Faustregel: 45 bis 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit bei 16 bis 20 Grad Celsius – sind einzurichten. Die Ausstellungsvitrinen dürfen keine Schadstoffe ausdünsten. Buchwiegen und andere Hilfsmittel müssen die Struktur schützen.
Virtuelle Ausstellungen
Daneben besteht heute immer auch die Möglichkeit einer virtuellen Ausstellung im Internet mit vielen Vorteilen: zeitliche und örtliche Unabhängigkeit, direkter Zugriff auch auf empfindliche Bücher oder Einbringung zusätzlicher Informationen in fast beliebigem Umfang.
Spezialisierte Systeme machen virtuelle Ausstellungen mit verhältnismäßig geringem Aufwand möglich: Die Ausstellung „Menschen, Ranken und Dämonen“ wurde beispielsweise von Studierenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erstellt, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Handschriftenbestand der ULB Düsseldorf gearbeitet hatten.
Informationen über die verwendeten Medien
Virtuelle Ausstellung: Menschen, Ranken und Dämonen
Aus der Sammlung von
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Angaben zum Objekt
Material/Technik
Virtuelle Ausstellung
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Univ.-Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, Falk Rockel, Hannah Fischer, Alena Piskunova
Zeit
2022
Hybride Ausstellungen
Die in Kooperation mit dem Institut für Cusanus-Forschung in Trier erstellte Ausstellung „Zwischen Kues und Konstantinopel. Cusanus als Diplomat, Kirchenpolitiker und Friedensvermittler“ wurde im Herbst 2019 im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues eröffnet.
Sie zeichnet das bewegte Leben des spätmittelalterlichen und zugleich erstaunlich modernen Theologen Nicolaus Cusanus (1401-1464) durch seine Handschriften und seine Privatbibliothek nach, die bis heute in Bernkastel-Kues erhalten sind.
Da die Ausstellung auf Grund der Corona-Pandemie im folgenden Jahr frühzeitig beendet werden musste, fiel die Entscheidung, sie in den virtuellen Raum zu verlegen und hier langfristig allen Interessierten zugänglich zu machen.
Informationen über die verwendeten Medien
Virtuelle Ausstellung "Zwischen Kues und Konstantinopel"
Aus der Sammlung von
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues
Beschreibung
Informationen über die verwendeten Medien
Liber Avicenna
Aus der Sammlung von
Diözesanbibliothek Münster
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Rechteinformation
Diözesanbibliothek Münster
Beschreibung
Innenseite des Vorderdeckels mit einem handschriftlichen Schenkungs- und Besitzvermerk des Fraterhauses Münster, das die Inkunabel von [Antonius] Stratius 1546 erhielt, und jüngerem Signaturetikett des Priesterseminars
Angaben zum Objekt
Identifikator
FRH O4 36
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1500
Ort
Venedig
Kulturgut erforschen
HIstorische Bestände in Bibliotheken besitzen einen gewachsenen Sammlungscharakter und verleihen der besitzenden Einrichtung ein spezifisches Profil.
Die Sammlungsforschung erfordert besonderes methodisches Vorgehen: etwa die Beschreibung und Erfassung von Merkmalen der einzelnen Bücher und Objekte als Primärquellen oder die Auswertung von Sekundärquellen wie frühen systematischen Verzeichnissen. Die Ergebnisse werden in Publikationen präsentiert, in Blog-Posts pointiert zusammengefasst und häufig auch in Vorträgen und Ausstellungen zugänglich gemacht.
Kulturelles Gedächtnis
Das St. Nikolaus-Hospital / Cusanusstift in Bernkastel-Kues besitzt eine der größten Sammlungen von mittelalterlichen Buchhandschriften in Rheinland-Pfalz. Sie geht auf die Stiftung des Theologen Nikolaus von Kues (1401–1464) zurück.
