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Das gelobte Land der Moderne

Deutsche Reisefotografien zwischen Aleppo und Alexandria

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald


Gustaf Dalman: El-Ḥosn, Lehrer, 1899/1900

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
Im Dörfchen El-Hosn fertigt Dalman verschiedene Personenporträts. Wiederholt taucht eine Lehrerfamilie auf, mal gemeinsam, mal mit ihren weiblichen, mal mit ihren männlichen Mitgliedern.
El-Hosn-bild-dalman-institut.jpg

Einleitung

Gustaf Dalman hält nicht viel von Knipsern. Wenn der deutsche Palästinakundler ab 1899 zwischen Aleppo und Alexandria unterwegs ist, lässt er sich Zeit. Er beobachtet, greift zum Notizbuch und zur Kamera: sachlich, stilvoll, immer auf Augenhöhe mit seinem Gegenüber, sei es nun ein Mensch oder ein Klappspaten. Bis zu seinem Tod im Jahr 1941 sammelt Dalman in Greifswald rund 20.000 eigene und fremde Fotografien einer Kulturlandschaft auf dem Sprung zur Moderne.

Dieser europaweit einmalige Bestand wird mit dem Projekt "Das gelobte Land der Moderne" von der Theologin und Kunsthistorikerin Karin Berkemann erstmals umfassend bildwissenschaftlich ausgewertet – und verglichen mit den Aufnahmen deutscher Reisender ab 1948, nach der Gründung des Staates Israel. Manche suchen hier mit der Kamera das Altertümliche, andere die Zeichen einer neuen Zeit. Quer durch die Jahrzehnte fügen sich die Fotografien heute zur vielschichtigen Topografie einer Region, die drei Weltreligionen und ungezählten Kulturgläubigen als heilig gilt.



01

Anlanden



"Flying Kosher", Prospekt der israelischen Fluglinie El-Al, 1960er Jahre

Aus der Sammlung von

Historisches Archiv zum Tourismus, Berlin

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Kurzbeschreibung
Ende der 1960er Jahre präsentiert sich die israelische Fluglinie El-Al einer westeuropäischen und US-amerikanischen Zielgruppe. Mit modernen grafischen Prospekten und Plakaten wirbt sie um zahlungskräftige Touristen.
flying.gif


Durch den Magen

Mitte des 20. Jahrhunderts nähert man sich der Kulturlandschaft Palästina meist noch mit dem Dampfschiff. Auf Zwischenstation in Athen, Venedig, oder Zypern tauchen die Reisenden schon in die antike mediterrane Welt ein. In den 1960er Jahren treten dann die Airlines mit ihren futuristischen Flughäfen gezielt in die mondäne Tradition der Schifffahrt ein. Im El-Al-Flugzeug wird die fremde Kultur oft zum ersten Mal in Essen und Schrift greifbar: z. B. im Prospekt "Flying Kosher", den eine Israel-Reisende 1969 später in ihr Fotoalbum klebt.


Willi Zörhoch: Abflug aus Israel, 1981

Aus der Sammlung von

privat / WDR Digit

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Kurzbeschreibung
Mit der Kamera hält der Verlagslektor Willi Zörhoch 1981 den Moment kurz vor dem Heimflug fest, als seine Frau mit dem Koffer auf der Gangway stoppt und in die Kamera lächelt. Vor ihr stehen weitere Passagiere in der Schlange.
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ROUTINE: In den 1980er Jahren gehört das Fliegen zum Alltag des Massentourismus


Rückflug von Greifswalder Theologiestudierenden über Bukarest, 18./19. Oktober 1992

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
1992 brechen Greifswalder Theologiestudierende zum ersten Mal seit dem Ende der DDR offiziell nach Israel auf. Neben Momentaufnahmen von übermüdeten Kommilitonen im Flughafen-Wartebereich ist die Fotografin fasziniert vom Blick aus dem Kabinenfenster.
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ÜBER DEN WOLKEN: Eine Aufnahme aus der Flugzeugkabine findet sich ab den 1960er Jahren in (fast) jedem Diakasten


Bernhard Schuler: Freiburg im Breisgau, Abfahrt am Hauptbahnhof, 25. August 1976

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Es ist die Aufbruchstimmung vor der großen Fahrt, die auf diesem Foto am Freiburger Hauptbahnhof spürbar wird. Während die übrige Gruppe direkt von Deutschland aus nach Israel fliegt, haben sich einige studentische Teilnehmer 1976 für den Land- und Seeweg entschieden.
freiburg-hbf-bild-schuler.jpg

Langsam machen

In den 1970er und 1980er Jahren entscheiden sich einige Gruppen bewusst gegen den Massentourismus. Mit Zug und Schiff will man sich, vielleicht einer Pilgerreise vergleichbar, dem fernen Ziel langsam annähern. Wieder andere bringen mit dem eigenen VW-Käfer oder Bus auch ein Stückchen Heimat in die Kulturlandschaft Palästina.


