Kleine Bilder - Große Geschichten
Münzen des westlichen Mittelmeerraums: Sizilien und Italien, 500-200 v. Chr.
Eine virtuelle Ausstellung von
Die Ausstellung wurde im Rahmen einer Praxis-Übung des Fachs „Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike“ am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt erstellt.
Einen Großteil des numismatischen Materials (ca. 250 Digitalisate griechischer Münzen) wurde den Studierenden freundlicherweise durch das Stadtmuseum Wiesbaden, Sammlung Nassauischer Altertümer (stadtmuseum-wiesbaden.de) zur Verfügung gestellt. Für die freundliche Zusammenarbeit sei dem Kurator Dr. Daniel Burger-Völlmecke an dieser Stelle ausdrücklich gedankt. Ergänzt wurde das Münzmaterial durch Prägungen aus dem digitalen Münzkabinett der Goethe-Universität Frankfurt (mkfrankfurt.uni-frankfurt.de) und den interaktiven Katalogen der numismatischen Sammlungen und Münzkabinette (ikmk.net).
Die Aufgabe der zehn Studierenden aus unterschiedlichen Fachsemestern bestand darin, die Münzen in den Standardwerken nachzuschlagen und sie in einen historischen Kontext zu stellen. Für die Präsentation musste das erarbeitete Wissen aber auch visuell aufgearbeitet sowie mit Beschreibungen und erläuternden Texten versehen werden. Viele der bei der Konzepterstellung notierten Ideen (Barrierefreiheit, zwei Wissensebenen, Glossar oder ausführliche Literaturliste) ließen sich leider aus zeitlichen Gründen nicht realisieren. Auch wenn ein einheitliche Gestaltungsweise zugrunde liegt, zeigen die einzelnen Themen aber auch immer ein wenig die Handschrift der einzelnen Bearbeiter*innen.
Der numismatische Schwerpunkt wurde auf die Münzen aus dem westlichen Mittelmeerraum gelegt, wodurch eine kleine Reise durch die Geschichte der griechischen Gründungen der zweiten Hälfte des 1. Jts. v. Chr. in Italien und Sizilien entstanden ist. Im Rahmen dieser numismatischen Rundreise werden auch Münzen aus einheimischen und punischen Prägestätten vorgestellt. Da versucht wurde, die Münzen der Gründer- und der Pflanzstädte nebeneinanderzustellen, ist es dem Besucher möglich, selbst nach Zusammenhängen bei den Münzbildern zu forschen.
Viel Spaß bei der Erkundung der kleinen Bilder, hinter denen oft eine große Geschichte steckt…..
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Anmerkung:
Um die Konnotationen und Mechanismen des völlig anders gearteten
neuzeitlichen Kolonialismus durch die Verwendung des Begriffes "Kolonie" nicht unbewusst auf das antike Material zu übertragen, wird der Begriff weitestgehend vermieden oder in Anführungszeichen gesetzt.
Antike Münzprägung
Die ersten Münzen wurden in Lydien gefunden in der heutigen Türkei. Sie sind auf die 2. Hälfte des 7. Jh. v. Chr. datiert. Die große Besonderheit dieser Münzen ist, dass sie aus Elektron sind, was eine Legierung aus Gold und Silber ist. Die meisten Münzen haben quadratische Inkusa auf der Rückseite, möglicherweise um zu zeigen das die Münze ganz aus Elektron ist.
In der Mitte des 6. Jahrhunderts haben jedoch die Silber- und Goldmünzen die Elektronmünzen fast komplett abgelöst.
Um 550 v. Chr. startete auch die Silbermünzprägung in griechischen Städten. Die frühen Münzen zeigten meist ein konstantes Motiv auf der Vorderseite, wodurch man direkt erkennen konnte woher eine Münze stammte. Aigina hatte zum Beispiel eine Schildkröte auf der Vorderseite ihrer Münzen, Korinth einen Pegasus. Athen bildet hier die Ausnahme. Sie prägten nicht nur ein Motiv, sondern mehrere.
Die Rückseite der griechischen Münzen hatten zunächst ebenfalls quadratische incusa Rückseite. Ab ca. 520 v. Chr. wurde damit begonnen auch auf der Rückseite Bilder zu prägen, anfangs noch eingelassen in ein Incusum. Legenden waren auf den griechischen Münzen eher eine Seltenheit und wenn sie vorhanden waren, zeigten sie oftmals nur den Polisnamen oder eine Abkürzung davon.
Regionen hatten üblicherweise ihren eigenen Münzfuß und Nominale.
Durch die Kopplung von Wirtschaft und Politik konnte sich dieser im Laufe der Zeit ändern, z. B. wenn neue Allianzen eingegangen wurden. Der Münzfuß bestimmte wie viel ein bestimmtes Nominal wiegen sollte. Nominalen sind die verschiedenen (Unter)einheiten der Münzen. So gibt es zum Beispiel die Drachme oder den Stater. Ein Beispiel für Münzfuß und Nominal ist der attische Münzfuß. Dieser wurde in Athen aber z. B. auch auf Sizilien verwendet. Nach diesem Münzfuß sollte ein Stater ca. 8,7 g wiegen, wobei 2 Drachmen so viel Wert waren wie ein Stater und damit ca. 4,3 g wog.
Wie beschreibt man nun eine Münze? Man kann bestimmen, was auf der Münze abgebildet ist, wann die Münze geprägt wurde, aus welchem Material sie ist, wie groß sie ist und wie viel sie wiegt. Des Weiteren kann man auch den Prägeort bestimmen. Einige Münzen besitzen auch eine Legende, so nennt man die Inschriften auf Münzen. Diese können von unten nach oben gehen, aber auch von oben nach unten, von links nach rechts, im Kreis oder sogar im Retrograd, das heißt die Legende geht von rechts nach links und ist seitenverkehrt.
In diesem Video kann man den antiken Prägevorgang am Beispiel römischer Münzen sehen:
01
Sizilien
Sizilien - Allgemeine Informationen
Sizilien war ursprünglich von den indigenen Gruppen der Sikaner, Sikeler und Elymer bewohnt. Im 9. Jh. v. Chr. entstanden auf der Insel phönizische Siedlungen für den Handel mit den dort einheimischen Völkern. Im späten 8. und frühen 7. Jahrhundert v. Chr. begann die griechische Kolonisierung mit den apoikiai Naxos, Zankle, Syrakus, Gela und Lipara.
Die griechischen Siedlungen auf Sizilien waren unabhängige Stadtstaaten, die miteinander rivalisierten. Die politische Macht war oft in den Händen weniger wohlhabender Familien konzentriert.
Die Münzprägung begann in den griechischen Städten Siziliens kurz nachdem in Griechenland selbst Münzen geprägt wurden (2. H. 6. Jh. v. Chr.). Die frühen Münzen hatten oft Symbole, die den Namen der Stadt repräsentierten. Später wurden Münzen mit den Köpfen von Göttern geprägt, was schließlich zur Einführung von Münzporträts der Herrscher führte. Die Münzen wurden als Zahlungsmittel verwendet und spiegelten die politischen und kulturellen Entwicklungen in Sizilien wider.
Auf Sizilien gab es die Tyrannis, eine Form der Alleinherrschaft. Im griechischen Kontext war der Tyrann ein Herrscher, der seine Macht auf illegitime Weise erlangte und mit Autorität regierte. Diese Regierungsform konnte durch Gewalt zum Machterhalt gekennzeichnet sein, muss es aber nicht zwangsläufig. Einige Tyrannen wurden sogar von der Bevölkerung unterstützt.
Die Herrschaft der Deinomeniden (6. - 5. Jh. v. Chr.) und die Konflikte mit den Karthagern führten zu politischen Umwälzungen und zur Einführung neuer Münzen. Es entstand eine Vielzahl von Münzprägungen in verschiedenen Städten.
Nach den karthagischen Invasionen und der Herrschaft von Dionysios I. (430 - 367 v. Chr.) wurde die Produktion von Silbermünzen eingeschränkt und große Bronzemünzen geprägt. Syrakus prägte jedoch weiterhin goldene und silberne Dekadrachmen.
Die Herrschaft von Dionysios II. (396 - 337 v. Chr.) wurde durch Rebellion und den Einfluss der Mutterstadt Korinth geprägt. Der Anführer der Korinther, Timoleon, stellte die Ordnung wieder her, indem er die Karthager bekämpfte und die Tyrannis beseitigte.
Die Geschichte Siziliens war von Eroberungen und Machtkämpfen geprägt, sowohl unter den griechischen Stadtstaaten als auch mit den Karthagern. Dennoch blieb Sizilien ein Zentrum für Handel und Kultur, das von verschiedenen Völkern beeinflusst wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Karte Siziliens v. Chr., mit verschiedenen Siedlungen
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Rechteinformation
Uwe Dedering
Beschreibung
Lila = karthagische Siedlungen Rot = Griechische Siedlungen Weiß = Andere Siedlungen
Lila = karthagische Siedlungen Rot = Griechische Siedlungen Weiß = Andere Siedlungen
Angaben zum Objekt
Typ
Karte
Weitere Informationen
Rot = Griechische Siedlungen
Weiß = Andere Siedlungen
Griechische Gründerstadt - Korinth
Informationen über die verwendeten Medien
Korinth, Griechenland
Korinth
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: fliegender Pegasos nach links, koppa darunter. Rv.: Kopf der Athena mit korinthischem Helm nach links, rechts neben ihr Monogram und Herme. Korinth, Griechenland Cf. Calciati, Pegasi, 482; Ravel 1107
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
7,78 gr.
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
345 - 307 v. Chr.
Ort
Korinth, Griechenland
Korinth 1 Avers
Auf dem Avers der Münze befindet sich der nach links fliegende Pegasus, zwischen dessen Beine ein griechisches Koppa (Ϙ) erkennbar ist. Die Darstellung führt auf die Gründungslegende Korinths zurück. Der Pegasus soll in mythologischer Überlieferung mit seinen Hufen auf dem Akrokorinth gescharrt und so die Quelle Peirene freigesetzt haben, die Korinth später mit Trinkwasser versorgte. Der Pegasus bestimmt über Jahrhunderte das Münzbild der Stadt Korinth und teilweise auch seiner zahlreichen Kolonien.
Informationen über die verwendeten Medien
Avers - Korinth, Griechenland
Korinth
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: fliegender Pegasos nach links, koppa darunter. Rv.: Kopf der Athena mit korinthischem Helm nach links, rechts neben ihr Monogram und Herme. Korinth, Griechenland Cf. Calciati, Pegasi, 482; Ravel 1107
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
7,78 gr.
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
345 - 307 v. Chr.
Ort
Korinth, Griechenland
Korinth 1 Revers
Auf dem Revers der Münze befindet sich die Göttin der Weisheit und des Krieges, Athena nach links blickend. Sie trägt eine (Perlen)kette und auf ihrem Kopf einen hohen korinthischen Helm. Rechts unter dem Helm befindet sich ein Monogramm, gefolgt von einer Herme, ein Pfeilerschaft mit aufgesetztem Kopf und Schultern. Der korinthische Helm in dieser Darstellung nutzt der Differenzierung zur attischen Darstellung der Göttin.
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Revers - Korinth, Griechenland
Korinth
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: fliegender Pegasos nach links, koppa darunter. Rv.: Kopf der Athena mit korinthischem Helm nach links, rechts neben ihr Monogram und Herme. Korinth, Griechenland Cf. Calciati, Pegasi, 482; Ravel 1107
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
7,78 gr.
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
345 - 307 v. Chr.
Ort
Korinth, Griechenland
Informationen über die verwendeten Medien
Avers und Revers - Korinth Griechenland
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Beschreibung
Av.: Kopf der Athena mit korinthischem Helm nach links; im Feld rechts ein Pflug, Rv.: Pegasus fliegend nach links; darunter Ϙ. Korinth, Griechenland R. Calciati, Pegasi (Mortara, 1990) Nr. 449.
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,41 g; 19 mm; 6 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
350-300 v. Chr.
Ort
Korinth, Griechenland
Weitere Informationen
Korinth 2 Avers
Auf dem Avers der Münze befindet sich der nach links fliegende Pegasus, zwischen dessen Beine ein griechisches Koppa (Ϙ) erkennbar ist. Die Darstellung führt auf die Gründungslegende Korinths zurück. Der Pegasus soll in mythologischer Überlieferung mit seinen Hufen auf dem Akrokorinth gescharrt und so die Quelle Peirene freigesetzt haben, die Korinth später mit Trinkwasser versorgte. Der Pegasus bestimmt über Jahrhunderte das Münzbild der Stadt Korinth und auch teilweise seiner Kolonien.
Informationen über die verwendeten Medien
Avers - Korinth Griechenland
Korinth
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Beschreibung
Av.: Kopf der Athena mit korinthischem Helm nach links; im Feld rechts ein Pflug, Rv.: Pegasus fliegend nach links; darunter Ϙ. Korinth, Griechenland R. Calciati, Pegasi (Mortara, 1990) Nr. 449.
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,41 g; 19 mm; 6 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
350-300 v. Chr.
Ort
Korinth, Griechenland
Weitere Informationen
Korinth 2 Revers
Auf dem Revers der Münze befindet sich die Göttin der Weisheit und des Krieges, Athena nach links blickend. Sie trägt auf ihrem Kopf einen hohen, mit einem Lorbeerkranz geschmückten, korinthischen Helm. Die Bekränzung mit einem Lorbeerkranz könnte mit einem militärischen oder sportlichen Sieg dieser Zeit in Verbindung stehen, bspw. die panhellenischen Spiele. Rechts unter dem Helm befindet sich die Darstellung eines Pfluges. Der korinthische Helm in dieser Darstellung nutzt der Differenzierung zur attischen Darstellung der Göttin.
Informationen über die verwendeten Medien
Revers - Korinth Griechenland
Korinth
Aus der Sammlung von
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Beschreibung
Av.: Kopf der Athena mit korinthischem Helm nach links; im Feld rechts ein Pflug, Rv.: Pegasus fliegend nach links; darunter Ϙ. Korinth, Griechenland R. Calciati, Pegasi (Mortara, 1990) Nr. 449.
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,41 g; 19 mm; 6 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
350-300 v. Chr.