Die Überlieferung einer privaten Bibliothek über Jahrhunderte hinweg an ihrem ursprünglichen, vom einstigen Besitzer bestimmten Ort hat die Büchersammlung zu einem Zeugnis des kulturellen Gedächtnisses und zum Gegenstand der Forschung werden lassen.
Informationen über die verwendeten Medien
Blick in den Bibliotheksraum, St. Nikolaus-Hospital / Cusanusstift, Bernkastel-Kues
Aus der Sammlung von
St. Nikolaus-Hospital / Cusanusstift, Bernkastel-Kues
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues in Kooperation mit dem Cusanus-Institut, Trier, Foto: Achim Bednorz
Informationen über die verwendeten Medien
Evangeliar, sog. Hillinus-Codex
Aus der Sammlung von
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
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Rechteinformation
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Beschreibung
Widmungsbild mit dem Domherrn Hillinus, der dem Heiligen Petrus die fertige Handschrift überreicht, und einem Architekturbild des karolingischen Kölner Doms im oberen Register
Angaben zum Objekt
Identifikator
Signatur: Cod. 12, fol. 16 v
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 1010/1020
Forschung im Diskurs
Die Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln bewahrt einen bedeutenden Bestand von ca. 1000 Handschriften aus Mittelalter und Neuzeit, davon 420 Handschriften des Kölner Domkapitels.
Eine Serie wissenschaftlicher Konferenzen, die Symposien „Mittelalterliche Handschriften der Kölner Dombibliothek“, ist diesem Ensemble von hohem kultur- und kunstgeschichtlichem Rang gewidmet.
Seit 2021 finden sich Erläuterungen auch im Online-Blog „Handschrift des Monats“.
Kulturaustausch
Die Diözesanbibliothek Münster besitzt als theologische Spezialbibliothek ca. 60.000 historische Bücher und Handschriften.
Ein Jubiläum brachte die Erforschung der international bekannten Musikaliensammlung voran: Zum 150. Todestag des Sammlers Fortunato Santini (1777–1861) konnte eine wissenschaftliche Tagung neue Archivalien identifizieren und das europaweite Netzwerk des Musikliebhabers aufzeigen: Die schriftliche Überlieferung transportiert die Geschichte eines lebhaften Kulturaustausches.
Die Ergebnisse der Tagung wurden in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht.
Informationen über die verwendeten Medien
Bildnis Fortunato Santini
Aus der Sammlung von
Diözesanbibliothek Münster
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Rechteinformation
Diözesanbibliothek Münster
Beschreibung
Kreidelithografie nach einer Zeichnung von Julius Hübner
Angaben zum Objekt
Identifikator
Santini-Sammlung, Signatur: SANT Portr 1
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 1832–1834
Ort
Rom
Provenienz-forschung und faire Lösungen
Die Provenienzforschung beschäftigt sich mit den Kulturgutverlusten des 20. Jahrhunderts.
Seit sich die Bundesrepublik Deutschland in der Washingtoner Konferenz 1998 darauf verpflichtet hat, prägt die Suche nach gerechten und fairen Lösungen den Umgang mit Kulturgütern, die ihren Eigentümerinnen und Eigentümern vor allem im Zuge von staatlicher Verfolgung des Nationalsozialismus, der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bzw. der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und des Kolonialismus entzogen wurden. Das Buch zeigt sich in diesem Kontext als Träger der persönlichen und kulturellen Erinnerung.
Kultureinrichtung in Nordrhein-Westfalen werden bei der Provenienzforschung von der Koordinationsstelle für Provenienzforschung NRW (KPF.NRW) unterstützt.
Informationen über die verwendeten Medien
Quellenmaterial zur Provenienzforschung
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Foto: Agnes Lucas
Beschreibung
Im Rahmen des Projekts „Provenienzforschung in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf – Die Ära Dr. Hermann Reuter (1928–1950)“ überprüft die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf Bestände, die in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) durch Kauf, Tausch, Geschenk oder als Sammlung in den Bestand gelangten, auf NS-Raubgut.