02

Alte Welt – neue Welt



Martina Strehlen: West-Theben, Ramesseum, Februar 1986

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Amateurfotografen sind geprägt von Vorbildern aus Prospekten und Reiseführern. Doch vor Ort finden sie immer wieder zu eigenen unerwarteten Motiven.
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Drei Paar Füße

Die Kulturlandschaft Palästina – die Region zwischen Aleppo und Alexandria – gilt drei Weltreligionen und ungezählten Kulturgläubigen als heilig. Ob Pilger, Bildungsreisende oder Badegast, alle bringen Bilder mit nach Hause. Manche fotografieren die historischen Stätten, anderen suchen die Zeichen einer neuen Zeit. Im Ramesseum von West-Theben fotografiert die Judaistin Martina Strehlen 1986 ihre Füße – zwischen zwei antiken Fußpaaren. Aus einem ungewohnten Blickwinkel stellt sie ein Stück Nähe her, verortet sich für einen Moment im Alten Ägypten.


Gil Hüttenmeister: Jerusalem, National- und Universitätsbibliothek, 1960

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Als der Judaist Gil Hüttenmeister 1960 Jerusalem besucht, wird die Israelische National- und Universitätsbibliothek gerade fertiggestellt. Noch ist die Fläche nicht vollständig begrünt, noch sind die Hügel nur spärlich mit Neubauten bedeckt.
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EIN NEUES LAND: Um 1960 setzt der junge Staat Israel auf zeichenhafte Betonbauten


Eberhard Nestle: Gerasa, sog. Artemistempel, 14. April 1909

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
1909 streift der süddeutsche Theologe Eberhard Nestle mit der Kamera durch die Ruinen von Gerasa. Er lenkt den Blick durch einen kleinen Säulenwald über das Trümmerfeld und eine anschließende Ortschaft hinweg bis zu den dahinterliegenden Hügeln.
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DIE ANTIKE WELT: 1909 gehören die Tempelruinen von Gerasa zum touristischen Pflichtprogramm


Gil Hüttenmeister: Gizeh, Cheops-Pyramide, Juli 1987

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Im Juli 1987 parkt der Judaist Gil Hüttenmeister sein mobiles Zuhause vor der Cheops-Pyramide von Gizeh. Der Bulli bringt die Familie mehrfach zuverlässig von Tübingen über den Landweg und via Fähre bis in die Kulturlandschaft Palästina (und zurück): Wohn- und Schlafraum für bis zu fünf Personen (bei Bedarf plus Hund).
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Kamel vs. Bulli

Das Gruppenfoto vor den Pyramiden von Gizeh gehört zu den Foto-Klassikern. Doch wo sich sonst Touristen auf Kamelen ablichten lassen, stehen im Juli 1987 zwei Ägypter bei ihrem sandfarbenen Pickup. Weiter vorn beraten sich mehrere Reisende an einem leuchtorangenen VW-Bus. Vor der Pyramide macht er sich etwas fremd aus, so zumindest könnte es das Kamel sehen, das von links skeptisch auf den Eindringling blickt.


03

Die Profis kommen



Ras el-Mekabber, Gustaf Dalman, 12. April 1925

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
Auf seiner letzten Reise durch die Kulturlandschaft Palästina ließ sich Gustaf Dalman auf dem Ras el-Mekabber bei Jerusalem noch einmal fotografieren: mit Schirm, Feldstecher, Notizbuch und dem Ausblick auf das große Ganze.
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Negativ – Positiv

Mit dem Tourismus kommt auch die Fotografie in die Kulturlandschaft Palästina. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt sich rasch eine professionelle Infrastruktur. Auf kunstvoll arrangierten Bildern kann sich jeder den Orient nach Hause holen. Anfangs müssen die Motive noch auf empfindliche Glasplatten gebannt werden. Später kann man auf flexibles Filmmaterial zurückgreifen.