Ort
Korinth, Griechenland
Weitere Informationen
Griechische Gründerstadt - Rhodos
Rhodos, eine Insel in der südlichen Ägäis, war bereits in der prähistorischen Zeit besiedelt. Die Geschichte der Insel ist von der Rivalität und dem Synkretismus ihrer drei großen Städte, Ialysos, Kameiros und Lindos, geprägt. 408 v. Chr. wird durch die Gründung des Rhodischen Bundes, der Handel und die politischen Interessen der Städte vereinigt. Bereits im 7. Jh. v. Chr. beginnt Rhodos seine eigenen "Kolonien" in Sizilien zu gründen (Gela). Darüberhinaus gründen auch die "Kolonien" weitere Städte (Akragas) in Zusammenarbeit mit ihrer Gründerstadt.
Die Münzprägung Rhodos' ist in ihrer motivischen Darstellungen einzigartig und vermischt neue und alte Techniken. Nicht nur die Rose gilt als Erkennungsmerkmal der Stadt auch die Avers-Darstellungen des eigenen Stadtgottes Helios (Koloss von Rhodos) zeichnen die Münzen von Rhodos aus.
Informationen über die verwendeten Medien
Rhodos
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Beschreibung
Av.: Kopf des Helios frontal, leicht nach rechts gewendet. Rv.: ΡΟΔ-ΙΟΝ. Eine Rosenblüte mit einer kleineren Knospe. Im linken Feld Φ, im rechten Feld eine Schale (patera) in Aufsicht. Rhodos Schultz (1997) Nr. 101 (dieses Stück, 1. Hälfte 4. Jh. v. Chr.); R. H. J. Ashton, The Coinage of Rhodes, in: A. Meadows - K. Shipton (Hrsg.), Money and its Uses in the Ancient Greek World (2002) 100 Nr. 46 Taf. 6,2 (ca. 404-385 v. Chr.).
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
15,02 g; 25 mm; 12 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf: Dirk Sonnenwald
Zeit
404-385 v. Chr.
Ort
Rhodos
Rhodos Münze Avers
Auf dem Avers der Münze befindet sich der Kopf des Sonnengottes Helios mit frontalem, leicht nach rechts gewendeten Blick in Richtung Betrachter. Helios war ein beliebtes Motiv auf dem Avers der rhodischen Münzen, da es sich hierbei zusätzlich um den eigenen Stadtgott handelte. Helios bleibt vier Jahrhunderte als einschlägige Aversdarstellung bestehen. Die Abbildung hier im frontalen Stil ist gewiss eine Seltenheit und tritt vermehrt in der rhodischen Münzprägung auf.
Informationen über die verwendeten Medien
Avers Rhodos
Aus der Sammlung von
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Beschreibung
Av.: Kopf des Helios frontal, leicht nach rechts gewendet. Rv.: ΡΟΔ-ΙΟΝ. Eine Rosenblüte mit einer kleineren Knospe. Im linken Feld Φ, im rechten Feld eine Schale (patera) in Aufsicht. Rhodos Schultz (1997) Nr. 101 (dieses Stück, 1. Hälfte 4. Jh. v. Chr.); R. H. J. Ashton, The Coinage of Rhodes, in: A. Meadows - K. Shipton (Hrsg.), Money and its Uses in the Ancient Greek World (2002) 100 Nr. 46 Taf. 6,2 (ca. 404-385 v. Chr.).
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
15,02 g; 25 mm; 12 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf: Dirk Sonnenwald
Zeit
404-385 v. Chr.
Ort
Rhodos
Rhodos Münze Revers
Auf dem Revers der Münze befindet sich die rhodische Rosenblüte mit einer kleineren Knospe auf der linken Seite. Die Rose war ein Wortspiel mit dem Namen der Stadt, eine in der griechischen Münzprägung übliche Praxis (“sprechendes Münzbild”). Dazwischen findet sich der Buchstabe Phi (Φ). Rechts neben der Blüte ist eine Schale, auch patera genannt in Aufsicht abgebildet. Oberhalb der Rosenblüte befindet sich die Legende ΡΟΔ-ΙΟΝ, der Name der Stadt. Das gesamte Bildnis des Revers befindet sich innerhalb eines Quadratum incusum, einer nun seltenen Prägepraktik, die aus der Zeit der Elektron-Münzen stammt.
Informationen über die verwendeten Medien
Revers Rhodos
Aus der Sammlung von
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Beschreibung
Av.: Kopf des Helios frontal, leicht nach rechts gewendet. Rv.: ΡΟΔ-ΙΟΝ. Eine Rosenblüte mit einer kleineren Knospe. Im linken Feld Φ, im rechten Feld eine Schale (patera) in Aufsicht. Rhodos Schultz (1997) Nr. 101 (dieses Stück, 1. Hälfte 4. Jh. v. Chr.); R. H. J. Ashton, The Coinage of Rhodes, in: A. Meadows - K. Shipton (Hrsg.), Money and its Uses in the Ancient Greek World (2002) 100 Nr. 46 Taf. 6,2 (ca. 404-385 v. Chr.).
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
15,02 g; 25 mm; 12 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Beteiligte Personen und Organisationen
Fotograf: Dirk Sonnenwald
Zeit
404-385 v. Chr.
Ort
Rhodos
02
Syrakus
Syrakus - Allgemeine Informationen
Die Stadt Syrakus, an der Ostküste Siziliens gelegen, wurde im Jahr 734 v. Chr. von griechischen Siedlern aus Korinth gegründet und entwickelte sich zu einer der größten und mächtigsten Städte zwischen dem östlichen und westlichen Mittelmeerraum des antiken Siziliens
In der archaischen Zeit expandierte die Stadt durch ihren günstigen Handelsstandort und gründete selbst Tochterstädte. Syrakus prägte eigene Münzen und baute bedeutende Tempel.
In der älteren Tyrannis wurde die Herrschaft der wohlhabenden Gamoroi (der Elite) abgelehnt und durch eine demokratische Revolution beendet. Im Exil unterstützen die Gamoroi den Nachfolger von Hippokrates, Gelon. Dieser eroberte die Stadt und wurde der erste Tyrann von Syrakus.
Gelons Niederschlagung einer großen karthagischen Invasion im Jahr 480 v. Chr. bei Himera bestätigte seine Vormachtstellung. Unter ihm und seinem Bruder Hieron erreichte Syrakus einen Höhepunkt der Macht.
Einige Jahre später sah sich Sizilien mit einem Wiederaufleben der Karthager konfrontiert. Syrakus wurde durch Dionysios I., der 405 v. Chr. die Macht in Syrakus erlangte und bis 367 v. Chr. als Tyrann regierte, vor dem Schicksal bewahrt, das Akragas und andere sizilianische Städte durch Karthago ereilte - Zerstörung oder Eroberung. Unter der jüngeren Tyrannis von Dionysios I. wurde Syrakus zur mächtigsten Festung Siziliens ausgebaut.
Nach weiteren politischen Umbrüchen und der Eroberung durch die Römer 212 v. Chr. wurde Syrakus zur römischen Provinzhauptstadt der ersten römischen Provinz namens Sicilia.
Informationen über die verwendeten Medien
Das heutige Syrakus
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Fotograf: Agostino Artnoir Sella
Weitere Informationen
Informationen über die verwendeten Medien
Dionysios I - Münze 1
Dionysios I
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av: Kopf der Athena mit korinthischen Helm und Olivenzweig, nach links Rv: mittig Seestern, flankiert von zwei Delphine Syrakus, Sizilien HGC 2, 1436
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
32,23 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
375 - 344 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Dionysios I - Allgemeine Informationen
Dionysios I aus Syrakus, geboren um 430 v. Chr. und bekannt als Tyrann von Syrakus, Sizilien.
Nach einer längeren politischen Karriere, gelangte er 405 v. Chr. in Syrakus an die Macht und etablierte eine Tyrannis. Die noch im selben Jahr gestartete militärische Aktion Versuch das von Karthagern belagerte Gela zurück zu erobern, endete mit einer Niederlage.
Der Friedensschluss 405 v. Chr.billigt Dionysios I zwar die Herrschaft über Syrakus zu, im Gegenzug musste er jedoch die karthagische Herrschaft über den Westteil Sizilien anerkennen.
Dionysios I - Vorderseite
Dionysios I. war von 405 -367 v. Chr Tyrann von Syrakus.
Während seiner Regierungszeit ließ er u.a. die hier abgebildete Bronzemünze prägen.
Auf der Vorderseite ist einen Athenakopf nach links zu sehen. Die Göttin trägt einen korinthischen Helm, der mit einem Olivenzweig geschmückt ist.
Informationen über die verwendeten Medien
Dionysios I - Münze 1 - Vorderseite
Dionysios I - Vorderseite
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av: Kopf der Athena mit korinthischen Helm und Olivenzweig, nach links Syrakus, Sizilien HGC 2, 1436
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
32, 23 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
375 - 344 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Dionysios I - Rückseite
Informationen über die verwendeten Medien
Dionysios I - Münze 1 - Rückseite
Dionysios I- Rückseite
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Rv: mittig Seestern, flankiert von zwei Delphine Syrakus, Sizilien HGC 2, 1436
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
32,23 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
375 - 344 v. Chr.
Agathokles - Allgemeine Informationen
Im Laufe seiner Regierungszeit orientierte er sich zunehmend an den hellenistischen Herrschern seiner Zeit und nahm schließlich im Jahre 305 v. Chr. den Königtitel an.
Informationen über die verwendeten Medien
Agathokles - Münze 1
Agathokles
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av: Kopf der Artemis, mit Bogen und Köcher, nach links Rv: Blitzbündel Syrakus, Sizilien HGC 2, 1537
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8, 50 g
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
295 - 289 v. Chr.
Agathokles Münze 1 - Vorderseite
Informationen über die verwendeten Medien
Agathokles - Münze 1 - Vorderseite
Agathokles
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av: Kopf der Artemis, mit Bogen und Köcher, nach links Syrakus, Sizilien HGC 2, 1537
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,50 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
295 - 289 v. Chr.
Agathokles Münze 1 - Rückseite
Die Rückseite zeigt einen Blitzbündel zwischen der Legende ΑΓΑΘΟΚΛΕΟΣ / ΒΑΣΙΛΕΟΣ - Agathokleos Basileos, zu deutsch „ König Agathokles“
Informationen über die verwendeten Medien
Agathokles - Münze 1 - Rückseite
Agathokles
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Rv: Blitzbundel, umrandet von zwei Legenden: ΑΓΑΘΟΚΛΕΟΣ / ΒΑΣΙΛΕΟΣ Syrakus, Sizilien HGC 2, 1436
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8, 50 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
295 - 289 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Agathokles Münze 2 - Vorderseite
Hier handelt es sich um eine weitere Münze des Tyrannen Agathokles, die er zwischen 317 und 310 v. Chr. prägen lies.
Auf der Vorderseite der Bronzemünze ist vermutlich Persephone zu sehen, die Tochter der Demeter. Die Büste trägt einen Ährenkranz ein typisches Attribut der Göttin. Die Legende der Vorderseite besagt: ΣΥΡΑΚΟΣΙΩΝ (Syrakosion), was "Münze der Syrakusaner" bedeutet.
Informationen über die verwendeten Medien
Agathokles - Münze 2 - Vorderseite
Agathokles
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Foto: Ph.Schug
Beschreibung
Av: Büste der Persephone mit Ährenkranz, nach rechts. Syrakus, Sizilien HGC 2 - 1444
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
5,38 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
317 - 310 v. Chr.
Agathokles Münze 2 - Rückseite
Die Rückseite präsentiert einen stoßenden Stier, umrandet von zwei Delphinen.
Informationen über die verwendeten Medien
Agathokles - Münze 2 - Rückseite
Agathokles
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Foto: Ph.Schug
Beschreibung
Rv: stoßenden Stier umrandet von Delphine Syrakus, Sizilien HGC 2, 1444
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
5,38 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
317 - 310 v. Chr.
Hiketas - Allgemeine Informationen
Hiketas war ein griechischer Tyrann auf Sizilien. Er kam um das Jahr 289/8 v. Chr. in Syrakus an die Macht. Nach dem Tod von Agathokles wurde er von der Bevölkerung in Syrakus zum Feldherrn mit Sondervollmachten ausgestattet, die ihn faktisch zum Tyrannen erhoben, um Menon und seine Söldnertruppen aus Segesta, die Syrakus einnehmen wollten, abzuwehren.
Der Kampf um die Macht in Syrakus gegen Menon verlief einige Zeit unentschieden. Menon verbündete sich schließlich mit den Karthagern und die Syrakusaner unterlagen. Syrakus und Hiketas wurde ein Diktatfrieden auferlegt.
Durch Unruhen in Syrakus wurden die Söldner wieder vertrieben und Hiketas verblieb in seiner Machtstellung. Er führte weitere Kriege, unter anderem gegen Phintias, dem Tyrannen von Agrigent und die Karthager.
Am Ende verlor er gegen die Karthager und wurde durch einen Söldneroffizier namens Thoinon 279 oder 278 v. Chr. gestürzt und aus Syrakus vertrieben.
Informationen über die verwendeten Medien
Syrakus, Sizilien
Hiketas
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Lorbeerbekränzter, jugendlicher Kopf des Zeus nach rechts. Rv.: Mit offenen Schwingen u. auf Blitzbündel stehender Adler, nach links Syrakus, Sizilien HGC 2, 1449
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,97 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 288 - 279 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Informationen über die verwendeten Medien
Syrakus, Sizilien
Hiketas
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Lorbeerbekränzter, jugendlicher Kopf des Zeus nach rechts. Rv.: Mit offenen Schwingen u. auf Blitzbündel stehender Adler, nach links Syrakus, Sizilien HGC 2, 1449
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,97 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 288 - 279 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Hiketas - Vorderseite
Auf der Vorderseite dieser Münze von Hiketas befindet sich ein lorbeerbekränzter, jugendlicher Kopf des Zeus nach rechts blickend.
In dieser Form ist Zeus im Gegensatz zu seiner sonstigen Darstellung (älter, bärtig) eher jugendlich dargestellt. Auf dieser Münze handelt es sich um eine spezifische Darstellung des Zeus als "Zeus Hellanios". Der Beiname bezieht sich hierbei auf dem griechischen Begriff "Hellas" und ist die antike Eigenbezeichnung des Landes.
Auf anderen Exemplaren dieses Münztyps findet sich die Legende "ΔΙΟΣ ΕΛΛΑΝΙΟΥ", die ihn als besagten Zeus Hellanios ausweist.
Trotz der Tatsache, dass Hiketas in Sizilien statt Griechenland herrscht, beruft er sich mit Zeus Hellanios auf den Zeus aller Griechen und und verbindet die Münze mit dem panhellenischen Gedanken.