Informationen über die verwendeten Medien
Schrittmuster aus einem Fechtbuch des 17. Jahrhunderts
Aus der Sammlung von
Deutsches Klingenmuseum Solingen
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Rechteinformation
Deutsches Klingenmuseum Solingen
Informationen über die verwendeten Medien
Spezialscanner im Digitalisierungszentrum der ULB Düsseldorf
Aus der Sammlung von
ULB Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Foto: Agnes Lucas
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2024
Kulturgut digitalisieren
Die Digitalisierung, verstanden als Umwandlung analoger Kulturgüter wie Texte und Bilder in digitale Formate, hat seit Beginn des 21. Jahrhunderts deutliche Fortschritte gemacht.
In den Geisteswissenschaften haben sich durch die Digital Humanities (DH) neue Forschungsperspektiven eröffnet, indem computerbasierte Verfahren zur Analyse der digital vorliegenden Quellen genutzt werden.
Die Kulturgutdigitalisierung kommt aber nicht nur der akademischen Forschung zugute, sondern sie schafft auch einen Mehrwert für Schule, Studium und breite Öffentlichkeit.
Informationen über die verwendeten Medien
Digitales Kulturgut aus rheinland-pfälzischen Bibliotheken im Portal dilibri
Aus der Sammlung von
Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz
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Rechteinformation
https://www.dilibri.de/
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2024
Digitalisierungs-zentren
Um Bücher und andere Kulturgüter zu digitalisieren, wurden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehrere Digitalisierungszentren aufgebaut. So haben etwa die Universitäts- und Landesbibliotheken in Bonn, Düsseldorf und Münster sowie die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln Spezialscanner erworben und eigene Portale mit digitalen Sammlungen eingerichtet.
Das Portal dilibri wird vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz betrieben und versammelt digitale Kulturgüter aus dem ganzen Bundesland.
Die Portale sind frei zugänglich, bieten umfassende Metadaten und verschiedene Download-Formate an. Ein wesentlicher Mehrwert besteht in der OCR-Volltexterkennung (Optical Character Recognition), die von einigen Portalen angeboten wird.
zeit.punktNRW
Zunehmend kooperieren die Bibliotheken bei der Digitalisierung mit anderen Einrichtungen. Das Projekt zeit.punktNRW ist ein herausragendes Beispiel für die Massendigitalisierung historischer Zeitungen, bei dem zahlreiche Bibliotheken und Archive zusammenarbeiten.
Ziel ist es, bis Ende 2028 insgesamt 27 Millionen NRW-Zeitungsseiten aus den Jahren 1801 bis 1945 online zu stellen. Besonders seit der Erschließung durch OCR hat die Resonanz zugenommen und das Portal ist zu einer wichtigen Ressource für verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen geworden. Die starke Nutzung des Portals belegt das breite Interesse auch der interessierten Öffentlichkeit.
Informationen über die verwendeten Medien
Viele Informationen auf einen Blick – eine Zeitungsbeschreibung im Portal zeit.punktNRW
Aus der Sammlung von
ULB Münster
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Rechteinformation
https://zeitpunkt.nrw/
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
2024
Digitale Verzeichnisse
Das Zentrale Verzeichnis digitalisierter Drucke (zvdd), das Handschriftenportal (HSP), Kalliope für Nachlässe, Autografen und Verlagsarchive sowie die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der digitalisierten Kulturgüter aus NRW und RLP.
Die DDB integriert Daten aus den regionalen Portalen und stellt sie für diverse Nutzungsszenarien zur Verfügung – u. a. als Forschungsdaten für fachliche Communities oder für Projekte der Digital Humanities.
Die Altbestandsbibliotheken aus NRW und RLP erhalten und verbreiten das kulturelle Erbe durch Digitalisierung und können darüber hinaus als ›Datenlieferanten‹ ein wichtiger Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) werden.