Hentschel-Verlag: Ramallah, Klatschreigen, erstes Drittel des 20. Jahrhunderts – nach einem Foto von Gustaf Dalman

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
In Bildfragen hat der Palästinakundler Gustaf Dalman einen wichtigen Partner, den Leipziger Verleger und Fotografen Bruno Hentschel. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vertreibt er handkolorierte Diaserien, deren Motive häufig aus dem Dalman-Kreis stammen.
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DIE FARBEN DES ORIENTS: Für den Verkauf werden Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit der Hand koloriert


Gustaf Dalman: Ramallah, Klatschreigen der Frauen, wohl 1910

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
Gustaf Dalman fürchtet, dass touristische oder künstlerische Fotografen die Wirklichkeit verfälschen. Deshalb greift er ab 1899 immer wieder selbst zur Kamera, um das Alltagsleben der Kulturlandschaft Palästina möglichst authentisch einzufangen.
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DIE GANZE WAHRHEIT: Im Original dokumentiert Gustaf Dalman um 1910 eine bäuerliche Hochzeit


Bernhard Schuler: Jerusalem, Ölberg, Bildverkäufer, Herbst 1976

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Fast alle der nach 1948 gesichteten Bestände enthalten Kauf-Bilder, die in die eigenen Bestände eingebunden werden. Hinzu kommt der Tausch unter Mitreisenden oder Passanten, die man anspricht und sich nachher auf dem Postweg die Abzüge zusendet.
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Der Diaverkäufer

In den 1970er Jahren entwickelt sich auch an früher abgelegenen Orten eine visuelle Infrastruktur. Andersherum gesagt: Die Menschen vor Ort erobern sich das Recht an ihrem Bild zurück. Diese Einschätzung deckt sich mit einem Schnappschuss von Bernhard Schuler. 1976 porträtiert er auf dem Ölberg einen halbseiden wirkenden Dia- und Postkartenverkäufer, der die Gruppe hartnäckig belagert. Bis Schuler selbst die Kamera zückt ...


04

Aus der Bewegung



Lorenz Bertheau (wohl): Tiberias, April 1908

Aus der Sammlung von

Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes, Jerusalem

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Kurzbeschreibung
Über zwei aufmerksam aufgerichtete Pferdeohren hinweg blickt man auf die Stadt Tiberias. Fast meint man, selbst im Sattel zu sitzen. Da sich die Hügelkette im Mittelgrund leicht nach rechts absenkt, versucht der Betrachter unwillkürlich, im imaginären Sattel auszubalancieren und damit das Bild wieder zurechtzurücken.
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Zu Pferde

Schon vor dem Ersten Weltkrieg kann man mit der Kleinbildkamera den einen besonderen Moment einfangen. Immer mehr Amateure begeistern sich für die Technik – Fotografie wird günstiger, lebendiger, persönlicher. Auf Exkursionen nutzt man die neuen Möglichkeiten für Motive aus der Bewegung heraus: über den Sattelknauf und zwei Pferdeohren hinweg.




Familienalbum Zeifert: Totes Meer, Dorothea Zeifert treibt auf dem Wasser, wohl 1980

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Alle vier Jahre reist Familie Zeifert nach Israel, um Verwandte und Freunde zu besuchen. 1980 bleibt Zeit für ein erfrischendes Bad im Toten Meer – und etwas Spaß beim Fotoshooting.
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MAKING-OF: Eine Touristin schwimmt 1980 in Position


Familienalbum Zeifert: Totes Meer, Dorothea Zeifert treibt auf dem Wasser, wohl 1980

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Schon um 1900 lassen sich schnauzbärtige Touristen dabei ablichten, wie sie auf dem Toten Meer treiben. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich daraus, mit Zeitung oder Schirm bewaffnet, ein fotografisches "Muss".
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DER KLASSIKER: Zeitunglesen auf dem Toten Meer


Jordanien, Momentaufnahmen von Dokumentarfilmarbeiten des Deutschen Fernsehens, 1961/62

Aus der Sammlung von

Landeskirchliches Archiv Stuttgart

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Kurzbeschreibung
Ein Standbild von 1961/62 dokumentiert Dreharbeiten des ARD-Nahost-Teams. Dem Fernsehpublikum daheim zeigt man die andere Seite der Inszenierung.
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Standbild

Dieter Franck, Autor beim Deutschen Fernsehen (ARD), stellt 1962 ein Fotoalbum für einen jordanischen General zusammen. In der Region hat das Nahost-Team 1961 Dokumentarfilme wie "Beduinen-Gastfreundschaft" oder "Wüstenpatrouille" erstellt. Dieses Motiv zeigt, so das Begleitschreiben, "nicht die Exekution des Kameramannes. sondern: Filmarbeit". Auf der Schwarz-Weiß-Aufnahme sieht man das TV-Team umringt von posierenden jordanischen Streitkräften.