Informationen über die verwendeten Medien
Syrakus, Sizilien
Hiketas
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Lorbeerbekränzter, jugendlicher Kopf des Zeus nach rechts. Rv.: Mit offenen Schwingen u. auf Blitzbündel stehender Adler, nach links Syrakus, Sizilien HGC 2, 1449
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,97 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 288 - 279 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Hiketas - Rückseite
Auf der Rückseite sehen wir einen nach links stehenden Adler mit gespreizten Schwingen. Der Adler steht auf einem Blitzbündel - eine in hellenistischer Zeit häufig auf Münzen verwendete Ikonographie.
Um den Adler befindet sich eine umlaufende Legende. Zusammengesetzt lautet diese "ΣΥΡΑΚΟΣΙΩΝ" - "Syrakosion" zu deutsch "(Münze) der Syrakusaner".
Neben dem Adler links befindet sich als Beizeichen der Buchstabe "A".
Hieron II. - Allgemeine Informationen
Hieron II. von Syrakus war ein griechischer Herrscher auf Sizilien in der Epoche der sogenannten jüngeren Tyrannis.
Hieron II. regierte von 275 v. Chr. bis zu seinem Tode im Jahre 215 v. Chr. Syrakus. Hieron II. stieg während einer turbulenten Zeit in Syrakus zur Macht auf. Erst ein Gegner Roms, unterstützte dann aber als deren Verbündeter das römische Militär in den punischen Kriegen mit Männern und Verpflegung.
Er nutzte geschickt politische Verträge und Bündnisse, um seine Position zu festigen und Syrakus zu einem regionalen Machtfaktor auszubauen. Am Hof beschäftigte er Archimedes, den berühmten griechischen Mathematiker und Ingenieur.
Die Diadochen, Nachfolger von Alexander dem Großen, begannen zu dieser Zeit, eigene Porträts sowie die des Alexanders III. auf Münzen zu prägen. Damit legitimierten sie ihre eigene Herrschaft.
Hieron II. tat es ihnen gleich und platzierte ebenfalls sein Porträt auf den Münzen. Er demonstrierten damit seine Zugehörigkeit zum hellenistischen Herrscherkreis - schließlich hatte auch er einen Herrschaftsanspruch über Teile Siziliens.
Informationen über die verwendeten Medien
Syrakus, Sizilien
Hieron II.
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Münze oben: Av.: Kopf des Poseidons, bärtig, mit Diadem nach links Rv.: Dreizack, links u. rechts neben Dreizack Delphine, zw. Zacken florale Muster, Nicht erhaltene Inschrift unter Dreizack, ergänzt durch besser erhaltene Exemplare: IERΩNOS ("Hieronos") Syrakus, Sizilien HGC 2, 1550
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
6,49 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 275 – 215 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Informationen über die verwendeten Medien
Syrakus, Sizilien
Hieron II.
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Münze oben: Av.: Kopf des Poseidons, bärtig, mit Diadem nach links Rv.: Dreizack, links u. rechts neben Dreizack Delphine, zw. Zacken florale Muster, Nicht erhaltene Inschrift unter Dreizack, ergänzt durch besser erhaltene Exemplare: IERΩNOS ("Hieronos") Syrakus, Sizilien HGC 2, 1550
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
6,49 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 275 – 215 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Hieron II. Münze 1 - Vorderseite
Auf der Vorderseite der Münze von Hieron II. sehen wir einen Kopf des Poseidons, bärtig und mit Diadem nach links blickend.
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Syrakus, Sizilien
Hieron II.
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Münze oben: Av.: Kopf des Poseidons, bärtig, mit Diadem nach links Rv.: Dreizack, links u. rechts neben Dreizack Delphine, zw. Zacken florale Muster, Nicht erhaltene Inschrift unter Dreizack, ergänzt durch besser erhaltene Exemplare: IERΩNOS ("Hieronos") Syrakus, Sizilien HGC 2, 1550
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
6,49 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 275 – 215 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Hieron II. Münze 1 - Rückseite
Auf dem Revers ist ein Dreizack abgebildet - dieser wird links und rechts von einem Delphin flankiert. Zwischen den Zacken des Dreizacks befinden sich florale Muster.
DIe nicht mehr erhaltene Legende kann durch besser erhaltene Exemplare ergänzt werden und nennt den Herrscher namentlich: "IERΩNOS" ("Hieronos").Informationen über die verwendeten Medien
Syrakus, Sizilien
Hieron II.
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Porträtkopf von Hieron II. mit Diadem, nach links Rv.: Bewaffneter Reiter m. Helm, Umhang u. eingelegter Lanze, nach rechts, darunter Legende "IEPΩNOΣ" - für "Hieronos", Unter Vorderläufen d. Pferdes Σ Syrakus, Sizilien HGC 2, 1548, CNS II, 193
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
16,83 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 275 – 215 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Hieron II. Münze 2 - Vorderseite
Auf dem Avers der Münze ist nach Art der hellenistischen Herrscher der nach links gewandte Porträtkopf von Hieron II. mit Diadem sichtbar.
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Syrakus, Sizilien
Hieron II.
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Porträtkopf von Hieron II. mit Diadem, nach links Rv.: Bewaffneter Reiter m. Helm, Umhang u. eingelegter Lanze, nach rechts, darunter Legende "IEPΩNOΣ" - für "Hieronos", Unter Vorderläufen d. Pferdes Σ Syrakus, Sizilien HGC 2, 1548, CNS II, 193
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
16,83 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 275 – 215 v. Chr.
Ort
Syrakus, Sizilien
Hieron II. Münze 2 - Rückseite
Auf der Rückseite dieser Münze ist ein nach rechts galoppierender, bewaffneter Reiter mit Helm, Umhang und eingelegter Lanze abgebildet.
Die griechische Legende im unteren Bildfeldbesagt "IEPΩNOΣ" - für "Hieronos" und bezeichnet den Herrscher selbst.
Unter den Vorderläufen des Pferdes befindet sich ein Σ. Auf den meisten Münzen, die die Herkunft aus Syrakus belegen wollen, erscheint das Wort "ΣΥΡ" oder "ΣΥΡΑ". Das Σ ("S") gibt uns den Verweis auf Syrakus.
03
Gela und Akragas
Gela
Gela wurde um 688 v. Chr. von den dorischen Siedlern aus Rhodos und Kreta gegründet und entwickelte sich ebenfalls zu einer koloniegründenden Stadt. Gelas Name ist dem Fluss der Region entlehnt. 100 Jahre später gründete die Stadt zusammen mit Rhodos die Kolonie Akragas. Im Jahr 405 v. Chr. wurde Gela von im Zuge der karthagischen Eroberungen, geplündert und zerstört.
Informationen über die verwendeten Medien
Gela, Sizilien
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Rechteinformation
Copyright Holder: American Numismatic Society
Beschreibung
Av.: Stehende Quadriga mit Reiter, fliegende Nike oberhalb. Rv.: [ΓΕΛΑΣ] stürmender Bulle mit dem Gesicht eines älteren, bärtigen Mannes. Gela, Sizilien SNG ANS 38
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
17.38 gr., 6 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
480/475-480/475 v. Chr.
Ort
Gela, Sizilien
Weitere Informationen
Gela Avers
Auf dem Avers der Münze befindet sich eine Quadriga mit Reiter, erkennbar an den vier Pferden. Die Pferde werden durch eine herbeifliegende Nike bekrönt.
Informationen über die verwendeten Medien
Avers - Gela, Sizilien
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Rechteinformation
Copyright Holder: American Numismatic Society
Beschreibung
Av.: Stehende Quadriga mit Reiter, fliegende Nike oberhalb. Rv.: [ΓΕΛΑΣ] stürmender Bulle mit dem Gesicht eines älteren, bärtigen Mannes. Gela, Sizilien SNG ANS 38
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
17.38 gr., 6 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
480/475-480/475 v. Chr.
Ort
Gela, Sizilien
Weitere Informationen
Gela Revers
Auf dem Revers der Münze findet sich im oberen Bereich mit ΓΕΛΑΣ als Legende der Name der Stadt. Mittig im Bild ist ein stürmender Bulle mit dem Gesicht eines älteren, bärtigen Mannes. Bei dieser Darstellung, die typisch für Gela ist, handelt es sich um einen Flussgott, evtl. der Fluss Gela.
Menschengesichtige Stiere als Flussgötter sind häufig in der Münzprägung Siziliens zu finden.
Informationen über die verwendeten Medien
Revers - Gela, Sizilien
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Copyright Holder: American Numismatic Society
Beschreibung
Av.: Stehende Quadriga mit Reiter, fliegende Nike oberhalb. Rv.: [ΓΕΛΑΣ] stürmender Bulle mit dem Gesicht eines älteren, bärtigen Mannes. Gela, Sizilien SNG ANS 38
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
17.38 gr., 6 h
Material/Technik
Silber (AG)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
480/475-480/475 v. Chr.
Ort
Gela, Sizilien
Weitere Informationen
Akragas
Akragas wurde 582 v. Chr. durch die Städte Rhodos und Gela gegründet und entwickelte sich durch ihre vorteilhafte Position und regen Handel rasch zu einer der mächtigeren griechischen "Kolonien" Siziliens.
Die Datierung vor 406 v. Chr. hängt mit der Belagerung und der anschließenden Zerstörung der Stadt durch Karthago zusammen.
Informationen über die verwendeten Medien
Akragas, Sizilien
Akragas
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Rechteinformation
Beschreibung
Av: [ΑΚΡΑ]. Adler stehend nach r., Hase in Krallen haltend. Rv: Krebs, darunter drei Punkte und Languste. Akragas, Sizilien HGC 2, 140 CNS I, 54; BMC, 102
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,81 g; 20 mm; 2 h
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
vor 406 v. Chr.
Ort
Akragas, Sizilien
Weitere Informationen
Akragas - Avers
Auf dem Avers der Münze befindet sich ein nach rechts stehender Adler der seinen Kopf in Richtung eines Hasen neigt, den er in den Krallen hält. Auf Varianten dieser Münze ist oberhalb des Adler die Legende ΑΚΡΑ zu erkennen. Der Adler ist ein gängiges Motiv der Stadt Akragas und wird in vielen Bildvarianten auf Münzen geprägt. Adler sind aber auch eine viel verwendete Symbolik im gesamten griechischen Raum.
Informationen über die verwendeten Medien
Avers - Akragas, Sizilien
Akragas
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Rechteinformation
Beschreibung
Av: [ΑΚΡΑ]. Adler stehend nach r., Hase in Krallen haltend. Rv: Krebs, darunter drei Punkte und Languste. Akragas, Sizilien CNS I, 54; BMC, 102
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,81 g; 20 mm; 2 h
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
vor 406 v. Chr.
Ort
Akragas, Sizilien
Weitere Informationen
Revers
Auf dem Revers der Münze befindet sich ein Krebs mittig im Bild – ebenfalls ein gängiges Motiv der Stadt, unter ihm drei gleich große Punkte und darunter eine nur schwer erkennbare Languste. Die Wertigkeit der Münze ist durch die drei abgebildeten Punkte (Tri) verdeutlicht.
Informationen über die verwendeten Medien
Revers - Akragas, Sizilien
Akragas
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Rechteinformation
Beschreibung
Av: [ΑΚΡΑ]. Adler stehend nach r., Hase in Krallen haltend. Rv: Krebs, darunter drei Punkte und Languste. Akragas, Sizilien CNS I, 54; BMC, 102
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,81 g; 20 mm; 2 h
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
vor 406 v. Chr.
Ort
Akragas, Sizilien
Weitere Informationen
04
Alaisa und Morgantina
Alaisa - Allgemeine Informationen
Alaisa Archonidea wurde vermutlich um 403 v. Chr. auf Sizilien gegründet. Je nach Quelle erfolgte die Gründung durch Archonides, einem Tyrannen von Herbita oder durch Karthago.
Die Stadt kämpfte um 263 v. Chr. im ersten punischen Krieg auf der Seite Roms und wurde als Belohnung zu einer freien Stadt erklärt.
Alaisa - Informationen zur Münze
Die Zuweisung dieser Münze ist nicht gänzlich gesichert. Möglicherweise wurde sie von der antiken Stadt Alaisa Archonidea geprägt.
Einige Exemplare dieses Typus beinhalten die Legende "KAINON" auf dem Revers. Dieser Begriff verweist auf eine geschichtlich nicht nachweisbare Gruppe – diese Münztypen werden dennoch Alaisa zugeordnet.
Ein alternativer Vorschlag für die Herkunft dieser Münze ist, dass sie von thrakischen Söldnern um 350 v. Chr. auf Sizilien geprägt wurde.
Informationen über die verwendeten Medien
Alaisa, Sizilien
Alaisa
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Springender, geflügelter Greif nach links, darunter mglw. Wolken Rv.: mit wehenden Zügeln galoppierendes Pferd nach links Alaisa, Sizilien Variante Typ HGC 2, 509, SNG ANS 1169-74
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,08 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 360 - 330 v. Chr.
Ort
Alaesa, Sizilien
Informationen über die verwendeten Medien
Alaisa, Sizilien
Alaisa
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Springender, geflügelter Greif nach links, darunter mglw. Wolken Rv.: mit wehenden Zügeln galoppierendes Pferd nach links Alaisa, Sizilien Variante Typ HGC 2, 509, SNG ANS 1169-74
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,08 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 360 - 330 v. Chr.
Ort
Alaesa, Sizilien
Alaisa - Vorderseite
Auf dem Avers der Münze befindet sich ein nach links springender, geflügelter Greif, darunter möglicherweise Wolken.
Andere Varianten dieser Münze können einen Grashüpfer unter dem Greifen aufweisen.
Informationen über die verwendeten Medien
Alaisa, Sizilien
Alaisa
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Av.: Springender, geflügelter Greif nach links, darunter mglw. Wolken Rv.: mit wehenden Zügeln galoppierendes Pferd nach links Alaisa, Sizilien Variante Typ HGC 2, 509, SNG ANS 1169-74
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
8,08 g
Material/Technik
Bronze (AE)
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 360 - 330 v. Chr.
Ort
Alaesa, Sizilien
Alaisa - Rückseite
Auf dem Revers der Münze ist ein nach links galoppierendes Pferd mit wehenden Zügeln dargestellt.