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Deutsche Digitale Bibliothek: Säbel und Scheide
Aus der Sammlung von
Deutsche Digitale Bibliothek / Deutsches Klingenmuseum Solingen
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Rechteinformation
Deutsches Klingenmuseum Solingen
Angaben zum Objekt
Identifikator
Inventarnr. 1908.S.030
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
1850 - 1899
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Foto-App Quedenfeldt
Aus der Sammlung von
ULB Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Foto: Agnes Lucas
Beschreibung
Historische Fotos aus der Sammlung Erwin Quedenfeldt der ULB Düsseldorf bildeten die Grundlage für die Entwicklung einer Foto-App, mit der historische Fotos vom Niederrhein mit der gegenwärtigen Situation verglichen werden können.
Kulturgut kreativ
Bibliotheken stellen ihre Digitalisate als offene Kulturdaten für Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft kostenlos weltweit zur Verfügung. Kunst- und Kulturschaffende können mit diesen Daten experimentieren, sie verändern und für ihre Zwecke nutzen. Es entstehen kreative Zugänge zum kulturellen Erbe und neue Erlebnisangebote.
Kulturhackathons
Zahlreiche Bibliotheken beteiligten sich am Kulturhackathon Coding da Vinci als Datengeber. Der Begriff ›Hackathon‹ ist eine Wortschöpfung aus ›Hack‹ und ›Marathon‹, er bezeichnet ein kollaboratives Vorhaben der Software-Entwicklung.
Mit dem Kulturhackathon als Interaktions- und Kooperationsplattform zwischen Kulturinstitutionen und kreativer Zivilgesellschaft sind neue Zugänge zum kulturellen Erbe geschaffen worden, beispielsweise:
- durch Computerspiele: THZZLS – Treasures lost in Time und MonsterMelodies.
- durch Visualisierungs-Tools mit einer interaktiven Perspektive von historischer und heutiger Person: Foto-App Following Quedenfeldt.
- mit Hilfe von Virtual oder Augmented Reality: Der Bilderbazar – eine Zeitmaschine mit der Möglichkeit von Projektionen für räumliche Inszenierungen als Kulisse zur Präsentation realer Objekte.
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VR-Gameplay mit THZZLS Treasures
Aus der Sammlung von
Horlitz & Wolf
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Rechteinformation
Horlitz & Wolf
Weitere Informationen
Virtuelle Ausstellungen
In virtuellen Ausstellungen werden offene Daten in neue Kontexte gebracht und durch Texte, Audios und Videos angereichert.
Die virtuelle Kabinettausstellung Faszination Asien der Martinus-Bibliothek Mainz zeigt Reisebeschreibungen und Reiseberichte aus mehreren Jahrhunderten und aus unterschiedlichen Perspektiven.
Einen einfachen kreativen Umgang mit digitalen Texten bieten Storytelling-Projekte. Zum Beispiel lässt das fiktive Tagebuch eines fünfzehnjährigen Mädchens in Julies Traum auf Grundlage der historischen Frauenzeitschrift Der Bazar (ULB Düsseldorf) und eines 3-D-animierten Kleides die Welt der bürgerlichen Frauen des 19. Jahrhunderts lebendig werden.
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Hofastronom Adam Schall von Bell aus Athanasius Kircher, China monumentis illustrata, Amsterdam: 1667
Aus der Sammlung von
Martinus-Bibliothek Mainz
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Martinus-Bibliothek Mainz
Angaben zum Objekt
Identifikator
Sign.: 16/789
Virtuelle Zusammenführung verstreuter Bestände
Die vom Lehrstuhl für Geschichte der frühen Neuzeit, Universität Köln, kuratierte Ausstellung „Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten“ nutzt die Stärke des digitalen Mediums, um die in verschiedenen Kölner Institutionen liegenden Teilbestände der Sammlung der Kölner Jesuiten virtuell zusammenzuführen und wieder sichtbar zu machen. Die bedeutende Sammlung umfasst „Bücher, Kunstwerke und naturwissenschaftliche Instrumente“.