05

Gemeinsam



Heiliges-Land-Quartett, um 1980

Aus der Sammlung von

Historisches Archiv zum Tourismus, Berlin

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Kurzbeschreibung
Als das Ehepaar Damm 1980 nach Israel fährt, bringt es ein "Heiliges-Land-Quartett" mit nach Hause. Mit Fotoecken wird es feinsäuberlich im Album aufbewahrt.
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Vier gewinnt

Bei einer Reise in die Kulturlandschaft Palästina sind die Erwartungen ebenso hoch wie die Befürchtungen: Wie steht es mit der Sicherheit? Wird man finden, was man erhofft? Diese Atmosphäre verbindet eine Gruppe oft zur intensiven Gemeinschaft. Vor Ort treffen die Besucher auf die verschiedensten religiösen und ethnischen Gruppen. In den 1980er Jahren präsentiert Israel diese spannungsreiche Vielfalt gerne als friedliches Miteinander – so auch im farbenfrohen "Heiliges-Land-Quartett" für Touristen.


Bernhard Schuler: Scharm el-Scheich, Lagerfeuer, Silvester 1976

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Am Neujahrsmorgen badet man im Roten Meer: Die Sinai-Halbinsel, die man mit dem Sechstage-Krieg (1967) zu Israel rechnet, wird ab Ende der 1970er Jahre stufenweise an Ägypten zurückgegeben. In der Zwischenzeit bildete sich hier für Touristen ein Freiraum, an dem allzu starre Normen außer Kraft gesetzt sind.
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BEI NACHT: Silvester 1976 feiert die studentische Gruppe in Scharm el-Scheich am Strand


Valentin Schwöbel: Wadi Rahabe, Nachtlager, wohl 1905

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Er zählt zu den ehrgeizigen Amateuren aus dem Kreis um Gustaf Dalman: Über Jahre hinweg feilt der Pfarrer und Palästinageograf Valentin Schwöbel an Technik und Stil. Viele seiner Aufnahmen werden nach seinem frühen Tod (1921) veröffentlicht.
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BLITZPROBE: Um 1905 experimentiert Valentin Schwöbel mit der Kamera


Diasammlung Otto Fabritius: Israel, Warten auf den Bus, September/Oktober 1966

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Nach 1948 avanciert der Bus, als mehrere Anläufe zu grenzübergreifenden Bahnlinien gescheitert sind, zum Fortbewegungsmittel der Wahl und damit auch zum Begegnungs- und Beobachtungsraum von Touristen und Ortsansässigen.
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Warten

Entlang einer Absperrung, neben einer diagonal nach rechts oben auslaufenden Fahrspur, warten 1966 in Israel zwölf Personen auf den Bus. Jeder schaut in eine andere Richtung, jeder bleibt für sich. Ein Mann mit Sonnenbrille lehnt sich ans Geländer, wo er Jacke und Koffer abgelegt hat. Zu seiner Seite liest ein orthodoxer Jude in einem Buch (vermutlich gelehrt-frommen Inhalts), wohl um nicht in Verdacht oder Versuchung zu geraten, auf die luftig-modisch gekleidete Frau neben ihm zu blicken. Den Reigen beschließt ein Soldat, vielleicht bewachend, vielleicht ebenfalls wartend.


06

Erinnerungsstücke



Foto Kempe (wohl): Getreide-Mahlgrade, wohl um 1933

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
Nach dem Ersten Weltkrieg greift Gustaf Dalman nicht mehr (oder nur noch selten) selbst zur Kamera, um Stücke seiner volks- und naturkundlichen Sammlung abzulichten. Viele der erhaltenen Aufnahmen werden offenkundig von Profis erstellt, z. B. vom Greifswalder Studio "Foto Kempe".
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Forscher und Sammler

In der Fremde sind selbst alltägliche Dinge spannend. Das ein oder andere Objekt nimmt man mit nach Hause – und sei es nur als Foto. Manche Erinnerungsstücke bleiben ganz privat, andere werden mit Etikett und Inventarnummer zum Teil der Forschung. Vom Wasser aus dem Toten Meer bis zu (wie hier) den verschiedenen Mahlgraden von Getreide – Gustaf Dalman will mit seiner Greifswalder Sammlung ab 1920 ein möglichst umfassendes Bild der Kulturlandschaft Palästina zusammensetzen.