Morgantina - Allgemeine Information
Die antike Stadt Morgantina liegt nördlich von Enna auf Sizilien. Um 459 v. Chr. von dem Sikuler Tyrannen Duketios erobert, fiel Morgantina in späteren Jahrhunderten immer wieder verschiedenen Handelsmächten aus dem Mittelmeerraum zum Opfer. Vor allem die Phönizier aus dem nur 140 km an der afrikanischen Küste entfernten Karthago sahen mit Sizilien den idealen Handelsstützpunkt im Mittelmeer, so daß sie in den laufenden Jahrhunderten mehrere Hafenstädte (z.B. Motya) an der Süd- und Westküste aufbauten. Diese dienten u. a. dem Handel mit dem phönizischen Purpur, einer Farbe, die aus Purpurschnecken gewonnen wird und auf Grund ihrer Seltenheit und Farbe auf Textilien die Macht der Herrscher inspirierte.
Ab 440/39 v. Chr. stand Morgantina im Einflussbereich von Syrakus und wurde schließlich von Dionysos I im Jahre 396 v. Chr. erobert. Unter Agathokles und Hieron II erlebte Morgantina, vor allem wegen der fruchtbaren Landschaftsflächen und reichlichen Getreideernten die größte Blütezeit, bevor sie im Zuge des zweiten punischen Krieges von den Römern erobert wurde.
Die Prägung der folgenden Münze fällt in die Zeit zwischen 214-212 v. Chr. zum Ende des zweiten punischen Krieges, als sich Hieron II mit den einheimischen Sikelioten und Rom verbündete um die nordafrikanischen Karthager entgültig zu vertreiben. 212 v. Chr. endete die politische Selbstständigkeit der griechischen Kolonnisten auf Sizilien. Die Insel stand nun unter dem Einfluß von Rom.
Seit 1955 wird die Stadt von amerikanischen Wissenschaftlern der Universität Princeton archäologisch untersucht. Diese Ausgrabungen befassen sich vor allem mit der Freilegung einer Vielzahl von öffentlichen Badeanstalten und der Bedeutung dieser 'Heiligtumsbäder', die den beiden Göttinnen Demeter und Persephone (Kore) geweiht sind. In diesem Zusammenhang könnte die Münze mit Demeter auf die Fruchtbarkeit des Landes und seine warmen Quellen verweisen.
Morgantina Münze
Auf der Vorderseite der Münze zeigt sich ein Frauenkopf im Profil nach links, bei dem es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um die griechische Fruchtbarkeitsgöttin Demeter handelt. Unter ihrem Schleier trägt sie eine wellige Haarfrisur mit Haarkranz/Band (Stephanae). Weitere Bilder mit Kopfmotiv der Demeter zeigen die Göttin mit Ährengräsern im Haar. Auch Philistis, die Ehefrau Hierons II wird mit der Abbildung des Frauenkopfes in Verbindung gebracht, möglicherweise als Personifikation der Demeter.
Auf der Rückseite zeigt sich die Siegesgöttin Nike auf der Quadriga in bewegtem wilden Galopp. Über dem Pferdegespann ist das griechische Monogramm mit dem Großbuchstaben Sigma zu erkennen, im unteren Bereich verläuft horizontal die Legende Sikeliotan.
In Morgantina, wurden zwischen 279 v. Chr. und 212 v. Chr. zwei Arten von Silbermünzen geprägt. Die 8 Litramünze stellt Demeter dar, während die 4 Litramünze die jüngere Persephone abbildet.
Die Herkunft der Münze wirft weitere Fragen auf. Zum Einem wirkt die Oberfläche der Münze sehr glatt und unverbraucht. Auch passt das Gewicht nicht zu dem Münztyp HGC 2, 910. Demeter, die üblicherweise mit Ährenkranz abgebildet wird trägt hier eine Stephanae. Philistis würde ikonographisch passen, müsste aber dann auf ein anderes Rückseitenbild mit der Legende Basilissa versehen sein.
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Sizilien, Morgantina/Sikelioten 71
Sizilien - ein Spielball zwischen Griechen, Karthagern und Römern
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
VS: Frauenkopf nach li. (Demeter) mit sichtbarem Flechthaar unter Schleier RS: Nike in Quadriga nach re., Monogramm, und Legende 'Sikoliotan' HGC 2, 910
Angaben zum Objekt
Typ
Litra
Material/Technik
Silber 12,85 g
Sprache
Griechisch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
214-212 v Chr.
Ort
Morgantina, Sizilien
Morgantina Vorderseite
Demeter die Fruchtbarkeitsgöttin
Laut Legende hat Demeter eine Tochter, Persephone (Kore) mit ihrem Bruder Zeus. Ein weiterer Bruder, Hades verliebt sich in seine Nichte und entführt Persephone in das Reich der Unterwelt. Aus Trauer um den Verlust ihrer Tochter, lässt Demeter die Landschaften vertrocknen und durch die fehlende Ernte die Menschen verhungern, worauf Zeus seinen Bruder Hades zwingt Persephone an ihre Mutter zurückzugeben. Allerdings darf sie nur einen Teil des Jahres, dem Sommer die Unterwelt verlassen, um die Zeit mit ihrer Mutter auf der Erde zu verbringen. Die restlichen Monate, dem Winter verbleibt sie in der Unterwelt.
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Sizilien, Morgantina/Sikelioten 71
Sizilien - ein Spielball zwischen Griechen, Karthagern und Römern
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
VS: Frauenkopf nach li. (Demeter) mit sichtbarem Flechthaar unter Schleier RS: Nike in Quadriga nach re., Monogramm, und Legende 'Sikoliotan' HGC 2, 910
Angaben zum Objekt
Typ
Litra
Material/Technik
Silber 12,85 g
Sprache
Griechisch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
214-212 v Chr.
Ort
Morgantina, Sizilien
Morgantina Rückseite
Nike als Wagenlenkerin
Nike, die Siegesgöttin der Griechen wird häufig auf sizilischen und italischen Münzen als Wagenlenkerin eines Zweier- oder Vierergespanns dargestellt. Im Gegensatz zu ähnlichem Motiv mit statisch parallel angeordneten Pferden weisen hier die Pferde ein eigenes Bewegungsmotiv auf.
Informationen über die verwendeten Medien
Sizilien, Morgantina/Sikelioten 71
Sizilien - ein Spielball zwischen Griechen, Karthagern und Römern
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
VS: Frauenkopf nach li. (Demeter) mit sichtbarem Flechthaar unter Schleier RS: Nike in Quadriga nach re., Monogramm, und Legende 'Sikoliotan' HGC 2, 910
Angaben zum Objekt
Typ
Litra
Material/Technik
Silber 12,85 g
Sprache
Griechisch
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
214-212 v Chr.
Ort
Morgantina, Sizilien
05
Italien
Italien
Im letzten Drittel des 8. Jh. v. Chr. erfolgte in Süditalien eine achäische Siedlungswelle, bei der z. B. die Städte Kroton und Sybaris gegründet wurden. Neben den Unstimmigkeiten mit lokal ansässigen Bevölkerungsgruppen im Siedlungsgebiet führte im 7. und 6. Jh. v. Chr. vor allem die etruskische Expansion nach Süden zu Konflikten. Die Beziehungen der süditalischen Gründungen untereinander waren oft von Rivalität geprägt, besonders der Kampf um die fruchtbaren Ebenen am Golf von Tarent führte zu mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen, so u. a. zwischen Sybaris und Kroton.
Auch hier wurden, wenngleich auch nicht so ausgeprägt wie in Sizilien, Städte zerstört und neu gegründet sowie externe Machtzentren, wie z. B. Athen, zu Hilfe gerufen.
Auf der anderen Seite führten Bündnisse auch zu gemeinsamen Gründungen, wie im Falle von Thurioi und Tarent, die nach Beilegung ihrer Konflikte gemeinsam am tarentinischen Golf Herakleia gründeten. Der größte Zusammenschluss griechischer Städte war der im Jahr 393 v. Chr. gegründete „italiotische Bund“. Ihm gehörten u. a. Rhegion, Kroton, Thurioi, Hipponion, Kaulonia und Elea an.
In der 2. H. d. 4.Jh. v. Chr. wurden viele Städte durch die fortschreitende Expansion Roms unterworfen und in das römische Bündnissystem eingebunden. Nach dem Latinerkrieg (340–338 v. Chr. ) und den ersten Samnitenkriegen (343–341 v. Chr. ; 326–304 v. Chr. ) reichte die Macht Roms schließlich bis an den Golf von Neapel. Die eroberten Gebiete wurden durch die Gründung neuer römischer Kolonien gefestigt.
Der durch die römische Expansion entstandene Konflikt mit Karthago führt schließlich zu den ersten beiden Punischen Kriegen, an deren Ende im Jahr 201 v. Chr. ganz Italien unter römischer Kontrolle stand.
Griechische Gründerstadt - Phokaia
Phokaia wurde zwischen dem 10. und 9. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus Phokis gegründet und war Teil des ionischen Bundes.
Die Stadt war in der griechischen Antike eine einflussreiche Seemacht und bedeutende Handelsstadt.
Nach Lydien war Phokaia wohl eine der ersten Städte, die Münzen prägten. Wie in Lydien waren diese ersten Prägungen aus Elektron, einer Legierung aus Gold und Silber.
Phokaia war auch eine sehr bedeutende Stadt in der Geschichte der griechischen "Kolonisation".
So gründete man unter anderem als Mutterstadt bedeutende Pflanzstädte wie Nikaia (Nizza), Massalia (Marseille), Avenio (Avignon) und Antipolis (Antibes).
Auch die hier später mit einer Münze vorgestellte Stadt Elea (Velia) in Italien wurde von Siedlern aus Phokaia gegründet.
Im Jahre 546 v. Chr. wurde Phokaia von den Persern eingenommen und die Stadt in Teilen zerstört. Viele Bewohner flüchteten nach Korsika und Sizilien. Im Zuge dieser Fluchtbewegungen entstanden vermutlich die oben aufgeführten Siedlungen im westlichen Mittelmeerraum.
In den folgenden Jahrhunderten kontrollierten verschiedene Mächte die Stadt, bis schließlich im 2. Jh. v. Chr. Phokaia ein Teil der römischen Provinz Asia wurde.
Die vielen phokäischen Münzen, welche in den Tochterstädten (besonders in Massalia und Velia) gefunden wurden, lassen auf einen regen Austausch mit der Mutterstadt schließen.
Münze Phokaia - Vorderseite
Kopf der Athena mit attischem Helm nach l. Auf dem Helmkessel ein Greif nach l.
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Phokaia
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Phokaia
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Münze Phokaia - Rückseite
Greifenkopf nach l.
Elea - Allgemeine Informationen
Elea (römisch Velia) gehörte zu den griechischen Kolonien in Süditalien, die man insgesamt auch Magna Graecia nennt und wurde um 540 v. Chr. durch griechische Siedler aus Phokaia gegründet.
Schon im 5. Jh. v. Chr. entwickelte sich Elea zu einer bedeutenden Handelsstadt. Im ersten Punischen Krieg war die Stadt ein enger Verbündeter Roms und im zweiten Punischen Krieg ein wichtiger römischer Militärstützpunkt.
89/88 v. Chr. wurde Elea unter dem neuen Namen Velia zum Municipium erhoben und diente unter anderem Berühmtheiten wie Cato dem Jüngeren und Cicero als Wohnsitz.
Durch das Entstehen neuer Handelswege in Bedeutungslosigkeit versunken, wurde Velia im 9. Jh. schließlich aufgegeben.
Elea - Münzprägung
Die Mutterstadt Phokaia prägte im 6. Jh. v. Chr. als eine der ersten griechischen Städte eigene Münzen. Auch in Elea setzte die Münzprägung bereits Ende des 6. Jh. v. Chr. ein.
Die Vorderseiten der Münzen von Elea zeigen oft die griechische Göttin Athene mit attischem Helm, die Rückseite meist entweder die Eule oder einen Löwen, nach attischem bzw. phokäischem Vorbild .
Elea - 1. Münze
VS: Athena nach links mit attischem Helm verziert mit einem Grief, Φ auf dem Nackenschutz, AΡ Ligatur hinter dem Kopf
RS: nach rechts laufender Löwe, darüber Caduseus, Legende YEΛHATΩN im Abschnitt
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Velia Münze 1
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme, Prägestätte Elea HGC 1, 1325 HN III 1316
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
6,92 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
um 280 v. Chr.
HGC 1, 1325
HN III 1316
Elea 2. Münze
VS: Kopf der Athena nach rechts, mit attischem Helm, geschmückt mit Flügel und Olivenkranz, Ligatur AH hinter dem Kopf
RS: Schreitender Löwe nach rechts; darüber eine Weizenähre
Legende im Abschnitt YEΛHATΩN
Informationen über die verwendeten Medien
Velia Münze 2
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme, Prägestätte Elea HN Italy 1309. HGC 1, 1319
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7.35g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
305-290 v. Chr.
HGC 1, 1319
Didrachme, 305-290 v. Chr., 7.35g
Elea 3. Münze
Aber auch die für griechische Münzen berühmte Eule war ein beliebtes Motiv für Münzen aus Elea, wie dieses schöne Exemplar hier zeigt.
YEΛH - Δ. Eule steht auf Ölzweig nach rechts, Kopf frontal
Informationen über die verwendeten Medien
Velia Münze 3
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Drachme, Prägestätte Elea HN Italy 1265.
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
3.81g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
465-440 v. Chr.
Drachme, 465-440 v. Chr., 3.81g
06
Sybaris und Thurioi
Sybaris - Allgemeine Informationen
Laut der griechischen mythologischen Tradition wurde Sybaris in Lucania von einem Sohn des lokrischen Helden Ajax gegründet. Historisch wurde sie um 720 v. Chr. von achaischen Griechen aus Helike gemeinsam mit dorischen Griechen aus Troizen gegründet und war damit eine der ersten griechischen "Kolonien" in Süditalien.
Die Stadt besaß im 6. Jahrhundert v. Chr. ein großes landwirtschaftlich genutztes Umland, das sehr fruchtbares war. Zusätzlich nahm die Stadtbevölkerung in dieser Zeit stetig zu auch durch den Zuzug wohlhabender Siedler bedingt. Damit war Sybaris eine der wohlhabendsten und mächtigsten Städte Süditaliens.
Am Ende des 6. Jh. v. Chr. kam es zu Konflikten mit Kroton, welches Sybaris 510 v. Chr. schließlich zerstörte. Nach einigen erfolglosen Versuchen Sybaris an anderer Stelle neu aufzubauen, erfolgte 446 v. Chr. gemeinsam mit Athen die Gründung einer "panhellenischen Kolonie", die 444 v. Chr. in Thourioi umbenannt wurde.