Informationen über die verwendeten Medien
Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten
Aus der Sammlung von
Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität zu Köln
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Rechteinformation
Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität zu Köln
Beschreibung
Screenshot der virtuellen Ausstellung "Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten"
Informationen über die verwendeten Medien
Lichtkunst-Projekt "Ortsgedächtnis – Übergang"
Aus der Sammlung von
Kirsten Krumeich
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Rechteinformation
Foto: Kirsten Krumeich
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Material/Technik
Lichtprojektion
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher
Zeit
2017
Ort
Münster
Kunstaktionen
Das monumentale Lichtkunst-Projekt Ortsgedächtnis – Übergang konzipierte das Künstlerehepaar Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher mit seinen digitalen Fotos aus der Diözesanbibliothek Münster.
Bei der feierlichen Eröffnung des Katholisch-Sozialen Instituts (KSI) der Erzdiözese Köln wurden die Aufnahmen von historischen Buchrücken in einer Größe von ca. 18 Meter Höhe und ca. 100 Meter Breite auf die Nordfassade der ehemaligen Siegburger Benediktinerabtei projiziert. Stellvertretend verwiesen die Bilder auf das geistliche Leben der Benediktiner, ihre Buchkultur und die frühere Bibliothek der Abtei Michaelsberg.
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Historische Zeitungen
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Münster, Foto: Daniel Busse
Beschreibung
Kulturgut kollaborativ
Netzwerke spielen auch im Bibliothekswesen eine große Rolle. Sie ermöglichen einen wechselseitigen Austausch und machen gleichzeitig das eigene Haus sichtbarer. Solche Kooperationen können vor Ort, auf Landesebene und auf Bundesebene realisiert werden.
Vor Ort bietet sich die Zusammenarbeit mit anderen kulturtragenden Institutionen wie Archiven und Bibliotheken an, mit denen man Ausstellungen und Tagungen organisieren kann. Auch die örtlichen historischen Vereine oder Kommissionen auf Landesebene sind Kooperationspartner.
Über institutionelle Zusammenarbeit hinaus leben Netzwerke von persönlichem Engagement. Das Einbringen der eigenen Erfahrungen ist für Netzwerke grundlegend. Bibliotheken profitieren so in vielfältiger Weise von den Kompetenzen und der Unterstützung anderer.
Landes-bibliotheken
Den Landesbibliotheken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz kommt für die Pflege historischer Buchbestände eine große Bedeutung zu.
In Rheinland-Pfalz hat das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz mit seinen Standorten in Speyer und Koblenz hierfür einen gesetzlichen Auftrag. Hier ist die Landesstelle Bestandserhaltung angesiedelt, die für alle Fragen von Archiven, Bibliotheken und Museen im Einzugsbereich zuständig ist und auch Förderprogramme bietet.
In Nordrhein-Westfalen bildet das 2022 in Kraft getretene Kulturgesetzbuch die Grundlage für die Arbeit der drei Landesbibliotheken Bonn, Düsseldorf und Münster. In ihm wurden neben der Aufbewahrung und Erschließung historischer Buchbestände auch bestandserhaltende Maßnahmen wie Konservierung, Restaurierung und Digitalisierung als Daueraufgaben der Landesbibliotheken festgeschrieben.
Gemeinsame Online-Plattformen
Online Plattformen sind besonders gute Beispiele für die kooperative Zusammenarbeit.
Das Digitalisierungsportal dilibri präsentiert herausragende Bestände aus Rheinland-Pfalz.
In Nordrhein-Westfalen ermöglicht das Portal zeit.punktNRW, das von den drei Universitäts- und Landesbibliotheken Bonn, Düsseldorf und Münster getragen wird, vielen Archiven und Bibliotheken die Digitalisierung ihrer historischen Zeitungen.