Martina Strehlen: Zahnpastatube, April 1986

Aus der Sammlung von

privat

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Kurzbeschreibung
Die Judaistin Martina Strehlen, die gerade ein Jahr in Jerusalem studiert, fotografiert 1986 eine Zahnpastatube. An diesem Motiv reizt sie der hebräische Aufdruck: koscher für Pessach, d. h. während des jüdischen Frühlingsfestes religiös unbedenklich.
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DETAILGETREU: Man klebt nicht nur Servietten, Trinkstrohhalme und Kofferanhänger ins Album, sondern fotografiert auch fremdartige Alltagsgegenstände


Foto Kempe (wohl): Petra, Opferplatz-Modell nach Angaben von Gustaf Dalman, 1920er/1930er Jahre

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
Für den Palästinakundler Gustaf Dalman ist Forschung dreidimensional: „Wer nicht plastisch sehen, (...) die Wirklichkeit, wenn nötig, kriechend und kletternd, untersuchen, technisch messen, aufzeichnen, photographieren, modellieren kann, wird dieser Wissenschaft nie Erhebliches leisten.” (Palästinajahrbuch 1924, S. 19)
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WISSENSTRÄGER: Nach seinen Forschungen in Petra lässt Gustaf Dalman in den 1920er/1930er Jahren dieses Opferplatz-Modell fertigen und fotografieren


Album Familie Rück: Jerusalem, Syrisches Waisenhaus (wohl), Heinrich Rück mit Orangen aus Bir Salem, "Ein 15 cm langer Zweig hat 9, der andere 11 Orangen", 1925

Aus der Sammlung von

Landeskirchliches Archiv Stuttgart

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Kurzbeschreibung
In Jerusalem besucht das Tübinger Ehepaar Rück seine Tochter Agnes, die ab 1923 mit Hermann Schneller verheiratet ist.
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Ein Zweig Orangen

Mit dem Fotoalbum werden Einzelaufnahmen zu einer Erzählung zusammengefügt. Auf diese Weise ordnet auch das Tübinger Ehepaar Rück seine Bilder, nachdem es 1925 die Tochter in Jerusalem besucht hat. Für die letzte Albumseite hebt man sich gerne anekdotische Motive auf. In diesem Fall ist es der Besuch auf dem Landgut Bir Salem, das deutsche Protestanten betreiben. Hier zeigt sich Oberrechnungsrat a. D. Heinrich Rück beeindruckt vom Ernte-Erfolg: "Ein 15 cm langer Zweig hat 9, der andere 11 Orangen".




Gustaf Dalman: Jaffa, Sommer 1906

Aus der Sammlung von

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

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Kurzbeschreibung
Als Gustaf Dalman im Sommer 1906 am Strand vor Jaffa zur Kamera greift, gibt es bereits einzelne jüdische Siedlungen im künftigen Gebiet von Tel Aviv. Drei Jahre später wird die erste hebräische Stadt an jenem Strand gegründet.

Am Ende aller Bilder

Reisebilder speichern Erinnerungen, stärken Gemeinschaften und wecken Sehnsüchte. Daher lohnt es, diese Amateurfotografien in Archiven zugänglich zu machen.

Impressum

Die virtuelle Ausstellung Das gelobte Land der Moderne wird veröffentlicht von:

Gustaf-Dalman-Institut Greifswald

Theologische Fakultät, Universität Greifswald, Am Rubenowplatz 2-3, 17489 Greifswald


gesetzlich vertreten durch Dr. Karin Berkemann

Telefon: +49 3834 4202517, Fax:
E-Mail:  dalman@uni-greifswald.de

Verantwortlich im Sinne des Rundfunkstaatsvertrags:
Dr. Karin Berkemann, Gustaf-Dalman-Institut Greifswald, Theologische Fakultät, Universität Greifswald, Am Rubenowplatz 2-3, 17489 Greifswald

Kurator*innen:
Dr. Karin Berkemann

 

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