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Sybaris
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Rechteinformation
https://www.timediver.de/Kalabrien_Sybaris_Thurioi_Copia.html
Beschreibung
Karte von Kalabrien
Laut der griechischen mythologischen Tradition wurde Sybaris in Lucania von einem Sohn des lokrischen Helden Ajax gegründet. Sybaris war eine der ersten griechischen Kolonien in Süditaliens. Sie wurde um 720 von achaischen Griechen aus Helike und dorischen Griechen aus Troizen gemeinsam gegründet. Die Stadt war im 6. Jahrhundert v. Chr. ein sehr fruchtbares und landwirtschaftliches Gebiet. Die Stadtbevölkerung stieg zu dieser Periode weiter an und nahm zusätzliche wohlhabende Siedler auf. Sybaris gewann an Macht und zählte als eine der wohlhabendsten und unbestreitbarsten Macht. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. stand Sybaris immer wieder im Krieg mit Kroton. Bis Sybaris 510 v. Chr. durch Kroton zerstört wurde. Sybaris wurde daraufhin als Thourioi neu gegründet. Alle Münzen die nach 510 v. Chr. geprägt wurden, lassen sich durch ihre Größe unterscheiden. Denn die Größe der inkusen Münzen nehmen immer weiter ab (dm ca. von 24mm auf 20mm).
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
Größe und Gewicht
Material/Technik
Silber/Bronze
Weitere Informationen
Stiermünze aus Sybaris I
In Sybaris wurde ab Mitte des 6. Jh. v. Chr. Silber Stater nach achäischem Standard gepräg.
Alle Statere, vor der krotonischen Eroberung wurden mit einem breiten und dünnen Schrötling geprägt. Sie besitzen meist eine incuse Rückseite, die das Münzbild der Vorderseite wiedergibt.
Ein häufges Münzbild ist der (zurückblickende) Stier abgebildet, der vermutlich als Symbol des Flusses Sybaris zu verstehen ist.
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
Stiermünzen
Aus der Sammlung von
Würzburg, Martin von Wagner Museum der Universität
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Rechteinformation
Marc Philipp Wahl
Beschreibung
Sybaris wurde ab Mitte des 6. Jh. v. Chr. Silber Stater nach achaischen Standard geprägt (7,9g). Alle Statere, die vor der krotonischen Eroberung geprägt wurden, zeichnen sich durch breite, dünne Flans und eine erhabene Schrift auf der Vorderseite aus, die von einer eingeschnittene Incusum auf der RS, die in der Regel die VS widerspiegelt. Auf Statere, Drachmen und Tetrobolen ist auf beiden Seiten ein Stier abgebildet. Der Stier steht für die Kraft des Flusses Sybaris. HN III 1729
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,6g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
550-510 v. Chr.
Weitere Informationen
Zurückblickender Stier - Vorderseite
VS: ΣΥ [SY = Sybaris] Zentral ist ein stehender Stier nach l. mit zurückgewandtem Kopf auf einer Standlinie zu sehen. Die Standlinie ist verziert mit Perlen. und auch die Münze ist mit einem Perlband umrandet.
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
zurückblickender Stier - Vorderseite
Aus der Sammlung von
Würzburg, Martin von Wagner Museum der Universität
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Rechteinformation
Marc Philipp Wahl
Beschreibung
VS: ΣΥ (Sy = Sybaris) Zentral ist zu sehen ein stehender Stier nach l. mit den Kopf zurückgewandt . Dieser steht auf der Standlinie. Die Standlinie ist verziert mit Perlen. Münze ist umrandet mit einem Perlenband. HN III 1729
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,6g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
550-510 v. Chr.
Weitere Informationen
Stierincusum - Rückseite
RS: Zeigt das spiegelverkehrte Abbild des Stiers auf der VS als incuse Prägung.
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
Stierincusum - Rückseite
Aus der Sammlung von
Würzburg, Martin von Wagner Museum der Universität
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Rechteinformation
Marc Philipp Wahl
Beschreibung
RS: Zeigt das Incusum. Das spiegelverkehrte Abbild der VS des Stieres. HN III 1729
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,6g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
550-510 v. Chr.
Weitere Informationen
Eichelmünze aus Sybaris II/Laos
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
Eichelmünze
Aus der Sammlung von
Privatslg. Welz
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Rechteinformation
Robert Dylka
Beschreibung
Auf Triobolen und Obolen wird der Stier auf der VS mit einem Dreibein oder den Initialen des Stadtnamens kombiniert. Nach der Eroberung durch die Krotonier scheinen sybaritische Flüchtlinge in Laos seltene Statere, Triobole und Obole geprägt zu haben. Diese weisen ähnliche Stiertypen, aber die Rückseite der Münzen zeigen eine Amphore bzw. eine Eichel. Die Eichel war ein Bürgerabzeichen von Laos. HN III 1742
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
0,43g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
510-475 v. Chr.
Weitere Informationen
Zurückblickender Stier - Vorderseite
VS: Stier mit rückwärts gewandten Kopf nach r.
Der Stier steht auf einer geperlten Standlinie. Die Münze ist von einem Perlenband umgeben.
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
zurückblickender Stier - Vorderseite
Aus der Sammlung von
Privatslg. Welz
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Rechteinformation
Robert Dylka
Beschreibung
VS: Stier mit rückwärts gewandten Kopf nach r.. Der Stier steht auf einer geperlten Standlinie. Die Münze ist umrandet mit einem Perlenband. HN III 1742
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
0,43g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
510-475 v. Chr.
Weitere Informationen
Eichelincusum - Rückseite
RS: inkuse darstellung einer Eichel. Die Münze ist von einem Perlenband umgeben.
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
Eichelincusum - Rückseite
Aus der Sammlung von
Privatslg. Welz
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Rechteinformation
Robert Dylka
Beschreibung
RS: Eichelincusum. Münze ist umrandet mit einem Perlenband HN III 1742
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
0,43g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
510-475 v. Chr.
Weitere Informationen
Athenamünze aus Sybaris IV
446 v. Chr. gründen Athen und Flüchtlinge aus Sybaris eine neue Stadt, die viele "Kolonisten" aus der griechischen Welt aufnahm.
Die Münzprägungen dieser Zeit spiegeln das starke Bündnis mit Athen wieder, wird der Stier auf der Vorderseite jetzt durch das Kopfbild der Athena mit attischem Helm ersetzt.
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
Athenabüste Münze
Aus der Sammlung von
Marburg, Archäologisches Seminar der Philipps-Universität
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Rechteinformation
Martina Klein
Beschreibung
Die Münzprägung im Zusammenhang mit der dritten Neugründung der Stadt ca. 446-440 v. Chr. spiegelt den starken Einfluss der athenischen Kolonisten wider. VS: den Kopf der Athene, RS der traditionelle Stier (oder sein Kopf). Diese Typenkombination prägte die spätere Münzprägung von Thourioi. SNG ANS Bd. 2 Nr. 862-868
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1,06g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
453-448 v. Chr.
Weitere Informationen
Athenabüste - Vorderseite
VS: Kopf der Athena mit bekränztem attischen Helm nach r.
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
Athenabüste - Vorderseite
Aus der Sammlung von
Marburg, Archäologisches Seminar der Philipps-Universität
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Rechteinformation
Martina Klein
Beschreibung
VS: Kopf der Athena mit bekränztem attischen Helm nach r. SNG ANS Bd. 2 Nr. 862-868
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1,06g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
453-448 v. Chr.
Weitere Informationen
ΣΥBA - Rückseite
RS: Ein stehender Stier nach r. mit zurückgewandtem Kopf. Der Stier steht auf einer Standlinien, darunter die Legende ΣΥBA [Sybaris].
Informationen über die verwendeten Medien
Sybaris
ΣΥBA - Rückseite
Aus der Sammlung von
Marburg, Archäologisches Seminar der Philipps-Universität
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Rechteinformation
Martina Klein
Beschreibung
RS: ΣΥBA [Sybaris]. Ein stehender Stier nach r. mit den Kopf zurückgewandt. Der Stier steht auf der Standlinien, darunter die Legende. SNG ANS Bd. 2 Nr. 862-868
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1,06g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
453-448 v. Chr.
Weitere Informationen
Thourioi - Allgemeine Informationen
Nach der Gründung der Stadt durch Athen und Sybaris 446 v. Chr. bzw. 444 v. Chr. stand die Stadt direkt im Konflikt mit den benachbarten Städten Terina und Taras.
Der Konflikt konnte erst durch eine Vereinbarung zur gemeinsamen Gründung der Stadt Herakleia um 434 v. Chr. beendet werden.
In den historischen Quellen wurde Thourioi als eine athenische Kolonie bezeichnet, jedoch stammte die Bevölkerung aus vielen Städten des griechischen Festlandes. Dadurch kam es zu Konflikten wer Thourioi wirklich gegründet hatte. 434 v. Chr. wurde das Delphische Orakel befragt und Apollon als Gründer der Stadt Thourioi ernannt.
Athenamünze aus Thuroi
In der 2. Hälfte des 5. Jh. v. Chr. prägte Thourioi viele Silbermünzen im achaischen Standard, die auf der Vorderseite das Kopfbild der Athena mit attischem Helm zeigten und auf der Rückseite einen stoßenden Stier mit einem Fisch im Abschnitt.
Dieses Rückseitenbild findet sich bereits bei den um 446 v. Chr. ausgegebenen Vorgängerprägungen von Sybaris.
Alternativ wird der stoßende Stier auf der Rückseite auch als Anspielung auf den Stadtnamen gedeutet - so bedeutet thouros "ungestüm", "stürmend", "wütend".
Informationen über die verwendeten Medien
Thourioi
Athenamünze
Aus der Sammlung von
Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität, Antikensammlung
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Rechteinformation
Andreas Murgan
Beschreibung
In Thourioi wurden keine Goldmünzen geprägt. Ab der 2. Hälfte des 5. Jh. v. Chr. prägte die Stadt viele Silbermünzen nach dem achaischen Standard (ca. 8,9g). Thourioi war für seine Statere, Drachmen, Triobolen und kleineren Münzen bekannt. Beginn des vierten Jahrhunderts v. Chr. wurden nur noch Distater, Statere und Triobole geprägt. Der Standardtyp für alle Silbermünzen war die Büste der Athene mit der Rückseite einem schreitenden oder stürmenden Stier. Es wurde vermutet, dass der Stier auf der Rückseite ein Wortspiel mit dem Namen der Stadt sein könnte, da das griechische Verb thourian "wie ein Stier stürmen" bedeutet. Es wird vermutet, dass der Stier auf der Rückseite gedeutet werden kann, dass Thourioi als Nachfolger von Sybaris dargestellt. SNG Oxford 1025
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1,43g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
400-360 v. Chr.
Weitere Informationen
Athenabüste - Vorderseite
VS: Kopf der Athena mit attischem Helm nach r.
Auf dem Helm ist eine Skylla mit Dreizack zu erkennen.
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Thourioi
Athenabüste - Vorderseite
Aus der Sammlung von
Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität, Antikensammlung
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Rechteinformation
Andreas Murgan
Beschreibung
VS: Kopf der Athena mit attischem Helm nach r.. Auf dem Helm ist eine Skylla mit Dreizack zu erkennen. SNG Oxford 1025
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1,43g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
400-360 v. Chr.
Weitere Informationen
Stoßender Stier - Rückseite
RS: Stoßender Stier nach r. auf Standlinie.
Im Abschnitt ein Fisch nach r.
Auf besser erhaltenen Münzen ist über dem Stier noch die Legende ΘΟΥΡΙΩΝ [THOURION] zu lesen.
Informationen über die verwendeten Medien
Thourioi
Stoßender Stier - Rückseite
Aus der Sammlung von
Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität, Antikensammlung
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Andreas Murgan
Beschreibung
RS: ΘΟΥΡΙΩΝ [THOURION]. Stoßender Stier nach r. auf der Standlinie. Unter der Standlinie ist ein Fisch nach r.
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
1,43g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
400-360 v. Chr.
Weitere Informationen
07
Kyme, Neapolis und Velia
Kyme - Allgemeine Informationen
Die Stadt Kyme (lateinisch Cumae) wurde ca. 750 v. Chr. von griechischen Kolonisten aus Chalkis und Eretria (beides Städte auf Euböa) gegründet. und war die erste griechische Siedlung auf dem italienischen Festland.
Kyme gründete selbst mehrere Städte (sogenannte Pflanz- oder Tochterstädte) - die sicherlich bekannteste ist das um 500 v. Chr. gegründete Neapolis, das heutige Neapel.
Seine Blütezeit erlebte Kyme von ca. 700 bis 500 v. Chr., wo man besonders durch den Hafen eine wirtschaftliche Vormachtstellung an der kampanischen Küste innehatte.
Um 430-420 v. Chr. wurde Kyme allerdings von den Samniten (einem italischen Volksstamm) erobert und stellte die eigene Münzprägung ein.
Nach dem Ende des ersten Samnitenkrieges 341 v. Chr., einem Krieg zwischen der Römischen Republik und den Samniten, wurde Cumae von den Römern beherrscht und bekam 7 Jahre später den Status eines Municipium.
Münze Kyme - Vorderseite
Löwenskalp, gerahmt von zwei Eberköpfen.
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Kyme
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Kyme
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Münze Kyme - Rückseite
Muschel und Wasserschnecke
KYMAION.
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Neapolis - Allgemeine Informationen
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Neapolis - Allgemeine Informationen
Um 700 v. Chr. wurde unter anderem von Siedlern aus dem nahen Kyme im Zuge der sogenannten „Großen Kolonisation“ eine Siedlung an der süditalienischen Küste auf dem Gebiet des heutigen Neapels gegründet. Sie nannten die Siedlung Parthenope. Um etwa 470 v. Chr. entstand an deren Rand eine zweite Kolonie der Griechen aus Kyme . Kyme selbst war im 8. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern aus Chalkis, der Hauptstadt der griechischen Insel Euböa, gegründet worden. Die neue Stadt wurde Neapolis genannt, griechisch für "neue Stadt". Rasch verlor die ältere Siedlung gegenüber Neapolis an Bedeutung und wurde schließlich der Neugründung eingegliedert.
Für Jahrhunderte zählte Neapolis zu den blühendsten Städten der Magna Graecia und Italiens und verfügte als solche über eine umfangreiche Münzprägung.
Die ersten Silbermünzen wurden bereits Mitte des 5. Jh. v. Chr. hergestellt. Dies geschah zunächst kurzzeitig im Euböischen, dann im Phokaischen Standard, der dann noch Ende des 5. Jh. v. Chr. in den etwas leichteren kampanischen Standard überging. Die typische Didrachme war aus Silber und wog 7,3 g. Auch Untereinheiten wurden ausgeprägt. Die kleinen Silbereinheiten wurden ab Mitte des 4. Jh. v. Chr. zugunsten einer neu eingeführten Prägung in Bronze aufgegeben. Prägungen in Gold sind hingegen aus Neapolis nicht bekannt.