Informationen über die verwendeten Medien
zeit.punktNRW
Aus der Sammlung von
ULB Bonn & ULB Münster
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Rechteinformation
Armin Schlechter / Beate Umann
Beschreibung
Zugriff über eine Karte der Erscheinungsorte im nordrhein-westfälischen Zeitungsdigitalisierungsportal zeit.punktNRW
Nationale Erschließungs-portale
Auch verschiedene Erschließungsportale sind auf die Mitwirkung möglichst vieler Bibliotheken angewiesen, sei es das „Handschriftenportal“, in dem mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften verzeichnet werden, der „Gesamtkatalog der Wiegendrucke“, in dem Inkunabeln erfasst werden, oder die nationalbibliografischen Verzeichnisse für das 16., 17. und 18. Jahrhundert.
Informationen über die verwendeten Medien
Handschriftenportal
Aus der Sammlung von
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
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Rechteinformation
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Beschreibung
Besuchen Sie uns!
Diese virtuelle Ausstellung wurde vom Arbeitskreis Historische Bestände in den Bibliotheken von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erstellt.
Der Arbeitskreis umfasst 21 Mitglieder und drei Gastinstitutionen. Über seine Geschichte und die Bestände der teilnehmenden Bibliotheken können Sie sich anhand einer interaktiven Karte informieren.
- Stadtbibliothek Aachen
- Cusanus-Bibliothek im St. Nikolaus-Hospital / Cusanusstift, Bernkastel-Kues
- Universitäts- und Landesbibliothek Bonn
- Lippische Landesbibliothek / Theologische Bibliothek und Mediothek in Detmold
- Universitätsbibliothek der Technischen Universität Dortmund
- Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
- Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz / Rheinische Landesbibliothek Koblenz
- Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
- Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
- Martinus-Bibliothek. Wissenschaftliche Diözesanbibliothek Mainz
- Mainzer Verlagsarchiv in der Universitätsbibliothek
- Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz
- Bibliothek der Abtei Maria Laach
- Diözesanbibliothek Münster
- Universitäts- und Landesbibliothek Münster
- Erzbischöfliche Akademische Bibliothek, Paderborn
- Museumsbibliothek im Deutschen Klingenmuseum
Solingen - Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz / Pfälzische Landesbibliothek Speyer
- Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier
- Universitätsbibliothek Trier
- Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier
- Badische Landesbibliothek (Gastinstitution)
- Hochschulbibliothekszentrum Köln (Gastinstitution)
- Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (Gastinstitution)
- Verband der Bibliotheken des Landes NRW e.V. (Partner)
Besuchen Sie uns in unseren Bibliotheken oder die Gruppe "Neues vom Alten Buch" auf Facebook!
Wanderausstellung und Katalog
Mit dieser virtuellen Ausstellung korrespondiert eine Wanderausstellung, zu der wir Sie herzlich einladen. Zwölf Roll-ups skizzieren Bedeutung und Kontexte, Aufgaben und Perspektiven für die Sammlungen des schriftlichen kulturellen Erbes.
Die Ausstellung wird ab Frühjahr 2025 in den Mitgliedsbibliotheken des Arbeitskreiseses Historische Bestände gezeigt und an mehreren Stationen mit der Präsentation von historischen Originalen aus den eigenen Sammlungen ergänzt. Termine und Orte finden Sie auf der Webseite des Arbeitskreises.
Ein ausführlicher Ausstellungskatalog vertieft die Themen der physischen und virtuellen Ausstellung:
schrift : buch : kultur. Sammlungen in Bibliotheken / Arbeitskreis Historische Bestände in den Bibliotheken von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Herausgegeben von Kirsten Krumeich (Münster 2025), ISBN 978-3-00-081880-6, 124 Seiten mit zahlr. Illustrationen, Preis: 24,00 EUR zzgl. Versand.
Bestellungen richten Sie bitte an die Diözesanbibliothek Münster (Telefon 0251 495-6380 | E-Mail: db-ms [at] bistum-muenster.de (db-ms[at]bistum-muenster[dot]de)).