Zwar war Neapolis lange mit den gegen das Vordringen Roms kämpfenden süditalienischen Samniten verbündet. Nach dem Fall an Rom 326 v. Chr. wurde Neapolis von Rom dennoch weitgehende Selbstverwaltung als Polis gewährt. Die selbständige Münzprägung in Neapolis lief bei Silber um 250 v. Chr., bei Bronze um 225 v. Chr. aus, nachdem der Einfluss Roms immer größer wurde. Im Bürgerkrieg zwischen Sulla und Marius (88-82 v. Chr.) stand die Stadt schließlich auf Seiten des unterlegenen Marius und verlor daraufhin seine Eigenständigkeit.
Neapolis Münze 1
Diese Münze trägt typische Bilder für Neapolis. Was es damit auf sich hat? Bitte weiterblättern...
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Neapolis Münze 1
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 586, HGC 1, 454
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
6,17 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Neapolis Münze 1: Revers
So ungewöhnlich uns das Motiv heute erscheinen mag: Der Stier mit bärtigem Menschenkopf war im antiken Griechenland ein selbstverständlicher Teil der sehr vielfältigen Gruppe an Göttern, gottähnlichen und mythischen Wesen. Auch auf Münzen wurde er schon sehr früh (ab 500 v. Chr.) und an mehreren Orten in Sizilien und Süditalien geprägt, vereinzelt auch in Spanien. Teils wurde nur der vordere Teil (Protome) dargestellt, oft aber auch wie hier im süditalienischen Neapolis, der ganze Körper. Die Stadt machte das Motiv zu einem festen Bestandteil seines Bildprogramms auf der Rückseite (Revers) seiner Münzen und blieb ihm besonders lange treu. Der menschengesichtige Stier wird gerne als Verkörperung von Flussgottheiten verstanden. Auch in antiken literarischen Quellen werden die reißenden Wasser und das laute Rauschen eines Flusses mit dem Brüllen und der Wildheit eines Stiers verglichen (vgl. Homer, Ilias, 21. Gesang). Eine ungestüme Gottheit, die mit Überschwemmungen ganze Ernten vernichten kann, aber eben auch für Fruchtbarkeit sorgt, scheint so passend abgebildet. Gleichzeitig waren Flüsse bereits damals wichtige Handelswege und schützten die Gemeinschaft auch als natürliche Grenze vor Angriffen. Der menschengesichtige Stier kann für eine bestimmte lokale Flussgottheit stehen oder auch allgemein auf die Stärke dieser Gottheiten verweisen. Der berühmteste unter ihnen ist Acheloos, der den längsten Fluss des damaligen Griechenlands repräsentiert und der in den Sagen um den Helden Herakles eine Rolle spielt. Auf den Münzen von Neapolis wird seine Macht noch durch die über ihm fliegende Siegesgöttin Nike verstärkt, die einen Ehrenkranz über ihn hält.
Im unteren Bereich der Münze, dem sogenannten Abschnitt, steht in griechischen Lettern NEOΠOΛITΩN. Dies ist der Kasus Genitiv, so dass die Aufschrift (Münze) der Neapolitaner bedeutet. Die auf vielen Münzen des 3. Jahrhunderts zu findenden Beizeichen, wie hier das Monogramm EΠI (EPI), sind als Kontrollmarken zu verstehen, die die Verantwortlichen zur Kennzeichnung bestimmter Münzserien und als Qualitätssiegel aufprägten.
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Neapolis Münze 1
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 586, HGC 1, 454
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
6,17 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Neapolis Münze 1: Avers
Auf dem Avers der Münze sehen wir einen nach links blickenden Frauenkopf. Um wen es sich handelt? In der Literatur wird sie zuweilen schlicht als Frau, manchmal auch als Nymphe angesprochen. Inspiriert worden sein dürfte das Münzbild jedenfalls von verblüffend ähnlichen Darstellungen auf Münzen aus dem sizilischen Syrakus. Und dort wird die Dame in der Regel als die Nymphe Arethusa angesprochen, die – übrigens auf der Flucht vor einem ihr nachstellenden Flussgott – von der Göttin Artemis in Wasser verwandelt wurde, das unterirdisch von Griechenland bis Sizilien floss, wo sie am Rand der Altstadt von Syrakus bis heute als Quelle austritt.
Auch auf dem Avers der Münze findet sich im rechten Feld ein Beizeichen TAP (TAR).
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Neapolis Münze 1
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 586, HGC 1, 454
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
6,17 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Neapolis Münze 2
Frau, Münze, Sirene?
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Neapolis Münze 2
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Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 576; HGC 1, 452
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,3 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 300 v. Chr.
Weitere Informationen
Neapolis Münze 2: Avers
Teilweise wurden – wie hier um 300 v. Chr.– auf den Münzen in Neapolis sogar die Delfine übernommen, die auf den Arethusa-Münzen aus Syrakus nie fehlten. Sollte nun in Neapolis tatsächlich Arethusa abgebidet werden? Möglich ist, dass der Stempelschneider sich lediglich an diesem bekannten Motiv orientierte oder dass man sich aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen ikonographisch an Syrakus annähern wollte.
Bei Neapolis liegt aber auch der Gedanke an eine andere mythische Gestalt nahe. Eng mit Neapolis verbunden ist zwar keine Nymphe, aber eine der Sirenen, die in der Argonautensage und in der Odyssee Homers auftreten (vgl. Homer, Odyssee, 12. Gesang, siehe Tonaufnahme). Der Sage nach stürzen sich die Sirenen in die Fluten, nachdem sich sowohl die Argonauten als auch Odysseus und seine Mannschaft ihren todbringenden Verlockungen entziehen können. Eine von ihnen, Parthenope („Mädchenstimme“), soll dort angespült worden sein, wo die erste Siedlung auf neapolitanischem Stadtgebiet gegründet und nach ihr benannt wurde. Hier wurde sie verehrt und es wurden ihnen Opfer dargebracht. Frühe Abbildungen zeigen Sirenen meist als Vögel mit Menschenköpfen, bald jedoch vor allem als schöne Frauen. Übrigens: Als Vater der Sirene Parthenope gilt der berühmteste aller Flussgötter, Acheloos.
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Neapolis Münze 2
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Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 576; HGC 1, 452
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,3 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 300 v. Chr.
Weitere Informationen
Homer
Odyssee
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Weitere Informationen
Neapolis Münze 2: Revers
Menschengesichtiger Stier, schreitend nach rechts, bekränzt durch über ihm fliegende Nike, [NE]OΠOΛITΩN
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Neapolis Münze 2
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Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 576; HGC 1, 452
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,3 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 300 v. Chr.
Weitere Informationen
Neapolis Münze 3
Wie erwähnt wurde Neapolis als Kolonie von Kyme gegründet, das wiederum zuvor als Kolonie von Chalkis, der Hauptstadt der Insel Euböa, entstanden war. Die Städte Kyme und Chalkis zeigen in ihren Münzprägungen ebenfalls einen weiblichen Kopf, der bei beiden oft als Kopf einer Nymphe angesprochen wird. Dass sowohl Neapolis als auch seine Mutterstadt Münzbilder wählten, die an jene aus Syrakus erinnern, dürfte auch Spiegel einer politischen Verbundenheit mit der sizilianischen Stadt sein: Ein Schiffsverband aus Syrakus war früh im 5. Jahrhundert maßgeblich daran beteiligt, dass sich die griechischen Städte im Kampf um die Kontrolle Kampaniens gegen die Etrusker durchsetzen konnten.
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Neapolis Münze 3
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 571; HGC 1, 451
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,95 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320-300 v. Chr.
Neapolis Münze 3: Avers
Frauenkopf (Parthenope?), Magistratenname DIOPHANOUS unterhalb des Halsansatzes, Beizeichen an Haaransatz (Traube?)
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Neapolis Münze 3
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 571; HGC 1, 451
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,95 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320-300 v. Chr.
Neapolis Münze 3: Revers
Menschengesichtiger Stier, schreitend nach rechts, bekränzt durch über ihm fliegende Nike
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Neapolis Münze 3
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Didrachme Prägestätte Neapolis HN III 571; HGC 1, 451
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,95 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320-300 v. Chr.
Neapolis Münze 4
Neapolis prägte neben Silbermünzen ab der Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. auch Münzen aus Bronze. Auch auf den Bronzemünzen findet sich die Kombination aus einem Kopf auf der Vorderseite (Avers) und einem menschengesichtigen Stier auf der Rückseite (Revers). Bei genauem Hinsehen zeigt sich aber ein wichtiger Unterschied: Hier ist kein Frauenkopf abgebildet, sondern der Kopf des Gottes Apollon, geschmückt mit einem Lorbeerkranz. Seine langen Locken und der Haarschmuck erschweren die Abgrenzung zu weiblichen Darstellungen, doch sind die Gesichtszüge meist etwas weniger feminin und die bei Frauen üblichen Ohrringe und Halsketten finden sich hier nicht. Häufig – wenn auch nicht auf der hier abgebildeten Münze – wird Apollon auch mit seinen typischen Attributen wie der Lyra, einem Musikinstrument aus der Familie der Leiern, oder Pfeil und Bogen gekennzeichnet. Anders als bei den Silbermünzen findet sich das neapolitanische NEOΠOΛITΩN bei den Bronzemünzen auf der Vorderseite. Auch auf diesen Münzen sind häufig Beizeichen aufgeprägt. Die Einführung von Bronzemünzen dürfte eine Reaktion auf einen steigenden Kleingeldbedarf im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung und der Monetarisierung im Mittelmeerraum gewesen sein. Da Süditalien nicht über nennenswerte Silbervorkommen verfügte, wurden daher kleinere Silbernominale durch Bronzemünzen ersetzt (Rutter in Metcalf, 2012, S. 136).
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Neapolis Münze 4
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Bronzeprägung Prägestätte Neapolis HN III 589; HGC 1, 474
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,7 g
Material/Technik
Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Neapolis Münze 4: Avers
Apollon mit Lorbeerkranz, NEOΠOΛITΩN
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Neapolis Münze 4
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Bronzeprägung Prägestätte Neapolis HN III 589; HGC 1, 474
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,7 g
Material/Technik
Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Neapolis Münze 4: Revers
Menschengesichtiger Stier, schreitend nach rechts, bekränzt durch über ihm fliegende Nike, Beizeichen
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Neapolis Münze 4
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Bronzeprägung Prägestätte Neapolis HN III 589; HGC 1, 474
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,7 g
Material/Technik
Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Neapolis Münze 5
Diese Münze ist vom gleichen Typ wie Münze 4 und zeigt deutlich den Lorbeerkranz, ein Attribut des Apollon: In einer Version des Mythos ist die Nymphe Daphne die Tochter des Flußgottes Peneus und der Erde Gaia. Als der liebende Apollon sie verfolgt, wird sie von ihrem Vater in einen Lorbeerbaum verwandelt. Nach der Verwandlung krönt Apollon sich selbst mit einem Kranz aus Lorbeerzweigen. (Zu einer Audiodatei mit dem Mythos in der Version von Ovid bitte weiterblättern.... ) In den Apollonkulten von Delphi spielte der Baum eine bedeutende Rolle. Zur Vorbereitung auf die göttliche Inspiration soll die Prophetin, die Apollons Orakel verkündet, Lorbeerblätter gekaut und einen Lorbeerkranz getragen haben (Der Neue Pauly, Supplemente 1, Band 5, Mythenrezeption: Daphne).
Interessant: Die Bildkombination aus Apollon auf dem Avers und einem Flussgott auf dem Revers ziert auch die ersten römischen Bronzemünzen. Die Bronzeprägung im Namen Roms setzte im späten 4. Jahrhundert v. Chr. ein und nahm ebenfalls in der Münzstätte von Neapolis ihren Ausgang, die neben der in Taras die bedeutendste in ganz Süditalien war. Neapolis war inzwischen von Rom erobert worden, jedoch wurde ihm noch eine weitgehende Selbstverwaltung zugestanden. Auf den römischen Münzen wurde natürlich das neapolitanische NEOΠOΛITΩN (von den Neapolitanern) durch PΩMAIΩN (von den Römern) ersetzt. Die römische Münzprägung startete also deutlich später als die der Griechen – und griff dabei auch die dortige Bildsprache auf. Bald wurde dann die Schrift auf römischen Münzen auf Latein umgestellt (ROMANO) und schließlich auf den Städtenamen ROMA verkürzt (Burnett in Metcalf, 2012, S. 300/306).
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Neapolis Münze 5
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Bronzeprägung Prägestätte Neapolis HN III 589; HGC 1, 474
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
4,17 g
Material/Technik
Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Neapolis Münze 5: Avers
Apollon mit Lorbeerkranz
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Neapolis Münze 5
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Bronzeprägung Prägestätte Neapolis HN III 589; HGC 1, 474
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
4,17 g
Material/Technik
Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
Apollon und der Lorbeer: Mythos von Apollon und Daphne nach Ovid
Ovid (47 v. Chr. - 17 n. Chr.), Metamorphosen 1, 452-567 (gekürzt)
Amor (auch Cupido genannt), kann mit seinen Pfeilen Liebe entfachen. Er greift in seinen Köcher.... Und was geschieht dann?
Quelle: http://www.telemachos.hu-berlin.de/materialien/ovidprojekt/ovid_texte/apoll_und_daphne_dt.htm
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Neapolis: Mythos von Daphne und Apollon
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Bild zu Audio: Neapolis: Mythos von Daphne und Apollon
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Neapolis Münze 5: Revers
Menschengesichtiger Stier, schreitend nach rechts, bekränzt durch über ihm fliegende Nike, Beizeichen
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Neapolis Münze 5
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Bronzeprägung Prägestätte Neapolis HN III 589; HGC 1, 474
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
4,17 g
Material/Technik
Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
275-250 v. Chr.
08
Bruttium und Kampanien
Bruttium - Allgemeine Informationen
Im 5. Jh. v. Chr. kamen die sogenannten Lukaner, eine von Samniten abstammende Gruppe, in den südlichsten Teil Italiens, die heutige Region Basilikata. Von dort aus wanderte, nach einer Rebellion, eine in diesem Gebiet lebende Gruppe um 356 v. Chr. weiter nach Südwesten in das heutige Kalabrien. Diese wurden dann als Brettier bezeichnet. Ein Mythos gibt an, dass eine Frau namens Brettia, eine Königin von Rebellen war. Diese soll der Gruppe ihren Namen gegeben haben.
Die hier betrachteten Münzen stammen aus der Zeit von 214- 203 v. Chr. In dieser Zeit herrschte der Zweite Punische Krieg.
Zu Beginn waren die Brettier noch Verbündete Roms, wechselten jedoch die Seite als die Römer bei der Schlacht bei Cannae in 216 v. Chr. gegen Hannibal verloren. Sie wurden nun zu einem Stützpunkt Karthagos. Nach dem Sieg Roms über Karthago traf die Vergeltung Roms die Brettier am härtesten. Ihr Land wurde beschlagnahmt und durch einen Römischen Praetor verwaltet.
Im Verlauf des ganzen Zweiten Punischen Kriegs prägte die Stadt Gold-, Silber- und Bronzemünzen. Hier zu sehen ist eine Auswahl der Bronzeprägung der Stadt.
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Informationen zu Bruttium
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Tschubby
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https://en.wikipedia.org/wiki/218_BC#/media/File:Roman_conquest_of_Italy.PNG
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Allgemeine Informationen - Ares
Ares ist der Sohn des Zeus und der Hera und Partner der Aphrodite. Laut Homer soll er ein Thraker gewesen sein. Ares ist in der griechischen Mythologie der Gott des Krieges. Auf antiken Münzen wird er häufig mit Bart und einem Helm dargestellt.
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Informationen Ares
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Münztyp Ares und Athena
Auf der Vorderseite ist der Kopf des Ares abbgebildet. Sein Helm ist mit einem Greif verziert. Auf der Rückseite ist Athena abgebildet, die in Schrittstellung nach vorne stürmt. In beiden Händen hält sie ein Schild und an ihre Schulter ist ein Speer angelehnt Die Funktion der vorschreitenden Athena ist als Promachos, also „Vorkämpferin“ zu deuten. Die links neben der Göttin befindliche Legende BRETTION ist nur noch schwer zu erkennen, lässt aber die Verbindung zur Prägestätte der Brettier zu.
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Brettier, Münztyp Ares mit Athena
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
VS: Kopf des Ares mit Helm n. l.; darunter Blitzbündel RS: Athena schreitend mit Schild und Umschrift BRET[TION] Zitat: HGC 1, 1362
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
14,74g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 211-208 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Ares mit Athena
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Beschreibung
VS: Kopf des Ares mit Helm n. l.; darunter Blitzbündel RS: Athena schreitend mit Schild und Umschrift BRET[TION] Zitat: HGC 1, 1362
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Abmessung/Umfang
14,74g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 211-208 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Ares mit Athena
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Beschreibung
VS: Kopf des Ares mit Helm n. l.; darunter Blitzbündel RS: Athena schreitend mit Schild und Umschrift BRET[TION] Zitat: HGC 1, 1362
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
14,74g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 211-208 v. Chr.
Münztyp Ares und Nike
Auf der Vorderseite ist ein Areskopf zu sehen, der nach links gerichtet ist. Erkennbar ist er am Bart und seinem typischen Helm. Ares wird häufig mit militärischen Siegen in Verbindung gebracht. Die Darstellung einer ein Tropaion schmückenden Nike unterstreicht diese Deutung.
Es ist daher möglich die Botschaft der Münze so zu deuten, dass ein militärischer Sieg gefeiert werden soll. Jedoch ist es schwer zu beurteilen welcher Sieg, da das Prägen von Münzen nicht uneingeschränkt einem einzelnen Ereignis zugeordnet werden könne. In einer Zeit voller militärischer und politischer Konflikte, sind Münzen aufgrund ihrer Herstellungstechnik und der langen Umlaufzeiten nicht als Kommuniationsmittel für spontane und raachwechselnde Botschaften geeignet.
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Brettier, Münztyp Ares, Nike
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Beschreibung
VS: Ares n. l. RS: Nike stehend, krönt Trophäe mit Umschrift BRET[TION]; zwischen Nike und Trophäe ist ein Füllhorn zu sehen. Zitat: HGC 1, 1361
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
Größe und Gewicht
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214-211 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Ares, Nike
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Beschreibung
VS: Ares n. l. RS: Nike stehend, krönt Trophäe mit Umschrift BRET[TION]; zwischen Nike und Trophäe ist ein Füllhorn zu sehen. Zitat: HGC 1, 1361
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
Größe und Gewicht
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214-211 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Ares, Nike
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VS: Ares n. l. RS: Nike stehend, krönt Trophäe mit Umschrift BRET[TION]; zwischen Nike und Trophäe ist ein Füllhorn zu sehen. Zitat: HGC 1, 1361
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
Größe und Gewicht
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214-211 v. Chr.
Allgemeine Informationen - Zeus
Zeus steht als Vater vieler Götter an der Spitze des Olymps. Er ist der Sohn der Titanen Kronos und Rhea und ist mit seiner Schwester Hera verheiratet. Zeus hatte viele Götterkinder. Darunter Apollon und Artemis. Er wird auf antiken Münzen häufig in Verbindung mit einem Blitzbündel oder auch einem Adler dargestellt. Sein Kopf ist meist mit einem Lorbeerkranz geschmückt.
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Informationen Zeus
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Münztyp Zeus und Adler
Diese Ikonographie dieser Münze ist dem Gott Zeus gewidmet. So ist sein Kopfbild auf der Vorderseite, ein auf einem Blitzbündel stehender Adler auf der Rückseite zu sehen. Die Umschrift BRETTION ist noch leicht zu erkennen.
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Brettier, Münztyp Zeus
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Beschreibung
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
8,92g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214-211 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Zeus
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Beschreibung
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Abmessung/Umfang
8,92g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214-211 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Zeus
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Beschreibung
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
8,92g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214-211 v. Chr.
Münztyp Zeus und Krieger
Auf der Vorderseite ist der Kopf des Göttervaters Zeus zu sehen, der nach rechts gerichtet ist. Erkennbar ist Zeus an seinem Bart und am Lorbeerkranz auf seinem Kopf. Auf der Rückseite ist ein voranschreitender Krieger mit Schwert und Schild zu erkennen. Hinter seinem Rücken sind Teile einer Umschrift zu erkennen.
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Brettier, Münztyp Zeus, Krieger
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Beschreibung
VS: Zeuskopf, mit Lorbeerkranz RS: Krieger voranschreitend mit Speer und Schild Zitat: HGC 1, 1367
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,43g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214 -211 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Zeus, Krieger
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Beschreibung
VS: Zeuskopf, mit Lorbeerkranz RS: Krieger voranschreitend mit Speer und Schild Zitat: HGC 1, 1367
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,43g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214 -211 v. Chr.
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Brettier, Münztyp Zeus, Krieger
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Beschreibung
VS: Zeuskopf, mit Lorbeerkranz RS: Krieger voranschreitend mit Speer und Schild Zitat: HGC 1, 1367
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
7,43g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 214 -211 v. Chr.
Cales - Allgemeine Informationen
Nach der römischen Mythologie wurde Cales von Kalais, dem Sohn des Nordwindes Boreas gegründet. Seine Mutter, die Nymphe Oreithyia, war einst von Boreas entführt worden mit dem sie zwei Söhne, Kalais und Zetes, sowie zwei Töchter Kleopatra und Chione hatte. Boreas gilt als Schutzgott der Griechen, der mit seinen sturmartigen Winden die Feinde vertreibt.
Cales Vorderseite und Rückseite
Die Münze datiert auf die Zeit zwischen 265 und 240 v. Chr., nachdem die Römer die Stadt Cales erobert hatten.
Auf der Vorderseite der Münze ist die Schutzgöttin Athena (griechisch)/Minerva (römisch) im Profil abgebildet. Sie trägt einen korinthischen Helmmit hochgezogenem Visier und mächtigem Helmbusch.
Auf der Rückseite ist ein Hahn abgebildet. Im linken Oberbereich zeigt sich ein Stern oder eine aufgehende Sonne. An der rechten Außenseite befindet sich diagonal die Legende mit den lateinischen Buchstaben 'Caleno', als Hinweis auf die Stadt.
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Italien Cales
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs.: Kopf von Athena/Minerva mit korinthischem Helm nach li. Rs.: Stehender Hahn nach re. Im li. oberen Bereich Stern, re. diagonal Legende 'Caleno' Cales HGC 1,375
Angaben zum Objekt
Typ
Didrachme
Abmessung/Umfang
7,48 g
Material/Technik
AE Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
265-240
Cales Vorderseite
Die Prägung der korinthischen Helmform fand auf Sizilien und in Süditalien vor allem zwischen 350 und 250 v. Chr. Verbreitung. Ein Grund hierfür könnten die politischen Verbindungen von Syrakus mit Süditalien und Korinth im Kampf gegen Karthago und Rom sein.
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Italien Cales
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs.: Kopf von Athena/Minerva mit korinthischem Helm nach li. Rs.: Stehender Hahn nach re. Im li. oberen Bereich Stern, re. diagonal Legende 'Caleno' Cales HGC 1,375
Angaben zum Objekt
Typ
Didrachme
Abmessung/Umfang
7,48 g
Material/Technik
AE Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
265-240
Cales Rückseite
Auf der Rückseite ist ein Hahn abgebildet.
Cales gehört u. a. mit den Städten Caiatia, Suessa Aurunca, Cales, Aquincum, Teanum Sidicinum, Telesia zu einer Prägegruppe, die durch Stempelkopplungen sowie gleiche Produktionseigenschaften und Kontrollmarken verbunden sind. Daher findet sich hier auch häufig das gleiche Rückseitenbild, z. B. das eines Hahns.
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Italien Cales
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Foto: Ph. Schug
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Vs.: Kopf von Athena/Minerva mit korinthischem Helm nach li. Rs.: Stehender Hahn nach re. Im li. oberen Bereich Stern, re. diagonal Legende 'Caleno' Cales HGC 1,375
Angaben zum Objekt
Typ
Didrachme
Abmessung/Umfang
7,48 g
Material/Technik
AE Bronze
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
265-240
Phistelia - Allgemeine Informationen
Über die Stadt Phistelia in Kampanien, ihre Verortung sowie ihre oskischen Siedler ist nur wenig bekannt. Geprägt wurden vor allem kleine Bronze-, aber auch Silberobole. Die Legende 'fistluis' weist auf den Namen der Stadt hin.
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Italien Phistelia
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs. männlicher Kopf in 3/4 Ansicht mit Kopfbedeckung (Haare, Helm, Kranz?) Rs. Muschel mit Gerstenkorn und Delphin, Legende 'Fitluis' HGC 1, 502
Angaben zum Objekt
Typ
Obole
Thema
Phistelia, Kampanien
Abmessung/Umfang
0,63 g
Material/Technik
AE Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
325-275
Phistelia Vorderseite
Der abgebildete männliche Kopf in leicht gedrehter Frontalansicht auf der Vorderseite trägt eine auffällige Kopfbedeckung, die einen Helm aus Metallschuppen, einen Kranz oder auch eine besondere Haarfrisur darstellen kann.
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Italien Phistelia
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Beschreibung
Vs. männlicher Kopf in 3/4 Ansicht mit Kopfbedeckung (Haare, Helm, Kranz?) Rs. Muschel mit Gerstenkorn und Delphin, Legende 'Fitluis' HGC 1, 502
Angaben zum Objekt
Typ
Obole
Thema
Phistelia, Kampanien
Abmessung/Umfang
0,63 g
Material/Technik
AE Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
325-275
Phistelia Rückseite
Auf der Rückseite weisen Symbole, wie ein Gerstenkorn, eine Muschel und ein Delfin auf einen möglichen Naturraum hin.
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Italien Phistelia
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs. männlicher Kopf in 3/4 Ansicht mit Kopfbedeckung (Haare, Helm, Kranz?) Rs. Muschel mit Gerstenkorn und Delphin, Legende 'Fitluis' HGC 1, 502
Angaben zum Objekt
Typ
Obole
Thema
Phistelia, Kampanien
Abmessung/Umfang
0,63 g
Material/Technik
AE Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
325-275
09
Punische Münzen
Punische Münzen - Ein kleiner Überblick
Die punischen Münzen zeigen sich mit verschiedenen Motiven, die jedoch in vielen Fällen aus der Kombination von Pferdedarstellungen und einem Frauenkopfes bestehen. Eine der bekanntesten punischen Städte war Karthago in Nordafrika, an der Küste Tunesiens.
Die Stadt galt als erbitterter Feind Roms, welches es drei Kriegen (264-146 v. Chr.) zu besiegen suchte, letztlich jedoch besiegt und die Stadt geschliffen wurde.
Besonderheiten zeigen sich beispielsweise in der Münzprägung der Sikulopunier, die bei Bronzemünzen eher Münzen der Mutterstadt Kathargo nachprägten, und bei edlen Metall, wie Silber, Motive griechische oder indigene Städte kopierten.
Karthago 1
Das Motiv aus Pferd und/oder Palme ist häufig vertreten. Interessanterweise ist die griechische Bezeichnung für Palme φοίνικας, was eventuell einen Teil der Ikonographie klären kann.
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Karthago 1
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Geschmückter Kopf der Tanit n. R. Rs: Pferd n. r. Dahinter Palme. Unter Pferd punisches Ṭ und Š in Ligatur Dreishekelstück Karthago Vmtl. SNG Copenhagen 343 Viola 164b
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
18,82 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 221-202 v. Chr.
Karthago 1 Vorderseite
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Karthago 1
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Rechteinformation
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Beschreibung
Vs: Geschmückter Kopf der Tanit n. R. Rs: Pferd n. r. Dahinter Palme. Unter Pferd punisches Ṭ und Š in Ligatur Dreishekelstück Karthago Vmtl. SNG Copenhagen 343 Viola 164b
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
18,82 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 221-202 v. Chr.
Karthago 1 Rückseite
Pferd n. r. dahinter Palme
unter Pferd punisches Ṭ und Š in Ligatur
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Karthago 1
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Geschmückter Kopf der Tanit n. R. Rs: Pferd n. r. Dahinter Palme. Unter Pferd punisches Ṭ und Š in Ligatur Dreishekelstück Karthago Vmtl. SNG Copenhagen 343 Viola 164b
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
18,82 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 221-202 v. Chr.
Karthago 2
Die punischen Münzen bestanden sowohl aus Gold und Silber aber auch aus Kupferlegierungen.
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Karthago 2
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Kopf v. Tanith/Persephone n. l. m. Ährenkranz Rs: Pferd n. r. m. umgewendeten Kopf Shekel Karthago Vmtl. Viola 166
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
6,53 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 300-260 v. Chr.