Eine virtuelle Ausstellung von
Team
Dr. Kirsten Krumeich
Dr. Ute Olliges-Wieczorek
Katharina Ost
Dr. Christine Rühling
Umsetzung der virtuellen Ausstellung:
Kirsten Krumeich
Ute Olliges-Wieczorek
Katharina Ost
Christine Rühling
Einleitung
- Einleitung: Christine Rühling
Ein Fachgremium für das schriftliche Kulturgut
- Ein Fachgremium für das schriftliche Kulturgut: Kirsten Krumeich
Kulturgut in Sammlungen und Materialität
- Kulturgut in Sammlungen: Stephanie Marra, Christine Rühling und Kirsten Krumeich
- Die Materialität der Objekte: Marco Brösch und Hedwig Suwelack
Kulturgut suchen und finden
- Kulturgut suchen und finden: Hans-Joachim Cristea
Kulturgut bewahren und retten
- Kulturgut bewahren: Armin Schlechter
- Kulturgut retten: Christiane Hoffrath
Kulturgut vermitteln und erforschen
- Kulturgut vermitteln: Sixt Wetzler
- Kulturgut erforschen: Kirsten Krumeich
Kulturgut digital
- Kulturgut digitalisieren: Matthias Agethen und Michael Herkenhoff
- Kulturgut kreativ: Ute Olliges-Wieczorek und Martina Pauly
Kulturgut kollaborativ
- Kulturgut kollaborativ: Armin Schlechter und Beate Umann
Bildnachweise der Titelseiten
- Ausstellungstitel: Der Evangelist Johannes (Lippische Landesbibliothek, Signatur: Mscr 71, fol. 23), Lippische Landesbibliothek Detmold, Foto: Inga Vianden, CC-BY-SA-4.0-INT, Beschreibung.
- 02 Kulturgut in Sammlungen und Materialität: Ledereinbände, Lippische Landesbibliothek Detmold, Foto: Inga Vianden, CC-BY-SA-4.0-INT, Beschreibung.
- 03 Kulturgut suchen und finden: Evangeliar (Diözesanbibliothek Münster, Signatur: B1 147, fol. 8v–9r), Diözesanbibliothek Münster, Foto: Achim Pohl, CC-BY-SA-4.0-INT, Beschreibung.
- 04 Kulturgut bewahren und retten: Apocalypsis (StB Mainz, Hs frag 18 ), Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz, CC-BY-NC-SA-3.0-DEU, Beschreibung, Digitalisat in der DDB.
- 05 Kulturgut vermitteln und erforschen: Catena patrum graecorum (St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Cod. Cus. 18, fol. 1r), St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift, Bernkastel-Kues, Beschreibung.
- 06 Kulturgut digital: Schrittmuster aus einem Fechtbuch, Deutsches Klingenmuseum Solingen, CC-BY-SA-4.0-INT, Beschreibung.
- 07 Kulturgut kollaborativ: Historische Zeitungen, Universitäts- und Landesbibliothek Münster, CC-BY-SA-4.0-INT, Beschreibung.
Impressum
Arbeitskreis Historische Bestände in den Bibliotheken von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Dr. Marco Brösch
Gutenberg-Bibliothek
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz
Dr. Marco Brösch
marco.broesch [at] stadt.mainz.de
Als Anbieter von DDBstudio verantwortlich im Sinne des Medienstaatsvertrags:
Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gesetzlich vertreten durch ihren Präsidenten, handelnd für das durch Verwaltungs- und Finanzabkommen zwischen Bund und Ländern errichtete Kompetenznetzwerk
Deutsche Digitale Bibliothek
c/o Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Von-der-Heydt-Straße 16-18
10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 266-41 1432, Fax: +49 (0) 30 266-31 1432
E-Mail: geschaeftsstelle@deutsche-digitale-bibliothek.de
FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
Die kuratierende Einrichtung bestimmt über Thema und Inhalt der Einstellung. Die DDB nimmt nur im Ausnahmefällen Einfluss darauf, s. Nutzungsbedingungen.