Karthago 2 Vorderseite
Kopf der Tanith oder Persephone nach l. mit Ährenkranz geschmückt.
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Karthago 2
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Kopf v. Tanith/Persephone n. l. m. Ährenkranz Rs: Pferd n. r. m. umgewendeten Kopf Shekel Karthago Vmtl. Viola 166
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
6,53 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 300-260 v. Chr.
Karthago 2 Rückseite
Pferd nach rechts stehend mit umgewendeten Kopf.
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Karthago 2
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Kopf v. Tanith/Persephone n. l. m. Ährenkranz Rs: Pferd n. r. m. umgewendeten Kopf Shekel Karthago Vmtl. Viola 166
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
6,53 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 300-260 v. Chr.
Karthago 3
Eine genaue Datierung mancher Münzen ist teilweise durch die begrenzte Motivauswahl und fehlenden Legenden schwer. Diese Münze wird daher nur grob in das frühe 3. Jh. v. Chr. datiert.
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Karthago 3
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Dattelpalme Rs: Pferd n. r. zurückblickend Unbekannte Währungseinheit Vmtl. Sizilien Viola 94
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
3,63 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
frühes 3. Jhd.
Karthago 3 Vorderseite
Dattelpalme
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Karthago 3
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Dattelpalme Rs: Pferd n. r. zurückblickend Unbekannte Währungseinheit Vmtl. Sizilien Viola 94
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
3,63 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
frühes 3. Jhd.
Karthago 3 Rückseite
Pferd nach rechts stehend und zurückblickend.
Informationen über die verwendeten Medien
Karthago 3
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Dattelpalme Rs: Pferd n. r. zurückblickend Unbekannte Währungseinheit Vmtl. Sizilien Viola 94
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
3,63 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
frühes 3. Jhd.
Karthago 4
Auch andere punische Gründungen prägten Münzen, verwendeten jedoch teilweise die gleichen Motive, weswegen sich manche Münztypen stark ähneln.
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Karthago 4
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Beschreibung
Vs: Kopf der Kore nach l. Rs: Pferd n. r. stehend, dahinter Palme Unbekannte Währungseinheit Karthago Vmtl. Viola 194
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
2,67 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 310-280 v. Chr.
Weitere Informationen
Karthago 4 Vorderseite
Kopf der Kore nach links gewendet.
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Karthago 4
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Beschreibung
Vs: Kopf der Kore nach l. Rs: Pferd n. r. stehend, dahinter Palme Unbekannte Währungseinheit Karthago Vmtl. Viola 194
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
2,67 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 310-280 v. Chr.
Weitere Informationen
Karthago 4 Rückseite
Pferd nach rechts stehend mit Palme im Hintergrund.
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Karthago 4
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Beschreibung
Vs: Kopf der Kore nach l. Rs: Pferd n. r. stehend, dahinter Palme Unbekannte Währungseinheit Karthago Vmtl. Viola 194
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
2,67 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 310-280 v. Chr.
Weitere Informationen
Karthago 5
Ähnliche Münzmotive zeigen sich in den karthagischen Prägungen
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Karthago 5
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Dattelpalme Rs: Pferdeprotome n. r. Unbekannte Währungseinheit Karthago SNG Copenhagen (Africa) 102-105 Vmtl. Viola 255
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
3,99 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 350-320 v. Chr.
Karthago 5 Vorderseite
Dattelpalme
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Karthago 5
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Dattelpalme Rs: Pferdeprotome n. r. Unbekannte Währungseinheit Karthago SNG Copenhagen (Africa) 102-105 Vmtl. Viola 255
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
3,99 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 350-320 v. Chr.
Karthago 5 Rückseite
Pferdekopf nach rechts.
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Karthago 5
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Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: Dattelpalme Rs: Pferdeprotome n. r. Unbekannte Währungseinheit Karthago SNG Copenhagen (Africa) 102-105 Vmtl. Viola 255
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
3,99 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
Ca. 350-320 v. Chr.
Punier auf Sardinien
Auch auf Sardinien gab es punische Kolonien, die durch Münzen greifbar sind.
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Punier auf Sardinien
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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Frankfurt am Main, Goethe-Universität, Institut für Archäologische Wissenschaften I, ID876. Aufnahme durch Watson, George.
Beschreibung
Vs: Kopf d. Kore m. Ährenkranz n. l. Rs: Pferdekopf n. r. Unbekannte Währungseinheit Sardinien Vmtl. Viola 251-252
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,52 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
300-260 v. Chr.
Weitere Informationen
Punier auf Sardinien Vorderseite
Kopf der Kore, mit Ährenkranz, nach links gewendet.
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Punier auf Sardinien
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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Frankfurt am Main, Goethe-Universität, Institut für Archäologische Wissenschaften I, ID876. Aufnahme durch Watson, George.
Beschreibung
Vs: Kopf d. Kore m. Ährenkranz n. l. Rs: Pferdekopf n. r. Unbekannte Währungseinheit Sardinien Vmtl. Viola 251-252
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,52 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
300-260 v. Chr.
Weitere Informationen
Punier auf Sardinien Rückseite
Pferdekopf, nach rechts gewendet.
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Punier auf Sardinien
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Bilddateien sind Public Domain Mark 1.0. Frankfurt am Main, Goethe-Universität, Institut für Archäologische Wissenschaften I, ID876. Aufnahme durch Watson, George.
Beschreibung
Vs: Kopf d. Kore m. Ährenkranz n. l. Rs: Pferdekopf n. r. Unbekannte Währungseinheit Sardinien Vmtl. Viola 251-252
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
5,52 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
300-260 v. Chr.
Weitere Informationen
Sikulopunier - Entella
Als Sikulopunier bezeichnet man Punier, die auf Sizilien lebten. Manche Münztypen lassen sich mit kriegerischen Auseinandersetzungen in Verbindung bringen.
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Entella
Aus der Sammlung von
Wie darf ich das Objekt nutzen
Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: geschmückter Frauenkopf, umrundet von Delphinen Rs: Pferdeprotome n.l. m. Palme Tetradrachme Entella (Sizilien) HGC 2, 284 Jenkins 3 (1977) 142-175, 181-206
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
10,59 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320/15-300 v. Chr.
Sikulopunier - Entella Vorderseite
Geschmückter Frauenkopf, umrundet von Delphinen
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Entella
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: geschmückter Frauenkopf, umrundet von Delphinen Rs: Pferdeprotome n.l. m. Palme Tetradrachme Entella (Sizilien) HGC 2, 284 Jenkins 3 (1977) 142-175, 181-206
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
10,59 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320/15-300 v. Chr.
Sikulopunier - Entella Rückseite
Pferdekopf nach links mit Palme
Legende: MMHNT („die Leute aus dem Lager“)
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Entella
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Foto: Ph. Schug
Beschreibung
Vs: geschmückter Frauenkopf, umrundet von Delphinen Rs: Pferdeprotome n.l. m. Palme Tetradrachme Entella (Sizilien) HGC 2, 284 Jenkins 3 (1977) 142-175, 181-206
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
10,59 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320/15-300 v. Chr.
Sikulopunier - Panormos
Die Kunstfertigkeit der Stempelschneider offenbaren eine Detailgenauigkeit, die nur Bewunderung übrig lässt.
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Panormos
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Aufnahme durch Dirk Sonnenwald
Beschreibung
Vs: In Dreiviertelansicht Quadriga n. l. Nike n. r. bekränzt fliegend den Wagenlenker Rs: Weibl. Kopf n. l. m. Perlhalsband, Ohrschmuck u. Schilfblattkranz. Drei Delphine um Kopf verteilt. Legende: punisches SYS Tetradrachme Panormos (Sizilien) Jenkins 1 (1971) Pl. 13, Nr. 63 Viola 326 Var.
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
17,05 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320-300 v. Chr.
Ort
Panormos (Sizilien)
Sikulopunier - Panormos Vorderseite
Weiblicher Kopf nach links. Perlhalsband, Ohrschmuck und Schilfblattkranz tragend. Drei Delphine umrunden den Kopf.
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Panormos
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Rechteinformation
Aufnahme durch Dirk Sonnenwald
Beschreibung
Vs: In Dreiviertelansicht Quadriga n. l. Nike n. r. bekränzt fliegend den Wagenlenker Rs: Weibl. Kopf n. l. m. Perlhalsband, Ohrschmuck u. Schilfblattkranz. Drei Delphine um Kopf verteilt. Legende: punisches SYS Tetradrachme Panormos (Sizilien) Jenkins 1 (1971) Pl. 13, Nr. 63 Viola 326 Var.
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
17,05 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320-300 v. Chr.
Ort
Panormos (Sizilien)
Sikulopunier - Panormos Rückseite
Quadriga in Dreiviertelansicht nach links. Fliegend Nike bekränzt den Wagenlenker.
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Panormos
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Aufnahme durch Dirk Sonnenwald
Beschreibung
Vs: In Dreiviertelansicht Quadriga n. l. Nike n. r. bekränzt fliegend den Wagenlenker Rs: Weibl. Kopf n. l. m. Perlhalsband, Ohrschmuck u. Schilfblattkranz. Drei Delphine um Kopf verteilt. Legende: punisches SYS Tetradrachme Panormos (Sizilien) Jenkins 1 (1971) Pl. 13, Nr. 63 Viola 326 Var.
Angaben zum Objekt
Abmessung/Umfang
17,05 g
Material/Technik
Silber
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
ca. 320-300 v. Chr.
Ort
Panormos (Sizilien)
Sikulopunier - Solous
Der Erhaltungszustand mancher Münzen ist schlecht. Dies zeigt sich beispielsweise bei viel im Umlauf gewesenen Kleingeld, oder bei materialbedingten Veränderungen wie Korrosion.
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Solous
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Rechteinformation
Aufnahme durch Watson, George
Beschreibung
Vs: Kopf v. Mann (?) n. l Rs: Pferdevorderteil n. r., darunter ein Delphin Unbekannte Währungseinheit Viola 233
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
2,09 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
406-397 v. Chr.
Ort
Solous (Sizilien)
Weitere Informationen
Sikulopunier - Solous Vorderseite
Bekränzter männlicher Kopf nach links.
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Solous
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Aufnahme durch Watson, George
Beschreibung
Vs: Kopf v. Mann (?) n. l Rs: Pferdevorderteil n. r., darunter ein Delphin Unbekannte Währungseinheit Viola 233
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
2,09 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
406-397 v. Chr.
Ort
Solous (Sizilien)
Weitere Informationen
Sikulopunier - Solous Rückseite
Von den besser erhaltenen Münzen weiß man, dass hier eine gallopierende Pferdeprotome nach rechts zu sehen ist. Darunter Delphin.
Informationen über die verwendeten Medien
Sikulopunier - Solous
Aus der Sammlung von
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Rechteinformation
Aufnahme durch Watson, George
Beschreibung
Vs: Kopf v. Mann (?) n. l Rs: Pferdevorderteil n. r., darunter ein Delphin Unbekannte Währungseinheit Viola 233
Angaben zum Objekt
Typ
Münze
Abmessung/Umfang
2,09 g
Material/Technik
AE
Beteiligte, Orts- und Zeitangaben
Zeit
406-397 v. Chr.
Ort
Solous (Sizilien)
Weitere Informationen
Literatur in Auswahl
U. a. wurde die folgende Literatur für die Erstellung der Texte zu Stadt und Region sowie als Bestimmungswerke von den Studierenden genutzt:
- 2001A. Meadows (Hrsg.), Money and its uses in the ancient Greek world (Oxford u.a. 2001)
- W. E. Metcalf (Hrsg.), The Oxford handbook of Greek and Roman coinage (Oxford 2016)
- H. Cancik – H. Schneider, Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike (Darmstadt 2015)
als Online- oder Printversion - HN III
N. K. Rutter (Hrsg.), Historia numorum. Italy - HGC
D. Hoover – D. Hendin, The handbook of Greek coinage series - BMC
R. S. Poole (Hrsg.), A catalogue of the Greek coins in the British Museum - SNG
Sylloge Nummorum Graecorum
Eine virtuelle Ausstellung von
Die Ausstellung wurde erarbeitet und umgesetzt von Studierenden des Instituts für Archäologische Wissenschaften als Teil einer Übung der Archäologie von Münze, Geld und Wirtschaft in der Antike unter der Leitung von Dr. Ulrike Wolf.
Ein großer Teil des Arbeitsmaterials wurde uns freundlicherweise vom Stadtmuseum Wiesbaden, Sammlung Nassauischer Altertümer zur Verfügung gestellt. Unser Dank geht an den Kurator Dr. Daniel Burger-Völlmecke.
Die Einrichtung der Sammlung Nassauischer Altertümer (SNA) geht auf die Initiative des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung zurück und wurde von Beginn an auch zu Lehr- und Forschungszwecken angelegt. Der bereits 1812 gegründete Verein gehört zu den ältesten noch aktiven Geschichtsvereinen Deutschlands. Vom Herzogtum Nassau, das sich zwischen Main, Rhein und Westerwald erstreckte, erhielt der Verein das alleinige Recht, archäologische Ausgrabungen durchzuführen. Das daraus stammende Fundmaterial erhielt Eingang in die Sammlung. Später öffnete sich der Verein auch gegenüber jüngeren Zeitepochen, so dass gesammelt wurde, was als historisch Bedeutsam erschien. Über Schenkungen und Ankäufe wuchs der Bestand auf rund 400.000 Objekte, die einen Zeitraum von der Altsteinzeit bis ins 19. Jahrhundert abdecken und von Archaeologica, über Kunsthandwerk und regionale Trachten bis hin zu Nassauer Militaria unterschiedliche Themenschwerpunkte repräsentieren. Die SNA zählt damit zu eine der wichtigsten kulturhistorischen Sammlungen, die aus dem Bürgertum heraus entstanden sind. Zum Bestand der SNA gehört auch eine umfangreiche Münz- und Medaillensammlung von rund 30.000 Objekten, von denen etwa die Hälfte griechisch-römische Prägungen darstellen.
Team
Lorenz Becker, Anna Cabrera, Uli Fischer, Michaela Helbing-Kuhl, Stefanie Hochrieser, Sebastian Kirchner, Maxim Kulesa, Christina Lampert, Timo Müller, Laurin Philippi
Impressum
Institut für Archäologische Wissenschaften
Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike
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FIZ Karlsruhe - Leibniz Institut für Informationsinfrastruktur GmbH
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Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt die virtuelle Ausstellung auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/virtuelle-ausstellungen.
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